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Ungleichheit und Umverteilung in Deutschland: Trends und Handlungsoptionen
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Transkriptautomatisch erstellt · 447 Zeilen
- Ja, vielen Dank, Clemens, äh für die nette Einführung. Äh vielen Dank, dass Sie alle so zahlreich erschienen sind und äh es scheint in der Tat so zu sein,
- dass dass Ungleichheit und Umverteilung ein äh wichtiges äh oder interessantes Thema ist. Und das sieht man auch, wenn man äh in in
- Zeitungen schaut, hier aus der Tatz z.B. natürlich vielleicht eher etwas äh linksgerichteter der Schlagzeile, die Reichen werden reicher, die Armen ärmer.
- Und wenn man heute die Medien ähm äh in die Medien schaut, denkt man, dass eben es geht immer um Ungleichheit, aber äh das war nicht immer so. Hier ist z.B.
- aus um vielleicht sozusagen den Gegenpol der zur Tatz aus der FAZ Artikel zum Thema Ungleichheit. Ähm, das war lange Zeit auch als in der Zeit, wo ich
- angefangen habe zu studieren und zu promovieren und mich mit dem Thema beschäftigt hat, war das noch nicht so, dass es uns so stark interessiert hat.
- Aber jetzt in den letzten Jahren, so seit 2011, 2012, sieht man einen sehr starken Anstieg dieses Themas. Äh, das Ganze sieht man auch nicht nur, wenn man
- die Presse schaut, sondern hier ist äh sogenannte Google Trends, also was die Sucher bei Google eingeben, immer Gewichte zu den Suchanfragen.
- Auch da sieht man ähm es wird immer mehr dazu äh nachgefragt äh Anfragen zum Thema Ungleichheit und auch in der Wissenschaft äh gibt
- sieht man äh am Ende hier einen Anstieg, aber das Ganze, wenn man es längerfristig betrachtet, hier seit 1950, das sind jetzt Publikationen von
- Büchern zum Thema Ungleichheit. Wenn man sich wissenschaftliche Artikel anschaut, sieht das sehr ähnlich aus. ähm sieht man hier hinten wieder einen Anstieg
- seit Mitte der 90er Jahre, aber es gab auch schon Zeiten äh Ende der 70er Jahre, wo deutlich mehr dazu geforscht wurde. Und dann gab es eine Zeit, wo es
- rückgängig war. Das war so in den 80er Jahren, die wo man auch so die Politik hatte, wo wo äh in USA fing es an mit Dragon, dann in Großbritannien mit
- Seter, wo sehr viel auf Effizienzwert gelegt wurde. Also, es war das äh es ging eben das Thema ähm also weniger um die Verteilungsfragen, sondern um die
- Effizienzsteigerung. Und erst in letzter Zeit kommt es wieder dazu. Und wenn man da im Vergleich zu äh oder man man sieht auch äh natürlich prominente Beispiele
- äh Thomas Picketti mit seinem Kapital im 21. Jahrhundert natürlich angelegt an Marx das Kapital oder Marcel Fratscher mit seinem Verteilungskampf
- warum Deutschland immer ungleicher wird. ähm in letzter Zeit erschienen, sieht man, dass es immer mehr diese Debatte gibt. Und äh warum ist das so? Ähm ich
- habe es gibt äh meines erchtens unterschiedliche Hypothesen. Das eine ist äh uns geht es zum einen relativ gut äh und äh deswegen äh können wir uns
- vielleicht über mehr mit Ungleichheits äh Fragen beschäftigen. Das sieht man z.B. äh auch wieder in Publikation äh wenn
- man sich anschaut, das ist die rote Linie hier ist jetzt äh Vergleich zu Ungleichheit Publikationen zum Thema Arbeitslosigkeit
- und äh da sieht man eben äh einen sehr starken Rückgang äh von den Publikationen dazu. Und das andere ist natürlich, also man könnte
- argumentieren, ja vielleicht, also Arbeitslosigkeit ist kein Problem mehr und wir Deutschen neigen vielleicht dazu, dass wir uns gerne über irgendwas
- beschweren, also müssen wir uns was Neues suchen und reden jetzt mehr über Ungleichheit. Ähm, das andere ist aber auch ähm wir hatten die Finanzkrise und
- äh ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern an die Occupy Wall Street Bewegung und ähm ein Slogan dieser Occupy Bewegung war immer: "We are the 99%", also
- bezogen wir sind die 99% und da oben sind die 1% hier Regierung und die Wall Street, die sich die Taschen voll gemacht haben. Aber ähm die ne es ist
- kommt nichts bei den 99% an. Das hier unten Bild aus einer Demonstration in Washington. Das hier ist Frankfurt gewesen. Also immer kamen diese 99%
- oder im Gegensatz zu den den oberen 1%. Und wo kommt das her? Das geht auf ähm wissenschaftliche Forschung von Thoma Piketti und Emanuel Saes zurück, die
- sich äh zunächst für die USA angeschaut haben, was sind wie haben sich die Einkommensante unterschiedlicher Bevölkerungsschichten
- entwickelt? Und das sieht man hier äh in praktisch die Originaldaten von 19:13 bis 2012 für die oberen 10 % der Einkommensverteilung,
- die oberen 1% und dann die oberen 0,1%. Und was man sieht, ist zunächst für alle diese drei Gruppen am äh Ende dieser Zeitreihe ab Beginn der 80er Jahre
- ungefähr einen sehr starken Anstieg. und äh mit der Finanzkrise und äh der dort erfolgten Rettung von Banken, wo wo Milliarden von Steuergeldern ausgegeben
- wurden, äh kam so ein vielleicht auch dann das Gefühl auf, okay, das ist ja eigentlich ungerecht, das Geld geht an die oberen 1%, die sowieso schon sehr
- viel haben. Und wenn man sich äh und das hat meines Erachtens dazu geführt, dass wir in in der Öffentlichkeit, aber auch in den Medien eine viel größere Fokus
- auf das Ungleichheitsthema bekommen haben. Und ähm wenn man sich das jetzt hier anschaut für die USA, sieht man, dass man am
- aktuellen Rand wieder Niveaus erreicht hat von Ungleichheit, von dem Anteil, der an die die reichsten der Bevölkerung geht, Niveaus, die es sonst vorher nur
- vor dem äh Zweiten Weltkrieg gegeben hat. Wenn man sich das jetzt hier mal anschaut, die Zahlen genau, was heißt das? Ähm Einkommensanteil äh der oberen
- 10 % von knapp 50%, also die reichsten 10 % der Bevölkerung haben 50% äh oder erzielen 50% der gesamten Bruttoeinkommen.
- Äh, also hier ein Faktor von 5 im Verhältnis Einkommensanteil zu Bevölkerungsanteil. Die oberen die reichsten 1% äh knapp 20%
- des Einkommens, also hier schon Faktor 20. Und bei den obersten 0,1% äh fast 10 % Einkommensanteil, also Faktor 100 im Vergleich zu einer, wenn
- man so will, Gleichverteilung der Einkommen, wenn eben jeder jede Einkommensschicht das den gleichen Teil des Kuchens hätte. Und ähm vielleicht
- hätte man sollte man auch, wenn man sich genauer in die Daten anschaut, ist diese Ungleichheitsentwicklung wirklich äh von den ganz ganz hohen
- Einkommen, also den oberen 0,1% getrieben. Also der Slogan hätte sein sollen nicht we 99%, sondern we are the 99.9%.
- Also die obersten 0,1% sind wirklich das, wo es in den USA äh die Musik spielt, wo die die Einkommen sehr stark gestiegen sind. Und das hat sehr viel äh
- zu tun mit der Entlohnung von Managern, von von Vorständen, von Unternehmen, die äh in diesem Zeitraum in den USA sehr stark gestiegen sind.
- Was ich jetzt in dem Vortrag hier ähm machen möchte nach dieser Einordnung ist eben darüber zu sprechen äh was ist eigentlich Ungleichheit oder worüber
- reden wir eigentlich, wenn wir von Ungleichheit reden und dann so ein bisschen über die Situation äh in Deutschland sprechen und dazu das Ganze
- auch entsprechend ähm ein bisschen einordnen und zunächst mal mit einem weltweiten ähm äh Vergleich anfangen, wie ist es in
- der in der globalen Perspektive. Äh, dann ganz kurz zum Thema äh Wahrnehmung und Wirklichkeit, also was denken die Leute, wie was für
- Ungleichheit wir haben und wie ist es wie wirklich und dann insbesondere äh also sehr kurz und dann äh einige Grafiken und und Statistiken zum Thema
- äh Ungleichheit von Einkommen und Vermögen äh in Deutschland im im Zeitablauf auch. äh was ist die Rolle des Steuer und Transfersystems
- äh um am Ende dann etwas äh zu Handlungsoptionen für die Politik zu sagen, was ich denke oder was wir denken, was was wo ist äh vielleicht
- Reformbedarf und wo ist vielleicht kein Reformbedarf? zunächst eben äh Ungleichheit ähm worum geht es und ähm vielleicht das eine
- schon mal vorne weg äh wenn äh Sie sich äh eine Studie zu Ungleichheit äh anschauen oder was ich eben auch gezeigt habe, diese Suchbegriffe mit
- Ungleichheit, es gibt sehr sehr viele Ungleichheiten oder Sachen, wie man Ungleichheit messen kann. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten und ein
- paar dieser äh Möglichkeiten habe ich Ihnen ja aufgeführt. Also, man kann sich erstmal überlegen, interessiert uns unter Ungleichheit zwischen Ländern,
- zwischen Regionen äh oder innerhalb von Ländern äh interessiert uns die Ungleichheit zwischen Haushalten oder zwischen Individuen? Individuen
- unterschiedlich äh in Haushalten, in Paaren ähm interessiert uns allgemeiner irgendwelche Gruppen, z.B. Bezieher von Kapital versus äh Arbeitseinkommen
- oder äh Ungleichheit zwischen Männer und Frauen. Das ist äh auch immer wieder Thema, wenn wenn es um die Entlohnung geht. Äh wie wie ist der der Lohnabstand
- zwischen Männern und Frauen? Oder interessiert uns Ungleichheit zwischen Generationen, zwischen jung und alt? Äh was typischerweise in den in den Studien
- gemacht wird, ist, dass man in in den meisten Sachen wir uns Ungleichheit zwischen Haushalten anschauen. Also, das ist auch das äh was in den meisten
- Studien gemacht wird. Ähm, aber es es gibt eben diese ganzen Möglichkeiten und je nachdem, was man sich anschaut, kann man äh schon zu durchaus anderen äh
- anderen Ergebnissen kommen. Ähm und dann äh wenn man sich entschieden hat äh die Ungleichheit zwischen wem man sich anschauen will, muss man sich fragen,
- was äh worin, also welche Ungleichheit interessiert uns, in welcher Dimension. Typischerweise reden wir zunächst über Einkommen. Ähm das liegt äh äh zum einen
- daran, dass es ähm dass wir übere Einkommen die besten Daten haben. Ähm Datenverfügbarkeit äh spielt natürlich eine große Rolle.
- Dazu komme ich auch gleich noch mal. Ähm, dann ist aber, wenn man Einkommen äh fragt, ist es äh wollen wir Einkommen vor Steuern und Transfers, also vor der
- Umverteilung, das was am Markt erzielt wird oder Einkommen nach Steuern und Transfers äh nach der gesamten Umverteilung.
- Äh schauen wir uns Einkommen zu einem Zeitpunkt an, z.B. die Einkommen in einem Jahr oder interessiert uns eher das Lebenszyklusinkommen
- äh einer Person oder eines Haushaltes? Also auch hier ist selbst, wenn man sagt, wir schauen uns, wir interessieren uns äh zu ähm für Ungleichheit zwischen
- Haushalten im Einkommen ist auch schon wieder hat man wieder mehrere Möglichkeiten äh sich das anzuschauen. Und dann später ähm eben kann man sich
- auch noch weiter anschauen. Statt Einkommen könnte man auch denken, dass Vermögen wichtig ist oder dass vielleicht statt Einkommen die
- Konsummöglichkeiten oder die Konsumausgaben eine größere Rolle spielen. Und natürlich kann man auch äh noch viele andere Dimensionen, hier sind
- nur ein paar aufgeführt, wie Gesundheit oder Lebenserwartung oder Fähigkeiten oder die Chancen vielleicht sich selbst zu verwirklichen. Kann man natürlich
- über viele Dimensionen nachdenken. Typischerweise äh schauen die in die meisten Studien zunächst mal auf Einkommen, wie gesagt, weil das das ist
- ähm wo wir die besten Daten haben. Das heißt, w nicht unbedingt, dass es die anderen Dimensionen weniger wichtig sind, aber äh wenn man etwas empirisch
- messen will, braucht man natürlich gute gute Daten und das ist nicht immer immer der Fall. Wenn man sich aber jetzt entschieden hat, wir schauen uns an,
- Ungleichheit zwischen Haushalten im Einkommen, äh müssen wir immer noch überlegen, wie messen wir eigentlich Ungleichheit? Ähm, da gibt es
- verschiedene Arten. Was ich Ihnen eben gezeigt habe, war der Einkommensanteil von äh bestimmten Gruppen, also den oberen 10 oder 1% der Bevölkerung.
- Und das ist äh streng genommen äh eher ein ein Maß für den Reichtum als als für Ungleichheit. Man kann aber zeigen, dass es ähm sehr äh sehr stark korreliert mit
- Ungleichheitsmaßen. Man kann sich statt Reichtum auch äh natürlich das andere Ende der Verteilung anschauen, also Armut. oder eben man
- schaut sich die Gesamtverteilung an. Und äh wenn man sich eben die Gesamtverteilung anschaut, das ist dann das, was man äh typischerweise als
- Ungleichheit bezeichnet und ein gängiges Maß, was Sie auch nachher sehen werden, ist der sogenannte Genie Koeffizient. Na, Genie war ein ein italienischer
- Statistiker, der dieses Maß erfunden hat. Das Maß ist hat äh ganz schöne Eigenschaften. Es ist normiert zwischen 0 und 1. Und je größer, also je näher an
- 1, eins, desto ungleicher ist eine Verteilung. Das heißt, deshalb ähm weil es eben diese diese schönen Eigenschaften hat, wird das
- typischerweise verwendet. Äh und es ist relativ einfach zu berechnen aus Daten, so dass dass wir sie werden nachher einige Ausprägungen dieses Koeffizienten
- sehen. Was äh sicherlich auch noch eine Rolle spielt, ist, wenn man äh sich überlegt hat, wie messe ich das? äh interessiert uns eher ähm eine gewisse
- Verteilung äh an Ungleichheitmaßen, also für eine gegebene Verteilung, für die Einkommensverteilung beispielsweise für ein Jahr oder interessiert uns äh
- Veränderung auch über die Zeit hinweg äh Veränderungen von Einkommenspositionen innerhalb einer Generation oder auch über Generationen hinweg interessiert es
- uns beispielsweise, wenn man aus einem armen oder reichen Elternhaus kommt, äh in was für was für Einkommen man dann erzielt, ob man höhere oder niedrigere
- Einkommen erzielt beispielsweise als die Eltern. Das ist das, was man typischerweise als soziale Mobilität bezeichnet. Ähm das ist sicherlich äh
- auch immer sehr spannend, aber auch da ist es typischerweise sehr schwierig, dass für z.B. Für Deutschland ist es sehr sehr schwierig ähm da vernünftige
- Berechnungen zu machen, weil man Informationen über die Einkommen der sowohl der Eltern als auch der Kinder braucht und das natürlich aber der
- Kinder im Erwachsenenalter, also ich sag mal zwischen 30 und 40 und man muss diese Einkommen eigentlich über die Zeit miteinander verknüpfen können. Also das
- heißt, ich müsste äh meine Einkommen in in den Daten, mit denen meine Eltern verknüpfen können. Und das ist typischerweise in in Deutschland nicht
- möglich. des äh aufgrund des Datenschutzes und des Steuergeheimnisses beispielsweise, kann man solche Datensätze äh nur sehr schlecht
- verknüpfen. Es gibt ein paar Ausnahmen ähm aber das äh das ist nicht so einfach. Also, jetzt habe ich Ihnen schon so ein bisschen erzählt, wie wie
- schwierig es ist für den für den Forscher oder den Wissenschaftler ähm äh sich damit zu beschäftigen. Und umso schwieriger ist es natürlich für Sie,
- wenn Sie jetzt äh die die morgen in die FAZ schauen oder in die Süddeutsche und dann äh wieder ein Artikel zu Ungleichheit lesen. Ähm dann wie gesagt,
- schauen Sie genau hin, welche Ungleichheit und was gemessen wurde. Aber was äh auch noch eine Rolle spielt, ist äh welche Daten man zugrunde legt.
- Und hier einfach nur als Beispiel ähm äh anzuschauen Ungleichheitstrends. Das ist wiederum der Anteil der reichsten 10% in Deutschland äh gemessen
- mit zwei unterschiedlichen Datensätzen. Ähm, das eine sind Befragungsdaten repräsentativ äh für Deutschland, das andere sind Daten aus der Lohn und
- Einkommenssteuerstatistik. Äh, und die Daten sind soweit wie möglich vergleichbar gemacht. Also eigentlich sollte da genau das gleiche
- gemessen werden. Ähm das klappt auch relativ gut für äh 2002, aber äh für die anderen Jahre und insbesondere für die Trends äh sieht es doch äh sehr sehr
- unterschiedlich aus. Und ich will jetzt nicht äh hier an dieser Stelle sagen, was jetzt genau was ich denke, was was besser oder schlechter ist. Es gibt äh
- gute Gründe für diese Unterschiede in den Datensätzen, weil beide Datenquellen eben etwas unterschiedliches äh oder ein unterschiedlichen Fokus haben. Ähm aber
- es ist einfach so, je nachdem welche Datenquelle man nimmt und das sieht man auch später noch mal, kommt man manchmal zu leicht unterschiedlichen Aussagen,
- insbesondere was Trends oder Entwicklungen angeht. Und deshalb ist es äh immer sehr schwierig auch in dieser Ungleichheitsdebatte
- ähm äh oder dieser zu folgen oder genau zu wissen äh oder man muss manchmal auch äh genau wissen äh von wo die jeweilige Aussage kommt oder mit welchen Daten mit
- welche und vielleicht auch mit welcher Intentionen ein etwas ausgerechnet wurde, weil es äh durchaus sehr leicht möglich ist. Äh, wie gesagt, wenn man je
- nachdem was man nimmt, ich kann Ihnen sagen, dass die Ungleichheit äh in diesem Zeitraum gestiegen ist oder äh gesunken ist oder äh gleich geblieben
- mit, wenn ich noch einen anderen Datensatz nehme, äh je nachdem äh was ich letztlich rüberbringen will, ist alles möglich. Äh und das ist äh deshalb
- ist es äh sehr äh gefährlich, sage ich mal, wenn man sich genau auf einen Maß äh auf einen Datensatz immer äh beschränkt, sondern es ist wichtig, dass
- sich viele Sachen ähäh anzuschauen, viele Datenquellen, unterschiedliche Maße und das äh zusammenzupacken. Ähm, das würde ich jetzt auch gerne
- heute Abend hier machen und Ihnen jetzt äh hunderte von äh unterschiedlichen Grafiken und äh Tabellen zeigen und ihr sie überzeugen, dass das, was ich Ihnen
- jetzt tatsächlich zeigen werde, das ist, was wir denken, was die Realität am besten wieder gibt. Aber sie verstehen sicherlich, dass wir äh nicht die Zeit
- haben und ich habe gehört, nachher gibt's auch noch einen Empfang mit mit Getränken. Da können wir vielleicht auch äh da noch etwas äh weiter drüber reden,
- aber es ist jetzt einfach im im Kürze der Zeit nicht möglich, Ihnen zu jeder dieser äh Grafiken unterschiedliche Datenquellen zu zeigen. Ähm wir haben
- das versucht aufzubereiten. Ich werde Ihnen an ein paar Stellen immer wieder was unterschiedliches mal zeigen, aber wir haben versucht, das aufzubereiten so
- wie wir denken, wie die Realität am besten wiedergegeben wird aus dem Verständnis der unterschiedlichen Datenquellen unterschiedlicher Studien
- die wir haben. Aber es immer grundsätzlich erstmal als Warnung, wenn Sie äh irgendwo in in der in der Presse etwas lesen oder auch in einer Studie
- und es immer es genau nur eine Zahl berichtet wird, dann das immer noch mal kritisch hinterfragen und schauen äh was ist vielleicht die Intention äh auch
- davon von von dieser einen Zahl. ähm es denn die Realität und auch die die wissenschaftliche Realität äh ist letztlich etwas komplexer als als nur
- mit einer Zahl zu beschreiben. Ähm ich möchte beginnen ähm mit äh zunächst der globalen Perspektive jetzt, wenn wir in die Analyse gehen, wie hat
- sich weltweit Armut und Ungleichheit äh entwickelt? ähm was wir ja äh immer äh oder gesehen haben vorhin, äh innerhalb eines Landes, innerhalb der USA ist
- Ungleichheit in den letzten Jahren gestiegen. Wenn man sich das global anschaut, äh sieht man hier äh als ein Maß für Armut ähm den Anteil der
- Weltbevölkerung, die von weniger als 1,90 pro Tag leben müssen. Warum 1,90? Das ist äh von der Weltbank so definiertes äh Armutsniveau und da
- sieht man, dass seit 1980 dieser Anteil äh massiv gesunken ist, von über 40 % auf äh gut 10 % heutzutage. Also massiver Rückgang dieser weltweiten
- Armut, äh der Anteil der Menschen, die die in in absoluter Armut leben. Ähm in äh in Deutschland gibt es äh im Prinzip niemanden, der unter diese Grenze fällt.
- Ähm aufgrund des des äh Steuer und Transfersystems, der der Umverteilung, der der Ansprüche, die man hat äh an Harz 4, Sozialhilfe, Wohngeld und so
- weiter, ist man in der äh gibt es im Prinzip niemanden in den Daten, der unter diese äh diese Grenze fällt. Also weltweit Armut geht zurück und auch wenn
- man sich Ungleichheit, also die gesamte Ungleich äh Verteilung anschaut über jetzt die wieder die Welt als einen Planeten gesehen und sich anschaut, wie
- ist die wie sieht hier die Einkommensverteilung aus? Auch hier sieht man einen Rückgang. Das ist jetzt dieser Cheing Koeffizient, wie gesagt,
- zwischen 0 und 1 oder hier mal 100 genommen, zwischen 0 und 100 normiert. Äh, Ende der 80er Jahre war es noch bei äh hier über 70 und mittlerweile ist es
- ja bei 69, unter 70, also ein Rückgang dies der weltweiten äh Ungleichheit äh auch nicht nur der Armut. Und äh wenn man sich das genauer anschaut, ähm
- welche Einkommensschichten in diesem Zeitraum äh profitiert haben, sie kommt man zu diesem Ergebnis. Hier unten sieht man die Position in der
- Einkommensverteilung äh weltweit der Individuen oder Haushalte. bei null äh sind die ärmsten, bei 100 die reichsten in weltweit und
- hier sind die Wachstumsraten des der Einkommen zwischen 1988 und 2008. Das sind die Daten eben können sich vorstellen, wenn man äh global etwas
- messen will, ist natürlich die Datensituation noch schwieriger, als wenn man das in Deutschland machen will. Aber das sind äh eben von der Weltbank
- von insbesondere Branco Milanovic, der die Daten zusammengestellt hat. Und was man hier in dieser Grafik sieht, ist ähm, dass die sogenannte ja globale
- Mittelschicht, also im Prinzip Personen, die äh global zu den ärmsten äh ab den ärmsten 10% bis äh zu den ja ärmsten 70 oder den dann den reichsten 30% gehören,
- die haben sehr starke Einkommenszuwechsel. verzeichnet über diesen Zeitraum. Und dann wiederum noch mal die ganz ganz äh reichsten hier,
- letztlich die obersten 1% der globalen äh Einkommensverteilung haben auch sehr starke Zuwächse äh verzeichnet. Und das führt zu die eben zu dem Rückgang ähm
- dieser weltweiten Ungleichheit, weil die die weltweit gesehen ärmeren Schichten äh deutlich aufgeholt haben. Das sind insbesondere eben Entwicklungsländer
- oder oder Schwellenländer. Aufstieg von China spielt eine große Rolle, aber es ist nicht nur China, der was diese das hier treibt. Aber was man
- auch sieht, ist, dass sozusagen die Personen hier ab die zu den reichsten 20% weltweit gehören und insbesondere da dann die nächsten im Prinzip 15 bis ja
- fast 19 weltweit ähm nicht so stark deren Einkommen nicht so stark gewachsen sind wie die Einkommen äh des Rests der
- Bevölkerung äh der der weltweiten Bevölkerung. Und das hier sind letztlich genau die äh äh das ist äh sind äh die äh entwickelten Länder. Das ist
- sozusagen die die Mittelschicht in äh in in den OECD Ländern in Deutschland, in den USA, deren Einkommen relativ zu allen anderen Bevölkerungsschichten
- deutlich weniger gewachsen ist. Und das ist sicherlich auch eine einer der Gründe, warum wir jetzt auch in in Deutschland, aber insbesondere in den
- USA, diese Ungleichheitsdebatte haben, weil äh eben, wenn man sich die Einkommenswachstums anschaut, eben die sozusagen äh Mittelschicht in den
- entwickelten Ländern deutlich weniger stark gewachsen ist, als die ganz reichen in den Entwicklungsländern. Und ähm es gibt eben sozusagen Druck von
- unten. Das hat mit Globalisierung zu tun, das hat auch mit mit technischem Fortschritt zu tun, aber äh es führt letztlich dazu, dass äh dass es eben
- hier in den Entwicklungsländern äh die das Einkommenswachstum von gewissen Bevölkerungsschichten äh deutlich niedriger war als äh in in
- den entwickelten Ländern, sorry, das äh bevölk das äh Einkommenswachstum deutlich niedriger war als für andere Schichten. Und wenn man sich genau
- anschaut, z.B. in den USA. Wer hat äh von wem wurde Donald Trump gewählt? Das sind genau äh die Personen, die sich im Prinzip hier unten äh befinden, weltweit
- vereinfacht natürlich, aber es ist letztlich äh die äh Personen, die sich hier in irgendeiner Form vielleicht abgehängt fühlen.
- Und ähm wenn man das also so zusammenfassen kann, global gesehen sinkt Armut und Ungleichheit, aber es gibt innerhalb von Ländern eben gewisse
- äh Ungleichheitstendenzen. Und das schauen wir uns jetzt im folgenden etwas etwas detaillierter an. Und ähm komme zunächst
- zum Thema Wahrnehmung und Wirklichkeit, weil ich denke, das ist sehr essentiell für die für die Debatte. Ähm, wenn man äh man kann äh oder es gibt
- Studien hier von Judith Nihus aus Köln äh die wo Leute befragt werden, was denken Sie, wie sieht die Einkommensverteilung in Ihrem Land aus?
- Das ist auch etwas äh was wir aktuell hier ähm am IFO führen wir gerade eine eine ähnliche Befragung durch mit Experten äh aus äh verschiedenen oder
- vielen Ländern aus über 100 Ländern, wo wir genau im Prinzip die gleiche Frage stellen. Was denken Sie? Wie sieht die und wie sieht die Einkommensverteilung
- in ihrem Land aus, um das hiermit auch vergleichen zu können? Und wenn man äh die Personen eben in Deutschland fragt, äh ist das im Prinzip das das Ergebnis
- äh letztlich so eine Pyramide der Einkommensverteilung. Also hier unten sind die ärmsten Einkommensschichten, das hier eben unterteilt in in diese
- sieben Einkommensschichten und letztlich so eine Pyramide, also eine sehr breite Basis unten, also sehr viele arme Menschen und dann wird es nach oben
- immer weniger und nur sehr, sehr wenige äh Menschen äh ganz oben. Wenn man sich dann tatsächlich die Daten anschaut, äh wie es äh äh tatsächlich in Deutschland
- aussieht, äh sieht es so aus, also überhaupt keine Pyramide, sondern eher ja, was das ein Kreisel. ähm deutlich weniger Menschen äh ganz unten, deutlich
- mehr äh Menschen in der Mitte und auch am oberen Ende der Einkommensverteilung deutlich weniger Menschen als äh was äh was die Leute denken, wie es aussieht.
- Also ähm die Ungleichheit, man kann natürlich äh auch hier von diesen Daten Ungleichheitsmaße berechnen und dem hier
- hat man eine deutlich niedrigere Ungleichheit äh als äh als hier auf der linken Seite. Ähm aber es ist tatsächlich so, dass ähm viele Leute
- denken, dass es viel viel ungleicher ist, als es äh tatsächlich der Fall ist in Deutschland. Das äh äh in vielen europäischen Ländern ist es sehr
- ähnlich, dass die Leute denken, es ist äh viel ungleicher, als es äh als es äh tatsächlich ist. Ähm in den USA, ich habe die Folien jetzt nicht hier. Es ist
- oder war es bis vor kurzem genau andersrum. Da haben die Leute gedacht, es ist äh die die Realität ist viel gleicher als es äh als es tatsächlich
- der Fall ist. Und das hat sich vielleicht in den letzten Jahren, es gibt diese äh Befragung leiter nicht so nicht regelmäßig und nicht so gut im
- Zeitablauf, aber das hat sich vielleicht auch ein bisschen bisschen verändert äh im Zeitablauf, dass äh mittlerweile vielleicht die Leute auch in den USA
- denken, dass es dass es äh ungleicher ist äh oder dass ungleicher geworden ist. Aber Tatsache ist für Deutschland, dass dass viele Leute denken, ähm es ist
- viel ungleicher ähm als als es tatsächlich ist. Und äh im folgenden möchte ich äh nun dazu kommen, wie ist es denn tatsächlich in Deutschland? Also
- wie äh wie ungleich äh ist äh ein sind Einkommen und Vermögen in Deutschland verteilt? Und ähm das ist im Prinzip eine ähnliche
- Grafik wie äh das, was wir vorhin für die USA gesehen haben. Hier jetzt die Einkommensanteile
- äh für die oberen 10 % und nur die oberen 1% äh in Deutschland. äh sehr lange zurückgehend bis 1891, das äh damals noch Preußen äh eben
- bisschen andere Definition von äh von Deutschland. Das ist natürlich äh äh klar, dass ich immer vielleicht auch die Sachen die oder die die Grundgesamtheit
- ein bisschen verändert haben, aber es ist auch in Werk von von PKT und Atkinson und einigen Forschern, die
- versucht haben, diese Daten vergleichbar zu machen. Im Prinzip versucht man das über Einkommenssteuerdaten und 1891 wurde die preußische Einkommenssteuer
- eingeführt und seitdem gibt es dann im statistischen Jahrbuch Informationen über über Einkommensverteilung. Äh was man hier sieht äh ist, dass ja
- die Einkommen waren bis äh äh vor den äh ersten Weltkrieg war die Ungleichheit höher. Ähm ging runter im zweiten Weltkrieg vorher sting es noch mal an.
- hier unten dann runter und danach äh jetzt hier für die oberen 1% äh relativ flach am Ende vielleicht ein leichter Anstieg und hier äh bei den
- oberen 10 % ein bisschen ein Anstieg hier. Das sind äh die Einkommen eben äh in aus der Steuerstatistik, aber auch hier sieht man, es geht immer wieder ein
- bisschen hoch und runter. Ähm, wenn man das jetzt vergleicht mit den Werten für die USA, äh in in Deutschland ist das äh liegen wir hier bei ja etwa 35 etwas
- unter 40% Anteil der obersten 10 % in den USA waren es 50% und bei den oberen 1% sind wir hier irgendwo bei 12 % jetzt äh in
- Deutschland in USA waren es 20%. Also, wenn man sich das im Verhältnis anschaut, ist äh und man man sieht das auch in anderen äh Werten die
- Ungleichheit in Deutschland deutlich niedriger als beispielsweise in den USA oder auch in Großbritannien. Und äh insgesamt ist es, wenn man sich
- diese langen Zeitreihen anschaut, sieht man diese einen sehr starken Anstieg der Ungleichheit, wo heute das Niveau schon wieder vor dem äh der Zeit des Ersten
- Weltkriegs erreicht ist, eben in den äh in USA, Englander, angelsächsischen Ländern, während in Kontinentaleuropa es im Prinzip eher so ist, dass äh ja erst
- so allmählich man so ein bisschen Anstieg an an Ungleichheit sehen. kann, wo man äh ein bisschen äh unterschiedliche
- Entwicklung sieht, ist, wenn man sich die äh Stundenlöhne äh die Entwicklung in Stundenlöhen von äh Personen anschaut.
- Ähm und das sieht man hier in dieser Grafik, die äh Entwicklung äh sogenannter äh Lohnperzentile.
- Ähm, das äh die blaue Linie hier sind die äh Stundenlöhne der äh ärmsten 15 % oder der Person, der 15% äh mit den niedrigsten Stundenlöhen in rot die äh
- Personen mit mittleren Stundenlohnen, also genau in der Mitte der Stundenlohnverteilung und hier oben die äh reichsten 15% nommiert auf in diesem
- Fall 96 und was man schon sieht, ist, dass in diesem Zeitraum bei den Stundenlöhnen die die höheren Löhne deutlich stärker gewachsen sind als die
- mittleren und äh insbesondere auch als die niedrigen Stundenlöhne und insbesondere hier auch mit Beginn der Anfang der 2000er Jahre sogar die real
- die Stundenlöhne unter dem Niveau von 96 äh lagen, was äh also so real sogar gesunken sind, die diese Stundenlöhne. Und das sind jetzt eben die Löhne
- bezogen auf die gesamt auf die Grundgesamtheit der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Und eine Sache, die äh da
- eine Rolle spielt, äh wo ich gleich dazu komme, ist natürlich die makroökonomische Entwicklung oder auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Ähm,
- wie Sie alle wissen, hier im im Anfang der 2000er waren die die sogenannten Harzreformen äh, die auf der einen Seite dazu geführt
- haben, dass die ähm Arbeitslosigkeit zurückgegangen äh ist, massiv zurückgegangen ist und auf der anderen Seite ist dadurch aber auch ein ein
- Niedriglohnsektor entstanden. Ähm, das war eben das das bewusste Ziel und das äh sieht man letztlich in gewissermaße an der Entwick Lohnentwicklung der
- Niedriglöhne, weil wenn Leute aus Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt kommen und eher am unteren Ende der Lohnverteilung äh reinsteigen, dann
- sinkt natürlich insgesamt am unteren Ende äh das Lohnniveau. Und das Ganze kann man sich auch anschauen, wenn man sich die
- Ungleichheit anschaut, ähm unter den Erwerbstätiken äh im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Das ist jetzt die Ungleichheit unter den
- Erwerbstätigen. Hier sieht man auch, dass seit Ende der 90er Jahre schon jetzt im im Gini Koeffizienten diese Ungleichheit gestiegen ist
- und dann äh im Prinzip seit Mitte der 2000er Jahre ja es relativ flach äh verlaufen ist die Entwicklung. also keinen keinen Rückgang der Ungleichheit
- hier gegeben hat, obwohl in diesem Zeitraum die Arbeitslosigkeit äh sehr massiv gesunken ist. Und ähm da stellt sich natürlich die Frage, wie wie misst
- man jetzt Ungleichheit der Beschäftigten? Dies ist äh die Lohn Ungleichheit unter den Erwerbstätigen. Das heißt, in jedem Zeitpunkt sind hier
- nur die Personen drin, die tatsächlich arbeiten, also die einen Stundenlohn von größer null haben. Wenn man äh sich jetzt aber fragt, äh in welcher dieser
- Situation ist die Ungleichheit höher? Ähm, wir sagen wir 2005, es gibt noch Arbeitslosigkeit und in 2015 diese beiden Personen
- verdienen real genau das gleiche, aber jetzt kommt jemand aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung hinzu. Ähm kommt äh kommt es jetzt eben drauf an, was man
- sich anschaut. Wenn man sich die Ungleichheit unter den Erwerbstätigen anschaut, hat man hier einen Reichen und einen Arm und hier, wenn man so will,
- einen reichen und zwei Arme. Das heißt hier die Ungleichheit unter den Erwerbstätigen ist in der rechten Situation größer als in der linken
- Situation. Wenn man sich natürlich die äh Ungleichheit in der Gesamtbevölkerung anschaut, sprich den Arbeitslosen hier mit einem Einkommen von null mit
- berücksichtigt, dann hat man einen Reichen, einen mittleren, einen Arm und hier hat man einen reichen, zwei mittlere, da ist links die Ungleichheit
- größer. Und äh wenn man sich das äh eben jetzt äh die Entwicklung anschaut seit 2005 hier in Blau, die Linie, die wir eben gesehen haben, die äh Ungleichheit
- in der Erwerbsbevölkerung, im Vergleich zur Entwicklung der Ungleichheit in der Gesamtbevölkerung sieht man eben, dass äh in der
- Gesamtbevölkerung es äh sogar einen Rückgang der Ungleichheit gegeben hat, weil eben äh Menschen aus Arbeitslosigkeit jetzt positive
- Einkommen erzielen und dadurch äh die Ungleichheit der Arbeitseinkommen entsprechend gesunken ist, während dadurch, dass die Personen äh in dem
- niedrig Einkommensbereich tendenziell eher äh eingestiegen sind, also mit niedrigen Einkommen, mit niedrigen Löhnen, das dazu führt, dass man das
- hier in der Entwicklung der äh Erwerbsbevölkerung insgesamt nicht sieht. Ähm, es gibt noch ein paar gegenläufige Effekte von, dass äh es
- nicht dazu führt, dass die Ungleichheit hier weiter angestiegen ist, aber äh wenn es wenn nur Personen nur unten reingekommen wären, wäre sogar die
- Ungleichheit hier in der Erwerbsbevölkerung noch weiter angestiegen. Aber ähm da möchte ich jetzt nicht weiter im Detail drauf
- eingehen, aber auf jeden Fall es macht einen Unterschied, ob man sich nur die Beschäftigten anschaut, die Entwicklung der Löhne der Beschäftigten oder eben
- auch die äh vorher Arbeitslosen berücksichtigt. Und äh ich persönlich denke, dass äh die Ungleichheit in der Gesamtbevölkerung das relevantere Maß
- ist. Und wenn, wie gesagt, wenn ich das jetzt hier sehe, ähm sehe ich hier nichts von steigender Ungleichheit, sondern da haben wir tatsächlich äh
- sinkende Unleichheit. Also ist vielleicht äh doch nicht alles äh alles so schlimm, wie wie es äh manche vielleicht äh denken.
- Das Ganze ähm kann man jetzt noch natürlich noch ein bisschen komplizierter machen. Was wir eben gesehen haben, war die waren die Brutto
- Löhne bzw. die die Arbeitseinkommen, sprich vorum Umverteilung durch das Steuer und Transfersystem. Wenn wir uns jetzt die Nettoeinkommen oder die
- verfügbaren Einkommen anschauen, ähm sieht man zunächst mal äh in in blauen Linie ist äh die Ungleichheit vor Steuern und Transfers und die rote Linie
- ist die Ungleichheit nachsteuern und Transfers, dass diese Linie deutlich äh unterhalb der der blauen Linie liegt. Äh, das heißt durch die Umverteilung,
- durch das Steuer und Transfersystem, durch die progressive Einkommenssteuerung, durch Transfers wie eben Harz 4, wie äh das äh
- Arbeitslosengeld, wie Kindergeld, Wohngeld und so weiter, die die Sozialversicherung wird die Ungleichheit erheblich reduziert.
- Das heißt, verfügbare Einkommen, die Nettoeinkommen sind deutlich gleicher verteilt äh als die äh äh als die Markteinkommen. Und äh die Frage ist
- jetzt natürlich was was ist die relevantere Größe für uns? Sind es die Markteinkommen? Das was so ein bisschen vielleicht letztlich äh was äh hier noch
- fehlt, sind die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber, aber dann wä man bei den Arbeitskosten oder ist es das, was wir
- am Ende letztlich netto auf dem Konto und für Konsum zur Verfügung haben, was das die entscheidendere Größe ist für die Ungleichheitsentwicklung
- und ähm man sollte sich immer beides anschauen, äh weil natürlich die der Unterschied ist das, was wir durch Politik, durch
- Steuer Transfer Sozialpolitik eben umverteilen und hier sind äh ist natürlich der der Handlungsspielraum für für uns als Gesellschaft oder für den
- Staat äh gegeben und wie wie man hier eben schon sieht, äh es gibt einen recht großen Unterschied. Das heißt, wir verteilen sehr stark um. Äh was man aber
- auch sieht z.B. ist, dass diese Ungleichheit hier von 2001 bis 2005 äh angestiegen ist. Und das war eben der Zeitraum der damals rotgrünen äh
- Bundesregierung mit den Harzreformen am Arbeitsmarkt, aber auch die die große Steuerreform äh wo letztlich die die Spitzensteuersätze von vorher über 50%
- auf 42% gesenkt wurde. Das heißt, hier wurden äh die Umverteilungswirkung des Steuersystems reduziert. Und das sieht man auch äh in dem Anstieg äh in
- gewissermaßen der der Ungleichheit. Gleichzeitig sieht man aber auch gab es auch einen Anstieg äh der äh Vorsteuerungleichheit, so dass man kann
- das ausrechnen mit Dekompositionsmethoden, mit Modellen, die wir hier haben. Ähm äh eben diese diese Reformen haben eine gewisse Rolle
- gespielt und man sieht es in den Daten, dass wir tatsächlich, wenn wir etwas an der Verteilung ändern wollen, das auch eben durch entsprechende entsprechende
- Politikreformen äh machen können oder erreichen können. Wie sieht es im internationalen Vergleich aus mit der Umverteilung? Was
- Sie hier sehen, ist jetzt für für 2012 oder 2013 diese roten Balken äh ist im Prinzip die Differenz, wenn ich noch mal zurückgehe zwischen diesen Linien hier,
- also das Maß an Umverteilung, wie viel wird um wie viel wird die ähm die äh Ungleichheit in den Vorsteuereinkommen äh durch das Steuer
- und Transfersystem reduziert. Äh und was wir hier sehen, ist Deutschland ist hier auf der rechten Seite zusammen mit mit Österreich, Belgien und Finnland und
- gehört zu den Ländern mit dem mit der größten Umverteilung, also der größten Reduktion der äh Vorsteuerungleichheit durch das Steuer und Transfersystem. Das
- heißt, äh wenn wir uns das anschauen, wie dann haben wir schon ein sehr progressives Steuersystem, Transfersystem, das sehr, sehr viel
- umverteilt. äh äh insbesondere im internationalen Vergleich. Ähm, es gibt's unterschiedliche Länder
- hier beispielsweise äh die Vereinigten Staaten von Amerika, deutlich weniger Umverteilung, aber auch Länder wie wie die Schweiz äh oder
- Island äh die äh deutlich weniger umverteilen ähm äh als Deutschland, aber wir wir sind schon haben schon eben einen sehr sehr im internationalen
- Vergleich ein sehr hohes Niveau an Umverteilung und von daher denke ich auch persönlich, dass wir jetzt nicht unbedingt noch mehr Umverteilung
- brauchen. Da komme ich nachher noch bei den Handlungsempfehlungen. Was was man aber sehen wird, ist, dass wir teilweise sehr
- komisch umverteilen. Das das werden wir auch noch sehen, dass man kann durchaus, es gibt erheblichen Reformbedarf, aber das muss nicht unbedingt heißen, dass
- wir dass wir mehr Umverteilung brauchen, sondern wir sollten vielleicht etwas effizienter umverteilen. Und wenn man sich dann die Wirkung jetzt
- anschaut ähm dieses Systems, sieht man hier jetzt den Anteil in schwarz der oberen 10% und den Anteil der unteren 40% in diesem Fall am verfügbaren
- Einkommen. Was Sie vorher gesehen haben, äh war der der Anteil der oberen äh 10% am äh Markteinkommen oder am Arbeitseinkommen.
- Der Anteil da war lag bei in Deutschland bei ungefähr 35%. Am verfügbaren Einkommen, ja, liegen wir hier bei 23%.
- Also Markteinkommen haben die reichsten 10 % eben 35% des Markteinkommens von dem verfügbaren Einkommen nach Umverteilung nur noch äh ja 23%. Da
- sieht man eben auch, wie viel umverteilt wird. Und äh wenn man sich dieses hier anschaut, sieht man auch ähm ja seit Beginn der oder seit 2000 im Prinzip
- sind diese Anteile relativ konstant. Also da ist gar nicht in in den verfügbaren Einkommen ist gar nicht so viel passiert, was man auch vorhin
- gesehen hat an an den Cing Koeffizienten. von 95 bis 2005 gab es in der Tat diesen Anstieg, was wie gesagt auch ein bisschen wiederum
- zurückzuführen ist auf diese Steuerreform, aber eben auch auf andere Entwicklungen äh mit äh Globalisierung äh äh technischem Fortschritt hat dazu
- geführt, dass es eben am oberen Ende ein gewisses Einkommenswachstum gegeben hat. Das schlägt auch durch äh auf die ähm verfügbaren Einkommen. Es wird eben wir
- haben keine Steuer oder in fast keinem Bereich Steuersätze von 100% äh so dass äh eben, wenn wenn es da entsprechende Entwicklung gibt, natürlich nicht alles
- äh durch das Steuer und Transfersystem wieder umverteilt wird. Aber ähm es ist letztlich so, dass ja in den letzten Jahren hier auch in den verfügbaren
- Einkommen nicht viel äh passiert ist an Ungleichheit. Und äh auch hier wiederum genau anschauen, welche Daten, welche welche Einkommen nimmt man, wenn man
- über steigende Ungleichheit redet. wo wir eine sehr hohe Ungleichheit haben, ist äh im zunächst mal im Vermögen im Vermögen, was äh äh monetär
- gemessen und äh verfügbar ist. ähm sieht man hier den wieder den Chini Koeffizienten und wenn äh äh wenn Sie jetzt hier sehen, wir haben hier Niveaus
- von äh über 70%, bei Einkommen waren wir bei äh irgendsowas um die 40% bei bei Einkommen Vorsteuern und Transfers, bei äh Nachsteuern und Transfers bei 25 und
- wie gesagt, es ist zwischen äh 0 und 1 oder 0 und 100%. Also hier viel viel höhere Ungleichheit äh in den Vermögen, in den äh monetär
- bewertbaren Vermögen, sprich Anlagevermögen, Immobilien, äh Aktien und so weiter. Und ähm auch hier sieht man jetzt in diesem Fall mal ähm zwei
- ähm unterschiedliche Datensätzen. Eine sind die sogenannten SPdaten, das sozioökonomische Panel, das vom äh DIW erhoben wird und das andere ist die
- sogenannte Einkommens und Verbrauchssichtprobe, die vom Statistischen Bundesamt erhoben wird. Ähm jetzt in aktuellen Jahren sehr
- ähnlich äh ähnliche Werte, aber im im Zeitablauf sehr unterschiedlich. gemäß dieser EVS haben wir eine sehr stark ansteigende Ungleichheit in den
- Vermögen. Ähm gemäß des Selbst ja bleibt es relativ gleich oder geht vielleicht sogar ein ein bisschen zurück. Das liegt wiederum an eben unterschiedliche
- Grundgesamtheiten, ein bisschen unterschiedlichen Erhebungsmethoden in den Daten. Ähm ich, wenn man sich andere Datenquellen anschaut, ähm scheint es
- so, dass ins die dieser Anstieg der Ungleichheit, den wir hier sehen, ähm zu diesem Zeitpunkt nicht so stark äh stattgefunden hat, sondern eher schon
- etwas früher. ähm also, dass wir hier relativ konstante Ungleichheit haben und es äh ja vorher in den auch in den ab den 80er Jahren ein und insbesondere äh
- noch mal zu Beginn äh der 90er Jahre mit der Wiedervereinigung hat es natürlich einen sehr starken Anstieg der der Vermögensungleichheit gegeben, weil es
- im Prinzip in den neuen Bundesländern äh relativ wenig äh Privatvermögenswerte gab. Und das hat eben dazu geführt, dass insgesamt die Ungleichheit angestiegen
- ist. Wenn man jetzt äh das sich anschaut, Deutschland im internationalen Vergleich, ähm das ist jetzt äh ein ein
- anderer Datensatz äh wiederum jetzt von der von der OECD. Ähm wie hier bei diesen beiden Datensätzen für Deutschland sind wir
- hier bei Genie Koeffizient von 0,74. Bei diesem OECD Datensatz kommen wir ja bei knapp 0,6 raus. ähm ist jetzt diese Niveauunterschiede eben, wie gesagt
- kommen durch die Datensätze. Was in diesem Datensatz äh äh gut ist, äh ist die internationale Vergleichbarkeit. Und auch da sieht man, dass bei der
- Vermögensungleichheit Deutschland sehr weit vorne liegt. Also wir eine sehr sehr hohe Ungleichheit im internationalen Vergleich haben. Ähm
- interessanterweise oder die höchste Vermögensungleichheit in den USA ähm aber auch ähäh Österreich Niederlande. Ähm was hier jetzt nicht
- drin ist, ist die Schweiz. Die wäre auch noch hier weit oben mit dabei in der Vermögensungleichheit. Und ähm dafür gibt es äh verschiedene äh
- Gründe, worauf ich gleich drauf komme, warum insbesondere deutschsprachige Länder da relativ weit oben sind. Ähm, man kann sich dann auch noch mal
- anschauen, ein anderes Maß der der äh Vermögensungleichheit ist sich die Durchschnittsvermögen anzuschauen. Äh, und da sieht man auch, dass in in
- Deutschland die durchschnittlichen Vermögen der Haushalte äh relativ niedrig sind. Das ist jetzt der das arithmetische Mittel, wenn man
- sich der das sogenannte Medianvermögen anschaut, spricht das Vermögen, was die Person in der Mitte der Verteilung hat, so dass 50% oberhalb und 50% unterhalb
- liegen, dann hat Deutschland mit den niedrigsten Niveau in in diesen Daten. Und ähm der Grund dafür ist wenn man sich das deutsche System
- anschaut, sind zwei Sachen. Eine ist, dass der Immobilienmarkt in Deutschland relativ gut funktioniert, der Mietmarkt. Jetzt vielleicht hier in
- München gibt's ein paar Ausnahmen, da wie ich jetzt auch durch den Wechsel hier gesehen habe, dass es äh heißt, man zahlt das Doppelte für die Hälfte der
- Fläche im Vergleich zu Mannheim. Aber ähm äh abgesehen davon äh bis auf ein paar Ausnahmen funktioniert es doch eigentlich äh sehr gut, der Mietmarkt.
- Das heißt, der Anteil der Immobilienbesitzer in Deutschland ist äh gemeinsam mit Österreich und der Schweiz der niedrigste in allen OECD-Ländern,
- liegt unter 50%. sind die einzigen drei Länder in der OECD, die so niedrige Immobilienbesitz äh Quoten haben. Und das andere ist äh,
- dass insbesondere für Deutschland gilt, aber auch für Österreich, dass es äh sehr hohe ähm Rentenansprüche und Pensionsansprüche
- äh an die öffentliche Hand gibt. Äh, das heißt, äh, man muss für die private Altersvorsorge nicht so viel äh, privat vorsorgen, äh, für die Altersvorsorge
- insgesamt nicht so viel privat vorsorgen wie in anderen Ländern. in den USA mit dieser sehr hohen Ungleichheit gibt es im Privat im Prinzip keine staatliche
- oder keine vernünftige staatliche Rente. Äh das ist alles, man muss alles privat vorsorgen. Man hat das dann in irgendwelchen äh Pensionsfonds und das
- wird natürlich in diesen äh Statistiken so gewertet, wie wenn man selbst Aktienanlagen hat. Während die deutschen Rentenansprüche, die ich äh gegen die
- gesetzliche Rentenversicherung oder gegen den Staat jetzt als Beamter, gegen die Pensionskasse habe, taucht in diesen Daten nicht auf. Und wenn man das
- berücksichtigt, äh dann äh reduziert sich die Ungleichheit in Deutschland äh erheblich hier von von 0,6 sind wir dann auf einem
- Niveau eher äh statt Chingeffizient von 60 eher in dem Bereich äh der 40er Werte und sind viel niedriger in diesem Ranking. Das muss man natürlich auch für
- die anderen Länder machen, weil die Systeme sehr sehr unterschiedlich sind. Aber trotz aller Probleme ähm die das deutsche Rentensystem hat und wo wo
- vielleicht auch Reformen notwendig sind, äh haben wir doch noch ein relativ großzügiges System im Vergleich zu anderen Ländern. Von daher äh wenn man
- das berücksichtigt, reduziert sich die Vermögensungleichheit. Äh, aber die Ungleichheit, die wir hier messen in den Daten eben in in Anlagen
- und Immobilien, da ist relativ hoch. Also auch hier wieder kommt es eben drauf an, äh welche Daten, was was berücksichtigt man äh wie äh ja, wie
- geht man damit um? Und äh bevor ich zu den Handlungs äh äh Optionen dann kommen möchte, ist noch eine andere Frage, nämlich das Thema soziale Mobilität und
- und Chancengleichheit. Und das ist vielleicht äh einer der Gründe, warum ähm es in den letzten Jahren vielleicht auch mehr ähm oder man mehr über
- Ungleichheit diskutiert. Äh nämlich die Frage, ich habe Ihnen jetzt bisher immer gezeigt, äh was haben wir an Ungleichheit? Äh wie wie hat sich das
- entwickelt? Aber die Frage, die wir uns eigentlich vielleicht stellen sollten, ist, haben wir überhaupt ein Problem äh wenn wir über Ungleichheit reden? Und
- typischerweise ist es jetzt, ich habe es mal vereinfacht, wenn man mit eher Personen, die politisch links sind spricht, se ist immer Ungleichheit ist
- immer ein Problem, wenn man, weil es geht um Gerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und so weiter, wenn man mit Personen, die eher konservativer
- weiter recht sind, dann sag wir Ungleichheit ist nie ein Problem, weil es äh es sind ja die Anreize und jeder, der sich anstrengt und so weiter, kann
- man immer drüber diskutieren. Und was sagen, was wir Ökonomen üblicherweise sagen, ist ja immer, es kommt darauf an. Äh und das ist auch äh das, was wenn man
- in die philosophische Literatur schaut, zum Thema äh Gerechtigkeit, äh Ungleichheit. Auch die diese verschiedenen Philosophen sagen
- letztlich bei Ungleichheit, es kommt darauf an und äh da ist es und worauf kommt es da an letztlich was was sieht man als Gesellschaft als fair oder
- unfair an und das ist so ein bisschen das Thema äh Chancengerechtigkeit. Ähm und es wird viel argumentiert, wie kommt die Ungleichheit letztlich
- zustande? kommt die Ungleichheit äh daher zustande, dass ich als weißer Mann sehr viel verdiene? äh oder kommt die äh Ungleichheit da dadurch zustande, dass
- ich persönlich sehr viel gearbeitet habe, dass ich mich sehr anstrenge, sehr viel viele Stunden arbeite äh und deswegen sehr viel verdiene. Also, ist
- es meine eigene Anstrengung oder ist es letztlich mein Hintergrund, mein mein Elternhaus, meine meine Hautfarbe und so weiter, die
- dazu führen, dass ich sehr hohe Einkommen bekomme und vereinfacht gesagt kann man das äh durch diesen ja amerikanischen Traum letztlich äh
- ausdrücken, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit durch eigene Anstrengung z.B. vom Tellerwäscher zum Millionär äh zu werden oder wie wie groß
- ist die Chance, dass man mehr verdient, wenn man sich anstrengt, als die eigenen Eltern äh eben, dass man äh äh sozusagen das Elternhaus berücksichtigt. Und was
- man in den Daten sieht, ist ähm dass sozusagen diese Wahrscheinlichkeit für den amerikanischen Traum in keinem Land so niedrig ist äh wie in den USA. Also,
- wenn wenn Sie den amerikanischen Traum leben wollen, dann gehen Sie nach Schweden oder Norwegen. Äh da ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch
- eigene Anstrengung sozusagen aus armem Elternhaus äh Millionär werden am größten und in den USA ist es am niedrigsten. Und das sieht man in dieser
- Grafik ähm die Miles Corck ein kanadischer äh Ökonomate GSPY Curve genannt hat. Crate Gatsby ähm eines der ersten Bücher über das Scheitern des
- amerikanischen äh Traums. Äh und was man hier sieht, ist äh auf der der horizontalen Achse die Ungleichheit wieder gemessen am Gen Koeffizienten.
- Und hier äh was äh etwas äh sperrig äh die intergenerationale äh Einkommenselastizität heißt. ist sozusagen eins- die
- Wahrscheinlichkeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Also je je niedriger dieser Wert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man äh
- sozialen Aufstieg erleben kann, äh dass eben dass man eben mehr verdient äh als die Eltern bzw. Je höher dieser Wert ist, desto mehr hängt das eigene
- Einkommen letztlich auch oder ist von dem Einkommen der eigenen Eltern ab oder dem Familienhintergrund insgesamt. Wenn man das ähm sieht man hier, dass äh
- Länder, die äh äh sehr niedrigen Wert haben, weiß doch nicht sch Dänemark, Dänemark, Norwegen, Finnland haben hier die die niedrigsten Werte. Also dort ist
- die Wahrscheinlichkeit eben zum vom Tellerwäscher zum Millionär am größten. Deutschland sieht äh gar nicht so schlecht aus und wie gesagt hier USA von
- den OECD Ländern äh mit äh Italien und äh Vereinigten Königreich am schlechtesten. Und es gibt natürlich immer noch äh also in
- Entwicklungsländern ist sind diese Chancen in der Regel immer noch geringer. Was man hier aber auch sieht, ist, dass es einen äh in diesem Fall
- positiven Zusammenhang zwischen Ungleichheit und der Einkommenspersistenz gibt. Also einen negativen Zusammenhang zwischen
- Ungleichheit und der der den Aufstiegschancen. Also von daher äh wenn man sich das anschaut und wir sagen, okay, uns interessieren eigentlich diese
- Aufstiegschancen, äh das ist das, wo wir wirklich dran interessiert sind. Aber wir sehen dann auch, dass die tatsächlich beobachtete
- Ungleichheit einen Einfluss darauf hat. Und äh wenn Sie an die USA denken, äh ist das natürlich klar, so in USA sehr viele private Schulen, Universitäten,
- man sieht natürlich die jetzigen die, wenn man auch an die Milliardäre denkt, an Gründer von äh Facebook oder Google, das sind äh die kommen nicht aus armen
- Schichten, die die waren auf den Eliteuniversitäten in Harvard, Princeton, Stanford. Die Kosten dorthinzugehen sind so hoch. Ähm und äh
- jeder der äh Gründer kommt aus einem nicht so armen äh Elternhaus. Also es ist nicht so, dass es man sieht natürlich, dass es äh äh auch dort
- Möglichkeiten gibt, sehr reich zu werden, aber es sind nicht die Leute, die die ganz unten starten. Und das führt natürlich dazu, diese
- Ungleichheit, dass es eben äh hier ähm äh oder dass es da auch, was diese Chancengerechtigkeit angeht, Probleme geben kann. Und wenn man sich das für
- Deutschland anschaut, sieht man, dass es in der Tat so ist und dass sich das verändert im Zeitablauf. Z.B. Hier ist jetzt Personen, die in
- ihrer Einkommens äh Gruppe bleiben, Personen, die äh hier ist äh in obere Linie mehr als 200% des Medianeinkommens, also des mittleren
- Einkommens verdienen. Das ist das, was die Bundesregierung als äh Reich definiert. sind äh die äh oberen äh im Prinzip so ungefähr die
- oberen 10 % der Bevölkerung fallen da immer äh drunter und dann Personen, die weniger als 60% des Medianeinkommens verdienen, das ist das, was in dem
- Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung als als arme Bevölkerung oder armutsgefährdete Bevölkerung definiert wird. Das sind so ungefähr 15%
- der Bevölkerung. Und was man sieht ist ja, dass von ungefähr 60 äh % plus minus äh der Gruppen jeweils in ihrem äh Einkommensgruppen äh verbleiben. Also,
- dass es nicht so ist, dass es äh da eine sehr große Mobilität äh gibt. Es gibt eine gewisse Mobilität, aber insgesamt ist die die Persistenz schon recht groß.
- Und man sieht, insbesondere am unteren Ende gab's hier einen massiven Anstieg dieser Persistenz. äh auch gerade äh zu Beginn der 2000er Jahre. Und wenn man
- sich das äh insgesamt anschaut äh woran liegt das? Äh, dann sieht man, dass ein großes Problem in in Deutschland äh die Schulbildung ist äh und äh dass der
- Schulerfolg in Deutschland deutlich stärker als in anderen Ländern vom vom Hintergrund äh abhängt, wo wo man herkommt. Äh, wenn man sich insgesamt
- die Bildungsausgaben anschaut, relativ zum Potto Inlandsprodukt oder so, geben wir in Deutschland nicht sehr wenig aus. Wir geben relativ viel aus, aber wir
- geben relativ viel im ähäh Hochschulbereich aus äh oder im im Schulbereich, aber weniger im im frühkindlichen Bereich. Da ist es und es
- gibt viele wissenschaftlichen Studien, die mittlerweile zeigen, dass gerade diese frühkindliche Bildung im im Kleinkiltenalter sehr entscheidend ist
- für für die Erfolge, sowohl in der Schule später als auch auf dem Arbeitsmarkt. Und äh da ist etwas ähm wo wir ansetzen können. Ich bin äh glaube
- ich schon äh am Ende meiner Zeit. Ähm, deshalb ganz schlecht ganz schnell noch etwas, bevor ich zu Schluss mit äh ein paar Handlungsempfehlungen komme. Ähm,
- es gibt immer die Frage, ist ungleichheit äh gut oder schlecht für Wachstum? Äh, wenn man sich die Daten anschaut, sieht man äh für Deutschland
- keinen Zusammenhang. Ähm, es gibt Studien, die finden einen positiven Zusammenhang, es gibt Studien, die finden einen negativen Zusammenhang,
- aber ähm das meistens äh ist das für äh Entwicklungsländer äh wenn man sich hier in Deutschland Zusammenhang Genie Koeffizient und die
- Wachstumrat des Bruttoinlandsprodukts anschaut, ähm äh keinen Zusammenhang und auch ähm wenn man das mit statistischen Methoden sich äh sauber anschaut, äh man
- findet äh letztlich keinen Zusammenhang. dass eben äh jetzt mit mehr, dass man mehr Ungleichheit braucht für mehr Wachstum oder aber, dass dass
- Ungleichheit schädlich ist für das Wachstum. Ähm es scheint äh hier keinen Zusammenhang zu geben. Das heißt, also das Argument, dass wir ähm hier an sich
- ein ein Tradeoff oder ein Problem haben und deswegen was machen müssen, äh hält auch nicht. Ähm
- ganz kurz noch äh wir haben jetzt gesehen ähm äh Ungleichheit im Einkommen, was man sich auch anschauen kann, Lebenszufriedenheit,
- der Durchschnitt, es gibt eine Frage äh genau von auf einer Skala von 0 bis 10. Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig alles in allem mit Ihrem Leben? Überlegen Sie
- mal zwischen 0 und 10, was Sie antworten würden. Hat gewisse Probleme äh sich das anzuschauen, aber wenn man sich das anschaut im Mittelwert, das ist die
- blaue Linie außen dann und ähm die rote Linie, das ist die Standardabweichung letztlich die
- Varianz oder wenn man so will, die Ungleichheit da in dieser Lebenszufriedenheit äh die sinkt seit den 2000 Jahren. Und
- äh alles in allem, wenn man sich das wiederum anschaut und auch so die Entwicklung, wie wie ich es gesehen habe, geht's uns in Deutschland doch
- eigentlich sehr gut. Wir sind im Durchschnitt sehr zufrieden, aber weil wie ich vorhin schon gedachtesagt habe, wir haben kein Problem mehr mit der
- Arbeitslosigkeit. Deshalb müssen wir uns ein anderes Problem suchen über das, dass wir äh meckern können und das ist äh glaube ich dann die
- Ungleichheitsfrage. Äh und deshalb äh zum Schluss äh was sind die Handlungsoptionen? Ähm wie ich schon gesagt habe, ich
- glaube nicht, dass wir mehr Umverteilung brauchen äh an sich, weil wir schon sehr viel umverteilen. Äh was wir aber äh brauchen, ist
- vielleicht eine andere Art der Umverteilung. Ähm und was wir auch noch mal gesehen haben, das ist noch mal eine etwas
- andere äh Art der Darstellung äh jetzt seit den 1980ern. Ähm das ist das Verhältnis der Einkommen der obersten 10 % zu den untersten 10%
- äh in den Arbeitseinkommen und in den verfügbaren Einkommen. In den verfügbaren Einkommen passiert nicht so viel. Das ist eben, weil wir so viel
- Umverteilen durch das Steuertransfersystem steuern wir dem entgegen. Aber in den Arbeitseinkommen, in den Markteinkommen
- gab es einen sehr starken Anstieg, also ein auseinandertriften ähm der der Einkommen der der reichsten 10 % und der ärmsten 10%. Ein Grund
- dafür äh ist äh natürlich äh auf der Arbeitsnachfrage Seite zu sehen, durch Globalisierung, durch technischen Fortschritt sind besondere Fähigkeiten
- am oberen Ende der Einkommensverteilung deutlich stärker gefragt und einfachere Tätigkeiten oder Routinetätigkeiten lassen sich eher ins Ausland nach nach
- Osteuropa oder nach Indien auslagern, so dass es da eben diesen diese Unterschied in der Entwicklung gegeben hat. Aber es gibt auch noch einen anderen Grund für
- diese Entwicklung und das ist eher auf der Arbeitsangebotsseite zu suchen, was also die die Leute nämlich arbeiten wollen. Also äh was man sieht ist, dass
- wir immer mehr Leute haben äh die äh ähm Überstunden auch arbeiten. Also, dass wir sehr viel äh am oberen Ende Leute haben, die sehr sehr viel arbeiten und
- am unteren Ende ähm insonder auch Stichwort Fachkräftemangel oder in in gewissen Bereichen suchen wir Arbeitskräfte und es gibt Leute, die da
- nicht mehr oder nicht arbeiten wollen. Und einer der Gründe ist, sieht man in dieser Grafik, die etwas zugegebenermaßen hier unten wild
- aussieht. Ähm, was Sie hier sehen, ähm ist das jährliche Haushaltseinkommen und jetzt für ein Paarhaushalt mit zwei Kindern, wo beide Partner arbeiten und
- die Einkommen hier in diesem Fall ein Verhältnis von 3: ein haben, das ist jetzt ein willkürlich gewählter Haushaltstyp. Ähm, um das zu
- veranschaulichen, das kann man für jeden Haushaltstyp machen. Und was man hier sieht, ist die sogenannte marginale Belastung durch das Steuer und
- Transfersystem. Das heißt, wenn ich 1 € mehr verdiene, wie viel davon muss ich an den Start abführen? Ähm, ein Wert eben hier von, sagen wir mal, 40 %
- heißt, ich verdiene 1 € mehr. 40 Cent geht äh an den Start, 60 Cent auf mein Konto. Die diese orange oder bische, was auch
- immer Linie äh das hier unten ist, ist die Einkommenssteuer. Das ist das, worüber sehr viel diskutiert wird jetzt auch wieder im
- Vorfeld der Wahl. äh Spitzensteuersatz, Mittelstandsbauch und so weiter ähm ist für diesen Haushaltstyp äh jetzt nicht so relevant. Was man dazu noch hat, ist
- diese gestrichelte Linie ist sind die Sozialversicherungsabgaben und dann diese blaue Linie hinzu ist das Transfersystem.
- Das ist äh wenn dieser Haushalt äh beispielsweise Harz 4 bekommt, äh gibt es sogenannte Transferentzugsraten. Das heißt, wenn man einen in diesem Fall 1 €
- mehr verdient, äh wird die Transferleistung um 80 Cent gekürzt. Das heißt, hier ist die Belastung äh sehr hoch und man sieht, dass es hier Stellen
- gibt, wo es ja über 120% springt. Das heißt, es gibt äh äh gewisse Stellen, wo man, wenn man 1 € mehr verdient, brutto man netto 20 Cent weniger auf dem Konto
- hat. Äh, das ist äh so nicht gewollt, liegt an der Interaktion von verschiedenen Programmen äh die also äh unter die von unterschiedlichen
- Ministerien administriert werden und sich deswegen äh wahrscheinlich auch nicht über die Interaktion bewusst sind. Und wenn man sich jetzt anschaut bei
- diesem normalerweise, das ist eigentlich vielen auch Ökonomen und auch in Ministerien bewusst, dass es am unteren Ende eben durch diese
- Transferentzugsraten sehr hohe äh Grenzbelastungen gibt. Aber man sieht jetzt hier, wir reden hier von dieser hohen Belastung äh bis zu einem
- Jahreseinkommen von äh 30.000 €. Also, es ist jetzt nicht äh, dass dass das nur wirklich sehr niedrige Einkommen sind, dass äh insgesamt das äh bruttoeinkommen
- im Durchschnitt über alle liegt in Deutschland, glaube ich, jetzt bei 35 000 €. Für diesen Haushaltstyp liegt's etwas weiter höher für ein Paarhaushalt,
- aber trotzdem, wir reden über ein relativ großen Anteil der Bevölkerung, der von diesen großen äh äh äh Grenzbelastungen äh betroffen ist. und
- man sieht, dass es gerade in für diese Haushaltstypen äh sich im Prinzip nicht lohnt äh mehr zu arbeiten. Und ähm das ist meines erchtens ein sehr großes
- Problem. Und was wir mit unserem Simulationsmodell machen können, ist, wenn wir von dieser blauen Linie z.B. auf diese rote Linie hier gehen jetzt
- willkürlich das Ganze versucht etwas zu vereinfachen und hier die Belastung zu reduzieren, ähm können wir letztlich simulieren, dass eine solche einfache
- Reform die Beschäftigung, das Wachstum steigern kann, Ungleichheit reduzieren, weil es sich im unteren Bereich lohnt mehr zu arbeiten und dadurch eben diese
- Personen höhere Einkommen erzielen. Und gleichzeitig kann man das Ganze aufkommensneutral machen, also es oder sogar mehr Aufkommen erzielen. Also es
- kostet den Staat noch nicht mal etwas, das bestehende System äh effizienter und äh zu machen und die Ungleichheit zu reduzieren.
- Und damit äh äh zum Ende so ein biss was sind letztlich äh was denke ich, was müssen wir jetzt machen? Äh wie gesagt, wir müssen an sich nicht das
- Steuersystem komplett verändern. äh sondern das vielleicht ein bisschen effizienter machen. Was meines Erachtens ganz wichtig ist, äh das Thema
- Chancengerechtigkeit, Investitionen in in frühkindliche Bildung, ähm da hängen wir deutlich hinterher, da müssen äh deutlich
- stärkere äh äh Anstrengungen erfolgen. Und beim Steuern Transfersystem, wie gesagt, wir Progressionen müssen wir nicht
- erhöhen, wir müssen nicht mehr umverteilen, wir müssen nur besser umverteilen, wir müssen die Wechselwirkungen der unterschiedlichen
- Instrumente beachten und das Ganze ihr als ein integriertes System sehen und eben schauen äh was was kann man äh hier machen. Es gibt sicherlich eine Vielzahl
- von von Einzelmöglichkeiten, ähm, wo man etwas noch verbessern kann, aber das äh da kann ich gerne auch noch mal mehrere Stunden drüber reden über
- jede Einzelregelung, aber jetzt nicht mehr äh heute Abend. Und das ein Thema, was eine sehr große äh äh Rolle spielen wird oder spielt im Wahlkampf, ist
- sicherlich auch immer wieder das Thema äh Besteuerung von Vermögen. Ähm grundsätzlich äh wenn man Vermögen
- besteuern will in Deutschland, wenn man sich es im internationalen Vergleich anschaut, was wir sehen ist, dass Grund und Boden relativ niedrig besteuert wird
- im Vergleich zu anderen Ländern. Ähm äh teilweise ist es aber in den anderen Ländern so, dass diese lokalen Grundsteuern vor allem auch gewisse
- Kommunalabgaben oder oder Gebühren für kommunale Leistungen sind. Aber wenn man äh irgendwo ansetzen will, äh dann da bei der Erbschaftsbesteuerung liegen wir
- äh tendenziell eher schon über dem OECD Durchschnitt. Ähm aber auch hier haben wir sicherlich ein sehr komischen System. Wir haben relativ hohe
- Freibeträge und dann sehr, sehr hohe Steuersätze. Äh viele Ausnahmen, wenn man äh geschickt gestalten kann, kann man die Erbschaftssteuer vermeiden.
- Vielleicht wäre es auch hier besser, ein einfacheres System durchzuführen, aber auf jeden Fall nicht unbedingt das Niveau zu erhöhen. Und äh ich glaube ähm
- bei einer grundsätzlichen Vermögensbesteuerung ähm äh bin ich recht skeptisch. Äh, wir könnten über eine höhere Besteuerung von
- Vermögen nachdenken, wenn wir ein Weltfinanzamt hätten und die Steuer auch weltweit durchsetzen könnten. Aber es ist leider noch immer so, oder dass es
- eben Steuerwettbewerb zwischen Ländern um Unternehmen, um Hochqualifizierte gibt. Und äh solange Kapitaleinkünf oder Vermögen in andere Länder fliehen
- können, dann haben wir da keine Chance. wenn wir eben das Weltfinanzamt hätten und das durchsetzen könnten und das Kapital kann ja nicht auf den Maß oder
- irgendwo anders hin. So, also wenn wir das global durchsetzen könnten, dann kann man das das machen. Aber in der aktuellen Situation, denke ich, äh
- bringt das nichts, weil letztlich eine Erhöhung äh durch äh sicherlich sehr äh einseitige Erhöhung in Deutschland sehr sehr äh negative Auswirkung auf
- Investitionen und Wachstum hätte. Damit bin ich am Ende und danke für die Aufmerksamkeit und freue mich auf die Diskussion.
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