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Toleranzkurve [abiotische Umweltfaktoren, stenök, euryök] - [Biologie, Oberstufe, Teil 7]

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Das Wichtigste aus dem Video

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  1. [Musik] in diesem Video betrachten wir uns sogenannte toleranzkurven und klären
  2. dabei wichtige Begriffe wie zum Beispiel die physiologische und ökologische potenzkurven spielen im Themenfeld der
  3. Ökologie eine wesentliche Rolle mit Hilfe von ihnen lässt sich der Einfluss der Ausprägung eines ökofaktors auf die
  4. Aktivität eines organismuskennzeichnen beispielsweise kann der Einfluss des abiotischen Faktors Temperatur auf die
  5. Anzahl von Individuen einer bestimmten Art analysiert werden bei welchen Temperaturen existieren wie viele Tiere
  6. ein anderes Beispiel wie verändert sich die fang-aktivität zum Beispiel gemessen an der Anzahl an erbeuteten Tieren mit
  7. der Temperatur wie gesagt um den Einfluss eines abiotischen unbelebten umweltfaktors wie zum Beispiel die
  8. Temperatur wird sehr häufig genutzt aber auch Lichtverhältnisse die Bodenfeuchte unter anderem
  9. auf die Aktivität eines Tieres zu analysieren dafür sind toleranzkurven ein äußerst probates Hilfsmittel
  10. alle Organismen dieser Erde stehen mit sehr variablen abiotischen Umweltbedingungen in Wechselwirkungen
  11. die Temperatur unterscheidet sich global und auch lokal Wasser steht nicht überall gleichermaßen zur Verfügung und
  12. die Bodenfeuchte variiert je nach Standort und so weiter deshalb haben sich die Organismen im Laufe der
  13. Evolution an ihre jeweiligen Umweltbedingungen angepasst ein Eisbär kann aufgrund seiner morphologischen
  14. körperlichen angepasstheiten sehr gut in der kalten Region der Arktis geben das Verbreitungsgebiet von Kamelen sind
  15. hingegen die trockenen und heißen Wüsten unter anderem Nordafrikas so gut bei der Arten auch an ihren jeweiligen
  16. Lebensraum angepasst sind im Lebensraum des jeweils anderen werden sie auf kurz oder lang nicht überlebensfähig die
  17. physiologischen und auch genetischen angepasstheiten die es einem Organismus erlauben unter bestimmten
  18. Umweltbedingungen erfolgreich zu sein sind gleichzeitig ein limitierender Faktor dafür unter anderem
  19. Umweltbedingungen erfolgreich zu sein schauen wir uns den Aufbau einer toleranzkurve mal genauer an der Bereich
  20. in einer toleranzkurve in dem ein Organismus hier im Hinblick auf die Temperatur überleben und damit
  21. langfristig existieren kann bezahlt man als Toleranzbereich er geht vom sogenannten Minimum bis zu maximum
  22. Minimum und maximum beschreibt wiederum die minimale bzw maximale Ausprägung die die Temperatur haben darf damit der
  23. Organismus existieren kann die Randbereiche kurz vor dem Minimum und maximum definieren sich als pessima bzw
  24. pessimum in der Einzahl hier kann ein Organismus überleben aber sich in der Regel nicht mehr fortpflanzen den
  25. bevorzugten Bereich in dem sich ein Organismus aufhalten würde definiert sich als präferendum in diesem findet
  26. sich auch das Optimum anhand einer toleranzkurve lässt sich zudem ableiten inwiefern ein Organismus breites
  27. Schwankungen eines umweltfaktors toleriert oder nur innerhalb eines engen Bereiches aktiv sein kann in diesem
  28. Zusammenhang spielen die Fachbegriffe stenök und eure jök eine wichtige Rolle stenök bedeutet dass eine Art nur einen
  29. engen Toleranzbereich gegenüber eines der mehreren Umweltfaktoren ertragen kann als eure jök kann eine Art dann
  30. charakterisiert werden wenn sie einen breiten Toleranzbereich gegenüber eines oder mehrere Umweltfaktoren aufweist wie
  31. zum Beispiel im Fall des eisbärs oder des Kamels beide Tiere sind gleich warm in der Fachsprache auch homoliotherm
  32. genannt weil homojotherme Organismen dazu befähigt sind ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur
  33. konstant zu halten können sie meist innerhalb einer recht großen Temperaturspanne aktiv sein und sind
  34. damit in Bezug auf den ökofaktor Temperatur sogar noch spezifischer als eurotherm zu charakterisieren ihr
  35. präferendum der Bereich in der sich einen Organismus also bevorzugt aufhält ist entsprechend recht Br
  36. natürlich kann auch bei homoiotherm Tieren die Umgebungstemperatur nicht beliebig sein bei der Unterschreitung
  37. bzw Überschreitung einer gewissen Temperatur kommt es zur Unterkühlung bzw Überhitzung des Tieres welches bei sehr
  38. extremen Ausprägungen sogar zum Kälte bzw Hitze Tod führen kann ganz anders verhält es sich bei wechselwarm bzw Pui
  39. kilotermorganismen weil ihre Körpertemperatur Sicht der Umgebungstemperatur anpasst
  40. führungstemperaturen die vom Temperatur Optimum abweichen schnell zu einer verringerten Aktivität des wechselwarmen
  41. Tieres deshalb ist das präferendum deutlich schmaler als bei einem gleichwarmen Tier sie ertragen in der
  42. Regel eher geringe Temperaturschwankungen und sind als denotherm zu charakterisieren
  43. dazu zählen zum Beispiel viele tropische Tiere zwar kann der Toleranzbereich wechselwarma Tiere ähnlich groß sein
  44. aber sie fallen bei Umgebungstemperaturen nahe ihres Minimums bzw Maximums in die sogenannte
  45. Kälte bzw Wärme hier liegt ihr pessimum bzw ihre pessima wo sie zwar noch überleben können sich allerdings in der
  46. Regel nicht mehr fortpflanzen können bei unserer Betrachtung von abiotischen Umweltfaktoren und wie diese das
  47. Verbreitungsgebiet von Organismen determinieren dürfen wir nicht vergessen dass sämtliche Organismen nicht nur mit
  48. ihrer abiotischen unbelebten Umwelt in Wechselbeziehung stehen sondern natürlich auch mit ihrer belebten
  49. umweltwechsel wirken da in einem Lebensraum Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen spielt vor allem
  50. Konkurrenz eine wesentliche Rolle sowohl innerhalb der eigenen Art als auch zwischen den Arten die denselben
  51. Lebensraum beanspruchen und so kann auch die Konkurrenz ein bedeutender Faktor dafür sein welchen Lebensraum eine Art
  52. tatsächlich besiedelt Arten können zwar physiologisch in der Lage sein unter einem breiten Spektrum
  53. von Bedingungen zu leben wie in diesem Beispiel zu sehen verträgt die Schwarz-Erle breite Schwankungen der
  54. bodenfeuchtung kann theoretisch sowohl an nassen als auch an trockenen Standorten wachsen durch Konkurrenz mit
  55. anderen Organismen aber dazu gezwungen werden sich bei der Nutzung von Ressourcen auf einzelne Standorte zu
  56. beschränken das auf die ökologische Potenz im Fall der Schwarzerle beschränkt sich ihr existenzbereich ihre
  57. ökologische Potenz durch die Konkurrenz mit anderen Baumarten wie zum Beispiel der Rotbuche auf nasse Böden trotzdem
  58. finden sich zumeist keine toleranzkurven für biotische Umweltfaktoren weil sie nicht gut quantifizierbar das heißt
  59. messbar sind der Einfluss biotischer Umweltfaktoren wie zum Beispiel die Verfügbarkeit von Nahrung Fressfeinde
  60. Konkurrenten sind deutlich schwerer zu erfassen als abiotische Umweltfaktoren wie die Temperatur Wasser feuchtgehalt
  61. pH-Wert Salzkonzentration des Wassers und so weiter [Musik]

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