Toleranzkurve [abiotische Umweltfaktoren, stenök, euryök] - [Biologie, Oberstufe, Teil 7] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=xSXefYBKkFs Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] in diesem Video betrachten wir uns sogenannte toleranzkurven und klären 0:12 dabei wichtige Begriffe wie zum Beispiel die physiologische und ökologische potenzkurven spielen im Themenfeld der 0:19 Ökologie eine wesentliche Rolle mit Hilfe von ihnen lässt sich der Einfluss der Ausprägung eines ökofaktors auf die 0:27 Aktivität eines organismuskennzeichnen beispielsweise kann der Einfluss des abiotischen Faktors Temperatur auf die 0:35 Anzahl von Individuen einer bestimmten Art analysiert werden bei welchen Temperaturen existieren wie viele Tiere 0:42 ein anderes Beispiel wie verändert sich die fang-aktivität zum Beispiel gemessen an der Anzahl an erbeuteten Tieren mit 0:51 der Temperatur wie gesagt um den Einfluss eines abiotischen unbelebten umweltfaktors wie zum Beispiel die 0:57 Temperatur wird sehr häufig genutzt aber auch Lichtverhältnisse die Bodenfeuchte unter anderem 1:04 auf die Aktivität eines Tieres zu analysieren dafür sind toleranzkurven ein äußerst probates Hilfsmittel 1:11 alle Organismen dieser Erde stehen mit sehr variablen abiotischen Umweltbedingungen in Wechselwirkungen 1:16 die Temperatur unterscheidet sich global und auch lokal Wasser steht nicht überall gleichermaßen zur Verfügung und 1:24 die Bodenfeuchte variiert je nach Standort und so weiter deshalb haben sich die Organismen im Laufe der 1:29 Evolution an ihre jeweiligen Umweltbedingungen angepasst ein Eisbär kann aufgrund seiner morphologischen 1:35 körperlichen angepasstheiten sehr gut in der kalten Region der Arktis geben das Verbreitungsgebiet von Kamelen sind 1:42 hingegen die trockenen und heißen Wüsten unter anderem Nordafrikas so gut bei der Arten auch an ihren jeweiligen 1:49 Lebensraum angepasst sind im Lebensraum des jeweils anderen werden sie auf kurz oder lang nicht überlebensfähig die 1:56 physiologischen und auch genetischen angepasstheiten die es einem Organismus erlauben unter bestimmten 2:01 Umweltbedingungen erfolgreich zu sein sind gleichzeitig ein limitierender Faktor dafür unter anderem 2:07 Umweltbedingungen erfolgreich zu sein schauen wir uns den Aufbau einer toleranzkurve mal genauer an der Bereich 2:14 in einer toleranzkurve in dem ein Organismus hier im Hinblick auf die Temperatur überleben und damit 2:20 langfristig existieren kann bezahlt man als Toleranzbereich er geht vom sogenannten Minimum bis zu maximum 2:28 Minimum und maximum beschreibt wiederum die minimale bzw maximale Ausprägung die die Temperatur haben darf damit der 2:37 Organismus existieren kann die Randbereiche kurz vor dem Minimum und maximum definieren sich als pessima bzw 2:45 pessimum in der Einzahl hier kann ein Organismus überleben aber sich in der Regel nicht mehr fortpflanzen den 2:53 bevorzugten Bereich in dem sich ein Organismus aufhalten würde definiert sich als präferendum in diesem findet 2:59 sich auch das Optimum anhand einer toleranzkurve lässt sich zudem ableiten inwiefern ein Organismus breites 3:06 Schwankungen eines umweltfaktors toleriert oder nur innerhalb eines engen Bereiches aktiv sein kann in diesem 3:13 Zusammenhang spielen die Fachbegriffe stenök und eure jök eine wichtige Rolle stenök bedeutet dass eine Art nur einen 3:20 engen Toleranzbereich gegenüber eines der mehreren Umweltfaktoren ertragen kann als eure jök kann eine Art dann 3:27 charakterisiert werden wenn sie einen breiten Toleranzbereich gegenüber eines oder mehrere Umweltfaktoren aufweist wie 3:34 zum Beispiel im Fall des eisbärs oder des Kamels beide Tiere sind gleich warm in der Fachsprache auch homoliotherm 3:42 genannt weil homojotherme Organismen dazu befähigt sind ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur 3:49 konstant zu halten können sie meist innerhalb einer recht großen Temperaturspanne aktiv sein und sind 3:55 damit in Bezug auf den ökofaktor Temperatur sogar noch spezifischer als eurotherm zu charakterisieren ihr 4:04 präferendum der Bereich in der sich einen Organismus also bevorzugt aufhält ist entsprechend recht Br 4:10 natürlich kann auch bei homoiotherm Tieren die Umgebungstemperatur nicht beliebig sein bei der Unterschreitung 4:16 bzw Überschreitung einer gewissen Temperatur kommt es zur Unterkühlung bzw Überhitzung des Tieres welches bei sehr 4:23 extremen Ausprägungen sogar zum Kälte bzw Hitze Tod führen kann ganz anders verhält es sich bei wechselwarm bzw Pui 4:31 kilotermorganismen weil ihre Körpertemperatur Sicht der Umgebungstemperatur anpasst 4:37 führungstemperaturen die vom Temperatur Optimum abweichen schnell zu einer verringerten Aktivität des wechselwarmen 4:44 Tieres deshalb ist das präferendum deutlich schmaler als bei einem gleichwarmen Tier sie ertragen in der 4:51 Regel eher geringe Temperaturschwankungen und sind als denotherm zu charakterisieren 4:56 dazu zählen zum Beispiel viele tropische Tiere zwar kann der Toleranzbereich wechselwarma Tiere ähnlich groß sein 5:03 aber sie fallen bei Umgebungstemperaturen nahe ihres Minimums bzw Maximums in die sogenannte 5:10 Kälte bzw Wärme hier liegt ihr pessimum bzw ihre pessima wo sie zwar noch überleben können sich allerdings in der 5:19 Regel nicht mehr fortpflanzen können bei unserer Betrachtung von abiotischen Umweltfaktoren und wie diese das 5:26 Verbreitungsgebiet von Organismen determinieren dürfen wir nicht vergessen dass sämtliche Organismen nicht nur mit 5:31 ihrer abiotischen unbelebten Umwelt in Wechselbeziehung stehen sondern natürlich auch mit ihrer belebten 5:37 umweltwechsel wirken da in einem Lebensraum Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen spielt vor allem 5:43 Konkurrenz eine wesentliche Rolle sowohl innerhalb der eigenen Art als auch zwischen den Arten die denselben 5:49 Lebensraum beanspruchen und so kann auch die Konkurrenz ein bedeutender Faktor dafür sein welchen Lebensraum eine Art 5:56 tatsächlich besiedelt Arten können zwar physiologisch in der Lage sein unter einem breiten Spektrum 6:03 von Bedingungen zu leben wie in diesem Beispiel zu sehen verträgt die Schwarz-Erle breite Schwankungen der 6:09 bodenfeuchtung kann theoretisch sowohl an nassen als auch an trockenen Standorten wachsen durch Konkurrenz mit 6:15 anderen Organismen aber dazu gezwungen werden sich bei der Nutzung von Ressourcen auf einzelne Standorte zu 6:20 beschränken das auf die ökologische Potenz im Fall der Schwarzerle beschränkt sich ihr existenzbereich ihre 6:28 ökologische Potenz durch die Konkurrenz mit anderen Baumarten wie zum Beispiel der Rotbuche auf nasse Böden trotzdem 6:36 finden sich zumeist keine toleranzkurven für biotische Umweltfaktoren weil sie nicht gut quantifizierbar das heißt 6:42 messbar sind der Einfluss biotischer Umweltfaktoren wie zum Beispiel die Verfügbarkeit von Nahrung Fressfeinde 6:49 Konkurrenten sind deutlich schwerer zu erfassen als abiotische Umweltfaktoren wie die Temperatur Wasser feuchtgehalt 6:56 pH-Wert Salzkonzentration des Wassers und so weiter [Musik]