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Finanzbuchhaltung aka Fibu - Kontenarten und Erfolgskonten der Buchführung einfach erklärt!

Wirtschaft - simpleclub8:54 1,6 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 106 Zeilen
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  1. Moin Leute, heute beschäftigen wir uns mir der FIBU.
  2. Grad diejenigen unter euch, die dabei an eine Bodybuilding Messe oder einen exotischen Paradiesvogel denken, sollten jetzt gut zuhören!
  3. FIBU ist nämlich die Abkürzung von Finanzbuchhaltung. Mit der Finanzbuchhaltung befinden wir
  4. uns im externen Rechnungswesen. Aufgabe des externen Rechnungswesens
  5. ist es: Informationen über Vermögens­ und Ertragslage an die Öffentlichkeit zu gegeben. Also um zu präsentieren, wie gut oder
  6. auch schlecht es einem Unternehmen geht.
  7. Dabei werden zum einen Ein­ und Auszahlungen, als auch Werte von Geldanlagen, Krediten und Aktien, sachlich und chronologisch erfasst.
  8. Das ermöglicht dem Unternehmen ertragsreiche oder kostenintensiv eUnternehmensbereiche zu identifizieren.
  9. Also Bereiche in denen es halt läuft und Bereiche in denen es nicht so läuft :D
  10. In dem ersten Video beschäftigen wir uns mit den Kontenarten der Buchführung. Ihr fragt euch jetzt bestimmt was das sind.
  11. Ganz einfach, alle Geschäftsfälle müssen zur Dokumentation auf Konten gebucht werden. Würde man alle Geschäftsfälle auf einem einzigen Konto dokumentieren,
  12. Dann sähe das Konto ziemlich chaotisch aus. Deshalb werden die Konten in verschiedene Kontenarten aufgesplittert.
  13. Die Sache ist dann deutlich übersichtlicher und man kann die
  14. Buchungen leichter verarbeiten. Wir haben da zum einen die
  15. Bestandskonten und zum anderen die Erfolgskonten.
  16. Das ist die erste Unterteilung der Kontenarten.
  17. Fangen wir mit den Bestandskonten an. Die Bestandskonten sind am einfachsten zu verstehen.
  18. Hier steht alles drin, wo wir unser Geld reingesteckt haben und wo es herkommt.
  19. Unterschieden wird zwischen Aktiv- und Passivkonten. Aktivkonten zeigen auf, wo unser Geld
  20. drinsteckt. Also werden alle Geschäftsfälle, die z.B.
  21. Gebäude, Anlagen, Rohstoffe oder unsere Kasse ansprechen
  22. auf Aktivkonten zu buchen. Auf den Passivkonten steht wo wir unser
  23. Geld her beziehen, Also z.B. unser Eigenkapital, Darlehen
  24. der Bank oder Verbindlichkeiten. Dabei haben wir zunächst einmal zwei
  25. Seiten bei unserem T­Konto: T­ Konto heißt dat Ding, weil es
  26. aussieht wie ein T. Keine schwere Mathematik, einfach
  27. zwei Seiten. Links die Soll­Seite und rechts die
  28. Haben­Seite. Das ist bei beiden gleich.
  29. Unterschiedlich ist was auf den Seiten eingetragen wird.
  30. Beim Aktivkonto steht der Anfangsbestand auf der Soll­Seite.
  31. Zugänge werden auch links gebucht. Abgänge werden auf der Haben­Seite
  32. gebucht, also rechts! Dort steht auch der Saldo.
  33. Das ist die Differenz zwischen Soll­ und Haben­Seite.
  34. Letztendlich ist der Saldo also nichts anderes als der Schlussbestand.
  35. Unter beiden Seiten steht die Summe. Wie ihr wisst muss diese auf beiden Seiten immer gleich sein!
  36. Nun zu den Passivkonten, hier sind die Eintragungen umgekehrt. Das ist ganz wichtig, dass ihr das euch einprägt!
  37. Die Eintragungen sind spiegelverkehrt zu den der Aktivkonten! Anfangsbestand und Zugänge stehen auf der Haben­ Seite, also rechts
  38. Und Abgänge und der Saldo links auf der Soll­ Seite. Vielleicht ist euch das ganze schon von
  39. der Bilanz bekannt, denn daher stammen die Anfangsbestände. Aktivkonten stehen im Soll, daher auch der Anfangsbestand im Soll Und Passivkonten stehen
  40. im Haben, daher auch der Anfangsbestand im Haben.
  41. Nun zu den Erfolgskonten: Erfolgskonten Die haben die Gewinnermittlung zum Ziel. Im Unternehmen werden also alle Aufwendungen und Erträge hier einsortiert.
  42. Hier gibt es zum einen Aufwandskonten und zum anderen Ertragskonten Beginnen wir mit den Aufwandskonten.
  43. Wichtig zum Verstehen: Aufwendungen mindern den betrieblichen Gewinn Z.B.
  44. eine Mietzahlung für Büroräume. Dann haben wir eine Ausgabe und bekommen erstmal kein Geld rein.
  45. Indem wir die Miete überweisen machen wir sozusagen erstmal Minus. Stellt euch vor, wir würden nur im Büro sitzen und uns mit Papierkugeln abwerfen.
  46. Wir zahlen Miete, aber wir machen kein Gewinn, sondern Minus, da wir kein Geld reinbringen.
  47. Dabei werden Aufwandskonten wie Aktivkonten behandelt.
  48. Nehmt das erstmal so hin, in ein paar Sekunden wisst ihr warum das so ist.
  49. Also werden Zugänge auf der Soll­Seite Abgänge auf der Haben­Seite gebucht.
  50. Nun zu den Ertragskonten. Ein Ertrag erhöht den betrieblichen
  51. Gewinn. Beispiel hierfür, der Verkauf von
  52. Produkten. Wir stellen ein Produkt her, haben in der
  53. Produktion Geld für Materialien, Maschinen, Mitarbeiterlohn etc.
  54. reingesteckt. Und am Ende wollen wir unsere
  55. Produkte dann gewinnbringend verkaufen.
  56. Damit machen wir Geld. Je höher die Erträge desto besser!
  57. Wir behandeln die Ertragskonten dabei, wie Passivkonten.
  58. Zugänge werden auf der Haben­Seite gebucht,
  59. Abgänge auf der Soll­Seite. Beim nächsten Schritt erschließt sich dir
  60. auch warum. Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und
  61. gucken, wie die Konten abgeschlossen werden.
  62. „Abgeschlossen“ heißt, wir führen jetzt die Konten auf einem anderen Konto
  63. zusammen. Dabei werden Bestandskonten und
  64. Erfolgskonten auf verschiedenen Konten zusammengeführt.
  65. Sonst würden wir die Geschäftsfälle ja wieder vermischen.
  66. Und durch das Abschließen der Konten können wir am Ende endlich Schlüsse
  67. aus den Geschäftsfällen ziehen. Unsere Bestandskonten werden auf dem
  68. Schlussbilanzkonto abgeschlossen. Es ist nun wichtig die Goldenen Regel
  69. der Buchhaltung zu befolgen: Von Soll an Haben buchen!
  70. Es wird immer an die andere Seite gebucht.
  71. Beim Aktivkonto haben wir den Saldo, also den Schlussbestand auf der Haben- Seite.
  72. Der muss nun auf die Soll­ Seite des Schlussbilanzkontos übertragen werden.
  73. Das Besagte folgt aus unserer Goldenen Regel. Der Übertrag muss IMMER auf die
  74. andere Seite gemacht werden! Und nicht von Soll an Soll oder Haben an Haben!
  75. Beim Passivkonto ist der Schlussbestand auf der Soll­ Seite zu finden. Also kommt dieser jetzt auf die Haben- Seite des Schlussbilanzkontos.
  76. Nun haben wir, wie zu Beginn, alle Aktivkonten auf der Soll­Seite
  77. Und alle Passivkonten auf der Haben- Seite. Erfolgskonten werden auf dem Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen.
  78. Durch das Zusammenführen der beiden Konten können wir auf dem Gewinn- und Verlustkonto sehen, ob das Unternehmen
  79. Gewinn oder Verlust gemacht hat! Ihr werdet jetzt auch verstehen, warum
  80. die Konten wie Aktiv­ oder Passivkonten behandelt werden. Denn wie ihr gleich sehen werdet steigern die Erträge den Gewinn auf dem G und V Konto
  81. Jedenfalls, wenn es höhere Erträge als Aufwendungen gibt, wovon wir hier ausgehen.
  82. Wenn es andersrum wäre, also Ertragskonten nicht wie Passiv­ sondern wie Aktivkonten gebucht würden...
  83. Dann würden Erträge den Gewinn schmälern und das macht ja mal gar
  84. keinen Sinn! Dann könnten wir einen hohen Gewinn
  85. machen, indem wir im Büro nur Müll machen und nichts verkaufen. Gucken wir uns jetzt aber mal an, wie wir zu dem Gewinn kommen.
  86. Dafür müssen wir die beiden Konten auf dem Gewinn­ und Verlustkonto abschließen.
  87. Der Saldo bei den Aufwandskonten kommt von der Haben­ auf die Soll- Seite des Gewinn­ und Verlustkontos
  88. Andersrum kommt der Saldo von den Ertragskonten auf die Haben­Seite. Die Erträge steigern somit den Gewinn, wenn wir davon ausgehen, dass die Erträge größer
  89. als die Aufwendungen sind. Der Gewinn steht also als Saldo auf der Soll­ Seite des Gewinn­ und Verlustkontos.
  90. Und schließlich wird der ermittelte Gewinn aus dem Gewinn­ und Verlustkonto Von der Soll­ auf die Habenseite des Eigenkapitalkontos übertragen.
  91. Den auch das Gewinn­ und Verlustkonto muss noch einmal abgeschlossen werden. Stellt euch vor ihr habt vor ein paar Jahren eine Firma gegründet.
  92. Ihr habt damals 300.000 Euro Eigenkapital reingesteckt. Ihr seid mit den Geschäften sehr erfolgreich und fahrt nur Gewinne rein!
  93. Dann macht euch das reicher. Das Kapital wächst und genau das ist auf dem Eigenkapitalkonto zu sehen.
  94. Wie ihr auch durch den Pfeil in der Grafik erkennt, wird der Saldo von der Soll­Seite des G und V Kontos auf die Haben Seite des Eigenkapitalkontos
  95. übertragen. Ihr wisst ja, der Übertrag muss immer auf die andere Seite gehen.
  96. Und jetzt die Fangfrage: wie wird das Eigenkapitalkonto gebucht, wie ein Aktiv­ oder Passivkonto?
  97. Na? Entweder ihr wisst es, oder ihr checkt einfach ab, wo es grade einen Zugang verzeichnet hat.
  98. Gesehen? Das Eigenkapital hat doch grad durch den Zugang auf der Soll­Seite verbucht.
  99. Und welche Konten steigen bekanntlich im Haben? Richtig, Passivkonten, damit ist unser Eigenkapitalkonto ein Passivkonto.
  100. Es zeigt uns wo das Geld herkommt. So das sind also die 4 Kontenarten der Buchführung.
  101. Aktiv­ und Passivkonto, aus der Bilanz hergeleitet Und Aufwands­ und Erfolgskonto aus der Gewinn­ und Verlustrechnung hergeleitet.
  102. Aktiv­ und Passivkonten werden im Schlussbilanzkonto abgeschlossen Aufwands­ und Ertragskonten im Gewinn­ und Verlustkonto
  103. Und dann anschließend im Eigenkapitalkonto. Damit ist der erste Step in die Link zum Video: Buchungssätze: ein paar Finanzbuchhaltung
  104. getan. Im nächsten Video geht es dann um die Buchungssätze.
  105. Wenn euch dieses Video gefallen hat lasst doch ein Daumen nach oben und ein Abo da.
  106. Und natürlich könnt ihr uns auch gerne Kommilitonen und Freunde empfehlen. Damit Ciao, macht’s gut und bis zum nächsten Video

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