Finanzbuchhaltung aka Fibu - Kontenarten und Erfolgskonten der Buchführung einfach erklärt! Wirtschaft - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=vKPxSpD2Rl8 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin Leute, heute beschäftigen wir uns mir der FIBU. 0:04 Grad diejenigen unter euch, die dabei an eine Bodybuilding Messe oder einen exotischen Paradiesvogel denken, sollten jetzt gut zuhören! 0:10 FIBU ist nämlich die Abkürzung von Finanzbuchhaltung. Mit der Finanzbuchhaltung befinden wir 0:20 uns im externen Rechnungswesen. Aufgabe des externen Rechnungswesens 0:24 ist es: Informationen über Vermögens­ und Ertragslage an die Öffentlichkeit zu gegeben. Also um zu präsentieren, wie gut oder 0:32 auch schlecht es einem Unternehmen geht. 0:34 Dabei werden zum einen Ein­ und Auszahlungen, als auch Werte von Geldanlagen, Krediten und Aktien, sachlich und chronologisch erfasst. 0:42 Das ermöglicht dem Unternehmen ertragsreiche oder kostenintensiv eUnternehmensbereiche zu identifizieren. 0:48 Also Bereiche in denen es halt läuft und Bereiche in denen es nicht so läuft :D 0:52 In dem ersten Video beschäftigen wir uns mit den Kontenarten der Buchführung. Ihr fragt euch jetzt bestimmt was das sind. 0:58 Ganz einfach, alle Geschäftsfälle müssen zur Dokumentation auf Konten gebucht werden. Würde man alle Geschäftsfälle auf einem einzigen Konto dokumentieren, 1:07 Dann sähe das Konto ziemlich chaotisch aus. Deshalb werden die Konten in verschiedene Kontenarten aufgesplittert. 1:13 Die Sache ist dann deutlich übersichtlicher und man kann die 1:17 Buchungen leichter verarbeiten. Wir haben da zum einen die 1:20 Bestandskonten und zum anderen die Erfolgskonten. 1:23 Das ist die erste Unterteilung der Kontenarten. 1:26 Fangen wir mit den Bestandskonten an. Die Bestandskonten sind am einfachsten zu verstehen. 1:30 Hier steht alles drin, wo wir unser Geld reingesteckt haben und wo es herkommt. 1:35 Unterschieden wird zwischen Aktiv- und Passivkonten. Aktivkonten zeigen auf, wo unser Geld 1:41 drinsteckt. Also werden alle Geschäftsfälle, die z.B. 1:44 Gebäude, Anlagen, Rohstoffe oder unsere Kasse ansprechen 1:47 auf Aktivkonten zu buchen. Auf den Passivkonten steht wo wir unser 1:52 Geld her beziehen, Also z.B. unser Eigenkapital, Darlehen 1:56 der Bank oder Verbindlichkeiten. Dabei haben wir zunächst einmal zwei 2:00 Seiten bei unserem T­Konto: T­ Konto heißt dat Ding, weil es 2:04 aussieht wie ein T. Keine schwere Mathematik, einfach 2:07 zwei Seiten. Links die Soll­Seite und rechts die 2:10 Haben­Seite. Das ist bei beiden gleich. 2:13 Unterschiedlich ist was auf den Seiten eingetragen wird. 2:16 Beim Aktivkonto steht der Anfangsbestand auf der Soll­Seite. 2:20 Zugänge werden auch links gebucht. Abgänge werden auf der Haben­Seite 2:23 gebucht, also rechts! Dort steht auch der Saldo. 2:27 Das ist die Differenz zwischen Soll­ und Haben­Seite. 2:31 Letztendlich ist der Saldo also nichts anderes als der Schlussbestand. 2:34 Unter beiden Seiten steht die Summe. Wie ihr wisst muss diese auf beiden Seiten immer gleich sein! 2:41 Nun zu den Passivkonten, hier sind die Eintragungen umgekehrt. Das ist ganz wichtig, dass ihr das euch einprägt! 2:47 Die Eintragungen sind spiegelverkehrt zu den der Aktivkonten! Anfangsbestand und Zugänge stehen auf der Haben­ Seite, also rechts 2:55 Und Abgänge und der Saldo links auf der Soll­ Seite. Vielleicht ist euch das ganze schon von 3:01 der Bilanz bekannt, denn daher stammen die Anfangsbestände. Aktivkonten stehen im Soll, daher auch der Anfangsbestand im Soll Und Passivkonten stehen 3:09 im Haben, daher auch der Anfangsbestand im Haben. 3:14 Nun zu den Erfolgskonten: Erfolgskonten Die haben die Gewinnermittlung zum Ziel. Im Unternehmen werden also alle Aufwendungen und Erträge hier einsortiert. 3:22 Hier gibt es zum einen Aufwandskonten und zum anderen Ertragskonten Beginnen wir mit den Aufwandskonten. 3:27 Wichtig zum Verstehen: Aufwendungen mindern den betrieblichen Gewinn Z.B. 3:33 eine Mietzahlung für Büroräume. Dann haben wir eine Ausgabe und bekommen erstmal kein Geld rein. 3:38 Indem wir die Miete überweisen machen wir sozusagen erstmal Minus. Stellt euch vor, wir würden nur im Büro sitzen und uns mit Papierkugeln abwerfen. 3:46 Wir zahlen Miete, aber wir machen kein Gewinn, sondern Minus, da wir kein Geld reinbringen. 3:51 Dabei werden Aufwandskonten wie Aktivkonten behandelt. 3:54 Nehmt das erstmal so hin, in ein paar Sekunden wisst ihr warum das so ist. 3:58 Also werden Zugänge auf der Soll­Seite Abgänge auf der Haben­Seite gebucht. 4:03 Nun zu den Ertragskonten. Ein Ertrag erhöht den betrieblichen 4:07 Gewinn. Beispiel hierfür, der Verkauf von 4:09 Produkten. Wir stellen ein Produkt her, haben in der 4:12 Produktion Geld für Materialien, Maschinen, Mitarbeiterlohn etc. 4:17 reingesteckt. Und am Ende wollen wir unsere 4:19 Produkte dann gewinnbringend verkaufen. 4:21 Damit machen wir Geld. Je höher die Erträge desto besser! 4:25 Wir behandeln die Ertragskonten dabei, wie Passivkonten. 4:28 Zugänge werden auf der Haben­Seite gebucht, 4:31 Abgänge auf der Soll­Seite. Beim nächsten Schritt erschließt sich dir 4:34 auch warum. Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und 4:36 gucken, wie die Konten abgeschlossen werden. 4:39 „Abgeschlossen“ heißt, wir führen jetzt die Konten auf einem anderen Konto 4:43 zusammen. Dabei werden Bestandskonten und 4:45 Erfolgskonten auf verschiedenen Konten zusammengeführt. 4:48 Sonst würden wir die Geschäftsfälle ja wieder vermischen. 4:51 Und durch das Abschließen der Konten können wir am Ende endlich Schlüsse 4:55 aus den Geschäftsfällen ziehen. Unsere Bestandskonten werden auf dem 4:58 Schlussbilanzkonto abgeschlossen. Es ist nun wichtig die Goldenen Regel 5:03 der Buchhaltung zu befolgen: Von Soll an Haben buchen! 5:06 Es wird immer an die andere Seite gebucht. 5:10 Beim Aktivkonto haben wir den Saldo, also den Schlussbestand auf der Haben- Seite. 5:14 Der muss nun auf die Soll­ Seite des Schlussbilanzkontos übertragen werden. 5:18 Das Besagte folgt aus unserer Goldenen Regel. Der Übertrag muss IMMER auf die 5:23 andere Seite gemacht werden! Und nicht von Soll an Soll oder Haben an Haben! 5:28 Beim Passivkonto ist der Schlussbestand auf der Soll­ Seite zu finden. Also kommt dieser jetzt auf die Haben- Seite des Schlussbilanzkontos. 5:36 Nun haben wir, wie zu Beginn, alle Aktivkonten auf der Soll­Seite 5:40 Und alle Passivkonten auf der Haben- Seite. Erfolgskonten werden auf dem Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen. 5:47 Durch das Zusammenführen der beiden Konten können wir auf dem Gewinn- und Verlustkonto sehen, ob das Unternehmen 5:53 Gewinn oder Verlust gemacht hat! Ihr werdet jetzt auch verstehen, warum 5:57 die Konten wie Aktiv­ oder Passivkonten behandelt werden. Denn wie ihr gleich sehen werdet steigern die Erträge den Gewinn auf dem G und V Konto 6:06 Jedenfalls, wenn es höhere Erträge als Aufwendungen gibt, wovon wir hier ausgehen. 6:10 Wenn es andersrum wäre, also Ertragskonten nicht wie Passiv­ sondern wie Aktivkonten gebucht würden... 6:17 Dann würden Erträge den Gewinn schmälern und das macht ja mal gar 6:20 keinen Sinn! Dann könnten wir einen hohen Gewinn 6:23 machen, indem wir im Büro nur Müll machen und nichts verkaufen. Gucken wir uns jetzt aber mal an, wie wir zu dem Gewinn kommen. 6:28 Dafür müssen wir die beiden Konten auf dem Gewinn­ und Verlustkonto abschließen. 6:32 Der Saldo bei den Aufwandskonten kommt von der Haben­ auf die Soll- Seite des Gewinn­ und Verlustkontos 6:39 Andersrum kommt der Saldo von den Ertragskonten auf die Haben­Seite. Die Erträge steigern somit den Gewinn, wenn wir davon ausgehen, dass die Erträge größer 6:47 als die Aufwendungen sind. Der Gewinn steht also als Saldo auf der Soll­ Seite des Gewinn­ und Verlustkontos. 6:54 Und schließlich wird der ermittelte Gewinn aus dem Gewinn­ und Verlustkonto Von der Soll­ auf die Habenseite des Eigenkapitalkontos übertragen. 7:02 Den auch das Gewinn­ und Verlustkonto muss noch einmal abgeschlossen werden. Stellt euch vor ihr habt vor ein paar Jahren eine Firma gegründet. 7:10 Ihr habt damals 300.000 Euro Eigenkapital reingesteckt. Ihr seid mit den Geschäften sehr erfolgreich und fahrt nur Gewinne rein! 7:17 Dann macht euch das reicher. Das Kapital wächst und genau das ist auf dem Eigenkapitalkonto zu sehen. 7:23 Wie ihr auch durch den Pfeil in der Grafik erkennt, wird der Saldo von der Soll­Seite des G und V Kontos auf die Haben Seite des Eigenkapitalkontos 7:31 übertragen. Ihr wisst ja, der Übertrag muss immer auf die andere Seite gehen. 7:36 Und jetzt die Fangfrage: wie wird das Eigenkapitalkonto gebucht, wie ein Aktiv­ oder Passivkonto? 7:42 Na? Entweder ihr wisst es, oder ihr checkt einfach ab, wo es grade einen Zugang verzeichnet hat. 7:48 Gesehen? Das Eigenkapital hat doch grad durch den Zugang auf der Soll­Seite verbucht. 7:53 Und welche Konten steigen bekanntlich im Haben? Richtig, Passivkonten, damit ist unser Eigenkapitalkonto ein Passivkonto. 8:01 Es zeigt uns wo das Geld herkommt. So das sind also die 4 Kontenarten der Buchführung. 8:09 Aktiv­ und Passivkonto, aus der Bilanz hergeleitet Und Aufwands­ und Erfolgskonto aus der Gewinn­ und Verlustrechnung hergeleitet. 8:16 Aktiv­ und Passivkonten werden im Schlussbilanzkonto abgeschlossen Aufwands­ und Ertragskonten im Gewinn­ und Verlustkonto 8:23 Und dann anschließend im Eigenkapitalkonto. Damit ist der erste Step in die Link zum Video: Buchungssätze: ein paar Finanzbuchhaltung 8:29 getan. Im nächsten Video geht es dann um die Buchungssätze. 8:32 Wenn euch dieses Video gefallen hat lasst doch ein Daumen nach oben und ein Abo da. 8:36 Und natürlich könnt ihr uns auch gerne Kommilitonen und Freunde empfehlen. Damit Ciao, macht’s gut und bis zum nächsten Video