Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Elektronenpaarabstoßungsmodell
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
- Servus Leute, habt ihr euch schon mal mit den Molekülen aus der Chemie beschäftigt und gedacht, wir können die
- zwar platt auf das Papier zeichnen, aber dadurch wissen wir nicht wirklich, wie die Dinger räumlich aussehen. Durch das
- Kugelwolkenmodell kann man sich das zwar vorstellen, aber das ist dann genauso wie mit so einem Steckkasten. Man
- bekommt die Teile zwar hin, ich meine das Zusammenstecken ist nicht wirklich schwer, aber die Winkel stimmen trotzdem
- nicht ganz. Z.B. hat Wasser nach dem Modell auch einen Winkel von 109°, also einfach einen Tetra Winkel. In
- Wirklichkeit sind es aber ein bisschen weniger. Warum das so ist und mit welchem Modell wir uns das besser
- anschauen sollten, sehen wir jetzt. Das genauere Modell heißt VSEP Modell. Das klingt jetzt so nach viel, steht
- auch für Valen Shell Electron Pair Repulsal. Auf Deutsch dann Valenzchalen Elektronpaar Abstoßungsmodell. Super
- Wort für Hman ist nämlich ewig lang und das Wichtigste an dem ganzen Modell steckt auch schon im Namen drin, nämlich
- die Abstoßung. Man geht erstmal davon aus, man hat ein zentrales Atom, was man gerade betrachtet, z.B. das CTom von
- Methan. Jetzt ordnen sich die Elektronenpaare, in dem Fall nur Bindende, so an, dass der Abstand
- möglichst groß zwischen ihnen wird. Ist ja auch ganz logisch. Die Elektronen sind ja negativ geladen und wollen nicht
- mit anderen negativen Dingen in Berührung kommen. Aber halt mal, bis jetzt bekommen wir damit nichts anderes
- als mit dem Kugelwolkmodell. Was bringt so ein Modell, wenn es nicht viel mehr erklären kann? Deshalb geht es im VSEP
- Modell noch weiter. Da muss jetzt unterschieden werden zwischen bindenden Elektronpaaren am Zentralom und freien
- Elektronpaaren. Also an dem einfachen Beispiel von Ammoniak. Da haben wir das Zentralom, was wir mit A bezeichnen
- wollen. Dann drei bindende Elektronpaare zu den Wasserstoffen, die bezeichnen wir mit X. Und zu guter Letzt ein freies
- Elektronpaar, das wir mit E bezeichnen. Und für die verschiedenen Möglichkeiten von AXN kann man jetzt die räumliche
- Struktur vorhersagen. Wichtig, die freien Elektronpaare brauchen mehr Platz als die Bindenden. Das sehen wir am
- Wasser. H2O mit der allgemeinen Formel AX2 E2. Jetzt nehmen die freien Elektronenpaare aber einen größeren Raum
- ein. Deshalb werden die bindenden Elektronpaare zu den Wasserstoffen zusammengedrückt. Und deshalb kommt man
- hier auch nicht auf einen Winkel von 109°, sondern auf einen von etwa 104°. Das war jetzt ein Beispiel, aber wir
- können uns alle möglichen Molekültypen auch mal anschauen. Einfachstes Beispiel wäre der Wasserstoff H2. Hier haben wir
- einfach nur einen Winkel von 180°. Bevor wir zum nächsten kommen, ist noch wichtig zu erwähnen, dass
- Doppelbindungen für unsere Strukturanalyse wie eine Einfachbindung behandelt werden. Also hat CO2 den
- Molekültyp AX2. Und damit die bindenden Elektronpaare möglichst weit voneinander weg sind, sind die auf verschiedenen
- Seiten und wir haben ein lineares Molekül. Also sieht aus wie ein Lineal. Langsam wird's anspruchsvoller. Bei
- Methan hat man ja seinen bekannten Tetraeder, also alle Bindungen gleichweit voneinander entfernt. Bei
- Ammoniak hat man durch das freie Elektronpaar weniger Platz für die einzelnen Bindungen. Deshalb sind die
- etwas zusammengedrückt. Im Molekül selbst, wie man es wahrnimmt, ist das freie Elektronpaar dann nicht mehr zu
- sehen. Trotzdem ist es wichtig, dass das Ding nicht platt ist, sondern wie ein Melkschemel oder halt ein anderer
- dreibeiniger Hocker. Spannend wird's auch bei höheren Zahlen, obwohl die in der Schule unwichtig sind, z.B. Bei
- Phosphor Pentaklorid PCL5 bekommt man dann so eine Struktur, also ein Dreieck in der Ebene mit jeweils einer Spitze
- nach oben und unten. Allgemein kann man sich so die einzelnen räumlichen Anordnungen von allen Molekülen
- vorstellen. Einzige Grenze, wenn die Anhängsel am Zentralatom zu fett werden, dann spielt denen ihre Abstoßung eine
- größere Rolle als die der Elektronen. Trotzdem ist das ein supermodell. Ein anderes Modell, das sich eher mit den
- Bindungen und den Bindungslängen beschäftigt, nennt sich Molekülorbitalmodell.
- Das kennt man aus der Schule, als die Styopor handeln. Wie genau das zu verstehen ist, seht ihr hier. Wie findet
- ihr eigentlich die Baukästen in der Chemie, bei denen man sich die Moleküle zusammenbasteln kann? Eher gut, weil es
- für die Vorstellung hilft, gut, weil dadurch weniger Zeit für richtigen Unterricht ist oder scheiße, weil das eh
- nichts bringt. Bin mal gespannt, was da rauskommt. Ansonsten war's das. Ast und ciao.
Zum Nachlesen
VSEPR-ModellDas VSEPR-Modell (Abkürzung für englisch valence shell electron pair repulsion, deutsch Valenzschalen-Elektronenpaar-Abstoßung), auch EPA-Modell …
MolekülgeometrieAls Molekülstruktur oder Molekülgeometrie wird die geometrische, räumliche relative Anordnung der Atome in einem Molekül bezeichnet.
Kovalente BindungDie Atome bilden zwischen sich mindestens ein Elektronenpaar aus. Dieses Elektronenpaar hält zwei (Zweizentrenbindung) oder mehr (Mehrzentrenbindung) Atome …
BindigkeitHier können diese freien Elektronenpaare für eine Bindung eingesetzt werden (Koordinative Bindung), indem die beiden Elektronen des Elektronenpaars in die …