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Elektronenpaarabstoßungsmodell

Chemie - simpleclub4:03 442.596 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
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  1. Servus Leute, habt ihr euch schon mal mit den Molekülen aus der Chemie beschäftigt und gedacht, wir können die
  2. zwar platt auf das Papier zeichnen, aber dadurch wissen wir nicht wirklich, wie die Dinger räumlich aussehen. Durch das
  3. Kugelwolkenmodell kann man sich das zwar vorstellen, aber das ist dann genauso wie mit so einem Steckkasten. Man
  4. bekommt die Teile zwar hin, ich meine das Zusammenstecken ist nicht wirklich schwer, aber die Winkel stimmen trotzdem
  5. nicht ganz. Z.B. hat Wasser nach dem Modell auch einen Winkel von 109°, also einfach einen Tetra Winkel. In
  6. Wirklichkeit sind es aber ein bisschen weniger. Warum das so ist und mit welchem Modell wir uns das besser
  7. anschauen sollten, sehen wir jetzt. Das genauere Modell heißt VSEP Modell. Das klingt jetzt so nach viel, steht
  8. auch für Valen Shell Electron Pair Repulsal. Auf Deutsch dann Valenzchalen Elektronpaar Abstoßungsmodell. Super
  9. Wort für Hman ist nämlich ewig lang und das Wichtigste an dem ganzen Modell steckt auch schon im Namen drin, nämlich
  10. die Abstoßung. Man geht erstmal davon aus, man hat ein zentrales Atom, was man gerade betrachtet, z.B. das CTom von
  11. Methan. Jetzt ordnen sich die Elektronenpaare, in dem Fall nur Bindende, so an, dass der Abstand
  12. möglichst groß zwischen ihnen wird. Ist ja auch ganz logisch. Die Elektronen sind ja negativ geladen und wollen nicht
  13. mit anderen negativen Dingen in Berührung kommen. Aber halt mal, bis jetzt bekommen wir damit nichts anderes
  14. als mit dem Kugelwolkmodell. Was bringt so ein Modell, wenn es nicht viel mehr erklären kann? Deshalb geht es im VSEP
  15. Modell noch weiter. Da muss jetzt unterschieden werden zwischen bindenden Elektronpaaren am Zentralom und freien
  16. Elektronpaaren. Also an dem einfachen Beispiel von Ammoniak. Da haben wir das Zentralom, was wir mit A bezeichnen
  17. wollen. Dann drei bindende Elektronpaare zu den Wasserstoffen, die bezeichnen wir mit X. Und zu guter Letzt ein freies
  18. Elektronpaar, das wir mit E bezeichnen. Und für die verschiedenen Möglichkeiten von AXN kann man jetzt die räumliche
  19. Struktur vorhersagen. Wichtig, die freien Elektronpaare brauchen mehr Platz als die Bindenden. Das sehen wir am
  20. Wasser. H2O mit der allgemeinen Formel AX2 E2. Jetzt nehmen die freien Elektronenpaare aber einen größeren Raum
  21. ein. Deshalb werden die bindenden Elektronpaare zu den Wasserstoffen zusammengedrückt. Und deshalb kommt man
  22. hier auch nicht auf einen Winkel von 109°, sondern auf einen von etwa 104°. Das war jetzt ein Beispiel, aber wir
  23. können uns alle möglichen Molekültypen auch mal anschauen. Einfachstes Beispiel wäre der Wasserstoff H2. Hier haben wir
  24. einfach nur einen Winkel von 180°. Bevor wir zum nächsten kommen, ist noch wichtig zu erwähnen, dass
  25. Doppelbindungen für unsere Strukturanalyse wie eine Einfachbindung behandelt werden. Also hat CO2 den
  26. Molekültyp AX2. Und damit die bindenden Elektronpaare möglichst weit voneinander weg sind, sind die auf verschiedenen
  27. Seiten und wir haben ein lineares Molekül. Also sieht aus wie ein Lineal. Langsam wird's anspruchsvoller. Bei
  28. Methan hat man ja seinen bekannten Tetraeder, also alle Bindungen gleichweit voneinander entfernt. Bei
  29. Ammoniak hat man durch das freie Elektronpaar weniger Platz für die einzelnen Bindungen. Deshalb sind die
  30. etwas zusammengedrückt. Im Molekül selbst, wie man es wahrnimmt, ist das freie Elektronpaar dann nicht mehr zu
  31. sehen. Trotzdem ist es wichtig, dass das Ding nicht platt ist, sondern wie ein Melkschemel oder halt ein anderer
  32. dreibeiniger Hocker. Spannend wird's auch bei höheren Zahlen, obwohl die in der Schule unwichtig sind, z.B. Bei
  33. Phosphor Pentaklorid PCL5 bekommt man dann so eine Struktur, also ein Dreieck in der Ebene mit jeweils einer Spitze
  34. nach oben und unten. Allgemein kann man sich so die einzelnen räumlichen Anordnungen von allen Molekülen
  35. vorstellen. Einzige Grenze, wenn die Anhängsel am Zentralatom zu fett werden, dann spielt denen ihre Abstoßung eine
  36. größere Rolle als die der Elektronen. Trotzdem ist das ein supermodell. Ein anderes Modell, das sich eher mit den
  37. Bindungen und den Bindungslängen beschäftigt, nennt sich Molekülorbitalmodell.
  38. Das kennt man aus der Schule, als die Styopor handeln. Wie genau das zu verstehen ist, seht ihr hier. Wie findet
  39. ihr eigentlich die Baukästen in der Chemie, bei denen man sich die Moleküle zusammenbasteln kann? Eher gut, weil es
  40. für die Vorstellung hilft, gut, weil dadurch weniger Zeit für richtigen Unterricht ist oder scheiße, weil das eh
  41. nichts bringt. Bin mal gespannt, was da rauskommt. Ansonsten war's das. Ast und ciao.

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