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Theologie vs. Religionswissenschaft einfach erklärt – Innenperspektive vs. Außenperspektive

religionsdiskurs9:09 17 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 55 Zeilen
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  1. Hi, ganz herzlich willkommen auf meinem kleinen Blog über Religionen und wie der Name unschwer erkennen lässt, ja, geht's auf diesem Blog ausschließlich um
  2. Religionen. Vielleicht geht's dir ähnlich wie mir. Ähm, wir leben in einer sehr pluralistischen Welt, Gesellschaft und
  3. ich habe immer das Gefühl, dass das Thema mit den Religionen irgendwie komplett hinten runter fällt. Und wenn ich mal auf mich selber gucke, also wenn
  4. es wirklich was gibt, wozu ich so gut wie gar nichts sagen kann, dann ist es die Thematik mit den Religion und je nachdem, wie du aufgewachsen
  5. bist, wo du aufgewachsen bist, hast du vielleicht mehr mit Religion zu tun gehabt oder auch weniger, wenn ich an mich selber denke, h gut, meine Eltern
  6. selbst sind eigentlich beide römischkatholisch, das heißt meine komplette Familie kommt eher aus dieser Strömung. Ja.
  7. Wenn ich jetzt aber mal auf mich, meine Geschwistererziehung und so weiter gucke, weiß ich nicht, ob das wirklich übermittelt wurde. Ja.
  8. Ähm ja, wenn du in Deutschland geboren bist, äh aufgewachsen bist oder generell Zentraleuropa, Westeuropa, dann wirst du
  9. wahrscheinlich am ehsten noch was mit dem Christentum anfangen können. Ähm ja, aber das Christentum ist natürlich nicht die einzige Religion hier auf Erden. Ähm
  10. und ich habe es mir einfach zur Aufgabe gemacht, viel mehr über die Religion vor Ort zu erfahren und vor allem äh viel mehr zu erfahren oder auch einfach
  11. zu verstehen, warum Menschen diesen Religion folgen. Ich glaube, das trifft's ganz gut und vielleicht trägt
  12. das sogar dazu bei, dass man viele Menschen, viele Gesellschaften noch besser verstehen kann. Ja. Ähm, ganz wichtig, ich mache das nicht aus
  13. irgendeiner Meinung heraus oder weil mir irgendeine Religion näher steht als die andere. darum geht's überhaupt nicht, sondern ich versuche das Ganze anhand
  14. der religionswissenschaftlichen Perspektive äh zu betrachten. Ja, aber jetzt könnte man ja auch eigentlich sagen, na ja,
  15. okay, Religionswissenschaft, also Religion und Wissenschaft irgendwie ist das total paradox und irgendwie schließt sich das ja aus. Ähm, warum das nicht so
  16. ist, das erkläre ich hier mal ganz kurz. Warum klingt Religionswissenschaft paradox und stimmt das überhaupt? Also tatsächlich könnte man das Gefühl
  17. haben, dass Religionswissenschaft eigentlich wie einen Widerspruch klingt, denn Religion steht ja eigentlich für den Glauben, für Transtendenz, ja,
  18. Offenbarung, das Unverfügbare. Ja, und Wissenschaft ist ja eigentlich eher der Beweis, ne, die Methode oder die Kritik. Da geht's hauptsächlich um
  19. das Überprüfen. Ja, jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen, na ja, gut, kann man das Unbegreifliche eigentlich begreifen und
  20. kann man den Glauben eigentlich messen oder kann man Gott überhaupt erforschen, ohne ihn vorauszusetzen? Ja, und das ist ja eigentlich das,
  21. woraus das Paradoxon besteht. Ich glaube, wir müssen mal ganz kurz aufklären, dass äh es vielleicht ein Missverständnis gibt. Ja, also viele
  22. verbinden Religion mit ist gleich glaube an Gott. Wenn ich dann also von Religionswissenschaft spreche, dann
  23. klingt das tatsächlich so, als ob ich irgendwie vorhabe Gott an sich zu untersuchen. Ja, also man versucht einen Glauben irgendwie wissenschaftlich, ich
  24. übertreibe jetzt mal, im Labor zu untersuchen. Ja. Aber darum geht's gar nicht. Ja, und darum geht's auch in der
  25. Religionswissenschaft gar nicht. Und es soll eher um die Untersuchung gehen, warum Menschen eine Religion folgen. Ja, also es geht nicht um die
  26. Frage, ob es Gott überhaupt gibt, sondern es geht wirklich eher um die Frage, warum glauben Menschen an Gott? Und dann ist es plötzlich gar nicht mehr
  27. so der Widerspruch. oder Religionswissenschaft und das muss man auch sagen, ist aber auch keine Theologie. Ja, bei der Theologie ist es
  28. ja so, dass man nach Gott aus dem Glauben herausfragt. Und bei der Religionswissenschaft, dort fragt man nach Religion
  29. als menschliches Phänomen und das ist natürlich ein essentieller Unterschied. Sie behandelt Religion also so wie die Politikwissenschaft Politik untersucht,
  30. ja, nicht als selbstregierend, sondern als etwas, das Menschen tun, denken oder organisieren. Aber wo wir schon mal dabei sind, können wir ja mal
  31. ganz kurz die Religionswissenschaften und die Theologie aufschlüsseln. Man könnte auch sagen, die Theologie ist die gläubige Wissenschaft. Das bedeutet,
  32. sie steht in einer bestimmten religiösen Tradition, also z.B. im Christentum, im Judentum oder im Islam und arbeitet aus dieser Binnenperspektive heraus.
  33. Eine evangelische Theologin fragt also nicht, ob es Gott überhaupt gibt, sondern was sagt Gott uns in dieser Bibelstelle z.B., ne?
  34. Ja, es könnten also Aufgaben sein. Es werden heilige Schriften ausgelegt. Der Glaube wird reflektiert. Es entwickeln sich ethische Maßstäbe.
  35. Also, was ist gut, was ist böse. Sie diskutiert Gottes Beweise und übt Religionskritik, aber immer aus einer bestimmten Glaubensrichtung heraus.
  36. Ziel ist also den eigenen Glauben zu verstehen, zu verteidigen und auch zu vermitteln. Ja, und die Religionswissenschaft
  37. ist quasi, na ja, die Religionsbegutachtung von außen.
  38. Religionswissenschaft ist also hinsichtlich der Theologie neutral. Sie macht die Religion zum Gegenstand,
  39. wie eben andere Wissenschaften auch, ne, ohne selbstgläubig sein zu müssen. Man fragt also hier nicht, ob das wahr ist, sondern warum Menschen anders glauben.
  40. Also klassische Aufgaben könnten sein, sie beschreibt die Religion so wie sie ist und vergleicht quasi verschiedene Religionen miteinander, ne? Die
  41. Geschichte wird untersucht, die sozialen Rollen, ihre Psychologie. Und hier werden natürlich ganz verschiedene Methoden verwendet, einmal
  42. aus der Soziologie, aus der Ethnologie und aus der Geschichte beispielsweise. Ziel ist hier also die Religion zu verstehen
  43. als menschliches Phänomen. Ja, könnte man hier vielleicht noch ein Beispiel nennen. Nehmen wir mal das Opferfest aus dem Islam.
  44. Eine muslimische Theologin würde wahrscheinlich sagen, Abraham war bereit, Gott seinen Sohn zu opfern. Gott zeigte ihm dann das Opfertier.
  45. Diese Geschichte lehrt uns Vertrauen und Hingabe. Religionswissenschaftlerin, die würde eher sagen, das Opferfest hat
  46. sich aus vorislamischen Traditionen entwickelt, wurde islamisch überformt und hat heute soziale Funktionen. Es stärkt also beispielsweise die
  47. Gemeinschaft, ermöglicht Wohltätigkeit und gibt Identität. Beide Perspektiven sind für sich wissenschaftlich, aber sie arbeiten mit
  48. völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. So und damit haben wir vielleicht erstmal den kleinen Überblick geklärt, also was dich auch erwartet,
  49. ja, ähm wie ich das Ganze versuche anzugehen. Und es gibt natürlich ganz ganz ganz ganz viele Religionen. Ähm vielleicht
  50. gehörst du ja selber eine Religion an, vielleicht auch nicht. Vielleicht hast du aber auch viel mit Religion zu tun. Ähm, du darfst das mal sehr, sehr gerne
  51. mir unten in die Kommentare schreiben. Vielleicht gibt es aber auch Religion, wo du sagst, ey, darüber würde ich definitiv mal mehr wissen wollen aus
  52. einer neutralen Perspektive. Und ja, jetzt sind wir natürlich alle nur Menschen, aber diese Methoden ähm schaffen quasi den Rahmen, diese
  53. Neutralität auch irgendwo zu bewahren. Und ja, diesen Rahmen möchte ich ganz gerne einhalten. Dann sei auf jeden Fall gespannt für
  54. das, was kommt. Ich bin selber gespannt, was kommt. Ich freue mich auf Diskussionen und Debatten und ja, dann würde ich sagen, bis zum nächsten
  55. Video. Jo.

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