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Religionswissenschaft studieren | Einfach gefragt | UNIVERSTÄT LEIPZIG

Universität Leipzig3:41 253 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
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  1. Wenn man sich die Frage stellt, was die Religionswissenschaft von der Theologie unterscheidet, lohnt es sich
  2. sich zuerst einmal anzuschauen, womit man sich eigentlich im Studium befasst. Im Fachjargon sprechen wir vom religiösen Feld.
  3. Das kann man sich so vorstellen, dass man einfach sieht, dass es Menschen gibt, die sagen:
  4. "Ich bin religiös und ich tue Dinge aus, meinem Glauben heraus." Sie haben also eine religiöse Motivation.
  5. Wenn ich jetzt Theologie studiere, dann bin ich aktiv Teil dieses Feldes. Wenn ich Religionswissenschaft studiere,
  6. dann habe ich eine beobachtende Perspektive. In der Religionswissenschaft stellen wir
  7. uns dann Fragen: "Woher kommt das eigentlich?" "Warum tun die Menschen das?"
  8. "In welchem historischen und gesellschaftlichen Kontext steht das?" Das heißt aber auch, bei der
  9. Religionswissenschaft ist es nicht notwendig, dass ich tatsächlich irgendein Glauben habe, dass ich an das
  10. glaube womit ich mich befasse, sondern wir haben eben eine wertneutrale Perspektive, anders
  11. als bei der Theologie und wir sind inhaltlich und methodisch deutlich breiter aufgestellt.
  12. Als ich überlegt habe, was ich gerne studieren möchte, war für mich relativ schnell klar,
  13. dass ich in die gesellschaftswissenschaftliche Richtung gehen möchte. Und das Thema Religion fand ich schon immer
  14. irgendwie spannend und war auch selber kirchlich aktiv. Ich bin dann auch Religionswissenschaft
  15. gestoßen und ich habe mich in dieses Studium verliebt wegen den breiten Inhalten, die angeboten
  16. werden, wegen der vielseitigen Methodik und den ganzen Kompetenzen, die man hier erlernt.
  17. Und habe mich dann für den Studienstandort Leipzig entschieden, weil es hier eben auch
  18. einen besonderen Schwerpunkt auf Südostasien und Ostasien gibt. Der Schwerpunkt, den ich mir bisher zu
  19. meinem Studium gesetzt habe, ist der Buddhismus und Religionen auf dem Kontinent Afrika.
  20. Weil ich es sehr interessant finde zu sehen, was in den letzten 2000 Jahren außerhalb von Europa
  21. an Geschichte passiert ist, an Entwicklung, welche Religionen die Menschen sich ausgedacht haben,
  22. welche Praktiken sie machen, welche Systeme sie entwickelt haben und wir hier an der Uni
  23. mit unseren Professoren super Experten an der Seite haben, die uns unterstützen und den
  24. Unterricht sehr spannend gestalten. Leipzig ist eine sehr junge und eine sehr
  25. grüne Stadt, in der man viel unternehmen kann und es auch sehr viele Angebote gibt.
  26. Und an der Uni haben wir hier unten die Dokumentarstelle In der sammeln wir sogenannte Graue Schriften,
  27. also alles, was es vielleicht nicht unbedingt in die Bibliothek schafft. und archivieren diese und wir haben als Studenten die
  28. Möglichkeit darauf zuzugreifen, uns hier zu informieren, auch Praktika zu machen und auch die Leute, die hier
  29. arbeiten, stehen uns dann immer beratend zur Seite. In der Religionswissenschaft bilden wir nicht für ein konkretes Berufsbild aus.
  30. Man erlernt eine Vielzahl an Methoden und arbeitet sich in viele Themen ein. Und dementsprechend vielfältig sind auch die Berufsperspektiven.
  31. Man kann beispielsweise für NGOs arbeiten, man kann in den Journalismus gehen, im Wissenschaftssystem bleiben und noch so vieles mehr.
  32. Mein persönlicher Favorit ist der Bildungsbereich, weil ich einfach im Studium gelernt habe,
  33. wie wichtig es ist, Kompetenz im Umgang mit Religion zu haben, Verständnis zu haben, für religiöses Leben.
  34. Und ich möchte einfach meinen Teil dazu beitragen, dieses Wissen weiterzutragen. Am meisten überrascht hat mich einerseits, dass
  35. Religion in allen Sphären der Gesellschaft zu finden ist. Von Popkultur bis Politik beeinflusst es eigentlich alles.
  36. Und auf der anderen Seite habe ich von mir selbst nie als jemand gedacht, der wissenschaftliches Arbeiten wirklich
  37. spannend finden kann und gut darin sein kann. Und zu merken, dass aber auch, wie ich persönlich an Probleme herangehe,
  38. mittlerweile sich verändert hat, dadurch war für mich auch sehr überraschend.

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