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Wem gehören die Ostgebiete wirklich – historisch betrachtet?

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  1. die Frage nach der historischen und rechtlichen Zugehörigkeit der sogenannten Ostgebiete darunter schleschen Pommern Ostpreußen und
  2. Westpreußen ist eine der umstrittensten in der europäischen Geschichte über Jahrhunderte hinweg wechselten diese Regionen immer wieder den Besitzer sie
  3. standen unter der Herrschaft des polnischen Königreichs des Heiligen Römischen Reiches des Deutschen Ordens Preußens und schließlich Deutschlands
  4. bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg unter polnische Verwaltung gestellt wurden heute sind die Ostgebiete ein fester Bestandteil Polens doch immer
  5. wieder tauchen Diskussionen auf basieren die heutigen Grenzen auf historischer Gerechtigkeit haben deutsche oder Polen die Stärken Ansprüche und wie haben sich
  6. diese Regionen unter den verschiedenen Herrschaften verändert um diese Fragen zu beantworten müssen wir tief in die Geschichte eintauchen vor der deutschen
  7. Besiedlung und den späteren Grenzverschiebungen waren die heutigen Ostgebiete von westslawiischen Stämmen bewohnt diese Stämme darunter die
  8. pomaren Polen und Sorben lebten in einer stark spitterten Stammesgesellschaft ohne zentrale Staatsmacht im 10 jahrhundert begann das pollnische
  9. Königreich unter der piastendynastie diese Gebiete zu kontrollieren miesco i er der erste historisch belegte Herrscher Polens unterwarf sich dem
  10. römischen Christentum und legte damit den Grundstein für die Integration seiner Gebiete in die europäische Kultur und Machtsphäre sein Sohn bolislav i i
  11. erweiterte das Reich erheblich eroberte Schlesien und Pommern und etablierte Polen als eine bedeutende Macht in Mitteleuropa dennoch blieb die polnische
  12. Kontrolle über diese Region instabil besonders Pommern entwickelte es sich zu einer eigenständigen Herrschaft mit engen Verbindungen zum Heiligen
  13. Römischen Reich und zur Hans Schlesien wurde ebenfalls häufig umkämpft und hatte enge wirtschaftliche und politische Kontakte zu deutschen
  14. Fürstentümern ab dem 12 Jahrhundert setzte die sogenannte deutsche Ostsiedlung ein aufgrund von Übervölkerung und wirtschaftlichen
  15. Krisen in West und Mitteleuropa zogen deutsche Bauern Kaufleute und Handwerker in die Gebiete wo sie von lokalen Fürsten sowohl polnischen als auch
  16. deutschen willkommen gehießen wurden die Siedler brachten neue landwirtschaftliche Techniken mit gründeten zahlreiche Städte nach
  17. deutschem Stadtrecht und trugen zur wirtschaftlichen Entwicklung bei Städte wie Breslau Danzig stätin Thorn und Königsberg wurden gegründet oder nach
  18. deutschem Vorbild umgestaltet parallel dazu begann der Deutsche Orden im 13 jahrhundert mit der Eroberung des heidnischen
  19. brutzens 1226 hatte der polnische Herzog Konrad von massovien den Deutschen Orden eingeladen um seine Grenzen zu sichern doch der
  20. Orden errichtete stattdessen einen eigenen Staat der sich zunehmend von pollnischer Oberhoheit entfernte ein entscheidender Wendepunkt war die
  21. Schlacht bei Tannenberg 1410 ein pollnisch-litaunisches Herr besiegte den Deutschen Orden vernichtend nach jahrzehnteel langen Krieg viel
  22. Westpreußen 1466 an Polen während Ostpreußen als Lehen undter polnische Oberhoheit blieb 1525 wurde der Ordensstaat durch die
  23. Reformation in ein weltliches Herzogtum umgewandelt das zunächst noch ein pollnisches Lehen blieb doch durch geschickte Diplomatie gelang es den
  24. brandenburgischen Kurfürsten preuen Schritt für Schritt unabhängig zu machen im Vertrag von wau 1657 sicherte sich Brandenburg-Preußen
  25. schließlich die vollständige Souveränität über das Herzogtum Preußen mit der Krönung von Friedrich de i 1701 in Königsberg entstand das Königreich en
  26. das in den folgenden Jahrhunderten zu einer europäischen Großmacht Aufstieg Polen geriet zunehmend in eine politische Krise die durch innere
  27. Konflikte und eine schwache Zentralregierung gekennzeichnet war zwischen 1772 und 1795 wurde das polnische
  28. Königreich von Preußen Russland und Österreich dreimal geteilt und verschwand für über 120 Jahre von der Landkarte Preußen annektierte weite
  29. Teile der heutigen pollnischen Gebiete darunter Westpreußen Danzig Posen und große Teile Schlesiens unter preuischer Herrschaft wurde eine
  30. Germanisierungspolitik eingeführt polnische Sprache und Kultur wurden unterdrückt deutsche Siedler wurden bevorzugt nach der deutschen Niederlage
  31. 1918 wurde Polen als unabhängiger Staat wiederhergestellt der versiller Vertrag legte fest dass Westpreußen poßen und Teile Oberschlesiens an Polen übergehen
  32. sollten dies führte zu Unruhen in den betroffenen Regionen in Oberschlesien kam es 1921 zu einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit sprach sich für den
  33. Verbleib bei Deutschland aus doch der Völkerbund entschied dass große Teile des Gebietes trotzdem an Polen fielen die Gebietsverluste wurden von vielen
  34. Deutschen als große Ungerechtigkeit empfunden und dienten den Nationalsozialisten später als Rechtfertigung für ihre expansive
  35. Politik nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 wurden die verlorenen Gebiete wieder in das Deutsche Reich
  36. eingegliedert Millionen Polen wurden deportiert oder ermordet nach der deutschen Niederlage 1945 wurde auf der potsammerkonferenz
  37. beschlossen dass Deutschland große Teile seines Ostens verlieren sollte die neue Grenze wurde entlang der Oder und Neise gezogen womit schleschen Pommern und
  38. Ostpreußen unter pollnische Verwaltung kamen während die DDR die oder Neise Grenze 1950 anerkannte lehnte die Bundesrepublik Deutschland diese lange
  39. ab erst 1970 erkannte Willi Brand die Grenze an 1990 wurde sie endgültig bestätigt heute sind die Ostgebiete vollständig in Polen integriert und
  40. Deutschland hat auf Gebietsansprüche verzichtet nun da wir uns die Geschichte der Ostgebiete angeschaut haben werden wir jetzt einen Blick darauf werfen
  41. welches Land einen höheren kulturellen Einfluss auf diese Gebiete im Verlauf der Geschichte hatte die Ostgebiete waren über Jahrhunderte hinweg von
  42. verschiedenen Kulturen geprägt wobei sowohl deutsche als auch polnische Einflüsse ihre Spuren hinterließen die kulturelle Identität dieser Region war
  43. nie statisch sondern veränderte sich mit den wechselnden Herrschaften und Bevölkerungsbewegungen vor der deutschen Ostsiedlung war die Kultur in den
  44. Ostgebieten stark von den westslawischen Stämmen geprägt slawische Ortsnamen traditionelle bäuerliche Lebensweisen und der Einfluss der Orthodoxen und
  45. später der römisch-katholischen Kirche dominierten das kulturelle Leben mit der deutschen Ostsiedlung im 12 und 13 jahrhundert kamen neue kulturelle
  46. Einflüsse hinzu deutsche Siedler gründeten Städte nach Magdeburger oder lübcker Stadtrecht führten neuandwirtschaftliche Techniken ein und
  47. bauten gotische Kirchen und ratshäuser die bis heute die Stadtbilder viele Orte en Breslau Danzig sttin und torn wurden zu wichtigen Handels und Kulturzentren
  48. mit einem starken deutschen Charakter mit der zunehmenden macht preusens verstärkte sich der deutsche Einfluss in den Ostgebieten nach der Teilung Polens
  49. wurde die Verwaltung germanisiert die deutsche Sprache in Schulen und Behörden eingeführt und polnische Traditionen teilweise
  50. zurückgedrängt architektonisch entstanden in dieser Zeit viele klassizistische Bauten Verwaltungsgebäude und Militäranlagen
  51. die das Bild vieler Städte noch heute best gleichzeitig gab es aber auch Widerstand gegen die Germanisierung insbesondere in
  52. den ländlichen Gebieten wo polnische Traditionen bewahrt wurden im 19 Jahrhundert entwickelten sich in den Ostgebieten starke nationale Bewegungen
  53. während die deutsche Kultur in Städten dominierte blieb das ländliche Leben vieler Orts polnisch geprägt polnische Bauern hielten an ihrer Sprache ihren
  54. Bräuchen und der katholischen Kirche fest während die deutschen Behörden versuchten eine stärkere Germanisierung durchzusetzen mit der reich Gründung
  55. 1871 verstärkte das deutsche Kaiserreich seine Politik der kulturkampfmaßnahmen gegen die katholische Kirche was zu Spannungen führte gleichzeitig
  56. entstanden zahlreiche deutsche Industrieanlagen Eisenbahnen und Infrastrukturen die den Modernisierungsprozess der Region
  57. förderten nach dem Ersten Weltkrieg wurden einige Gebiete wieder polnisch insbesondere westpreuen und Posen in diesen Gebieten begann eine
  58. repolonisierung bei der polnische Institutionen gestärkt wurden der zweite wel Krieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die kulturelle
  59. Identität der Ostgebiete nach der deutschen Besetzung Polens 1939 wurden polnische Institutionen systematisch zerstört Kulturdenkmäler vernichtet und
  60. polnische intellektuelle verfolgt nach dem Krieg kam es dann zu einer radikalen Umkehr die deutsche Bevölkerung wurde fast vollständig vertrieben und Polen
  61. übernahm die Verwaltung der Ostgebiete polnische Siedler aus Zentralpolen der Ukraine und Weißrussland wurden angesiedelt und deutsche Ortsnamen
  62. wurden durch pollnische ersetzt gleichzeitig blieben viele Deutsche Bauwerke wie Kirchen und Stadtkerne erhalten die bis heute zeugen der
  63. deutschen Vergangenheit der Region sind die Ostgebiete haben eine vielschichtige Geschichte die von wechselnden Herrschaften Migration und kulturellen
  64. Einflüssen geprägt ist heute gehören sie völkerrechtlich zu Polen doch ihre Vergangenheit ist sowohl deutsch als auch polnisch über Jahrhunderte hinweg
  65. haben beide Nationen diese Region kulturell geformt die mittelalterliche slawische Besiedlung die deutsche Ostsiedlung die Blütezeit der Hanse die
  66. preußische Industrialisierung und die polnische Wiedergeburt nach dem Ersten Weltkrieg all diese Epochen hinterließen ihre Spuren heute findet man in den
  67. Ostgebieten sowohl gotische Kathedralen deutscher Baumeister als auch pollnische Adelspaläste deutsche fachwchshäuser den polnischen Kirchen und Traditionen die
  68. Elemente beider Kulturen Vereinen die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt moralisch umstritten doch ebensow wenig
  69. kann die jahrhundertelange pollnische Geschichte dieser Gebiete ignoriert werden vieles was als typisch deutsch galt war
  70. zuvor von Polen beeinflusst worden und vieles was heute polnisch ist entstand in einer Region die über Jahrhunderte deutsch geprägt war letztendlich zeigt
  71. die Geschichte der Ostgebiete dass nationale Grenzen oft weniger bedeutsam sind als die kulturellen Verflechtungen die Menschen über Jahrhunderte hinweg
  72. geschaffen haben die Zukunft dieser Regionen liegt nicht in alten territorialen Ansprüchen oder nationalsozialistischen Debatten sondern
  73. in der gemeinsamen europäischen Verantwortung dieses Erbe zu bewahren und aus einer konfliktreichen Vergangenheit eine friedliche und
  74. kooperative Zukunft zu gestalten wenn dir dieses Video gefallen hat lass doch ein Like da und abonniere unseren Kanal für mehr spannende Themen
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