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Die unvergessene Deutsche Ostsiedlung
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Transkriptautomatisch erstellt · 189 Zeilen
- Die Geschichte des ostdeutschen Raumes kann man schon in der Zeit um das Jahr 500 vor Christus beginnen lassen. In jener Zeit lebten in Pommern alt
- eingesessene germanische Stämme. Bis in die Zeit um die Zeitenwende vor gut 2000 Jahren wanderten die Germanen weiter Südwärts und erreichten neben
- Westpreußen um die Weichselmündung auch Ostbrandenburg den Raum der Warte, um das Gebiet von Posen, Schlesien sowie Böhmen und Meeren. Ostgermanien
- entstand. In manchen dieser dünnbesiedelten südlichen Gebiete assimilierten sich auch keltische Bevölkerungsteile.
- Gegen Ende des Vierten Jahrhunderts nach Christus um das Jahr 376 zogen aus den Steppen des Ostens die Hunden kriegerisch über Europa und
- verursachten so eine starke jedoch nur teilweise erfolgte Abwanderung vieler Germanen in die Gebiete westlich von Sale und Elbe im späteren
- Mitteldeutschland. Teile dieser Germanen verstreuten sich bisweile nach Südeuropa und Nordafrika. Bekannte germanische Stammesverbände und
- Unterverbände in Ostgermanien waren die Gurten in Pommern und Westpreusten, die Sueben und Wandalen im Wateland und in Schlesien, die Sillingen und Lugia in
- Schlesien, die Buren in Oberschlesien, die Markomannen in Bürmen und die Quaden in Meeren. Erst in der zweiten Hälfte des sechsten
- Jahrhunderts, ab dem Jahre 550 wanderten von Osten her Slaw in das dünn besiedelte Ostgermanien ein und assimilierten im Laufe einiger
- Generationen die dort angestammten und verbliebenen Germanen. Die eingewanderten Slaven nannten die Germanen Nemze, was sich auf das
- slawische Wort Nem zurückführen lässt, was so viel wie stumm und fremd heißt und darauf hindeutet, dass Slaven und Germanen sich in Ostgermanien nicht
- verständigen konnten aufgrund zweier völlig verschiedener Sprachen. Beispielsweise der niederschlesische Ort Nimage deutet auf diese Entwicklung hin.
- Der Ortsname ist die slawische Bezeichnung einer Siedlungsstelle, an denen Germanen sesshaft waren. Die Verschmelzung der örtlichen Germanen
- von Nimsch mit den Slaven erfolgte erst in der Zeit um das Jahr 700, also gut 150 Jahre nach der slawischen Landnahme. dass diese slawiische Landnahme und
- slawische Ausbreitung nach Westen aller Orts und in allen Zeitabschnitten friedlich verlaufen ist, darf zumindest angezweifelt werden. Das polnische Wort
- Niemze für deutsche und Niemetz für einen Deutschen leitet sich von dieser alten slawischen Benennung der Germanen ab.
- Auch im Tschechischen spricht man vom Nemzko und Niemzi für Deutschland und Deutsche. Dass die Slaven lediglich Einwanderer im
- Raum westlich der Weichsel waren bzw. sind und dort nicht ursprünglich angestammt waren, belegt auch ein Blick auf die slawischen Sprachen.
- Eine linguistische Analyse der slawischen Lexik ergab, dass die Slaven keine eigenen Wörter für Bäume wie die Buche, die Weide oder die Linde besaßen
- und sich daher den germanischen Bezeichnungen bedienten. Baumarten wie die Buche, Linde und Weide, die von den Slaven sprachlich
- übernommen und zu Bug, Libga und Virschba slavisiert wurden, kommen in Osteuropa östlich der Weichsel ursprünglich nicht vor und sind dort
- nicht heimisch. Dies war der Grund dafür, daß sich die Slaven bei der Benennung der ihnen fremden Baumarten germanischer
- Lehenwörter bedienen mußten. Eine ursprünglich slawische Besiedlung von Gebieten wie Schlesien, Böhmen oder Pommern kann mit diesem linguistischen
- Vergleich also schon ausgeschlossen werden. Auch stammen viele vermeintlich slawische Namen etwa für Flüsse von den
- Germanen. Die Slaven übernahmen lediglich die Bezeichnungen der Gemanen und wandelten sie ab. Ferner tragen Gewässer oder Orte auch
- Namen alteuropäischer Herkunft, die vor der Zeit der Germanen, der Slaven und der Kälten angesiedelt ist. Eines dieser Beispiele für die slawische Übernahme
- germanischer Bezeichnungen für Gewässer gibt der Fluss Spray, der im sorbischen Sprayjeva und im tschechischen Spreva heißt genannt wird.
- Der gemanische Name Spray erhielt sich in den späteren germanischen Sprachen, jedoch so auch im Deutschen und weißt dieselben Wurzeln
- wie die deutschen Ausdrücke sprühen oder sprießen auf, was im Zusammenhang mit einem Gewässer auch Sinn ergibt. Völker mit slawischen Sprachen können
- weder Sprejava, Sprva noch Spreva aus ihren Sprachen ableiten, was abermals erhärtet, dass die Slaven lediglich nachträglich in den Raum zwischen
- Weichsel und Elbe einwanderten, dort aber nicht ursprünglich beheimatet waren. Diese historischen Tatsachen sind daher
- durchaus heikel und von einer gewissen politischen Brisanz gekennzeichnet, da sich Polen und Tschechien bzw. Also vormals die Tschechoslowakei
- ihre ab dem Jahre 1918 und vor allem ab ihre ab dem Jahre 1945 erfolgten massiven Gebietsausdehnungen nach Westen zu Lasten der Deutschen mit der
- Behauptung untermauerten, dass es sich bei Pommern, Westpreußen, Schlesien, Ostbrandenburg, Böhmen und Meeren um urslawische Erde handeln würde, die man
- sich von den Deutschen nur gewissermaßen zurückgenommen hätte. Von polnischer Seite wurde beispielsweise nach 1945 gerne mit Blick
- auf Länder wie Schlesien davon geredet, dass sich Schlesien selbst, dass in Schlesien selbst die Steine polnisch sprechen würden.
- Dementsprechend kultiviert man polnischerseits bis heute den Begriff der sogenannten zurückgewonnen Gebiete.
- Tatsächlich sind diese nationalen Mythen, auf die sich Millionen Polen und Tschechen gerne beriefen und auch heute noch gerne berufen, nachweislich die
- Unwahrheit. Polen und Tschechen selbst sind die Abkömmlinge der eingewanderten raumfremden slawischen Völker, die in
- Pommern, Schlesien, Böhmen und so weiter keine Wurzeln besitzen. Aufgrund der Vermischung mit den angestammten Germanen gab es zudem zu keiner Zeit der
- späteren Geschichte so etwas wie reine Slaven westlich der Weichsel. Es gibt sie dementsprechend auch heute nicht. Polen und Tschechen weisen als
- Wandergruppen auch germanische Erbanteile auf. Das unterscheidet sie beispielsweise von den Weißrussen. Das altdeutsche Siedlungsgebiet bestand
- im 8. Jahrhundert in der Zeit der langen Entwicklung der Germanen hin zu den Deutschen aus dem einem Raum, der von Wien und Südtirol im Süden bis hoch an
- die Meere bei Bremen und Hamburg im Norden führte und im Osten an Sale und Elbe endete. Ganz grob gefasst ändelte diese Gestalt etwa der alten
- Bundesrepublik, die sie vor dem Anschluss der DDR im Jahre 1990 geographisch bestand hatte. So auch als die als durch die Verträge
- von Werdan Wirten im Jahre 843 und der Krönung Otto des im Jahre 962 das erste deutsche Reich entstand. Die alleinige Herrschaft der Slaven, die
- in viele Stämme unterteilt waren und keine politische Einheit bildeten, werte ab der zweiten Hälfte des sechsten Jahrhunderts im einstigen
- ostgermanischen Raum zwischen Weichsel und Elbe sowie der Sale bis runter an die ungarische an den ungarischen Raum für etwa 300 bis 450 Jahre.
- Etwa ab dem Jahre 1000 setzte die deutsche Ostsiedlung ein. In dieser mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung zogen zwischen den Jahren
- 1000 und 1400 etwa 1,5 Millionen Deutsche, zumeist Bauern, aber auch Handwerker, Kaufleute, Bergmänner, geistliche, adelige Ritter und ihre
- Familien in den Raum östlich von Elbe und Sale in das einstige Ostgermanien, aber auch noch darüber hinaus nach Ostbusen, in das Baltikum, nach
- Zentralpolen, in die Slowakei, nach Ungarn und vor allem nach sieben Bürgen. So wurde beispielsweise die spätere lettische Hauptstadt Riga im Jahre
- durch den Bremer Bischof Albert von Buxe Höfen und norddeutsche Siedler gegründet. Während im heutigen Zentralrumrumänien zahlreiche Städte
- durch westdeutische Siedler gegründet wurden, darunter im Jahre7 Hermannstadt, später Schessburg, Kronstadt und so weiter.
- Um das Jahr 1300 entstand bestand etwa die Hälfte der 7000 Menschen umfassenden Einwohnerschaft der damaligen polnischen Hauptstadt Krakau aus Deutschen, die im
- Jahre 1312 jedoch wieder aus ihr vertrieben wurden. Die Hauptzeit bzw. Hochphase der deutschen Ostsiedlung fand in den 250
- Jahren zwischen 1100 und 1350 statt. Die Gründe für diese große Bevölkerungsverschiebung der Deutschen lag in der Tatsache, dass das Klima in
- jener Zeit in Europa wärmer wurde und die Bevölkerungsanzahl im Westen durch Geburten Überschüsse stark anwuchs. So wuchs die Anzahl der Deutschen von
- etwa 4 Millionen bei der Reichsgründung im Jahre 962 auf etwa 14 Millionen im Jahre 1340 an. Ein weiterer Grund für das deutsche
- Bevölkerungswachstum war die vergleichsweise hohe Entwicklung der deutschen Landwirtschaft gegenüber der slawischen Landwirtschaft.
- Deutsche Bauern wander wandten die drei Felderwirtschaft an, die höhere Ernteerträge abwarf und sie setzten auch Eisenpflüge ein, die im Gegensatz zu
- frühen Pflügen aus Holz, wie sie etwa die Slaven noch lange verwendeten, tiefer in das Erdreich eindringen konnten und dadurch unter anderen die
- Entstehung von Unkraut bremsten. Der nordünnbesiedelte Raum zwischen Elbe und Sale hatte hingegen viel Land zur Verfügung. In der Zeit bis zum Jahre
- verschrubs sich der deutsche Siedlungsraum auf die Linie Meen Berlin Schwerin. Nach 1100 und vor allem ab dem Jahre 1200 wanderten zahlreiche Deutsche
- auch in den Raum östlich von Oder und Neise sowie nach Böhmen und Meeren. Sie gründeten beispielsweise im Jahre 1255 die Stadt Kulberg in Pommern, im Jahre
- 1233 Marinwerder in Westpreußen, im Jahre 1253 Glogau in Schlesien. und im Jahre 1254 Beuten in Oberschlesien. Die Anzahl dieser Gründungen und der
- Aufbauleistungen der Deutschen während der deutschen Ostsiedlung wiederzugeben ist allenfalls nur im Ansatz möglich. Alleine in Schlesien gründeten deutsche
- Siedler zwischen 1200 und 1350 ganze 83 Städte und zusätzlich noch 1713 Dörfer. Diese Daten lassen sich auch auf
- Westpreußen und auf Ostpreußenpommern das Sudetenland und ähnliche Gebiete übertragen, so dass man von etwa 10 bis 12 000 Stadt und Dorfgründungen während
- der deutschen Ostsiedlung in diesem Zeitraum ausgehen kann. Die Deutschen bauten Städte, Dörfer, Burgen, Bergwerke, Schmieden, Häfen,
- Höfe, Kirchen und Klöster. Sie rodeten Wälder und legten Wege und Straßen an. Sie machten ein unterentwickeltes und dünnbesiedeltes Land Urba. Die
- slawischen Einwohner zwischen der ungarischen Grenze und der Ostsee wurden im Laufe der Zeit von den Deutschen zahlenmäßig verdrängt, da die besser
- organisierten Deutschen über eine höher entwickelte Landwirtschaft verfügten, die mehr Menschen ernähren konnte. Vor allem aber wurden die Slaw in
- Pommern, Westpusten, Ostbranenburg, dem Wateland, Schlesien, Böhmen und Meeren mit der Zeit von den Deutschen assimiliert.
- Slaven erlernten die deutsche Sprache oder heirateten infolge dessen in deutsche Familien ein. sichtlich wurde und wird diese Tatsache,
- wenn man sich den vergleichsweise hohen Anteil von etwa 10 bis 12% aller ethnischen Deutschen anguckt, die einen slawischen oder baltischen Familiennamen
- tragen. Menschen, die Hubka, Libka, Brigolda, Grigoleit oder Novak heißen, haben ihren in ihren langkätigen Stammbäumen nicht ausschließlich
- Deutsche vorfahren. betrifft jedoch nur all jene Deutschen, die östlich von Sale und Elbe leben oder deren Vorfahren östlich dieser Linie
- lebten. Nicht missverstanden werden sollte jedoch auch der Umstand, dass slawische Familiennamen nicht gleich zwangsläufig
- auch slawische Vorfahren bedeuten. Viele Familiennamen wie etwa Jaskowitz, Leschnitz oder Leipziger sind in der Tat deutsche Familiennamen, die lediglich
- ortsbezogen sind. An diesen Orten, mit slawisch stämmigen Namen lebten nach der deutschen Ostsiedlung oftmals fast nur noch
- Deutsche, die sich dann nach den Ortsnamen benannten, ohne jedoch selbst Slaven oder Abkömmlinge dieser gewesen zu sein.
- Ein weiteres Beispiel für die irrtümliche Verbreitung slawiischer Ortsnamen belegte mit seinem 1928 erschienenen Buch die deutschen
- Familiennamen polnischer Sprachform Walter Kraus, der als Lehrer der polnischen Sprache in Rockidnitz in Oberschlesien arbeitete.
- Dieser belegte, dass in Oberschlesien im Laufe der Jahrhunderte viele ursprünglich deutsche Familiennamen durch eingewanderte polnische Pfarrer
- polonisiert wurden. Dies konnte in einer Zeit geschehen, da fast nur kirchliche Amtsträger lesen und schreiben konnten. Diese polnischsprachigen Pfahrer formten
- in den standesamtlichen Kirchenbüchern ursprünglich deutsche Familiennamen wie Strohheim zu Strochrolka um oder machten gar aus einer Familie Freitag eine
- Familie Beek. Neben der allgemeinen Macht der Geistlichkeit und des Einflusses ihrer Urkundensprache geschah diese
- Entwicklung vor allem im Zuge der Gegenreformation im 16. Jahrhundert. In den besagten ostdeutschen Gebieten östlich von Uder und Neise betrug der
- Anteil von Menschen mit slawischer oder baltischen Nachnamen vor 1945 zusammengefasst etwa 20 bis 25%. Dieser Wert hatte jedoch starke
- regionale Schwankungen. In manchen Regionen östlich der Elbe und Saale lagen, konnte sich die deutsche Ostsiedlung auch gar nicht durchsetzen.
- Hier sticht vor allem das dürbische Volk und das Gebiet in Sachsen und Brandenburg hervor. Trotz einer mehr als 800-jährigen
- deutschen Geschichte der Umgebung um sie herum gibt es die Sorben als slawischsprachige Minderheit auf deutscher Erde mit bis zu 30.000
- sprachkundigen Angehörigen auch noch im 21. Jahrhundert. Neben den Slaven konnten in Ostpreußen auch die baltischen Prussen assimiliert werden,
- die dem Landpreußen ihren Namen gaben. Ostpreußen bildet daher als Land mit weitgehend nichtgermanischer und nichtslawischer Vorgeschichte einen
- Sonderfall. Offenkundig wird der starke slawische Einfluss östlich von Alber und Sale, aber auch östlich von Oder und Neise,
- vor allem anhand der Ortsnahmen von Ortschaften und Städten jeder Größe. Etwa jede zweite Siedlung östlich dieser genannten Flüsse trägt einen Namen,
- dessen Wurzeln in den westslawischen Sprachen liegen. Auf diesem Gebiet besteht allerdings dennoch immer die Gefahr einer
- Verkennung der eigentlichen Verhältnisse. Die Slaw selbst gründeten keine Städte. Im Zuge der deutschen Ostsiedlung
- übernahmen die Deutschen gerne die Namen bereits bestehender Siedlungen, neben denen ihre eigenen Siedlung neben denen sie ihre eigenen Siedlungen errichteten.
- So wurde aus einer slawischen Siedlung, die den Namen Lekniza trug und lediglich aus vier oder fünf Hütten bestand, erst durch den Zuzug deutscher Siedler, eine
- Stadt, in der dann deutsche, große Kirchen, ein Rathaus, ein Marktplatz und eine Stadtmauer errichteten. Dieses Beispiel gibt es in diesem Fall
- die Stadt Liegnitz in Niederschlesien her. Man könnte es aber auch um Gleiwitz in Oberschlesien und unzählige weitere Städte und Orte ergänzen. Von den Slaven
- wurde lediglich der ursprüngliche Name über die Jahrhunderte behalten und in eingedeutschter Form auf die spätere sich wandelnde Stadt übertragen.
- Dadurch sollte jedoch nicht der felschleiche Eindruck erwachsen, dass Slaven die Gründer und Erbauer der eigentlichen Städte gewesen sein.
- Gleich wohl gibt es auch überall im Osten, im deutschen Osten Ortsnamen, die gar keine slawischen Verbindungen haben. So z.B. Hirschberg, Schmiedeberg oder
- Krumhübel im Schlesischen Riesengebirge oder Waldenburg, Grünberg, Neumarkt, Frankenstein und Goldberg, um ebenfalls in Schlesien zu bleiben.
- Tausende weitere Beispiele aus dem gesamten Ostdeutschland ließen sich finden, die ausschließlich deutsche Ortsnamen zeigen.
- Begünstigt wurde die deutsche Ostsiedlung auch durch die Verleihung von Stadtreen, wie dem Lübeckerrecht und vor allem dem Magdeburger Recht. Wenn
- ein Ort das Stadtrecht besaß, das unter anderem durch die deutschen Kaiser verliehen werden konnte, hatte dieser das Privileg in seinem Stadtgebiet einen
- Markt, also einen Handelsplatz zu errichten und auch Zölle und Abgaben auf Güter zu erheben, was zu Wohlstand und sprechend zur weiteren Wachstum führte.
- Alleine das Magteburger wurde auf gut Städte angewandt, die vom Mitteldeutschland über Bresslau, Krakau und Lemberg in der Westukraine bis in
- das Ostukrainische Schak reichen. Die deutsche Ostsiedlung hinterließ auch in den Sprachen der Slaven einen großen Eindruck, so vor allem im Polnischen und
- im Tschechischen. So heißt Pflug im polnischen. Flug sowie Rathaus, Ratusch und Ring im Sinne eines Stadtkerns Rinek. Die Mühle wurde zu
- Mlin und der Bürgermeister wurde zu Burmischt. Auch Wörter wie Mala oder Brauerei übernahmen das polnische und machte es zu Malasch und Browar.
- Diese Liste ließe sich weit fortführen. Der Austausch der Kultur verlief für da für die damalige Zeit er ungewöhnlich, fast ausnahmslos und fast in allen Orten
- friedlich. Eine militärische Eroberung des Ostraums durch Deutsche gab es nicht. Der Zug Deutscher nach Osten wurde nahezu ausschließlich durch
- Zivilisten getragen. Lediglich in der Anfangszeit der deutschen Ostsiedlung kam es im Elposlawischen Raum begrenzt zu kriegerischen Auseinandersetzungen,
- die auch im Rahmen der Kreuzzüge auftraten, da die deutigen Slaven sich dem Christentum verweigerten. Im. Jahrhundert kam es zu kämpfen
- zwischen den deutschen Rittern und dem baltischen Brussen. Allerdings wurden diese deutschen Ritter von den Polen selbst zu Hilfe in das Land gerufen.
- Damit verlief die deutsche Ostsiedlung wesentlich friedlicher als die zeitgleich stattfindende und vor allem militärisch angelegte Rückeroberung der
- ibärischen Insel durch die Christen. Die spanischen und portugiesischen Fürsten und Könige verfolgten im Rahmen der Rekonkista sogenannten
- Wiedergewinnung der ebärischen Halbinsel. weitgehend eine Strategie der militärischen Konfrontation bzw. der oftmals gewaltsamen Vertreibung der
- muslimisch-abischen Mauren. Ein friedliches und nachhaltiges Zusammenleben und stellenweises Verschmelzen der
- unterschiedlichen Völkerschaften und Kulturen gab es in dieser Form kaum in Spanien. Selbst im frühen sie 17. Jahrhundert
- wurden die bereits längst zwangskristianisierten Mauren des Landes verwiesen. Die aus Kreuzburg in Oberschlesien
- stammende Schriftsteller Gustav Freitag 1816 bis 1895 bezeichnete die deutsche Ostsiung einst als die Zitat größte Tat des deutschen
- Volkes in jedem Zeitraum. Zitat Ende. Unter anderem, nachdem im Jahre 1241 die ostasiatischen Mongolen in Osteuropa einfielen und durch Krieg, Raub und Mord
- die örtliche slawische und ungarische Bevölkerung stark dezimierten, riefen polnische und tschechische Herrscher gezielt deutsche Bauern und Handwerker
- in die Länder und waren sie als Fachkräfte regelrecht an. Dies traf sowohl auf die slawischen Herrscher der Premessiden in Böhmen als
- auch auf die polnischen Könige der Dynastie der Piasten zu. Dieses Anwerben deutscher Siedler verzog sich in mehreren Schüen.
- Bereits im Jahre 1226 rief der polnische Herzog Konrad I. den Ritterbund Deutscher Orden zu Hilfe in das nördliche Weichselland, um die
- dortheitnischen Brussen zu bekämpfen, denen die Polen militärisch nicht gewachsen waren. Als Gegenleistung erwartete der deutsche Orden die
- Übertragung von Land. Dieser Tauschhandel wurde durch dem polnischen Fürsten Konrad den I. von Massovien im Vertrag von Kruschwitz am 13. Mai 1230
- amtlich unterzeichnet. Während Schlesien, Bür, Meeren und Pommern zu Beginn der deutschen Aussiedlung noch unter der Kontrolle des Königreiches
- Polen und des Adelshauses der Piasten bzw. unter der Herrschaft der tschechischen Fürsten der Prämislien standen, änderte sich die politische
- Landkarte Europas im Hochmittelalter zunehmend. Pommann kam bereits im Jahre unter deutsche Lehensherrschaft und im Folgejahrhundert ganz unter den Einfluss
- deutscher Adelger. Das weiter östlich gelegene Ordensland bzw. Kulmerland und damit auch Danzig und der gesamte westpreußische Raum bis
- hoch an die Weichselmündung kam durch den besagten Vertrag von Kruschwitz am 13. Mai 1230 an den deutschen Orden der weitere deutsche Siedler vorangig aus
- Westfalen, Niedersachsen und Holstein in den Osten holte. In Ben endete im Jahre 1306 die Dynastie der tschechischen Prämislien
- durch die Hochzeit der Witfe des letzten Premisliedenkönigs mit dem deutschen König Johann aus dem Herrscherhaus der Luxemburger im Jahre 1310 wurde fortan
- auch Böhmen von Deutschen regiert. Mit dem am 24. August 135 geschlossenen Vertrag von Trenchin verpflichtete der polnische König Kasim
- der Große Welka sich dafür vertraglich, dass Polen auf alle Zeiten auf Schlesien verzichten würde. Polen sollte diesen Vertrag in der späteren Geschichte
- gleich mehrfach brechen. Kassim der Große bestätigte den polnischen Verzicht auf Westpreußen, der bereits mit dem Vertrag von Kruschwitz
- geschlossen wurde, mit dem Vertrag von Kales vom 23. Juli 1343 erneut. So kamen die genannten alten einstigen
- ostgermanischen Länder in nur 200 Jahren, zwischen 1135 und 1335 ohne die Anwendung von Kriegen, nur durch die Kunst der Diplomatie, durch
- eine kluge Heiratspolitik und besondere Umstände unter die politische Herrschaft deutscher Fürstenhäuser. Fortan wurde das zunehmend von
- ethnischen Deutschen besiedelte Land auch von deutschen Fürsten beherrscht. Im größten und ganzen sollte sich an diesem Umstand bis zum Jahre 1945,
- also über 700 Jahre lang nichts Wesentliches ändern. Nicht mehr zur klassischen deutschen Aussiedlung zählt die ab dem Jahre 1763
- begonnene Aussiedlung von ztausenden Deutschen in das russische Zarenreich nach Russland selbst und in die Ukraine, die vor allem an der Wolger und am
- schwarzen Meer angesiedelt wurden. Diese Einwanderung sollte gut 100 Jahre fortgesetzt werden. Viele Deutsche gingen bis nach Georgien und
- Aserbaidschan, wo sie Städte und Dörfer gründeten. Diese menschenlehren wirtschaftlich schwachen Gebiete sollten durch deutsche Siedler Urbar gemacht
- werden. Verallgemeinert wurden diese Deutschen später Russlanddeutsche genannt. Bereits im Jahre 1689 erfolgte auf dem Balkan eine ähnliche Bewegung,
- als die Habsburger Herrscher zahlreiche Deutsche in das heutige Ungarn nach Rumänien, nach Serbien und Kroatien riefen, um das während der Türkenkriege
- stark entvölkerte Land wirtschaftlich wieder aufzubauen und auch zu verteidigen. Diese deutschen Siedler wurden später vor allem als
- Donauschwarben bekannt. Aber auch innerhalb des deutschen Ostens, so z.B. In Ober Schlesien wurden ab dem Jahre 1770 auf Geheiß Friedrich des Großen
- ganze 75 neue Siedlungen mit deutschen Siedlern gegründet, die z.B. Schulenburg, Kupferberg oder Plümgenau getauft wurden. Bemerkenswert bei der
- deutschen Aussiedlung ist auch, dass die Zahlen, die dieser zugrunde liegen, sehr gut aufgehen. Man spricht von etwa 1,5 Millionen Deutschen, die im Zuge der
- deutschen Ostsiedlung in den Osten zogen. Davon zogen etwa 80% in den geschlossenen ostdeutschen Siedlungsraum, also vom Sodetenland über
- Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Westbrüsten und Ostpreußen. Nur eine Minderheit zog weit nach Osteuropa, z.B. in das Baltikum oder nach sieben Bürgen.
- Im Jahre 1200 gab es etwa 8 Millionen Deutsche in Europa. Dieser Wert steigerte sich bis zur Vertreibungszeit um 1945 auf etwa 80 Millionen Deutsche
- in Europa. Das heißt, die Bevölkerung hat sich vom Jahr 1200 bis ins 20. Jahrhundert hinein verzehnfacht. Wenn wir nun von etwa knapp 1,5 Millionen
- Menschen, die in diesen ostdeutschen Siedlungsraum einzogen im Mittelalter ausgehen können und gleichzeitig wissen, dass während der Vertreibung und der
- Flucht etwa 14 oder 12 bis 14 Millionen Deutsche in diesem ostdeutschen Siedlungsraum aus diesem Raum vertrieben wurden bzw. We ermordet wurden,
- teilweise auch verblieben in diesem Raum, dann gehen die Zahlen ganz genau auf, wenn man den allgemeinen das allgemeine Bevölkerungswachstum
- berücksichtigt in jener Zeit vom Jahre 1200 bis ins 20. Jahrhundert hinein. Die Zahl von 1,5 Millionen deutschen Siedlern bezieht sich auf die Zeit der
- klassischen mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung, wenn wir von der besagten Verzehnfachung der Bevölkerung vom Jahr 1200 bis ins 20. Jahrhundert hinaus
- ausgehen, die auch im deutschen Ostraum stattgefunden hat, dann gehen diese Zahlen ganz genau auf. Die deutsche Ostsiedlung war eine Sternstunde der
- deutschen Geschichte und ein großer Faktor, auf dem man sich heute allzeit für eine positive nationale Identität berufen kann.
- Ein Werk, von dem bis heute in Halbeuropa zahlreiche, ja, viele Millionen Menschen und ganze Völker profitieren.
- Dass die deutsche Ostsiedlung heute weitgehend vergessen ist, ist in vielerlei Hinsicht ein unverzeihlicher, beschämender und geradezu epochafft
- und kennzeichnet für den Verfall von Bildung und Bindung. Und gerade deshalb, weil die deutsche Aussiedlung ein ruhes Blatt der
- deutschen Geschichte darstellt, gerade deswegen wird sie mehr oder weniger verschwiegen. Man findet heute in großen Publikationen oder gar im Fernsehen
- nahezu nichts von der deutschen Aussiedlung wieder. In anderen Ländern hätte man ein solches Ereignis gewürdigt entsprechend seiner geschichtlichen
- Bedeutung. Hier ist davon nicht zu spüren. Die deutsche Aussiedlung ist nicht gerade wohl gelitten. Dafür gibt es gute Beispiele. Zum einen
- wurde im Jahre 2020 der Wikipedia Artikel zur deutschen Ostsiedlung in mittelalterliche Ostsiedlung umbenannt, nachdem dieser Beitrag gut 15 Jahre
- unter der Bezeichnung deutsche Ostsiedlung auf Wikipedia bestand. die klar ideologisch motivierte Umbenennung dieser unbestreitbaren
- Großtat des deutschen Volkes während des Mittelalters, die Urbaumachung Weiterteile des östlichen Europas, der Richtung tausender Dörfer und Städte
- sowie unzähliger Burgen, Klöster, Kirchen, Höfe, Bergwerke, Straßen, Mühlen und Häfen waren nicht mehr mit dem Zeitgeist vereinbar, dessen
- Kernaufgabe es ist, keine auf stolz begründete deutsche Nationalidentität aufkommen zu lassen. Mit reiner Wissenschaft hat diese
- ideologisierte Geschichtspolitik längst schon längst nichts mehr zu tun. Dieses Beispiel ist nur eines von vielen, die alle samt in dieselbe Kerbe
- schlagen. Dabei ist die deutsche Ostsiedlung bzw. die Erinnerung an die deutsche Ostsiedlung heute aus mindestens drei Gründen verhasst.
- Wie gesagt, erstens einmal geht es dabei um deutsche Leistungen und man will keine positive deutsche Nationalidentität
- aufbauen und entstehen lassen, die sich auf deutsche Leistungen der Geschichte beruft. Das möchte man nicht. Zweitens wird mit der deutschen Ostziedlung das
- Märchen von der ach so jungen deutschen Nation widerlegt, die sich erst im 19. Jahrhundert zusammengefunden hätte. Das wird mit der deutschen Aussiedlung
- natürlich massiv untergraben. Das möchte man ebenfalls nicht. Drittens, und das könnte vielleicht sogar ein Hauptkunst sein, wird mit der deutschen Ostsiedlung
- allgemein die Erinnerung an den deutschen Osten wach gehalten und damit auch an deutsche Opfer und Unrecht, welches an Deutschen und an Deutschland
- begangen wurde. All das möchte man tilgen und so tilt man halt die Erinnerung an die große deutsche Ostsiedlung.
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