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Wo kommen die Gewerkschaften her? #geschichte #gewerkschaft #klassenkampf #kommunismus

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Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. Wo kommen eigentlich die Gewerkschaften her? Gerade gibt es Streiks. Man hört wieder den Begriff des Arbeitskampfes und es ist sehr interessant
  2. geschichtlich mal etwas tiefer einzutauchen. Die ersten Arbeitervereine entstehen im Zuge der 48er Revolution 1848. Schon im Vormärz gibt es Ansätze
  3. und eine prägende Persönlichkeit bündelt diese Arbeitervereine und schafft die sogenannte allgemeine deutsche Arbeiterverbrüderung. Diese gilt als
  4. eine der Keimzellen der deutschen Gewerkschaften. Und diese prägende Persönlichkeit, das ist Stefan Born, der 1824 geboren wird und der zunächst
  5. Kommunist ist, der mit Friedrich Engelsverkehr, der Karl Marx kennt, der für den Kommunistenbund arbeitet und er schlägt auch zunächst vor, man könne
  6. sich die Aufgaben ja aufteilen, der Kommunistenbund ist zuständig für die Theorie und die allgemeine deutsche Arbeiterverbrüderung ist für die
  7. praktische Organisation zuständig. Arbeitskampf, dann also Mittel zum Klassenkampf. Stefan Born wendet sich dann allerdings ab vom Kommunismus,
  8. kommt zu sehr viel gemäßigteren Forderungen. Da fällt dann auch zum ersten Mal der Begriff des Sozialdemokraten
  9. und es geht mehr um sozialreformerische Ansätze, aber dieses Spannungsverhältnis, einerseits Reforansätze, andererseits
  10. kommunistische Ideen lässt sich auch später noch verfolgen. Z.B. im Eherforter Parteiprogramm der SPD, das von 1891 ist Karl Kauzi, ist einer ihrer
  11. Urheber. und erläutert dieses Eirfter Parteiprogramm in einer Schrift von 1892. Habe ich euch hier mitgebracht und das
  12. ist sehr interessant, was er sagt. Er regt sich also teilweise auf über die Gewerkschaften, dass die viel zu pragmatisch sind, viel zu wenig
  13. klassenkämpferisch. Und er sagt: "Ein ursprüngliches Kampfmittel des Proletariates ist der Boikott und vor allem der Streik. Aber dabei darf das
  14. Proletariat nicht stehen bleiben. Seine Kämpfe müssen einen politischen Charakter annehmen, denn wie bereits das kommunistische Manifest sagt, jeder
  15. Klassenkampf ist ein politischer Kampf." Das heißt, Streik ist hier ausdrücklich ein Mittel zum Klassenkampf. Und wohin führt der Klassenkampf? Das sagt er sehr
  16. klar. Der Klassenkampf des Proletariats hat zum naturgemäßen Ziel die sozialistische Produktion. Das heißt, dass sämtliche Produktionsmittel in der
  17. Hand der Proletarier sind. Dieses Spannungsverhältnis liebe Eugel mit kommunistischen Ideen auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber
  18. Pragmatismus und auch kein Vorgehen gegen den Staat, sondern einfach nur der Versuch, gute Arbeitsbedingungen herzustellen. Vielleicht findet man
  19. dieses Spannungsverhältnis heute noch zu weilen, wenn manche Gewerkschaftsvertreter ziemlich pragmatisch argumentieren und andere
  20. doch eine gewisse Ideologie durchschimmern lassen. Ist das nicht spannend? Vielen Dank fürs Zuschauen, abonniert diesen Kanal und bis zum
  21. nächsten Mal. Yeah.

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