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kurz erklärt: Antimuslimischer Rassismus
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 24 Zeilen
- Seit Monaten bewirbt sich Gülhan auf einen Arbeitsplatz – ohne Erfolg.
- Allmählich fragt sie sich, ob sie sich künftig ohne Foto bewerben soll. Riad ärgert sich über seinen Lehrer.
- Immer wieder stellt der ihm Fragen zum Islam – obwohl Riad syrischer Christ ist.
- Und nicht mal besonders gläubig. Sandeep und seine Freunde aus der Sikh-Community sitzen nach ihrem Examen vor einem Kiosk.
- Einige von ihnen tragen den für Sikhs typischen Turban. Passanten wechseln die Straßenseite.
- Es gibt abfällige Bemerkungen, unter anderem: “Diese Muslim-Clans!” Das alles ist eindeutig rassistisch.
- Viele Expert*innen sehen hier aber etwas Besonderes: nämlich antimuslimischen Rassismus.
- Was ist dran? Viele können sich nicht vorstellen,
- dass es einen speziell antimuslimischen Rassismus gibt. Sie begründen das so:
- Muslime seien keine „Rasse”. Außerdem könne man die Religion ablegen,
- nicht aber zum Beispiel die Hautfarbe. So funktioniert Rassismus aber nicht.
- Es geht nicht um wirkliche Eigenschaften von Menschen, nicht um ihren Glauben oder ihre Kultur.
- Es geht um ZUSCHREIBUNGEN: Eigenschaften, von denen wir einfach annehmen,
- dass Menschen mit bestimmten Merkmalen sie haben müssen. Um Klischees und Vorurteile.
- Muslim*innen erhalten oft Zuschreibungen wie: kriminell, sexistisch, gewaltbereit.
- Und es gibt auch optische Klischees: Bart, „arabisches“ Aussehen, ungewohnte Kleidung, Kopftuch.
- Das trifft manchmal auch Personen, die gar nicht muslimisch sind. Rassismus hat nichts mit der Realität zu tun,
- hat aber reale Auswirkungen. 35 Prozent der Betroffenen erleben Benachteiligung bei der Wohnungssuche.
- Zehn Prozent berichten von Beschimpfungen oder Schlimmerem. Und 58 Prozent glauben, dass die bestehenden Schutzgesetze nicht ausreichen.
- Und das hat Konsequenzen. Denn aus alltäglicher Ausgrenzung kann echte Gewalt entstehen –
- wie bei den Anschlägen in Christchurch oder Hanau. Solange es antimuslimische Zuschreibungen gibt,
- wird es antimuslimischen Rassismus geben. Und es gibt ihn auch dort, wo es keine Muslim*innen gibt.
- Er unterscheidet sich von anderen Rassismen – und funktioniert doch wie jeder Rassismus.
- Erst, wenn wir solche Unterschiede anerkennen, können wir wirklich gegen Rassismus kämpfen.
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