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Antimuslimischer Rassismus und reale Utopien - Podium mit Kübra Gümüşay, Melina Borčak und Özlem Nas
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 900 Zeilen
- schon einige Male gesagt, ich sei aufgeregt und auch heute ist es nicht anders. Ich bin aufgeregt, aber ich bin freudig
- aufgewegt heute, weil ich heute super wichtige und bedeutende Gäste hier habe und ich freue mich auch super, dass hier so viele Leute sind.
- Das ist wunderschön und wir sind jetzt alle ruhig. Das ist schön. Liebe Buchse Huderinnen und Buxse Huderchuldigung
- [gelächter] doch gerne. Komm. Also ich begrüße euch alle ganz ganz
- herzlich im Namen der islamischen Gemeinde wuchs zu Hude und ich freue mich wirklich, dass ihr so zahlreich seid, erschienen seid. Das ist super
- toll. hat ja eigentlich überall eine gute Sicht hier auf die Bühne, weil sonst doch da kann man sich noch hinsetzen, da hinten kann man sie noch
- hinsetzen. Also verteil kommen auch noch weitere Leute, glaube ich. Ja, gut. Also, wir befinden uns mitten in den
- internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 und vielleicht denkt sich die eine oder der andere braucht es wirklich einen extra Abend zu antimuslimischen
- Rassismus. Und die kurze Antwort darauf ist ja und die etwas längere Antwort ist unbedingt. Denn antimuslimischer Rassismus ist
- nicht nur immer laut und offensichtlich, sondern oft etwas, was ganz leise daherkommt in der Sprache, die wir verwenden, in den Bildern, die wir im
- Kopf haben und manchmal auch in den Dingen, die wir für ganz normal halten. Und genau da wird es spannt, wenn Spler nicht nur beschreibt, sondern auch
- vorgibt, was überhaupt denkbar ist. Wenn Medien nicht nur berichten, sondern mitentscheidend Essen, Geschichten zählen. Und wenn sich all das ganz
- konkret im Alltag zeigt, in Erfahrungen, in Institutionen und in der Frage, der als es selbstverständlich dazug gehört geht.
- Heute Abend soll es aber nicht nur um die Bennung der Probleme gehen, sondern auch um den gemeinsamen Versuch, gesellschaftliche Utopien zu entwickeln
- und umzusetzen. Oder etwas zugespitzt gesagt, heute Abend geht es nicht nur darum, die Welt zu erklären, sondern auch darum, sie
- sich anders vorstellen zu können. [schnauben] muss mal kurz den Schweiß erwischen
- und dazu freue ich mich sehr wirklich sehr drei ganz besondere Frauen begrüßen zu dürfen. Wir haben hier einmal Kybra Gümische
- ganz [applaus] [applaus]
- sie ist Autorin des Bestsellers Sprache und Sein. Sie beschäftigt sich intensiv mit Fragen von Sprache, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Verantwortung und
- zuletzt insbesondere mit gerechneten Zukünften, realen Utopien und der Politik der Imagination.
- [applaus] Gleich daneben sehen wir Medina Borchak. Sie ist Journalistin und Autorin des
- Bestellers Mecker hier, Mecker da. [applaus] Sie analysiert Sprache und Medien mit einem scharfen Blick, insbesondere im
- Kontext von medialen Deutungsmuster, antimuslimischem Rassismus und Genoziden, insbesondere am Beispiel von Busrien.
- [applaus] Und ich bin auch sehr froh, Sem Nas vorzustellen. Sie ist die
- stellvertretende Vorsitzende und Antirassismusbeauftragte der Schura Hamburg. sowie stellvertretende Vorsitzende des
- interreligiösen Forums. Sie bringt eine beeindruckende Verbindung aus praktischer Antiassismusarbeit, institutioneller Erfahrung und Forschung
- mit aktuellen unter anderem zur islamischen Militärseelsesortege. Herzlich willkommen. [applaus]
- das Also mit voller Überzeugung sagen und das meine ich auch so, wir hätten uns kaum ein stärkeres, kaum ein klügeres und kaum ein inspirierenderes
- Panel wünschen können. Durch den Abend führt uns Sekar Dünder, meine liebe Tochter, die wahrscheinlich noch viel aufgeregter ist als ich.
- [applaus] [applaus] Sie wird die Moderation übernehmen und
- auch dafür schon jetzt ein herzliches Dankeschön. Bevor wir gleich inhaltlich einsteigen, ein paar kurze organisatorische Hinweise. Einmal von
- Ilka und danach von mir. Äh genau eigentlich äh habe ich gar nicht so viel oder haben das se gar
- nicht so viel zu sagen. Wir freuen uns auf jeden Fall ganz doll, dass die Veranstaltung heute hier bei uns stattfindet. Ich begrüße Sie ganz
- herzlich und ich habe einfach nur ein paar Sicherheitshinweise, die ich gerne mit auf den Bild geben möchte und muss. Und zwar ähm ja, es ist wichtig zu
- wissen, wo die Toiletten sind und zwar, wenn Sie dort aus der Tür, wo das Nusgangschild oben [räuspern] äh steht, einmal raus, gleich zur rechten Hand äh
- für die Damen und einmal die Treppe runter, die [räuspern] sehr steil ist. Deswegen bisschen aufpassen für die Herren. Ähm gewiss werden heute Abend
- auch mal ja ein paar Aufnahmen gemacht, Filmaufnahmen, Fotoaufnahmen. Ähm Hauptaugenmerk liegt natürlich hier auf der Bühne, aber wenn Sie nicht mehr
- drauf wollen, ein bisschen Dücko. Ansonsten wünsche ich euch einen ganz schönen Abend und ja, viel Freude, viel viel Spaß. [applaus]
- Also, der Abend heute ist auf ca. zweieinhalb Stunden angelegt. Ihr habt die Möglichkeit, die Fragen schriftlich zu stellen. Dafür habt ihr Blöcke und
- viel zu wenige Stifte habe ich gemerkt, aber die Stifte möchte keilen. Äh, ich werde durch den ganzen Abend hin und wieder mal vorbeilaufen, eure Fragen
- einsammeln und kopieren und auch immer wieder einstreuen sozusagen in das Gespräch. Ähm, ich hatte gesagt zweieinhalb
- Stunden ungefähr, das heißt so viel mal da um 21 Uhr sind wir hier raus. Kübra wird allerdings ein bisschen früher schon uns verlassen müssen, leider äh
- das hat auch einmal gesagt, es wird eine Pause geben von 15 Minuten ungefähr ähm unter anderem für die muslimischen ähm Menschen unter uns für das Abendgebet.
- Für das Amtgebiet haben wir die Möglichkeit einmal drüben in der Mosche gleich hier Katzensprung und aber auch unten ein Etage unter uns in Deck 1.
- Da werden ein paar Teppiche ausgelegt werden, da kann man auch beten und in der letzten halben Stunde öffnen wir die Runde für mündliche Fragen für eine
- gemeinsame Diskussion so dass auch ein direkter Austausch möglich sein soll. Und bevor es losgeht, möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch herzlich
- z.B. Veranstaltung einladen. Ich habe ja schon unten in Deck 1, da können wir beten, aber da können wir auch eine Gemäldeausstattung äh ach Ausstattung
- Ausstellung von Silinch Abai, die auch hier hinten sitzt. [applaus] Die können wir gerne besuchen. Sie ist Künstlerin aus Professor Hut und zuit
- auch Mitglied bei uns in der Gemeinde. Äh und die Ausstellung kann noch bis einschließlich morgen besucht werden. Ihr seid herzlich eingeladen. Lasst euch
- morgen Abend ab 19:30 Uhr zeigen wir in der Form S den Film Weather The Olive Tree Weep. [räuspern] Dieser Film zeigt welche dramatischen Auswirkungen
- staatlich und institutionell fixierter Rassismus auf das Leben betroffener hat. Im Film kommen zahlreiche wichtige Persönlichkeiten aus Palästina und
- Israel zu Wort und im anschließenden Gespräch mit Hadas Emakedar aus Israel und Kais Schamali aus Palästina bekommt ihr die Möglichkeit das Gesehene zu
- reflektieren. Und zum Abschluss noch ein kurzer Hinweis, da drüben ist eine Spendenbox bzw. Spendenenglas und wenn ihr uns
- unterstützen möchtet, wir sind froh über jede mile. Nun aber ich freue mich auf einen inspirierenden und erkenntnisen Abend. Danke, dass ihr da seid. Danke,
- [räuspern] dass ihr da seid. Es geht los. [applaus] Ja, vielen Dank erstmal. Ich bin sehr aufg und sehr dankbar, dass ich diesen
- Abend hier moderieren darf. Ähm, ich bin auch sehr froh, dass wir so schöne Gäste haben mit diesen unfassbar guten Büchern, die ich persönlich verschlungen
- habe und als Prichttüre sehe. Und da werde ich mich fragen, das ist meine Meinung. Du kannst ruhig noch kaufen, [gelächter]
- aber ich mein es ernst, ich fand es gut. Und ähm bevor wir erstmal loslegen, wollte ich das Publikum einfach eine einige Fragen stellen und dafür mus die
- Hand heben für ja und nicht nein. Wen hier ist an Rassismus ein Begriff? Wer kann ich konkret etwas vorstellen? Einmal die Handesen ja und einmal nicht.
- ist schon eine ganze schon ein paar Leute. Okay. Und ähm wenn in der Öffentlichkeit ähm über Islam, Muslime und wie es diskutiert wird in Talkshows
- in öffentlichen Diskursen in der Politik, würdet ihr sagen, dass da eher mit Muslim oder Übermuslim gesprochen wird? Also wer übermuslim findet erstmal
- die Hand heben schon bald nicht mehr. Und wer würde sagen, es wird mitm Muslim gesprochen?
- Okay, ich glaube, ich sehe so gut eins einer zwei H zwei Hände. Okay, na gut, er lässt nicht. Na gut, da habt ihr heute Abend
- Glück, denn es werden die nächsten zwei Stunden vier Muslime miteinander reden über Islam, über Muslime, über antimuslimische Rassismus und das auch
- nicht als Vertreterinnen des Islams oder der Muslime, sondern einfach nur als wir selbst. Und äh da würde ich auch schon mit der
- ersten Frage loslegen, was genau man sich unter Antiuslim Rassismus vorstellen kann. Und dafür würde ich öfter dann erstmal eine Frage stellen.
- Du siehst ja im Laufe deiner Arbeit, in Laufe deiner Verung sicher sehr viele Fälle von Antimus Rassismus, sei es bei der Polizei gemeldet werden, sei es
- einfach anekdotische Ereignisse. Würdest du uns einen kleinen Ja ein zuen? Ja,
- zieht so ein bisschen. Ja, tatsächlich zieht. Okay, ja, bevor ich du hast auf Fen gefragt,
- bevor ich auf F einge setze ich immer gern so einen kleinen Rahmen als Staat. Wir alle haben das Menschenrecht auf ein diskriminierungsfreies Leben,
- [husten][räuspern] das heißt auf ein diskriminierungsfreies sich äh durch die Öffentlichkeit oder durch Behörden bewegen, auf ein
- diskriminierungsfreies Lernen in Schulen, in Hochschulen, in Kitas, auf ein diskriminierungsfreies Arbeiten in verschiedenen Orten, also auch auf eine
- diskriminierungsweis krank sein oder alt sein oder anders sein in unserer Gesellschaft. Alle Menschen sind gleich an Würde und an
- Rechten geboren und ähm niemand darf aufgrund von Herkunft oder Religion benachteiligt werden. Das ist so der äh zentrale Anspruch unserer Demokratie.
- Und ähm wenn wir uns diesen zentralen Anspruch einmal anschauen und die Frage, die du gestellt hast, stellt sich kann man sich die Frage stellen, ja, ist das
- gelebte Realität? Ähm, ist das eine Idealvorstellung oder ist das Utopie? Wie gehen wir damit um? Und relativ schnell, wenn wir diverse
- Studien, die wir mittlerweile haben, uns anschauen, sehen wir, antimuslimischer Rassismus ist kein Randphänomen. Diese Studien untersuchen auch die Einstellung
- innerhalb der Gesamtgesellschaft. Es gibt ähm Einstellungen, wenn wir uns einmal die Mittelstudie anschauen, dass jede zweite Person antimuslimisch ein
- antimuslimische Einstellung hat. Und äh die Studien sagen sehr deutlich, wer am stärksten von Rassismus in Deutschland betroffen ist. Das ist an erster Stelle
- die schwarze Community und dann kommen die Muslimen und Muslimen insbesondere dort wiederum die muslimischen Frauen. Es ist aber auch da wichtig, also die
- als Muslime erkennbar sind. Und auch da ist es wichtig, ähm Rassismus ist generationsübergreifend. Das heißt, Kinder erfahren Rassismus,
- Jugendliche erfahren Rassismus, jungerwachsene, ältere Menschen, das macht von niemandem halt. Das ist vielleicht einmal so, ähm wenn wir
- schauen, wir haben also einen äh Anspruch innerhalb unserer Demokratie, wir haben eine gelebte Realität und wir haben eine Lücke dazwischen. Ich freue
- mich, dass wir heute über diese Lücke dazwischen sprechen können, denn genau das ist, diese Lücke zu erkennen, zu sehen und dann zu schauen, ja, was was
- ist unsere Aufgabe und ich bin tatsächlich nicht nur Privatperson, sondern eben auch eine Vertreterin einer islamischen Religionsgemeinschaft mit 64
- Mitgliedsvereinen, davon 43 Moscheegemeinden. Und da hörte ja so deine Frage ein bisschen her. Ähm, was wird uns gemeldet? Was erfahren wir?
- Bundesweit ähm sagt der Begriff Madea Elvini. Wen sagt er? Was? Kann ich ein wissen? Ja, bundesweit ist das eines der
- prägendsten, einschneidendsten ähm rassistischen Vorfälle äh in Deutschland gewesen. Mal Scherbini wurde in Dresden vor dem Gericht umgebracht.
- Ich äh werde jetzt, damit das nicht triggert, nicht ähm äh auf Einzelheiten eingehen. Alle denen das kein Begriff ist, die bitte ich darum ähm das einmal
- äh zu recherchieren. In Deutschland ist der 1. Juli, also ihr Todestag gegen antimuslimischen Rassismus. Dieser Fall zeigt, Rassismus tötet. Rassismus
- ähm passiert eben nicht nur auf einer verbalen, sondern auch auf einer physischen Ebene. Rassismus ist nicht nur interpersonell, sondern eben auch
- strukturell, institutionell, intersektional und findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt. Die meisten Fälle, die mir gemeldet werden, haben
- etwas mit dem Bereich Bildung und Schule zu tun. Schule. Ähm, wir haben erst heute in Hamburg eine Sitzung. Hamburg macht sich auf dem Weg um ein eigenes
- Landesantidiskriminierungsgesetz ähm in wir haben das bisher nur in Berlin, in Hamburg auch auf den Weg zu bringen. Ähm dieses Thema Schule gehabt,
- z.B. bestimmte Hausordnungen von Schule, in denen Kopfbedeckung verboten werden, in denen religiöse Praxis, also das Gebet verboten werden, was gegen
- Grundrechte von Menschen spricht. Denn die Religionsfreiheit ist ein Grundrecht unserer Demokratie. Wenn ich das verbiete, bin ich gleichzeitig
- antidemokratisch. und äh was immer etwas mit Macht zu tun hat. Ein zweiter Faktor, der ganz wichtig ist, Rassismus
- hat mit Dominanzverhältnissen und mit Macht zu tun und mit Machthierarchien und mit der Durchsetzung von Macht. Auch wenn es durch das Grundgesetz nicht
- abgesichert ist, wissen wir, dass es in Institutionen strukturell Rassismus gibt und dass der klein klein irgendwie aufgedeckt und
- entdeckt werden muss, damit überhaupt irgendetwas passiert und so darf es nicht sein. Wir haben ein Anrecht auf Diskriminierungsschuss. [schnauben]
- gleich soweit. Also Schule ist ein Bereich, wo wirklich sehr viel passiert, aber natürlich auch Arbeit. Und wenn von aus Schule uns etwas gemeldet wird,
- heißt es nicht, dass es nur Schülerinnen und Schüler und Eltern sind, sondern auch muslimische Lehrkräfte, die uns ähm [räuspern] erzählen, dass dort Dinge
- passieren, die nichts mit dem Grundgesetz zu tun haben. Erstmal soweit. Wir haben ja noch eine kleine Antwort. Das ich ein guter
- Anfang. äh bevor weitermachen. Ähm es gibt ja Menschen, es gibt Esopfobie und es gibt ja auch Menschen, die meinen Antiassismus, das kann man gar nicht
- sagen, denn muss ja Mus ja keine Raste an sich. Und ähm da würde ich erstmal klarstellen wollen, warum wir den Begriff
- antimuslimischen Rassismus benutzen und nicht Islamfeindlichkeit oder Islamophobie oder Islamkritik, was ein Talkshows kommt.
- Und da würde ich gerne einmal dazu etwas sagen lassen, weil da sehr et das geschrieben hat. Ja, da habe ich da könnte ich jetzt ein
- ganzes Buch dazu sagen, aber ich verschone euch. Also, das Argument Argument ist ja immer äh Islam ist keine Rasse, aber nichts ist eine Rasse. Es
- gibt keine menschlichen Rassen, es gibt Rassen bei Hunden. Also, das zeigt schon mal, dass diese Leute entweder sich nicht genug auskennen mit dem Program
- [räuspern] oder wirklich denken, es geben menschliche Rassen. Ähm, also das ist schon mal das Erste. Menschen sind keine sind nicht in Rassen aufgeteilt,
- sondern sie werden rassifiziert. Dieser Prozess der Rassifizierung verläuft auf verschiedene Arten und es ist halt immer so irgendwie die Basis
- ist immer die gleiche. Also äh wir lernen eigentlich alle im Kindergarten, man sollte Menschen nicht über einen Kamscheren, auf einen Haufen werfen, in
- eine Schuhle stinken. Wir haben so 10 000 Redewendungen dafür, weil wir halt schon im Kindergarten lernen, dass man das nicht tun sollte. Und trotzdem
- könnten wir jetzt ähm irgendwie keine Ahnung eine Zeitung aufschlagen oder Fernseher anmachen oder auf die Straße gehen und wir würden sehen, dass jemand
- Muslime äh in eine Schublade steckt, auf einen Haufen wirft über einen Kampfstadt und so weiter und so fort. Also [räuspern]
- ähm Muslime und andere rassifizierte Gruppen werden entindividualisiert. Sie sind so eine graue Masse, so eine graue homogene Masse. Äh und dann je nach
- Rassismusform werden unterschiedliche ähm keine Ahnung so Hassstrukturen, sagen wir mal, auf diese Menschen gesteckt.
- Bei Muslimen ist es halt, dass wir alle rückständig sind und gewaltvoll und Terroristen und dies das. Weil wir halt entindualisiert sind, deshalb passiert
- ist, dass ein Jusf sich rechtfertigen muss für alles von den Mullas in Iran bis Erdogan in der Türkei und Saudi-Arabien und Taliban in
- Afghanistan. Und wenn irgendwas vor seiner Geburt vor 50 Jahren in irgendeinem Bergdorf in Tunesien passiert ist, muss ich auch
- rechtfertigen. Das muss alles Josef machen. Aber Josef muss nichts davon. Josef wird nie auf einer Party ähm oder ähm auf der Straße oder im
- Bewerbungsgespräch oder beim BG Casting gefragt, ob er sich denn von Trump distanziert, von der Lords Resistance Army distanziert, von den
- Kinderschändern im Vatikan distanziert, vom groß serbischen Projekt distanziert, wo sich die serbischen Soldaten ihre Gewehre von Priestern segnen ließen,
- bevor sie Kinder erschossen haben und so weiter und so fort. Ähm, über diese Sachen wird gar nicht mal geredet, aber dazu können wir später
- kommen. Also deshalb ist es wichtig zu sagen, warum wird gesagt, äh es gibt kein antimuslimischen Rassismus, weil Muslime sind ja keine Rasse. Es wird
- gesagt, damit man weiter haten kann, ne? Also das ist ja nicht, dass die Leute irgendwie ganz präzise an diesem Begriff hängen, sondern sie wollen sagen, nee,
- das ist kein Rassismus, das ist ja nur meine Meinung und ich bin ja nicht gegen die Menschen, ich bin ja gegen die Ideologie und dann erzählen sie ganz
- viele Sachen, [räuspern] die gegen die Menschen sind, ne? Also diese sogenannte Islamkritik. Äh theoretisch kann das ja existieren, ne? Als theologische Kritik.
- Es gibt bei jeder Religionsgemeinde kann man theologische Kritik äußern, aber das wird ja nicht gemacht, sondern dann wird gesagt, 80% der Muslims in den
- Befragungen denken dies und das. Also ähm deshalb muss man klar sagen, es ist antimuslimische Rassismus und außerdem bei dem Begriff Islamophobie ähm es ist
- ja keine Phobie, das ist ja auch wieder so Täter Opfer und ja, die Menschen, die Angst haben, sind die Menschen, die ähm von Wahlplakat über Brandanschlag bis zu
- Massengrab alles durchmachen müssen. [räuspern] Darf ich also äh äh da vielleicht noch ganz kurz, es ist durchaus keine
- Selbstverständlichkeit, dass dieser Begriff benutzt wird. Ich glaube, das ist ganz wichtig zu sagen, besonders im politischen Kontext oder wenn wir
- Zusammenarbeiten mit Behörden. Äh ich bin ja in einer islamischen Religionsgemeinschaft und wir haben in Hamburg [gelächter]
- ein Vertrag mit der Brandung Handelstadt Hamburg. Das heißt, ständig in Beziehung mit Politik, äh in Beziehung mit verschiedenen Institutionen und Medien
- und sehr, sehr lange wurde in Hamburg immer nur über Muslimfeindlichkeit gesprochen. Also der Begriff, der behördlich korrekte Begriff war immer
- Muslimpfeindlichkeit, ab und zu dann wieder Islamfeindlichkeit. Du hast den Begriff Islamophobie erwähnt, dann gibt es die Islamkritik und und also es gibt
- viele verschiedene Begriffe und Sprache macht ja auch etwas mit den Menschen und wir sagen als Community, für uns ist der adäquate Begriff antimuslimischer
- Rassismus, weil es geht um Strukturen, es geht um Institutionen, es geht um eine rassistische Logik, die dahinter steckt. Und wer hat die Definitionsmacht
- über die Begriffe, die genutzt werden? Ist das die Community, die das betrifft oder ist das wird dieses auch dieser Faktor sozusagen fremd definiert und ähm
- die Macht der Sprache so genutzt, dass man dieser Community, der betroffenen Gruppe quasi sagt: "Nein, das was ihr erlebt ist nicht antimuslimischer
- Rassismus. Das bestimmen wir als nicht rassifizierte Gruppe, sondern es ist ja Islamophobie oder Islamigkeit." Und dann vielleicht noch zum Begriff
- Islamophobie. Der wird eben auch häufig durcheinander gebracht mit dem englischen Kontext, weil da über ne, weil der englische Begriff das ist, aber
- übersetzt in das Deutsche ist das nicht der Begriff, den wir nutzen. Wir sind in Hamburg äh ich sag äh Gott sei Dank und auch muslimisch alhamdulillah soweit,
- dass äh die Politik mittlerweile auch den Begriff antimuslimischer Rassismus benutzt, aber das war ein Prozess, der Jahre gedauert hat. Das ist vielleicht
- auch noch mal wichtig. Also es ist keine Selbstverständlichkeit. Über Begrifflichkeiten wird tatsächlich sehr viel gestritten und auch Politik
- gemacht. Das ist äh noch mal sehr wichtig danke für ihre Antworten. Ähm ich finde ich w auch so beitragen, dass ich ähm den
- Begriff Islamkritik in diesem Kontext sehr äh eilbern finde. Gerade also nicht weil es kein Gegen kann, das auf jeden Fall kann es immer geben äh und sie ist
- immer auch äh zulässig. Aber wenn es dann heißt z.B. Die kritisieren den Islam, weil er Frauen benachte, unterdrückt. Und dann heißt es als
- Ergebnis dieser Politik oder den Islam nicht mögen, stellen wir keine Kopf Frauen ein. Das heißt, wir verwirren dieser unterdrückten Frau finanzielle
- Freiheit und unterdrücken sie weiterhin. Logik, da ist keine, aber darum geht bei Diskinerie auch natürlich nicht. Ähm, du
- hast ein sehr schönen Bund angesprochen, die ausführen wollte, nämlich die Macht der Sprache und ähm ja, Rassismus ist eben nicht nur verbal, sondern auch ähm
- körperlich, physisch, aber bevor es das so kommt, wird diese körperlichen Kassismus erstmal verbal normalisiert und salonfähig gemacht. Und dazu wollen
- wir dazu wollte ich K noch mal genauer fragen den Buchsprache und seit darüber gesprochen eben wie mächtig die Sprache ist und wie sehr diese Realität vor
- insbesondere im Kontext der Machtverhältnisse und da würde ich die Frage noch mal ganz kurz für die das Publikum einen kleinen Exkurs machen.
- Schön, dass wir unsere Bücher einmal so in ein paar Sätzen zusammenfassen sollen. Äh vielen Dank wirklich für die für die äh also machen großen großen
- Spaß und große Freude euch zuzuhören. Ähm und vielen Dank noch mal er, dass wir hier noch mal in dieser Runde zusammensitzen dürfen. Ich wollte noch
- eine Sache zum antimuslimischen Rassismus sagen, was so implizit ihr die ganze Zeit auch schon gesagt hat, aber ich fin aber wichtig, das explizit zu
- sagen, nämlich antimuslimischer Rassismus bedeutet auch, dass Menschen überhaupt nicht muslimisch sind, dass man draußen sind. Das heißt, das ist
- komplett unabhängig davon, ob jemand praktizierend, überzeugt oder sonst wie es ist, sondern es bedeutet letztlich auch, dass qua Aussehen, qua Herkunft
- oder vermeintliche Herkunft äh Menschen dann einer bestimmten Gruppe zugeschrieben werden und schon losgelöst von ihrem Verhalten, von ihren in ihren
- Überzeugung, von wie du sagst, ne, end individualisiert ähm jenseits ihrer individuellen Überzeugung. Also, aber ähm zu deiner Frage ähm tatsächlich
- glaube ich haben sehr sehr viele Menschen in den letzten zweieinhalb Jahren die Macht von Sprache noch mal auf eine sehr ja desaströse Art und
- Weise beobachten dürfen. Leider wir haben gesehen, wie durch bestimmte Erzählung, wie durch das Nutzen von bestimmten Worten, ne? Also, wer wird
- ermordet? Wer wird wer stirbt? Äh wer ähm äh darf Kind sein? Wer ist ein junger Mann? Welche Opfer sind werden in der Sprache so dargestellt, dass wir sie
- als Opfer wahrnehmen können, als Betroffene wahrnehmen können? Welche werden schon durch die Art und Weise, wie wir sie beschreiben, als
- potenzialitäter innen gesehen? Ganz egal, wie alt sie sind, ob sie nun ähm 10 Monate alt sind oder 40 oder 80. Äh, wir haben in den letzten zweieinhalb
- Jahren also gesehen, wie durch Sprache eigentlich der Boden dafür geboten wird, eine ganze Gruppe an Menschen da zu dehumanisieren, dass wir uns legitimiert
- fühlen, ihnen das Leben zu rauben oder uns legitimiert fühlen, ihre Länder zu zerbomben, uns legitimiert fühlen, sie ihrer Würde zu berauben. Und letztlich
- kann man natürlich sagen, okay, Sprache hat sozusagen hier diese sehr devastöse Macht, aber ich hatte damals, als ich das Buch schrieb, versucht eigentlich
- noch mal auf eine ganz andere Art und Weise die Macht der Sprache uns vor Augen zu führen und zwar indem wir in ganz andere Sprachen gehen als die uns
- vielleicht geläufig sind in die Sprache beispielsweise der Portoatomiem indigenen Volk im Norden des heutigen Amerikas der der heutigen der heutigen
- USA ein indigentes Volk, das damals nicht nur kolonisiert worden ist, äh sondern auch ähm ihrer Sprache beraubt worden
- ist, wie viele andere Sprachen deshalb vom Aussterben heute bedroht ist. Äh viele wurden ihren Familien entrissen, mussten in Kanaten leben, wurden dort
- sexuell missbraucht, getötet, ermordet, also äh und durfen ihre Muttersprache nicht mehr sprechen. Und Robinw Kimmer ist eine Nachfahrin der Portogatomi und
- sie beschreibt eines Tages, was passierte, als sie ein Wort zum ersten Mal las. Sie ist selber Butanistin und beschäftet sich Tag ein, Tag aus mit
- Pflanzen und dann sieht sie dieses Wort und das Wort heißt PP und Puchi bedeutet grob übersetzt die Kraft und Energie mit der sich ein Pilz über Nacht von der
- Erde wegstößt und gen Himmel wächst und natürlich kann man sich fragen, okay, ja, ein sehr sehr präzises Wort für ein sehr präzises Phänomen in der Sprache,
- in der Welt, warum jetzt ausgerechnet dieses Wort zu hervorheben? Das Besondere an diesem Wort ist nämlich nicht, dass es ein sehr sehr
- spezifisches Phänomen in der Natur ist, was hier beschrieben wird, sondern die Perspektive aus der Weg heraus dieses Phänomen beobachten, nämlich aus der
- Perspektive der Erde. Wir beobachten aus der Perspektive der Erde, also wie der Pilz sich von der Erde wegstößt, ein Himmel wächst, vorbei am Menschen, der
- sich im Zentrum der Welt glaubt. Und das ist aber kein Zufall, denn die Sprache der Portogatomi kennt nicht nur Personalpronomen wie er, sie oder es,
- sondern sehr viel mehr Personalpronomen für beispielsweise ähm Pflanzen, Bäume, Gebirge, Gesteine, äh Flüsse, die Erde selber, die Luft und so weiter und so
- fort. Und es führt dazu, dass die Menschen, die diese Sprache sprechen, die Welt nicht ausschließlich durch eine menschliche Perspektive
- herauswahrnehmen, sondern ganz selbstverständlich auch aus der Perspektive all der anderen Lebewesen, mit denen wir unter Zusammenleben auf
- der Erde teilen. Und die Frage dann ist natürlich für uns, wie würden wir uns verhalten oder wie würden wir über bestimmte Themen diskutieren, wenn wir
- ganz selbstverständlich die Perspektive von beispielsweise Wasser einnehmen würden, von dem Wasser, mit den uns jeden Morgen waschen, mit dem von dem
- Wasser, dass wir jeden Tag trinken. ähm das Wasser, das diesen Kontinenten umgibt, wo jeden Tag Hunderte von Menschen ertrinken auf dem Weg äh zur
- Festung Europa. Welche Geschichten würde das Wasser über uns erzählen? Wie anders würden wir uns verhalten, wenn wir im Bewusstsein dafür leben würden, dass
- nicht nur wir Menschen die Welt betrachten, uns zum Untertan machen, sondern dass wir auch zurück angeschaut werden. Und ich finde anhand des
- Beispiels von Menschen zu seiner Mitwelt, wo Mensch der Mensch sich oftmals nicht als Teil der Natur sieht, sondern als die Natur da draußen, wir
- Mensch stehen über der Natur, machen sie uns zum Untertan. Dabei sind wir ein Teil dessen. Äh dieses Machtverhältnis kann man sehr schön, finde ich, auf
- innermenschliche Machtdynamiken und Machtgefälle ähm übertragen, wo es bestimmte Menschen gibt, die die Welt erzählen, betrachten, erklären. Sie sind
- objektiv, sie sind neutral, sie haben universelle Perspektiven. Dann gibt es die anderen Menschen, das sind die Objekte. Diese Menschen machen wir uns
- im Untertan. Sie ähm sind keine Subjekte, sie sind Objekte und sie können nicht objektiv sein. Sie sind subjektiv, haben kein Wissen, sondern
- Erfahrung. Sie können nicht neutral sein. Sie haben immer biases. Sie sind gefärbt durch und beschränkt und begrenzt durch ihre Erfahrung und durch
- ihr Sein. Und diese Machtverhältnisse, die kann man sehr schön, finde ich, an Sprache durchdeklinieren, weil Sprache gleichzeitig etwas so wundersam und
- fantastisches ist. Ich meine, wir sitzen ja alle in diesem Raum und hier wurden ganz viele verschiedene Laute ausgestoßen, die dann in unseren Köpfen
- und unserer Vorstellung dazu geführt hat, dass wir durch verschiedene Orte schon gereist sind in verschiedene [räuspern] ähm
- Situationen, in Vergangen ähm wir haben äh gemeinsam viel imaginiert und das alles durch Sprache. Was heißt Sprache ist so ein selbstverständliches
- Werkzeug, was eigentlich total magisch ist und fantastisch ist und gleichzeitig ist es ein Instrument, dass wir ein Menschen geschaffen haben. Und jetzt für
- meine aktuelle Recherche z.B. habe ich mich mit einem indigenen Volk beschäftigt in Sibirien im Osten Sibiriens, wo sie Sprache als das
- verstehen, was zwischen dem Selbst und der Welt steht. Also dieses indigene Volk, die Jukagieren, sie sehen oder sie lehnen oder sie sehen
- die Sprache als das Problem, also die Mauer, die zwischen dem Menschen und seiner Mitwelt steht. Und deshalb versuchen sie ihren Kindern die Welt
- nicht über Sprache beizubringen, sondern über das Erleben, über das Erfahren der Welt jenseits von Sprache. Und natürlich kann man sich fragen, was bedeutet das
- die Welt jenseits von Sprache wahrzunehmen? Es bedeutet z.B. ähm durch ein Weil zu gehen und äh ich würde jetzt einfach das Wort von dir
- noch mal nutzen, die Bäume nicht zu entindividualisieren, sondern sie als verschiedene Lebewesen zu betrachen, die man nicht als die Buche, die Eiche der
- Kastanienbauen zu sehen, sondern als verschiedene Lebesen, die ihre jeweils eigenen Geschichten haben. Und so. Also es ist bei den Ukieren, wo ihre Kinder
- die Welt erfahren sollen, nicht über die sprachlich geschaffenen Kategorien, wo wir dann aufhören, die einzelnen Facetten der Schöpfung wahrzunehmen,
- sondern zu lernen, sie jenseits [räuspern] der Sprache zu erleben und zu erfahren. Und so ist es z.B. so, dass sie bevor sie auf Jagd gehen aufhören
- menschliche Sprachen zu nutzen und anfangen ihre Beutetiere zu imitieren, bis sie quasi und da gibt es so ganz fantastische Geschichten davon, wie sie
- irgendwann ihre eigenen Imagination erliegen und glauben, sie sein selber ein Rhenttier und dann ist immer die Frage, wo hört Mensch sein auf, wo ist
- man ein Tier oder ähm wo verlaufen die Grenzen zwischen uns verschiedenen Lebewesen und das sind natürlich klingt jetzt im ersten Momentich abstrakt, weil
- also so philosophische Fragen vielleicht ähm darstellen oder so absurd klingen, weil das so fern ist von unserer Alltagsrealität,
- wo es Daten, Fakten, Zahlen, Nullen und Einsen gibt, wo unsere ganze Welt sortiert und kategorisiert ist. Aber was diese Welt macht, ist sie braucht uns
- der Fähigkeit zu staunen und zu wundern. Und in der Arbeit, die wir hier beschreiben, zeigen wir eigentlich die Symptome auch der Welt. Die Glaub, die
- [räuspern] Menschheit, die Welt könne man messen, kategorisieren, katografieren in klare Kategorien einordnen und das daraus entstehen diese
- Gefängnisse, wo ja Menschen ersticken und ermordet werden, aber wie auch ähm uns selbst äh und unsere Mitwelt in allem in all ihren Facetten eigentlich
- ihrer Schönheit, ihrer Würde berauben. Sehr schönes Wort. Ich bin immer fasziniert. Ich glaube m noch ein Buch schreiben bei dieses Thema. Ich würde es
- eben gerne lesen. Tatsächlich ähm du hast Kategorien [räuspern] gesprochen und da gebe ich dir auch recht. Aber irgendwo ist kategorisieren auch
- menschlich nicht, weil wir können so wie es wollen die Welt nicht ungefähr unkategorisiert aufnehmen, sonst würden wir daran zerbrechen. Ab wann w
- Kategorien zum Problem würdest du sagen oder wie? In welchen Kontext wird du Problem? Also nehm du hast recht. Kategorien sind
- eine ganz natürliche ähm Tätigkeit und auch überhaupt nicht verwerflich. Also Kategorien helfen uns, ne? Wenn wir sagen, wir sprechen von Bäumen, dann
- hilft uns das miteinander über all diese Pflanzen, die auf eine bestimmte Art und Weise groß und geformt sind zu kommunizieren. Wir können damit
- sozusagen verschiedene Bedeutungsübereinkünfte schaffen, die uns helfen, uns aus unserer jeweiligen Einsamkeit der Wahrnehmung zu befreien
- und quasi ja über einzeln erlebte Gefühle äh aber gemeinschaftlich ähm getragene Situationen und Erfahrung wie z.B. Herzschmerz oder Sehnsucht oder
- Heimweh und so weiter sofort zu sprechen. Also Kategorisierungen sind überhaupt nicht schlimm. Ja, also ein Farbspektrum mit den verschiedenen
- Farbnamen, die ich jetzt nennen könnte, ist einfach eine Kategorisierung, die wir Menschen vorgenommen haben, um über orange, gelb und Türkis und so weiter
- und so fort zu sprechen. Aber und das ist ja das, worauf du ansprichst, wann werden kategorisieren die Kategorien zum Problem? Die wissen alle, wie herrlich
- man sich darüber streiten kann, ob eine Farbe noch grün oder schon Türkis ist oder ob eine Farbe äh noch gelb oder schon orange ist. Und dieses sich
- darüber streiten können, zeigt uns ja, dass die Welt viel viel facettenreicher ist als die Namen, die Kategorisierungsbezeichnung,
- die wir Menschen geschaffen haben, um uns um uns über die Welt zu verständigen. Wann wird also ähm aus diesen Kategorien etwa eine
- Unterdrückungsinstrument? In dem H benühe ich ein Bild, das heißt das Museum der Sprache, wo ich quasi einlade, das ähm quasi sich Sprache wie
- einen physischen Ort vorzustellen, wie ein Museum der Sprache, indem man all die Dinge, die man von draußen aus der Welt kennt, ähm kategorisiert findet.
- Ähm und diese Kategorien, aber sie bilden im Museum der Sprache nicht einfach nur quasi die Möglichkeit, die Welt durch
- verschiedene Beschilderungen und so weiter und sofort zu erfahren, sondern sie bilden äh Glaskäfige. Und in diesen Glasgerägen befinden sich halt nicht nur
- ja Pflanzen, Tiere, Theorien, Gerüche, Gedanken, Ideen und Ideologien und verschiedenste Lebewesen, sondern es befinden sich dort auch Menschen, die
- nach bestimmten Faktoren kategorisiert werden. Und diese Kategorien wiederum kreieren Glaskäfige Museum der Sprache und die Definitionen, also die
- Eigenschaften, die die man den verschiedenen Kategorien zugewiesen hat, sie bestimmen wiederum die Weitläufigkeit und die Größe und die
- Form dieser glaskäffige Museum der Sprache. So können sozusagen, ich will jetzt gar nicht zu sehr ans Museum der Sprache einsteigen, aber die große Frage
- ist, was macht aus diesen Räumen Museum der Sprache, aus diesen Glasräumen Käfige? Was führt dazu, dass Menschen nah zu drohen, dahinter zu ersticken
- hinter diesen Glaskäfigen, wo sie ausgestellt sind und auch ihrer Individualität beraubt sind? Und das, was aus diesem Räumen Käfiger macht ist
- unser absolutpruch. Also der Irrglaube, man könnte eine ganze Kategorie an Menschen abschließend definieren und abschließend verstehen, bloß weil man
- sie der richtigen Kategorie zugeordnet hat. Und dieser Absolutheitsanspruch ähm wird aber nicht von einzelnen Menschen irgendwann beschlossen an den
- Tag zu leben. Niemand wacht auf und sagt so jetzt habe ich Lust Menschen mit einem absolutpruch zu kategorisieren und sie nicht mehr als Individuen
- wahrzunehmen, sondern so zu tun als ah, du bist Muslime, ich weiß wer du bist. Ah, du bist Geflüchteter, ich weiß wer du bist. Ah, du bist eine Frau, ich weiß
- wer du bist. Ah, du bist äh eine ein schwuler Mann, ich weiß, wer du bist und so weiter und so fort, sondern dieser absolutpruch ist etwas, was wir uns
- antrainieren. Also, wenn Sie sich jetzt alle mal so ein bisschen versuchen zu besinnen auf ihre vielleicht Arbeitskontexte oder andere berufliche,
- politische, soziale Kontexte, dann werden sie wahrscheinlich die Beobachtung gemacht haben irgendwann in ihrem Leben, dass man in unserer
- Gesellschaft relativ weit kommt, indem man sich hoch bullshittet. Also so tut, als sei alles klar, als sei man total unbeeindruckt von allem und als sei
- jetzt müsste man nicht mehr stauen oder überrascht sein. Alles ist klar, die braucht alles eine Antwort, alles ist schwarz, alles ist weiß und so können
- sich Menschen an die Spitzen von Regierungen bullshitten, an Spitzen von Organisationen, von Parteien und so weiter und so fort. Das heißt, eine
- solche Kultur äh wird äh kultiviert und ein solches Verhalten wird befördert und mit Geld, Aufmerksamkeit und Macht bestückt. Was wäre denn ein Gegenstück
- dazu? Und das wäre Demut. Demut wiederum wird heute hier oft verstanden als äh ja so in katholischen Kontexten als als eine Form von Unterwürfigkeit. Hat nur
- sehr negative Konnotation, aber es lohnt sich dieses Wort ab noch mal zu entstauben und als etwas zu verstehen, was ein Emanzipationsinstrument sein
- kann. Den Demut bört beispielsweise für mich sicher selbstbewusst zu sein, seiner Nichtigkeit bewusst zu sein, zu begreifen, dass die eigenen Grenzen
- nicht ähm das Ende der Welt oder die Grenzen der Welt markieren, sondern lediglich die Grenzen des eigenen Horizonts und dass die Perspektiven
- anderer eine Bereicherung dahingehend sind, dass das eine Gelegenheit, dass den eigenen Horizont zu erweitern. Und wer mit Demo durch die Welt geht, der
- lernt zu staunen, der ähm lernt ähm sich äh die sich zu wundern und der kann anderen Menschen, anderen äh Lebewesen mit einer anderen Offenheit
- gegenübertreten, als wir es tun, wenn wir glauben, alles sei klar, kategorisiert und in schwarz-weiß zu ordnen.
- Eine sehr schöne Antwort, sehr ausschweichendlich. Vielen Dank. Ähm, du hattest gesagt, äh die Menschen kategorisieren, sie sehen ein Menschen
- und sagen du, ich weiß wer du bist, Schuld, ich weiß du bist, du bist der Frau, ich weiß wer du bist. Und dann frage ich mich natürlich
- wie äh kommen die Menschen darauf so ein Anspruch zu machen? Wie kommen sie darauf äh einen Menschen Kategorie zu
- sehen? Und da ähm finde ich persönlich, dass das ja nicht angeboren ist, dass wir nicht denken von Natur aus als Menschenisten, nur weil wir ein Fakt
- über ihn herausgefunden haben. Und ähm ich persönlich würde sagen, dass gerade hier äh die Medien eine sehr große Rolle dazu spielen, wenn es dazu kommt, ähm
- bestimmte Bilder zu erzeugen, Menschen auf bestimmte Sachen zu reduzieren und äh ich sage mal Halbwahrheiten zu verbereiten, denn natürlich bist du
- Kopfstufträgerin. ein ein eine Eigenschaft von jeder Sch musst du eine Eigenschaft von uns, aber es ist ja nicht die Eigenschaft von uns, ja nicht
- nur ähm alles über uns. Und ähm z.B. über würde über mich, sagen wir mal der Spiegel niemals schreiben Sera die animeeliebende Videospiel Fanatikerin,
- sondern sagen Sera die Muslimer, die keine Ahnung was Kopft verteidigt oder so etwas. Und äh da würde ich gerne äh einmal in die Runde, sowohl Selina als
- auch dich einmal fragen, also was gesagt, wie verbreiten die Medien sei es Talkshows Zeitungen seines Politiker mit ihrer Sprache ihren
- Wortwahl, vor allem auch gerne einige Beispiele hören, was da für absurde äh Beleidigung oder ich sage mal Worte zusammen da gesetzt werden. Wie tragen
- Sie dazu bei, dass diese Kategorisierung stattfindet, dass diese ähm diese Endualisierung, dieser Massenverdacht, dieser Generalverdacht
- heißt diese Massenbestrafung von stattfindet? Ja, vor bevor Melina der einsetzt bei Kategorisierung und Medien ähm äh fällt
- mir immer eine Sache ein. Ich habe ja ab und zu so das Vergnügen von Medien angerufen zu werden, die dann immer irgendetwas von mir wollen. Äh was
- natürlich nicht irgendwie positive Berichterstattung äh ist. Ich hatte einen Anruf ähm ich weiß es gar nicht mehr, ob es das Hamburger Abtblatt, ich
- glaube, es war das Hamburger Amtblatt, äh wo es dann hieß, ja, wir würden gerne so ein so ein Beitrag erstellen über muslimische Frauen und wir rufen sie
- jetzt an, weil wir wollen einmal eine liberale muslimische Frau und dann eine konservative. Die Liberale haben wir schon und die Konservative, [gelächter]
- also ich muss immer noch lachen und dann habe ich gesagt können Sie bitte einfach für mich definieren, was [gelächter] ist denn liberal [schnauben] unser? Also,
- wer kategorisiert, wer wird kategorisiert? Und Rassismus hat ja so bestimmte Mechanismen, Homogenisierung, ne, Individualisierung,
- Polarisierung, Hierarchisierung. Und das spielt dann da alles wunderbar mit rein und äh man stellt sich das alles so wunderbar schwarz-weiß vor. Also, ne,
- vom Äußern her würde ich mal sagen, ja, ne, die sehen so aus, also sind die das und die sehen so aus und die sind das. Also Kategorisierung, ja, wir haben ja
- gesagt, ist nicht per se schlecht, es gibt Orientierung, aber äh ein anderes Beispiel ähm so funktioniert auch Rassismus, Stereotype,
- ne, Gerisierung und die sind so und so und vermeintlich sind die Muslime und die funktionieren so und so. Ähm, und wenn die dann nicht so funktionieren,
- was passiert dann? Ist dann das Vorteil weg? Dann gibt's so die Ausnahmeschublade, wo man reingesetzt wird, weil oh, man
- kann äh Deutsch sprechen. Also, ich habe tatsächlich das im letzten Jahr wieder gehört. Sie sprechen aber gut Deutsch. Also, ich dachte irgendwann irgendwann
- ist das vorbei. Nein. Oh, man [räuspern] ist gebildet. Oh, äh man ist auch für Frauenrechte, ne? Wie? Also mehrere Dinge, die in bestimmte Kategorien nicht
- passen. Und äh man sagt ja, die Hoffnung stirbt nie, nicht zuletzt. Die Hoffnung stirbt nie. Ähm, aber dieses Kategorisieren passiert tatsächlich in
- so vielen Kontexten, in so vielen Institutionen. Manchmal ja unbewusst, äh manchmal da muss man sich die Frage stellen, ne? M
- eher nicht unbewusst und Medien gehören natürlich mit dazu. Und jetzt leite ich über an Melina. [gelächter] Ja, also sie äh macht das schon so, weil
- sie weiß, dass ich über Medien mich jetzt so stundenlang aufregen könnte. Ähm, aber gerade als du meintest so als Beispiel, wo endet Türkis und wo fängt
- blau oder grün an? [gelächter] Weil ich habe wirklich bemerkt, ich finde das so interessant, dass äh wenn
- ich von Kindern so äh ich nehmen das immer als Kompliment, ne, auf der Straße, wenn Kinder mir hinterher zeigen und so sagen, Mama, die hat blaue Haare.
- In Deutschland sagen sie tatsächlich fast immer Mama, die hat blaue Haare. In Bosnien Mama, die hat grüne Haare. [gelächter]
- Und das ist jetzt, da steckt keine irgendwie milliardenschwere Propagandaindustrie dahinter, um irgendwie Kindern in Deutschland und in
- Bosnien das Gehirn zu waschen, was jetzt welche Farbe ist, sondern meine Theorie ist, in Bosnien wird blond blau genannt Plavossa und dann die wissen ja, dass
- ich keine Blondene bin, also denken sie, aha, grüne Haare. Das ist meine Theorie und das erinnert mich sehr gut daran, was Medien und Politik und Rassismus
- machen. Jetzt kommt die Überleitung, denn wenn es nicht das eine ist, dann ist es das andere. Also, wir kennen ja alle schon, wie das ist mit Straftaten,
- mit Straftätern, dass wenn es ein deutscher Mann ist und in 99% der Fälle ist es ein Mann, ne? Aber wenn es ein deutscher Mann ist,
- dann steht da Täter oder Mann verprügelt Nachbarn, z.B. Wenn es aber Bulgare ist, dann ist das Bulgare verprügelt Nachbarn. Das wissen wir alle, dass das
- so genannt wird. Das ist sogar mit Studien bewiesen, dass äh die Herkunft der Täter, wenn sie mitigantisch sind, 32ach
- öfter genannt wird in deutschen Zeitungen, als es dem realen Anteil in der Kriminalstatistik entspricht. 32 Fach öfter. Also, das wissen wir schon,
- aber ich finde es interessant, wie genau diese Kategorisierungen laufen. Also einmal ist es man schlägt Nachbarn oder Bulgarisch schlägt Nachbarn. Wenn es
- aber jemand aus Eritrea ist, dann ist es nicht Eritrea schlicht Nachbarn, dann ist es sofort Afrikaner Schlägt Nachbarn. Ähm, wenn es aber jemand ist
- aus Pakistan, dann ist es nicht asiatisch schlägt Nachbarn. Da könnte ja jemand denken, dass es ein Koreaner war, das wollen wir nicht, sondern dann ist
- es Pakistaner schlägt Nachbarn, damit man auch weiß, dass der ein Moslem war oder wahrscheinlich Flüchtling. Und wenn es aber jemand ist, äh ein Tänenein,
- dann plötzlich zum ersten Mal und ich glaube auch zum einzigen Mal so, außer bei Romermschen wird das auch gemacht, wird plötzlich die Ethnizität genommen.
- Plötzlich, wir sagen bei Tchen nicht Europäer, wie wir z.B. wir beim Afrikaner sagen, wir sagen auch nicht die Staatsbürgerschaft wie beim
- Bulgaren, ähm wir sagen auch nicht die das Land und so weiter. Nein, wir sagen plötzlich die äh ethnische Zugehörigkeit. Das passiert, soweit ich
- das gemerkt habe, nur bei Romermschen und bei Jeden. Und warum? Also meine Theorie ist genau wie das die Kinder so machen, es ist nicht blau, dann muss es
- grün sein. Man sucht immer das, was am weitesten entfernt ist. Deshalb sagt man beim Bulgaren nicht Christ oder Europäer, sondern Bulgar und beim
- Afrikaner sagt man halt Afrikaner und so weiter und so fort. Also das finde ich das noch interessantere, wie das kategorisiert wird. Und das führt dann
- zu so Sachen wie z.B. Ähm, es waren ja während des Genozids an Bosnjaken, also des letzten Genzid an Bosnjaken, wir hatten ja 11 ähm von 92 bis 96, 10%
- unseres Landes waren Flüchtlinge in Deutschland und dann wurden fast alle wieder abgeschoben. Und 2015 aus Solidarität mit den Leuchten, die damals
- flüchteten, haben sehr viele Menschen in Bosnien bei Facebook so das Profilfoto geändert auf ein Bild mit dem Text I was a refugee. Schweinflüchtling und viele
- von uns, weil wir in Deutschland waren, haben dann mit der Zeit unsere alten Nachbarn aus Deutschland bei Facebook gefunden, waren dann mit denen
- befreundet und diese Menschen, das sind wirklich herzensgute, heldenhafte, unglaubliche
- süße Menschen. Sonst hätte man die ja nicht 20 Jahre später irgendwo gefunden und gesagt: "Oh mein Gott, Frau Krings, hier sind sie." So ne, wirklich
- wundervolle Menschen und diese wundervollen Menschen, das habe ich in mehreren Fällen beobachtet. Als sie dann gesehen haben, dass
- geschrieben haben, so ich war ein Flüchtling, haben sie voll oft geantwortet: "Nein, du warst doch kein Flüchtling, du warst unsere Nachbarin."
- Aber das schließt sich ja nicht aus. Das sind wirklich herzes gute Menschen, die damit auch nur was Gutes meinten. Aber man sieht, dass diesen Leuten im Kopf,
- also wirklich super netten Leuten, in den Kopf gesetzt wurde. Flüchtling ist gleich schlimm, schlimm, schlimm, schlimm, schlimm. Und deshalb wollen sie
- sagen, nee, aber du warst ja nicht schlimm, schlimm, schlimm. Du warst ja was Gutes. Und inzwischen ist flüch auch vor allem
- nicht weiß und nicht europäisch. Also zumindest, wenn man äh die dann ignoriert, aber das machen wir nicht. Ähm, es ist sehr wichtig, also was du da
- gesagt hast, dieses ähm was andere sagen, ich hatte letzten Tagen den Fall bekommen, den mitbekommen, die sich auch mitbekommen
- haben, dass da im Internet ein gewisser Herr Christian nennen, ich weiß nicht wie hieß, egal ist wirklich sein Name egal ähm seine Exfrau, ich sage mal ähm
- ja, Bilder recht von ihr im Internet gegen ihren Willen. Und da habe ich äh in drittweile sehr sehr oft gelesen Unschuldvermutung gilt und natürlich
- sehr furchtbarer Fall und ja natürlich russisch gesehen schon, aber ich frage mich wenn es kein Christ Mohammed gewesen wäre hätte auch nur irgendein
- Schwein tut mir leid unmutung gesagt hätte auch noch irgend gesagt ja aber es gilt doch das Recht und der Täterrecht fährt hätte das irgendeiner gesagt nein
- alle würden sagen, oh Religion oh schau übrig verdechtig abschieben und so weiter. und sofort und das ist auch wieder so eine Sache, wo
- ich merke, wo ich mir denke, merken die Menschen das nicht, was sie da gerade sagen oder wie was für ein ähm eine Dsonanz, die da gerade aussprechen,
- wenn für den einen halt unso Mut wird und für den anderen sofort Abschieberhaft oder ähm wenn für den einen dann gilt,
- ah, er hatte Probleme, er ist bestimmt ein armer arme Einzelfal der anderen heißt das Religion die Religion das Frauenbild das da Menschen sind das die
- Kultur das ist auch wieder so ein ein Ding was die Leute gerne sagen, es ist nicht die Rasse oder die Herr s die Kultur als ob das ein Unterschied machen
- würde dann der Copypaste von der NPD sag ich ja ja eben ähm und bei dem Wort Kultur fällt mir
- eine Ernährung ein, dass ich in der Uni studiert hatte und ich habe damals Kopf getragen. Ich hab es abgenommen. Ich weiß, ich lebe noch großer Schock, ich
- wurde nicht zusamchflagen, ich wurde nicht rausgeschmissen, ich lebe immer meiner Familie ganz ganz gut. Mein Vater ist auch noch hier. Er lt mich immer
- noch, auch wenn ich abgegt habe, aber da war zugekis noch. Und ich habe von einem sehr sehr netten und gut beabsichtten Dozenten damals gehört. Ähm
- lassen sie sich niemals von jemandem in die beirren. Sie machen einen guten Weg in ihrem Studium. Ein gutes Vorbild, gerade mit ihrem kulturellen
- Hintergrund, wo ich mir dachte, was für Hintergrund? Mein Vater ist Kardiologe, meine Mutter ist Theologin. Beide haben studiert und natürlich auch
- studieren. Was für ein Hintergrund kommt? Ich komme aus Buch gut aus einer relativ, ich sag mal so, gut behobenen Kindheit. Ich lebe nicht in Kreuzberg
- oder in Neukölnung, [schnauben] [gelächter] aber trotzdem wurde es so angenommen, dass ich los mit meinem Namen
- [gelächter] oder Kopft und das jetzt keine oder nein bestimmt sehr schön [gelächter] alte neu Kölnchaft. Rassismus.
- Das darüber müssen wir auch reden, aber wirklich ganz klar [gelächter] mit Witz sicher. [räuspern]
- Aber das dann so wegen meinem Kopf noch angenommen wurde. Ich komme aus ganz vielen Verhältnissen. Mein Vater ist Arbeiter, meine Mutter ist analbetische
- Hausfrau. Beide haben ihr letztes Geld geschacken. Nein, also auch wenn ich gemeint war und ich konnte Augen eher nur sagen, ja danke, weil meine Not
- Spiel wirklich muss ein kriegen, ich musste 15 Punkte voll haben, deswegen hab gar nichts gesagt, aber trotzdem auch drüber nach, was das für eine
- einfach eine Anmaßung ist, auch wenn es gut gemeint ist. Ja, vielleicht kurz, also wie entstehen diese Bilder? Das sind ja Narrative.
- Du hast glaube ich gefragt, merken die das nicht? Natürlich merken sie das. Also Rassismus ist historisch gewachsen. Wir haben diverse bringende historische
- Beispiele, die man jetzt aufzielen könnte. Wie verfestigt man solche Narrative? Wie werden solche Bilder verfestigt, so dass Menschen ähm denken,
- z.B. du sprichst aber gut Deutsch ist ein Lob. Mhm. Ne so, dass Menschen denken, woher
- kommst du? Kann ich ja auchus Interesse fragen. Und selbst wenn man dann anfängt zu sagen, okay, es gibt expliziten und impliziten Rassismus. So, wenn dir die
- Community sagt, diese Frage empfinde ich als rassistisch, ich höre sie schon jahrzehntelang und ähm sie verortet mich sozusagen woanders. Deswegen werden
- einige Menschen nie gefragt, wo sie herkommen oder nie gelobt, weil sie gut Deutsch sprechen. Also, das ist ja ein Zeichen für etwas und da ist da steckt
- ein Muster dahinter. Diese Narrative werden ja gezielt gefestigt. Und das ist, glaube ich, äh wichtig zu wissen, dass es nicht immer nur es kann auch
- sein, okay, es gibt auch Fälle von besonderer Naivität und so, es kann auch sein, ähm aber da muss man tatsächlich wachsam sein. Wir haben über Sprache und
- über Macht gesprochen und äh zu schauen, wo und wie kriegen wir diese Definitionsmacht irgendwie zurück. Wer weiß, ähm wie kriegen wir Dinge
- korrigiert und was ist unsere Rolle innerhalb dieses Systems, also die Rolle von jeder einzelnen Person, die sich hier befindet in ihrem eigenen
- Wirkungskreis, um diese Lücke, von der ich gesprochen habe, deutlich zu machen und eben auch aufzubrechen und zu zeigen, der der Rassismus nährt sich von
- Gleichgültigkeit, von Bequemlichkeit, von IGN Ignoranz von betrifft mich ja sowieso nicht, also zu zeigen, dass wir da mit dieser Passivität und dem
- Hinnehmen von bestimmten Dingen eine gesellschaftliche Instabilität hinbekommen. Bereits, das ist schon soweit. Ähm, wir
- müssen nur gucken, wer im Bundestag sitzt, wie das äh in den ähm Ländern aussieht, dass die Gesamtgesellschaft und die
- Demokratie von diesem Rassismus betroffen ist und nicht nur Person XY, die muslimisch aussieht und ein Kopftuch trägt. Also dieses diese gesamte
- Dimension zu erkennen und zu wissen, gerade deswegen müssen wir aktiv werden, gerade deswegen müssen wir die strukturelle und institutionelle
- Dimension nicht verschweigen. Wir haben ja über Medien geredet. Es gibt Studien und dann ist es sehr interessant zu sehen, welche Schlagzeile
- wird gewählt, für welche Studie. Es gibt diverse Studien, wochaftlerinnen und Wissenschaftler davon Abstand genommen haben, wie medial über ihre Ergebnisse
- berichtet wurde. Und auch da steckt dieses Narrativ dahinter, das gefestigt wird. Noch ein Punkt, dann ähm höre ich das erste auf. mediale Darstellung, wenn
- wir ähm wir haben da sehr viele soziale Medien in den sozialen Medien sehen, dass ein ähm Kind aus der schwarzen Community anfängt zu weinen, weil sie
- Ariel als Schwarze sieht. Also, das muss man sich mal einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn ich als muslimische Frau plötzlich erstaunt bin,
- wenn in einem Film eine Muslimin mit Kopftuch Lehrerin ist und eine positive Rolle hat, das sagt so viel aus über die narrative, die mediale Darstellung, über
- wie Wahrnehmung geprägt wird, was Macht bedeutet und was ein Dominanzverhältnis bedeutet und wie eben Gruppierungen definiert werden und dann kommen eben
- solche Aussagen und im Bereich Schule gehört ist die Ungleichbehandlung stabil. Es gibt das Studien Mudat und Max etc. Also noch und nöcher kann man
- alles nachlesen. Ähm bei gleicher Leistung Noten zu vergeben, die ungleich sind und Kindern, von denen man ausgeht, dass sie
- muslimisch sind, nicht viel zuzutrauen. Du machst sowieso keine Karriere, du wirst sowieso verheiratet, du brauchst gar kein Abitur. Das ist nicht, das sind
- keine marginalen Stimmen, sondern das ist etwas seit Jahrzehnten quasi, was wir immer wieder hören. Und da ähm steckt leider also von merken Sie es
- nicht, da steckt Struktur hinter. Das ist ganz wichtig, das zu erkennen und das auch so zu adressieren. Genau deswegen sprechen wir über Rassismus und
- nicht Phobie, Feindlichkeit, sonst irgendwas. Nur ganz kurz zum Kreuzer Kneuköln Rassismus. [gelächter] Ich das ist das
- ist ein so wichtiges unsichtbares Thema, weil das ist ein Code. Kreuzberg, Neuköln, all diese Nachbarschaften in verschiedenen deutschen Großstädten sind
- ein Code für Rassismus, weil guck mal, du bist aus Buxte Hude und du hast Neuköln und Kreuzberg als Negativbeispiel
- genau, [gelächter] wie wirksam ist. Ich habe ein Beitrag beim RBB gesehen darüber, wie immer mehr geklaut wird. Äh und da haben die so ein
- Pärchen, das ein Bioladen hat, interviewt und ich dachte mir, h irgendwie komisch sieht komisch aus, weil ich kenne jede Ecke von
- Kreuzwerköl, weil das übrigens nicht schlimme Nachbarschaften sind. Ich könnte äh keine Ahnung mich mitten auf die Straße stellen und sagen, ich habe
- ein kleines Zimmer, eine Ecke, eine Besenkammer für 2000 € die wäre sofort weg, weil das sind Nachbarschaften, wo jeder leben möchte, aber werden als
- Gegenteil dargestellt. Aber in diesem RBWBW Beitrag ähm ging es halt darüber, wie es immer mehr Kriminalität, immer mehr Ladendiebstille gibt und die haben
- diesen Laden in Neuköln gezeigt und ich habe den Laden danach gegoogelt, der war nicht in Neuköln, der war in Charlottenburg und Charlottenburg ist so
- Reichenwürtel und sowas und RBWstudio ist auch in Charlottenburg und ich habe früher für die gearbeitet. Ich weiß ganz genau, dass es kein Fehler sein konnte.
- Äh, also die haben irgendwie niemanden gefunden und dann haben sie sich gedagt, was nicht passt, wird passend gemacht. Und ich finde das sehr interessant, dass
- wenn man das von außen verfolgt, dann denkt man sich, dass Kreuzberg Köln und der Gölzerpark die Hölle auf Erden sind. Aber wenn man dann mal durch den Göller
- Park spaziert, dann ist das ganz nett und das ist super. Sondern ab einem bestimmten Zeitpunkt haben sogar deutsche Zeitungsredakteure gemerkt, es
- ist peinlich, wenn wir immer wieder gegen die Schwarzen und die Muslime und gegen die schwarzen Muslime hetzen. Jetzt sagen wir mal Glitzerpark, weil
- Glitzer Park ist Code für Afrikaner. Das ist jedem bekannt, der weiß, wie es da abgeht und was da abgeht. Äh und deshalb finde ich, das ist etwas, worauf wir
- sehr achten müssen, dass Rassismus sich nicht mehr nur hinter den Menschen versteckt, sondern mittlerweile sogar hinter Vierteln. Das ist ein Code, wenn
- gegen Neuköln, gegen Kreuzberg, gegen was weiß ich Köln Kalk oder ich habe keine Ahnung, vielleicht Köln Kalk auch für reiche Leute. Wenn dagegen irgendwie
- gehetzt wird, dann ist das Code und meiner Meinung nach, nicht mal meiner Meinung nach, sondern objektiv gesehen, das gefährlichste Viertel in Deutschland
- ist das Regierungsviertel. [applaus] auch kein Witz,
- auch kein Witz, sondern da sind die ganzen AfDer, da sind Lowisten, da sind Taschendiebe, da sind britische Touristen, die besoffen sind. Das ist
- [applaus] Menschen, die die Staatskasse Milliar denn betrogen haben. LKL Komskandal.
- Ähm, ich ich würde, weil du gefragt hast, so ein bisschen über die Ursprüngung, wie kommt es und ich glaube, wir könnten hier alle aus dem
- aus dem Nähklässchen plaudern und auch und ich glaube, es ist wichtig darüber zu sprechen, was hinter dem passiert, was wir medial dann am Ende als fertige
- Produkte, als Interviews, als Talksendungen, als Artikel, als Reportagen etc. dann konsumieren. Und wir kennen alle die Hintergründe von
- Talkshows von ähm diesen Redaktionsdiskussion. Es ist sehr häufig leider so, dass Menschen die und wir wissen, wir haben
- ja gerade über die Macht von Sprache gesprochen, wir haben, du hast über das Phänomen gesprochen von welche Bilder sind wir gewohnt und wie überrascht sind
- wir, wenn mal ein anderes Bild vorkommt, was auch noch positiv konnot ist. Also wir alle kennen das aus ganz persönlicher Erfahrung und oftmals
- sitzen an diesen sehr machtvollen Hebel Menschen, die sich dieser Macht nicht annehmen wollen. Also sie nutzen diese Macht, aber sie wollen die Verantwortung
- für diese Macht nicht annehmen und tun so, als wäre das Ganze nur ein Spiel, als es wäre es nur eine spielerische Unterhaltung und Diskussion über na soll
- man sie noch retten oder nicht, äh soll man abschieden oder nicht. als ging es bei alledemen nicht um realpolitische Konsequenzen, die Menschen entwürigen
- ihrer Lebensgrundlagen bei der Raum, sondern lediglich um so let entertain a thought. äh lass uns ähm über ein eine Sache nachdenken und mal uns wundern,
- wie es denn wäre, wenn und daraus wären tatsächliche äh Realitäten. Und ich würde ähm gerne über darüber sprechen, dass letztlich, ne, du hast es ja auch
- schon gesagt, Melina, Rassismus oder es gibt keine Rassen, es gibt sie de facto einfach nicht. Und wenn man so sich in die Ursprünge dessen
- mal bewegt und schaut, wie das wie dieses Ganze entstanden, dann waren oft einzelne Wissenschaftler in so in 17. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert, im 18.
- Jahrhundert, die versucht haben, die Welt zu vermessen, indem sie dann Schädel gesammelt haben von bestimmten Menschen und ähm ähm oder von Menschen,
- die im Gefängnis äh verstorben sind. Und dann haben sie versucht herauszufinden, ob die Gehirngröße Grund Grund gewesen sein könnte für ihr
- Verhalten. Also dieses Kategorisieren von Menschen entlang von Rassen hat seine Ursprünge in der in dem Fantasma, in der Imagination einzelner Menschen,
- die unter dem Deckmantel von Forschung angefangen haben, den Abstand zwischen Augen, Nasenflügeln, Länge eines Nasenrückens, ähm die von
- Geschlechtsteilen und so weiter, so von Menschen zu vermessen, ihre ähm sie als Objekte zu betrachten und zu glauben, ähm sie könnten kategoris oder sie
- müssten kategorisiert werden entlang bestimmter Faktoren und dann wurden ihnen Eigenschaften äh zugewiesen. Und das krasse ist, es ist komplett
- imaginiert, aber unsere ganze Welt ist auf diese Imagination gebaut und Adri Mary Brown ist eine afroamerikanische Autorin, die das sehr schön auf den
- Punkt gebracht hat und zwar er sagt sie, wir sind in einem Kampf um Imagination. Wir sind also ein Kampf um Vorstellungs ähm um Vorstellungen und sie sagt und
- dann nennt sie eine ganze Liste an Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt ermordet worden sind und sagt am Ende, all diese Menschen sind
- ermordet worden, weil die Imagination, die Vorstellung, eine Gruppe an Menschen sei aufgrund einer konstruierten Rasse, ja, schwarze Menschen seien so
- gefährlich, sodass diese Imagination, diese Vorstellung eine ganze Rasse Menschen konnst du ih vorstell vorgestellt die
- imaginierte Kategorie an Menschen sei geschälich. Diese Imagination, diese Vorstellung ist so mächtig, dass sich Menschen legitimiert fühlen, diesen
- Menschen nicht nur ihr Leben zu nehmen, sie zu ermorden, sondern dafür auch noch nicht belangt werden. Rassistische Polizeigewalt, ob nur in USA oder hier
- wird oftmals nicht hinreichend [räuspern] aufgearbeitet. Über rassistische Strukturen der Polizei kann
- man sich noch mal gesondert ausfühlich unterhalten. Aber ich finde es deshalb wichtig, das sich zu vergwertigen, [räuspern] weil in dem Moment indem ein
- Mensch anfängt sich mit Rassismus, patriarchalen Strukturen und so weiter und so fort zu beschäftigen, dann erkennt man überall, ne, du hast auch
- also auch das das Wort System genutzt, ne? Wir sehen Strukturen, wir sehen, wie ähm sie überall in alle möglichen Gesellschaftsbereiche hineinwirken. Und
- dann kann etwas einsetzen, was ich für sehr gefährlich halte, nämlich zu glauben, so sei die Welt und wir könnten daran nichts mehr ausrichten. Und ich
- sehe das bei sehr vielen, vor allem jungen Menschen, dass die dann die Haltung entwickeln von ähm sozusagen überall den Rassismus zu sehen, aber
- gleichzeitig ihn auch für unausweichlich zu erklären oder glauben, das sei die Art und Weise, wie die Welt geordnet ist und sie könnten daran nichts mehr
- ändern. Und ich will ein letztes Beispiel geben. Äh sehe ich schon dort. Ich höre dann auch auf, weil ähm bevor wir vielleicht dann im nächsten Teil zu
- den Lösung übergehen, wie kann aus einer Vorstellung eine derart gewaltvolle radikale Realität entstehen? Und zwar ist es ein schönes Experiment, das
- sicherlich viele von ihnen, die im Bildungsbereich tätig sind, kennen, weil das haben wir schon paar Studien genannt, so ne, die sozusagen
- Bildungsungerechtigkeit entlang von konstruierten Rassen deutlich machen. Und zwar ist es ein Experiment aus den 60er Jahren, wo ein
- Wissenschaftler in den USA in ein im Bereich Psychologie ein Experiment macht mit seinen Studierenden und äh er hat da gibt eine Gruppe an ein an eine Familie
- an Ratten an Mäusen, glaube ich, waren nicht Ratten, an Mäusen, die er dann einfach randomisiert, also einfach nach Belieben in zwei Gruppen aufteilt, also
- eigentlich eine Familie an Mäusen, die in zwei Gruppen einteilt und dann sagt er zu seinen Studierenden Das sein hier eine ganz besonders
- gezüchtete Rasse an Mäusen, die besonders schlau sein und richtig gut durch Labyrinthe laufen könnten. Und die zweite Kategorie an Mäusen sagte, das
- sei eine besonders dumm gezüchtete äh Gruppe an Rasse an Mäusen. Sie sehen darauf gezüchtet, einen besonders schlechten Orientierungssinn zu haben.
- Was passierte? Er sagte denen: "Und jetzt habt ihr die Aufgabe, diese beiden Gruppen an Mäusen zu trainieren, durch einen bestimmten Labyrinth möglichst
- schnell zu laufen." Was war das Ergebnis? Die äh äh äh schlauen Mäuse waren signifikant besser als die vermeintlich orientierungslosen Mäuse.
- Wie war das passiert? durch die Annahme, durch die Vorstellung, die einen seien besser als die anderen. Es hat sich sofort bei den Studierenden so
- manifestiert, dass sie sie auf eine bestimmte Art und Weise verhalten haben. Sie haben angenommen, imaginiert, der ist dumm, also muss sich nach einer
- bestimmte Art Weise verhalten, haben daraus die Realität geschaffen, dass der wirklich schlechter wurde und bei dem anderen haben sie angenommen, der sei
- gut und und schnell und schlau und deshalb wurde der tatsächlich schneller und schlauer. Ein paar Jahre später haben wurde das Experiment noch mal
- wiederholt und dieses Mal wurde aber folgender Hinweis noch mitgegeben und zwar dieses Wissen darum, dass das speziell gezüchtete Mäuse sein, dürfte
- die Studierenden nicht darin beeinflussen, wie sie mit den Mäusen umgehen und wie sie sie trainieren. Wollt ihr oder wollen sie mal raten, was
- dann das Ergebnis war? gesagt gleich. Das heißt, das Bewusstsein um diese inneren äh Vorurteile, das Bewusstsein, dies komplett imaginierte,
- diese komplett imaginierte Vorstellung, die Welt in bestimmte Rassen einzuteilen, die bestimmte Eigenschaften hätten. Ähm nicht nur werden dadurch
- bestimmte Nachteile und Vorteile für Menschen geschaffen. W [räuspern] das Wissen darum, also dann die an so ein solchen Abend zu verlassen mit dem
- Wissen darum, was das ist mit uns macht. Selbst das ist noch nicht der Schritt, der uns da rausnimmt. Äh selbst dann werden diese Vorurteile noch äh
- reproduziert und damit schaffen wir die eine Realität, die eigentlich auf dem Fantasma der Vorstellung der Imagination einzelner Menschen bewohnt.
- [applaus] Es tut mir leid, du kannst erzählen, was du willst und wie du auch und was du
- auch. ähm unserter Bundesfitz, Entschuldigung, äh Bundes Clown Bundeskanzler, das ist das richtige Wort, der hat ja nun mal
- gesagt, dass die Zuwanderer Schulden sind. Das habe ich erst gestern gehört, glaube ich, aber auch gelesen. Also von daher könnt ihr erzählen, was ihr wollt.
- Das machen wir nach Pause. Ich glaube, ich glaube auch nicht, dass unser Bundeskanzler jetzt irgendwie irgendwelche rassistischen Sachen hier
- spürt. Das glaube ich einfach nicht. Er ist einfach die höhere Autorität. Also, ihr müsst mich noch überzeugen. Tut mir leid. Wir machen jetzt eine ganz kurze
- Pause. Ich habe euch ja die Möglichkeit gegeben schriftlich Fragen an uns zu richten, die ich habe ich habe noch gar keine bekommen, aber wir machen jetzt
- eine Pause für die Muslime. Wie gesagt unten den Deck ein die Möglichkeit zu beten und danke sehr gerne. Wir werden, da Küber ja heute uns leider ein
- bisschen früher verlassen muss, werden wir jetzt gleich mit den zweiten Stein einsteigen und da geht es nicht nur um die um die das um die Benenung des
- Progs, wie gesagt, sondern auch um reale Utopien und die Politik Imagination nennst du das, ne? Also fehlt Vergnügen in Teil 2.
- Sache noch gut, dass du mich dran erinnerst ganz kurz. Michael kom soll ich ganz kurz
- 28. Das ist jetzt am Samstag, ich glaube, ich brauche kein Mikrofon, ich glaube man hört mich, ne? Finde ich die Abschlussveranstaltung der
- internationalen Wochen gegen Rassismus statt und diese Veranstaltung gehört ja mit dazu. Das ist eine von über 40 Veranstaltung und am Samstag [applaus]
- ich bin Michel vom Bunden Block. Wir haben so ein bisschen die Koordination dieses Jahr übernommen, machen das total gerne, weil so ein Abend wie heute, da
- kriege ich wirklich Gänsehaut ist. Ich jetzt schon mal, ich halte mich kurz, weil das soll sofort weitergehen. Sie müssen los und das muss schnell
- weitergehen. Aber eine große Rette, diese Menschen, die wir hier alle sehen, wir sind so schön divers heute Abend. Ich möchte das gern am Samstag
- wiederleben. Ihr seid alle herzlich eingeladen zur Abschlussveranstaltung, weil wir von allen Veranstaltungen, von allen über 40 Veranstaltung Bilder sehen
- werden und das ganze Revue passieren lassen werden. Und es werden zwei Rapper, die extra für diese internationalen Wochen gegen Rassismus
- einen Song, der heißt echte Menschen konzipiert haben, produziert haben, den Weltuhr aufführen, soll auch ein kleines Video entstehen, was wir rausschicken
- wollen. Und diese Botschaft soll sein, Buckstud ist bunt. Buckstud hat echte Menschen, echte Menschen mit Empathie und die keinen Bock auf Rassismus haben
- und das mal ganz Platz zu sagen. Deswegen bitte kommt ab 16 Uhr ins Freizeithaus und feiert mit uns zusammen eine bunte
- Abschiedsveranstaltung. Danke schön. [applaus] möchte ich bevor wir zum Thema kommen eine ganz kurz Stelle aus Kü das Buch
- vorlesen, die auch zu unserer jetzt führen soll und zwar ein Zitat von Tony Morris amerikanischen Autorin. Die Funktion, die ganz ernsthafte Funktion
- von Rassismus ist Ablenkung, hat Tony Morrison einmal gesagt. Er hält dich davon [räuspern] ab deine Arbeit zu tun. Er lässt sich immer und immer wieder die
- Gründe die Gründe deiner Existenzerklärung nennen. Jemand sagt, du hast keine Sprache und du verst 20 Jahre damit zu beweisen, dass du eine
- Sprache hast. Jemand sagt, dein Kopf hat nicht die richtige Form. Also lässt du Wissenschaft daran arbeiten, [gelächter] die Wichtigkeit deiner Kopfform zu
- verlegen. Nichts davon ist notwendig. Es wird immer noch eine weitere Sache geben, noch eine Autorität, noch eine Expertenmeinung, der ich und 1000 andere
- Buch ihre Lebenszeit mit statt uns mit interessanten zukunftsweisen Themen in der Welt zu beschäftigen. Das ist ein sehr wunderschönes und eine
- sehr gute Zusammenfassung des ganzen. Rassismus ist auch ein Menschlich und gewalt ist auch ein Ablenkung für uns ähm Mensch zu sein.
- Anstatt anstatt, dass wir uns unseren Leidenschaften, unseren Hobbys, unsere na Lebensin zuen können, müssen wir immer wieder erklären, warum wir hier
- sind, warum wir existieren, warum die Haut so, warum ist der Kopfdruck so, warum ist Religion so und wie kommt man dagegen an? Wie schafft
- man eben gerade, wie spricht man über wie muss man reden und denken, um dagegen anzukommen? Also es das Argument oder die der Appell
- ist nicht zu sagen, aber wir müssen uns einfach vor diesen Fragen flüchten hinein in eine Welt, die sich nicht mehr mit der Welt beschäftigt und so tut als
- gelbst all diese Missstände nicht. Es ist kein Eskapismus, also es ist keine Flucht aus der Realität, sondern es ist ein Gestalten der Realität. ein Zitat,
- was nämlich für mich dieses Zitat se ein zentrales Zitat, was die ganze Recherche für das Buch an dem ich jetzt arbeite angestoßen hat. Ein anderes zentrales
- Zitat ist ein Zitat, was der Chef ein ehemaliger Chefberater des ehemaligen US-Präsidenten George Domy Bush anonym in einem Interview
- gegenon Zuskin von der New York Times gesagt hat und zwar spricht er dort von der Macht der US-Regierung und dann sagt er, wenn wir also die US-Regierung, wenn
- wir handeln, schaffen wir Realitäten, die ihr dann analysieren könnt und während ihr diese Realität analysiert, handeln wir erneu, erschaffen andere
- neue Realitäten, die ihr dann wiederum auch analysieren könnt. Und so sagt er, wird sich die Welt ordnen. Wir wir sind die Handelndin der Geschichte und euch
- euch ein wird nichts anderes übrig bleiben als zu analysieren, was wir tun. Und als ich das zum ersten Mal las und das Zitat von Tony Morrisons kannte ich
- schon seit vielen Jahren und es hat mich immer wieder auch sehr beschäftigt und zu grundlegend zu einem grundlegenden Hinterfragen meiner gesamten Arbeit
- immer wieder geführt, aber zusammengenommen mit diesem anderen Zitat war das für mich wirklich wie so ein Schlag in die Magengrube, was ich
- mich gefragt habe, so wichtig und elementar die Arbeit ist, die wir hier alle tun, ähm wo wir alle wirklich unsere ganze Lebenszeit nicht nur mit
- verbracht haben, sondern ja auch einen hohen Preis für zahlen mussten und müssen, ne? Ich weiß, was was ihr alle jeweils und ich ja auch dafür einstecken
- musste und müssen für ähm den Einsatz, den auch viele hier im Raum hier jeden Tag leisten. Und dann habe ich mich aber gefragt ähm was bedeutet das für uns in
- der Konsequenz und uns dessen bewusst zu sein, dass das nicht nur eine Ablenkungsstrategie, sondern dass wir auch dazu verdammt werden, lediglich zu
- analysieren, äh wie uns geschieht. Das ist ja dann noch mal quasi ähm eine privilegiertere Position. Ja, es gibt sehr, sehr viele Menschen, die nicht
- verstehen, wie ihnen geschieht, die nur mit Überleben beschäftigt sind. Wir haben das Privilegums hier zurückziehen zu können in einem Raum darüber
- nachdenken zu können, zu analysieren können zu können. eine individuelle Erfahrung, die vielleicht einzelne Menschen für sich machen, diese
- individuelle Ablehnung, die sie erfahren, diese individuelle Entwertung, Entwürdigung, die sie erfahren, zu verstehen, dass es kein eine Schuld
- ihrer ihre persönliche Schuld ist oder dass das was nur sie alleine erfahren, sondern zu verstehen, dass es eine kollektive Erfahrung ist, ist eine das
- ist ja ein Emanzipationsmoment, ja, das ist ja etwas, was Menschen aus ihrer Einsamkeit der Entwürdigung befreit. Aber dann fragt sich natürlich, ne, ich
- weiß, dass ihr alle jeweils daran arbeitet auch Alternativen aufzubauen und trotzdem ist stellt sich mir die Frage, wie viel von unseren Ressourcen
- fließt hinein in die Analyse der Gegenwart und wie viel fließt fließt hinein in das Konstruieren dessen, was wir in der Welt sehen wollen. Und ich
- glaube, dass das aber nichts ist, was nur rastifizierte Menschen beschäftigt, sondern es beschäftigt eigentlich alle Menschen in unserer Gesellschaft. Ob sie
- nun von Armut betroffen sind, ob sie nun von Sexismus betroffen sind, ob sie nun von [räuspern] ähm Ebelismus betroffen sind, ob sie nun
- Menschen sind, die sich mit der Klimaerechtigkeit und der Klimakatastrophe beschäftigen und sich damit beschäftigen wollen, wie ein
- würdevolles, lebenswertes Leben für alle in der Zukunft überhaupt möglich wird. Und wenn man sich einmal anfängt damit zu beschäftigen, dann wird einem
- deutlich, dass unsere Vorstellung von Zukunft kolonisiert sind. Wenn ich wahrscheinlich einmer eine Runde fragen würde, ähm wie stellt ihr euch
- realistisch gesehen die nächsten 10 Jahre vor? Dann würden wahrscheinlich oft so Worte fallen wie äh noch mehr Kriege, Genozide, Faschisierung, Gewalt,
- Unterdrückung, äh Klimakatastrophe. Also ganz viele dystopische Zukunftsvisionen, die alle ihre Legitimation und alle ihren Platz haben.
- Die Frage ist aber, was macht es mit uns, wenn wir unsere Zukunft uns so vorstellen? Und das heißt nicht, dass wir uns nicht mit realen
- Herausforderungen beschäftigen sollen, sondern was passiert mit einem Menschen, wenn das das ist, was er erwartet, was passieren wird. Ähnlich wie bei dem
- Beispiel mit den Mäusen, weil wir erwarten, dass das der Outcome ist, ist ein anderer Outcome, ist ein anderer Ausgang der der Lebenswege möglich, wenn
- wir bereits kollektiv entschieden haben, dass das die bevorstehende Zukunft ist. Was macht es mit uns, wenn unsere Vorstellung davon, wie die Zukunft
- aussieht, so düster ist? Und Antworten darauf sind und bin natürlich nicht die erste, die sich damit beschäftigt und wir sehen aber,
- wie diese Zukunftserzählung dazu führt, dass Milliarden investiert werden in die Rüstungsindustrie, dass Milliarden investiert werden in die Bevölkerung
- Planet Mars, dass Milliarden investiert werden in Bunkerbau, Milliarden investiert werden in Bau von Alternativstädten für die Reichen und
- schönen unserer Welt und so weiter und so fort. Milliarden denn die uns fehlen, um ein würdevolles Leben nicht im Hier und jetzt für alle möglich zu machen.
- Milliarden, die uns fehlen, um Würde in der Gegenwart überhaupt eine Möglichkeit zu machen. Und damit leben wir dann plötzlich in einer Gegenwart, wo
- diejenigen Menschen, die sich für Diplomatie, Frieden, Gerechtigkeit, Würde für alle und all diese anderen universellen Werte einsetzen, plötzlich
- als naiv, realitätsfir sogar fahrlässig dargestellt werden, weil realistisch seien nur Aufrüstung, Militarisierung, Kriege, Töten, Morden, getötet werden,
- äh ermordet werden. haber eine Zukunft, eine Gegenwart damit auch in der Würde für alle, Gerechtigkeit und Fried für alle eine Option sein kann, wird aus
- unserem Denken, aus unserer Vorstellungskraft komplett herausdeiert. Und das ist ein Beraumen, nicht nur von Zukunft, sondern auch von Gegenwart und
- dagegen müssen wir angehen und gerade und du hast am Anfang unserem über sehr schön, finde ich aufgezeigt, was für ein Ideal in unserer Gesellschaft formuliert
- das mit unserem Grundgesetz. Ja, du hast über die Würde des Menschen gesprochen. Wann wurde das formuliert? Etwa in einer Zeit, wo es realistisch war, dass die
- Würde des Menschen unantastbar war, haben die Väter und Mütter das Grundgesetzliches vor über 75 Jahren die Würde des Menschens unantbar
- geschrieben, weil die Würde des Menschen unantbar war. nach einem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, nach dem Holocaust, nach der Ermordung von
- Millionen von Menschen, von Jüdinnen, von Synti Romnia, von Schulenmenschen, von Kommunistinnen und so weiter und so fort. Nein, sondern weil das passiert
- ist. Aufgrund der Geschichte, aufgrund der Notwendigkeit, aufgrund der dringenden Notwendigkeit heraus wurde dieses Ideal formuliert. Nicht, weil es
- realistisch war, sondern weil es notwendig war. Und jetzt aber heute wird plötzlich alles das all den all diejenigen Menschen, die sich für viele
- der Werte einsetzen, die hier schon immer wieder am Wort Raum gefallen sind, sie werden als naiv und utopisch abgetan, als sei das als sein das
- Menschen, die sich nicht mit der Realität auseinandersetzen wollten. Dabei sind das diese Menschen, die Menschen, die sich mit der Realität
- auseinandersetzen wollen, nämlich mit der echten Realität, mit den echten Menschen. [applaus]
- Und deshalb ist es extrem wichtig, dass wir uns nicht nur damit beschäftigen, wie um uns geschieht, sondern dass wir auch Ressourcen, Zeit, Mühe,
- Beziehungen, Geld, ähm äh ähm alle die verschiedenen Ressourcen, die wir haben, investieren, um das zu leben, um das zu praktizieren und was wir in der Welt
- sehen wollen. Und das natürlich bedeutet sich damit zu beschäftigen, was wollen wir denn in der Welt sehen, was für eine in was für einer Welt wollen wir denn
- überlegen. Und in vielen aktivistischen Kreisen hö ich immer wieder diesen einen Satz, nämlich ich werde nicht zu meinen Lebzeiten erleben, dass XY vorbei ist.
- Aber und das finde ich so dramatisch, weil schon in einem, weil schon vorauseilend aufgegeben wird, dass man zur eigene Lebenszeit etwas erleben
- könnte. Und diese Vorwegnahme des Erfolges, Entschuldung, die Vorwegnahme des äh des eigenen [räuspern] Misslingens, wir
- müssen wir müssen den das den Erfolg vorwegnehmen und zwar ein Gelingen vorwegnehmen. Und das macht [applaus] aber etwas
- das macht aber etwas in der Art und Weise, wie wir handeln. Wenn wir vorwegnehmen, dass das gelingen kann und wird, dann handeln wir anders. Und ein
- Beispiel, dann höre ich auch auf, was ich bei der Recherche sehr spannend fand, war äh aus dem Buch von Benia Damchia
- Damcha über bzw. Revolution, so heißt es du, und das schreibt sie über die postrevolutionäre Depression in den ehemaligen Sowjetstaaten
- und äh sagt ähm beschreibt sousagen diese Depression, die ist bei den Eigen ein sozusagen entstanden, weil sie zu spät geboren waren, um den
- revolutionären Kampf mitzuerleben. Und bei den anderen aber wiederum entstand diese Depression, weil sie nicht darauf trainiert waren, das zu erleben, wofür
- sie gekämpft haben, sondern nur darauf trainiert waren zu kämpfen. Das heißt, wenn wir glauben, wir werden zu Lebzeiten XY nicht
- erleben, aber wir müssen dafür kämpfen, dass das die nachfolgenden Generationen tun. Was machen wir? Wir schaffen nicht die Grundlage dafür, dass es jetzt sein
- kann, sondern wir reproduzieren eine Welt, in der das nicht existieren kann. Was heißt es in der Konsequenz? Wie Damschat sagt, in der Konsequenz hieß es
- dann in dem Fall, dass alle kollektiv Suizid begeben müssten, die für eine bessere Welt gekämpft haben, weil sie ja überhaupt nicht vorbereitet sind auf
- eine bessere Welt. Was heißt das für uns? Das heißt, für uns, ein Raum wie heute ist ein eine Vorwegnahme von Orten und Räumen, wo wir über bestimmte Themen
- sprechen können, wo wir in einem anderen Raum, in einem anderen Kontext ganz andere, entwürdigende, vielleicht gewaltvolle Diskussionen führen würden.
- Ähm bzw. Revolution bedeutet, also Räume zu schaffen, wo man versucht zu antizipieren, versucht zu leben, versucht zu schaffen, zu kreieren, zu
- kultivieren äh das was man in der Welt sehen möchte, beispielsweise ein einen respektvollen Umgang miteinander, einen
- rücksichtsvollen Umgang miteinander zu lernen, die Welt nicht nur aus menschlicher Perspektive zu betrachten, sondern auch aus der Perspektive unserer
- anderen Mitlebewesen auf dieser Erde. ähm zu erproben in Rücksicht und in Solidarität miteinander zu sein. Nicht darauf zu warten, bis jemand aufschreit
- vor Schmerz, sondern vorher schon zu merken, da ähm leidet jemand und ich lerne aufmerksam, um mich herumzuschauen und Hilfe proaktiv anzubieten. Die Hilfe
- kann ja immer noch abgelehnt werden, aber ich möchte ein Mensch sein, der in einer Welt lebt, in der proaktiv Hilfe angeboten wird, bevor ein Mensch ähm um
- Hilfe schreit und so weiter und so fort. Und das ist das, was uns als Aufgabe bevorsteht, nicht nur uns also mit gerechteren Zukriffen zu beschäftigen,
- nicht nur uns dessen zu verweigern, dass wir unseres Möglichkeitssinns beschränkt und beraubt werden, sondern bereits jetzt und hier und jetzt also Räume zu
- schaffen, Beziehungsweisen zu schaffen, Orte zu schaffen, Momente zu schaffen, in dem wir leben und praktizieren das, was wir in der Welt sehen wollen. Ich
- [applaus] würde mich sehr freuen, wenn du weiter hier bleibst, bei uns bleibst, aber wenn
- du deine Bahn erreichen willst, müsstest du jetzt los. Ich zu meiner Verteidigung, ich habe eine kleine Tochter, die muss ich
- stillen, die wartet in Hamburg auch mich. Also herzlichen Dank, [applaus] dass
- [applaus] bereich und inspiriert, aber es war's tatsächlich bereich und inspiriert und
- was gibt es schöneres im Land aus Äpfel ein kleines Dankeschöner. Danke schön. Vielen Dank. Vielen Dank für [applaus]
- [applaus] tü muss ich denn entlang? Ich muss mein Handy er viel Spaß und frech [applaus]
- Küler geht würde ich da gerne einmal anknüpfen. Der hat das ja äh geschildert. Ich habe ja vorhin gesagt, die Hoffnung stirbt nie. Also die
- Einstellung äh ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung stirbt. Äh haben wir überhaupt noch Hoffnung? Ich habe ja vorhin über ein paar Studien berichtet.
- Wir haben tatsächlich, wenn man sich mit dem [räuspern] Thema befasst, genug Stoff äh was Fakten basiert ist. Und diese Studien belegen einen immensen
- Vertrauensverlust in staatliche Institutionen, ein Vertrauensverlust in die Stabilität der Demokratie. gerade aufgrund dessen, dass
- die Rassismuserfahrung machen, aufgrund dessen, dass wir eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei, um es korrekt auszudrücken, äh im Bundestag
- haben und ähm dass immer mehr Wählerinnen und Wähler auch diesen Rechtsdruck ähm ja, dass sie ein Teilessen sind und dass sie das mit
- unterstützen, das ist sehr desillusionierend, also die Realität auch nur reaktiv sein zu können und reaktiv sein zu müssen. Das was Kübel
- erzählt hat, eben auch gestalterisch tätig zu sein. Dafür braucht es ja die Räume. Dafür braucht es eben auch die Bereitschaft, diese Räume zur Verfügung
- zu stellen. Nicht alle Menschen haben diese Macht ähm für sich diese Räume zu erobern. Dafür braucht es, was wir Powersharing nennen. Also diejenigen,
- die zu den Privilegierten gehören, die diese Mittel haben, müssen dabei unterstützen, dass diese Räume auch entstehen, damit Menschengestalterisch
- tätig werden können, damit sie auch proaktiv sein können und nicht nur reaktiv irgendwie versuchen irgendwie zu überleben. Ich glaube, das ist ganz
- wichtig, um äh nicht aufzugeben, um sich äh nicht nur mit Ängsten, also in Ängsten wie in so einem Angstkokong leben zu müssen, sondern das ähm
- gemeinschaftlich auf den Weg zu bringen. Und dafür braucht es die Gesamtgesellschaft. Es ist nicht Aufgabe von rastifizierten, marginalisierten
- Gruppen ständig und äh für sich gegen Rassismus anzukämpfen. Das ist Aufgabe der Gesamtgeschaft. [applaus]
- Kann ich noch kurz, bevor wir zu den Fragen kommen, äh bisschen was zu diesem Freddy Skandal heute sagen, dem neuesten Skandal, weil du es auch angesprochen
- hast. Ähm, also ich find's sehr interessant, dass ähm die Klage, die Anzeige von Colin Fernandez wurde in Deutschland fallen gelassen, die
- Ermittlung eingestellt und das Hauptziel vom vermeintlichen Täter ist jetzt dafür zu kämpfen, dass das nicht in Spanien verhandelt wird, sondern in Deutschland.
- Deshalb und wegen tausend anderen Gründen sagen so viele Experten, dass Deutschland ein Täterparadies ist. Und Freddy Merz, der Mann, der über dieses
- Täterparadies regiert und der seit Jahrzehnten dafür mitverantwortlich ist und seit Jahrzehnten nichts gemacht hat, außer kontraproduktive Sachen zum Thema
- Frauenrechte, findet gestern die Worte und die Audacity dafür, also für einen Fall, wo ein weißer Christian eine nicht weiße Frau so behandelt hat, äh findet
- die Audacity ähm Zuwanderer dafür verantwortlich zu machen. Und da könnte ich jetzt 10 000 Fakten dazu sagen, warum es alles falsch
- ist und warum es rassistisch ist und so weiter, aber ich möchte nur dran erinnern, dass Friedrich März die Taliban
- hier in Berlin einspazieren ließ, um mit ihnen zu verhandeln und zu planen, wie man besser Menschen nach Afghanistan abschieben kann. Warum sind diese
- Menschen Dank [applaus] diese Menschen, Warum sind diese Menschen aus Afghanistan überhaupt hier? Weil Deutschland 20 Jahre lang ein
- Angriffskrieg gegen Afghanistan geführt hat, ihre Häuser, ihre Träume, ihre Leben zerbombt hat, sie zerstückelt hat, Menschen, unschuldige Menschen
- nachweislich ermordet hat zu Hunderten und diese Menschen kommen dann nach Deutschland und dann werden die zu den Tetan stilisiert und dann wird uns
- erzählt, guckt mal, wie schlimm diese afghanischen Männer sind, wie schlimm sie ihre Frauen behandeln. Wie werden denn diese Frauen behandelt, wenn du sie
- abschiebst? in diese Hölle, die du mitkreiert hast und die planen das er plant das zusammen mit den Taliban und so weiter und das ist für ihn keine
- Grenze, das macht kein Problem. Genauso wie mit dem Saud Waffendalsplan und so weiter ist kein Problem und gleichzeitig vert er diese [räuspern] Grenzen, die er
- nicht beachtet bei uns in der Gesellschaft zu ziehen. Das ist eine Ablenktaktik. Aber wenn diese Grenzen zwischen MZ und Taliban
- und Saudis und Trump und so weiter nicht existieren, dann sollten sie zwischen uns umso weniger existieren. Wenn die gemeinsame Sachen machen können für
- schlimmes, müssen wir umso mehr für Gutes gemeinsame Sachen machen. [applaus]
- Den Worten hast du auch schon in der Frage aus dem Publikum beantwortet, die eben genau wissen wollte, was die jüngste Aussage von Kitz macht. möch mal
- hinzufügen, wenn es nach März ging zumindest nach März aus den 90ern, da würde einlichkeit der Gewalt von Ewännern kommen, die es nicht als
- Vergewaltigung sehen, wenn sie ihre jetzt trotzdem Sex zwingen, w ganz kurz sagen mn das sah kein Straftat an also zwischen Christian R und ich mehr
- hab deutsch ein sehr Formbild können wir jetzt ganz pauschal sagen, so wie jetzt über sagt, aber sie sollten sich distanzieren
- auf jeden Fall alle [gelächter] ich möchte ihre Distanzierung haben, aber nur die Männer Ich [schnauben]
- möchte, dass wir ab morgen zu jeden [gelächter] auf schckenden Menschen hingehen und sagen, also ich merk immer welchen
- nichts zu tun. Ich das liebe mich vollkommen von denen. Ich liebe Frauen, ich resultiere sie [applaus] nicht
- ganz kurz dazu zu diesem Muslime müssen sich lenzieren und sollte, dass Muslime gefragt werden sogar sich vom IS zu distanzieren. Al-Qida hat sich vom IS
- distanziert. Es ist eine dermaßen extreme, dermaßen kleine Rentgruppe, ist sogar Al-Qaida sich von denen distanziert hat und Leute fragen ihren
- Nachbarn, ob er sich distanziert. Das erstens und zweitens finde ich es interessant, dass der IS Genoxidal Völkermörder ähm aber nie wird drüber
- geredet, dass die auch ein Völkermutter Muslimen verübt haben, ne? Also, die haben Völker gemacht an Jesiden verübt und an Türkmänen, die muslimisch sind
- und von denen sie sogar mehr ermordet haben. Aber komischerweise hören wir davon nichts und dass die meisten Opfer von Terrorismus Muslime sind, hören wir
- auch nicht. Und ich habe in sieben Redaktionen versucht eine Info unterzubringen, nämlich wer sind die größten Terroristen Europas?
- Das sind nachweilig nachweislich nicht nach meiner Meinung, sondern laut internationalen Gerichten in Den Haag. Kadic und Mladic, zwei weiße europäische
- Christen, die auch im Namen des Christentums gemordet haben, die Völkermord, verbrechen gegen die Menschlichkeit sehr vieles Taten, aber
- auch Terror. Und allein der Anklagepunkt zu Terrorismus beinhaltete den Mord, den terroristischen Mord an mehr als 11541 Menschen. Und in sieben Redaktionen habe
- ich versucht das zu sagen, die größten Terroristen Europas, da kommt keine IR, keine RF, keine ETA, kein IS in Europa kommt an diese Todeszahl ran, auch nur
- annähernd. Und sieben Redaktionen wollten nicht zulassen, dass ich das veröffentliche. Und in vielen Fällen, ich glaube nicht, dass das irgendwie
- ideologische Zensur oder sowas, sondern die dachten einfach, das kann nicht sein, das glaube ich nicht, dass die größten Opfer Muslime sind und die Täter
- sind weiße europäische Christen. Also, ich glaube, die konnen das einfach nicht verarbeiten im Kopf. Und warum? Äh, da kommen wir wieder zu den
- Kategorisierungen. Letzter Satz. Äh, wenn so oft über den Genocid in Bosnaken besprichtet wird, ne, also mehr als 100.000 1000 Tote mitten in Europa
- mitten in den 90ern sechs schon Autofahrt von Deutschland dann wird voll oft gesagt selben töteten Muslime. Selben töteten Muslime. Okay, wenn ihr
- die Opfer nach Religion benennen wird statt nach Ethnizität, Wosniaken, bassische Muslime, dann könnt ihr ja auch mal die Täter eine nach Religion
- benennen, weißt du? Europäische Christen st immer so zu schieben. Genau wie Bulgare verprügelt Nachbarn, ne? Oder Tchene verprügelt Nachbarn haben wir ja
- gesehen. Sagen wir mal Europäer haben das getan. Ich glaube, das wäre Katase für Europa endlich mal sich damit zu befassen. Sch so zu tun, als ob das ein
- anderes Problem ist von anderen Leuten. [applaus]
- Also ich da hast du recht. Ich finde es auch immer sehr perfezug auf noch mal, dass anscheinend in Deutschland im Titelist Gewalt gegen Frauen nur dann
- ernst genommen wird, wenn die Kinder in Narrativ passen. Also das muss wirklich für die Opfer auch sehr bitter sein, dass sie tatsächlich nur
- zumindest im Schein ernst genommen werden, wenn man sagen kann, der Täter war Moslem oder Afrikaner oder was auch immer.
- Das ist wirklich sehr perfekt. Also für ein Land, das sich ähm besonders in Bezug auf Islam Muslime als als na ja modern und wir haben Frauenrichtung, wir
- respektieren unsere Frauen, unsere Frauen auch sehr schön. Ähm wie der Rest kommt, ja, das ist politische
- Instrumentalisierung, also es ist ja jetzt kein ähm äh nichts neu erfundenes, ne? genau solche Fälle zu nutzen. Genau, wenn es eben auch weiß und also ich weiß
- nicht, ob man da lachen oder weinen soll tatsächlich, weil das ist ja im Endeffekt der Bundeskanzler, also es ist und dieses Thema mit dem Stadtbild etc.,
- Weil das ist ja gezielt gewollte Politik, um am rechten Rand zu fischen, sich CDU zu nennen, aber eigentlich ja äh AfD Politik äh zu machen, um eben auf
- dem Rücken, ne, auf dem Rücken der ganzen sexualisierten Gewalt gegen Frauen immer noch zu sagen, ja, und ich nehme mal jetzt die Migranten, die äh
- diese gefährliche marginalisierte diese Gruppe und stell sie dann äh unter das äh Scheinwerferlicht und sag: "Ja, und die sind schuld Und das ist ähm Absicht.
- Also, es ist komplette Absicht und gerade deswegen brauchen wir eine wehrhafte Demokratie. Also das sollten nicht wir sein. [applaus]
- Also da muss also eigentlich muss es da ein Aufschrei geben. Da [räuspern] muss was passieren, ähm dass Menschen, die in so verantwortungsvollen Ämtern sind, so
- um sich schlagen können. Äh und also es ist einfach unfassbar. und da wirklich noch die Ruhe zu behalten, geduldig zu sein, zu sagen, okay, ne, wir schauen,
- ähm wie kommen wir hier voran diesem Land? Da gibt es eben ganz viele, die äh nicht so hoffnungsvoll sind und da gibt es ganz viele, die komplett
- desillusioniert sind und ans Auswander denken und und ich glaube, das ist das muss man ernst nehmen. Also, es gibt immer noch Diskussionen, die sagen: "Oh,
- das ist kein Rassismus. Oh, ihr ähm ihr spielt die Opfer und und gehört auch alles wieder zu diesen Mechanismen, aber äh so kommen wir nicht weiter. Wenn wir
- die Demokratie und unsere Rechte und unsere Grundrechte schützen wollen, dann geht es nicht nur um mich als Person, sondern um alle in unserem Umfeld, sich
- einzusetzen, solidarisch zu sein, wachsam zu sein und wehrhaft zu sein. Und das ist, glaube ich, etwas ähm was äh in der Pflicht von uns allen ist.
- Also [applaus] da ist eine sehr na kranke Ironie. Die Menschen, dieen vorpaar veränderten
- Rassen erfunden haben, möchten Norassismus sehen. Also, obwohl sie da ist doch sehr sehr ähm ab man möchte lachen, wenn es nicht,
- dann würde ich lachen. Also ich würde echt, es ist echt komödie, wenn es eben nicht um Menschenleben ginge, aber ja, aber schaut man sich die Politik an.
- Also im Moment gilt die Macht des Stärkeren, nicht die Macht der Menschenrechte und des der Grundrechte, die wir Menschen haben. Und ähm das ist,
- glaube ich, für für die Generation, die jetzt gerade hier aufwärts, für die Jugendlichen, ähm ein ein Zeitalter, wo wir sehr viel Aufgabe haben, um das mit
- ihnen aufzuarbeiten und dabei zu helfen, das irgendwie zu verarbeiten, diese Realität auch zu akzeptieren und gleichzeitig zu schauen, was
- passiert innerhalb der Gesellschaft, also wer steht dagegen auf und wer erhebt die Stimme und wessen Aufgabe ist das überhaupt? Ich glaube, das ist ganz
- wichtig. Wir müssen uns das bewusst machen. Ich habe ja von dieser Lücke gesprochen, ähm diese Lücke eben mit dem zu füllen, was wir alle an Ressourcen
- und an an Potenzial haben. Aber wenn wir schweigsam sind, wenn wir bequem sind, wenn wir passiv sind, wenn wir warten, dass andere das für uns tun, [räuspern]
- ja, dann sind wir immer reaktiv und können nicht gestalten. Ja, stimmt. Also eine Frage was Publikumere da noch mal, bevor wir dann
- noch mal die Richt fragen. Welche Maßnahmen wäre notwendig, um dieses diese gezielte Muslimlichkeit in unser Gesellschaft zu
- bekämpfen bzw. auch zu klären? Ist das überhaupt in diesem Rechtssystem möglich? Da würde ich ganz kurz von etwas sagen. Ich glaube, es ist möglich
- und du hast eben gesagt, es gilt die Macht der Stärkeren und Macht ist bekanntlicherweise Geld. Und ich würde einfach mal ganz ähm
- klassisch ein Boikott oder Boikotte vorschlagen und gerade von ähm Filmen, Personen, äh Hersteller, was auch immer, Politikern, die ähm gezielt und
- kontinuierlich ist da feinliche antimuslimische rassistische Flossgel oder Rhetorik benutzen oder auch sich dafür ein Direkt dafür einsetzen einfach
- ich zu unterstützen. Also kauft nicht bei solchen Leuten ein, gibt nicht euer Geld, aber auf Geld hören sie sind ih egal, Worte sind egal, aber auf Geld
- hören diese Menschen. So haben so hatten wir auch, also ich meine so haben wir auch in einem Land, wo wo es die Kulturküche überhaupt ist, vegane Sachen
- zu merken bekommen, weil die Menschen die geweigert haben bei billigen massepoduzierten, unter furchtbaren äh Zuständen lebende Tiere ähm das zu
- unterstützen finanziell. Future kam ja auch nur soweit, weil die Kinder sich eben nicht mit irgendwelchen Sprüchen haben beruhigen lassen s
- wirklich Veränderung gefordert haben, dafür auch wirklich konsequent die Schule geschwätzt haben und allgemein äh na ja eben dis destruktiv gehandelt
- haben und ich glaube ja destruktiv handeln und eben äh mit dem äh handeln, was spricht, nämlich ja Geld wäre ein Anfang.
- Jail. Genau. Müllermilch, DM und leider auch Fritz Cola, die haben auch CDU irgendwie Geld
- gegeben. Also irgendwer sollte mal so eine Liste oder so eine App machen. Ich glaube, da werden sehr viele Unternehmen sein, aber auf jeden Fall guter Punkt,
- dass dann man muss die Medien viel härter ähm ins Gericht nehmen und auch richtige Konsequenzen haben. Jetzt wie der Presserat funktioniert, das ist
- lachhaft. Z.B. Das Maximum, was man da bekommt kann, ist irgendwie eine Geldstrafe. Die Bildzeitung seit Jahren rechnet einfach ein, dass die
- Geldstrafen immer wieder wegen irgendwie falscher Hetze und so weiter zahlen müssen. Und das ist aber für sie trotzdem lukrativer, weil sie ja voll
- viel verkauften mit den ganzen Lügeng Geschichten und Herz und so weiter. Also so kann das System nicht laufen. Und Medien sind ja das, was den Leuten Dinge
- in den Kopf stellt, weil ich gebe ja auch Lesungen aus meinem Buch und da merke ich voll viele Leute haben so extrem falsche Ansichten, ne? Also ähm
- und das kommt halt davon, dass jeder sein eigenes Leben hat, ne? Also wir sind jetzt eine Wble, die sich für Politik interessiert, aber die meisten
- Leute interessieren sich nicht dafür. Die wissen das, was sie über Islam und Muslime wissen davon, dass was der Nachbar mal erzählt und dann der Kollege
- erzählt was anderes, dann lesen sie eine Schlagzeile, nicht mal den Artikel, aber Sie lesen die Schlagzeile, dann sehen Sie noch ein Meme bei Facebook und so
- weiter und so fort und so aus Stücken formt sich ein Bild, das einfach falsch ist. Und wenn die Medien zu 97% der Fälle, also 97% der Artikel über
- Muslime stellen Muslime als Terroristen oder Kriminelle da. 97%. Wenn das stimmen würde, wenn wirklich
- 97% der Muslime in Deutschland oder auf der Welt Kriminelle oder Terroristen wären, wären alle anderen tot. Ihr seid doch keine Ninjas. Was soll das?
- Und so können wir nicht leben. Also deshalb Medien Woot, du hast recht, in der Politik muss es auch Konsequenzen haben. Afbot und so weiter [räuspern]
- und alles andere hast du so paar Ideen wahrscheinlich. [gelächter] Ja, also es ähm das ist natürlich
- komplex, ne? Auf vielen Ebenen muss etwas passieren, wenn wir wir können einmal die persönliche Ebene, also jede Person, die hier ist, äh kann, wenn sie
- Rassismus beobachtet, etwas tun. Ich weiß jetzt nicht, wie viele Personen hier Rassismus beobachtet haben und wie viele [räuspern] Personen auch
- tatsächlich etwas getan haben. Ich kann nur sagen, [husten] für mich persönlich, ich habe sehr viel Rassismus erlebt und in meinem Umfeld gab es niemanden, der
- irgendetwas getan hat. Also niemand hat was gesagt, niemand hat was geäußert. Ähm alle haben so ihr Ding gemacht und ich wurde irgendwie beleidigt,
- angespuckt, alles was man sich vorstellen kann. Also einmal auf persönlicher Ebene jemanden beistehen, das Wort erheben, sagen stopp, das ist
- rassistisch. Ähm, also aktiv werden auf persönlicher Ebene, ähm, wenn im Alltag was passiert, auch auf persönlicher Ebene, wenn auf dem Arbeitsmarkt, an dem
- Ort, wo ihr alle arbeitet, wenn ihr bemerkt, da gibt es Ungleichbehandlung, da ist irgendetwas, was nicht in Ordnung ist. Wenn man sich nicht auskennt, kann
- man natürlich nachfragen, man kann sich informieren, man kann schauen, gibt es Beschwerden, gibt es zu wenige, es gibt zu wenige unabhängige Beschwerdestellen.
- Gibt es Meldestellen, die gibt es aber es gibt zu wenige Leute, die Fälle melden. Also an wen kann ich mich wenden? Ich könnte jetzt aus Hamburg
- paar Sachen erzählen, wo ich genau weiß, da kann man sich hinwenden. Das ist auch ein Grund, warum ich die Meestelle mal gegründet habe, weil ich gesagt habe,
- Leute, wir müssen das dokumentieren. Wir müssen für euch Unterstützung finden. Also ihr könnt Beratung bekommen, ihr könnt Unterstützung
- bekommen, aber wenn man das alles immer familiär sitzt, man mit Freunden und alle erzählen dann irgendwie zehn Geschichten, was ihnen so passiert ist.
- Keine einzige Person meldet das. Keine einzige Person hat es jemals gemeldet. auch im Kontakt mit der Polizei. In Hamburg ist es so, wir haben keine
- unabhängige Beschwerdelle. Die Beschwerdestelle der Polizei ist bei der Polizei. N kann man schauen, ne, kritikwürdig, was macht man, wie geht
- man vor? Aber einmal diese diese Struktur ähm damit muss man sich leider befassen. Man muss es melden und man muss schauen, wo kann ich hin dann im
- Bildungssystem. Also, ich erfahre Dinge, wenn sie mir zugeschickt werden, eine Klassenarbeit, Mathematik, ein Gymnasium in Hamburg, wo wo es um
- Wahrscheinlichkeitsrechnung geht, wo dann steht äh wenn so und so viel Muslime äh da und da sind, wie viele Muslime von denen sind dann Terroristen,
- wie viele sind gewalttätig? Ähm und das geht die ganze Mattheus so. Ähm, der damalige Schulsenator ist nicht mehr Schulsenator. Ich habe ihm das
- zugeschickt und habe gesagt, ich wüsste gerne, welchen pädagogischen Hintergrund hat das? Ähm, stellen Sie sich vor, oder sitzt ein muslimischer Jugendlicher in
- dieser Matheklausur und denkt sich jetzt, was passiert denn? Also unsere Aufgabe ist, dass wenn wir diese Informationen bekommen, das kann ein
- Schulbuch sein, das kann eine Klausur sein, das kann irgendein Text sein, der in irgendeinem Unterricht benutzt wurde. Ich gehe damit direkt zur Schulbehörde,
- ich gehe zu Schulsenatoren, ich nehme die in die Pflicht und sag so, ne, also wenn man sich dieses Dokument, diese Klassenarbeit, dieses was auch immer ein
- Brief an die Eltern, es ist eine Klassenfahrt und in dem Brief steht ähm äh in dieser Klassenfahrt wird es nicht möglich sein für die muslimischen
- Schülerinnen, Schülern das Gebet zu verrichten, weil das ist ja Schule und das ist un so wie Unterricht [schnauben] und deswegen äh wollen wir schon mal
- informieren, ihr dürft dann nicht beter die Waldfe neh das spricht also es ist gegen die Religionsfreiheit. Es ist gesetzlich
- nicht abgesichert. Schule darf so etwas gar nicht machen. Weiter eine andere Veranstaltung Berufsschule. Ich bin mit über 100 Berufsschülerinnen und
- Schülern. Äh erzähle Ihnen jetzt in diesem Jahr etwas über Fasten in Religionen und Fast und nicht religiöses Fasten. Also die Vielfalt des Fastens.
- Was sind Gemeinsamkeit? Pipra Po. Äh, es werden ganz viele Fragen gestellt. Veranstaltung für Gerufsschülerinnen und Schüler. Dann steht eine Lehrerin auf
- und sagt: "Ja, also ich würde mir wünschen, dass alle äh muslimischen Frauen das Kopftuch ablegen."
- Ich denke so, äh äh Moment, ich sag ähm also erstmal ist es eine Lehrerin. Sie ist der staatlichen weltanschaulich staatlichen Neutralität verpflichtet.
- Das heißt, sie darf Religion nicht bewerten, nicht abwerten, nicht aufwerten. Sie darf religiöse Praxis nicht bewerten, nicht abwerten, nicht
- kritisieren. Sie ist dieser Neutralität verpflichtet. [räuspern] Also äh bedeutet das, dass sie die
- Religionsfreiheit der Schülerinnen und Schüler angreift, indem sie sagt, ja, leg das alles ab, weil das ist ja so äh dann habe ich ihr kurz äh ganz klar und
- deutlich gesagt, also das ist erstmal, wenn wir die Demokratie und die Grundrechte an anschauen, ist es eine antidemokratische Haltung gegen
- Religionsfreiheit im Raum Schule auch noch der staatlichen Neutralität verpflichtet als Lehrkraft, diese Äußerung zu tätigen. Ja, du hast ja
- gesagt, Konsequenzen [applaus] hier, ne? Welche Konsequenzen gibt es? Gibt es Sanktionen? Was passiert mit dieser Lehrkraft? Welche Folgen hat das? Ist es
- einfach nur, oh, sie hat doch nur einen Wunsch geäußert, weil was weiß ich, dann kam auch Afghanistan und Iran und alles kam dann damit rein. Ich habe gesagt,
- wir leben hier in Deutschland, wir haben hier eine Demokratie. Also er alles zusammenzumischen, überhaupt nicht differenziert zu sein und sich nicht
- auszukennen, wann es eine Grenzüberschreitung ist, welche Äußerung eine Grenzüberschreitung ist und äh als Lehrkraft darf man diese
- Äußerung nicht tätigen. Also, die Erfahrung ist, einige wissen wirklich nicht, wann es eine Grenzüberschreitung ist, andere machen es absichtlich. Ich
- weiß nicht, irgendjemand hat, habt ihr hier heute gesagt, Gebetsteppich wegziehen. Ah, das war heute morgen in der Sitzung. Also Schulleiter, die
- sagen: "Ja, da war der der Junge war für mich nicht ansprechbar, der hat gebetet." So und schü eine Schülerin, die sagt: "Mein Lehrer hat mir den
- Gebetsteppich äh weggezogen, während ich gebetet habe, weil das Gebet in Schule ist nicht verboten." So, das Gebet in Schule ist von der Religionsfreiheit
- gedeckt. Es ist verboten, einen Gebetsraum zu fordern. So, aber nicht einen Raum, wo man das Gebet verrichten kann. Es ist verboten während der
- Unterrichtszeit das Gebiet zu verrichten. Also während der Unterrichtszeit zu sagen, oh jetzt ne, ich gehe raus. Auch das aber in der
- Pause muss es einen würdigen Ort geben, wo man ohne kriminalisiert zu werden, ohne radikal als radikal zu gelten, weil man das Gebet verrichtet, äh das Gebet
- verrichten kann. Und auch das sind so alles Themen, die so problematisiert werden, die so kriminalisiert werden, wo dann das Landeskriminalamt angerufen
- wird. Wir haben eben auch Kontakt zum Landeskriminalamt und zur Polizei und hören diese ganzen Fälle. Und ich glaube, das ist also
- es gibt so viele Stellen, wo man was tun müsste. Ich in meiner Funktion weiß, okay, wenn mir sowas gemeldet wird, an wen wende ich mich, von wem fordere ich
- Konsequenzen, wo muss was passieren? Und nicht jeder Mensch hat den gleichen Wirkungsradius, aber ich glaube, jeder jede Person kann für sich aktiv werden,
- weil es sind Grundrechte und Menschenrechte. Es geht ja jetzt nicht darum, ja, alle sollen jetzt irgendwie alle Probleme der Welt lösen, aber
- bestimmte Probleme, wo die Würde von Menschen angetastet wird. Es gibt ja so die goldene Regeln, ne, so was was man selber nicht will, was angetan wird, da
- sollte man auch nicht die Augen verschließen, wenn das jemand anderen passiert. Das ist eigentlich so einfach, ähm da aktiv zu werden.
- Bildungsmaterialien, institutioneller Rassismus. Rassismus in der Behörde, wenn ich in der Behörde merke, da wird irgendjemand irgendwie schräg schräg
- angep, dann still sein und nichts tun ist keine Option. Also äh wir müssen gucken, dass wir die Option, die wir haben, wann schweigen wir, wann reden
- wir, wann tun wir etwas, wann tun wir nichts, dass wir da viel klarer sein müssen in unseren Handlungen, weil Handlung und Haltung gehört immer
- zusammen. Nur die Haltung zu haben, ich bin antirassistisch reicht nicht aus. [applaus]
- Ich weiß, dass wir auch Kommunalpitikerinnen und Politiker, die im Saal sitzen haben.
- Ich will niemanden anschauen, aber äh was das Thema Meldestelle angeht, Rude haben wir, wo melden wir das eigentlich in Guxude?
- Antidiskriminierungsbeauftragte vielleicht. Oh, welche noch mal haben wir abgeschafft wurde. Ja, ich weiß was.
- Ja, also wir haben tatsächlich bis Ende 25 eine gehabt. Eine Antikungsbeauftragte haben wir haben wir nicht mehr eine. Ich weiß, dass hier was
- dafür getan hat, dass es weiter verfolgt wird und so weiter und so fort. Aber geschehen ist dann leider nichts. Vielleicht müssen wir uns an Hamburg
- wieren. Ich weiß es nicht. Weil das ist noch mal, das ist ganz wichtig, ne? Z.B. auch wenn Schülerinnen und Schüler in Schule ungleichbehandelt,
- diskriminiert äh irgendwie rassistisch, die wissen auch nicht an wen sie sich wenden sollen. Die haben kein, also die wissen ja, du bist in so einer
- Machtstruktur, in so einer Macht Hierarchie, wer äh zu wem kann ich überhaupt und diese Transparenz muss vorhanden sein, an wen wende ich mich wo
- und das ist auch Aufgabe natürlich jetzt Aufgabe von Buxute zu gucken. Das hat auch glaube ich niemand behauptet. Also natürlich, wir müssen äh
- Sachen kategorisieren, so funktionieren unsere Köpfe, ne? Äh aber äh ja, es stimmt. Wir haben uns heute zusammengefunden, weil Menschen einer
- Gruppe zugeordnet wurden quasi, ne? Aber weil das relevant ist, weil wenn wir über antimuslimischen Rassismus sprechen, das ist Rassismus gegen eine
- bestimmte Gruppe und so weiter. Aber wenn wir jetzt berichten Bulgare verprügelt Nachbarn, dann ist ja das Bulgare nicht relevant, weil wenn man
- dann mal nach Bulgarien reist, da sind ja nicht Horden von Leuten, die alle ihre Nackbahn verprügeln, ne? Also sein Bulgarischstein hat ihn ja nicht zum
- Straftäter gemacht. oder dass jemand aus Eritrea ist oder Kaner ist oder Pakistan oder sowas oder Tchene macht die ja nicht zu Straftätern und wie gesagt, es
- ist ja interessant, dass manchmal die Ethnizität genannt wird, manchmal die Staatsbürgerschaft, manchmal die Religion und so weiter und so fort und
- in allen Fällen ist es irrelevant. Äh und das ist der erste Punkt. Und zum zweiten Punkt der sexualisierten [räuspern] Gewalt ja, es gibt ja
- verschiedene Formen von sexualisierter Gewalt oder von geschlechtlicher Gewalt. Äh bei häuslicher Gewalt stimmt, es wird viel über häuslicher Gewalt äh
- berichtet. Äh aber das heißt ja nicht, dass über andere Formen von sexualisierter Gewalt, Vergewaltigungen, Stalking und so weiter äh nicht
- rassistisch berichtet wird. Das ändert ja nichts daran und dazu gibt's auch 10.000 Studien. Die kann ich aber jetzt nicht ausführen aus Zeitgründen und
- sogar bei häuslicher Gewalt äh bei Fermeziden sogar da merkt man Rassismus, dass z.B. wenn Horst seine Frau tötet, dann ist es Familienendrama.
- Äh, aber wenn ein Ali es macht, dann ist es Ehrenmord. Und in beiden Fällen wird unsichtbar gemacht, dass das einfach Femizit ist. Und das ist
- kontraproduktiv, weil dahinter steckt das gleiche Machtanspruch gegen Frauen und so weiter. Also, da kann ich jetzt auch schon lange, aber wir haben glaube
- ich nicht viel Zeit. [applaus] Ja, genau. Also, das ist ja auch wieder eine Instrumentalisierung, wann wird die
- Herkunft genannt und wann nicht. Also ich ich lade alle mal dazu ein, so bisschen mit so einem wachsam Auge so Nachrichten zuzuhören oder zu lesen,
- wann wird die Herkunft genannt und wann nicht. Wann ist jemand psychisch krank und wann ist der Terrorist? als ob es keine psychisch kranken Muslime geben
- würde. Also, das ist sehr spannend, aber da muss man wirklich ähm noch mal differenzierter drauf schauen. Aber ich [husten][räuspern] interessiert hier,
- was Sie zum Antidiskriminierungs Büro oder ich weiß nicht beauftragten oder genau. Ich find es wahrscheinlich auch
- super schade, dass wir die nicht mehr haben, aber ich kann nur alle sag man encourag ermutigen, sorry, dass wir dafür dann die
- Gleichstellungsbeauftragte Frau Gabi Schnackenberg in die Pflicht nehmen, denn ich glaube nur, wenn wir da die Case sammeln, also die Fälle sammeln,
- dann können wir auch wieder die Antidiskriminierungsstelle besetzen und also deswegen bitte versucht. Ich hab es vor Jahren mal versucht, das wäre die
- Story von meiner Tochter gewesen, die ich aber jetzt nicht erzählen werde. Görchen Raum. Ich habe es versucht, die Antwort, die ich bekommen habe, ich weiß
- nicht, ob sie die Dame gewesen ist, aber die Antwort, die ich bekommen habe, war ich bin eigentlich hier nur wegen der Gestlestellung. Also das Problem, das
- interessiert mich tatsächlich. Ja, also da würde ich immer empfehlen, ähm Bündnisse. Man braucht Bündnisse. Also, es geht nicht darum punktuell, dass eine
- Person irgendetwas versucht, wenn man bemerkt, das ist etwas, was wir brauchen, das ist etwas, was äh man braucht, so sich zusammenzutun und diese
- Forderung zu stellen, also auch die politische Forderung zu stellen und zu sagen, das erwarten wir als Bürgerinnen und Bürger von Buxte Hude. Wir haben uns
- zusammengetan hier, was weiß ich, für ein dies XY und dann gemeinsam aufzutreten. Ansonsten versandelt das und man nimmt es nicht ernst. Ich
- glaube, da sind wirklich viele Wege vorhanden, da gemeinsam zu agieren und zu schauen, wo können wir, welche Communities packen wir zusammen, um da
- wirklich unsere Forderung zu stellen und dahinter zu stehen und so so lange zu nerven wirklich, bis das auch umgesetzt wird. Und dafür wählen wir ja, dafür
- haben wir ja die Menschen, die Verantwortung übernehmen sollen für die Bürgerinnen und Bürger und dafür sind ja die Wahlen da und da in die Pflicht zu
- die in die Pflicht zu nehmen ist ganz wichtig. Macht das gem gemeinschaftlich und schön, dass wir Kommunalwahlen in diesem Jahr Buchsler haben.
- Ja, dann legt mal los. Und ihr wollt was sagen? Wir fangen mal an. Okay. Wo wir gerade beim Thema
- Kommunalpolitik sind, das ist ja auch hier in der Hude besonders spannend. Äh und zwar hat die CDU inde zwei Anträge im Stadtrat gestellt, die zuvor von der
- AfD gestellt wurden. Einmal in Luxhus und einmal und einmal im Landtag. Unser Ding ist darum, Buch ist sicherer Hafen. Dieser Status sollte entzogen werden und
- das andere ist, dass rechtlich oder ja zumindest recherchiert werden sollte, ob die Bezahlkartentauschaktion rechtend ist. Äh meine Frage ist die,
- weil wir ja auch gerade dabei waren, ne, werden Gruppen über einen kam geschrt, was habt ihr für Erfahrungen gemacht, ähm
- wenn quasi Menschen, die jetzt hier der CDU angehören, ähm kann man solche Menschen zurückholen oder ist es verschwendete Energie? Weil es gibt es
- gibt dann eben so Stimmen, die sagen, ja, da sind ja aber bestimmt auch noch ein paar gute dabei, ein paar so und ähm ja, da wollte ich gerne mal so von euren
- Erfahrungen wissen. Bist du stark Stand? Also, ich glaube, man kann viele Leute zurückhüllen. Ich habe einmal eine ganze Nacht mit einem
- Neonazi, nicht CDO, sondern richtiger Neonazi diskutiert, der anfing Aussage, Flüchtlinge sind wie Krokodile und so weiter. Und ich habe ihm am Ende der
- Nacht dazu gebracht, dass er sagt, okay, ich gehe mal in die Moschee, ich lerne das mal kennen. Also, das kann man machen, aber das ist nicht unsere
- Aufgabe. Es gibt Sozialarbeiter, es gibt Leute, die sind dafür trainiert, es gibt Leute, die sind Neonaziaussteiger, es gibt Leute, die können auf deren
- Wellenläge argumentieren und wissen, was die erreicht. Also da muss man immer gucken, ist es unsere Energie wert und ist es überhaupt zielführend, wenn wir
- das jetzt machen, weil das eigentlich die Aufgabe von Sozialarbeitern und so weiter ist. Ähm und trotzdem würde ich auf individuellem Niveau gucken, weil
- wie gesagt, es gibt Leute, die einfach bestimmte Dinge nicht checken. Vor allem bei der CDU. Äh, ich war ja Flüchtling im Nordrhein-Westfalen, da gibt's viele
- süße Dorfomis, die irgendwie CDU werden oder so, weil sie denken, das steht für Anstand und sowas, ne? Die denken an Adenauer anständ ich glaub heutzutage
- hätten die meisten Leute schon merken sollen was hinter dieser Partei ist. Entschuldige ich will spezifizieren. Ich meine speziell also speziell TDU
- Politiker Parteian. Ah ja okay. Ja, nee, die lost los. Ich [applaus]
- meine auch allein schon diese äh Boah, ich könnte mich jetzt als wir Flüchtlinge waren, ne? Ähm, wir hatten ja damals nicht diese Bezahlkarten, wir
- hatten Gutscheine und dann wird dir gesagt, du musst dich integrieren, du musst dies, das und so weiter. Damals gab's ja nicht mein Internet und
- erstens, wie sollst du dich integrieren, wenn du musst Deutsch lernen, du lebst in einem Container umgeben von anderen Leuten aus Bosnien, Ausland, aus Kosova,
- die alle nicht Deutsch kennen und du willst das dann lernen. Woher weißt du, dass Rchnik Wörterbuch ist? Wisst ihr was für ein riesengroßes Problem es war
- für uns überhaupt ein Wörterbuch zu kaufen, wenn du nicht weißt wo ein Buchladen ist und wenn du da mal reingehst, das stehen 1000 Bücher, du
- weißt nicht, wie du eine Lielschnick findest. Geht dir mal nach Bosnien, fragt nach Wörterbuch, alle schauen euch doof an.
- Also das ist das erste Problem. Und wenn du es dann findest, dann kannst du es nicht kaufen. Du darfst es nicht kaufen, weil du halt nur diesen Gutschein hast,
- den du bei Aldi für bestimmte Sachen ausgeben kannst. Du darfst kein Wörterbuch kaufen. Du darfst nichts kaufen, was dir vielleicht nützlich wäre
- für diese und uns hat gerettet, dass es nette Leute gab, die uns dann spontan an der Kasse gesagt haben, okay, ich nehme deinen Gutschein und ich zahle mit dem
- Gutstein und hier hast du 50 Mark. und dass so etwas dann irgendwie manipuliert wird und dass man dagegen ist und so weiter. Diese Leute sind lost, mit denen
- kann man nicht mehr diskutieren. Man kann versuchen, die Wähler zu erreichen, damit diese Leute nicht mehr an der Mann sind, [räuspern] aber diese Politikerin,
- den muss man sich einfach mal entgegenstellen, weil die wissen genau, was sie machen. [applaus]
- Ich würde auch sagen lieber bei den Wählerinnen und Wählern ansätzen und äh sie fitmachen dafür uns klar und deutlich aufzeigen, welche Partei steht
- für welche Werte, welche Aussagen wurden getätigt etc. Also lieber die Energie äh da reinstecken, dass auch wirklich gewählt wird, Wahlveranstaltung, was
- auch immer, ne? und die Wählerinnen und Wähler ähm dafür wachsamer machen, welche Partei gewählt wird, weil es gibt wie so wie du sagst, ne, die denken dann
- und aber ist nicht so. Und [räuspern] ich könnte jetzt auch aus Hamburg ganz viel CDU geschehen, aber es ist schon, deswegen mache ich das nicht,
- [gelächter] sondern immer gut schauen, worauf fokussiere ich meine Energie, was ist meine Energie wert und was ähm ich glaube, das Publikum hier muss man
- auch nicht überzeugen, dass die CDU nicht mehr die CDU ist von der die Oma dachte, dass sie seid ähm ich ja hier vorne ist noch eine junge Frau, junges
- Mädchen, wenn ich das sagen darf, was noch eine Frage stellen möchte. Ich möchte nur vorweg einmal kurz Werbung machen für die Bezahlkartenaktion, die
- läuft nämlich immer noch weiter. [applaus] Sie wird auch tatsächlich gut frequentiert, muss man sagen. Ich war
- ein paar mal dabei. Das ist hier in der kleinen Fletphilonie, nennt sich das genauso kleinen Fletpfamonie läuft das in regelmäßigen Abständen äh
- und diese Abstände dann noch auf Social Media und so weiter und immer bekanntlich. So, deine Frage. Also, meine Frage wäre warum, also warum
- man rassistisch, also warum man jetzt so komische also rassistisch ist gegen den Menschen so z.B. ist da was passiert oder so. Also ja, es sind ja auch Sachen
- vorgefallen, aber also warum überhaupt? Also ich verstehe das jetzt ganz genau nicht. [applaus]
- Das ist eine sehr gute Frage. Da gibt's Leute, die haben jahrzehntelang ihre ganzen Arbeits Leben damit verbracht, das zu hinterfragen, warum es kommt. Und
- ich glaube, das ist auch so eine Sache, die von Mensch zu Mensch and ist. Bei manchen Leuten ist es einfach, weil die Macht wollen. Z.B. Alice Weidel von der
- AfD, die ist so viele Sachen gegen die die AfD ist, aber die hat gecheckt, okay, ich habe Geld und macht und so weiter, wenn ich bestimmte Dinge
- erzähle. Also, es gibt Leute, die machen das wegen Macht und Geld. Äh, es gibt andere Leute, die sind mit sich selbst und mit ihrem Leben unzufrieden und die
- denken, okay, wenn ich äh jetzt nichts habe, ähm aber ich kann stolz drauf sein, dass ich weiß bin oder ich kann stolz drauf sein, dass vor 500 Jahren
- irgendein Deutscher ein guter Dichter war oder sowas. Ähm, deshalb z.B. Serben und Kroaten streiten sich auch nonstop darüber, ob Ncola Tesla jetzt Serbe oder
- Kroate war. Und ich denke mir, dem Mann war es egal. Also könnt ihr nicht selbst irgendwas schaffen, warum müsst ihr auf ihn stolz sein? Also ich glaube bei
- vielen Leuten kommt's auch so auf einem inneren Hass und da gibt's auch Studien dazu, dass Leute, die irgendwie mit sich selbst unzufrieden sind eher hassen.
- Dann gibt's natürlich auch die Medien, die voll viele Lügengeschichten erzählen, muss man [schnauben] leider auch so sagen. Und dann haben die Leute
- auch einfach falsches Wissen. Ähm also es gibt viele verschiedene Gründe und bei manchen, vielleicht sogar bei den meisten, ist es auch eine Mischung
- davon. Also, aber also die meisten Menschen gehen ja eigentlich auf das Land. Also, also die meisten sagen ja ähm, dass es meistens
- an dem Land ist oder also an der Farbe, aber das ist ja eigentlich ähm das an der Beziehung, also nicht Beziehung, aber halt wieder aufgewachsen
- ist, wenn z.B. deine Eltern dich richtig gut, also eine gute Ziehung hatten, aber deine Freunde dich schlecht gemacht haben und immer die schlechte Sachen
- beigebracht haben oder so, dann wirst du erst zum schlechten Mensch, aber nicht z.B. wenn du jetzt immer gute Erziehung hattest und immer gut bist, aber nur
- wegen Vorurteilen schlecht gemacht wirst und dann irgendwann die halbe Welt denk, dass du böse bist, obwohl du eigentlich sehr nett bist.
- [applaus] Ich liebe dich. Danke. Ich auch. Wir alle [applaus]
- mit lieben Menschen in Kontakt kommen. Es ist einfach so, viele Menschen denken, sie sind was Besseres, wir haben mehr Rechte, sie stehen über anderen.
- Also, ich weiß jetzt nicht, ob du dich mit Kolonialgeschichte und so befassen musstest. ähm was indigene Völker, was Native Americans, also da ja einige
- denken, sie stehen über anderen, so ne, und sie haben äh sozusagen alles verdient und alle anderen äh sind sollen ihnen untertan sein. Das ist leider hört
- sich für uns sehr psychisch krank an, aber das ist Realität und so ist es die ganze Geschichte über immer wieder abgelaufen. Deswegen habe ich ja vorhin
- gesagt, wir müssen wehrhaft sein, also wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Ja, das ist auch gruselig, weil es ja
- nicht, weil die Eltern es ja auch den Kindern sagen und dann irgendwann die Kinder auch Angst kriegen. Ich also, dass die Eltern es dann irgendwann den
- Kindern sagen, guck mal das und die Person und die Person ist bestimmt böse und so und dann irgendwann, dass die Kinder z.B. vor Menschen mit also
- anderer Hauptbe jetzt Angst kriegen nur wegen den Eltern, weil die Eltern sagen, dass die Person und die Personen aus dem Land oder also nach dem Aussehen direkt
- verurteilt werden. Also so das Thema haben wir gerade auch in der Schule, dass man nicht für Auto teilen soll, aber z.B. denk nach, also,
- also ich mache jetzt lieber mit mir ein Vortrag, z.B. wie ich jetzt türkische, also, dass die Menschen denken, dass man nicht ganz viele türkischen, also, dass
- es eigentlich auch nicht stimmt, einfach denken, dass die türkischen vielleicht z.B. tick sind, was nicht stimmt und dann irgendwann auf die Straße dann
- irgendwann jemand denkt, dass ich tick bin, weil ich halb Türke bin und halb deutsche und und dann kennen die mich, lernen die mich kennen und dann w ich
- erfahren die, dass ich vielleicht jetzt nicht eine zickige Person bin. Sehr gut. Genau. Alisa hat jetzt kurz [applaus] erklärt, ähm dass z.B. im
- Osten sehr wenig Kontakt ist mit Muslimen und dass dann äh ja Rassismus höher ist, als wenn man Muslime kennenlernt und Kontakt zu ihnen hat.
- Aber genau da ist es wichtig, dafür ist auch die Schule mit da, ne, dabei zu unterstützen, wenn so etwas passiert, euch dafür fit zu machen. Und ihr, wenn
- euch etwas stört, sollt in Schule natürlich auch sagen, also da habe ich mich unwohl gefühlt oder das war nicht in Ordnung, so dass an diesen Themen
- gearbeitet wird. Also, du bist nicht alleine, du hast deine Familie, du hast die Schule und du hast, wenn ich denke, ich weiß nicht, ein Umfeld, wo, wenn so
- etwas passiert, du Leute hast, mit denen du darüber sprechen kannst, damit das nicht immer so weitergeht, dass Vorurcheide bestimmt. Das ist ganz
- wichtig gibt es auch Sozialarbeiten oder so. Unsere Schule gibt es ganz viele Sozialarbeit. Ja, siehst du wohl. Nimm die alle in die
- Pflicht. Ja, später [gelächter] Leute, wir müssen auch irgendwann nach Hause. Ich habe
- eine Tochter, die alleine zu Hause ist. Sie ist zwar 13, aber ich muss bald los. Darf ich einmal die noch hier noch das sh?
- Ich wollte dann halt noch mal ansprechen, wir sprechen jetzt schon darüber strukturelle Rassismus und wir wissen ja alle, dass das ja tiefe
- Wurzeln hat und das zu verändern nicht leicht ist und ähm wie sie haben ja auch dieses Bildung Teil angesprochen, wie wichtig das ist. Ich wollte nur ganz
- kurz halt von euch dann wissen, dass die also besonders die Eltern, ich komme ja auch aus diesen Zeit und dass die Eltern, weil wir haben ja auch
- gesprochen, dass wir uns ja dagegen wehren sollen und ähm ich finde, wenn man sich dagegen auch werden, also werden möchte und werden soll, dann muss
- man sich ja auch bisschen aneignen und wissen holen und über eine Sache auch über eine Thema sich ähm also wie gesagt unterstützt informieren und äh meistens
- geht das auch äh äh bei den Eltern auch und ähm und in diesem Bildungsbereich, dass man quasi seine, wenn man ja seine Kinder ja selbst ja wissenswert ja
- weitergeben möchte und schützen möchte, muss man ja das ja sich ja selbst bisschen aneignnen und dieses Bildung ja auch mit bringen. Und ich möchte dann
- halt auch wollte dann fragen, wie es ist jetzt z.B., wie, dass sie dann an Eltern appellieren und sagen hier ähm also auch eine Sparre, ne, ist ein wichtiges äh
- Instrument, die man dann auch einsetzen muss, wenn man sich in diesem Bereich ja auch stärken möchte und auch was sagen möchte und auch dabei ist, weil diese
- Entwicklung, die macht ihr einen eigentlich Angst und ganz besonders ist es ja auch so, wenn die höheren Positionen jetzt auch in die Richtung ja
- vorschlagen, aber was alles die höheren Position sagen. Es ist ja auch nicht richtig und weil die ja nur auf eine höhere Position sind,
- heißt das ja auch nicht, dass sie denn auch das Richtige ansprechen. Aber wenn ich darüber auch kein Wissen habe, kann ich gegen auch nichts machen.
- Genau. Da ist also wenn es um das Aneignen von Wissen geht, ist es ähm ich versuche kurz zu machen, ähm nicht darauf warten, dass das Wissen zu einem
- kommt, sondern ähm schauen, welche Angebote gibt es. Also, ich ken jetzt aus Hamburg, es gibt zahlreiche, was weiß
- ich Workshops, Institutionen, äh die verschiedensten Angebote. Welche Angebote gibt es? Wenn ich diese nicht kenne, wen kann ich fragen? Ne, das
- nennen, wir nennen uns ja dann Multiplikatoren. Also, man kann zu uns kommen, man kann sagen, ja, ich brauche Beratung etc. Was meinst du? Wie viele
- Leute sich bei mir wegen XY Z melden. So und dann gucke ich natürlich automatisch, ah, wo äh kann ich das hinleiten und wo ist diese Person gut
- aufgehoben? Also sich Hilfe zu suchen, die Unterstützungssysteme aufzusuchen und sich das Wissen anzueignen und nicht zu warten, dass
- irgendjemand das für einen macht. Das wird nicht Ja, okay. Also [applaus]
- Katharina, also weiß ich super wichtig finde, wir sind gerade so ein bisschen ins CDU Bing gefallen und ich [räuspern] gehöre auch
- nicht zur CDU, aber mir gefällt das ganz gut. Aber aber Kra hat uns eine Version mitgegeben und hat gesagt, Leute, glaubt dran, das
- wurde jetzt gerade irgendwie so ein bisschen negiert und da muss ich deswegen noch mal die Stimme gegen erheben, weil ich glaube, wir können das
- schaffen und wir müssen die dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Das ist Punkt eins. Und zweitens, mir wäre es so wichtig, weil wir haben jetzt gerade
- über die CDU, da waren sie wieder, die Kategorie, wo sie alle reinfallen. Wir sind ja auf der Antidiskriminierungswoche
- und lass [applaus] über die lass über die Sache sprechen nicht bezahlkarte cool. Warum muss ich über die sprechen, die sie doof finden? Lass uns doch
- einfach über die Sache sprechen. Ich glaube, das macht den Unterschied, weil weil diejenigen, die das doof finden, einfach uns das ganze veren
- wollen, [gelächter][räuspern] die die fragen ja nach und die greiten irgendwelche komischen Sachen ein und dann
- und tun so und tun so, als wäre als wäre diese Aktion gänzlich illegal und sie wissen doch selber, dass sie nicht illegal ist und
- das fällt das fällt dann sehr schwer, aber das ist auch da sind wir wieder bei Relevanz und Irrelevanz. Also wer die Betahlkarte cool findet oder nicht ist
- nur relevant, ob die Person es benutzt benutzen muss oder nicht. Von aller anderen, was alle anderen denken, ist mir persönlich scheißegal. Es ist
- irrelevanto, weil wer das nicht nutzen muss, stürz par Kapsel. Sorry, liebe Leute, ich also mein Len kann es
- ruhig weitergehen. Ich weiß nicht, wie ihr das seht. Will, das weiß ich. Hause. Ich ich wollte einmal ganz kurz fragen, wie seht ihr das? Sollte Buch
- solche Formate öfter mal bekommen? Ja, [applaus] tatsächlich war das so in diesem in dieser Woche, wir haben ja als
- Islamische Gemeinde einige Formate angebot, einige Events angeboten und ähm das war generell so die die Rückmeldung, die ich erhalten habe, dass es eine
- Fortsetzung geben sollte von den Sachen, die wir angeboten haben. Deshalb ich finde es super, dass es angenommen wird von euch. Offensich wie steht da bit
- daf. Ähm, ich will noch mal ganz kurz abschließend Werbung machen, bevor es hier aufgelöst wird für die Veranstaltung morgen. Das ist wie gesagt
- der Filmhaben mit Hatas im Kita aus Israel und mit Kais Schamadio aus Palestina um 19:30 Uhr in der VHS und am Samstag der coole Videot bzw. auch das
- Schnittchen mit Schnittchenpy Schnittchenpy. Genau, das sind Freizeitus ab 16 Uhr. Ich
- bedanke mich ganz ganz herzlich bei euch. Ich wollte nur, dass wir kurzes Erinnerungsvideo machen. Wer nicht drauf
- sein will, muss kan so kopen und dann mache ich ein lustiges [räuspern] Emoji bei euren Kopf und die anderen sind dabei und danke fürs kommen, fürs Zeit
- nehmen und folgt mir bei Instag. [gelächter] [applaus]
- auch bei der Veranstaltung. Ja, Name Nachname steht bei der Veranstaltung. So macht irgendwie Laur
- Dank. [applaus]
- Ich möchte noch ganz kurz auf unsere Spendenbox auf unser Spenden Glas
- aufmerksam machen, wenn ihr uns unterstützen wollten. Vielen Dank. Kommt gut nach Hause und hab noch Spaß.
- Men, [applaus] da bin keiner.
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