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Von Gorbatschow zu Putin: So zerfällt die Sowjetunion
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 156 Zeilen
- „Die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts.“
- So nennt Wladimir Putin, der russische Präsident, den Zerfall der Sowjetunion. Aber was ist da eigentlich passiert?
- Im Mittelpunkt steht Michail Gorbatschow, der letzte Staatschef der Sowjetunion. Er wollte das riesige Land reformieren, mit mehr Offenheit, Glasnost,
- und einem Umbau der Wirtschaft, Perestroika. Doch seine Reformen führen nicht zur Erneuerung, sondern zum Zerfall.
- Was wurde aus den 15 Teilrepubliken, aus denen die Sowjetunion bestand? Und wie gelang es Putin, aus dem Chaos der
- 1990er Jahre Profit zu schlagen und sich als Präsident zu etablieren? Ihr merkt: Da steckt viel drin.
- Also, los geht's. Am 11. März 1985 wird Michail Gorbatschow
- zum Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei gewählt und damit zum mächtigsten Mann der Sowjetunion, einer Supermacht,
- die sich aber in einer tiefen Krise befindet. Die Wirtschaft leidet unter der staatlich gelenkten Planwirtschaft,
- die kaum mehr Wachstum ermöglicht und viele Innovationen blockiert. Die Bürokratie ist aufgebläht und verhindert jede echte Veränderung.
- Gleichzeitig führt die Sowjetunion seit 1979 einen verlustreichen Krieg in Afghanistan, der hohe Kosten verursacht.
- Auch das Wettrüsten mit den USA verschlingt enorme Summen und belastet den Staatshaushalt zusätzlich.
- Die Bevölkerung ist frustriert und Gorbatschow erkennt, dass es so nicht weitergehen kann.
- Er startet einen umfassenden Reformprozess. Zunächst tauscht er in einem Generationenwechsel altes Führungspersonal aus,
- geht gegen Korruption vor und beginnt eine Kampagne gegen Alkoholmissbrauch. Für ihn ist Alkohol der schlimmste Feind des Landes,
- weil er Misswirtschaft und moralischen Verfall begünstigt. Seine Reformen bekommen zwei Namen, die weltberühmt werden:
- Perestroika und Glasnost. Was genau dahinter steckt, das schauen wir uns jetzt an
- Durch Perestroika, auf Deutsch „Umbau“ will Gorbatschow die Verwaltung
- und die Strukturen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik modernisieren. Eine Mammutaufgabe.
- Der Umbau der Wirtschaft steht an erster Stelle. Er will die Versorgung von Konsumgütern erhöhen und so
- die Lebensbedingungen für die Bevölkerung verbessern. Es fehlt an fast allem.
- Die Regale sind leer. Grundnahrungsmittel wie Brot oder Butter sind knapp.
- Haushaltsgeräte, Kleidung oder Autos, Dinge, die im Westen längst zum Alltag gehören,
- sind für viele Menschen unerreichbar. Wer einen Farbfernseher
- oder ein Telefon besitzt, gehört schon zur privilegierten Schicht. Auch bei Computern und neuer Technik hinkt die Sowjetunion hinterher.
- Ein Grund für die Misere ist: Der Wettlauf mit den USA verschlingt riesige Summen, und wirtschaftlich ist dieser Wettstreit nicht zu gewinnen.
- Gorbatschow versucht gegenzusteuern. Die Reformen bleiben halbherzig.
- Die Lage der Menschen verschlechtert sich weiter. Gorbatschow glaubt, dass mehr Freiheit und mehr Mitbestimmung
- nicht nur der Wirtschaft, sondern auch dem Staat nutzen können. Sein berühmtes Zitat „Wir brauchen Demokratie
- wie die Luft zum Atmen“ bringt seine Vision auf den Punkt. Auf lokaler Ebene dürfen jetzt mehrere Kandidaten innerhalb der Partei
- antreten, allerdings weiterhin nur aus dem kommunistischen Spektrum. Die Dominanz der KPdSU bleibt unangetastet.
- Echte Mehrparteienwahlen sind nicht vorgesehen. Ein bedeutender Schritt ist die Einführung
- des Kongresses der Volksdeputierten, der künftig Gesetze ausarbeitet. Damit entsteht eine gewisse Gewaltenteilung zwischen
- Parlament und Regierung. Und jetzt kommen wir zum zweiten Schlagwort: Glasnost.
- Darunter verspricht Gorbatschow: „Wir wollen Offenheit in allen öffentlichen Angelegenheiten und in allen Bereichen des Lebens.“
- Also ein transparenter Staat und mehr Presse- und Meinungsfreiheit. Das klingt erst mal alles schön und gut.
- Ob Gorbatschow diese umfangreichen Reformen aber auch wirklich umsetzen kann - dazu später mehr.
- Nicht nur innerhalb des Ostblocks will Gorbatschow einen neuen Ton anschlagen, sondern auch im Kontakt mit dem Rest der Welt.
- Gorbatschow setzt auf Entspannungspolitik gegenüber dem Westen. 1989 ziehen die letzten sowjetischen Streitkräfte aus Afghanistan ab.
- Die zweite Hälfte der 1980er Jahre ist bestimmt durch Annäherung, Abrüstung und Dialog.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg geraten viele mittel- und osteuropäische Staaten unter die Kontrolle der Sowjetunion.
- Moskau setzt kommunistische Regierungen ein, die sich strikt an sowjetische Vorgaben halten.
- Wer sich dagegen auflehnt, wird brutal niedergeschlagen. Der Arbeiteraufstand in der DDR 1953, die Revolution in Ungarn 1956
- und der Prager Frühling 1968 enden alle mit Gewalt und Repression. Die sogenannte Breschnew-Doktrin legitimiert dieses Vorgehen.
- Sie erlaubt der Sowjetunion, in jedem Land militärisch einzugreifen, wenn sie den Kommunismus dort bedroht sieht.
- Gorbatschow bricht mit dieser Linie. Er hebt die Breschnew-Doktrin auf und macht deutlich:
- Die Sowjetunion wird sich nicht mehr das Recht herausnehmen, über die politische Entwicklung ihrer Nachbarstaaten zu entscheiden.
- Damit öffnet er den Weg für Selbstbestimmung und politische Reformen und letztlich für die Abkehr vom Kommunismus.
- Gorbatschow macht das aber nicht aus Idealismus. Die Sowjetunion ist schlicht und einfach nicht in der Lage,
- die hochverschuldeten Ostblockstaaten zu finanzieren. Die Folgen sind historisch.
- 1989 wird Polen demokratisch. In diesem Kontext habt ihr vielleicht schon von Solidarność gehört.
- Ein Video zur Geschichte Polens findet ihr oben auf dem i verlinkt. Im Oktober erklärt sich Ungarn zur Republik.
- Im November fällt die Berliner Mauer, ein Symbol jahrzehntelanger Teilung und Unterdrückung.
- Im Dezember ist die Tschechoslowakei kein kommunistischer Staat mehr. Und so geht es weiter.
- Als sich das sowjetische System Anfang der 90er Jahre zunehmend aufzulösen beginnt, wird deutlich, wie stark die nationalen Bewegungen
- innerhalb des Vielvölkerreichs gewachsen sind. In vielen Republiken entstehen Ideen von Unabhängigkeit. Zunächst meist friedlich.
- Besonders die baltischen Staaten, Litauen, Estland und Lettland gehen früh voran. Sie waren erst seit dem Zweiten Weltkrieg
- Teil der Sowjetunion und hatten eine starke nationale Identität und historische Erfahrungen mit Unabhängigkeit.
- Die Bevölkerung dort organisiert sich schnell und entschlossen. 1990 erklären sich alle drei Länder für unabhängig.
- In Litauen kommt es dabei zu vereinzelten gewaltsamen Auseinandersetzungen, aber insgesamt bleibt der Prozess weitgehend friedlich.
- Die baltischen Staaten setzen damit ein deutliches Zeichen: Die Kontrolle Moskaus ist nicht mehr unumstößlich,
- und der Zerfall der Sowjetunion nimmt Fahrt auf. Im ganzen Ostblock wird jetzt offen über die Verbrechen der Stalinzeit,
- die Fehler der Partei und die Schwächen des Kommunismus gesprochen. Gorbatschow wollte die Sowjetunion als Vielvölkerstaat bewahren,
- aber stattdessen wenden sich immer mehr Republiken ab. Viele suchen die Nähe zum Westen, um nie wieder in russische Abhängigkeit
- zu geraten. Auch wirtschaftlich scheitern die Reformen.
- Gorbatschow gewährt zwar mehr Freiheiten für Betriebe, hält aber am Prinzip der staatlichen Steuerung fest.
- Sein Zögern und seine Inkonsequenz, die Mischung aus Planwirtschaft und vorsichtiger Öffnung führt zu Unsicherheit,
- sinkender Produktivität und wachsender Unzufriedenheit. Statt Wohlstand bringt die Reformphase wirtschaftlichen Stillstand.
- Ein weiterer entscheidender Wendepunkt wird die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
- Am 26. April 1986 explodiert Block vier des ukrainischen Kernkraftwerks. Die Katastrophe zeigt viele der Probleme eindeutig auf.
- Die marode Technologie der Sowjetunion, die weiterhin existierende Geheimniskrämerei
- der Regierung und die miserable Katastrophen und Informationspolitik erschüttern das Vertrauen in den Parteistaat.
- Nur wenige Monate nach Gorbatschows Versprechen von Glasnost Gorbatschow verliert zunehmend die Kontrolle über die Prozesse, die er selbst angestoßen hat,
- und wird vom einstigen Antreiber zum Getriebenen. Im Juni 1991 wird in Russland, der größten und mächtigsten
- Sowjetrepublik, erstmals ein Präsident demokratisch gewählt: Boris Jelzin, ein radikaler Reformer.
- Und dann passiert etwas, das kaum zu fassen ist: Jelzin erklärt gegen den Willen Gorbatschows Russland innerhalb der Sowjetunion als autonom.
- Jelzin und seine russische Regierung erklärten damit, dass ihre Beschlüsse wichtiger seien als die Gorbatschows und der sowjetischen Regierung.
- Die Folge ist eine Doppelherrschaft zwischen zwei Präsidenten und zwei Regierungen.
- Ihr müsst euch das mal klarmachen: Der zentrale Kern der Union, das Land, in dem die sowjetische Regierung
- selbst sitzt, kehrt der Union praktisch den Rücken. Für Gorbatschow ist das ein politisches Desaster.
- Es zeigt, wie sehr seine Macht schon geschwunden ist. Die Sowjetunion,
- die er verzweifelt zu retten versucht, verliert jetzt auch ihr Zentrum und damit wird endgültig klar, dass ihr Zerfall nicht mehr aufzuhalten ist.
- Selbst seine eigene Partei wendet sich jetzt gegen ihn. Reformunwillige Politiker und Hardliner,
- die im sowjetischen Sicherheitsrat sitzen, führen einen Putsch aus. Mitte August 1991 stehen in ganz Moskau Panzer.
- Die Putschisten erklären Gorbatschow für abgesetzt. Der sitzt derweil unter Hausarrest und unter Bewachung
- in seinem Ferienhaus auf der Krim. Allerdings treffen die reformunwilligen Putschisten auf Widerstand.
- Die junge russische Regierung unter Präsident Boris Jelzin und der Widerstand der Bevölkerung der Sowjetunion wollen die Reformen weiter vorantreiben.
- Jelzin bündelt die demokratischen Kräfte und widersetzt sich der Gewalt. Das Parlament und er verschanzen sich im Regierungssitz.
- Die Bürger von Moskau errichten Barrikaden und stellen sich hinter Jelzin. Große Teile des Militärs und der Geheimdienste folgen dem Präsidenten.
- Und so bricht der Putsch zusammen. Die Unabhängigkeit Russlands ist jetzt nicht mehr zu verhindern.
- Der Vielvölkerstaat hat in den Augen der Bevölkerung jede Legitimität verloren. Ein besonders deutliches Anzeichen dafür kommt aus der Ukraine.
- Am 1. Dezember 1991 stimmt eine überwältigende Mehrheit von mehr als 90 % für die staatliche Unabhängigkeit.
- Auch im Donbass und auf der Krim. Das Referendum zeigt, wie weit sich die Bevölkerung
- bereits von der Sowjetunion entfernt hat. In den Tagen danach nimmt der Zerfallsprozess Fahrt auf.
- In Russland verbietet Präsident Jelzin die Kommunistische Partei. Am 8. Dezember unterzeichnen die Präsidenten von Russland, Belarus und der Ukraine
- das Abkommen von Belowesch, das die Sowjetunion faktisch auflöst. Der letzte formale Schritt folgt am 25. Dezember,
- Gorbatschow tritt zurück als Präsident eines Staates, den es gar nicht mehr gibt.
- Zurück bleiben 15 unabhängige Republiken. Heute behauptet Wladimir Putin, die Ukraine sei für den Zerfall der
- Sowjetunion verantwortlich. Ein Narrativ, das auch in Teilen der russischen Gesellschaft Anklang findet.
- Aber historisch ist diese Sichtweise nicht haltbar. Auch in anderen Sowjetrepubliken, einschließlich Russland selbst,
- gab es vergleichbare Unabhängigkeitsbestrebungen. Das ukrainische Votum war Teil eines breiten
- gesamtgesellschaftlichen Prozesses, in dem sich die Bevölkerung vieler Republiken von der Sowjetunion abgewandt hat.
- Russland übernimmt jetzt die zentralen Funktionen der ehemaligen Sowjetunion, darunter den ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat,
- internationale Verträge und die Kontrolle über das Atomwaffenarsenal. Das liegt vor allem daran, dass Russland die größte Nachfolgerrepublik ist,
- die sowjetische Regierung dort ihren Sitz hatte und Russland bereit ist, die Schulden und Verpflichtungen der UdSSR zu übernehmen.
- Damit wird Russland zum offiziellen Rechtsnachfolger und zum neuen globalen Akteur
- anstelle der untergegangenen Sowjetunion. In Jelzins Russland werden verschiedene Reformen angestoßen,
- vor allem in der Wirtschaft. Staatliche Betriebe werden privatisiert. Preise richten sich jetzt nach Angebot und Nachfrage.
- Und ein neuer Finanzsektor mit Banken und Börsen entsteht. Aber die Maßnahmen zeigen nicht die erhoffte Wirkung.
- Das Bruttoinlandsprodukt bricht ein. Die wirtschaftliche Leistung halbiert sich.
- Gleichzeitig nutzen einige wenige die chaotische Übergangsphase, um sich enorm zu bereichern -
- die sogenannten Oligarchen. Eigentlich sollte jeder Bürger durch sogenannte Privatisierungschecks
- Anteile an ehemaligen Staatsbetrieben erhalten. Aber viele verkaufen diese Gutscheine aus Unwissenheit oder Not, oft für wenig Geld.
- So gelingt es Einigen, große Unternehmen günstig aufzukaufen und sich ein Vermögen aufzubauen.
- Eine kleine, extrem reiche Elite entsteht, die mit ihrem Geld zunehmend politischen Einfluss gewinnt.
- Währenddessen verschärfen sich auch die sozialen Probleme. Hunderttausende Menschen verlassen das Land.
- Die Kriminalitätsrate steigt rasant. Zwischen 1990 und 1996 wächst die Zahl der Mafia-Gruppen extrem an.
- Es wird zu einem Faktor, der Politik, Wirtschaft und Bevölkerung stark belastet. 1998 steht Russland kurz vor dem Staatsbankrott.
- Nur internationale Milliardenkredite, auch aus Deutschland, verhindern den Kollaps. Gleichzeitig entstehen blutige Konflikte, etwa im Kaukasus.
- In Tschetschenien beginnt 1994 ein Krieg, der zwei Jahre später mit einer weitgehenden Autonomie endet.
- Aber ohne staatliche Unabhängigkeit. Jelzin wird 1996 erneut zum Präsidenten gewählt,
- ist aber gesundheitlich stark angeschlagen und alkoholkrank. Seine eingeschränkte Regierungsfähigkeit öffnet Raum für neue politische Kräfte.
- Darunter Wladimir Putin. 1998 wird er Chef des Geheimdienstes FSB und gewinnt weiter an Einfluss.
- Obwohl er in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, wird er im August 1999 überraschend zum Ministerpräsidenten ernannt.
- Ein Schritt, der Teil von Jelzins Plan zur Machtübergabe ist. Kurz darauf erschüttert eine Reihe bis heute nicht vollständig
- aufgeklärter Terroranschläge Russland. Mehr als 300 Menschen sterben.
- Putin beschuldigt tschetschenische Terroristen, reagiert mit harter militärischer Gewalt
- und startet den zweiten Tschetschenienkrieg. Er inszeniert sich als entschlossener Kämpfer für Sicherheit
- und Ordnung und gewinnt damit schnell an Popularität. Als Jelzin am 31. Dezember 1999
- überraschend zurücktritt, übernimmt Putin verfassungsgemäß die Amtsgeschäfte des Präsidenten.
- Russland verfügt zwar über demokratische Strukturen, aber die Reformen unter Jelzin bleiben ohne durchschlagenden Erfolg.
- Gleichzeitig beginnt sich die Wirtschaft zu erholen, vor allem durch stark steigende Öl- und Gaspreise und den weltweiten Bedarf
- nach Rohstoffen, die Russland Milliarden in die Kassen spülen. Der Lebensstandard steigt.
- Die Hoffnungen in Putin wachsen. Im März 2000 wird er offiziell zum Präsidenten gewählt.
- Auch im Westen gilt er zunächst als Hoffnungsträger und möglicher Partner, besonders in Deutschland.
- Seitdem hat Putin die Macht praktisch nie wieder aus der Hand gegeben. Die Sowjetunion ist gescheitert. Wie ist Michail Gorbatschows Rolle heute
- zu bewerten? Wollte er zu viel? Die gleichzeitige Wende in der Außenpolitik weg vom Wettrüsten hin
- zur Entspannung und tiefgreifende Reformen im Inneren bei gleichzeitiger Bewahrung des Ostblocks wirken rückblickend wie eine kaum lösbare Aufgabe.
- Aus offizieller russischer Sicht gilt sein Kurs heute als Fehler. Denkt nur an das Putinzitat vom Anfang.
- Für viele andere war Gorbatschows Politik ein mutiger Versuch, mehr Freiheit, Demokratie und Modernisierung zu wagen.
- Zwar entstehen demokratische Strukturen und zivilgesellschaftliche Initiativen, aber vielerorts werden oppositionelle Kräfte unterdrückt.
- Und was 1999 kaum jemand ahnt: Mit Wladimir Putin betritt ein Mann die politische Bühne, der den Zerfall nicht als Befreiung,
- sondern als historischen Verlust begreift und daraus eine neue Strategie entwickelt.
- Putin baut seine Macht im Inneren systematisch aus. Unabhängige Medien, NGOs und politische Gegner werden ausgeschaltet.
- Gleichzeitig beansprucht er die ehemaligen Sowjetrepubliken als russische Einflusszone.
- Die Kriege in Georgien, die Annexion der Krim, die Invasion der Ukraine alles das folgt dem Ziel, verlorene Kontrolle zurückzugewinnen.
- Belarus wird schrittweise in russische Strukturen eingebunden. Die Ukraine soll laut Putin Teil des „historischen Russlands“ sein.
- Außenpolitisch sucht er neue Allianzen, etwa mit China oder dem globalen Süden, um dem Westen ein Gegengewicht entgegenzustellen.
- Und durch hybride Kriegsführung, Cyberangriffe, Desinformation, Wahlbeeinflussung, versucht Putin, liberale Demokratien zu destabilisieren.
- Putin plant keine Rückkehr zur Sowjetunion im alten Sinne. Aber er arbeitet an einer neuen Ordnung, die Russland wieder zur dominierenden
- Macht im postsowjetischen Raum und in Europa machen soll. Habt ihr selbst vielleicht Verbindungen zur Sowjetunion?
- Durch Freunde oder Familie? Oder kennt ihr das Thema eher aus dem Schulunterricht?
- Schreibt es gerne unten in die Kommentare. Und wenn euch russische Geschichte interessiert, dann schaut gerne neben mir.
- Da findet ihr ein Video zum russischen Bürgerkrieg. So entstand die Sowjetunion und direkt darunter einen Dreiteiler,
- eine Dokureihe zum Aufstieg von Putin zur Macht. Schaut auch da gerne mal rein.
- Danke euch fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.
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