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Organisationen, Organisationsstrukturen & Organisationsformen (Wirtschaft Lernvideo)

Lernvideos und Vorträge15:25 49.168 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. [Musik] [Musik]
  2. was genau ist unter dem Begriff Organisation zu verstehen der Organisationsbegriff ist tatsächlich vielschichtig man kann es einerseits
  3. institutionell interpretieren die Unternehmung ist eine Organisation mit einer eigenen Rechtsform als Personen oder Kapitalgesellschaft oder man
  4. interpretiert Organisation als instrumentellen Begriff einerseits konfigurativ man kann also Aufbau und Ablauforganisation gestalten
  5. andererseits auch funktional mit der Gestaltung der Ablauf und Aufbauorganisation versuche ich bestimmte Ziele zu
  6. erreichen wo liegt der Unterschied zwischen einer Aufbau und eine Ablauforganisation im Detail ja man unterscheidet zwischen Aufbau und
  7. Ablauforganisation wobei be das ineinander greift mit der Aufbauorganisation werden Bereiche festgelegt und Weisungsbefugnisse man
  8. unterscheidet bestimmte Kompetenzbereiche und gestaltungsbereiche die von einzelnen Personen ausgefüllt werden die
  9. Ablauforganisation ist dann tatsächlich das Arbeiten in dieser Aufbauorganisation es werden also Prozess Abläufe aktivitätsfolgen
  10. definiert wie die einzelnen Aufgabenträger ihre Aufgaben erfüllen und wie das Zusammenspiel zwischen den gebildeten Abteilung aussehen soll
  11. welche Möglichkeiten gibt es eine Organisationsstruktur zu gestalten grundsätzlich gibt es drei Varianten eine Organisation zu gestalten
  12. funktionale divisionale oder Matrixorganisation bei der funktionalen Organisation fürt man gleichartige Verrichtung zusammen das heißt
  13. organisationseinhealten werden über bestimmte Funktionen ähm gebildet dies bietet sich insbesondere bei jungen und kleinen Unternehmen an solange ein
  14. Unternehmen noch ein einproduktunternehmen ist das heißt tatsächlich nur auf einem relevanten Markt mit einem Leistungsangebot tätig
  15. ist wächst das Unternehmen und werden mehrere Leistungsangebote mehrere Produkte auf verschiedenen Märkten angeboten bietet es sich irgendwann an
  16. die Organisationsform zu wechseln und z.B eine divisionale Organisation zu bilden hier hat man ein sogenanntes objektprinzip das heißt die Divisionen
  17. werden gebildet rund um ein bestimmtes Objekt das können z.B Produkte sein aber auch Kundengruppen oder Märkte oder Regionen ausgehend von diesem Objekt
  18. bilden die Unterabteilungen oder die Untereinheiten einzelne eigenver worliche Divisionen die auch für ihr Erfolg verantwortlich
  19. sind man spricht von sogenannten Profit Centern grundvoraussetzung hierfür ist es dass diese Einheiten zerlegbar und voneinander differenzierbar sind sie
  20. also tatsächlich eigenständig agieren können manchmal ist es sinform sinnvoll Mischformen zu bilden man kann also sowohl funktionaler mit divisionaler
  21. Organisation kombinieren oder man kann wechseln auf eine Matrixorganisation die wir uns gleich noch genauer angucken werden wie lassen sich die
  22. zuvorgenannten Organisationsstrukturen grafisch chulichen die drei Grundtypen kann man sich auch grafisch recht gut vor Augen führen und unterscheiden die
  23. funktionale Organisation bildet also einheitten nach den einzelnen Funktionen nach dem Verrichtungsprinzip hier sehen Sie das Beispiel eines Werkes von BMW in
  24. UK in England am Standort Oxford sie sehen eine Einteilung der einzelnen Bereiche nach zu erfüllenden Funktionen zu beachten ist dass bei diesem Beispiel
  25. sich tatsächlich nur um einen standout halt handelt nicht um ein ganzes Unternehmen eine divisionale Organisationsform sehen wir hier am
  26. Beispiel der Berliner Büromöbel AG die auf der zweiten Führungsebene eine Einteilung nach den Objekten Produkt vornimmt also hier wird unterschieden
  27. zwischen Schreibtischen büroschränken und Bürostühlen die jeweils eigenverantwortlich ihre relevanten Märkte bearbeiten vermutlich wird es in
  28. diesem Beispiel gewisse überschneidungsbereiche zwischen den relevanten Märkten geben aber das kann man in divisionsstrukturen recht gut
  29. organisieren auf der dritten Ebene erkennt man dass hier wieder das Funktionsprinzip Anwendung findet das heißt auf der dritten Ebene wird nach
  30. Funktion organisiert und gleiche Verrichtungen zusammengefasst mit der Matrixorganisation findet man eine Kombination aus diesen Prinzipien und
  31. kann hier am Beispiel der Siemens AG erkennen dass man das z.B dreidimensional miteinander kombinieren kann nach Technologiebereichen
  32. absatzbereichen Regionen oder eben auch nach Funktionen wo liegen die Vor und Nachteile der zuvor vorgestellten
  33. Organisationsstrukturen jede der drei Grundformen hat ihre spezifischen vor Nachteile die man gut in einer Argument Bilanz gegenüberstellen kann hier sehen
  34. wir die Vor und Nachteile der funktionalen Organisation bei der funktionalen Organisation hat man den großen Vorteil dass man Synergien ziehen
  35. kann innerhalb der einzelnen Verrichtungen die sich ganz konzentrieren können auf die Erfüllung der jeweiligen Aufgabe man hat es auch
  36. relativ einfach die Unternehmenspolitik stringent durchzusetzen das klappt sol lange gut solange man in einem einproduktunternehmen tätig ist also
  37. tatsächlich keine verschiedenen Märkte oder verschiedenen Anforderungen von unterschiedlichen Kundengruppen oder Produktbereichen berücksichtig muss auf
  38. der anderen Seite gibt es allerdings auch Nachteile auch innerhalb einer einproduktunternehmung das heißt insbesondere dort wo ich viele
  39. abstimmungsnotwendigkeiten zwischen den verschiedenen Funktionen habe kann es häufig zu Schwierigkeiten kommen oder zu Streitigkeiten kommen die dann immer auf
  40. der obersten Führungsebene ausgetragen werden müssen und das ist häufig problematisch und konfliktionär es ist auch schwierig die Erfolge zuzurechnen
  41. auf der Kostenseite wird es noch relativ gut gelingen zuzuordnen welche Kosten durch welche Funktion verursacht werden auf der Erlösseite ist aber eine
  42. Zuordnung auf einzelne Funktionen eigentlich nicht mehr möglich sodass diese Seite hierbei entfällt wächst das Unternehmen und geht
  43. es über ein ein produktunternehmen hinaus wechselt man häufig in eine sogenannte divisionale Organisationsform die auch wieder spezifische vor und auch
  44. Nachteile hat auf der einen Seite bietet die Möglichkeit der Bildung von Divisionen ein Ansatzpunkt um tatsächlich Verantwortungsbereiche zu
  45. schaffen für die einzelnen Divisionen z.B für bestimmte Kundengruppen oder für bestimmte Leistungsangebote man kann diese
  46. Divisionen dann an die jeweiligen Rahmenbedingungen ausrichten und erhält dadurch eine gewisse Flexibilität auf die veränderlichen Rahmenbedingungen
  47. auch gut eingehen zu können es ist sehr motivierend für die Beteiligten dass sie ihren Verantwortungsbereich haben und klare erfolgszuweisungen haben können
  48. für jede Division eine Erlös und eine Kostenorientierung realisieren kann innerhalb der Division kann man ähnliche Probleme wie bei der
  49. funktionalen ähm Organisation bekommen weil typischerweise die Divisionen innerhalb ähm dieser Organisationseinheit dann wieder
  50. funktional aufgeteilt sind aber der Konflikt findet dann eben nicht mehr auf der obersten Führungsebene statt sondern auf der Ebene der
  51. divisionsführung als Nachteil der divisionsorganisation ist gerade die Frage der Teilbarkeit und der Synergien zu sehen ist es wirklich gut möglich
  52. unabhängige eigenständig agierende Divisionen zu bilden nach bestimmten Objekten und vor allen Dingen wie schaffe ich es noch in der gesamt und
  53. Unternehmung Synergien zwischen den Divisionen zu realisieren hier kommt es häufig zu Eigendynamiken und auch Egoismen der einzelnen Divisionen die ja
  54. durchaus gewollt sind Stichwort Motivation aber es wird eben schwierig für die gesamtunternehmensleitung die Divisionen noch zu einer Zusammenarbeit
  55. zu überreden und das tatsächlich als gemeinschaftliches Unternehmensziel nach vorne zu stellen es droht also ein auseinanderfallen des
  56. Unternehmens in weitgehend separierte Bereiche ein Versuch die vor Nachteile der beiden Grundformen zu kombinieren bildet die
  57. Matrixorganisation hier bildet man eigentlich in einem zwei oder dreidimensionalen Matrixform auf der einen Seite Funktion auf der anderen
  58. Seite dieses objektprinzip ab und schafft ganz bewusst eine Schnittstelle zwischen diesen beiden Bereichen die innerhalb dieser einzelnen
  59. matrixkästchen dann auch gefüllt werden müssen das kann eine verbesserte Möglichkeit sein um auf bestimmte innovationschancen zu reagieren oder
  60. ganz bewusst bestimmte konfliktlösungsmechanismen in dieser Organisationsform zu verankern allerdings und das ist häufig das
  61. Problem bei einer Matrixorganisation man hat für ein äh zugeordnete Verrichtung typischerweise mindestens zwei Vorgesetze die dafür verantwortlich sind
  62. soass Konflikt auch hier vorprogrammiert sein kann weil eben keine klare eineindeutige Weisungsbefugnis gegeben ist das kann auf Dauer zu einem
  63. permanenten Konfliktfeld führen was sehr anstrengend für die teiligen sein kann wie man sieht hat jede dieser Grundformen ihre eigenen Vor und
  64. Nachteile und es gibt nicht die eine ideale Form sondern man muss immer Abwegen was für die jeweiligen Rahmenbedingungen und Herausforderung
  65. die richtige Organisationsform ist die die besten kompromissmöglichkeiten bietet gibt es überhaupt die ideale Organisationsform nein die ideale
  66. Organisationsform gibt es leider nicht es kommt immer auf die Herausforderungen auf die Rahmenbedingung an und es kann auch durchaus sinnvoll sein im Laufe der
  67. Zeit bei veränderten Rahmenbedingungen die Organisationsform zu wechseln es geht eigentlich immer um den Kompromiss einerseits zwischen der
  68. organisatorischen Differenzierung und auf der anderen Seite die organisatorische Integration Differenzierung ist die Aufteilung von
  69. verschiedenen Aufgaben die genügend flexibel auf veränderliche Herausforderung reagieren müssen auf der anderen Seite die Integration das heißt
  70. die Zusammenfassung damit die Nutzung von ennergien bei gleichartigen Verrichtungen oder die Nutzung von Größenvorteilen eine eindeutige Antwort
  71. wo genau der richtige Kompromiss Licht gibt es nicht sondern man muss sich darauf einstellen dass es immer um einen Kompromiss geht zwischen Integration und
  72. Differenzierung welche Rolle spielt das Management einer Organisation zentral für die Organisation ist selbstverständlich das
  73. Management das Management ist allerdings ein vielschichtiger Begriff man kann es einerseits verstehen als institutionelle Interpretation das heißt da geht's um
  74. die führungskräft oder die Manager das sind die Personen die diese Aufgaben erfüllen in Deutschland ist es ert über das Betriebsverfassungsgesetz und
  75. relativ hochrangig angesiedelt das heißt hier sind die Voraussetzungen eine selbstständige Leitung von Personen in der Regel mit personenverantwortung auch
  76. für Einstellung und Entlassung und so die Übernahme der Generalvollmacht im angelsächsischen Sprachgebrauch ist man da etwas offener und legerer und
  77. bezeichnet eigentlich alle Personen die eine bestimmte Führungsverantwortung für Dritte übernehmen vom Meister bis zum Vorstandsvorsitzenden als Mitglieder des
  78. Managements die Personen die das Management bilden üben dann bestimmte Funktionen aus die sogenannten Managementfunktion das heißt
  79. die agieren als führungsverantwortliche und haben eine bestimmte Steuerungsaufgabe lenkungsaufgabe koordinationsaufgabe hiermit beschäftigt
  80. sich die Organisationsforschung schon relativ lange bereits enri fayol hat Anfang des 20 Jahrhunderts eine Strukturierung vorgeschlagen die bis
  81. heute häufig angewendet wird er unterscheidet die ausgeübten Funktionen des Managements dann in die Bereiche Planung organis tion
  82. Personaleinsatz Führung und Anleitung dieser Personen und Kontrolle und Überwachung ob die entsprechenden Maßnahmen auch den gewünschten Erfolg
  83. bringen das verführerische an dieser Unterscheidung ist dass es sehr statisch nebeneinander steht in Wirklichkeit ist es eigentlich mehr ein Lenkungskreis
  84. also ein bestimmter lern und steuerungskreis der sich hier entwickelt das heißt Führungskräfte bilden eine bestimmte Vorstellung eine Hypothese wie
  85. sie glauben dass Rahmenbedingungen relevante Herausforderung bilden sie versuchen Antwort hierauf zu finden organisieren dann ein ein Team von von
  86. Personen die sie unterstützen ähm akquirieren diese Personen weisen diese Personen ein in die Aufgaben die sie zu erfüllen haben und kontrollieren dann ob
  87. das zu den gewünschten Erfolgen führt typischerweise wird es nicht gelingen diese Aufgaben dann immer so zu gestalten dass tatsächlich auch eine
  88. komplette Zielerfüllung gelingt und man fragt sich woher kommen die Abweichung man kann die Rahmenbedingung falsch eingeschätzt haben man kann Fehler
  89. gemacht haben bei der äh Auswahl und Einteilung der Personen oder vielleicht gab es auch bei der Ausführung der Aufgaben bestimmte Probleme hieraus
  90. versucht man zu lernen nachzusteuern und es entwickelt sich dieser lern und steuerungskreislauf der eigentlich das typische Agieren des Managements
  91. bildet sind die Aufgaben des Managements tatsächlich so strukturiert und klar abgrenzbar leider sind die tatsächlichen Aufgaben des Managements nicht so klar
  92. voninander unterscheidbar wie das die Managementfunktionen suggerieren minsberg hat einen interessanten Ansatz entwickelt bei seiner empirischen
  93. Fragestellung was tut das Management denn jetzt tatsächlich und was sind die Aufgaben dieser Führungskräfte er konnte hier zehn Rollen identifizieren die eine
  94. Führungsperson vielleicht sogar gleichzeitig ausübt er hat den Kern auf die Informationsverarbeitung gelegt und unterscheidet hier drei Kategorien
  95. einmal die Gestaltung interpersoneller Beziehung die Aufnahme Verarbeitung und Abgabe von Informationen und das Treffen von Entscheidungen was man vermutlich am
  96. ees mit einer Managementaufgabe auch direkt in Verbindung bringt bei den interpersonellen Beziehungen wird schon deutlich dass die Rollenfunktion sehr
  97. unterschiedlich ausgestaltet werden können eine Führungsperson kann dann einerseits als gallonsfigur agieren und für andere Vorbild sein an denen sie
  98. sich orientieren können es erfüllt vielleicht direkte Vorgesetzten Funktionen ind dem es Anweisungen erteilt ähm oder agiert als Vernetzer
  99. zwischen Personen die verschiedene Aufgaben erfüllen wo es interessant wäre ähm hier Verbindung zu schaffen und diese Personen auch äh zusammenzubringen
  100. permanent und das ist die zweite Kategorie ist die Aufgabe eigentlich wie ein Radarschirm zu agieren und relevante umfeldveränderung wahrzunehmen und
  101. vielleicht auch proaktiv schon darüber nachzudenken wie man agieren oder reagieren könnte man muss diese Informationen an andere übertragen und
  102. auch als Sender fungieren und nach außen hin der Einheit ein Gesicht geben und hier als Sprecherin oder Sprecher fungieren die auch personifiziert als
  103. das Gesicht einer einer Organisationseinheit wahrgenommen wird im Kern geht es auch immer um das Treffen von Entscheidungen vielleicht in
  104. die Richtung auch Innovationen zu überlegen und dann ähm einzuführen also wie kann ich etwas schneller effizienter machen oder wo sehe ich neue Chancen
  105. neue Erlösquellen die es zu erschließen gilt man muss zwischen den einzelnen Personen als Problemlöser fungieren und immer wieder Kompromisse finden man muss
  106. knappe Ressourcen zuteilen auf die verschiedenen Aufgaben und wird hier auch immer wie ein Verhandlungsführer eine Verhandlungsführerin agieren müssen
  107. weil es kontroverse Interessen gibt und Ressourcen die es zu verteilen gilt wie man sieht ist es nicht so klar in der Vorstellung von minzberg wie es die
  108. Managementfunktion von fayol eigentlich suggerieren sondern das Agieren eines Führungsperson ist tatsächlich mehr das Tragen mehrerer Hüte und das Ausüben
  109. mehrerer Rollen im gleichen Zeitpunkt [Musik]
  110. [Musik]

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