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Hitlers Sklaven - Die Geschichte der NS Zwangsarbeiter (2/3): Vernichtung (2020)

Rukuja Fest44:41 727 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 240 Zeilen
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  1. [Musik] ein Verbrechen das den Krieg erst möglich macht vergessen verdrängt
  2. vertuscht insgesamt wurden etwa 13 Millionen Menschen in das Großdeutsche Reich gebracht Sklavenarbeit in NAZ
  3. Deutschland war zentraler Bestandteil dessen was sich in dieser Zeit ereignete durch Arbeit ist eine deutsche Idealvorstellung und das hieß lst sie
  4. uns ausquetschen wie eine Zitrone es hat sich ja vor alle Augen quasi zugetragen etwas mehr als ein Viertel
  5. aller Beschäftigten waren zwangsarbeitskräfte Sommer 1941 in den Fabriken und auf den
  6. Bauernhöfen fehlen weitere 3 Millionen meistjunge Männer sie ziehen in den Krieg gegen die
  7. Sowjetunion das Unternehmen Barbarossa wird von Anfang an als ausbeutungs und Vernichtungskrieg geführt die sowjetische Bevölkerung und die
  8. Kriegsgefangenen sind in den Augen der slawiische Untermenschen deren Leben wertlos ist ihr Einsatz als Zwangsarbeiter ist zunächst nicht
  9. vorgesehen diese stumpfsinnigen Horden aus den stäppen Innerasiens werden heute von der englischen plutokratenklicke als Verteidiger der europäischen Kultur und
  10. Zivilisation gefeiert [Musik] ich habe in meinem Leben wenig gesehen was auf mich persönlich einen so
  11. schlimmen Eindruck gemacht hat wie die deutsche Wochenschau bei den Siegen in den ersten Kriegswochen die massenhaften Kolonnen
  12. von Kriegsgefangenen wurden gezeigt und man wusste was für ein Schicksal ihnen bevorstand also diese immens hohen Todeszahlen bei den sowjetischen
  13. Kriegsgefangenen von über 5,7 Millionen die da in deutscheer Hand waren sterben dreieinhalb Millionen kommen in deutscheer Hand
  14. um und zwar zum großen Teil auch in den besetzten Gebieten in den Lagern dort der vergessene Massenmord allein in den ersten sech Monaten des Feldzugs
  15. sterben über 2 Millionen sowjetische Soldaten in deutscher [Musik] Gefangenschaft das ist ja sehr sehr
  16. schade dass dass dieses Leid der sowjetischen kriegsgefangen wie ich finde auch noch viel zu wenig in unserer Erinnerungskultur hier in Deutschland
  17. verankert ist Millionen in den neu eroberten Gebieten bekommen jetzt den tödlichen Rassismus zu spüren den die Nazis in
  18. Deutschland schon länger verfolgen er trifft auch Sinti und Roma sie galten als lebensunwertes leben sie wurden ausgegrenzt sie wurden
  19. diskriminiert den wurden viele Bürgerrechte aberkannt ihm wurde die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt Otto Rosenberg er ist noch ein Kind als
  20. nsbehörden in Berlin die Sinti und romma in ein sogenanntes [ __ ] Lager sperren mit 13 Jahren muss er Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie
  21. leisten mit 16 wird er nach Auschwitz deportiert selbst die Kinder mussten in Auschwitz die Lagerstraße pflastern
  22. und alles mussten sie dort leisten jede Arbeit ja und es war eine schwere Arbeit und wer nicht arbeiten konnte wer nicht zum Arbeitseinsatz taugte der war e dem
  23. Tod ausgeliefert er sagte man hat die Leute sich so lange ausarbeiten lassen bis sie keine Kraft mehr
  24. hatten im sogenannten [ __ ] lagager von Auschwitz trifft Otos auf seine Großmutter und weitere Verwandte im Gegensatz zu anderen Opfergruppen werden
  25. die Sinti und Roma nicht von ihren Familien getrennt kann mir vorstellen wenn man selbst betroffen ist für sich dann ist
  26. das schon schlimm aber wenn man mit anschauen muss wie die Familie dann Zug Grunde gerichtet wird geprügelt wird und das
  27. istchtbar die durchschnittliche Lebensdauer für Arbeit auschwiz wie Otto Rosenberg beträgt nur wenige
  28. [Musik] Monate eine Zeit lang sieht es so aus als sei auch gegen die Rote Armee ein schneller Sieg möglich doch die Verluste
  29. sind hoch die Ostfront braucht immer neue Soldaten es ist klar dass Arbeit von Anfang an ein Problem darstellt wenn sie
  30. Männer in den Krieg schicken müssen Sie sie dort ersetzen wo sie vorh das Leben der sowjetischen Kriegsgefangenen ist nichts wert bis
  31. Anfang 42 und dann meldete sich der Bergbau aus dem Ruhrgebiet und sagte wir haben keine Arbeitskräfte mehr wir können keine Steinkohle mehr fördern die
  32. wir brauchen um Stahl herzustellen um deutsche Waffen zu schmieden wir brauchen die sowjetischen Kriegsgefangenen erst dann genehmigten
  33. die obersten Reichsbehörden den Einsatz sowjetischer kriegsgefangen hat zunächst im Bergbau und dann aber auch in vielen anderen Sektoren der
  34. Wirtschaft für die Nazis aber ist das ein ideologisches Problem die vermeintlichen Untermenschen aus dem Osten sollen eigentlich nicht ins Reich
  35. kommen doch der Mangel an Arbeitskräften zwingt zu Kompromissen hunderttausende werden nach Deutschland verschleppt und systematisch
  36. an Interessenten verteilt zunächst mal wurden sie in in Durchgangslager gebracht in denen sie
  37. erfasst wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsämter und dann wurde zunächst mal geguckt welche Firma hat welche Zwangsarbeiter
  38. beantragt wie auf einem Sklavenmarkt wie hier in Stuttgart organisiert die Wehrmacht im ganzen Reich die Verteilung der neuen Zwangsarbeiter es sind viele
  39. sie sind billig Sie haben keine Rechte und sie ermöglichen der deutschen Wirtschaft weiter zu
  40. produzieren nach dem Krieg werden viele Firmen behaupten man habe sie gezwungen Zwangsarbeiter einzusetzen tatsächlich haben wir nicht
  41. einen einzigen Beleg dafür dass einer deutschen Firma einem deutschen Bauern einem deutschen Privathaushalt Zwangsarbeiter von der NS
  42. Arbeitsverwaltung aufgezwungen worden wären ganz im Gegenteil die die Firmen haben sich um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
  43. gerissen ein Geschäft das sich lohnt für die deutsche Wirtschaft ein deutscher Arbeiter verdient in einer ruhzeche A reichsmarkt 72 am Tag netto
  44. Zwangsarbeiter kosten je nach Herkunft und Status nur einen Bruchteil zivile Zwangsarbeiter aus dem Westen und aus Polen bekommen schon
  45. wesentlich weniger Ostarbeiter aus der Sowjetunion und westliche Kriegs erhalten wenig sowjetische Kriegsgefangene fast nichts KZ Häftlinge
  46. gar nichts bei ihnen zahlen die Arbeitgeber zwischen vi und se Reichsmark pro Tag direkt an die
  47. SS die SS kontrolliert die Konzentrationslager und wird dann auch zu einem sehr wichtigen wirtschaftsakteur
  48. steht dass sie mit den Lagern sehr viel Geld verdienen kann und so werden sie zu Arbeitslagern im Grunde werden fast alle
  49. Konzentrationslager zu [Musik] Arbeitslager der Traum vom schnellen
  50. Sieg platzt im Winter 1941 42 das nsreime muss die Kriegswirtschaft umstellen für einen langen [Musik]
  51. Krieg der Gauleiter von Thüringen Fritz saukel er organisiert das Heranschaffen von Menschen aus den besetzten Gebieten um sie zur Arbeit zu zwingen bis
  52. Kriegsende wird er verantwortlich sein für die Verschleppung von 7,5 Millionen [Musik]
  53. Menschen ab 1942 als Fritz saukel verantwortlich wird für die Arbeitsbeschaffung und Albert für das rüstungsministerium wird
  54. versucht arbeitskräfteus ihrer Sicht effizienter einzusetzen sie sagten wenn wir das nicht tun können wir den Krieg nicht gewinnen also müssen wir Arbeit
  55. effektiver einsetzen dankbarer Abnehmer dieser Arbeitskräfte ist Albert Speer
  56. 1942 steigt er zum rüstungsminister und Leiter der Organisation Tod auf seine Bauprojekte und die Rüstungsindustrie profitieren von den Arbeitssklaven aus
  57. dem Osten was schon in Polen und in Westeuropa nicht gut funktionierte wird jetzt im
  58. Osten wieder versucht das Anwerben von Menschen um sie ohne Gewalt nach Deutschland zu locken das Versprechen wer freiwillig unterschreibt muss nicht
  59. weiter hungern diese Freiwilligkeit stand im Zusammenhang mit einer selektiven
  60. hungerpolitik in den besetzten Gebieten Menschen verhungerten zu 10tausenden und da war die Aussicht dass man in Deutschland vielleicht besser
  61. verpflegt wird dass man sogar noch Nahrungsmittel an die Angehörigen versenden kann für einige an Anreiz sich da freiwillig zu melden in dem Moment wo
  62. sie dann aber in den Zügen saßen und ins Reich deportiert waren und dann in den Lagern angekommen sind oder an ihrem Arbeitsplatz hatten sie ja keinerlei
  63. Freizügigkeit mehr sie konnten nicht sagen nee ich möchte jetzt zurückfahren für die Menschen in den eroberten sowjetischen Gebieten folgt auf die
  64. Tyrannei des Stalinismus jetzt die mörderische Herrschaft der [Musik]
  65. Nazis die deutschen plündern und Morden dennoch wollen die meisten lieber bleiben als sich abwerben zu lassen zur Arbeit in
  66. Deutschland jetzt verwandelt sich Druck in Gewalt und treibjagten man jagt Menschen aus stellen und treibt sie mit vorgehaltener
  67. Waffe zu den Lastwagen und bedroht ihre Familien wenn diese versuchen sie aufzuhalten unbeschreibliche
  68. Szenen es herrschen tiefe Angst und Furcht vor diesen Deportationen die zum Frühjahr Sommer 1942
  69. einsetzen die Praxis der Verschleppung in Polen wird auf die Ukraine Land und das Baltikum übertragen es trifft zunächst vor allem junge
  70. Frauen häufig mussten sie sich ausziehen um medizinisch untersucht zu werden ein absoluter Schock und eine Demütigung besonders für junge Frauen sicher auch
  71. für junge Männer aber für junge Frauen ganz besonders obwohl die deutschen jede Arbeitskraft dringend brauchen erwartet die
  72. Zwangsarbeiter aus dem Osten vor allem Gewalt und [Musik] Unterernährung
  73. 1942 als das Regime seinen Höhepunkt erreichte und das für Sauk so schien als sei der Himmel die Grenze und das stünden endlos Arbeiter zur Verfügung da
  74. musste man sich nicht besonders um sie kümmern das System der NS Zwangsarbeit erreicht ungeahnte Dimensionen innerhalb eines
  75. Jahres werden über 1,3 Millionen Menschen aus der Sowjetunion nach Deutschland verschleppt über 4,5 Millionen ausländische Arbeitskräfte
  76. sind nun im Reich die meisten aus Polen Frankreich und der [Musik] Sowjetunion das nsreime bestimmt penibel
  77. wie die deutsche Bevölkerung mit den Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion umzugehen hat am 20 februar
  78. 1922 kommen die ostarbeitererlasse am Arbeitsplatz zum Teil vereint privat strickt getrennt so wollen es die Nazis die Zwangsarbeiter
  79. aus der Sowjetunion unterliegen einer Kennzeichnungspflicht und dürfen ihren Arbeitsplatz nicht verlassen deutsche Vorgesetzte dürfen Ostarbeiter züchtigen
  80. sie müssen gesondert untergebracht sein bekommen weniger Lohn und schlechteres essen als die Deutschen der Lohn darf meist nur im Lager ausgegeben werden sie
  81. dürfen keine Wertgegenstände besitzen Kontakt zu deutschen ist verboten auf Sex mit deutschen steht die
  82. Todesstrafe das Fazit dieser Geschichte ist dass die Gesetze und Vorschriften der Nationalsozialisten für die Arbeiter zur
  83. Folge haben dass sie völlig abhängig waren und zu Sklaven gemacht wurden vom Standpunkt der NS Ideologie ist das Leben von Sowjetbürger nahezu
  84. wertlos ihre Arbeitskraft aber zunehmend kriegswichtig ein unlösbarer Konflikt ökonomische Zwänge gegen rassenbahen wo man dann doch auch von
  85. den von den Deutschen Fachkräften so Aussagen lesen kann ja die sind ja eigentlich die sind so entkräftet und so in so einem
  86. schrecklichen Gesundheitszustand dass die ökonomisch eigentlich gar nichts mehr bringen also eigentlich ist das gar nicht produktiv und gehucht gar
  87. keiner ökonomischen Rationalität die jetzt hier als als Arbeitskräfte einzusetzen Millionen Zwangsarbeiter kämpfen um ihr Leben unter viele S und
  88. Rom Regisseurin Lini Riefenstahl dreht seit 1940 einen Film Tiefland sie braucht Statisten das Regime stellt ihr Zwangsarbeiter aus den Lagern marzan und
  89. Max Glan zur Verfügung und dann brauchte man halt Leute die dunkel Aussehen es sollte ja ein Film sein der in Spanien spielen
  90. sollte Menschen mit dunklem Tor mit dunklem Haar und dafür wurden dann die zinti aus dem lagermzahn quasi geordert ältere
  91. Leute junge Leute Kinder und die standen ihn dann frei zur [Musik] Verfügung und da ist meine Urgroßmutter
  92. dabei mit ihren Schwestern [Musik] die sind natürlich nach den Dreharbeiten wieder nach marzan verbracht worden oder
  93. die anderen nach maxgan und dann sind Sie im Frühjahr 1943 nach Auschwitz bürenau deportiert worden und die wenigsten überlebten
  94. [Musik] davon in dem Film spielt sie eine heilige fast und sie machte sich
  95. überhaupt gar keine Gedanken was diese Menschen betraf die jetzt am Set mitwirken mussten sie lebte in ihrer Welt und sie wollte ihre Karriere
  96. fortsetzen sie hatte ihre Ideen und die hat sie umgesetzt ohne Rücksicht auf Verluste und das war schon das war
  97. schon sehr egoistisch sehr na ja böse ich sag's mal so [Musik]
  98. während der nszeit werden 13 Millionen Menschen in Deutschland zur Arbeit [Musik] gezwungen die Deutschen haben sich
  99. längst an deren Anwesenheit gewöhnt ja es war normal das war ja das anormale dieser
  100. Gesellschaft das ist normal war ja und darüber kann kein Unrechtsbewusstsein existieren und schon gar nicht entstehen dass
  101. das haben wir doch alle so gemacht Krieg auf der Krim auf ihrem Vormarsch töten die deutschen fast die
  102. gesamte jüdische Bevölkerung hinter der Front herrscht die Wirtschaftsorganisation Ost eine Armee von Bürokraten die die
  103. Ausbeutung der besetzten Ostgebiet organisiert die natürlichen Ressourcen der Halbinsel Krimm sind unter deutschen Unternehmen
  104. aufgeteilt es ist die raubpolitik die die gesamte Besetzung durch die Wehrmacht auszeichnet und zwar vom einzelnen
  105. Lanzer bis zu bis zu Konzern man könnte sehr salop sagen jeder nam was er kriegen konnte
  106. die deutschen Besatzer lassen Millionen für sich arbeiten auch direkt im besetzten Gebiet zerstörte Produktionsstätten werden wieder
  107. aufgebaut auch der remsm Konzern produziert in der Ukraine bezahlt worden ist niemand das s alles Naturalien gewesen und all das was
  108. da unter der Wehrmacht passierte und was die deutschen Unternehmen ausgenützt hat war samt und sononders völkerrechtswidrig also ich sag es ganz
  109. einfach auf der Krim müssen mehr als 28 000 Menschen darunter viele Kinder für die deutsche tabakwirtschaft arbeiten wie überall in den besetzten
  110. Gebieten herrschen Arbeitspflicht Hunger und Willkür das ist ein raubkrieg und es ist ein Vernichtungskrieg in dem
  111. Bevölkerungsteile absichtlich dem hungerpreis gegeben wurden selbstverständlich hat keine dieser Firmen in irgendeiner Weise eine
  112. Initiative gemacht dass in deren Bereich da wenigstens ein bisschen sich etwas bessert keiner ist auf die Idee gekommen es waren Profiteure einer eines
  113. schreckensregimentes eines Schreckens und elendsregimentes in den besetzten Gebieten und in Deutschland
  114. Zwangsarbeiter kommen fast überall zum Einsatz in kleinen Handwerksbetrieben in Kirchen und Kommunen in öffentlichen Betrieben und Verwaltungen Universitäten
  115. privaten Haushalten in Großkonzernen aus der Rüstungs Automobil und Schwerindustrie bei Banken und Versicherungen in Chemie und
  116. Pharmakonzernen bei Baufirmen vom System der NS Zwangsarbeit profitieren fast alle in Hitlers
  117. Reich was direkt mit dem Überfall auf die Sowjetunion beginnt wird ab Herbst 1941 systematisch organisiert der Massenmord an den
  118. Juden mit der Konferenz am W bei werden Behörden und Ämter zu Komplizen beim jahrhundert Verbrechen dem Holokaust können Juden wenn überhaupt nur durch
  119. Arbeitseinsätze entgehen wie hier in Dresden wo sie für die Firma Zeis Ion arbeiten müssen bevor sie ermordet
  120. werden bei der sogenannten entlösung werden Juden millionenfach vergast oder müssen sich im wahren Sinne des Wortes totarbeiten
  121. die Vernichtung durch Arbeit ist eine deutsche Idealvorstellung die Juden aber dachten vielleicht töten Sie hier und da Menschen durch Arbeit aber das deutsche
  122. ideal war lasst sie uns alle ausquetschen wie eine Zitrone lasst uns all die Arbeit rausziehen wenn sie erledigt sind werfen wir sie
  123. weg jüdisches Leben ist nicht mehr vorgesehen nicht in Europa erst recht nicht in
  124. Deutschland Margot Friedländer anfang 1943 ist sie 21 Jahre alt sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralf in Berlin meine Mutti hat mit 18
  125. Jahren ein Geschäft hier in Berlin aufgemacht solche Knöpfe gemacht Stoffknöpfe Vater war im ersten
  126. Weltkrieg ist hat als Eiser Kreuz Gehör der gesagt die mein uns nicht ich bin doch
  127. deutscher 1993 werden in Berlin die letzten noch verbliebenen Juden deportiert mehrmals hatte die Familie Friedländer versucht
  128. auszuwandern ohne Erfolg als ich die skalit zerstraße langging ist vor
  129. mir nach Hause mittags ein Mann gegangen und er kam mir komisch vor und er ging ins Haus ich bin nachgegangen und da sah ich
  130. dass er vor der Tür steht ich habe ja ein Stern getragen die Handtasche genommen so gehalten und bin an ih vorbeigegangen
  131. bin ich zu den Nachbarn gegangen wir haben D reingelassen haben mir gesagt ja die Mutter war da und hat eine Nachricht für dich
  132. hinterlassen und die Worte die sie mir hinterlassen hat versuche dein Leben zu machen ich gehe mit Ralf wohin auch immer da sein mag
  133. [Musik] Mutter und Bruder kommen nach Auschwitz neben dem Vernichtungslager Birkenau liegt das Lager Auschwitz 3
  134. Monowitz hier müssen Juden für die IG Farben arbeiten einem Zusammenschluss von acht deutschen Unternehmen unter ihnen Bayer höchst BASF
  135. Aqua hat gedacht sie kommt dahin der wird arbeiten sie wird ihm vielleicht eine Suppe kochen können abends wird mit ihm sein hätte sie sich das dar denken
  136. können dass sie aus dem Zug geht und dass sie mein Bruder der geht rechts und [Musik]
  137. links es ist dokumentiert dass die Mutter keine Nummer bekommen hat dass sie gleich ins Gas gegangen
  138. es ist dokumentiert WN mein Bruder umgekommen ist er hat knapp ein Monat [Musik]
  139. gelebt mir gesagt wo gehst du hin heute Nacht wo schläfst du ich kannte doch nur
  140. Juden nach Wochen im Untergrund wird mag Friedländer aufgespürt und Theresienstadt deportiert das KZ ist Transitlager auf
  141. dem Weg in die Gaskammern im Osten die nspaganda zeichnet das Trugbild eines altersgettos und einer angeblichen
  142. jüdischen [Musik] Mustersiedlung wenn der Arbeitstag endet und der Feierabend beginnt strömen aus
  143. den verschiedenen Vorwerken und arbeitspars die Arbeiter und Arbeiterinnen wieder in die stad ich meine es sind ja Leute umgekommen
  144. wie wie flieg besonders alte Leute wegen Essen und wegen es war schrecklich Arbeit ist die einzige
  145. Möglichkeit um zu überleben magot Friedländer wird glimmerin und stellt mineralische Zwischenprodukte für kriegswichtige Elektrotechnik her eine
  146. filigrane Arbeit die ihr wohl das Leben rettet eines Tages bin ich zu spät gekommen in die Fabrik morgens hab verschlafen und
  147. bin dann gerufen worden und da sagten sie zu mir nachdem es ziemlich bitter war wenn ich du nicht so eine gute glimmeren wärst wärst du im
  148. nächsten Transport in Osten [Musik] aber ich habe es geschafft ich bin nicht weggekommen weil ich sehr geschickt war
  149. das war mein großes [Musik] Glück es enthält eine tragische Ironie das 1942 43 die verbliebenen Juden vor
  150. der Frage stehen wie kann ich überleben nurem sie in die Wirtschaft des Feindes einbringen was wiederum den Feind stärkt der mich umbringen will
  151. also mein Weg zu überleben ist dem Feind zu helfen der mich töten will es gibt keinen Ausweg aus diesem
  152. Dilemma in Deutschland sind 1944 ein Viertel aller Arbeitsplätze mit Zwangsarbeitern besetzt in der Landwirtschaft sind es 50%
  153. [Musik] auch die Polin Marianna janschak arbeitet seit 1940 für einen deutschen
  154. Bauern ihre Erlebnisse spiegeln sich auch in den Kindheitserinnerungen der Schwestern Veronika Homer und rosa Bru wieder auf ihrem Bauernhof arbeitet
  155. Marianna janschak damals der kulturforscher Andreas Bialas hat ihr Schicksal aufgespürt ich heiße Marian jantchak bin
  156. 16 Jahre alt und die Nazis haben mich mitgen und dann kamen die Bauern die sind rundumgegangen und haben uns angeschaut
  157. wie auf dem Sklavenmarkt einer von den Bauern hat mich von oben bis unten angeschaut er zeigte mit den Händen ob ich melen kann ich Nite
  158. ztim war der Bauer uns Opa Vater Vater war das ja wie hab das empfunden da war Zwangsarbeiter hab den Unterschied gesehen das andere Menschen oder
  159. schlechtere Menschen oder wie war das das zusammen gleichwertig gleichwertig und wie hab das die Mar die
  160. war wieer eine schwister am Abend als ich zu Bett ging weinte ichin verehucht nach meiner
  161. Heimat meinen Eltern Geschwistern meiner Familie und meinen Freunden ich vergoss so viele Tränen dass man mit meinen Tränen die ganze Straße von Bayern bis
  162. nach Polen hätte asphaltieren so Gag hat gesagt und es war so Szene wo ich in Erinnerung hab und das war gute Minute
  163. sele Marianna janschak ist 16 Jahre alt als sie verschleppt wird 5 Jahre lang ist diese Kammer ihr zu Hause mein Bauer war gut zu mir er hat
  164. nie mit mir geschimpft oder mich misshandelt Polizei hat Schwierigkeiten die Landwirte davon zu überzeugen dass
  165. sie getrennt von ihren polnischen Arbeitern essen sollen und keinen Kontakt zu ihnen haben dürfen Katholiken sehen in ihnen
  166. [Musik] Glaubensbrüder Marianna janschak verliebt sich in einen polnischen Zwangsarbeiter vom
  167. Nachbarhof Liebesbeziehungen zwischen Zwangsarbeitern werden nicht geduldet er recht nicht wenn die Frau schwanger wird und
  168. [Musik] en manasko wurde sofort verhaftet zwei Tage lang verhört und man hat ihm gedroht ihn ins KZ zu
  169. liefern aber sein Bauer hat ihn wieder rausgeholt trotz meiner Schwangerschaft musste ich weiterhin genauso schwer
  170. arbeiten 4 43 aus dem erhofften schnellen Sieg über die Sowjetunion ist längst ein abnutzungskrieg geworden der alle
  171. Ressourcen verschlingt die Niederlagen der Wehrmacht verändern den deutschen Arbeitsmarkt dramatisch immer mehr
  172. Männer ziehen in den Krieg kämpfen an den Fronten sterben geraten in Kriegsgefangenschaft auf ihrem Rückzug hinterlassen die deutschen verbrannte
  173. Erde was nicht mitgenommen werden kann wird zerstört wer nicht zur Zwangsarbeit verschleppt werden kann dem droht der Tod da fallen dann alle Schranken auch
  174. im Reich gibt es eine Radikalisierung z.B ganz deutlich daran zu sehen dass die Zwangsarbeit von kzthäftlingen systematisch ausgebaut wird am Ende sind
  175. es fast 1000 KZ Haupt und Außenlager die das ganze deutsche Reich überziehen das heißt das kzsystem ist gewissermaßen nur noch von Inseln
  176. zivilen Lebens durchsetzt dringt immer mehr in die deutsche Gesellschaft ein Nazi Deutschland im totalen Krieg die Niederlage zeichnet sich Tag für Tag
  177. deutlicher ab für viele geht es nur noch ums Überleben auch für die Millionen Zwangsarbeiter im September 1944 zählen die NS Behörden den höchsten
  178. Stand an Ausländern fast 8 Millionen Menschen leisten jetzt Zwangsarbeit im Reich mehr als ein Drittel in der Landwirtschaft der größte Teil in der
  179. Industrie fast alle kämpfen um ihr Leben das gilt auch für diejenigen die für strategisch wichtige Bauvorhaben
  180. arbeiten müssen mit aller Macht versucht Deutschland die Niederlage abzu auf die Leben der Zwangsarbeiter kommt
  181. es dabei nicht an ab 1943 werden arbeitsunfähige Zwangsarbeiter nicht mehr in ihre Heimat
  182. zurückgeschickt sie sterben am Arbeitsplatz in den Lagern oder werden ermordet bei großen Bauprojekten ist die Sterberate mit am höchsten wie hier beim
  183. U-Boot Bunkerbau in Bremen diese Baustelle ist letzen Endes ein Spiegelbild des gesamten Systems der NS Zwangsarbeit wir haben zivile
  184. Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa wir haben kzthäftlinge wir haben Kriegsgefangene und wir haben hier ein lokales Lager der Brema Gestapo
  185. ein sogenanntes arbeitserziehungslager also insofern ist es hier tatsächlich eine Art lagerkosmos und ein Spiegelbild dieses ganzen
  186. Systems der u-bootbunker Valentin bei Bremen eine bombensichere Werft soll hier entstehen in der alle zwei Tage ein U-Boot fertig gestellt werden soll
  187. Bauzeit weniger als 2 Jahre so der Plan dafür kommen über 9000 Zwangsarbeiter zum Einsatz Tag und Nacht in 10 Stunden Schichten vor den Augen der
  188. Bremer marinebauherr Hans Joachim Steig gibt einen Film in Auftrag um diese Baustelle zu dokumentieren die Bilder zeigen zwar die
  189. Zwangsarbeiter aber nicht das Grauen das hier herrscht keine Gewalt keine Toten keine Züchtigung kein
  190. Hunger man muss sich halt klar machen dass dieser Film im Sommer gedreht wird nachdem gerade ein neues Kommando aus neuen gamme gekommen ist wir haben
  191. Schilderung dass die meisten Häftlinge zwischen 45 und 50 kg gewogen haben nach kurzer Zeit und man muss sich halt klar machen dass die Zementsäcke schleppen
  192. mussten die im Zweifel schwerer waren als sie selber und auch hier gibt es das Phänomen der sogenannten Muselmänner es ist ein hftlingsbegriff für
  193. Menschen die so unterernährt sind dass der Körper beginnt das körpereigigen Eiweiß aufzuzehren und die das sind dann diese Menschen wo die Haut wechsern
  194. [Musik] wird der Hunger die Zwangsarbeit das grausame Prinzip der leistungsernährung wer gut arbeitet
  195. bekommt etwas mehr zu essen was den schlechtleistern von ihren abgezogen wir nah zuu Todesurteil für alle die krank [Musik]
  196. sind das ist wie einen Schwamm auszuquetschen bis nichts mehr drin ist dann wirft man den Schwamm
  197. [Musik] Weg der Bauernhof der Familie hom die Zwangsarbeiterin wird bald ihr Kind
  198. bekommen an einem Sonntag verkündet der Pfarrer in der Kirche allen Bauern wenn eine Zwangsarbeiterin schwanger wird muss sie sich unverzüglich in wohkirchen
  199. in der kinderpflegestätte melden um dort zu entbinden das ganze Areal war mit einem Zaun abgegrenzt und
  200. bewacht seit 1943 dürfen Schwangere Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der Sowjetunion nicht mehr zurück in ihre
  201. Heimat die Kinder wurden ihn meistens weggenommen und kamen in sogenannte Ausländer
  202. kinderpflegestätten das ist ein sehr euphemistischer verharmlosender Begriff für säuglingssterbelager das heißt diese
  203. diese Babys oder Kleinstkinder sind dort nicht adäquat versorgt worden sondern man hat sie verhungern
  204. lassen es war ein systematisches vernachlässigen es war kein Zufall die Kinder starben es war absichtlich sie bekamen nicht genug zu
  205. essen sie wurden nicht richtig betreut ihre Mütter durften sich nicht um sie kümmern und so starben sehr viele von [Musik]
  206. ihnen eine andere Polin sagte zu mirade keiner da komm ich zeigte die Babys und sie machte eine Tür auf und dort lagen sie ein gewickelt in
  207. schmutzige Lappen halbnackt manche mit Wunden übersät auf einer holzbritsche nebeneinander dann kam ein böser deutscher aus einem Büro raus hat die
  208. toten Kinder gefasst wo er sie zu greifen bekommen hat am Fuß an der Hand und auf einen Wagen geschmissen ich habe so eine Angst und
  209. Sorge um mein Baby bekommen [Musik]
  210. ein Massenphänomen das in der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor äh ein als Verbrechen bislang überhaupt nicht bewusst ist ähm und wir gehen davon aus
  211. dass zwischen 50 und 100.000 Säuglingen Kleinkindern von Polinen und von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in
  212. deutschem Gewahrsam zwischen 1943 und 1945 ums Leben gekommen sind [Musik]
  213. der Bunker Valentin bei seinem Bau sterben etwa 1600 Menschen im Durchschnitt mehr als zwei tote pro Tag bis 1945
  214. die Geschichte des Endes dieser Baustelle ist die eigentliche Geschichte dieses bukers weil man daran sehr viel erklären kann der Bunkerbau beginnt
  215. anfang3 die ersten Arbeiten werden von den Alliierten kontrolliert überwacht und entdeckt dann haben wir über Z Jahre dichteste Überwachung in dem Moment wo
  216. sie festellen jetzt beginnen die endausbauarbeiten am Dach fliegen die einen Angriff speziell ausgerüstete britische
  217. Bomber treffen den Bunker Valentin zweimal die Schäden sind so groß dass der Bau eingestellt wird man hätte den von Tag
  218. ein an zerstören können man hätte ihn permanent angreifen können sie greifen ihn nicht an weil die Ressourcen hier gebunden sind und keinen Schaden
  219. anrichten können erst am Ende wird er mit einem Angriff zerstört das ist im Prinzip ein Fingerschnipsen
  220. Marianna janschak erwartet ihr Kind einen Tag vor der Geburt flieht sie aus dem Entbindungsheim zurück zum Hof ihres Bauern am 9 mai kam meine Christina auf
  221. die Welt Punkt genau zum Kriegsende ich war an dem Tag so glücklich und stolz dass ich jetzt eine eigene Familie habe am 18 August
  222. 1945 durfte ich endlich die Liebe meines Lebens Jan in Altötting in der kleinen Kapelle heiraten und das familiäre Glück war
  223. vollkommen kurz danach sind wir nach 5 Jahren Sklavenarbeit endlich wieder in meine geliebte Heimat polenheim
  224. gekehrtimekehrt im Jahr 2020 stirbt Marianna janschak sie hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder
  225. Hamburg Jan Philip remzm hat mit der Firma die seinen Namen nichts mehr zu tun vor 40 Jahren verkauft er die Anteile der remsmar Zigarettenfabrik die
  226. in der Ukraine Zwangsarbeiter ausgebeutet hatte ein Unternehmen wird nicht schuldig schuldig in einem moralischen oder einem strafrechtlichen
  227. Sinne wden Menschen Schuld verert sich nicht über Generationen aber ein gewisses Moment von Verantwortung
  228. als Jan Philip remzm Ende der 90er Jahre von den Zwangsarbeitern erfährt beauftragt er einen Historiker die Betroffenen oder deren Angehörige
  229. ausfindig zu machen er zahlt ihnen Entschädigung aus seinem Privatvermögen das ist spät gewesen nicht in dem Sinne zu spät als
  230. es noch Überlebende gab aber ich hätte das auch früher in Gang setzen können wenn ich früher Bescheid gewusst hätte und da kann man mir sagen du hast dich
  231. zu spät darum gekümmert ja kann man sagen Margot Friedländer geboren 1921 in Berlin sie überlebt den Holokaust und ihren Einsatz als Zwangsarbeiterin ihre
  232. Eltern und ihr Bruder nicht im befreiten KZ Theresienstadt heiratet Sie Adolf Friedländer und
  233. wandert mit ihm 1946 in die USA aus arbeitet dort als Schneiderin und reiseagentin 1997 stirbt ihr Mann 2010 zieht margort
  234. Friedländer zurück nach Berlin warum bin ich zurückgekommen weil deutsche mir geholfen haben weil ich es überlebt habe hier weil ich Berlinerin bin weil ich
  235. Berlin Liebe weil ich das Gefühl habe dass ich euch was bringen kan
  236. Otto Rosenberg verliert in der nszeit seine Geschwister und die Großmutter er selbst überlebt die Konzentrationslager Auschwitz Buchenwald Dora und
  237. bergenbsen seine Tochter Petra leitet einen Sinti und Roma Landesverband seine zweite Tochter Marianne Rosenberg wird als Sängerin
  238. [Musik] berühmt man sagt sie singt Lieder und schöne Lieder richtig aber wenn man sie kennt wenn man mit dir groß
  239. geworden ist dann hört man auch wie soll ich das sagen manchmal das Leid in ihrer Stimme und das ist das
  240. Leid was mein Vater an uns weitergegeben hat

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