Hitlers Sklaven - Die Geschichte der NS Zwangsarbeiter (2/3): Vernichtung (2020) Rukuja Fest https://www.youtube.com/watch?v=h7zpsQ5cYwI Transkript (automatisch erstellt) 0:00 [Musik] ein Verbrechen das den Krieg erst möglich macht vergessen verdrängt 0:13 vertuscht insgesamt wurden etwa 13 Millionen Menschen in das Großdeutsche Reich gebracht Sklavenarbeit in NAZ 0:23 Deutschland war zentraler Bestandteil dessen was sich in dieser Zeit ereignete durch Arbeit ist eine deutsche Idealvorstellung und das hieß lst sie 0:33 uns ausquetschen wie eine Zitrone es hat sich ja vor alle Augen quasi zugetragen etwas mehr als ein Viertel 0:44 aller Beschäftigten waren zwangsarbeitskräfte Sommer 1941 in den Fabriken und auf den 1:06 Bauernhöfen fehlen weitere 3 Millionen meistjunge Männer sie ziehen in den Krieg gegen die 1:17 Sowjetunion das Unternehmen Barbarossa wird von Anfang an als ausbeutungs und Vernichtungskrieg geführt die sowjetische Bevölkerung und die 1:27 Kriegsgefangenen sind in den Augen der slawiische Untermenschen deren Leben wertlos ist ihr Einsatz als Zwangsarbeiter ist zunächst nicht 1:39 vorgesehen diese stumpfsinnigen Horden aus den stäppen Innerasiens werden heute von der englischen plutokratenklicke als Verteidiger der europäischen Kultur und 1:48 Zivilisation gefeiert [Musik] ich habe in meinem Leben wenig gesehen was auf mich persönlich einen so 2:03 schlimmen Eindruck gemacht hat wie die deutsche Wochenschau bei den Siegen in den ersten Kriegswochen die massenhaften Kolonnen 2:11 von Kriegsgefangenen wurden gezeigt und man wusste was für ein Schicksal ihnen bevorstand also diese immens hohen Todeszahlen bei den sowjetischen 2:25 Kriegsgefangenen von über 5,7 Millionen die da in deutscheer Hand waren sterben dreieinhalb Millionen kommen in deutscheer Hand 2:33 um und zwar zum großen Teil auch in den besetzten Gebieten in den Lagern dort der vergessene Massenmord allein in den ersten sech Monaten des Feldzugs 2:47 sterben über 2 Millionen sowjetische Soldaten in deutscher [Musik] Gefangenschaft das ist ja sehr sehr 2:59 schade dass dass dieses Leid der sowjetischen kriegsgefangen wie ich finde auch noch viel zu wenig in unserer Erinnerungskultur hier in Deutschland 3:07 verankert ist Millionen in den neu eroberten Gebieten bekommen jetzt den tödlichen Rassismus zu spüren den die Nazis in 3:15 Deutschland schon länger verfolgen er trifft auch Sinti und Roma sie galten als lebensunwertes leben sie wurden ausgegrenzt sie wurden 3:27 diskriminiert den wurden viele Bürgerrechte aberkannt ihm wurde die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt Otto Rosenberg er ist noch ein Kind als 3:38 nsbehörden in Berlin die Sinti und romma in ein sogenanntes [ __ ] Lager sperren mit 13 Jahren muss er Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie 3:47 leisten mit 16 wird er nach Auschwitz deportiert selbst die Kinder mussten in Auschwitz die Lagerstraße pflastern 4:01 und alles mussten sie dort leisten jede Arbeit ja und es war eine schwere Arbeit und wer nicht arbeiten konnte wer nicht zum Arbeitseinsatz taugte der war e dem 4:14 Tod ausgeliefert er sagte man hat die Leute sich so lange ausarbeiten lassen bis sie keine Kraft mehr 4:24 hatten im sogenannten [ __ ] lagager von Auschwitz trifft Otos auf seine Großmutter und weitere Verwandte im Gegensatz zu anderen Opfergruppen werden 4:35 die Sinti und Roma nicht von ihren Familien getrennt kann mir vorstellen wenn man selbst betroffen ist für sich dann ist 4:46 das schon schlimm aber wenn man mit anschauen muss wie die Familie dann Zug Grunde gerichtet wird geprügelt wird und das 4:56 istchtbar die durchschnittliche Lebensdauer für Arbeit auschwiz wie Otto Rosenberg beträgt nur wenige 5:03 [Musik] Monate eine Zeit lang sieht es so aus als sei auch gegen die Rote Armee ein schneller Sieg möglich doch die Verluste 5:16 sind hoch die Ostfront braucht immer neue Soldaten es ist klar dass Arbeit von Anfang an ein Problem darstellt wenn sie 5:26 Männer in den Krieg schicken müssen Sie sie dort ersetzen wo sie vorh das Leben der sowjetischen Kriegsgefangenen ist nichts wert bis 5:35 Anfang 42 und dann meldete sich der Bergbau aus dem Ruhrgebiet und sagte wir haben keine Arbeitskräfte mehr wir können keine Steinkohle mehr fördern die 5:45 wir brauchen um Stahl herzustellen um deutsche Waffen zu schmieden wir brauchen die sowjetischen Kriegsgefangenen erst dann genehmigten 5:53 die obersten Reichsbehörden den Einsatz sowjetischer kriegsgefangen hat zunächst im Bergbau und dann aber auch in vielen anderen Sektoren der 6:03 Wirtschaft für die Nazis aber ist das ein ideologisches Problem die vermeintlichen Untermenschen aus dem Osten sollen eigentlich nicht ins Reich 6:13 kommen doch der Mangel an Arbeitskräften zwingt zu Kompromissen hunderttausende werden nach Deutschland verschleppt und systematisch 6:23 an Interessenten verteilt zunächst mal wurden sie in in Durchgangslager gebracht in denen sie 6:34 erfasst wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsämter und dann wurde zunächst mal geguckt welche Firma hat welche Zwangsarbeiter 6:45 beantragt wie auf einem Sklavenmarkt wie hier in Stuttgart organisiert die Wehrmacht im ganzen Reich die Verteilung der neuen Zwangsarbeiter es sind viele 6:56 sie sind billig Sie haben keine Rechte und sie ermöglichen der deutschen Wirtschaft weiter zu 7:05 produzieren nach dem Krieg werden viele Firmen behaupten man habe sie gezwungen Zwangsarbeiter einzusetzen tatsächlich haben wir nicht 7:15 einen einzigen Beleg dafür dass einer deutschen Firma einem deutschen Bauern einem deutschen Privathaushalt Zwangsarbeiter von der NS 7:26 Arbeitsverwaltung aufgezwungen worden wären ganz im Gegenteil die die Firmen haben sich um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter 7:34 gerissen ein Geschäft das sich lohnt für die deutsche Wirtschaft ein deutscher Arbeiter verdient in einer ruhzeche A reichsmarkt 72 am Tag netto 7:45 Zwangsarbeiter kosten je nach Herkunft und Status nur einen Bruchteil zivile Zwangsarbeiter aus dem Westen und aus Polen bekommen schon 7:54 wesentlich weniger Ostarbeiter aus der Sowjetunion und westliche Kriegs erhalten wenig sowjetische Kriegsgefangene fast nichts KZ Häftlinge 8:06 gar nichts bei ihnen zahlen die Arbeitgeber zwischen vi und se Reichsmark pro Tag direkt an die 8:21 SS die SS kontrolliert die Konzentrationslager und wird dann auch zu einem sehr wichtigen wirtschaftsakteur 8:29 steht dass sie mit den Lagern sehr viel Geld verdienen kann und so werden sie zu Arbeitslagern im Grunde werden fast alle 8:37 Konzentrationslager zu [Musik] Arbeitslager der Traum vom schnellen 8:45 Sieg platzt im Winter 1941 42 das nsreime muss die Kriegswirtschaft umstellen für einen langen [Musik] 8:57 Krieg der Gauleiter von Thüringen Fritz saukel er organisiert das Heranschaffen von Menschen aus den besetzten Gebieten um sie zur Arbeit zu zwingen bis 9:08 Kriegsende wird er verantwortlich sein für die Verschleppung von 7,5 Millionen [Musik] 9:19 Menschen ab 1942 als Fritz saukel verantwortlich wird für die Arbeitsbeschaffung und Albert für das rüstungsministerium wird 9:28 versucht arbeitskräfteus ihrer Sicht effizienter einzusetzen sie sagten wenn wir das nicht tun können wir den Krieg nicht gewinnen also müssen wir Arbeit 9:36 effektiver einsetzen dankbarer Abnehmer dieser Arbeitskräfte ist Albert Speer 9:46 1942 steigt er zum rüstungsminister und Leiter der Organisation Tod auf seine Bauprojekte und die Rüstungsindustrie profitieren von den Arbeitssklaven aus 9:57 dem Osten was schon in Polen und in Westeuropa nicht gut funktionierte wird jetzt im 10:06 Osten wieder versucht das Anwerben von Menschen um sie ohne Gewalt nach Deutschland zu locken das Versprechen wer freiwillig unterschreibt muss nicht 10:18 weiter hungern diese Freiwilligkeit stand im Zusammenhang mit einer selektiven 10:25 hungerpolitik in den besetzten Gebieten Menschen verhungerten zu 10tausenden und da war die Aussicht dass man in Deutschland vielleicht besser 10:35 verpflegt wird dass man sogar noch Nahrungsmittel an die Angehörigen versenden kann für einige an Anreiz sich da freiwillig zu melden in dem Moment wo 10:43 sie dann aber in den Zügen saßen und ins Reich deportiert waren und dann in den Lagern angekommen sind oder an ihrem Arbeitsplatz hatten sie ja keinerlei 10:52 Freizügigkeit mehr sie konnten nicht sagen nee ich möchte jetzt zurückfahren für die Menschen in den eroberten sowjetischen Gebieten folgt auf die 11:00 Tyrannei des Stalinismus jetzt die mörderische Herrschaft der [Musik] 11:11 Nazis die deutschen plündern und Morden dennoch wollen die meisten lieber bleiben als sich abwerben zu lassen zur Arbeit in 11:22 Deutschland jetzt verwandelt sich Druck in Gewalt und treibjagten man jagt Menschen aus stellen und treibt sie mit vorgehaltener 11:31 Waffe zu den Lastwagen und bedroht ihre Familien wenn diese versuchen sie aufzuhalten unbeschreibliche 11:42 Szenen es herrschen tiefe Angst und Furcht vor diesen Deportationen die zum Frühjahr Sommer 1942 11:54 einsetzen die Praxis der Verschleppung in Polen wird auf die Ukraine Land und das Baltikum übertragen es trifft zunächst vor allem junge 12:10 Frauen häufig mussten sie sich ausziehen um medizinisch untersucht zu werden ein absoluter Schock und eine Demütigung besonders für junge Frauen sicher auch 12:21 für junge Männer aber für junge Frauen ganz besonders obwohl die deutschen jede Arbeitskraft dringend brauchen erwartet die 12:33 Zwangsarbeiter aus dem Osten vor allem Gewalt und [Musik] Unterernährung 12:45 1942 als das Regime seinen Höhepunkt erreichte und das für Sauk so schien als sei der Himmel die Grenze und das stünden endlos Arbeiter zur Verfügung da 12:55 musste man sich nicht besonders um sie kümmern das System der NS Zwangsarbeit erreicht ungeahnte Dimensionen innerhalb eines 13:09 Jahres werden über 1,3 Millionen Menschen aus der Sowjetunion nach Deutschland verschleppt über 4,5 Millionen ausländische Arbeitskräfte 13:18 sind nun im Reich die meisten aus Polen Frankreich und der [Musik] Sowjetunion das nsreime bestimmt penibel 13:29 wie die deutsche Bevölkerung mit den Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion umzugehen hat am 20 februar 13:37 1922 kommen die ostarbeitererlasse am Arbeitsplatz zum Teil vereint privat strickt getrennt so wollen es die Nazis die Zwangsarbeiter 13:49 aus der Sowjetunion unterliegen einer Kennzeichnungspflicht und dürfen ihren Arbeitsplatz nicht verlassen deutsche Vorgesetzte dürfen Ostarbeiter züchtigen 13:59 sie müssen gesondert untergebracht sein bekommen weniger Lohn und schlechteres essen als die Deutschen der Lohn darf meist nur im Lager ausgegeben werden sie 14:08 dürfen keine Wertgegenstände besitzen Kontakt zu deutschen ist verboten auf Sex mit deutschen steht die 14:17 Todesstrafe das Fazit dieser Geschichte ist dass die Gesetze und Vorschriften der Nationalsozialisten für die Arbeiter zur 14:25 Folge haben dass sie völlig abhängig waren und zu Sklaven gemacht wurden vom Standpunkt der NS Ideologie ist das Leben von Sowjetbürger nahezu 14:43 wertlos ihre Arbeitskraft aber zunehmend kriegswichtig ein unlösbarer Konflikt ökonomische Zwänge gegen rassenbahen wo man dann doch auch von 14:58 den von den Deutschen Fachkräften so Aussagen lesen kann ja die sind ja eigentlich die sind so entkräftet und so in so einem 15:08 schrecklichen Gesundheitszustand dass die ökonomisch eigentlich gar nichts mehr bringen also eigentlich ist das gar nicht produktiv und gehucht gar 15:18 keiner ökonomischen Rationalität die jetzt hier als als Arbeitskräfte einzusetzen Millionen Zwangsarbeiter kämpfen um ihr Leben unter viele S und 15:31 Rom Regisseurin Lini Riefenstahl dreht seit 1940 einen Film Tiefland sie braucht Statisten das Regime stellt ihr Zwangsarbeiter aus den Lagern marzan und 15:43 Max Glan zur Verfügung und dann brauchte man halt Leute die dunkel Aussehen es sollte ja ein Film sein der in Spanien spielen 15:53 sollte Menschen mit dunklem Tor mit dunklem Haar und dafür wurden dann die zinti aus dem lagermzahn quasi geordert ältere 16:06 Leute junge Leute Kinder und die standen ihn dann frei zur [Musik] Verfügung und da ist meine Urgroßmutter 16:19 dabei mit ihren Schwestern [Musik] die sind natürlich nach den Dreharbeiten wieder nach marzan verbracht worden oder 16:35 die anderen nach maxgan und dann sind Sie im Frühjahr 1943 nach Auschwitz bürenau deportiert worden und die wenigsten überlebten 16:48 [Musik] davon in dem Film spielt sie eine heilige fast und sie machte sich 16:58 überhaupt gar keine Gedanken was diese Menschen betraf die jetzt am Set mitwirken mussten sie lebte in ihrer Welt und sie wollte ihre Karriere 17:08 fortsetzen sie hatte ihre Ideen und die hat sie umgesetzt ohne Rücksicht auf Verluste und das war schon das war 17:19 schon sehr egoistisch sehr na ja böse ich sag's mal so [Musik] 17:35 während der nszeit werden 13 Millionen Menschen in Deutschland zur Arbeit [Musik] gezwungen die Deutschen haben sich 17:45 längst an deren Anwesenheit gewöhnt ja es war normal das war ja das anormale dieser 17:57 Gesellschaft das ist normal war ja und darüber kann kein Unrechtsbewusstsein existieren und schon gar nicht entstehen dass 18:09 das haben wir doch alle so gemacht Krieg auf der Krim auf ihrem Vormarsch töten die deutschen fast die 18:18 gesamte jüdische Bevölkerung hinter der Front herrscht die Wirtschaftsorganisation Ost eine Armee von Bürokraten die die 18:27 Ausbeutung der besetzten Ostgebiet organisiert die natürlichen Ressourcen der Halbinsel Krimm sind unter deutschen Unternehmen 18:38 aufgeteilt es ist die raubpolitik die die gesamte Besetzung durch die Wehrmacht auszeichnet und zwar vom einzelnen 18:51 Lanzer bis zu bis zu Konzern man könnte sehr salop sagen jeder nam was er kriegen konnte 19:03 die deutschen Besatzer lassen Millionen für sich arbeiten auch direkt im besetzten Gebiet zerstörte Produktionsstätten werden wieder 19:12 aufgebaut auch der remsm Konzern produziert in der Ukraine bezahlt worden ist niemand das s alles Naturalien gewesen und all das was 19:31 da unter der Wehrmacht passierte und was die deutschen Unternehmen ausgenützt hat war samt und sononders völkerrechtswidrig also ich sag es ganz 19:42 einfach auf der Krim müssen mehr als 28 000 Menschen darunter viele Kinder für die deutsche tabakwirtschaft arbeiten wie überall in den besetzten 19:54 Gebieten herrschen Arbeitspflicht Hunger und Willkür das ist ein raubkrieg und es ist ein Vernichtungskrieg in dem 20:08 Bevölkerungsteile absichtlich dem hungerpreis gegeben wurden selbstverständlich hat keine dieser Firmen in irgendeiner Weise eine 20:20 Initiative gemacht dass in deren Bereich da wenigstens ein bisschen sich etwas bessert keiner ist auf die Idee gekommen es waren Profiteure einer eines 20:33 schreckensregimentes eines Schreckens und elendsregimentes in den besetzten Gebieten und in Deutschland 20:42 Zwangsarbeiter kommen fast überall zum Einsatz in kleinen Handwerksbetrieben in Kirchen und Kommunen in öffentlichen Betrieben und Verwaltungen Universitäten 20:53 privaten Haushalten in Großkonzernen aus der Rüstungs Automobil und Schwerindustrie bei Banken und Versicherungen in Chemie und 21:03 Pharmakonzernen bei Baufirmen vom System der NS Zwangsarbeit profitieren fast alle in Hitlers 21:14 Reich was direkt mit dem Überfall auf die Sowjetunion beginnt wird ab Herbst 1941 systematisch organisiert der Massenmord an den 21:25 Juden mit der Konferenz am W bei werden Behörden und Ämter zu Komplizen beim jahrhundert Verbrechen dem Holokaust können Juden wenn überhaupt nur durch 21:37 Arbeitseinsätze entgehen wie hier in Dresden wo sie für die Firma Zeis Ion arbeiten müssen bevor sie ermordet 21:48 werden bei der sogenannten entlösung werden Juden millionenfach vergast oder müssen sich im wahren Sinne des Wortes totarbeiten 22:01 die Vernichtung durch Arbeit ist eine deutsche Idealvorstellung die Juden aber dachten vielleicht töten Sie hier und da Menschen durch Arbeit aber das deutsche 22:10 ideal war lasst sie uns alle ausquetschen wie eine Zitrone lasst uns all die Arbeit rausziehen wenn sie erledigt sind werfen wir sie 22:22 weg jüdisches Leben ist nicht mehr vorgesehen nicht in Europa erst recht nicht in 22:35 Deutschland Margot Friedländer anfang 1943 ist sie 21 Jahre alt sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralf in Berlin meine Mutti hat mit 18 22:50 Jahren ein Geschäft hier in Berlin aufgemacht solche Knöpfe gemacht Stoffknöpfe Vater war im ersten 23:01 Weltkrieg ist hat als Eiser Kreuz Gehör der gesagt die mein uns nicht ich bin doch 23:12 deutscher 1993 werden in Berlin die letzten noch verbliebenen Juden deportiert mehrmals hatte die Familie Friedländer versucht 23:21 auszuwandern ohne Erfolg als ich die skalit zerstraße langging ist vor 23:32 mir nach Hause mittags ein Mann gegangen und er kam mir komisch vor und er ging ins Haus ich bin nachgegangen und da sah ich 23:46 dass er vor der Tür steht ich habe ja ein Stern getragen die Handtasche genommen so gehalten und bin an ih vorbeigegangen 23:57 bin ich zu den Nachbarn gegangen wir haben D reingelassen haben mir gesagt ja die Mutter war da und hat eine Nachricht für dich 24:12 hinterlassen und die Worte die sie mir hinterlassen hat versuche dein Leben zu machen ich gehe mit Ralf wohin auch immer da sein mag 24:26 [Musik] Mutter und Bruder kommen nach Auschwitz neben dem Vernichtungslager Birkenau liegt das Lager Auschwitz 3 24:37 Monowitz hier müssen Juden für die IG Farben arbeiten einem Zusammenschluss von acht deutschen Unternehmen unter ihnen Bayer höchst BASF 24:53 Aqua hat gedacht sie kommt dahin der wird arbeiten sie wird ihm vielleicht eine Suppe kochen können abends wird mit ihm sein hätte sie sich das dar denken 25:06 können dass sie aus dem Zug geht und dass sie mein Bruder der geht rechts und [Musik] 25:18 links es ist dokumentiert dass die Mutter keine Nummer bekommen hat dass sie gleich ins Gas gegangen 25:28 es ist dokumentiert WN mein Bruder umgekommen ist er hat knapp ein Monat [Musik] 25:43 gelebt mir gesagt wo gehst du hin heute Nacht wo schläfst du ich kannte doch nur 25:52 Juden nach Wochen im Untergrund wird mag Friedländer aufgespürt und Theresienstadt deportiert das KZ ist Transitlager auf 26:03 dem Weg in die Gaskammern im Osten die nspaganda zeichnet das Trugbild eines altersgettos und einer angeblichen 26:13 jüdischen [Musik] Mustersiedlung wenn der Arbeitstag endet und der Feierabend beginnt strömen aus 26:23 den verschiedenen Vorwerken und arbeitspars die Arbeiter und Arbeiterinnen wieder in die stad ich meine es sind ja Leute umgekommen 26:33 wie wie flieg besonders alte Leute wegen Essen und wegen es war schrecklich Arbeit ist die einzige 26:44 Möglichkeit um zu überleben magot Friedländer wird glimmerin und stellt mineralische Zwischenprodukte für kriegswichtige Elektrotechnik her eine 26:54 filigrane Arbeit die ihr wohl das Leben rettet eines Tages bin ich zu spät gekommen in die Fabrik morgens hab verschlafen und 27:07 bin dann gerufen worden und da sagten sie zu mir nachdem es ziemlich bitter war wenn ich du nicht so eine gute glimmeren wärst wärst du im 27:23 nächsten Transport in Osten [Musik] aber ich habe es geschafft ich bin nicht weggekommen weil ich sehr geschickt war 27:39 das war mein großes [Musik] Glück es enthält eine tragische Ironie das 1942 43 die verbliebenen Juden vor 27:52 der Frage stehen wie kann ich überleben nurem sie in die Wirtschaft des Feindes einbringen was wiederum den Feind stärkt der mich umbringen will 28:04 also mein Weg zu überleben ist dem Feind zu helfen der mich töten will es gibt keinen Ausweg aus diesem 28:14 Dilemma in Deutschland sind 1944 ein Viertel aller Arbeitsplätze mit Zwangsarbeitern besetzt in der Landwirtschaft sind es 50% 28:25 [Musik] auch die Polin Marianna janschak arbeitet seit 1940 für einen deutschen 28:36 Bauern ihre Erlebnisse spiegeln sich auch in den Kindheitserinnerungen der Schwestern Veronika Homer und rosa Bru wieder auf ihrem Bauernhof arbeitet 28:46 Marianna janschak damals der kulturforscher Andreas Bialas hat ihr Schicksal aufgespürt ich heiße Marian jantchak bin 28:55 16 Jahre alt und die Nazis haben mich mitgen und dann kamen die Bauern die sind rundumgegangen und haben uns angeschaut 29:03 wie auf dem Sklavenmarkt einer von den Bauern hat mich von oben bis unten angeschaut er zeigte mit den Händen ob ich melen kann ich Nite 29:14 ztim war der Bauer uns Opa Vater Vater war das ja wie hab das empfunden da war Zwangsarbeiter hab den Unterschied gesehen das andere Menschen oder 29:24 schlechtere Menschen oder wie war das das zusammen gleichwertig gleichwertig und wie hab das die Mar die 29:34 war wieer eine schwister am Abend als ich zu Bett ging weinte ichin verehucht nach meiner 29:45 Heimat meinen Eltern Geschwistern meiner Familie und meinen Freunden ich vergoss so viele Tränen dass man mit meinen Tränen die ganze Straße von Bayern bis 29:54 nach Polen hätte asphaltieren so Gag hat gesagt und es war so Szene wo ich in Erinnerung hab und das war gute Minute 30:08 sele Marianna janschak ist 16 Jahre alt als sie verschleppt wird 5 Jahre lang ist diese Kammer ihr zu Hause mein Bauer war gut zu mir er hat 30:21 nie mit mir geschimpft oder mich misshandelt Polizei hat Schwierigkeiten die Landwirte davon zu überzeugen dass 30:31 sie getrennt von ihren polnischen Arbeitern essen sollen und keinen Kontakt zu ihnen haben dürfen Katholiken sehen in ihnen 30:41 [Musik] Glaubensbrüder Marianna janschak verliebt sich in einen polnischen Zwangsarbeiter vom 30:49 Nachbarhof Liebesbeziehungen zwischen Zwangsarbeitern werden nicht geduldet er recht nicht wenn die Frau schwanger wird und 30:58 [Musik] en manasko wurde sofort verhaftet zwei Tage lang verhört und man hat ihm gedroht ihn ins KZ zu 31:09 liefern aber sein Bauer hat ihn wieder rausgeholt trotz meiner Schwangerschaft musste ich weiterhin genauso schwer 31:26 arbeiten 4 43 aus dem erhofften schnellen Sieg über die Sowjetunion ist längst ein abnutzungskrieg geworden der alle 31:37 Ressourcen verschlingt die Niederlagen der Wehrmacht verändern den deutschen Arbeitsmarkt dramatisch immer mehr 31:45 Männer ziehen in den Krieg kämpfen an den Fronten sterben geraten in Kriegsgefangenschaft auf ihrem Rückzug hinterlassen die deutschen verbrannte 31:55 Erde was nicht mitgenommen werden kann wird zerstört wer nicht zur Zwangsarbeit verschleppt werden kann dem droht der Tod da fallen dann alle Schranken auch 32:09 im Reich gibt es eine Radikalisierung z.B ganz deutlich daran zu sehen dass die Zwangsarbeit von kzthäftlingen systematisch ausgebaut wird am Ende sind 32:21 es fast 1000 KZ Haupt und Außenlager die das ganze deutsche Reich überziehen das heißt das kzsystem ist gewissermaßen nur noch von Inseln 32:31 zivilen Lebens durchsetzt dringt immer mehr in die deutsche Gesellschaft ein Nazi Deutschland im totalen Krieg die Niederlage zeichnet sich Tag für Tag 32:46 deutlicher ab für viele geht es nur noch ums Überleben auch für die Millionen Zwangsarbeiter im September 1944 zählen die NS Behörden den höchsten 32:58 Stand an Ausländern fast 8 Millionen Menschen leisten jetzt Zwangsarbeit im Reich mehr als ein Drittel in der Landwirtschaft der größte Teil in der 33:10 Industrie fast alle kämpfen um ihr Leben das gilt auch für diejenigen die für strategisch wichtige Bauvorhaben 33:22 arbeiten müssen mit aller Macht versucht Deutschland die Niederlage abzu auf die Leben der Zwangsarbeiter kommt 33:31 es dabei nicht an ab 1943 werden arbeitsunfähige Zwangsarbeiter nicht mehr in ihre Heimat 33:41 zurückgeschickt sie sterben am Arbeitsplatz in den Lagern oder werden ermordet bei großen Bauprojekten ist die Sterberate mit am höchsten wie hier beim 33:53 U-Boot Bunkerbau in Bremen diese Baustelle ist letzen Endes ein Spiegelbild des gesamten Systems der NS Zwangsarbeit wir haben zivile 34:03 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa wir haben kzthäftlinge wir haben Kriegsgefangene und wir haben hier ein lokales Lager der Brema Gestapo 34:13 ein sogenanntes arbeitserziehungslager also insofern ist es hier tatsächlich eine Art lagerkosmos und ein Spiegelbild dieses ganzen 34:23 Systems der u-bootbunker Valentin bei Bremen eine bombensichere Werft soll hier entstehen in der alle zwei Tage ein U-Boot fertig gestellt werden soll 34:33 Bauzeit weniger als 2 Jahre so der Plan dafür kommen über 9000 Zwangsarbeiter zum Einsatz Tag und Nacht in 10 Stunden Schichten vor den Augen der 34:47 Bremer marinebauherr Hans Joachim Steig gibt einen Film in Auftrag um diese Baustelle zu dokumentieren die Bilder zeigen zwar die 34:56 Zwangsarbeiter aber nicht das Grauen das hier herrscht keine Gewalt keine Toten keine Züchtigung kein 35:04 Hunger man muss sich halt klar machen dass dieser Film im Sommer gedreht wird nachdem gerade ein neues Kommando aus neuen gamme gekommen ist wir haben 35:12 Schilderung dass die meisten Häftlinge zwischen 45 und 50 kg gewogen haben nach kurzer Zeit und man muss sich halt klar machen dass die Zementsäcke schleppen 35:22 mussten die im Zweifel schwerer waren als sie selber und auch hier gibt es das Phänomen der sogenannten Muselmänner es ist ein hftlingsbegriff für 35:32 Menschen die so unterernährt sind dass der Körper beginnt das körpereigigen Eiweiß aufzuzehren und die das sind dann diese Menschen wo die Haut wechsern 35:42 [Musik] wird der Hunger die Zwangsarbeit das grausame Prinzip der leistungsernährung wer gut arbeitet 35:53 bekommt etwas mehr zu essen was den schlechtleistern von ihren abgezogen wir nah zuu Todesurteil für alle die krank [Musik] 36:05 sind das ist wie einen Schwamm auszuquetschen bis nichts mehr drin ist dann wirft man den Schwamm 36:13 [Musik] Weg der Bauernhof der Familie hom die Zwangsarbeiterin wird bald ihr Kind 36:31 bekommen an einem Sonntag verkündet der Pfarrer in der Kirche allen Bauern wenn eine Zwangsarbeiterin schwanger wird muss sie sich unverzüglich in wohkirchen 36:40 in der kinderpflegestätte melden um dort zu entbinden das ganze Areal war mit einem Zaun abgegrenzt und 36:48 bewacht seit 1943 dürfen Schwangere Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der Sowjetunion nicht mehr zurück in ihre 36:56 Heimat die Kinder wurden ihn meistens weggenommen und kamen in sogenannte Ausländer 37:04 kinderpflegestätten das ist ein sehr euphemistischer verharmlosender Begriff für säuglingssterbelager das heißt diese 37:12 diese Babys oder Kleinstkinder sind dort nicht adäquat versorgt worden sondern man hat sie verhungern 37:21 lassen es war ein systematisches vernachlässigen es war kein Zufall die Kinder starben es war absichtlich sie bekamen nicht genug zu 37:31 essen sie wurden nicht richtig betreut ihre Mütter durften sich nicht um sie kümmern und so starben sehr viele von [Musik] 37:45 ihnen eine andere Polin sagte zu mirade keiner da komm ich zeigte die Babys und sie machte eine Tür auf und dort lagen sie ein gewickelt in 37:58 schmutzige Lappen halbnackt manche mit Wunden übersät auf einer holzbritsche nebeneinander dann kam ein böser deutscher aus einem Büro raus hat die 38:09 toten Kinder gefasst wo er sie zu greifen bekommen hat am Fuß an der Hand und auf einen Wagen geschmissen ich habe so eine Angst und 38:20 Sorge um mein Baby bekommen [Musik] 38:29 ein Massenphänomen das in der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor äh ein als Verbrechen bislang überhaupt nicht bewusst ist ähm und wir gehen davon aus 38:41 dass zwischen 50 und 100.000 Säuglingen Kleinkindern von Polinen und von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in 38:50 deutschem Gewahrsam zwischen 1943 und 1945 ums Leben gekommen sind [Musik] 39:13 der Bunker Valentin bei seinem Bau sterben etwa 1600 Menschen im Durchschnitt mehr als zwei tote pro Tag bis 1945 39:27 die Geschichte des Endes dieser Baustelle ist die eigentliche Geschichte dieses bukers weil man daran sehr viel erklären kann der Bunkerbau beginnt 39:35 anfang3 die ersten Arbeiten werden von den Alliierten kontrolliert überwacht und entdeckt dann haben wir über Z Jahre dichteste Überwachung in dem Moment wo 39:44 sie festellen jetzt beginnen die endausbauarbeiten am Dach fliegen die einen Angriff speziell ausgerüstete britische 39:54 Bomber treffen den Bunker Valentin zweimal die Schäden sind so groß dass der Bau eingestellt wird man hätte den von Tag 40:03 ein an zerstören können man hätte ihn permanent angreifen können sie greifen ihn nicht an weil die Ressourcen hier gebunden sind und keinen Schaden 40:11 anrichten können erst am Ende wird er mit einem Angriff zerstört das ist im Prinzip ein Fingerschnipsen 40:29 Marianna janschak erwartet ihr Kind einen Tag vor der Geburt flieht sie aus dem Entbindungsheim zurück zum Hof ihres Bauern am 9 mai kam meine Christina auf 40:39 die Welt Punkt genau zum Kriegsende ich war an dem Tag so glücklich und stolz dass ich jetzt eine eigene Familie habe am 18 August 40:50 1945 durfte ich endlich die Liebe meines Lebens Jan in Altötting in der kleinen Kapelle heiraten und das familiäre Glück war 40:58 vollkommen kurz danach sind wir nach 5 Jahren Sklavenarbeit endlich wieder in meine geliebte Heimat polenheim 41:12 gekehrtimekehrt im Jahr 2020 stirbt Marianna janschak sie hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder 41:23 Hamburg Jan Philip remzm hat mit der Firma die seinen Namen nichts mehr zu tun vor 40 Jahren verkauft er die Anteile der remsmar Zigarettenfabrik die 41:33 in der Ukraine Zwangsarbeiter ausgebeutet hatte ein Unternehmen wird nicht schuldig schuldig in einem moralischen oder einem strafrechtlichen 41:45 Sinne wden Menschen Schuld verert sich nicht über Generationen aber ein gewisses Moment von Verantwortung 41:57 als Jan Philip remzm Ende der 90er Jahre von den Zwangsarbeitern erfährt beauftragt er einen Historiker die Betroffenen oder deren Angehörige 42:05 ausfindig zu machen er zahlt ihnen Entschädigung aus seinem Privatvermögen das ist spät gewesen nicht in dem Sinne zu spät als 42:18 es noch Überlebende gab aber ich hätte das auch früher in Gang setzen können wenn ich früher Bescheid gewusst hätte und da kann man mir sagen du hast dich 42:29 zu spät darum gekümmert ja kann man sagen Margot Friedländer geboren 1921 in Berlin sie überlebt den Holokaust und ihren Einsatz als Zwangsarbeiterin ihre 42:43 Eltern und ihr Bruder nicht im befreiten KZ Theresienstadt heiratet Sie Adolf Friedländer und 42:53 wandert mit ihm 1946 in die USA aus arbeitet dort als Schneiderin und reiseagentin 1997 stirbt ihr Mann 2010 zieht margort 43:05 Friedländer zurück nach Berlin warum bin ich zurückgekommen weil deutsche mir geholfen haben weil ich es überlebt habe hier weil ich Berlinerin bin weil ich 43:19 Berlin Liebe weil ich das Gefühl habe dass ich euch was bringen kan 43:31 Otto Rosenberg verliert in der nszeit seine Geschwister und die Großmutter er selbst überlebt die Konzentrationslager Auschwitz Buchenwald Dora und 43:42 bergenbsen seine Tochter Petra leitet einen Sinti und Roma Landesverband seine zweite Tochter Marianne Rosenberg wird als Sängerin 43:51 [Musik] berühmt man sagt sie singt Lieder und schöne Lieder richtig aber wenn man sie kennt wenn man mit dir groß 44:02 geworden ist dann hört man auch wie soll ich das sagen manchmal das Leid in ihrer Stimme und das ist das 44:14 Leid was mein Vater an uns weitergegeben hat