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Klassiker der Weltliteratur: Homer - Ilias und Odyssee | BR-alpha

Klassiker der Weltliteratur14:43 96.993 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 83 Zeilen
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  1. im Zentrum unserer heutigen Sendung meine sehr verehrten Damen und Herren steht ein Streit ein gigantischer Streit wenn Sie so wollen für den
  2. abendländischen Kulturkreis die Mutter aller Streitigkeiten es geht um den Beginn der europäischen
  3. Literaturgeschichte und es geht um ein Epos von Verrat und liebe es geht um Wache und göttliches Schicksal es geht um Lust um List auch um Lust und es geht
  4. um kurz Momentes des Glücks die Rede ist von jeden beiden monumentalen Fundamenten unserer Erzählkunst der Ilias und der Odyssee der beiden
  5. versebten des Homer aus dem sagen wir vorsichtig a jahrhundert vor unserer Zeitrechnung selbstverständlich ich spreche diese Jahreszahl mit einer
  6. gewissen Zurückhaltung aus weil wir es eher mit einer Entstehungsgeschichte als mit einem Entstehungsdatum zu tun haben diese Geschichte des Kampfes um Troja
  7. und der Heimkehr des Odysseus greift nämlich auf eine Reihe von Stoffen zurück die alle am Mittelmeer und auf dem Balkan
  8. kursierten gesungene Helden sagen wenn Sie so wollen die der Dichter Homer aufgriff bearbeitete und wie unter Gelehrten
  9. jetzt wohl unumstritten ist in schriftlicher Form festhielt haben es somit mit dem ältesten europäischen Werk der Literatur
  10. zu tun bewegen uns also an der Schwelle als aus mehreren mündlichen Fassungen eine einheitliche schriftliche Form wurde das war nichts weniger als der
  11. Anfang der Weltliteratur die Geburtsstunde der Literatur hier vollzog sich etwas was wir auch aus anderen Kulturen kennen und was uns noch
  12. beschäftigen wird ein Vorfall ein ein gutes ein böses ein rätselhaftes Ereignis wird besungen wird durch diesen Gesang im Gedächtnis bewahrt und zwar im
  13. Gedächtnis des Sängers wie dem seiner Zuhörer dann ausgeschmückt mit anderen Wendungen versehen Teile werden wieder gestrichen es wird mal schlichter mal
  14. mehr dem Traum verpflichtet mal einer unvergessenen Erfahrung und schließlich in eine unverwechselbare eben die schriftliche Form
  15. gegeben wir war nun dieser Romer wo wird wo wurde er geboren wo wirkte er damit sind wir beim nächsten Streitfall oder sagen
  16. wir es höflicher beim nächsten Rätsel angekommen viele Jahrzehnte lang ist nämlich unter den beteiligten Wissenschaftlern unter Altphilologen
  17. grezisten literaturhistorikern kundigen Schriftstellern darüber gestritten worden ob dieser Homer ursprünglich
  18. vielleicht gar nicht Homer hieß sondern vielleicht melesigenes das melesigenes käme daher dass er am Ufer des Flusses Melles geboren worden sei oder wäre der
  19. Melles liegt irgendwo in der Gegend von smirner also am Ostufer des schwarzen Meers das kann sein muss aber nicht sein es kann eben auch sein dass er in der
  20. dass der geburtsart irgendwo in der Nähe von K also in kelikien Quatsch in kelikien gelegen hat 100 das wä jetzt herte Kilometer weiter
  21. südlich oder oder oder es gibt sehr viele Möglichkeiten denn sehr früh wurde Homer in Griechenland sehr sehr populär nah zuu jede griechische Stadt die stolz
  22. auf ihre kulturelle Tradition war beanspruchte irgendwann einmal den Titel geburtsstatt des Homers und da sich bei dem Mann wohl um ein fahrenden Sänger
  23. auch gehandelt hat kann man auch nicht ganz zu Unrecht sagen wen man ausschließt kann man nicht sagen wie man ausschließen sollte und welche Stadt
  24. nicht von homh je in ihrer Existenz berührt worden war zu den Mythen des homersers gehört auch dass der Dichter von einem
  25. unbekannten Vater gezeugt worden sei vielleicht von einem göttlichen Wesen unbekannte Väter das kann ja sein göttliches Wesen da müssen wir
  26. Sterblichen uns heraushalten der andere Teil des Mythos sagt dass er blind auf diese Welt gekommen sei auch hier fehlt uns die Evidenz um irgendeinen
  27. Widerspruch zuzulassen oder auch auszu auszuschließen es ist nur um so verwunderlicher wie jemand der blind war all diese Farben beschreiben kann all
  28. diese wunderbaren geographischen Sonderfälle die Schönheit der Landschaften die Schiffskörper und Waser immer dazu und natürlich die
  29. Einzelheiten der Schlacht dennch er es gehört haben umgesetzt haben und es aus der Fantasie geschaffen haben verbirgt ist allenfalls das Homer
  30. und das wissen wir so ein wenig daher wie er seine eben aufgebaut hat selbst ein Mitglied des Adels gewesen sein muss das heißt er kannte sich aus in
  31. höfischen Verhältnissen und hinzu kommt noch das man aus der Geographie die er am besten beschreibt wohl davon ausgehen muss dass er
  32. in der ionischen im jonischen Teil des von Kleinasien gewirkt gesungen und gedichtet
  33. hat das also schließt sich aus seinen dramatischen Schauplätzen und selbstverständlich ä ist dies eine Zeit in der der Adel
  34. seine erste griechische Adel so langsam die achaische Form abstreift ind dem der Adel ein klein wenig verbürgerlicht demokratisiert wird und indem der Adel
  35. sich einer besonderen einen besonderen Vergnügen hingibt das ist eben der Gesang das sind die eben die Kunst der Dichtkunst das sind wie gesagt befegen
  36. wir uns hier so um dem allerspätestens im sech jahrhundert und hier sind die epben bekannt des Homers sie sind wenn ich das mal so sagen darf bei den
  37. Griechen den gebildeten Griechen zumindest in aller Munde und das ist nun die höchste Zeit einmal ein kleinen Blick auf diese zwei bedeutenden eben zu
  38. werfen auf die Ilias und auf die Odyssee und wir sind autoritär genug meine Damen und Herren zu sagen es war Homer der sie geschrieben hat es war niemand
  39. anderes und damit ist es höchste Zeit dass wir uns einem der Ippen zuwenden wir gehen zu Ilias der Titel Ilias steht für die Eroberung von Troja durch die
  40. Griechen die Rache für die Entführung der schönen Helena das könnte eine militärhistorische Erzählung mäßigen Reizes sein wie sie damals häufiger von
  41. Männern für Männer vorgetragen wurde pralereien auf dem Schlachtfeld die Ilias gewinnt aber ihren literarischen ihren dramatischen Reiz aus einem
  42. raffinierten Wechselspiel von bezwingen und bezwungen werden und durch zwei hervorstechende Figuren nämlich einmal durch den mächtigen achil den Held auf
  43. Erden und durch Zeus den Herrscher des Himmels nur zur Erinnerung besungen beschrieben wird die Eroberung von Troja durch die Griechen eben der Rachezug für
  44. das Schicksal der Hellena die Griechen werden angeführt von Agamemnon aber dieser Agamemnon hat seinen wichtigsten Krieger achil
  45. beleidigt ging mE weibergeschichte keine sehr erfreuliche Geschichte jedenfall ist auchil beleidigt und will jetzt am Kampf nicht
  46. mehr teilnehmen er klagt sein Leid auch seiner Mutter der göttlichen Mutter das ist tes und die bestürmt Zeus dass dieser so in das Schlachtgeschehen
  47. eingreift dass der den Griechen die Unentbehrlichkeit des archil schmerzhaft klar macht also voraussetzung ist die Götter greifen ein die greifen sind
  48. parteiisch mal greifen sie für die trujaner ein Mal greifen sie für die Griechen ein aber das Wesentliche ist hier sollen die Griechen nicht dadurch
  49. geschwächt werden dass man den trujanern etwas Böses tut das soll Zeus nicht machen sondern Zeus soll die Griechen sozusagen so Schwächen soll den
  50. Agamemnon so schwächen dass er sich der großen Bedeutung von achril wieder besinnt und ihn kniefällig bittet doch endlich in den Kampf einzugreifen achil
  51. will das aber nicht schickt seinen Freund mit seiner eigenen Rüstung und dieser Freund trifft auf Hektor also Hektor den Sohn des Priam den den Sohn
  52. des Königs von Troja es kommt zu einem Zweikampf Hektor erschlägt den Freund das ist nun der Moment wo achil eingreift und achil seinerseits den
  53. Kampf sucht und seinerseits dann eben Hektor erschlägt entscheidend ist nun was in diesem letzten in diesem fünften Teil des Epos stattfindet denn hier geht
  54. es nicht einfach um das Fortführen einer Schlacht um siegen um sterben um Schmerz selbstverständlich wir erkennen Troja wird untergehen aber es kündigt sich
  55. noch etwas anderes an es kündigt sich daran an dass über die Leichen über die Toten verhandelt geklagt wird es kündigt sich an dass es zum verzeihen gekommen
  56. ist oder kommen werden kann und das ist für die griechische Kultur etwas ganz Wesentliches der Respekt vor dem Opfer naturgemäß triumphierend die
  57. Griechen alles andere hätte Z auch nicht zugelassen doch ihr bitterer Triumph gibt auch noch der Niederlage trujas eine gewisse
  58. Würde die Odyssee die das zweite und vermutlich nur unwesend jüngere
  59. Epos erzählt von der Heimkehr des Odysseus König von itak Odysseus das erinnern sie sich noch war der listenreiche Kämpfer der mit dem
  60. Schiff wenn Sie so wollen er war am Sieg der Griechen natürlich wesentlich beteiligt aber das machte ihn nicht direkt zum Liebling der Götter denn wir
  61. haben ja vorhin schon drüber gesprochen die Götter waren parteiisch und die Götter ließen sich auch kränken und odyysus hatte so etwas gemacht er hatte
  62. sich den Zorn des Gottes der Meere den Zorn von Posidon zugezogen und das ließ ihn also den Odysseus 10 Jahre lang kein Glück mehr mit allen nautischen blangen
  63. haben es ging im Anfang los da wurde eine flotte auseinander gerissen odüus rettete sich dann auf ein Floß das Flo ging zu Bruch und was der Kalamitäten
  64. damals noch mehr waren in der ges das war schon allein das was auf dem Wasser passierte auf den Inseln ging es ihm
  65. nicht sehr viel besser es drohten Zyklopen böse Zyklopen und natürlich verführerische nympfen nur zwei der bekanntesten schcknisse oder
  66. Versuchungen in ihr Gedächtnis zurückzurufen überleben überleben kann der Odysseus schließlich nur durch die Kunst des
  67. Erzählens und das ist eine ganz witzige Pointe bei Odysseus Odysseus erzählt einem königlichen Gastgeber bei dem er Schutz gefunden hat von seinem Leben und
  68. der ist so bewegt dass er unseren Helden mit der notwendigen Ausrüstung ausstattet damit dieser heimfahren kann hatten die göt auch hier ihre Hand im
  69. Spiel na klar die Anregung kam nämlich von allerhöchster Stelle von Palas Athene Palas Athene hat erst diese böse nympfe Calypso entfernt sagen wir es so
  70. dann hat sie Poseidon besänftigt und schließlich in einer anderen Entscheidung direkt ins Geschehen eingegriffen sie bringt den Sohn des
  71. odyssos den telemacht dazu nach dem Vater zu suchen das macht auch und auf diese Weise kann Telemach noch mal Teile der Geschichte des Odyseus nacherzählen
  72. in itaka wartet nun die Gattin des odyssos die Penelope seit 10 Jahren auf die Heimkehr ihres Mannes der königliche Palast ist besetzt wenn Sie so wollen
  73. mit von freier 88 an der Zahl die es alle darauf abgesehen haben ins Bett der Penelope zu kommen und sich der Schätze des Odyseus bemächtigen zu können denn
  74. dass der verscholene zurückkommt daran glaubt ja niemand mehr Penelope ist in äußerster Not und hier nun landet Odysseus erkannt von niemanden begibt
  75. sich an den Hof und tötet als Schweinehirt verkleidet tötet auf diesem Hof alle 88
  76. freier danach und das ist ein weiterer geschickter schachzuch bringt er sogar soweit das penelop diesmal nicht glaubt der neuankömml sei
  77. ein weiterer Spuk der Götter oder ein Schabernak sondern das ist nun tatsächlich ihr Mann sonst hat nur ein Hund den Odysseus
  78. erkannt wir müssen daraus schließen und dürfen darus schließen dass Homer eine gute Beziehung zu Hunden gehabt hat es ist ein glückliches Ende die bösen Gäste
  79. müssen den hares und da selbst Zeus die Zustimmung zu diesem blutigen Ende gegeben hat bleibt es bei einem guten Ende es gibt meine Damen und Herren
  80. einen lateinischen Ausspruch der singngemäß sagt nach mE kann man die Literatur vergessen das sollte ein Lob für Homer sein natürlich ist es unsinnig
  81. die ganze europäische Literatur lebt nach Homer mit Homer von Homer wir können darüber nur homerisches Gelächter anstimmen homerisches Gelächter mein
  82. Damen und Herren das ist kein Ausdruck einer Spaßgesellschaft sondern so lachten die Götter und sie lachten aber nicht nur über komisches sie lachten
  83. auch über Unglück und sie lachten über Glück und bewegten dadurch sich und ihre mitgötter wie es die Literatur tut แ

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