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Klassiker der Weltliteratur: Homer - Ilias und Odyssee | BR-alpha
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Transkriptautomatisch erstellt · 83 Zeilen
- im Zentrum unserer heutigen Sendung meine sehr verehrten Damen und Herren steht ein Streit ein gigantischer Streit wenn Sie so wollen für den
- abendländischen Kulturkreis die Mutter aller Streitigkeiten es geht um den Beginn der europäischen
- Literaturgeschichte und es geht um ein Epos von Verrat und liebe es geht um Wache und göttliches Schicksal es geht um Lust um List auch um Lust und es geht
- um kurz Momentes des Glücks die Rede ist von jeden beiden monumentalen Fundamenten unserer Erzählkunst der Ilias und der Odyssee der beiden
- versebten des Homer aus dem sagen wir vorsichtig a jahrhundert vor unserer Zeitrechnung selbstverständlich ich spreche diese Jahreszahl mit einer
- gewissen Zurückhaltung aus weil wir es eher mit einer Entstehungsgeschichte als mit einem Entstehungsdatum zu tun haben diese Geschichte des Kampfes um Troja
- und der Heimkehr des Odysseus greift nämlich auf eine Reihe von Stoffen zurück die alle am Mittelmeer und auf dem Balkan
- kursierten gesungene Helden sagen wenn Sie so wollen die der Dichter Homer aufgriff bearbeitete und wie unter Gelehrten
- jetzt wohl unumstritten ist in schriftlicher Form festhielt haben es somit mit dem ältesten europäischen Werk der Literatur
- zu tun bewegen uns also an der Schwelle als aus mehreren mündlichen Fassungen eine einheitliche schriftliche Form wurde das war nichts weniger als der
- Anfang der Weltliteratur die Geburtsstunde der Literatur hier vollzog sich etwas was wir auch aus anderen Kulturen kennen und was uns noch
- beschäftigen wird ein Vorfall ein ein gutes ein böses ein rätselhaftes Ereignis wird besungen wird durch diesen Gesang im Gedächtnis bewahrt und zwar im
- Gedächtnis des Sängers wie dem seiner Zuhörer dann ausgeschmückt mit anderen Wendungen versehen Teile werden wieder gestrichen es wird mal schlichter mal
- mehr dem Traum verpflichtet mal einer unvergessenen Erfahrung und schließlich in eine unverwechselbare eben die schriftliche Form
- gegeben wir war nun dieser Romer wo wird wo wurde er geboren wo wirkte er damit sind wir beim nächsten Streitfall oder sagen
- wir es höflicher beim nächsten Rätsel angekommen viele Jahrzehnte lang ist nämlich unter den beteiligten Wissenschaftlern unter Altphilologen
- grezisten literaturhistorikern kundigen Schriftstellern darüber gestritten worden ob dieser Homer ursprünglich
- vielleicht gar nicht Homer hieß sondern vielleicht melesigenes das melesigenes käme daher dass er am Ufer des Flusses Melles geboren worden sei oder wäre der
- Melles liegt irgendwo in der Gegend von smirner also am Ostufer des schwarzen Meers das kann sein muss aber nicht sein es kann eben auch sein dass er in der
- dass der geburtsart irgendwo in der Nähe von K also in kelikien Quatsch in kelikien gelegen hat 100 das wä jetzt herte Kilometer weiter
- südlich oder oder oder es gibt sehr viele Möglichkeiten denn sehr früh wurde Homer in Griechenland sehr sehr populär nah zuu jede griechische Stadt die stolz
- auf ihre kulturelle Tradition war beanspruchte irgendwann einmal den Titel geburtsstatt des Homers und da sich bei dem Mann wohl um ein fahrenden Sänger
- auch gehandelt hat kann man auch nicht ganz zu Unrecht sagen wen man ausschließt kann man nicht sagen wie man ausschließen sollte und welche Stadt
- nicht von homh je in ihrer Existenz berührt worden war zu den Mythen des homersers gehört auch dass der Dichter von einem
- unbekannten Vater gezeugt worden sei vielleicht von einem göttlichen Wesen unbekannte Väter das kann ja sein göttliches Wesen da müssen wir
- Sterblichen uns heraushalten der andere Teil des Mythos sagt dass er blind auf diese Welt gekommen sei auch hier fehlt uns die Evidenz um irgendeinen
- Widerspruch zuzulassen oder auch auszu auszuschließen es ist nur um so verwunderlicher wie jemand der blind war all diese Farben beschreiben kann all
- diese wunderbaren geographischen Sonderfälle die Schönheit der Landschaften die Schiffskörper und Waser immer dazu und natürlich die
- Einzelheiten der Schlacht dennch er es gehört haben umgesetzt haben und es aus der Fantasie geschaffen haben verbirgt ist allenfalls das Homer
- und das wissen wir so ein wenig daher wie er seine eben aufgebaut hat selbst ein Mitglied des Adels gewesen sein muss das heißt er kannte sich aus in
- höfischen Verhältnissen und hinzu kommt noch das man aus der Geographie die er am besten beschreibt wohl davon ausgehen muss dass er
- in der ionischen im jonischen Teil des von Kleinasien gewirkt gesungen und gedichtet
- hat das also schließt sich aus seinen dramatischen Schauplätzen und selbstverständlich ä ist dies eine Zeit in der der Adel
- seine erste griechische Adel so langsam die achaische Form abstreift ind dem der Adel ein klein wenig verbürgerlicht demokratisiert wird und indem der Adel
- sich einer besonderen einen besonderen Vergnügen hingibt das ist eben der Gesang das sind die eben die Kunst der Dichtkunst das sind wie gesagt befegen
- wir uns hier so um dem allerspätestens im sech jahrhundert und hier sind die epben bekannt des Homers sie sind wenn ich das mal so sagen darf bei den
- Griechen den gebildeten Griechen zumindest in aller Munde und das ist nun die höchste Zeit einmal ein kleinen Blick auf diese zwei bedeutenden eben zu
- werfen auf die Ilias und auf die Odyssee und wir sind autoritär genug meine Damen und Herren zu sagen es war Homer der sie geschrieben hat es war niemand
- anderes und damit ist es höchste Zeit dass wir uns einem der Ippen zuwenden wir gehen zu Ilias der Titel Ilias steht für die Eroberung von Troja durch die
- Griechen die Rache für die Entführung der schönen Helena das könnte eine militärhistorische Erzählung mäßigen Reizes sein wie sie damals häufiger von
- Männern für Männer vorgetragen wurde pralereien auf dem Schlachtfeld die Ilias gewinnt aber ihren literarischen ihren dramatischen Reiz aus einem
- raffinierten Wechselspiel von bezwingen und bezwungen werden und durch zwei hervorstechende Figuren nämlich einmal durch den mächtigen achil den Held auf
- Erden und durch Zeus den Herrscher des Himmels nur zur Erinnerung besungen beschrieben wird die Eroberung von Troja durch die Griechen eben der Rachezug für
- das Schicksal der Hellena die Griechen werden angeführt von Agamemnon aber dieser Agamemnon hat seinen wichtigsten Krieger achil
- beleidigt ging mE weibergeschichte keine sehr erfreuliche Geschichte jedenfall ist auchil beleidigt und will jetzt am Kampf nicht
- mehr teilnehmen er klagt sein Leid auch seiner Mutter der göttlichen Mutter das ist tes und die bestürmt Zeus dass dieser so in das Schlachtgeschehen
- eingreift dass der den Griechen die Unentbehrlichkeit des archil schmerzhaft klar macht also voraussetzung ist die Götter greifen ein die greifen sind
- parteiisch mal greifen sie für die trujaner ein Mal greifen sie für die Griechen ein aber das Wesentliche ist hier sollen die Griechen nicht dadurch
- geschwächt werden dass man den trujanern etwas Böses tut das soll Zeus nicht machen sondern Zeus soll die Griechen sozusagen so Schwächen soll den
- Agamemnon so schwächen dass er sich der großen Bedeutung von achril wieder besinnt und ihn kniefällig bittet doch endlich in den Kampf einzugreifen achil
- will das aber nicht schickt seinen Freund mit seiner eigenen Rüstung und dieser Freund trifft auf Hektor also Hektor den Sohn des Priam den den Sohn
- des Königs von Troja es kommt zu einem Zweikampf Hektor erschlägt den Freund das ist nun der Moment wo achil eingreift und achil seinerseits den
- Kampf sucht und seinerseits dann eben Hektor erschlägt entscheidend ist nun was in diesem letzten in diesem fünften Teil des Epos stattfindet denn hier geht
- es nicht einfach um das Fortführen einer Schlacht um siegen um sterben um Schmerz selbstverständlich wir erkennen Troja wird untergehen aber es kündigt sich
- noch etwas anderes an es kündigt sich daran an dass über die Leichen über die Toten verhandelt geklagt wird es kündigt sich an dass es zum verzeihen gekommen
- ist oder kommen werden kann und das ist für die griechische Kultur etwas ganz Wesentliches der Respekt vor dem Opfer naturgemäß triumphierend die
- Griechen alles andere hätte Z auch nicht zugelassen doch ihr bitterer Triumph gibt auch noch der Niederlage trujas eine gewisse
- Würde die Odyssee die das zweite und vermutlich nur unwesend jüngere
- Epos erzählt von der Heimkehr des Odysseus König von itak Odysseus das erinnern sie sich noch war der listenreiche Kämpfer der mit dem
- Schiff wenn Sie so wollen er war am Sieg der Griechen natürlich wesentlich beteiligt aber das machte ihn nicht direkt zum Liebling der Götter denn wir
- haben ja vorhin schon drüber gesprochen die Götter waren parteiisch und die Götter ließen sich auch kränken und odyysus hatte so etwas gemacht er hatte
- sich den Zorn des Gottes der Meere den Zorn von Posidon zugezogen und das ließ ihn also den Odysseus 10 Jahre lang kein Glück mehr mit allen nautischen blangen
- haben es ging im Anfang los da wurde eine flotte auseinander gerissen odüus rettete sich dann auf ein Floß das Flo ging zu Bruch und was der Kalamitäten
- damals noch mehr waren in der ges das war schon allein das was auf dem Wasser passierte auf den Inseln ging es ihm
- nicht sehr viel besser es drohten Zyklopen böse Zyklopen und natürlich verführerische nympfen nur zwei der bekanntesten schcknisse oder
- Versuchungen in ihr Gedächtnis zurückzurufen überleben überleben kann der Odysseus schließlich nur durch die Kunst des
- Erzählens und das ist eine ganz witzige Pointe bei Odysseus Odysseus erzählt einem königlichen Gastgeber bei dem er Schutz gefunden hat von seinem Leben und
- der ist so bewegt dass er unseren Helden mit der notwendigen Ausrüstung ausstattet damit dieser heimfahren kann hatten die göt auch hier ihre Hand im
- Spiel na klar die Anregung kam nämlich von allerhöchster Stelle von Palas Athene Palas Athene hat erst diese böse nympfe Calypso entfernt sagen wir es so
- dann hat sie Poseidon besänftigt und schließlich in einer anderen Entscheidung direkt ins Geschehen eingegriffen sie bringt den Sohn des
- odyssos den telemacht dazu nach dem Vater zu suchen das macht auch und auf diese Weise kann Telemach noch mal Teile der Geschichte des Odyseus nacherzählen
- in itaka wartet nun die Gattin des odyssos die Penelope seit 10 Jahren auf die Heimkehr ihres Mannes der königliche Palast ist besetzt wenn Sie so wollen
- mit von freier 88 an der Zahl die es alle darauf abgesehen haben ins Bett der Penelope zu kommen und sich der Schätze des Odyseus bemächtigen zu können denn
- dass der verscholene zurückkommt daran glaubt ja niemand mehr Penelope ist in äußerster Not und hier nun landet Odysseus erkannt von niemanden begibt
- sich an den Hof und tötet als Schweinehirt verkleidet tötet auf diesem Hof alle 88
- freier danach und das ist ein weiterer geschickter schachzuch bringt er sogar soweit das penelop diesmal nicht glaubt der neuankömml sei
- ein weiterer Spuk der Götter oder ein Schabernak sondern das ist nun tatsächlich ihr Mann sonst hat nur ein Hund den Odysseus
- erkannt wir müssen daraus schließen und dürfen darus schließen dass Homer eine gute Beziehung zu Hunden gehabt hat es ist ein glückliches Ende die bösen Gäste
- müssen den hares und da selbst Zeus die Zustimmung zu diesem blutigen Ende gegeben hat bleibt es bei einem guten Ende es gibt meine Damen und Herren
- einen lateinischen Ausspruch der singngemäß sagt nach mE kann man die Literatur vergessen das sollte ein Lob für Homer sein natürlich ist es unsinnig
- die ganze europäische Literatur lebt nach Homer mit Homer von Homer wir können darüber nur homerisches Gelächter anstimmen homerisches Gelächter mein
- Damen und Herren das ist kein Ausdruck einer Spaßgesellschaft sondern so lachten die Götter und sie lachten aber nicht nur über komisches sie lachten
- auch über Unglück und sie lachten über Glück und bewegten dadurch sich und ihre mitgötter wie es die Literatur tut แ
Zum Nachlesen
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