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Zusammenhang Binomialverteilung und Normalverteilung – Stochastik

Mathe - simpleclub7:08 436.293 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
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  1. Wahrscheinlichkeitsrechnung. Was soll überhaupt der Unterschied zwischen den beiden Verteilungen sein? Oder was sind die überhaupt? Könnte es mal vielleicht
  2. jemand erklären? [Musik] Zuerst mal, damit hier jeder weiß, worum es geht. Wir gucken uns heute mal an,
  3. was der Unterschied zwischen der Normal und Binomialverteilung ist. Ganz wichtig, was die beiden überhaupt sind, haben wir schon erklärt. Zieht euch
  4. unbedingt vorher die Videos rein, wenn ihr es nicht mehr wisst. Links die Videoreihe zur Binomialverteilung, was die ist und so, rechts das Video zur
  5. Normalverteilung, auch was die ist und so. Das Wissen braucht ihr jetzt unbedingt als Grundlage. Wir wollen jetzt nämlich klären, hängen die
  6. irgendwie zusammen und wenn ja, wie? Wieder mal ein Beispiel aus dem Alltag, das euch alle betrifft. Nicht übrigens das gleiche Beispiel wie auch im Video
  7. zur Binomialverteilung. Ihr kauft für eure Wohnung Lampen bei einer Lampenfirma, die logischerweise Lampen baut.
  8. nur funktionieren die nicht alle. Immerhin 20% haben einen Defekt. Dafür sind sie schon billig. Ihr wisst das und kauft extra mehr. Ihr nehmt erstmal 20
  9. Glühbirnen und probiert die. Also ist n = 20, weil ihr eben 20 Stück kauft. Und P ist die Wahrscheinlichkeit für eine kaputte Lampe, also 20%. 0,2.
  10. Das Ganze ist ein Bernuli Experiment. Es gibt genau zwei Möglichkeiten, was Probierne sein kann. Entweder sie geht oder landet im Müll. So, ihr könnt jetzt
  11. z.B. berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit wäre, dass acht Lampen defekt sind, haben wir im Video zur Benuli Formel erklärt. Auf die
  12. gleiche Art könnt ihr z.B. auch Wahrscheinlichkeiten für 0, eine 7, 12 oder maximal 20 kaputte Birnen ausrechnen. Von 20 Birnen können ja
  13. nicht weniger wie keine Leuchte im Bob sein und mehr wie 20 kaputte werdet ihr auch nicht finden. Dazwischen ist alles möglich. Natürlich mit einer bestimmten
  14. Wahrscheinlichkeit. Wenn ihr die ganzen Wahrscheinlichkeiten ausrechnen würdet und die in ein Diagramm einzeichnet, kämt das Bild hier raus. Das liebe
  15. Kinder, ist eine Binomialverteilung. Darauf sieht man schön. Am wahrscheinlichsten ist es, dass vier Lampen kaputt sind. Dafür ist ziemlich
  16. unwahrscheinlich, dass mehr als zehn nicht gehen. Was hat das Ganze mit einer Normalverteilung zu tun? So ganz grob hat das Ding ja die Form von so einer
  17. Gauskurve. Also Normalverteilung, wir haben mal das Bestmögliche eingezeichnet. Das trifft ja echt nur ganz grob. Mal steht da Balken drüber
  18. raus, dann wieder ist eine Lücke drunter. Nicht sonderlich geil. Aber stellt euch mal vor, ihr kauft 200 Birnen und macht wieder das gleiche. Wie
  19. wahrscheinlich ist denn, dass eine kaputt ist oder zwei oder 30 und zeichnet wieder alles auf? Dann sieht die Binomialverteilung diesmal so aus.
  20. Es sind jetzt viel mehr einzelne Balken, weil es ja bei 200 Lampen viel mehr Möglichkeiten gibt, wie viele Birnen nicht mehr so ganz helleuchten. Immerhin
  21. kann diesmal alles zwischen 0 und 200 Birnen kaputt sein. Warum zeigen wir das aber, wie es mit mehr Birnen aussieht? Diesmal kann man auch wieder versuchen,
  22. eine Gauskurve reinzulegen. Sieht dann im Optimalfall so aus. Ihr müsst schon zugeben, sieht deutlich besser aus als vorhin. Eine Frage bleibt jetzt. Was
  23. muss man machen, damit die Gauskurve so gut passt? So Leute, das hier ist die Formel für die Normalverteilung. Nicht erschrecken. Sieht scheiße aus. Ist echt
  24. scheiße. Gibt's jetzt eine Möglichkeit, dass wir aus so einer Binomialverteilungsfunktion einen Normalverteilungsfunktion machen?
  25. Wenn ja, wie? Versuchen wir einfach mal alles, was wir rechts in der Formel nicht haben, herauszufinden. Für die Binomialverteilung habt ihr ja eine
  26. Wahrscheinlichkeit p und eine Anzahl N. Und da könnt ihr ja auch einen Erwartungswert ausrechnen. N* P. Und der Erwartungswert ist ja einfach my.
  27. Perfekt. Also kann man das my schon mal rechts einsetzen. Brauchen wir nur noch das Sigma, dann hat man alles, was rechts noch fehlt. Das geht aber auch.
  28. Zuerst rechnet ihr wieder n mal p und dann noch mal 1- p, also mal die Gegenwahrscheinlichkeit und am Ende noch die Wurzel ziehen, dann habt ihr Sigma.
  29. Das heißt jetzt also, wenn ihr eine Binomialverteilung gegeben habt mit einer Wahrscheinlichkeit p und Anzahl n, dann könnt ihr zuerst my ausrechnen und
  30. dann noch Sigma und das in die Normalverteilungsformel einsetzen. Und am Ende bekommt ihr eine gute Annäherung eurer Binomialverteilung als Funktion.
  31. Jetzt die Frage, geht das jetzt immer? Kann ich immer einfach aus meiner Binomialverteilung eine Normalverteilung machen? Nein, die Begründung dafür mag
  32. blöd klingen, weil das zwei verschiedene Funktionen sind. Der große Unterschied ist folgender. In der Binomialverteilung könnt ihr nur
  33. Zahlen ohne Komma und über 0 und unter n einsetzen. 1 2 3 und so weiter. Deswegen werden die auch immer mit so Balken gemalt. Man kann nichts zwischen den
  34. Zahlen einsetzen. Bei einer Normalverteilung geht das aber schon. Da könnt ihr jede Zahl einsetzen, die ihr wollt. Ihr könnt auch Kommazahlen in die
  35. Funktion einsetzen und bekommt einen Wert raus. Deshalb hat die auch so eine Linie wie andere Grafen, die ihr kennt und keine so Balken. Genau dieser
  36. Unterschied ist wichtig, weil die so unterschiedlich sind, liegt die Kurve halt nicht immer ganz so bombig an die Bolken an. So wie bei unserem ersten
  37. Beispiel. Da sind noch ziemlich viele Lücken. Jetzt die Frage, ab wann kann man aber sagen, okay, jetzt passt die Gauskurve ganz gut über die Balken der
  38. Binomialverteilung. Eine oder eigentlich zwei Bedingungen gibt's, die ihr auch ganz leicht selber nachprüfen könnt. Sigma könnt ihr ja
  39. ausrechnen. Wenn Sigma größer als 3 ist, dann sieht eure Gauskurve praktisch so aus wie die Funktion mit den Balken. Im ersten Bild mit nur 20 Glühbirnen war es
  40. noch nicht so. Da war die Wurzel aus n* p* 1 - p noch deutlich unter 3. Beim zweiten Bild hat die Bedingung aber gepasst. Sieht man auch das ist Qualität
  41. zumindest grob. Wenn die Bedingung übrigens nicht hinhaut, könnt ihr stattdessen zwei andere testen. Ist der Mittelwert also n* p über 4 und ist auch
  42. n* 1 - p über 4. Wenn beides stimmt, dann passt die Gauskurve auch. Ah, noch zum Schluss. Manchmal steht bei den Bedingungen statt dem Größerzeichen
  43. auch ein größer Gleich. Manche sagen so, manche so. Wichtig ist für euch eigentlich nur, Sigma sollte möglichst deutlich größer sein als 3. Je größer,
  44. desto besser lässt sich die Binomialverteilung durch die Gauskurve annähern. Und jetzt wirklich letzte Frage, warum, warum will man eine
  45. Binomialverteilung mit einer Gauskurve annähren? Wenn ihr das wissen wollt, schreibt es uns mal in die Kommentare mit dem # wieso weshalb warum oder so.
  46. Wenn ihr es nicht wollt, dann schaut's halt nicht. Okay, wieder im Ernst, hier rechts findet ihr jetzt noch mal unser Video
  47. zur Normalverteilung. Zieht's euch rein, wenn ihr komplizierte Formel von vor noch raffen wollt. In dem Sinne, cheers Auge auf und weiter ge.

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