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Die DREI Grundvollzüge der Kirche

Kanzel Kultur8:03 1.010 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 57 Zeilen
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  1. Grüß euch gerade auf meinem Kanal. Wir tauchen wieder ein in die Schönheit des katholischen Glaubens. Heute geht es um die drei Grundvollzüge der Kirche. Das
  2. heißt, die drei Arten, auf die die Kirche in besonderer Weise in die Welt hineinwirkt und nicht nur in die Welt, sondern auch
  3. in die Ewigkeit zu Gott hin. Es sind dieserseits der Gottesdienst, Liturgie, das heißt die Gottesverehrung. Es ist dies die Karitas, das heißt die Nächsten
  4. Liebe und es ist ähm das Martyrium in dem Sinne Martyrum heißt Zeugnis, das heißt die Kirche gibt Zeugnis. Also die Kirche einerseits verehrt Gott, sie
  5. kümmert sich um den nächsten und sie gibt Zeugnis für die Wahrheit. Liturgier, das versteht jeder, ist die Liturgie. Das ist der heilige
  6. Gottesdienst, der heilige Kult, den wir verrichten, der kein Selbstzweck ist und auch kein Vergnügen für uns sein muss. Liturgie ist die Verehrung Gottes
  7. aufgrund dessen, dass er es einfach verdient und eigentlich unser Herz überströmen müsste von Gotteslob. Die Liturgie ist gewissermaßen geformter
  8. durch die Jahrhunderte gebildeter Gotteslob, indem wir uns gemeinsam einfügen. Das ist nicht immer eine eigene Erfindung oder nach dem eigenen
  9. Geschmack zu bilden, sondern es es stets so zu tun, wie die Kirche es macht und sich als Gemeinschaft Gott gegenüber als dankbar zu erweisen und ihn zu
  10. lobpreisen. Das ist Liturgie. Wirklich, vielleicht muss man sich das öfter zu Herzen nehmen. Liturgie ist nicht für mich da. Liturgie ist nicht für uns da.
  11. Liturgie ist für Gott da. Das heißt, wir verehren ihn. Nicht, dass er das bräuchte, aber er verdient es. Und es steht schon in den Z geboten, dass wir
  12. den Tag des Herrn heiligen sollen. Da ist also auch schon eingeschrieben, diese Verpflichtung Gott zu ehren durch unser Handeln, durch unser Beten, durch
  13. unser Singen und so weiter. Das Schöne ist, wenn wir das tun, bekommen wir immer sehr viel mehr zurück. Das heißt, wir hören Gottes Wort, wir leben die
  14. Gemeinschaft nicht nur derer, die mit uns in der Kirche sind, im Kirchenraum, sondern auch die Gemeinschaft darüber hinaus der ganzen Kirche aller
  15. Gläubigen, die Gemeinschaft mit denen Himmel und auch die Gemeinschaft mit denen, die noch auf dem Weg im zum Himmel sind, also mit denen im
  16. Purgatorium, im sogenannten Fegefeuer, eine große Gemeinschaft aller Menschen, die Gott dienen wollen und auch der Engel im Himmel. Das heißt
  17. eigentlich ein riesiges Fest ist Liturgie in der Ahnung dessen, was Gott eigentlich ausmacht, wie großartig er ist, wie verehrungs und anbetungswürdig
  18. er ist und in dieser großen Freude Gott ein bisschen kennen zu dürfen, zumindest an den Glauben zu können, weil wir ja doch nur ganz also marginal überhaupt äh
  19. erkennen können, wie er eigentlich ist. Aber das bisschen, dass wir von ihm sehen, das bisschen, was wir glauben, das ist schon so schön, dass wir gar
  20. nicht anders können, als ihn zu verehren, ihn zu preisen, ihm zu dienen. Das ist in erster Liturgie, wo wir aber eben wie gesagt sehr viel
  21. zurückbekommen. Nicht nur das Wort Gottes, nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch, wenn wir im Stand der Gnade sind, die heilige Kommunion, die
  22. Eucharistie, wo Jesus selber zu uns kommt. Dieser Grundvollzug ist also ein ganz wesentlicher der Kirche, aber es würde nicht genügen, einfach nur zur
  23. Kirche zu gehen, dort die heilige Messe zu feiern, sondern es muss auch immer diese Liturgie lebendig werden. Man weiß ja, dass es am Ende der Messe heißt
  24. itemis est, also gehet hin in Frieden. Das heißt eigentlich es ist ausgesandt. Ihr seid ausgesandt, das was ihr hier empfangen, was ihr hier
  25. angeschmeckt habt, in die Welt zu bringen, nämlich die Güte, Geduld und Liebe Gottes, seine Barmherzigkeit. Das ist dann auch jenes, was uns treibt
  26. zu den beiden anderen Vollzügen. Einerseits zur Caritas und dann wiederum auch zu diesem sogenannten Artrium, nämlich, dass wir einerseits den
  27. nächsten Liebe üben. Wie können wir von Gott die Liebe empfangen, von ihm erbitten? Vor allem macht die Barmherzigkeit und Vergebung unserer
  28. Sünden, wenn wir dann hartherzig mit den anderen sind. Das geht so nicht. Also das, was wir empfangen, müssen wir auch weitergeben und der Herr wird uns danach
  29. einmal richten, wie wir das getan haben, ob wir das getan haben oder in welchem Ausmaß wir das ähm verhindert haben. Dementsprechend also die nächsten Liebe
  30. ist eine fast logische Konsequenz der Gottesliebe. Es ist eine logische Konsequenz, ehrlich gesagt, und soll auch genährt werden aus der Verehrung
  31. Gottes. Caritas, also Nächstenliebe, die erweist sich auf verschiedene Weisen, nicht nur indem wir Almosen geben, sondern indem wir einfach versuchen ein
  32. offenes, ein liebevolles Herz zu haben. Und dieses Herz, dieses liebevolle Herz wird uns immer alles lehren, was wir dann tun sollen. Da brauche ich gar
  33. keine Beispiele bringen, aber diese Caritas, die wir im Herzen haben sollten, die ist jene, die uns drängt, stets das Richtige mit den anderen zu
  34. tun. Dann haben wir noch vom Zeugnisgeben von Mathyum gesprochen. Also Matthyum kennen alle den Begriff, weil das auf die
  35. Blutzeugen besonders fokussiert ist dieses Wort, aber es betrifft jede Art des Zeugnisses. Das heißt, wir sollen als Christen nicht nur sagen, die Gnade
  36. Gottes konsumieren und auch versuchen nett zu sein, sondern wenn wir daran glauben, dass Gott Gott ist, dass Jesus unser Erlöser und Heiland ist, dass er
  37. uns von allem übel erlöst, dann sollte es eigentlich so sein, dass wir gar nicht anders können als davon zu sprechen. Leider sind wir oft recht
  38. stumm, was das anbelangt. Wir halten sehr gern den Mund, wollen auch niemandem zu nahe treten. Doch im letzten ist der Christu berufen Zeugnis
  39. zu geben. Sowohl durch das Reden, aber in besonderer Weise auch durch sein Leben. Ein Zeugnis zu geben für die Wahrheit der Lehre Jesu und für unser
  40. Vertrauen auf ihn, unseren Glauben an ihn. Das heißt, wir sollten die Gebote wirklich einerseits leben, natürlich, weil Gott
  41. sie gegeben hat und weil sie gut sind, aber andererseits auch auf eine Art und Weise, dass es für die anderen ansprechend und anziehend ist. Wenn man
  42. irgendwie so pharisäerhaft jedem die Welt erklärt und sagt, was sie alles falsch machen, na, das ist ein tolles Zeugnis. Da wird keiner drauf hören und
  43. wird auch niemand versuchen, den Weg Jesu dann zu folgen. Aber wenn die Menschen das Gespür haben, da ist irgendetwas dahinter, diese Person
  44. besehlt etwas, das über alle menschlichen Sicherheiten oder Gewissheiten hinausgeht. Dieser Mensch ist so gut und so und so
  45. liebenswürdig und wenn ich ihn frage, dann bemüht er sich auch oder versucht er mir ehrlich, schlicht und einfach zu antworten, dann wird unser Lebenszeugnis
  46. fruchtbar. eben, wir sollen das Zeugnis leben, vorleben, aber hier und da auch mal den Mund aufbekommen und nicht uns die ganze Zeit genieren für das, was wir
  47. glauben und niemandem zu nahe treten wollen. Also entweder ist Jesus Gottes Sohn, entweder ist das die Wahrheit oder es ist das nicht. Wenn es aber die
  48. Wahrheit wäre, dann wäre es ja fast kriminell äh diese den anderen vorzuenthalten und nur für mich zu behalten. Das sollten wir nicht tun.
  49. diese drei Vollzüge der Kirche, also des Gottesdienstes, der Nächsten Liebe und des Zeugnisses. Diese drei Vorzüge betreffen die Kirche
  50. als Ganze, aber auch jeden einzelnen von uns. Und diese Vollzüge sollten in dem ausgewogenen Gleichgewicht sein. Man kann nicht das
  51. eine tun und das andere lassen. Es gehört alles drei zusammen und bedingt einander. Dementsprechend vielleicht für einen selber die Frage, wo habe ich da
  52. vielleicht noch Nachholbedarf? bin ich vielleicht jemand, der gerne betet, der auch gerne die heilige Messe besucht, vielleicht sogar sich da engagiert in
  53. der Gestaltung ähm z.B. als bei der Musik oder so. bin aber ansonsten irgendwie weiß ich nicht karg in der nächsten Liebe, dann
  54. könnte ich vielleicht versuchen, das ein bisschen mehr auszubauen. Oder bin ich jemand, der vielleicht gut andere überzeugen kann und auch gerne vom
  55. Glauben spricht, aber es mit anderen Vollzügen der Kirche nicht ganz so genau nimmt. Wie dem auch sei, wir wollen versuchen alle drei Vollzüge der Kirche
  56. selbst auch in unser Leben zu integrieren und umzusetzen. Und fragt euch vielleicht, was ist das, was ich jetzt noch besonders umsetzen könnte, wo
  57. noch ein bisschen Potenzial ist? In dem Sinne alles Gute, Gottes Segen und bis zum nächsten Mal.

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