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Finde Jesus im Koran und Mohammed in der Bibel!
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Transkriptautomatisch erstellt · 577 Zeilen
- Der Islam ist der Glaube von Jesus, und das Christentum ist der Glaube über die Person Jesu.
- Muhammad (FSMI) hat Maria nie getroffen. Sie lebte 600 Jahre vor ihm.
- Wie kann es dann sein, dass sie die einzige Frau im Koran ist, die namentlich erwähnt wird? Und sie wird nicht nur namentlich genannt,
- sie wird als die frommste aller Frauen dargestellt. Ich besitze 300 Bibeln aus verschiedenen Epochen,
- in verschiedenen Sprachen und Versionen. Keine einzige dieser Bibeln gleicht der anderen.
- Im Islam glauben wir, dass Jesus ein zweites Mal kommen wird. Er wurde nicht getötet und nicht gekreuzigt.
- Jesus, Friede sei mit ihm war ein monotheistischer Mensch, trank keinen Alkohol,
- aß kein Schweinefleisch, verzehrte nichts, was Blut enthielt,
- denn er war ein praktizierender Muslim, ein Prophet. Wenn man Jesus liebt, dann folgt man seinem Glauben.
- Der Glaube von Jesus war der Islam. Assalamu alaikum Dr. Sabeel Ahmed.
- Vielen Dank, dass Sie heute bei uns sind. Wir haben ein paar Fragen zum Christentum gesammelt,
- die wir Ihnen gern stellen würden. Alaikum salaam wa Rahmatullahi wa Barakatuh. Ja, bitte – nur zu.
- Fangen wir mit der ersten Frage an: Welche Reaktionen bekommen Sie, wenn Sie über die Stellung von Maria im Islam sprechen – Maryam (a.s.)?
- Und was würden Sie sagen, wenn ich Sie nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Islam und Christentum frage?
- Was Maria, Friede sei mit ihr betrifft, habe ich eine Antwort mit nur einem Wort: Die englische Form ihres Namens, MARY.
- Also: M. A. R. Y. Das M steht für Mentioned: sie wird im Koran erwähnt –
- als einzige Frau, die dort namentlich erwähnt wird. Einmal war ich auf einem Flug von Chicago nach Houston.
- Ich saß am Fenster, und neben mir saßen zwei Damen katholischen Glaubens.
- Wir haben ein Quiz gespielt über Islam und Christentum. Ein Quiz der Daʿwah im Flugzeug.
- Ich stellte ihnen diese Frage: „Meine lieben Schwestern, wer, denkt ihr, ist die einzige Frau, die im gesamten Koran namentlich genannt wird?“
- Sie sagten: „Wir wissen die Antwort – es ist Maria, die Mutter von Jesus.“ Ich sagte: „Wunderbar.“ Dann stellte ich die nächste Frage:
- „Okay, wie oft wird sie im Koran erwähnt?“ Sie sagten: „Das wissen wir nicht.“
- Ich sagte: „34 Mal.“ Dann fragte ich sie: „Und wie oft wird sie
- in eurer Bibel erwähnt?“ Sie sagten zu mir: „Wir wissen die Antwort nicht.“
- Ich sagte ihnen: „18 Mal.“ Zum Vergleich also: Im Koran 34 Mal, in der Bibel 18 Mal.
- Ich sagte zu ihnen: „Muslime lieben Maria also wohl mehr als ihr, oder?“ Da lachten sie.
- Also: M steht für Mentioned – die einzige Frau, deren Name im Koran erwähnt wird. M steht auch für den Namen eines Kapitels im Koran –
- Kapitel Nummer 19. Also: M wie in Maria.
- Dann kommt das A: A wie Allah, Anbetung Allahs, Hingabe an Allah. Allah war der Mittelpunkt ihres Lebens.
- Ihre Demut, ihre Keuschheit, ihre Hingabe zu Allah. Der Koran erwähnt das immer wieder, an vielen Stellen.
- Das R steht für den Respekt, den Allah Maria, Friede sei mit ihr, erwiesen hat. Es gibt ein Kapitel im Koran, Sure 3, Vers 42,
- in der ein Engel zu Maria kommt und zu ihr sagt: „Maria, Gott hat dich auserwählt, dich gereinigt
- und dich über alle Frauen gestellt.“ Schauen Sie diese Ehre an, diesen Respekt, den Allah ihr gegeben hat.
- Und ich sage zu meinen christlichen Freunden: Mohammed, Friede sei mit ihm, hat Maria nie getroffen.
- Sie lebte 600 Jahre vor ihm. Wie kann es also sein, dass sie die einzige Person ist,
- die im Koran namentlich genannt wird? Nicht nur das – sie wird als die frommste aller Frauen dargestellt.
- Diese Auszeichnung bekam nicht die Mutter, nicht die Ehefrau und nicht die Tochter von Mohammed, Friede sei mit ihm,
- sondern – wohlgemerkt – eine „jüdische Frau“, die er nie kannte. Das, so sage ich den Christen, ist ein Hinweis darauf:
- Der Koran ist nicht das Werk des Propheten (FSMI), sondern er stammt vom Schöpfer der Menschheit.
- Also M, A, R – und jetzt das Y, ja? Das Y steht dafür, dass sie jung war, young, und noch Jungfrau,
- als sie Jesus zur Welt brachte. Das ist Maria im Islam.
- Und wie sieht es im Christentum aus? Gibt es Unterschiede zwischen Islam und Christentum?
- Was die Unterschiede angeht, würde ich sagen, der Hauptunterschied ist der: Im Koran wird Maria mit Ehre, Respekt und Segen erwähnt.
- Im Koran hat sie einen hohen Rang. In der Bibel hingegen erscheint sie nur als eine normale Frau,
- eine normale Mutter – nichts Besonderes. Sie wird an einigen Stellen genannt,
- ein paar oberflächliche Interaktionen mit Jesus und einigen Jüngern, aber niemals mit dem Rang, den der Islam ihr im Koran zuschreibt.
- Die Gemeinsamkeit ist aber: Sie war Jungfrau. Sie war jung, unverheiratet und Jungfrau,
- als Allah das Wunder Jesu in ihr entstehen ließ. Wie steht es mit der Erwähnung des Propheten Mohammed (FSMI) in der Bibel?
- Laut muslimischen Theologen wird Mohammed, Friede sei mit ihm, im Alten Testament und im Neuen Testament erwähnt.
- Tatsächlich sagt der Koran selbst in Sure 7, Vers 157, dass die Erwähnung des Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm,
- in ihren Schriften zu finden ist – also bei Juden und Christen. Wir können im Alten Testament, im Buch Deuteronomium,
- Kapitel 18, Vers 18 nachlesen, da sagt Mose, Friede sei mit ihm, anscheinend zu seinem Volk:
- Eines Tages wird ein Prophet nach mir kommen, und dieser Prophet wird so sein wie ich.
- Er wird nicht aus sich selbst sprechen, sondern nur, was er hört. Das wird er weitergeben.
- Und die muslimischen Gelehrten sagen: Der einzige Prophet, der Moses wirklich ähnelte, war Mohammed, Friede sei mit ihm.
- Das ist Punkt eins. Zweitens ist zu sagen: Im Buch Jesaja,
- Kapitel 29, Vers 12, erscheint ein Engel einem Mann und sagt zu ihm: Lies.
- Der Mann antwortet: Ich kann nicht lesen. Genau das geschah mit Mohammed, Friede sei mit ihm,
- als der Engel Gabriel kam und ihm befahl, zu lesen. Mohammed antwortete: Ich kann nicht lesen.
- Im Hohelied Salomos, Kapitel 5, Vers 16, taucht das Wort „Mohammed“ auf.
- Das Wort „Mohammed“ steht dort auf Hebräisch. Das war das Alte Testament.
- Im Neuen Testament, so sagen muslimische Theologen, gibt es sehr viele Prophezeiungen.
- Das jüdische Volk wartete auf das Kommen eines Propheten. Denn Moses sagte ja: Ein Prophet wird nach mir kommen.
- Einer, der mir ähnlich ist. Zur Zeit Jesu warteten die Christen immer noch auf diesen Propheten.
- Sie fragten Johannes den Täufer: Bist du dieser Prophet? Und Johannes sagte: Nein.
- Dann sprach Jesus selbst von diesem Propheten, und zwar im Johannesevangelium, Kapitel 16, Vers 7:
- „Es ist gut für euch“, sagt er zu seinen Jüngern, „dass ich gehe. Denn wenn ich nicht gehe, wird der Tröster nicht kommen.
- Wenn ich aber gehe, wird er gesandt werden.“ Dann sagt Jesus: „Ich habe euch noch vieles zu sagen,
- aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Doch wenn er kommt, wird er euch die ganze Wahrheit bringen.
- Er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hört, wird er sagen.“ Es wird das männliche Pronomen benutzt, nicht „es“ – nicht für den Heiligen Geist.
- Das männliche Pronomen wird gebraucht, und Jesus sagt, dass er die Wahrheit bringen wird.
- Er wird den Glauben vollenden. Er wird umfassende Leitung geben. Muslime sagen, diese umfassende Leitung
- kam durch Mohammed, Friede sei mit ihm, von Allah. Das sind also einige dieser Prophezeiungen.
- Und was sagen Christen, wenn Sie ihnen diese Beispiele zeigen? Was sagen sie oder wie reagieren sie?
- Ashhadu an la ilaha illallah wa ashhadu anna Muhammadan rasulullah. (Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter.)
- – Wirklich? – Einige von ihnen, ja. Aber manche von ihnen argumentieren dagegen.
- Sie sagen dann: Wissen Sie, diese Prophezeiungen, die Sie erwähnt haben, besonders im Neuen Testament,
- die beziehen sich auf den Heiligen Geist, den Heiligen Geist Gottes. Und nicht auf euren Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm.
- Und wir sagen dann Folgendes: Jesus sagt doch, dass er gehen muss, damit dieser andere kommen kann.
- Aber wir entgegnen: Der Heilige Geist war schon zu Jesu Zeiten da. Also ergibt das keinen Sinn, oder?
- Jesus sagt, er muss gehen, damit dieser andere kommt. Aber wenn das der Heilige Geist ist – der war doch schon da.
- Es kann nicht der Heilige Geist sein. Das Zweite, was wir den Christen entgegnen, ist:
- Jesus sagt, dass dieser Kommende die ganze Wahrheit bringen wird, eine umfassende Leitung. Und das tat der Heilige Geist nicht.
- Drittens können wir auch sagen: Das männliche Pronomen „er“ wird sieben Mal in diesen Versen verwendet.
- Dass er kommen wird, er mich verherrlichen wird, er euch die ganze Wahrheit zeigen wird – richtig? Der Heilige Geist ist ein „Es“. Er ist kein „Er“ und kein „Sie“.
- Noch etwas, was wir sagen können, ist, dass Jesus in dieser Passage sagt, dass er nicht aus sich selbst sprechen wird,
- sondern dass er nur das sagt, was er hört. Laut christlicher Lehre ist der Heilige Geist Gott.
- Aber Gott wartet doch nicht darauf, dass ihm jemand sagt, was er sagen soll oder nicht.
- Deshalb muss es jemand anderes sein als der Heilige Geist. Und wir sagen, dass nur eine Person dieser Beschreibung entspricht:
- Mohammed, Friede sei mit ihm. Eines der Themen, die Christen am meisten über den Islam interessiert,
- ist die Stellung Jesu in dieser Religion. Denn viele sind überrascht zu hören, dass Muslime auch an Jesus glauben.
- Was gibt es dazu zu sagen? Könnten Sie Jesus im Islam mit dem Jesus im Christentum vergleichen?
- Also gut, alhamdulillah. Einmal hatten wir eine Plakatwand an einer Autobahn in Chicago, da stand:
- „Finde Jesus im Koran und Mohammed, Friede sei mit ihm, in der Bibel.“ Die Leute waren neugierig: Wirklich?
- Wie kann man Jesus im Koran finden, und wo steht Mohammed, Friede sei mit ihm, in der Bibel?
- Viele Leute riefen an, um Fragen zu stellen, viele wollten diskutieren, aber viele riefen auch an, um ein Exemplar des Koran zu bekommen.
- Wenn mich also jemand fragt: „Okay, wer ist Jesus im Islam?“, dann habe ich eine einfache Ein-Wort-Antwort für ihn.
- Und diese eine Antwort, wirklich nur ein Wort, lautet: Es ist JESUS.
- J. E. S. U. S. Und jeder einzelne Buchstabe von „Jesus“ wird nun für uns ein Punkt,
- um Christen zu erklären, wer Jesus im Islam ist. Der Buchstabe J steht also dafür, dass Jesus just (nur) ein Gesandter war.
- Ganz einfach gesagt. Das J steht für: Just ein Gesandter.
- Im Koran, in Kapitel 5, Vers 75, heißt es: Jesus war nur ein Gesandter.
- Viele Gesandte starben vor ihm bereits. Laut Koran war Jesus ein Gesandter
- in der Reihe aller Gesandten. Jeder Gesandte kam, um die Menschen zum Glauben an den einen Gott einzuladen.
- Jesus war also ein Gesandter. Das E steht dafür, dass er von Gott empowered (ermächtigt) wurde, Wunder zu tun.
- Er hat Tote auferweckt, Blinden das Augenlicht gegeben, Kranke und Aussätzige geheilt.
- Er tat also Wunder – dank der Ermächtigung durch den Schöpfer. Wo steht das?
- In der Sure Nummer 3, Vers 49 des Koran. Aber das Erstaunliche, das wir Christen mitteilen wollen, ist:
- Zu jedem einzelnen Wunder, das Jesus vollbrachte, Friede sei mit ihm, wurde er durch Gott ermächtigt.
- Das bedeutet: Die Macht kam vom Schöpfer, nicht aus ihm selbst. Also das ist E – J, E.
- S steht dafür, dass die sole (einzige) Mission von Jesus war, die Menschheit einzuladen, den einen Gott anzubeten.
- Also im Koran, Kapitel 3, Vers 51, heißt es: „Inna Allaha rabbī wa rabbukum faʿbudūhu, hādhā ṣirāṭun mustaqīm.“
- Allah zitiert Jesus im Koran, und Jesus sagt: Wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr.
- Dient Ihm allein, das ist der gerade Weg. S steht also für die sole (einzige) Mission Jesu.
- Also: J, E, S, U. Interessant, oder? Wofür könnte das U stehen?
- U steht für uplifted (emporgehoben) durch Allah. Nicht getötet, nicht gekreuzigt – Allah hat ihn erhoben.
- Er ist dort oben, ohne gekreuzigt worden zu sein. Okay? Also: J, E, S, U.
- Und das letzte S steht für Second coming, die Wiederkunft. Christen sind oft erstaunt: „Wirklich? Ihr glaubt an die Wiederkunft?“
- So erkläre ich den Islam – leicht zu merken, alles in Reihenfolge, und es endet mit der Wiederkunft. Das ist Jesus im Islam.
- Er wurde also nicht gekreuzigt, nicht getötet. Er wurde in den Himmel erhoben.
- Ja, laut Koran, Sure 4, An-Nisa (Die Frauen), Vers 157.
- Allah sagt – sinngemäß übersetzt –: Sie sagen, sie hätten Jesus, den Sohn Marias, den Messias, getötet.
- Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt. Es erschien ihnen nur so.
- Und dann sagt Allah, dass Jesus von Ihm erhoben wurde. Nicht gekreuzigt, nicht getötet.
- Das ist einer der Unterschiede – aber das ist, was Allah über Jesus sagt. Warum wurde er nicht getötet, sondern in den Himmel erhoben?
- Wird er deshalb auch wiederkommen? Genau, im Islam glaubt man an die Wiederkunft von Jesus.
- Er wurde nicht getötet, nicht gekreuzigt, denn laut der christlichen Theologie
- ist der Tod Jesu am Kreuz das Mittel zur Erlösung der Christen. Da wir aber nicht glauben, dass der
- Tod oder das Leben eines Menschen eine Möglichkeit zur Erlösung ist, sagt Allah, der Erhabene, gewissermaßen dann:
- „Er ist nicht gestorben.“ Selbst wenn man annimmt, er sei gestorben, wäre das kein Weg zur Erlösung.
- Aber so geschah es, dass Allah Jesus zu sich erhob. Er wird wieder herabgesandt werden,
- und dann wird eine Abfolge von Ereignissen stattfinden, wenn er wiederkommt.
- In diesem Zusammenhang: Was wird geschehen, wenn er kommt? Wird er ein Gesandter sein?
- Wenn Jesus zurückkehrt – natürlich weiß niemand, wann genau: welcher Tag, welches Jahr das sein wird –
- aber es gibt authentische Überlieferungen in den Sammlungen von Imam Bukhari und Imam Muslim. Diese Hadithe, also Aussagen des Propheten, Friede sei mit ihm,
- die früher von Muslimen gesammelt wurden. Es gibt etwa 14 authentische Überlieferungen
- von Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, die über die Wiederkunft von Jesus berichten und sie im Detail beschreiben.
- Er wird in der Stadt Damaskus erscheinen. Es wird zur Zeit des Morgengebets sein.
- Muslime beten fünfmal am Tag, und das ist das erste Gebet des Tages. Er wird vom Himmel herabsteigen.
- Er wird auf dem Minarett der Weißen Moschee im Osten von Damaskus herabsteigen. Er wird herabkommen – genau zur Zeit des muslimischen Gebets.
- Die Muslime werden erstaunt sein, überrascht, und sie werden sagen: Willkommen Jesus,
- wir haben auf dich gewartet. Und sie werden zu ihm sagen: Jesus, warum leitest du nicht das Gebet?
- Aber Jesus wird dann sagen: Der Imam, der bereits da ist, wird das Gebet leiten.
- Der Punkt ist: Jesus wird nicht als neuer Prophet kommen, sondern als Anhänger der Scharia
- des Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm, zurückkehren. Dann gibt es weitere Beschreibungen dessen, was geschehen wird:
- Er wird ein Heer haben, das gegen den Antichristen kämpft. Durch Gottes Macht wird der Antichrist besiegt.
- Dann wird Jesus für einige Jahre über die ganze Welt herrschen. In dieser Zeit werden alle Menschen Muslime sein.
- „Muslim“ bedeutet: jemand, der sich dem Schöpfer hingibt. Jesus wird heiraten.
- Er wird die Pilgerfahrt (Hajj) nach Mekka machen. Dann wird er eines natürlichen Todes sterben.
- Wie unterscheidet sich der islamische Glaube an das Leben nach dem Tod vom christlichen? Himmel, Hölle, Jüngstes Gericht usw.?
- Sehr gute Frage. Das Konzept der Erlösung, das Konzept des Jenseits –
- da gibt es viele Ähnlichkeiten, aber auch sehr viele Unterschiede. Eine Ähnlichkeit ist folgende:
- Laut dem Christentum wird es einen Tag der Auferstehung geben, und es wird ein Jüngstes Gericht geben.
- Aber beim Jüngsten Gericht, so glauben die Christen, wird nicht Gott selbst richten, sondern Jesus wird die Menschen richten.
- Aber im Islam hingegen ist Allah allwissend, allsehend, allweise und allkundig.
- Nur Er allein ist geeignet, über die Menschheit zu richten – nicht Jesus. Denn Jesus hatte nicht allumfassendes Wissen – er war ein Prophet, ein Mensch..
- Er war nicht allwissend. Das ist also ein wesentlicher Unterschied.
- Ein zweiter großer Unterschied ist die Beschreibung des Paradieses im Koran im Vergleich zur Bibel.
- In der Bibel gibt es keine ausführlichen Beschreibungen des Paradieses. Der Koran hingegen schon.
- Er spricht über verschiedene Dinge wie Paläste, Bäume, Kleidung, die Speisen der Menschen, ihre Beziehungen untereinander usw.
- Er beschreibt all die wunderbaren Belohnungen, auch Ehepartner und Familie. Die Bibel hingegen sagt im Wesentlichen nur, dass man im Paradies eine direkte Verbindung
- zu Gott haben wird. Aber das lässt, wissen Sie, ziemlich viele Fragen offen.
- Was bedeutet das für die Ewigkeit? Sitzt man dann einfach da oben und Gott ist auch da? Was macht man dort?
- Der Koran gibt zufriedenstellende Antworten darauf, was im Paradies geschehen wird, und beschreibt alle Belohnungen im Detail.
- Das ist also ein Unterschied. Ein weiterer Unterschied ist das Konzept der Hölle.
- Einige Christen glauben an eine wortwörtliche Hölle, mit entsprechenden Strafen und Leid.
- Aber die Mehrheit der Christen sagt, die Hölle sei vielmehr ein Zustand der Trennung
- zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Diese Trennung führe dann zu Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
- und Traurigkeit bei den Menschen. Im Islam hingegen ist die Hölle ein Ort der Bestrafung
- für diejenigen, die Gott abgelehnt haben – nachdem viele Zeichen und Warnungen zu ihnen kamen,
- sie aber trotzdem Gott ablehnten, auch noch Falsches taten, und „Schirk“ begingen – also Gott Partner beigesellten.
- Sie beteten andere außer oder zusätzlich zum eigentlichen Schöpfer an.
- Die Hölle ist also ein Ort, der im Koran detailliert beschrieben wird. Möge Allah uns alle vor der Hölle bewahren und uns helfen, ins ewige Paradies zu gelangen.
- Glauben Christen, dass Muslime in die Hölle kommen? So wie Muslime sechs Grundsätze und die fünf Säulen
- sowie weitere Pflichten haben, kann es für einen Menschen, der den islamischen Glaubenssätzen nicht zustimmt
- und diese nicht befolgt, eine Strafe geben. Wenn ein Mensch den Islam ablehnt,
- trotz der Warnungen und des Wissens, da sagen wir dann:
- Das ist ein Kriterium dafür, in die Hölle zu kommen. Nach christlichem Verständnis gilt: Wenn man nicht glaubt, dass Jesus Gott ist,
- der Sohn Gottes, Teil der Dreifaltigkeit, oder dass er für die Erlösung der Menschen gestorben ist,
- wenn man diese Vorstellung von Jesus nicht akzeptiert, dann, sagen sie, kommt man in die Hölle.
- Also sagen sie, Muslime kommen in die Hölle, wenn sie nicht an Jesus glauben und an das, wofür er kam. Ja,
- so sehen sie das tatsächlich. Muslime kommen in die Hölle, wenn sie Jesus nicht als Herrn und Erlöser annehmen.
- Aber direkt in der Bibel können wir ihnen zeigen, dass das, was sie sagen, nicht dem entspricht, was Jesus über Erlösung gesagt hat.
- Ich denke, das ist einer der wichtigsten Punkte: Laut Jesus besteht der Weg zur Erlösung
- darin, den richtigen Glauben zu haben und gute Taten zu tun. Genau das sagt auch der Islam.
- Im Koran, Sure 2, Vers 25, sagt Allah – hier die Übersetzung:
- Wenn jemand den rechten Glauben hat und gute Werke tut, dann garantiert Allah dieser Person das ewige Paradies.
- Ein Mann kam also zu Jesus – so steht es in der Bibel – ein Mann kam zu ihm und stellte ihm eine wirklich grundlegende Frage.
- Diese Stelle steht im Neuen Testament, im ersten Evangelium, dem Matthäusevangelium, Kapitel 19, ab Vers 16.
- Ein Mann kam zu Jesus und fragte ihn: „Guter Meister, was muss ich tun, um ins Paradies zu kommen?“
- Sehen Sie, eine direkte Frage, oder? Und Jesus sagte: Warum nennst du mich gut?
- Niemand ist gut, außer dem einen, der Gott ist. Also kann Jesus laut dieser Bibelstelle nicht Gott sein, denn Gott ist –
- Jesus sagt, da ist jemand anderes, der vollkommen gut ist, ich bin nicht vollkommen gut.
- Aber dann kam er zur Antwort. Jesus sagte: Wenn du ewiges Leben willst,
- wenn du ins Paradies willst, halte die Gebote. Sehen Sie, Jesus hätte Folgendes sagen können:
- Warte ein paar Tage, ein paar Wochen oder Monate, ich werde sterben, man wird mich kreuzigen,
- glaube, dass ich gestorben bin, dann auferstanden – und das ist der Weg ins Paradies. Aber das sagte er nie. Diese Theologie kam erst später.
- Was Jesus wirklich sagte, war: Wenn du ins Paradies willst, folge den Geboten.
- Und dieser Mann fragte: Welche Gebote meinst du? Jesus sagte: Die alten Gebote – also aus dem Alten Testament.
- Er spielte damit auf die Zehn Gebote an. Die zehn Gebote werden im Alten Testament, im Buch Exodus genannt.
- Im Kapitel 20, Vers 3 heißt es: Bete nur einen Gott an und glaubt nur an diesen. Und die übrigen neun Gebote handeln von guten Taten.
- Lästere nicht Gottes Namen, ehre deine Eltern, sei gut zu deinen Nachbarn, lüge und betrüge nicht,
- morde nicht – gute Handlungen eben. Wenn man also die Zehn Gebote nimmt,
- dann ist das erste: Glaube an den einen Gott. Und die restlichen fordern dazu auf, Gutes zu tun.
- Laut Jesus, Friede sei mit ihm, sogar aus Sicht der Bibel, braucht ein Mensch also den rechten Glauben und gute Taten, um ins Paradies zu gelangen.
- Nach christlicher Lehre opferte sich Jesus für die Erlösung und zur Vergebung der Sünden der Menschheit.
- Warum soll dieser Glaube falsch sein? Warum soll es nicht genügen, Jesus als Erlöser anzunehmen?
- Wissen Sie, das ist auf mehreren Ebenen falsch. Es ist schon aus logischer Sicht nicht schlüssig: Warum sollte Jesu Tod
- der ganzen Menschheit Erlösung bringen? Ich bin von zu Hause bis hierher gefahren.
- Angenommen, ich würde zu schnell fahren, dann sollte ich derjenige sein, den die Polizei anhält,
- und ich sollte auch derjenige sein, der das Bußgeld bekommt. Nicht meine Frau, nicht mein Nachbar, nicht meine Eltern.
- Also, wenn jemand stirbt – wie kann es jemand anderem Erlösung bringen, an dessen Tod zu glauben?
- Nach dem Islam und nach logischem Denken gilt: Was du tust, dafür trägst du auch die Verantwortung.
- Wenn du Gutes tust, dann bekommst du Lohn dafür. Für schlechte Taten gibt es Vergebung, wenn du bereust – oder es folgen Konsequenzen.
- Die Erlösungslehre des Islam ist logisch und vernünftig. Jedes Rechtssystem auf der Welt
- wendet genau dieses islamische Prinzip der Eigenverantwortung an. Wenn jemand ein Verbrechen begeht, wird er selbst bestraft,
- nicht jemand anderes. Deshalb ergibt aus logischer Sicht das christliche Konzept von Erlösung
- keinen Sinn. Und in den Schriften, wie ich zuvor schon sagte,
- sagte Jesus, der Weg zur Erlösung, der Weg ins Paradies besteht darin, den richtigen Glauben zu haben und gute Taten zu tun.
- Das steht im Matthäus-Evangelium, Kapitel 19, Vers 16 und folgende. Egal, aus welcher Richtung man es betrachtet –
- selbst aus dem Alten Testament. Auch im Alten Testament steht, dass jeder das trägt, was er getan hat.
- Im Buch Ezechiel. Das Alte Testament sagt das, Jesus sagte es, der Koran sagt es, die Logik sagt es,
- und jedes Gerichtssystem sagt: Der, der Unrecht getan hat, soll bestraft werden, und der, der Gutes getan hat, soll belohnt werden.
- Das Konzept der Erbsünde ergibt also keinen Sinn, oder? Laut Erbsünde begingen Adam und Eva eine Sünde –
- sie widersetzten sich Gott und aßen vom Apfel bzw. gingen zum verbotenen Baum. Und die Strafe dafür ist, dass alle Nachkommen von Adam und Eva
- diese Erbsünde übernehmen. Aber logisch gesehen: Warum sollte ich bestraft werden
- für die Sünde meiner Eltern? Wie Sie wissen, stimmt kein Gerichtssystem der Welt dem zu,
- dass Kinder für die Sünden ihrer Väter bestraft werden. Der Islam spricht also nicht von einer Erbsünde.
- Der Islam spricht von ursprünglicher Güte. Jedes Kind, jedes Baby, jeder Mensch wird mit einem reinen Herzen geboren,
- mit einer „weißen Weste“. Unschuldig, rein, ohne Makel.
- Bis man das Pubertätsalter erreicht – dann wird man, wenn man Gutes tut, belohnt, und wenn man Schlechtes tut, gibt es Konsequenzen.
- Nach islamischem Verständnis haben Adam und Eva, nachdem sie das Falsche getan hatten,
- nachdem sie also den Fehler gemacht hatten, vor Gott bereut und gesagt: „Oh Gott, bitte vergib uns.“.
- Gott hat ihnen vergeben. Ende der Geschichte. Und jedes Kind wird mit ursprünglicher Güte geboren.
- Ich habe das schon oft gesagt. Bei jeder Infoveranstaltung in der Moschee, wenn Christen diese Frage stellen,
- sagen sie jedes Mal: „Weißt du, Sabeel, das, was du über das islamische Erlösungskonzept gesagt hast – es ist logisch,
- es ergibt Sinn.“ Dann fragen Christen: „Warum hat Gott dann die Bibel nicht geschützt?
- Warum hat Allah die Bibel nicht bewahrt, das Jesus bekam, die Zabur (Psalmen) von David,
- die Tora, die Moses gegeben wurde, und die Schriftrollen von Abraham?“
- Gott hätte sie schützen können. Wir könnten die Originale heute noch haben. Gott hätte es tun können, er ist allmächtig.
- Er hat die Macht dazu. Aber er wollte es nicht, weil diese Offenbarungen
- nur für diese Völker und diese Zeit bestimmt waren. Sie enthielten nur eine begrenzte Führung.
- Dort gab es nur eine begrenzte Scharia. Diese Scharia wäre nicht auf alle Menschen und alle Zeiten anwendbar.
- Scharia bedeutet Führung. Klar? Ich gebe Ihnen eine einfache Analogie:
- Sie haben die Verfassung von Norwegen. Die Verfassung Norwegens wurde nur für die Norweger geschrieben, für diese 5 Mio. Menschen,
- geografisch, basierend auf ihrer Kultur, im Kontext ihres Hintergrunds. Die Verfassung Norwegens wird nicht vollständig anwendbar sein
- auf die Menschen in den USA, oder auf die Menschen in Indien, in Afrika. Die Verfassung der USA wird nicht auf andere Länder anwendbar sein,
- weil sie in einem bestimmten Kontext geschrieben wurde. Aber stellen Sie sich vor, es gäbe eine Verfassung, die für die ganze Welt gilt,
- für alle Kulturen, alle Ethnien, für alle Zeiten. Das ist die Analogie des Korans im Vergleich zu den Verfassungen
- von Norwegen und den USA, die vergleichbar sind mit der Bibel, dem Alten und Neuen Testament.
- Selbst wenn Gott die Bibel erhalten hätte, oder die Offenbarung, die Gott Jesus gegeben hat,
- wäre das heute nicht genug für uns, um alle Lösungen für die Probleme zu bieten, die wir durchmachen.
- Es war also begrenzt in seinem Umfang, es war nur für diese Menschen und für diese Zeit. Aus diesem Grund hat Allah in Seiner Weisheit nicht die Verpflichtung übernommen,
- es zu bewahren. Aber der Koran ist für die ganze Menschheit, für alle Zeiten, für alle Lösungen,
- für jedes Problem, für jede Kultur, jede Rasse der Menschheit, und er ist die letzte Offenbarung, deshalb hat Allah die Verpflichtung übernommen, ihn zu bewahren.
- Muslime glauben, dass der Koran bewahrt wurde, aber die Bibeln wurden verändert. Was ist also der Grund dafür? Kann man das beweisen? Das ist eine schwerwiegende Behauptung.
- Es ist schwerwiegende Behauptung, und als solche sollte sie stichhaltige Beweise haben. Kommen wir schnell zum Koran.
- Allah hat die Prophezeiung im Koran, Sure 15, Vers 9 gegeben, es ist Allah, der dieses Dhikr (Erinnerung), diese Botschaft, gesandt hat,
- er wird sie bewahren, diese Offenbarung. Die zwar auf zwei verschiedene Weisen.
- Einmal im Gedächtnis, im Geist der Menschen. Sehen Sie, Mohammed, Friede sei mit ihm, als die Offenbarung zu ihm kam,
- wurde er der allererste, der den ganzen Koran auswendig lernte. Seine Anhänger lernten den Koran auswendig
- und lehrten ihn der nachfolgenden Generation weiter, bis hin zu unserer Generation.
- Also im Gedächtnis gab es viele Überlieferungsketten die sich über 1400 Jahre ohne Lücken erstrecken.
- Zehntausende, Hunderttausende, Millionen von Menschen haben ihn in jeder Generation auswendig gelernt. In unserer Generation, im Jahr 2021,
- sind es weltweit erstaunliche fast 15 Millionen Menschen, die den Koran auswendig gelernt haben.
- Wie viele von der Bibel? Originalsprache? Null. In der Originalsprache, meine ich. Auf Aramäisch,
- oder im klassischen Hebräisch, Altes Testament. Keiner lernt die Bibel auswendig, aber 15 Mio. haben den Koran auswendig gelernt.
- Das ist also eine Art, wie wir sagen können, dass der Koran bewahrt wurde. Und wir können diesen Versuch machen.
- Ein Christ kann kommen, der den Koran lesen kann, er kann den Koran aufschlagen und mein Sohn,
- der den Koran auswendig gelernt hat, und masha’Alla – er ist sehr nah dran, fast fertig –
- er kann wegschauen ohne Handy, ohne irgendein Gerät,
- nur aus dem Gedächtnis anfangen zu rezitieren. Und der Christ, der Arabisch lesen kann, kann in den Koran schauen,
- es wird genau das sein, was mein Sohn Yusuf rezitiert. Ein einfacher Versuch, alles klar.
- Die zweite Art, wie der Koran von Anfang an bewahrt wurde: Mohammed, Friede sei mit ihm,
- konnte nicht lesen und schreiben. Jedes Mal, wenn eine Offenbarung zu ihm kam, hatte er 55 bis 77 Schreiber.
- Sie kamen zu ihm und er bat sie,
- diesen Vers, dieses Kapitel des Korans
- vor ihm aufzuschreiben. Sie schrieben es auf, und dann bat er sie,
- zu rezitieren, was sie aufgeschrieben hatten, um sicherzugehen, dass sie genau das geschrieben hatten, was er gesagt hatte.
- So wurde der ganze Koran niedergeschrieben und der ganze Koran auswendig gelernt.
- Falls die Schreiber Fehler machten, – vor der Erfindung des Buchdrucks haben die Leute ja alles von Hand geschrieben, und Fehler passieren eben –
- wenn es also einen Fehler im Manuskript des Korans gibt, dann entdecken das die Huffaz, die Auswendiglerner des Korans,
- und wenn sie den Fehler im Manuskript finden, dann korrigieren sie ihn, und es wird genau so sein wie das Original.
- Der Koran hat also ein doppeltes Kontrollsystem, das kein anderes Buch hat. Das ist also der Beweis, dass der Koran bewahrt wurde.
- Und wir haben Manuskripte des Korans die bis in die Zeit des Propheten, Friede sei mit ihm, zurückreichen.
- Eines davon ist übrigens der Birmingham-Koran, der sich in der Bibliothek von Birmingham befindet.
- So können wir zeigen, dass der Koran bewahrt wurde. Es ist nicht nur blinder Glaube, sondern es gibt Beweise dafür.
- Und was ist mit der Bibel? Manche denken vielleicht: Ihr Muslime behauptet, die Bibel sei verändert worden.
- Okay, was ist der Beweis? Wer hat sie verändert? Wann? Wo sind die Veränderungen?
- Als Jesus, Friede sei mit ihm, damals von Führung sprach, von dem einen Gott, von Erlösung, hat das damals niemand aufgeschrieben.
- Kein Bibelhistoriker behauptet, dass die Worte Jesu tatsächlich zur Zeit Jesu aufgeschrieben wurden.
- Nachdem Jesus gegangen war, viele Jahrzehnte später, haben die Leute angefangen, sich zu erinnern und es aufzuschreiben.
- Es gab also eine Lücke von etwa 30 bis 60 Jahren nach Jesu Weggang von dieser Erde. Und laut den Christen waren die Verfasser
- der vier Evangelien nicht die ursprünglichen Augenzeugen. Es sind unbekannte Autoren.
- Und selbst als sie es aufschrieben, taten sie das nicht in der Sprache Jesu. Wissen Sie, Jesus sprach laut Encyclopaedia Britannica
- Aramäisch. Aber die Originaltexte des Neuen Testaments
- sind auf Griechisch geschrieben. Der Koran hingegen ist auf Arabisch geschrieben,
- wurde auf Arabisch offenbart und auswendig gelernt. Beim Gebet rezitieren wir ihn auf Arabisch. Das haben sie nicht.
- Die Bibel, das Neue Testament, wurde auf Griechisch geschrieben, aber Jesus sprach also Aramäisch.
- Schauen Sie sich all diese Lücken an: Nicht zur Zeit Jesu geschrieben, in einer anderen Sprache geschrieben,
- von Menschen verfasst, die keine Jünger oder Augenzeugen waren, und es fanden viele, viele Veränderungen dabei statt.
- Der Grund, warum es so viele Veränderungen gab, ist folgender: Okay, stellen wir uns das mal vor.
- Sie haben ein Manuskript der Bibel, und jemand muss dieses Manuskript abschreiben.
- Da es keine Auswendiglerner der Bibel gibt, kann dieser Mensch beim Abschreiben einen Fehler machen.
- Es kann wegen des Gedächtnisses sein, oder vielleicht ist dieser Mensch müde. Nicht genug Licht.
- So entsteht eine Abschrift, die nicht genau so ist wie das Original. Denn in dieser Abschrift ist ein Fehler.
- Wenn jemand von dieser Abschrift eine neue Abschrift macht, übernimmt er den Fehler und fügt vielleicht weitere hinzu.
- Je mehr Abschriften es gibt, desto mehr Fehler häufen sich an. Jetzt können wir ihnen auch zeigen,
- dass die Bibel verändert wurde, weil ich ein Sammler von Bibeln bin. In meiner Sammlung sind 300 Bibeln.
- Kommen Sie mal in meine Bibliothek. Aus verschiedenen Epochen, in verschiedenen Sprachen und Versionen.
- Jede einzelne davon ist anders als die anderen. Ein Beispiel?
- Die King-James-Bibel zum Beispiel. Sie erschien im Jahr 1611, unter der Autorität von König James von England.
- Diese Bibel wurde von 1881 bis 1885 überarbeitet, weil sie Fehler enthielt und nicht aus alten Manuskripten kopiert wurde.
- Sie wurde also 1881 in England revidiert. Da waren immer noch Fehler drin, deshalb begann man 1901 eine neue Überarbeitung,
- die American Standard Version genannt wird. Auch dort gab es Fehler, weil man plötzlich
- neue Manuskripte entdeckte. Und die neuen Manuskripte unterscheiden sich von dieser Bibel,
- also muss die Bibel ständig aktualisiert werden. Ich gebe euch ein paar Beispiele, okay?
- Die Version von 1901, die American Standard Version, hatte Fehler, also wurde sie 1952 überarbeitet.
- Auch diese hatte Fehler, also wurde sie 1971 erneut überarbeitet, die NASB. Auch die hatte Fehler, also wurde sie 1989 überarbeitet, dann 2020,
- und dann übrigens auch 2021. Man denkt sich vielleicht: Okay, Bruder Sabeel, was ist da los?
- Also gut, du hast vielleicht eine Bibel, aber wenn neue Manuskripte entdeckt werden, muss man die Bibel aktualisieren –
- nicht nur die Übersetzung, sondern den eigentlichen Inhalt. Was wären denn konkrete Beispiele
- für Verse, die in der Bibel verändert wurden? Wenn die King-James-Version der Bibel betrachtet, das Neue Testament,
- im zweiten Buch, dem Evangelium nach Markus, Kapitel 16 – ich nenne viele Dinge, ich hoffe, Sie kommen mit –,
- das Neue Testament, das zweite Evangelium, Kapitel 16, hat in der King-James-Version 20 Verse.
- Das ist also eine Bibel. Die Bibel, die ich habe, ist die Version von 1952.
- Im Markus-Evangelium, Kapitel 16, hat diese 20 Verse, aber diese hier hat nur acht Verse.
- Wow. Man könnte jetzt denken, dass die Muslime vielleicht Übersetzungen mit Versionen verwechseln.
- Nein, wir verstehen den Unterschied. Übersetzung bedeutet zum Beispiel vom Englischen ins Türkische.
- Das ist eine Übersetzung. Version bedeutet, dass die eigentlichen Worte verändert wurden.
- Es wurden Textstellen wirklich abgeändert. Diese Version hat mehr Verse, jene hat weniger Verse.
- Das ist ein Beispiel – ein einfaches. Ein weiteres Beispiel findet sich im Johannesevangelium, dem vierten.
- Kapitel 7, im Vers 53 – da geht es um die Prostituierte
- und wie Leute sich sammelten, um sie zu steinigen. Dann kam Jesus dazu und sagte:
- „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Diese Geschichte kennen Sie vielleicht.
- Diese Geschichte steht nicht in den alten Manuskripten. Die King-James-Version enthält sie.
- Die RSV-Bibel sagt aber, diese Geschichte sei hinzugefügt worden – sie steht nicht in den alten Handschriften.
- Also hat jemand diese Geschichte ergänzt. Noch ein kleines Beispiel:
- Im ersten Johannesbrief, Kapitel 5, Vers 7, steht in der King-James-Bibel, dass im Himmel drei sind, die Zeugnis ablegen:
- der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. So steht es in der King-James-Version.
- Die neueren Bibelversionen haben das entfernt, weil man erkannte, dass es später hinzugefügt wurde.
- Was ich also sagen will: Über Jahrhunderte wurden Dinge in griechische Manuskripte von Leuten hineingeschrieben oder auch gestrichen.
- Aus diesem Grund sagen wir, dass die Bibel verändert wurde. Und das ist das Dilemma der Christen:
- Sie haben nicht die Originalbibel, sie haben keine Huffaz, also keine Auswendiglerner der Bibel.
- Was sie haben, sind Manuskripte – und jedes Manuskript ist anders. Sie versuchen ihr Bestes, aus dem Kopf, durch Mehrheitsentscheid,
- zu entscheiden, welche Verse dann wohin gehören. So entstehen ihre Bibeln..
- Wenn Muslime also sowas sagen wie: Die Bibeln wurden verändert, der Koran hingegen wurde bewahrt – dann haben wir dafür starke Belege.
- Aber waren das die einzigen vier Bibeln, die geschrieben wurden? Oder gab es zur Zeit Jesu noch andere Bibeln?
- Was geschah, war: Nachdem Jesus um das Jahr 33 in den Himmel erhoben wurde, hat niemand sofort etwas über seine Lehren aufgeschrieben.
- Erst viele Jahrzehnte später begannen die Menschen, viele Evangelien zu schreiben. Die Definition eines Evangeliums ist:
- Es ist die Biografie von Prophet Jesus, Friede sei mit ihm. Also haben viele Menschen die Biografie des Propheten Jesus geschrieben.
- Nicht nur Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, sondern es wurden viele, viele Evangelien verfasst.
- Manche sagen 77, andere sprechen von 100 oder sogar 200. Dann geschah Folgendes: Die ursprünglichen Jünger Jesu und ihre Nachkommen
- gingen in verschiedene Teile der Welt, um den monotheistischen Glauben zu lehren, den Jesus gepredigt hatte.
- Diese Christen oder ursprünglichen Jünger, reisten ins Römische Reich, nach Persien,
- nach Ägypten und auch zum indischen Subkontinent oder bis China.
- In diesen Regionen, in diesen Kulturen, war die Lehre der Dreieinigkeit in verschiedenen Formen stark verbreitet.
- Leider verwässerten die monotheistischen Anhänger Christi den Monotheismus und mischten die Dreieinigkeit hinein.
- Im Römischen Reich war es dann so, dass es zwei Gruppen von Christen gab: trinitarische Christen
- und monotheistische Christen, oder wie man sie auch nennt: die unitarischen Christen.
- Es gab Trinitarier und es gab Unitarier. Zwischen ihnen gab es Streit und Spannungen.
- Also sagte Konstantin, der Kaiser von Rom – übrigens ein Heide –, dass es jetzt Frieden geben solle,
- Harmonie – lasst uns sie zusammenbringen! Er rief alle christlichen Bischöfe zusammen.
- Es gab ein Konzil, das sogenannte Konzil von Nicäa. Dort beschlossen sie, dass Jesus dem Vater gleichgestellt ist.
- Davor war das ja nicht die offizielle Ansicht. Jetzt wurde es zur Orthodoxie.
- Während das entschieden wurde, gab es viele Evangelien, wirklich viele,
- und die Christen konnten sich nicht einig werden, welches das richtige war und welches falsch war.
- Aber nun wurde die Trinitätslehre zur Norm. Im Jahr 367 wurde dann festgelegt, woraus die Bibel besteht.
- So viele Jahre nach Jesus! Im Jahr 367 nahmen sie die trinitarischen Überzeugungen auf
- und wählten nur jene Evangelien aus, die mit der trinitarischen Lehre der Christen übereinstimmten.
- Im Jahr 367, mehr als 300 Jahre nach Jesus. Die Evangelien, die die Dreieinigkeit unterstützten, kamen in die Bibel.
- Die anderen, die ihr widersprachen, wurden ausgeschlossen. Es gab also viele, viele andere Evangelien, zum Beispiel das Evangelium nach Thomas,
- oder wie manche sagen, das Evangelium nach Barnabas, und andere, die sagten, dass Jesus nur ein Prophet war,
- dass es nur einen Gott gibt und dass Jesus nicht gestorben ist. Also im Grunde das Konzept von Erlösung, wie es der Islam lehrt.
- All diese Evangelien wurden verworfen, auf die schwarze Liste gesetzt, verboten. Nur die Evangelien, die mit der Trinitätslehre übereinstimmten, wurden aufgenommen.
- Aber wie entstand denn überhaupt die Idee der Dreieinigkeit? Kam sie aus anderen Religionen,
- denen die Menschen zuvor angehörten, bevor sie Christen wurden? Die Idee der Dreieinigkeit war in verschiedenen Kulturen weit verbreitet.
- Nicht nur die Dreieinigkeit übrigens. Denn in manchen Kulturen
- wurde das Gottesbild so stark verwässert, dass sie anfingen, Götzen, Menschen, Tiere und eben auch trinitarische Vorstellungen anzubeten.
- Zum Beispiel bei den Hindus gibt es bis heute eine Dreieinigkeit. Sie haben Brahma, den Schöpfer, Vishnu,
- und dann Shiva, den Erhalter und Zerstörer. Auch in der ägyptischen Kultur gab es eine ähnliche Dreieinigkeit,
- im Römischen Reich, in Persien ebenfalls. Der Monotheismus wurde also verwässert.
- Wissen Sie, zum Beispiel in Indien – ich komme ja aus Indien. Ich bin in Indien geboren und aufgewachsen.
- Ich habe gesehen, wie manche Muslime um die Gräber Verstorbener herumgelaufen sind. Und das waren Muslime.
- Sie machten sogar Sajdah! Niederwerfung vor diesen Toten,
- und sie behaupteten, Muslime zu sein, aber sie hatten kein Wissen, sie begingen Neuerungen.
- Genauso war es, als die frühen Nachfolger von Christus auf andere Kulturen trafen.
- Sie fühlten sich von diesen Kulturen angezogen, von deren Lebensweise, von ihrer Theologie, und so verwässerten sie den Monotheismus
- und übernahmen trinitarische Konzepte. Ursprünglich war es in manchen Kulturen, auch in der jüdischen Kultur,
- üblich, fromme Menschen als „Sohn Gottes“ zu bezeichnen, rechtschaffene Menschen als „Sohn Gottes“.
- Nicht im wörtlichen, sondern im übertragenen Sinne. Aber dann kamen die Nachfolger von Christus ins Spiel und sagten:
- In anderen Kulturen gibt es auch „Söhne Gottes“, „Sohn Gottes“. Also dachten sie sich: Vielleicht ist Jesus auch ein Sohn Gottes.
- Sie gaben dieser Bezeichnung eine wörtliche Bedeutung, obwohl sie eigentlich sinnbildlich gemeint war. Als sie es wörtlich verstanden, also dass Gott einen Sohn hat,
- dachten sie, der Sohn müsse dieselben Eigenschaften wie Gott haben. Das bedeutet: Der Sohn müsste auch Gott sein.
- Dann führten sie eine weitere Figur ein, den Heiligen Geist. Dabei war der „Geist Gottes“ ursprünglich nur eine sinnbildliche Ausdrucksweise,
- „Geist Gottes“ bedeutete Gott selbst. Aber sie machten daraus eine eigene Person
- und gaben ihr göttliche Eigenschaften. Und so sagten sie dann:
- Wenn der Vater Gott ist, der Sohn göttliche Eigenschaften hat und der Heilige Geist auch, dann sind alle drei göttlich.
- Vielleicht – so wie in manchen Kulturen – besteht Gott aus drei Personen. Und so entstand das Konzept der Dreifaltigkeit, viele Jahrhunderte nach Jesus,
- und wurde schließlich zum orthodoxen Bestandteil des christlichen Glaubens. Also, das sind wirklich logische Argumente, aber viele Christen sagen:
- Ich habe Spiritualität im Christentum gefunden und spüre eine Verbindung zu Gott. Warum sollte ich etwas ändern? Warum meinen Glauben wechseln?
- Ich würde drei Gründe nennen, warum man den Glauben vom Christentum zum Islam wechseln sollte.
- Drei einfache Gründe, ganz kurz. Erstens: Nur weil jemand sich mit einem Glauben
- gut oder besonders spirituell fühlt, heißt das nicht, dass dieser Glaube auch wahr ist.
- Ein Hindu könnte beim Tempelbesuch genau dasselbe sagen. Er fühlt sich gut, er fühlt Spiritualität, er denkt, das sei der richtige Glaube.
- Aber Gefühle sind keine Fakten. Ein Buddhist oder ein Jude könnte dasselbe sagen.
- Auch Muslime sagen das über ihren Glauben. Nur weil wir etwas sagen, heißt das nicht, dass es auch richtig ist.
- Gefühle – ja, wir alle haben sie. Das nennt man ein subjektives Argument.
- Subjektiv, genau. Wir können uns nicht auf Gefühle verlassen, sondern müssen auf Fakten schauen.
- Also schauen wir uns nun zwei Fakten an. Erstens: Ein wichtiges Kriterium für einen wahren Glauben ist,
- dass er einem das richtige Gottesbild vermittelt. Wenn das Bild von Gott richtig ist, passt alles andere auch.
- Wenn das Bild von Gott falsch ist, zählt der Rest nicht. Das Konzept des Islam ist: absolute Einheit Gottes,
- nur ein einziger Schöpfer mit vollkommener Eigenschaften, ohne Partner, keine Dreifaltigkeit – reine Einzigkeit.
- Dieses Gottesbild lehrten alle Propheten und Gesandten, sogar in der Bibel.
- Ich sage zu meinen christlichen und jüdischen Freunden: Betrachtet Abraham, Friede sei mit ihm, im Alten Testament – er war ein Monotheist,
- er war kein Trinitarier. Moses war kein Trinitarier, er predigte den Monotheismus.
- Und auch die anderen Propheten, sogar Jesus, lehrten den Monotheismus. Jesus war kein Trinitarier.
- Das ist also der zweite Grund, warum sich Christen den Islam ansehen sollten: Denn der Islam hat den
- Monotheismus wiederbelebt, wie er von Jesus und anderen Propheten gelehrt wurde. Der dritte wichtige Grund ist: Wenn ich die Sache rein weltlich betrachte,
- und ich die habe Wahl zwischen Islam, Christentum, Judentum, Hinduismus, dann wäre ein Auswahlkriterium Folgendes:
- Die Menschheit hat sehr viele Probleme. Rassismus, der Zerfall von Familienstrukturen, Verlust moralischer Werte,
- Gewaltverbrechen, Suizid, Glücksspiel – die Liste der Probleme ist lang. Was ist die Lösung?
- Eines der Kriterien für einen wahren Glauben ist, dass dieser – wenn er von Gott kommt – praktische, umsetzbare und
- nützliche Lösungen für jedes einzelne Probleme bietet. Wenn man ins Neue Testament schaut, findet man dort keine
- umfassenden Lösungen zum Wirtschaftssystem, zum politischen oder juristischen System,
- zu Familie oder Ehe. Das Neue Testament hat es nicht – es enthält das nicht.
- Das Alte Testament enthält ein wenig, aber nur für das jüdische Volk. Es ist begrenzt, an Zeit und Ort gebunden und nur für ein bestimmtes Volk gedacht.
- Wir brauchen es – sie haben es nicht. In den hinduistischen Veden gibt es das nicht.
- In den buddhistischen Schriften auch nicht. Aber wir – die Menschheit, 8 Milliarden Menschen – wir brauchen Lösungen und Orientierung.
- Schon aus rein menschlich-logischer Sicht: Sie haben keine Lösungen. Keine praktischen Lösungen.
- Nicht nur so etwas wie „Liebe deinen Nächsten“ – gut, aber was bedeutet das konkret? Es braucht konkrete Anleitungen.
- Der Islam bietet diese Lösungen. Im Koran, dem Wort Allahs für die gesamte Menschheit,
- und in der Sunna – also den Handlungen und dem Vorbild des Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm.
- Die Menschheit braucht diese Lösungen – sie haben sie nicht, aber der Islam bietet sie. Also aus diesen drei Gründen
- ist der Islam aus logischer und rationaler Sicht die wahre Religion. Sie sagen also, die früheren Propheten,
- die Propheten des Alten Testaments, sie haben den Glauben an den einen Gott gelehrt – den Monotheismus.
- Und Sie sagen auch Jesus habe dasselbe gesagt. Also was sagen Christen darüber – was geschieht mit diesen Propheten?
- Und was ist mit den Menschen, die vor Jesus lebten, was war für sie der Weg zur Erlösung?
- Ihr Weg zur Erlösung war genau dieser: Den richtigen Glauben haben, gute Taten tun,
- und wenn man Fehler macht, Gott um Vergebung bitten. Und das ergibt Sinn, denn,
- zur Zeit von Moses, Friede sei mit ihm, sagen wir, dass seine Anhänger Muslime waren,
- Menschen, die sich Gott unterwarfen. Das arabische Wort für solche Menschen ist „Muslim“.
- Jeder, der Moses als Propheten anerkannte und der Thora folgte, die Gott ihm
- offenbarte, der sein Bestes tat und Gott um Vergebung bat für seine Fehler – wir sagen, so ein Mensch kommt durch Gottes Barmherzigkeit ins Paradies.
- Die Menschen zur Zeit von Moses und auch Abraham, Salomo, David, Ismael, Isaak – all diese Propheten.
- Und auch zur Zeit von Jesus gilt: Wir sagen, wer Jesus als Propheten ansah,
- an den einen Gott glaubte und sich ihm unterwarf, und dem Evangelium folgte, das Gott offenbarte, dem
- Evangelium, das Jesus und seine Jünger erhielten – so jemand war aus unserer Sicht ein Muslim, ein wahrer Nachfolger Christi. Und sein Weg zur Erlösung war:
- An Gott glauben, Jesus als Propheten anerkennen und der Thora oder dem Evangelium folgen.
- Und dazu gibt es eine erstaunliche Aussage in der Bibel. Warum sage ich „erstaunlich“?
- Wenn heute jemand Muslim werden möchte, wenn also jemand zur Moschee kommt und sagt:
- „Ich habe den Koran gelesen, und will Muslim werden“ – dann muss er das Glaubensbekenntnis sprechen:
- „Ashhadu an la ilaha illallah wa ashhadu anna Muhammadan rasulullah.“ „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt
- und dass Mohammed, Friede sei mit ihm, sein Gesandter ist.“ Zur Zeit Jesu, war es da nicht dasselbe?
- Dass man sagte: Jesus ist der Gesandte Gottes – oder? Es gibt keinen anderen Gott außer dem einen Gott – Allah – und Jesus ist sein Gesandter.
- Das findet man auch in der Bibel. Jesus sagt auch: Wenn du das ewige Leben willst,
- wenn du ins Paradies willst, dann erkenne, dass du – und er verweist auf Gott – der einzig wahre Gott bist,
- und dass Jesus als Gesandter von Gott gesandt wurde. Wow – das Schahada steht in der Bibel!
- Und Jesus sagt, dass das der Weg ins Paradies ist: indem man dies erkennt und das Glaubensbekenntnis ausspricht.
- Konnte Prophet Mohammed, Friede sei mit ihm, nicht einfach das Alte und Neue Testament abgeschrieben und dann den Koran geschrieben haben?
- Okay, also die Frage ist: Viele Menschen erheben den Vorwurf, dass der Koran aus der Bibel abgeschrieben wurde.
- Aber es gibt zahlreiche Weisen, wie man diese Behauptung entkräften oder widerlegen kann.
- Ein Punkt ist folgender: Der Koran wurde nicht aus der Bibel übernommen, denn der Prophet Mohammed, Friede sei mit ihm,
- konnte weder lesen noch schreiben. Selbst wenn er ihn hätte schreiben wollen,
- hätte er die Bibel nicht lesen und dann abschreiben können. Punkt eins. Im Koran, in Sure 7, Vers 157, heißt es, dass er
- ein „Ummi“ (schriftunkundiger) Prophet war – er konnte nicht lesen und schreiben. Zweitens kann man sagen, dass es damals keine vollständige Bibel
- in arabischer Sprache gab, die er hätte lesen oder abschreiben können. Die erste vollständige Übersetzung des Alten Testaments
- wurde etwa im Jahr 900 abgeschlossen, und zwar von einem jüdischen Gelehrten namens Saadia Gaon.
- Zur Zeit des Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm, im 7. Jahrhundert, war die jüdische Bibel nicht ins Arabische übersetzt worden.
- Und das Neue Testament wurde nicht vor dem 17. Jahrhundert ins Arabische übersetzt. Also lag dem Propheten die Bibel
- nicht auf Arabisch vor, die er hätte abschreiben können. Es gab keine arabische Übersetzung davon.
- Drittens können wir sagen, dass es Passagen in der Bibel gibt, die nicht im Koran enthalten sind – und umgekehrt.
- Was meine ich damit? Im Koran wird die Geschichte des Pharaos erzählt.
- Auch die Bibel erzählt die Geschichte des Pharaoss, aber der Koran vervollständigt das Bild.
- Zum Beispiel: In der Bibel – im Buch Exodus, Kapitel 3 – verfolgt der Pharao mit seinem Heer Moses, und sie ertrinken.
- Der Koran berichtet dieselbe Geschichte, aber fügt dabei hinzu: Nachdem der Pharao ertrunken ist,
- wird sein Körper erhalten bleiben als Zeichen für die Nachwelt. Und jetzt haben wir den Körper des Pharaos entdeckt,
- man hat eine Autopsie gemacht und hat festgestellt: Das ist tatsächlich der Pharao aus der Zeit des Moses.
- Der Koran enthält somit zusätzliche Informationen. Wenn der Prophet also nur aus der Bibel abgeschrieben hätte –
- wer hat ihm dann diese zusätzlichen und zutreffenden Informationen gegeben, die heutige Wissenschaftler erst jetzt entdeckt haben?
- Zweitens: Worüber spricht der Koran noch? Über Noah. Noah und die Sintflut.
- Die Bibel spricht über die Flut, der Koran spricht über die Flut. Laut der Bibel war es eine weltweite Flut.
- Im Buch Genesis, Kapitel 7, Vers 21, heißt es: die ganze Welt war vom Wasser überflutet.
- Alle wurden vernichtet, außer den Menschen auf der Arche. Kapitel 7, Vers 21 der Bibel, Altes Testament, im Buch Genesis.
- Der Koran spricht auch über die Flut, aber er beschreibt sie als lokale Flut. Nur die Menschen, die gegen Noah waren, Friede sei mit ihm,
- die seine Botschaft verspotteten und sich von Allah abgewandt hatten, nur sie wurden von Gott bestraft.
- Es war eine lokale Flut. Jetzt haben wir die biblische Geschichte und die koranische Geschichte.
- Archäologen unterstützen heute die Version des Korans. Die Wissenschaft unterstützt die Version des Korans.
- Drittens: Wer hat dem Propheten, Friede sei mit ihm, diese zusätzlichen Informationen gegeben?
- Drittens kann man sagen: Der Koran enthält wissenschaftliche Fakten. Über 500 wissenschaftliche Aussagen – ohne Fehler.
- Die Bibel enthält sie nicht, der Koran enthält sie. Wenn der Koran von der Bibel abgeschrieben worden wäre – wer hat dann diese
- zusätzlichen wissenschaftlichen Tatsachen im Koran eingefügt? Das ist also ein weiterer Grund, nicht wahr?
- Ein einfaches Beispiel, das ich geben kann: Stellen Sie sich vor, es gibt zwei Schüler. Sagen wir, Schüler David bekommt eine 4, und Schüler Bill bekommt eine 2, okay?
- Ganz einfach, oder? Stellen wir uns vor, in der Abschlussprüfung sitzt David neben Bill
- und er schreibt alle Antworten von Bill ab. Und Bill bekommt eine 2, sagen wir mal 80 %.
- Was denken Sie, was bekommt David? Er schreibt exakt alles ab.
- Auch eine 2, nicht wahr?. Denn David übernimmt nicht nur die richtigen Antworten von Bill,
- sondern auch die falschen Antworten. Wenn der Koran von der Bibel abgeschrieben hätte,
- dann hätte der Koran auch die Fehler aus der Bibel übernommen, die Irrtümer der Bibel,
- die Widersprüche in der Bibel – doch das hat er nicht getan. Der Koran enthält keine Fehler, die Bibel enthält viele.
- Wer hat also nur das Richtige aufgenommen, wer hat das Richtige hinzugefügt, wie die Wissenschaft heute bestätigt?
- Aus diesem Grund sagen wir: Aus wissenschaftlicher Sicht, archäologischer Sicht, aus Sicht der Schriften,
- und auch der Geschichte: Der Koran entstand unabhängig und wurde nicht von der Bibel abgeschrieben.
- Aber dann sagen manche Leute: Wissen Sie, es gibt Gemeinsamkeiten zwischen dem Koran und der Bibel.
- Deshalb sagen sie, er sei abgeschrieben. Und ich sage ihnen Folgendes:
- Die Bibel stammt aus derselben Quelle wie der Koran – von Allah. Aber die Bibel wurde verändert, einige Reste des Originals sind geblieben.
- Dann sandte Allah die letzte Offenbarung, und auch diese hat einige Gemeinsamkeiten mit der Bibel.
- Es ist also nicht so, dass ein Buch vom anderen abgeschrieben wurde, sondern dass sie dieselbe Quelle haben.
- Lassen wir uns das logisch zu Ende denken, okay? Wenn Menschen sagen, der Koran sei von der Bibel abgeschrieben worden,
- könnten wir ebenso sagen: Das Neue Testament hat Ähnlichkeiten mit dem Alten Testament. Sagen Christen deshalb, dass die christlichen Autoren
- des Neuen Testaments von den jüdischen Autoren abgeschrieben haben? Haben sie von den jüdischen Autoren plagiiert?
- Warum hört man dort auf? Das Alte Testament hat Ähnlichkeiten mit den hinduistischen Veden.
- Können wir also sagen: Die Autoren des Alten Testaments haben bei den Hindus abgekupfert?
- Warum da aufhören? Die Veden haben Ähnlichkeiten mit babylonischen Schriften.
- Also, wo zieht man die Grenze? Wir können sagen: Der Koran stammt unabhängig von derselben Quelle – von Allah.
- Und die Bibel enthält Überreste, die ebenfalls von Allah stammen. Gemeinsamkeiten finden sich, weil die Quelle dieselbe ist,
- nicht weil eine Person von einer anderen abgeschrieben hat. Jahrhundertelang warteten die Juden auf den Messias, auf Christus.
- Aber als Jesus kam, lehnten sie ihn ab. Und ihre Schriften erwähnen auch das Kommen von Prophet Mohammed,
- in ihren eigenen Schriften. Aber wenn Christen ihn ablehnen, den Propheten Mohammed,
- verhalten sie sich dann nicht wie jene Juden? Ja, es gibt gewisse Ähnlichkeiten.
- Warum lehnen Christen Mohammed ab, Friede sei mit ihm, und warum lehnten die Juden nicht nur Jesus ab, nebenbei bemerkt,
- sondern auch Mohammed, Friede sei mit ihm? Wissen Sie, die jüdischen Gelehrten
- suchten nach bestimmten Kriterien für den Messias. Der Messias sollte ein König sein wie David.
- Der Messias sollte ein militärischer Führer sein. Einer, der mit Macht regiert, ein Heer anführt.
- Ein großes Reich beherrscht. Aber als sie in Jesus jemanden sahen, der „schwach“ erschien,
- von den Menschen verspottet, abgelehnt, ohne Armee, ohne Macht, da dachten sie gemäß ihrer Denkweise:
- Das kann kein Messias sein. Denn laut ihrer Vorstellung und Bibel muss der Messias diese Kriterien erfüllen.
- Hauptsächlich deshalb lehnten sie Jesus ab, Friede sei mit ihm. Und die jüdischen Menschen lehnten auch Mohammed ab, Friede sei mit ihm.
- Zum Teil aus Hochmut, muss man sagen. Sie dachten sich vielleicht:
- Alle Propheten kamen aus der Linie des Isaaks. Und sie hielten sich für das auserwählte Volk.
- Die Bücher wurden ihnen gegeben, die Propheten wurden zu ihnen gesandt. Sie sahen sich als die Besten der Menschheit.
- Doch als sie Mohammed sahen, Friede sei mit ihm, und bemerkten, dass er aus der Linie des
- Ismael kam, Friede sei mit ihm, von den Arabern war, lehnten sie ihn aus Hochmut und Stolz ab.
- Obwohl sie die Zeichen in ihren eigenen Schriften erkannten. Einige Juden konvertierten übrigens,
- aber im Großen und Ganzen lehnten sie ihn ab, so wie sie auch Jesus ablehnten, Friede sei mit ihm.
- Auch die Christen lehnen Mohammed ab, Friede sei mit ihm, weil sie glauben, die Bibel sei vollständig,
- die Geschichte abgeschlossen, die Erlösung sei bereits erreicht. Jesus kam, starb – und das sei das Ende der Geschichte.
- Kein neuer Mensch, kein neuer Wegweiser sei nötig, nichts müsse der Bibel an Führung hinzugefügt werden. Daher sagen sie: Die Bibel genügt, Jesus genügt,
- die Leitung reicht aus – es braucht keinen neuen Gesandten, es braucht keinen neuen Propheten.
- Deshalb lehnen sie Mohammed ab, Friede sei mit ihm. Aber wie vorher erwähnt, gibt es viele Hinweise,
- klare Zeichen im Alten und im Neuen Testament, die Prophezeiungen über Mohammed enthalten, Friede sei mit ihm.
- Wenn ein aufrichtiger Jude oder Christ diese Prophezeiungen prüft, wird er wunderbare Zeichen
- in der Person Mohammeds finden, Friede sei mit ihm, und in der Führung, die Allah durch ihn gab,
- dem reinen Monotheismus, den Allah ihm offenbarte. So Gott will – insha'Allah – wenn sie ehrlich und aufrichtig sind,
- werden sie ihn auch als Propheten anerkennen und dem Islam folgen, wie Allah ihn offenbart hat.
- Und zum Schluss – vielleicht schaut ein Christ gerade zu und sagt: „Okay, der Islam ergibt Sinn, aber ich möchte Jesus nicht verlassen.
- Ich liebe Jesus so sehr, ich möchte ihn nicht aufgeben. Was passiert mit meiner Verbindung und Beziehung zu Jesus,
- wenn ich Muslim werde?“ Wenn ein Christ so etwas sagt wie:
- „Der Islam ist gut, er wirkt ansprechend, aber muss ich Jesus verlieren? Ich liebe Jesus,“
- dann würde ich sagen: Bring den Jesus, den du hast, und füge noch mehr hinzu. Du musst Jesus nicht verlassen.
- Jetzt nimmst du Jesus so an, wie er wirklich war. Er war ein mächtiger Prophet.
- Die Bibel sagt viele Male, dass er ein mächtiger Prophet war. Matthäus 13:57, Johannes 4:44, Markus 6:4, Lukas 13:33
- Wenn du Jesus liebst, folge dem, was er sagt. Er war ein monotheistischer Mensch – das bringst du mit dir.
- Und auch die Tatsache, dass Jesus ein Prophet war – der Koran sagt dasselbe.
- Du bringst auch die Art mit, wie Jesus sich kleidete: Er hatte einen Bart, trug zurückhaltende Kleidung.
- Du bringst auch mit, wie Jesus zu seinen Jüngern „Friede sei mit euch“ sagte.
- Muslime sagen dasselbe – du bringst das mit. Auch, dass Jesus 40 Tage und 40 Nächte fastete –
- das ist ähnlich wie das Fasten der Muslime. Das hast du auch hier. Und das Beste, was du mitbringen kannst, ist die Art und Weise, wie Jesus Gott angebetet hat:
- Er warf sich nieder und betete zu Gott, vertraute völlig auf Gott.
- Das bringst du mit – und die Muslime tun genau dasselbe. Du verlierst Jesus also nicht – du bringst ihn mit und fügst noch etwas hinzu,
- etwas Besseres, etwas vom Schöpfer Gegebenes. Jesus, Friede sei mit ihm, trank nie Alkohol, aß kein Schweinefleisch,
- verzichtete auf Blut. Er verzehrte kein Blut. Denn er war ein praktizierender –
- was soll ich sagen – Muslim, ein Prophet. Er befolgte die Gebote, die gegeben wurden –
- die Leitung, die Gott Moses gegeben hatte. Im Alten Testament heißt es: Esst kein Schweinefleisch,
- im Buch des Levitikus, im Alten Testament heißt es, verzehre kein Blut – es gibt viele solcher Gebote.
- Und Jesus sagte als Gesandter Gottes im Neuen Testament, im ersten Evangelium –
- in Matthäus Kapitel 5, ab Vers 17: „Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen.
- Wer auch nur ein Gebot des Alten Gesetzes aufhebt, wird der Geringste im Himmelreich sein.
- Doch wer die Gesetze einhält und lehrt, wird der Höchste sein im Himmelreich.“ Und eines dieser Gesetze lautet: Kein Schweinefleisch, kein Blut –
- das ist auch Teil der Scharia, die wir befolgen. Wenn du Jesus also liebst, wirst du das ebenfalls aufgeben –
- so wie Muslime es aufgegeben haben. Wenn du Jesus liebst, folge dem Glauben Jesu.
- Der Glaube Jesu war der Islam. Wir heißen dich willkommen im Glauben des Islam, gegeben von Gott – dir und der gesamten Menschheit.
- Darin liegt die Erlösung, darin liegt der Nutzen für dich. Jazakallahu khayran
- Danke für Ihre Antworten, Bruder Sabeel Ahmed. Themen wie Frauen im Islam, Scharia, Dschihad usw. –
- es gibt viele weitere Fragen, die Christen über den Islam stellen, und die werden im zweiten Video folgen, insha'Allah.
- Mal sehen, ob Dr. Sabeel Ahmed auch dann wieder so leicht antworten kann. Bis dahin: Bleibt dran und vergesst nicht zu abonnieren.
- As-salamu alaykum.
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