Der Polar-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=YNFx9SPIaiY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . Untertitelung: BR 2018 0:01 * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi. 0:05 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag. 0:12 ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. 0:20 ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. 0:27 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hey Leute, ihr erratet niemals, wo ich grade bin. 0:39 Na? In Grönland. 0:43 Das ist eine riesige Insel, ganz im Norden der Erde. Hier ist nur Schnee und Eis, 0:48 wirklich Hunderte von Kilometern um mich rum keine Menschen. Und es ist saukalt. 0:53 Wie ich hierher kam und was ich hier entdecke, darum geht's heute. Heute geht's um die kältesten Regionen auf unserem Planeten: 1:02 Die Pole. Der Nordpol liegt ganz im Norden, der Südpol ganz im Süden. 1:08 Die Region rund um den Nordpol heißt Arktis. Rund um den Südpol ist die Antarktis. 1:14 In diesen Polarregionen ist es so kalt, dass sogar das Meer gefriert. 1:18 Am Südpol hat es im Winter manchmal fast minus 100 Grad. Menschen, Tiere und Pflanzen können da kaum überleben. 1:29 Und fast an den Nordpol reise ich für meinen ersten Kinofilm: Ich fliege nach Grönland. Das war ein Abenteuer. 1:36 Grönland ist die größte Insel der Welt. Weite Teile sind mit einem dicken Eispanzer bedeckt. 1:43 Dort hab ich Polarforscher aus der ganzen Welt getroffen. Für die Forscher sind die Pole total interessant: 1:50 Sie erforschen dort das Eis, die Ozeane und unser Klima. Denn die Eismassen an den Polen 1:55 beeinflussen das Klima auf der ganzen Welt. Deshalb fahren die Forscher mit Schiffen 2:01 für mehrere Monate ins Polarmeer. Ich check heute, 2:06 wie sich diese Eisbrecherschiffe ihren Weg durchs Eis bahnen. Außerdem seh ich Eisberge, so groß wie Fußballstadien. 2:15 Und ich checke, was in einem Forschungscamp mitten im Eis passiert. 2:19 Also, seid ihr warm angezogen? Hier kommt: Und jetzt die Checkerfragen: 2:36 Wo habe ich die? Ah, hier. Das check ich für euch. 3:00 Los geht es in Bremerhaven. Hier liegt eines der berühmtesten Schiffe für Polarforschung: 3:06 Die Polarstern. Grade wird sie neu beladen. Gut für mich, so kann ich checken, wie Polarforscher arbeiten, 3:13 bevor ich selbst auf Expedition gehe. Ich treffe mich heute mit Sandra. Sie war schon oft mit der Polarstern unterwegs. 3:20 Hallo. Grüß dich. - Hallo. Das ist sie, oder? - Ja, das ist die Polarstern. 3:25 Was macht dieses Schiff zu einem besonderen Schiff, das Polarforscher bis zum Nordpol bringen kann? 3:31 Sie ist ein Eisbrecher. Am Nordpol ist ganz viel Eis, das schwimmt auf dem Wasser. 3:36 Um da langfahren zu können, muss man das Eis wegschieben oder brechen können. 3:42 Warte mal, das ist eine Checkerfrage: Normalerweise sind solche Eisschollen überschaubar? 3:53 Da kann man durchfahren, oder nicht? - An der Eiskante, ja. Aber wenn man reinfährt ins Eis, da ist eine geschlossene Eisdecke. 4:01 Da ist Eis auf dem Wasser. - Ganz genau. Wieso ist das da oben so? - Es ist kalt. 4:07 Es ist so kalt, dass sich dicke Eisplatten bilden. Eisbrecher wie die Polarstern 4:14 können durch acht Meter dicke Eisplatten fahren. Denn die Schiffe sind besonders stabil gebaut: 4:22 Die Außenwand ist mit dickem Metall verstärkt. Außerdem ist der Bug, also der vordere Teil, nach innen gewölbt. 4:30 So kann sich die Polarstern auf die Eisplatten schieben. Unter dem Gewicht des Schiffs bricht das Eis 4:37 und die Polarstern hat freie Fahrt. Wahnsinn, diese Kraft, oder? 4:47 Ein Eisbrecher hat einen nach innen gewölbten Bug. Das Schiff fährt auf die Eisplatten, die unter dem Gewicht zerbrechen. 4:57 Bremerhaven ist der Heimathafen der Polarstern. Von hier aus fährt sie in ein paar Tagen Richtung Südpol los. 5:04 Also leider nicht in meine Richtung. Sandra ist am liebsten draußen an Deck. 5:09 Auf hoher See hält sie hier gern nach Walen Ausschau. Die Polarstern ist fast das ganze Jahr unterwegs. 5:17 An Bord sind 44 Crewmitglieder und ungefähr 55 Wissenschaftler. In den Sommermonaten fährt das Schiff auf Expedition an den Nordpol. 5:27 Im Winter geht es an den Südpol. Was Sandra und ihre Kollegen da erforschen, seht ihr gleich. 5:33 Jetzt check ich erst mal, welche Unterschiede es zwischen Nordpol und Südpol gibt. 5:38 Ich zeig euch das an einer riesigen Erdkugel. Hier ist Deutschland. 5:48 Hier oben, ganz im Norden, da ist der Nordpol, in der Arktis. Die Arktis ist zum allergrößten Teil von Eisschichten bedeckt. 5:58 Guckt mal: Das Blaue ist das Meer im Norden der Erde und das sind die Eisschichten. 6:06 Im Winter kann die Eisfläche am Nordpol eineinhalb Mal so groß werden wie Europa. 6:12 Das ist eine Karte von Europa. Passt da einmal drauf und ein halbes Mal. 6:19 Jetzt zum Südpol, der Antarktis. Die Kugel noch mal, bitte. Danke. 6:26 So, hier ist wieder Deutschland. Noch mal zur Erinnerung: Hier oben ist der Nordpol, die Arktis. 6:34 Der Südpol ist auf der anderen Seite der Erde, das ist die Antarktis. Am Südpol schwimmt das Eis nicht im Meer, sondern bedeckt Land, 6:47 und zwar einen ganzen Kontinent, der heißt Antarktika. Das hab ich nachgebaut: 6:53 Der blaue Teppich ist wieder das Meer. Das ist die Antarktika, das Land. Und das sind die Eismassen. 6:59 Die bedecken das Land und Teile vom Ozean drum rum. Die Eisfläche ist deshalb am Südpol riesengroß. 7:06 Im Winter kann die dreimal so groß werden wie Europa. Einmal, 7:13 zweimal, dreimal: 7:17 Gigantisch. Ein weiterer Unterschied zwischen Nord- und Südpol 7:22 sind die Temperaturen. Ungefähr minus 40 Grad hat es im Winter in der Arktis. 7:27 In der Antarktis wird's noch kälter: im Schnitt minus 60 Grad. Wow. An Bord der Polarstern arbeitet Sandra auch in einem Labor. 7:38 Und das zeigt sie mir jetzt. Was ist dein Job als Forscherin hier an Bord? 7:45 Ich mach verschiedene Dinge. Ein Beispiel ist dieses Gerät, das wir hier stehen haben. 7:51 Das ist unser PAUL, ein Tauchroboter. Paul ist eine Abkürzung: Polares Autonomes Unterwasser-Labor. 8:00 PAUL: Polar, an den Polarkreisen. Also ganz im Norden oder Süden. Autonom, eigenständig, kann allein. 8:08 Hat keine Fernsteuerung, kein Kabel und nix. Unterwasser-Labor, das verstehe ich von allein. 8:14 Dieses Ding wird ins Wasser gelassen und forscht unter Wasser für dich? Genau, das ist nur ein Modell. Der echte PAUL ist viel größer. 8:22 Wie groß? - Der echte PAUL ist 4,5 Meter lang. Echt, so breit wie der Raum. Ist ja krass. 8:34 PAUL ist ein kleines U-Boot und hat einen Computer an Bord. Sandra programmiert ihn, damit er weiß, 8:40 wo er hinfahren und was er messen soll. Er misst die Wassertemperatur und erkennt warme Strömungen. 8:46 Das ist total wichtig, denn Sandra und ihre Kollegen wollen herausfinden, 8:51 ob das Polarmeer wärmer wird. Denn sie erforschen den Klimawandel. Und was das ist, erklär ich euch jetzt. 9:01 Unsere Autos, Flugzeuge, Schiffe und Fabriken pusten viele Abgase in die Luft. 9:06 Diese Gase sammeln sich in einer unsichtbaren Hülle um den Planeten. Da kann die Wärme der Sonne rein, aber nicht mehr so gut raus. 9:14 Dadurch wird es immer wärmer auf der Erde. Dieser Vorgang heißt Klimawandel. 9:20 Und wegen des Klimawandels schmilzt das Eis an den Polen. In der Antarktis schmilzt jede Sekunde so viel Eis, 9:28 wie in 150 Tanklaster reinpassen würde. Jede Sekunde. Das führt zu großen Problemen: 9:37 Denn das ganze Schmelzwasser von den Polen fließt ins Meer. Der Meeresspiegel steigt und am anderen Ende der Erde 9:44 werden ganze Inseln überflutet. Am Nordpol verlieren die Eisbären ihr Zuhause. 10:00 Oh, Emil, du hast mich geweckt, was ist denn los? Ach so, die Mitmachfrage. Soll ich sie stellen? Okay. 10:07 Jetzt noch eine Frage an euch: Vielen Dank, das hätte ich verpennt. Super, dass du mich geweckt hast. 10:21 Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss. 10:28 Bald geht es los zu meiner eigenen Expedition nach Grönland. Dafür brauch ich die richtige Ausrüstung. 10:35 Also werde ich mit Polarkleidung ausgestattet. Skiunterwäsche, Pullis, Jacken, Mützen, Socken, Overalls 10:45 und Handschuhe. Leute, ich hätte nicht gedacht, dass Polarforscher so viel Zeug brauchen. 10:51 Du hast deine Socken verloren. Wofür braucht man so viele verschiedene Klamotten? 10:57 Es gibt verschiedene Situationen. Es kann kalt sein, windig sein oder nass sein. 11:02 Wenn ich meine Ausrüstung nicht dabeihätte, wie lange würde ich's draußen aushalten? 11:07 Nur ein paar Minuten, dann fängt es schon an wehzutun. Richtig mit Erfrierungen? - Ja, bestimmt. 11:14 Da zieh ich lieber meinen Anzug an. Dazu Stiefel, eine dicke Kapuze, Handschuhe und eine Schneebrille, damit es nicht blendet. 11:24 So, ich bin bereit, Expedition kann losgehen. Los geht meine Reise. 11:30 Mit meinem Kino-Team flieg ich weit nach Norden: Von München nach Kopenhagen und von dort nach Ilulissat in Grönland. 11:38 Das liegt fast am Nordpol. Auf der Reise erleben wir viele Abenteuer. Guckt mal, so sieht meine Ankunft im Kinofilm aus: 11:58 Grönland. Das klingt fast ein bisschen wie Grünland. Aber eigentlich müsste es eher Weißland heißen. 12:08 So, wie es hier aussieht. Wie riesig dieses Land ist, eben die größte Insel der Welt. 12:17 Und fast alles hier ist von einer kilometerdicken Eisdecke überzogen. Deshalb leben in Grönland kaum Menschen, nur an der Küste. 12:29 Gut, oder? Noch einen Ausschnitt aus dem Kinofilm seht ihr nachher. Ich mach mich jetzt auf den Weg zum Hafen. 12:36 Mal gucken, ob mich jemand mit seinem Boot mitnimmt. Sprichst du Englisch? - Ja. 12:41 Perfekt. Ich würd gerne die Eisberge sehen. Ich kann dich mitnehmen. - Oh, das wäre perfekt. 12:53 Mit Geo bin ich auch in meinem Kinofilm mitgefahren. Er hat so eine Art Taxi-Boot. 12:59 Das steuert er jeden Tag zwischen den Eisbergen durch. Und guckt mal: Da gibt's Robben. Süß, oder? 13:07 Wir haben sogar noch andere Meeresbewohner gesehen. Aber das seht ihr im Kino. 13:15 Jetzt check ich, warum es Eisberge gibt und wie sie entstehen: Checkerfrage: 13:27 Die Eisberge sehen riesig aus. Wie groß sind die? Die sind sehr groß. So groß wie ein Fußballstadion. 13:35 Echt? Aber unter Wasser ist noch viel mehr. 13:39 Viel mehr? - Siebenmal so viel Eis. Wirklich? Wir sehen oben 30 Meter, 13:46 und unter Wasser geht der Eisberg noch siebenmal so weit nach unten. Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs 13:52 und der größte Teil ist unter Wasser. Das Eis will ich mir mal genauer ansehen. 13:59 Ich hol mir ein Stückchen aus dem Wasser. Wow, ist das schwer. Das ist echt Eis vom Eisberg, oder? 14:10 Ja, das ist kein Salzwasser. Es ist Süßwasser. Das heißt, du kannst es trinken. 14:15 Stimmt, Meerwasser ist salzig. Aber das hier kann man trinken. Das muss ich ausprobieren: 14:24 Stimmt, schmeckt wie normales Wasser. Wie entstehen all diese Eisberge? 14:31 Das Eis kommt von dem Gletscher, den wir Sermeq Kujalleq nennen. Wie, bitte? 14:36 Sermeq Kujalleq. Das heißt südlicher Gletscher. Fast ganz Grönland ist mit Eis bedeckt. Dieses Eis war mal Schnee: 14:44 Es schneit Jahr für Jahr, Schicht für Schicht. Immer mehr Schnee. 14:50 Jede Schicht drückt auf die darunter und alles wird hart. Also wird aus dem Schnee Eis. 15:00 Grönland ist fast komplett von Gletschern bedeckt: Sie sind aus dem Schnee entstanden, 15:06 der hier über Jahrtausende gefallen ist. Jedes Jahr kommt eine neue Schicht dazu. 15:10 Die oberen Schneemassen pressen die unteren zusammen. Und langsam verwandelt sich der Schnee in Eis. 15:17 Die Eisschicht ist so schwer, dass sie ganz langsam nach unten fließt, Richtung Meer. 15:22 Das Meerwasser ist wärmer als das Gletschereis und bringt das Ende vom Gletscher langsam zum Schmelzen. 15:28 Das Endstück wird instabil und große Brocken brechen ab, manchmal sogar so groß wie Hochhäuser. 15:34 Und die schwimmen dann als Eisberge im Meer. Unvorstellbar, oder? 15:41 Wir fahren jetzt da hin, wo der Gletscher ins Meer ragt. Guckt euch mal an, wie riesig der ist. 15:51 Vielleicht sehen wir, wie so ein Eisberg abbricht. Guck, hast du das gesehen? 16:06 Das kann gefährlich werden, wir müssen hier weg. Wenn die riesigen Eisbrocken ins Meer donnern, entstehen große Wellen, 16:17 deswegen dürfen wir nicht zu nah hinfahren. Als ich ein Kind war, waren die Eisberge riesig. 16:25 Aber jetzt sind sie nur noch halb so groß. Es wird immer wärmer und das Eis schmilzt schneller. 16:36 Die riesigen Gletscher auf Grönland fließen Richtung Meer. Die Enden brechen ab 16:41 und schwimmen als Eisberge auf dem Wasser. Wie schnell die Gletscher in Grönland schmelzen 16:47 und was man dagegen tun kann, untersuchen Polarforscher in einem Camp 16:51 mitten auf dem grönländischen Gletscher. Das heißt EastGrip. 16:55 Genau dahin mach ich mich für meinen Kinofilm auf den Weg: Das EastGrip-Forschungscamp erreicht man mit diesem Propellerflugzeug. 17:04 Hier forschen fast 40 Wissenschaftler aus aller Welt. Und es gibt nichts als Eis und Schnee, Wind und beißende Kälte. 17:12 Bis zur nächsten Siedlung sind es mehr als 400 Kilometer. Hier klär ich meine dritte Checkerfrage: 17:27 Das Camp besteht aus vielen verschiedenen Zelten. Die Labore bauen die Forscher hier tatsächlich in den Schnee. 17:35 So wie das da. Ein Flugzeug, das auf Skiern landet, bringt einen Großteil der Ausrüstung, 17:44 Zelte, Werkzeuge und Essensvorräte ins Camp. In diesen Zelten schlafen die Forscher. 17:52 Und ratet mal, wo sie ihr Trinkwasser herbekommen. Genau, sie sammeln Schnee. Gibt ja genug. 17:59 Der Schnee wird dann in einem warmen Bottich geschmolzen und zu Trinkwasser verarbeitet. 18:05 Jeden Tag muss ein anderer Forscher den Bottich füllen. Jetzt treff ich erst mal Ina. Sie ist seit fünf Wochen hier 18:12 und hat versprochen, mir alles zu zeigen. Ich bin auf dem Weg zum Dome. - Zu dem Gebäude? 18:18 Genau, die große schwarze Kugel. Da essen wir zusammen, arbeiten. Ein paar Leute schlafen auch drin. 18:26 Und wisst ihr was? Da drin gibt es sogar eine Heizung. Richtig gemütlich. Hier treffen sich die Forscher nach der Arbeit 18:34 und Gonzalo, der Koch, macht leckeres Essen für alle. Im ersten Stock gibt es einen Arbeitsraum und eine Werkstatt. 18:44 Und ganz oben ist ein Ausguck. Schaut euch mal den Ausblick an: Und guckt mal, Leute, in dem Zelt schlaf ich heute Nacht: 19:00 Eine ganz wichtige Sache noch: Die kleinen gelb-weißen Zelte, das sind unsere Toiletten. 19:06 Echt? Die Klos sind mitten im Schnee? Genau, wenn du die Toilette aufsuchst, 19:12 musst du eine rote Fahne aufstellen, damit die Leute wissen, dass besetzt ist. 19:17 Okay. Und die rote Fahne musst du wieder runternehmen, wenn du fertig bist. 19:23 Sonst warten alle und das kann sehr unangenehm werden. Leute, ich probier das mal aus. Ich muss eh aufs Klo. 19:33 Unter dem Sitz ist ein vier Meter tiefes Loch. Alles, was da so reinfällt, gefriert und bleibt für immer im Eis. 19:40 Leute, das ist echt das kälteste Klo, auf dem ich jemals war. Oh, halt, Fahne nicht vergessen. 19:54 Heute war echt ein aufregender Tag. Zeit, ins Bett zu gehen. Gute Nacht. Ich hoffe, es kommt kein Eisbär vorbei. 20:04 Obwohl es in der Nähe der Pole so furchtbar kalt ist, leben da auch Tiere, zum Beispiel Pinguine und Eisbären. 20:14 Jede dieser Tierarten lebt an einem anderen Pol. Aber wisst ihr auch, welche Tierart wo wohnt? 20:20 Na? Genau richtig. Der Eisbär wohnt am Nordpol, in der Arktis, und der Pinguin wohnt am Südpol, in der Antarktis. 20:30 Die Tiere, die in den Polarregionen leben, sind perfekt an die eisigen Temperaturen angepasst. Guckt mal: 20:38 Forscher haben rausgefunden, dass Pinguine sich gegenseitig wärmen, indem sie sich ganz eng aneinanderstellen. 20:45 Die Babys der Pinguine dürfen sich auf die Füße ihrer Eltern setzen, damit sie nicht frieren. 20:52 Heute bin ich mit Daniela verabredet. Sie erforscht die riesige Eisfläche, auf der das Camp liegt. 20:59 Warum ausgerechnet hier? Warum ist dieses Forschungscamp hier? Das ist etwas ganz Besonderes hier, und zwar ist das ein Eisstrom. 21:07 Im Prinzip bewegt sich das Eis hier viel schneller als in der Umgebung. Heißt das auch, dass sich das Eis unter unseren Füssen gerade bewegt? 21:16 Genau, das merkt man nicht, es ist immer noch ganz langsam. Das bewegt sich ungefähr mit 50 Metern im Jahr. 21:22 Wenn man hier eine Woche verbringt, dann hat sich das Eis ungefähr um einen Meter verschoben, 21:29 mit dir zusammen. Aber das merkt man nicht. Aber das ist doch eine ganze Menge, ein Meter in der Woche. 21:35 Wenn ich hier stehen bleiben würde, dann wäre ich in einer Woche da. Du wärst hier, weil der Eisstrom geht in die andere Richtung. 21:43 Na toll, okay und das wird hier untersucht. Deshalb kommen so viele Länder zusammen her 21:49 und haben dieses Forschungscamp eingerichtet. Die Forscher wollen rausfinden, 21:54 warum sich das Eis hier so schnell bewegt. Das ist wichtig, denn das Eis fließt Richtung Meer. 22:00 und wenn viel Eis schnell ins Meer rutscht, kann das Folgen für das Wetter auf der ganzen Welt haben. 22:06 Willkommen im Eislabor. Hier untersuchen die Forscher Eisproben. 22:12 Daran können sie erkennen, wie das Eis sich bewegt und wie schnell der Klimawandel die Eisflächen schmelzen lässt. 22:20 Die Forscher untersuchen das Eis in Eislaboren. Sie schlafen in Zelten und gehen in Zelten aufs Klo. 22:27 Für Trinkwasser wird Schnee geschmolzen. Schlafmütze. Na gut, dann für euch die Antwort auf die Mitmachfrage: 22:51 Ich wollte von euch wissen: Na, habt ihr die Antwort gecheckt? Guckt mal: 23:03 Unter Wasser ist noch viel mehr, siebenmal so viel Eis. Also, richtig ist Antwort A. 23:10 Wir sehen über Wasser nur die Spitze eines Eisbergs. Leute, das war es vom Polar-Check. 23:17 Hier in Grönland muss ich übrigens auch ein großes Rätsel lösen, das seht ihr ab 31. Januar in meinem Kinofilm. 23:24 Jetzt zeig ich euch eine meiner Lieblingsszenen aus dem Film: Hör mal auf, zu schnarchen, bitte. 23:33 Ey, was für eine Nacht. Da kann doch kein Mensch schlafen mit so einem schnarchenden Eisbären im Zelt. 23:41 Äh, da fehlt doch was? Meine Polarklamotten. 23:52 Untertitelung: BR 2018