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Imperialismus einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 105 Zeilen
- In diesem Video hier beschäftigen wir uns mit dem Imperialismus.
- Warum die Europäer die Welt unter sich aufteilen, was es für die Eroberten bedeutet
- und wie das Ganze gerechtfertigt wird. Alles, was ihr wissen müsst – jetzt!
- Der Begriff Imperialismus sagt eigentlich schon alles.
- Er kommt aus dem Lateinischen, von dem Wort „imperare“,
- und das bedeutet „herrschen“ Über fremde Länder und Menschen wollen die europäischen Fürsten ja
- schon länger herrschen, seitdem Kolumbus in Amerika gelandet ist. Die Spanier haben ein riesiges Kolonialreich
- in Mittel und Südamerika gegründet. Auch Portugal, Großbritannien und Frankreich haben dort Gebiete erobert.
- Auch in Asien und in Afrika setzen sich die Europäer fest. Es ging damals um Rohstoffe, um Handel
- und um Siedler, die auswandern und ein neues Leben beginnen wollten. Ein Leben ganz woanders.
- Von den Kolonialreichen Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Britische das bedeutendste.
- Mittlerweile hat sich die Welt stark verändert. Ich sag nur Industrialisierung.
- Sie ist die wichtigste Voraussetzung für die Eroberung der Welt
- durch die Europäer. Die aufstrebenden Industrieländer
- haben einen gewaltigen Hunger nach Rohstoffen und nach Absatzmärkten.
- Denn irgendjemand muss das Zeug, das in Massen hergestellt wird, ja auch kaufen.
- Wirtschaftliche und strategische Interessen befeuern also die Eroberung der Welt.
- Weniger höflich gesagt: Es geht um Macht, Ansehen und um Gier.
- Das ist also die wirtschaftlich Strategische Voraussetzung für den Imperialismus.
- Es gibt auch eine technische, durch die Erfindung, zum Beispiel
- der Dampfkraft, des Stroms oder vieler chemischer Produkte
- sind die Europäer den Menschen in anderen Weltgegenden Technologisch weit voraus.
- Sie sind überlegen und können ihren Willen durchsetzen, wenn nötig mit Waffengewalt.
- Daraus folgt: Sie fühlen sich auch überlegen, die Menschen ohne Segnungen
- der Industrie sein unzivilisiert und oft haben sie nichts vom Christlichen Gott gehört.
- Also will man die Zivilisation und den Glauben verbreiten. Es hört sich wenigstens noch so an,
- als wolle man den Eroberten etwas Gutes tun. Es geht aber auch anders.
- Charles Darwin hat Mitte des 19. Jahrhunderts die Theorie entwickelt, dass die am besten angepassten Lebewesen überleben
- und im Kampf ums Dasein sozusagen obsiegen. Diese Idee wird politisch zweckentfremdet
- und auf die Menschen angewendet. Dass die Europäer stärker seien
- als die Afrikaner, beweise demnach, dass sie überlegen und besser seien. Die weiße Rasse habe somit das Recht,
- die anderen zu beherrschen. Diese Idee nennt man Sozialdarwinismus.
- Ich sage mal, das ist der weltanschauliche Aspekt bei der Sache.
- Man meint sogar, dass sich nicht nur die Lebewesen, sondern auch die Staaten in einem Kampf ums Überleben befinden.
- Das ist auch ein Grund, Wieso jeder versucht, sich so viel Land und Menschen wie möglich
- unter den Nagel zu reißen. Das Machtstreben im Konkurrenzkampf
- der europäischen Staaten. Außenpolitische Konflikte und Aktionen dienen wiederum
- auch dazu, die eigene Bevölkerung ruhigzustellen. Das ist der politische Aspekt bei der ganzen Sache.
- Ab Mitte des 19. Jahrhunderts geht es verstärkt los. Die industrialisierten europäischen Mächte,
- die USA und Japan, teilen die Welt auf, zumindest das,
- was davon noch übrig ist. So in Asien, wo die Briten unter anderem
- die Gebiete des heutigen Indien und Pakistan beanspruchen.
- Auch die Niederländer und Franzosen bedienen sich, Japan und die USA mischen mit.
- Und dann erinnert man sich daran, dass ja in Afrika, Sozusagen vor der Haustür
- noch viel unerobertes Land liegt. Als man im 16.Jahrhundert den Handel um die ganze Welt
- organisierte, da reichten die Stützpunkte, die man an den afrikanischen
- Küsten errichtet hatte, voll und ganz aus.
- Von da aus handelte man mit den Einheimischen. Man weiß, dass in diesem riesigen Kontinent
- einiges an Rohstoffen und Arbeitskräften zu holen ist. Und noch bevor man Afrika vollends erforscht hat,
- einigt man sich auf einer Konferenz in Berlin zwischen 1884 und 1885 darauf,
- wie man Afrika unter den Europäern aufteilt. Natürlich leben da aber auch Menschen.
- Es bestehen Dutzende Staaten und hunderte Völker.
- Das wird alles platt gemacht. Dabei gibt es zwei wesentliche Arten der Kolonialherrschaft:
- Entweder besetzt man ein Gebiet militärisch und zwingt die Einheimischen, für die neuen Herren zu arbeiten.
- Oder man lässt den lokalen Herrscher im Amt und zwingt ihn zur Zusammenarbeit.
- Wobei Zusammenarbeit bedeutet, dass die Europäer praktisch bestimmen, was gemacht wird.
- „Kolonialismus light“ könnte man dazu auch sagen. Und die Deutschen bekommen
- auch etwas ab vom Kuchen. Am Beispiel der Kolonie in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia,
- kann man sehen, wie es geht. Da kaufen Unternehmer wie der Bremer
- Kaufmann Adolf Lüderitz von den Einheimischen in betrügerischer Absicht
- immer mehr Land zusammen, um die erworbenen Gebiete zu sichern.
- Verschaffen sich die Unternehmer den Schutzdurch das Kaiserreich
- und drängen die Einheimischen dazu, diese Schutzherrschaft anzuerkennen. Schutzherrschaft?
- Das klingt doch gar nicht so schlimm, oder? Von wegen!
- Die Menschen werden ausgepresst, Sie müssen auf Plantagen schuften.
- Deutsche Händler hauen sie übers Ohr, nehmen ihnen ihr Vieh und ihr Land weg.
- Wenn jemand aufmuckt, dann bekommt er die Peitsche zu spüren.
- Es gibt sogar seltene Postkarten aus deutschen Kolonien,
- die Gewaltszenen zeigen. Die Einheimischen gelten als Wilde,
- als Menschen zweiter Klasse. Die deutschen Herren werben auch Soldaten an!
- So übernehmen dann Einheimische die Unterdrückung der Einheimischen.
- Leider muss man sagen, dass auch die anderen Europäer
- sich so unmenschlich benehmen. Da wird geplündert und gemordet.
- Anders kann man das gar nicht sagen. Und vieles, zu vieles ist bis heute nicht gesühnt,
- ja manchmal noch nicht mal Anerkannt durch die Europäer.
- Ich will das gar nicht bewerten, sondern zitiere den damaligen SPD-Chef August Bebel.
- Der sagt 1894 im Reichstag zur Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreichs, Zitat:
- Äußerlich Christentum, innerlich und in Wahrheit Prügelstrafe,
- Weibermisshandlung, Schnapspest, Niedermetzeln mit Feuer und Schwert,
- mit Säbel und Flinte. Es handelt sich um ganz gemeine
- Materielle Interessen, ums Geschäftemachen und um nichts weiter.
- Im Jahr 1904 haben die Herero genug von der deutschen Herrschaft.
- Sie ziehen in den Kampf, Wobei sie ausdrücklich
- nur die deutschen Soldaten, deutsche Männer als Feinde betrachten.
- Natürlich haben die Herero gegen die überlegenen deutschen Truppen
- Überhaupt keine Chance. Am Ende werden sie
- in eine Wüste getrieben, wo sie jämmerlich Verhungern und verdursten.
- Auch Frauen und Kinder. von geschätzt 60 bis 80000 Herero
- bleiben nur 15- bis 20000 am Leben. Da schwanken die Angaben
- in der Forschung. 2021, mehr als 100 Jahre
- nach den Verbrechen, erkennt die Bundesregierung
- das begangene Unrecht als Völkermord an Erst nach dem Zweiten Weltkrieg befreien sich
- die afrikanischen Staaten dann von den europäischen Kolonialherren.
- Aber viele Probleme, die es heute noch in Afrika gibt,
- die gehen auf diese Kolonialzeit zurück. Und natürlich kommen
- sich die europäischen Großmächte mit ihren kolonialen Ambitionen
- beim Wettbewerb des Imperialismus auch ins Gehege.
- Damit verschärfte Imperialismus die Konflikte vor dem Ersten Weltkrieg.
- Wer dazu mehr erfahren will, der kann sich ja einfach mal auf diesem
- Kanal umschauen. Da gibt es diverse Videos zu oder
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- Und wenn ihr Fragen habt zu diesem
- oder zu anderen Themen, dann postet sie einfach unten in die Kommentare.
- Wir kümmern uns darum. Danke dafür.
- Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.
Zum Nachlesen
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