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Freier Handel & Protektionismus

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
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  1. In diesem Video sehen wir uns an, was passiert, wenn einzelne Länder weniger mit anderen handeln möchten. [Musik]
  2. [Applaus] [Musik] Sehen wir uns dazu die Wirtschaft von zwei Nachbarländern genauer an. Wir
  3. nennen sie Bergland und Küstenland. In den beiden Ländern werden natürlich eine Vielzahl verschiedener Güter produziert und konsumiert.
  4. Der Einfachheithalber beschränken wir uns auf zwei Güter, also z.B. Ski und Bote. Die Unternehmen Berglanz stellen traditionell sehr effizient
  5. ausgezeichnete Ski her. Es gibt auch einige Bootsbauer für die Bergseen im Land. Doch durch die geringen Produktionsmengen sind diese
  6. relativ teuer. In Küstenland ist es genau umgekehrt. Die Boote des Landes haben eine
  7. ausgezeichnete Qualität und sind durch die hohe Konkurrenz im Land sogar relativ billig. Es gibt auch einige Skemanufakturen für
  8. die Hügel im Grenzgebiet. Diese sind aber relativ teuer und haben eine nur mittelmäßige Qualität. Was passiert nun, wenn sich die beiden
  9. Länder darauf einigen, freien Handel über die Grenzen hinweg zu erlauben? Der erste Effekt ist logisch. Die Bevölkerung von Bergland hat jetzt
  10. Zugang zu den Produkten von Küstenland, also deren tolle Boote und umgekehrt. Außerdem haben die Unternehmen von Bergland nun mehr Kunden, denn sie
  11. können ja auch die Bevölkerung Küstenlands erreichen. Den Unternehmen von Küstenland geht es genauso.
  12. Dadurch steigt die Produktionsmenge und die Güter werden günstiger. In den Ländern kommt es aber auch zu mehr Konkurrenz.
  13. Das ist einerseits positiv, weil es die Unternehmen ansporend noch innovativer zu Wirtschaften und die Güter schlussendlich noch günstiger bei den
  14. Konsumenten ankommen werden. Andererseits wird die Konkurrenz auch dazu führen, dass viele Bootsbauer in Bergland zusperren müssen.
  15. Umgekehrt wird es den Skieproduzenten in Küstenland gehen. Langfristig werden sich die Länder auf die Produktion jener Güter spezialisieren, die sie besonders
  16. gut herstellen können. Und diese Güter werden dann einfach miteinander gehandelt. Das macht die Güter insgesamt billiger und die Qualität besser.
  17. In anderen Worten kommt es zu Wirtschaftswachstum. Kurzfristig können aber viele Probleme eintreten.
  18. Einige Bootsbauer in Bergland müssen ja zusperren, was Arbeitslosigkeit verursacht. Viele Arbeiter könnten zwar bei den
  19. wachsenden Skieproduzenten einen Arbeitsplatz finden, aber oft passen die Qualifikationen nicht und die Arbeiter müssen mühsam umgelernt werden.
  20. Was passiert nun, wenn die Regierung Berglands reagiert und versucht, die heimische Bootbaubranche durch Protektionismus zu schützen? Das geht
  21. z.B. über Zölle oder Handelshemmnisse, wie beispielsweise Materialstandards und Normen, an die sich alle in und ausländischen Unternehmen halten müssen.
  22. Kurzfristig werden dadurch zwar Arbeitsplätze in Bergland geschützt. Die Konsumenten Bergland müssen nun aber auf die günstigen Boote aus Küstenland
  23. verzichten. Da die Konkurrenz aus dem Ausland fehlt, werden die Bootsbauer aus Bergland teurer. Es gibt auch weniger
  24. Innovationen. Die Wirtschaft Berland schrumpft. Außerdem reagiert die Regierung von Küstenland auf den Protektionismus von
  25. Bergland und schottet sich ebenfalls ab. Dadurch können Unternehmen aus Bergland weniger nach Küstenland exportieren. Das schadet der Wirtschaft und
  26. Arbeitsplätze gehen verloren. Schlussendlich profitiert keines der beiden Länder von dieser Entwicklung. Damit das alles nicht passiert, ist es
  27. wichtig, die langfristigen Vorteile des freien globalen Handels nicht aus den Augen zu verlieren. Es ist notwendig, sorgfältig zu
  28. überlegen, welche Auswirkungen kurzfristig logisch erscheinende Maßnahmen wie Protektionismus auf ein Land tatsächlich haben. M.

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