Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Freier Handel & Protektionismus
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
- In diesem Video sehen wir uns an, was passiert, wenn einzelne Länder weniger mit anderen handeln möchten. [Musik]
- [Applaus] [Musik] Sehen wir uns dazu die Wirtschaft von zwei Nachbarländern genauer an. Wir
- nennen sie Bergland und Küstenland. In den beiden Ländern werden natürlich eine Vielzahl verschiedener Güter produziert und konsumiert.
- Der Einfachheithalber beschränken wir uns auf zwei Güter, also z.B. Ski und Bote. Die Unternehmen Berglanz stellen traditionell sehr effizient
- ausgezeichnete Ski her. Es gibt auch einige Bootsbauer für die Bergseen im Land. Doch durch die geringen Produktionsmengen sind diese
- relativ teuer. In Küstenland ist es genau umgekehrt. Die Boote des Landes haben eine
- ausgezeichnete Qualität und sind durch die hohe Konkurrenz im Land sogar relativ billig. Es gibt auch einige Skemanufakturen für
- die Hügel im Grenzgebiet. Diese sind aber relativ teuer und haben eine nur mittelmäßige Qualität. Was passiert nun, wenn sich die beiden
- Länder darauf einigen, freien Handel über die Grenzen hinweg zu erlauben? Der erste Effekt ist logisch. Die Bevölkerung von Bergland hat jetzt
- Zugang zu den Produkten von Küstenland, also deren tolle Boote und umgekehrt. Außerdem haben die Unternehmen von Bergland nun mehr Kunden, denn sie
- können ja auch die Bevölkerung Küstenlands erreichen. Den Unternehmen von Küstenland geht es genauso.
- Dadurch steigt die Produktionsmenge und die Güter werden günstiger. In den Ländern kommt es aber auch zu mehr Konkurrenz.
- Das ist einerseits positiv, weil es die Unternehmen ansporend noch innovativer zu Wirtschaften und die Güter schlussendlich noch günstiger bei den
- Konsumenten ankommen werden. Andererseits wird die Konkurrenz auch dazu führen, dass viele Bootsbauer in Bergland zusperren müssen.
- Umgekehrt wird es den Skieproduzenten in Küstenland gehen. Langfristig werden sich die Länder auf die Produktion jener Güter spezialisieren, die sie besonders
- gut herstellen können. Und diese Güter werden dann einfach miteinander gehandelt. Das macht die Güter insgesamt billiger und die Qualität besser.
- In anderen Worten kommt es zu Wirtschaftswachstum. Kurzfristig können aber viele Probleme eintreten.
- Einige Bootsbauer in Bergland müssen ja zusperren, was Arbeitslosigkeit verursacht. Viele Arbeiter könnten zwar bei den
- wachsenden Skieproduzenten einen Arbeitsplatz finden, aber oft passen die Qualifikationen nicht und die Arbeiter müssen mühsam umgelernt werden.
- Was passiert nun, wenn die Regierung Berglands reagiert und versucht, die heimische Bootbaubranche durch Protektionismus zu schützen? Das geht
- z.B. über Zölle oder Handelshemmnisse, wie beispielsweise Materialstandards und Normen, an die sich alle in und ausländischen Unternehmen halten müssen.
- Kurzfristig werden dadurch zwar Arbeitsplätze in Bergland geschützt. Die Konsumenten Bergland müssen nun aber auf die günstigen Boote aus Küstenland
- verzichten. Da die Konkurrenz aus dem Ausland fehlt, werden die Bootsbauer aus Bergland teurer. Es gibt auch weniger
- Innovationen. Die Wirtschaft Berland schrumpft. Außerdem reagiert die Regierung von Küstenland auf den Protektionismus von
- Bergland und schottet sich ebenfalls ab. Dadurch können Unternehmen aus Bergland weniger nach Küstenland exportieren. Das schadet der Wirtschaft und
- Arbeitsplätze gehen verloren. Schlussendlich profitiert keines der beiden Länder von dieser Entwicklung. Damit das alles nicht passiert, ist es
- wichtig, die langfristigen Vorteile des freien globalen Handels nicht aus den Augen zu verlieren. Es ist notwendig, sorgfältig zu
- überlegen, welche Auswirkungen kurzfristig logisch erscheinende Maßnahmen wie Protektionismus auf ein Land tatsächlich haben. M.
Zum Nachlesen
FreihandelFreihandel (englisch free trade) bezeichnet eine Handelspolitik, bei der keine Beschränkungen von Import und Export stattfinden. Dies beinhaltet in der …
Komparativer KostenvorteilDer komparative Kostenvorteil (v. lat.: comparare = vergleichen) ist ein Modell des Außenhandels, das auf den englischen Ökonomen David Ricardo zurückgeht.
Relativer ProduktivitätsvorteilDer Begriff relativer Produktivitätsvorteil bezieht sich auf die ökonomischen Transaktionen einer Volkswirtschaft. Die Spezialisierung auf die Herstellung …
Ricardo-ModellDurch Arbeitsteilung und Handel können England und Portugal ihre gemeinsame Ausbringungsmenge um 200 Rollen Tuch und 125 Fässer Wein steigern. Der Handel …