Freier Handel & Protektionismus AWS https://www.youtube.com/watch?v=WHfUev_gEIs Transkript (automatisch erstellt) 0:00 In diesem Video sehen wir uns an, was passiert, wenn einzelne Länder weniger mit anderen handeln möchten. [Musik] 0:15 [Applaus] [Musik] Sehen wir uns dazu die Wirtschaft von zwei Nachbarländern genauer an. Wir 0:28 nennen sie Bergland und Küstenland. In den beiden Ländern werden natürlich eine Vielzahl verschiedener Güter produziert und konsumiert. 0:41 Der Einfachheithalber beschränken wir uns auf zwei Güter, also z.B. Ski und Bote. Die Unternehmen Berglanz stellen traditionell sehr effizient 0:54 ausgezeichnete Ski her. Es gibt auch einige Bootsbauer für die Bergseen im Land. Doch durch die geringen Produktionsmengen sind diese 1:04 relativ teuer. In Küstenland ist es genau umgekehrt. Die Boote des Landes haben eine 1:13 ausgezeichnete Qualität und sind durch die hohe Konkurrenz im Land sogar relativ billig. Es gibt auch einige Skemanufakturen für 1:23 die Hügel im Grenzgebiet. Diese sind aber relativ teuer und haben eine nur mittelmäßige Qualität. Was passiert nun, wenn sich die beiden 1:35 Länder darauf einigen, freien Handel über die Grenzen hinweg zu erlauben? Der erste Effekt ist logisch. Die Bevölkerung von Bergland hat jetzt 1:46 Zugang zu den Produkten von Küstenland, also deren tolle Boote und umgekehrt. Außerdem haben die Unternehmen von Bergland nun mehr Kunden, denn sie 1:59 können ja auch die Bevölkerung Küstenlands erreichen. Den Unternehmen von Küstenland geht es genauso. 2:08 Dadurch steigt die Produktionsmenge und die Güter werden günstiger. In den Ländern kommt es aber auch zu mehr Konkurrenz. 2:18 Das ist einerseits positiv, weil es die Unternehmen ansporend noch innovativer zu Wirtschaften und die Güter schlussendlich noch günstiger bei den 2:27 Konsumenten ankommen werden. Andererseits wird die Konkurrenz auch dazu führen, dass viele Bootsbauer in Bergland zusperren müssen. 2:38 Umgekehrt wird es den Skieproduzenten in Küstenland gehen. Langfristig werden sich die Länder auf die Produktion jener Güter spezialisieren, die sie besonders 2:48 gut herstellen können. Und diese Güter werden dann einfach miteinander gehandelt. Das macht die Güter insgesamt billiger und die Qualität besser. 3:01 In anderen Worten kommt es zu Wirtschaftswachstum. Kurzfristig können aber viele Probleme eintreten. 3:10 Einige Bootsbauer in Bergland müssen ja zusperren, was Arbeitslosigkeit verursacht. Viele Arbeiter könnten zwar bei den 3:19 wachsenden Skieproduzenten einen Arbeitsplatz finden, aber oft passen die Qualifikationen nicht und die Arbeiter müssen mühsam umgelernt werden. 3:30 Was passiert nun, wenn die Regierung Berglands reagiert und versucht, die heimische Bootbaubranche durch Protektionismus zu schützen? Das geht 3:40 z.B. über Zölle oder Handelshemmnisse, wie beispielsweise Materialstandards und Normen, an die sich alle in und ausländischen Unternehmen halten müssen. 3:53 Kurzfristig werden dadurch zwar Arbeitsplätze in Bergland geschützt. Die Konsumenten Bergland müssen nun aber auf die günstigen Boote aus Küstenland 4:04 verzichten. Da die Konkurrenz aus dem Ausland fehlt, werden die Bootsbauer aus Bergland teurer. Es gibt auch weniger 4:13 Innovationen. Die Wirtschaft Berland schrumpft. Außerdem reagiert die Regierung von Küstenland auf den Protektionismus von 4:22 Bergland und schottet sich ebenfalls ab. Dadurch können Unternehmen aus Bergland weniger nach Küstenland exportieren. Das schadet der Wirtschaft und 4:33 Arbeitsplätze gehen verloren. Schlussendlich profitiert keines der beiden Länder von dieser Entwicklung. Damit das alles nicht passiert, ist es 4:44 wichtig, die langfristigen Vorteile des freien globalen Handels nicht aus den Augen zu verlieren. Es ist notwendig, sorgfältig zu 4:53 überlegen, welche Auswirkungen kurzfristig logisch erscheinende Maßnahmen wie Protektionismus auf ein Land tatsächlich haben. M.