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Die deutsche Wiedervereinigung 1989/90 | STARK erklärt

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Das Wichtigste aus dem Video

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  1. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ – Von wegen! Zwei Monate, nachdem der Vorsitzende des DDR-Staatsrats, Walter Ulbricht, diese Aussage gemacht hatte, wurde sie
  2. 1961 gebaut, die Mauer, die Ost- und Westberlin teilte. Rund 28 Jahre hatte sie Bestand, bis sich am 9. November 1989 die Ereignisse überschlugen. Was an diesem Tag passiert ist und welche Folgen
  3. dieses Ereignis hatte, das erfährst du in diesem Video! Die deutsche Wiedervereinigung 1989/90
  4. In den 1980er-Jahren verschärften sich die innenpolitischen und wirtschaftlichen Probleme der DDR, die Unzufriedenheit nahm stark zu.
  5. Erste oppositionelle Gruppen setzten sich für Frieden, Abrüstung, Umweltschutz und Menschenrechte ein. Auftrieb erhielten sie 1985,
  6. als in der Sowjetunion Michail Gorbatschow neuer Generalsekretär der KPdSU wurde. Unter den Schlagworten Glasnost – „Offenheit“ – und
  7. Perestroika – „Umgestaltung“ – leitete er Reformen ein. Während sich auch in anderen Ostblockstaaten wie Ungarn und Polen Aufbruchsstimmung breitmachte, lehnte die DDR-Führung den
  8. Reformkurs ab. Im Sommer und Herbst 1989 spitzte sich jedoch die Lage auch in Ostdeutschland zu. Zahlreiche Bürger wollten die DDR verlassen: Viele stellten einen Ausreiseantrag,
  9. andere flüchteten in die Botschaften der Bundesrepublik in Budapest, Prag und Warschau, um ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen. Als Ungarn seine Grenze zu Österreich öffnete,
  10. setzte eine Massenflucht aus der DDR ein. Es gab aber auch viele Menschen, die die DDR von innen heraus verändern wollten. Im Mai 1989 konnte die Opposition bei den Kommunalwahlen
  11. massive Wahlfälschungen nachweisen. Daraufhin kam es zu immer mehr Demonstrationen und Protesten. Im Herbst 1989 nahmen Hunderttausende DDR-Bürger an den Montagsdemonstrationen
  12. teil und forderten politische Reformen mit Parolen wie: „Wir sind das Volk!“ Die DDR-Führung unter SED-Generalsekretär Erich Honecker war der Krise schließlich
  13. nicht mehr gewachsen. Am 7. Oktober 1989 feierte sie noch das 40-jährige Bestehen der DDR, kurz darauf wurde Honecker vom SED-Politbüro gestürzt.
  14. Am 9. November 1989 gewannen die Vorgänge eine Eigendynamik: Damals führte die missverständliche Verkündung einer neuen Reiseverordnung unter dem Druck der Massen zur sofortigen Grenzöffnung
  15. und somit zum „Fall der Berliner Mauer“. Nun wurde plötzlich die Frage nach einer deutschen Wiedervereinigung aktuell: Auf den fortgesetzten Massendemonstrationen waren
  16. immer öfter die folgenden Parolen zu hören: „Wir sind ein Volk!“ – „Deutschland einig Vaterland“. Einige Vertreter der DDR-Opposition wollten allerdings keine Wiedervereinigung,
  17. sondern verhandelten am „Runden Tisch“ über Reformen innerhalb der DDR. Die Bundesregierung unter Helmut Kohl reagierte auf die Ereignisse mit einem „Zehn-Punkte-Programm
  18. zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“. Dieses war aber aufgrund der rasanten Entwicklungen bald überholt. Am 18. März 1990 fanden in der DDR die ersten
  19. freien Volkskammer-Wahlen statt. Sieger war das Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“, das sich für eine schnelle Wiedervereinigung einsetzte. Der neue Ministerpräsident Lothar de Maizière bildete
  20. eine Koalitionsregierung, die fortan mit der Bundesregierung verhandelte. Am 18. Mai 1990 wurde eine „Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion“ zwischen den beiden deutschen Staaten gebildet.
  21. Am 31. August 1990 schrieb der „Einigungsvertrag“ den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik fest. Für die Vollendung der deutschen Einheit benötigte man aber noch die Zustimmung der Siegermächte
  22. des Zweiten Weltkriegs. Während die USA einer Wiedervereinigung aufgeschlossen gegenüberstanden, hatten Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion große Vorbehalte. Ab Februar 1990
  23. wurden die „Zwei-plus-Vier“-Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten geführt, die mit dem „Zwei-plus-Vier“-Vertrag vom
  24. 12. September 1990 endeten. Durch diesen erhielt das vereinte Deutschland die volle Souveränität. Am 3. Oktober 1990 war es schließlich soweit: Die beiden Teile Deutschlands wurden
  25. wiedervereint. Heute ist der 3. Oktober als „Tag der deutschen Einheit“ ein bundesweiter Feiertag. Fassen wir das Wichtigste noch einmal zusammen:
  26. In den 1980er-Jahren nahmen die innenpolitischen Probleme und die Unzufriedenheit in der DDR stark zu. Trotzdem wollte die SED-Spitze keine Reformen wie in der Sowjetunion durchführen.
  27. 1989 stürzten Massenflucht und Massendemonstrationen die DDR-Führung schließlich in eine tiefe Krise.
  28. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Nun forderten immer mehr Menschen die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.
  29. Im Laufe des Jahres 1990 wurde die deutsche Einheit dann tatsächlich durch die Bundesrepublik, die DDR und die vier Siegermächte realisiert.

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