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Hormonelle Kontrazeptiva– Pharmakologie – Pille, Mikropille, Minipille, Spirale (Östrogen Gestagen)

Medi Know16:15 23.151 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Herzlich willkommen zu diesem Video, indem es um die Kontrazeptiver gehen wird. Kontrazeptiver sind Wirkstoffe, die die Konzeption, also die Befruchtung
  2. verhindern sollen. Dafür zeige ich euch zuerst, wie die Verschmelzung von Ei und Samenzelle natürlicherweise von Statten geht. Viel Spaß dabei.
  3. [Musik] Eine mögliche Schwangerschaft findet natürlich im Uterus, also der Gebärmutter statt. Hier finden sich auch
  4. die Ovarien, die im Rahmen des Menstruationszyklus eine Eizelle für die Befruchtung zur Verfügung stellen. Und wichtig für die
  5. Wirkung der Kontrazeptiver ist auch noch der Zerwix, also der Gewermutterhals. Wie du vielleicht schon aus dem Video zum Menstruationszyklus weißt, ist der
  6. Hypothalamus das übergeordnete Regulationszentrum der Geschlechtshormone. Dieser schüttet GNH, also das
  7. Gonadotropin Releasing Hormon aus und sorgt darüber dafür, dass die Adenohypophyse ihrerseits LH und FSH ausschüttet. LH ist das lutinisierende
  8. Hormon und FSH das folikelstimulierende Hormon. Dieses wird seinem Namen gerecht und sorgt für die Heranreifung von Folikeln.
  9. Diese Folgel sind auch hormonaktiv, denn sie bilden Östradiol, was ein sehr wichtiges Östrogen darstellt. Östradiol wirkt auf die Schleimhaut proliferativ,
  10. also die ähm Ueros Schleimhaut, die auch Endometrium genannt wird, wächst heran und es sorgt dafür, dass der Zervickschleim sich äh verflüssigt und
  11. durchgängig ist für Spermien. Das heißt, ab jetzt beginnt auch die fruchtbare Phase. Östradiol ist weiterhin beteiligt an der Selektion der Folikle kann ja am
  12. Ende nur ein einziger zum Eisprung überführt werden. Dies geschieht über eine negative Rückkoblung, also es hämt den Hypothalamus, dadurch sinkt Gnhrh
  13. und LH und FSH sinken, sodass nur der Folikel überleben kann, der am meisten FSH Rezeptoren besitzt. Dieser wird zum dominanten Verliel und kann weiter
  14. Östradiol produzieren. Durch den steigenden Pegel an Östradiol kippt auch die negative Rückkopplung um in eine positive Rückkopplung. Dieses
  15. ist ein relativ seltener Mechanismus in der Natur und gibt's z.B. auch noch beim Aktionspotenzial. Falls euch noch weitere Beispiele einfallen, schreibt
  16. die gerne in die Kommentare. Der Hypothalamus schüttet daraufhin GNH aus, was zu einem LH und FSH Anstieg führt. Vor allem dieser LH Peak führt dann zur
  17. Ovulation, also zum Eisprung. Jetzt kann auch die Befruchtung stattfinden und die Spermienzelle verschmilzt mit der Eizelle, was auch Konzeption genannt
  18. wird. Aus dem Überbleibsel des Folkels kann sich dann das Corpuslum bilden, also der Gelbkörper. Dieser ist auch hormonaktiv und bildet
  19. Progesteron, ein wichtiges Gästergen. Dieses hat viele verschiedene Aufgaben. Zum einen hemmt es den Hypothalamus und sorgt auch für niedrige LH und FSH
  20. Spiegel und hemmt auch die Ovulation somit. Und es sorgt dafür, dass der Cervikalschleim sich verdickt und keine
  21. weiteren Spermien mehr in die Uteroshöhle vordringen können. Weiterhin führt es zum Umbau des Endometriums. Also es werden Lipide, Proteine und
  22. Glykogen eingebaut, um sich eben bereit zu machen für die Einistung der Plastozyste und es sorgt für eine Verringerung des
  23. Muskeltonus, sodass es s, dass das Kind auch entspannt im Uus heranreifen kann. Weiterhin wird Progesteron auch verantwortlich gemacht für die
  24. Stimmungsschwankungen im Rahmen des Menstruationszyklus. Diese physiologischen Prozesse, die wir jetzt hier betrachtet haben, diese kann
  25. man sich auch pharmakologisch zu nutzen machen. Eines der am häufigsten verwendeten hormonellen Kontrazeptiver ist das
  26. Östrogen Gestergen Kombinationspräparat. Diese klassische Antibabypille enthält als Östrogenkomponente synthetisches oder natürliches Östradiol. Als
  27. Gästergenkomponente kommen Progesteron oder 19 Nordhestosteronivate zum Einsatz. Diese wirken auch über die natürlichen Mechanismen und zwar über
  28. die negative Rückkopplung. Das Östrogen und das Gesergen hemmen den Hypothalamus, sodass dieser weniger Gnh ausschüttet und die Adenohypophyse
  29. daraufhin weniger LH und FSH ausschüttet. Ohne den LH Peak gibt es natürlich keine Ovulation und auch keine Eizelle, die befruchtet werden kann. Das
  30. Östrogen wirkt zyklusstabilisierend. Das Gästergen hat darüber hinaus noch periphäre Wirkungen. Also dadurch, dass es den Muskeltonushem, nimmt auch die
  31. Tubenmutilität, also die Beweglichkeit der Eileiter ab, sodass die Eizelle auch weniger gut transportiert werden kann. Und dadurch, dass der Östrogenanstieg in
  32. der Folikelphase fehlt, bleibt unter Progesteroninfluss auch das Endometrium ganz flach und at. Dies hat den Vorteil, dass auch äh sehr
  33. starke Regelblutung oder schmerzhafte Regelblutung, also eine Düssmorö reduziert werden können. Weiterhin sorgt es dafür, dass der Cervikalschleim sich
  34. verdickt und so auch keine neuen Spermien mehr in die Uterushöhle vordringen können. Der Pearlindex dieser Methode ist 0,1 bis 1,3.
  35. Der Pearlindex ist ein Maß für die Sicherheit einer Verhütungsmethode und kann und kann zum Vergleich von Verhütungsmethoden verwendet werden.
  36. Natürlicherweise liegt der Pearlindex so bei 80 bis 90. Also 80 bis 90 Frauen von 100 werden in einem Jahr schwanger, wenn sie nicht verhüten und wenn sie verhüten
  37. mit z.B. für diesem Östrogen Gästepräpat, dann sind es nur 0,1 bis 1,3 Frauen von 100, die schwanger werden in einem Jahr. Neben den Wirkungen gibt
  38. es bei den östrogen gesten Präparaten noch zahlreichen Nebenwirkungen zu beachten. Diese habe ich deswegen einmal eingeteilt in allgemeine Nebenwirkungen,
  39. Trombembolie und Tumore. Allgemein kann es zu Kopfschmerzen kommen, zu Übelkeit, Ödemen, also zu Wassereinlagerung, zu Schwindel und aufgrund der hormonellen
  40. Veränderungen kann es auch zu Hautveränderungen und Libidoveränderungen kommen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und
  41. Medizinprodukte warnt darüber hinaus noch vor den Depressionen als mögliche Nebenwirkung. Eine wichtige und gleichzeitig
  42. gefährliche Nebenwirkung ist das erhöhte Risiko für die Entstehung von arteriellen und venösen Trombembolin. Ein Trombus ist dabei ein Blutgerinsel,
  43. welches im Gefäß entsteht und dieses verstopfen kann. Wenn sich der Trombus nun von der Gefäßwand löst, nennt man ihn einen Embolus. Dieser kann dann in
  44. andere Gebiete eingeschwemmt werden und auch dort Gefäße verstopfen. Daher sollten individuelle Risikofaktoren berücksichtigt werden bei der Gabe von
  45. Östrogen Gästergenpräparaten. Eine wichtige Kontraindikation stellt dabei das Rauchen da. Deswegen sollte man Raucherinnen, die
  46. über 35 Jahre alt sind, oder einen BMI von über 35 kg pro Quadratmeter kein Östrogen Gestergen Präparat mehr geben. auch Bluthochdruck
  47. und Adipositas von größer als 40 kg pro Quadratmeter sind Kontraindikation, genauso wie die Migräne mit Aura oder eine koronare Herzkrankheit oder
  48. abgekürzt KHK sowie man schon mal eine Tromembolie hatte, also Zustand nach Tromembolie. Auch Grinnungsstörungen können Kontraindikationen darstellen.
  49. Auch schlechte Blutfette, also eine Hypertriclyceridemie oder auch ein schlecht eingestellter Diabetes sind Risikofaktoren für eine
  50. Thromboembolie und müssen im Einzelfall abgewogen werden. Bei den Tumoren gibt es unterschiedliche Effekte. So sinkt z.B. die
  51. Erkrankungshäufigkeit von Endometriumkarzomen und auch die Inzidenz von Kolonkarzinomen und Ovarialtumoren nimmt
  52. ab. Beim Brustkrebs ist die Studienlage immer noch unklar und da müssen eben weitere Studien abgewartet werden. Häufiger kommen gutartige Lebertumore
  53. wie das Leber Zelladenom oder auch das Leber Hemmangiom vor. Auf eine weitere gutartige Leberneoplasie hat es keinen Einfluss. Falls du weißt um welche es
  54. geht, schreib es gerne in die Kommentare. Häufiger kommt es auch zum Thervixkarcarzinom.
  55. Dabei vermutet man, dass ähm die Pille eben häufig genommen wird mit der Absicht Geschlechtsverkehr zu haben. Und wenn man eben nicht geimpft ist, kommt
  56. es so häufiger zur Infektion mit HPV, was ja der Hauptrisikofaktor für Zerbxkarzinome darstellt. Wichtige Kontraindikationen sind Lebertumore.
  57. Falls du dich fragst, was die Leber damit eigentlich zu tun hat, Östrogene und Gestgene sind ja sehr lipophil, also es sind Steroidhormone und diese werden
  58. über die Leber abgebaut. ähm im Rahmen der Biotransformation und deswegen ist das auch eine wichtige Kontraindikation. Dann Zustand nach Brustkrebs und
  59. östrogenabhängige Tumore. Es gibt viele verschiedene Typen an Kombinationspräparaten. Das ein Phasenpräparat ist das am
  60. häufigsten verwendete. Hierbei nimmt man über 21 Tage regelmäßig östrogene und Gästergene in gleicher Dosierung zu sich und ab 21. Tag folgt dann eine
  61. Abbruchblutung durch die sinkenden Hormonspiegel und nach 7 Tagen kann man dann erneut mit der Einnahme beginnen. Es gibt verschiedene Applikationsformen
  62. oral, vaginal und Transermal. Die orale Variante ist eben der Klassiker all mit der Pille. Diese unterliegt natürlich dann auch den Verdauungstrakt und bei
  63. Erbrechen oder Durchfall kann es äh eben zu Wirkverzögerung oder eben eine aussetzende Wirkung kommen, sodass dann auch über eine äh zusätzliche
  64. Verhütungsmethode nachgedacht werden kann. Bei dem Einphasenpräparat ist auch die Langzeiteinnahme möglich, also man kann diese 7 Tage Abbruchblutung auch
  65. weglassen. Eine verspätete Einnahme wird toleriert, wenn diese unter 12 Stunden lang ist. Bei einer länger längeren Verspätung von über 12 Stunden sollte
  66. man zum einen die Pille sofort nachnehmen und wiederum über eine zusätzliche kontrazeptive Maßnahme wie dem Kondom nachdenken.
  67. Als vaginale Möglichkeit des Einfasenpräparats steht der Vaginalring zur Verfügung. Dieser wird 21 Tage in der Vagina belassen und gibt dann dort
  68. kontinuierlich Östrogene und Gestoggene ab und wird dann eben entfernt, sodass die Abbruchblutung einsetzt. Dann gibt es noch die transdermale Methode als
  69. Kontrazeptionspflaster. Das klebt immer für eine Woche und wird dann gewechselt und gibt ebenfalls Östrogene und Gestergene ab. Diese ähm beiden Methoden
  70. haben natürlich den Vorteil, dass man sie weniger häufig vergisst und dass sie unabhängig sind vom Magendarmtrakt. Dann gibt's noch die zwei Stufen und
  71. dreistufen Präparate, die versuchen den natürlichen Zyklus hormonell nachzubilden. Ähm und es gibt noch die Mikropille. Also hier ist eine
  72. Kombination aus Östrogenen und Gestergenen, aber mit deutlich niedriger Östrogenkonzentration, sodass auch die Nebenwirkung von dieser Pille geringer
  73. sind und die Verträglichkeit dadurch besser. Sofern bei Frauen Unverträglichkeiten gegenüber dem Östrogenpräparat bestehen
  74. oder Kontraindikationen wie z.B. ein erhöhtes Trombembolierisiko und auch während der Stillzeit kann auf das Gästergopräparat
  75. zurückgegriffen werden. Dieses wirkt, wie wir es bereits kennen, zentral ovulationshemd und hat eben noch die zusätzlichen
  76. periphären Wirkungen, also Verringerung der Tubenmutilität, Umbau des Endometriums, sodass keine Einlistung stattfinden kann und Verdickung des
  77. Cikalschleims. Der Pearlindex von dieser Methode ist je nach Applikationsform von Hormonspirale bis Minipille von 0,05 bis 4,3. Auf
  78. diese Präparatetypen gehen wir gleich noch ein. Die Hauptnebenwirkung des gästergen Monopräparats sind die unregelmäßigen
  79. Zwischenblutungen, da die Zyklusstabilisierende Wirkung des Östrogens wegfällt. Auch ein Ausbleiben der Regelblutung ist nicht selten. Dies
  80. wird auch als Aenorö bezeichnet. Darüber hinaus kann es zu Kopfschmerzen kommen, zu Hautveränderung sowie zu Libidoreduktion und depressiven
  81. Verstimmung. Da hierbei bis auf eine Ausnahme kein Trombembolierisiko besteht, ist äh das Gäste Monopräparat auch geeignet für
  82. Frauen mit Kontraindikationen, wie z.B. für Raucherinnen mit Übergewicht oder ab einem Alter von 35 Jahren. Es gibt aber auch Kontraindikationen für das Gäste
  83. Monopräparat. Eine ist z.B. die Schwangerschaft. Dann auch die schweren Lebererkrankung, da ja das Gestgehen auch über die Leber
  84. abgebaut wird und Lebertumore sowie geschlechtsabhängige Tumore und unklare vaginale Blutung sind Kontraindikationen.
  85. Auch bei den Gästerg Monopräparaten gibt's verschiedene Applikationsformen oral, intramuskulär, Subdermal und intrauterin. Allen gemeinsam ist das
  86. gleiche Wirkprinzip und zwar wird kontinuierlich Gestergehen abgegeben. Dabei kann es zu Zwischenblutungen kommen, aber diese können auch
  87. ausbleiben. Die orale Variante heißt Minipille, nicht zu verwechseln mit der Mikropille. Dabei war es früher sehr wichtig, diese
  88. immer zur gleichen Zeit einzunehmen, da der Wirkstoff Levono Gastrel eben nur ähm Einnahmeverzögerung von 3 Stunden toleriert hat und dann eben nicht mehr
  89. sicher gewirkt hat. Aber neuere Minipillen mit Desogestrel ähm verzeihen auch Verzögerungen von bis zu 12 Stunden. Die intramuskuläre Variante ist
  90. die dreim Monatspritze. Diese wird alle drei Monate gegeben und hat ähm eben das hat den Nachteil, dass hier auch das Thromboserisiko erhöht ist. Dann gibt es
  91. Subdermal, das Verhütungsstäbchen. Dieses kann bis zu 3 Jahren im Oberarm belassen werden und gibt dann da kontinuierlich Gestergen ab.
  92. Und es gibt noch die Intrauterine Variante. Diese ist nicht zu verwechseln mit der Kupferspirale. Das ist die Hormonspirale. Diese gibt dann dort
  93. lokal auch wieder Gestagen ab und kann dort bis zu 5 Jahre belassen werden. Apropos Kupferspirale, das ist ein Antidativum, sollte man ähm im Kopf
  94. voneinander trennen. Dieser Wirkmechanismus ist nämlich nicht hormonell, sondern man hat eben diese Spirale, die mit Kupfer oder einem
  95. anderen Metall umwickelt ist. Diese gibt dann eben Kupferionen ab, die Spermizid wirken und eine Nidationshemmung machen. Auch hier gibt
  96. es einige Nebenwirkungen. Z.B. kann es zur Hypermenoröhe kommen, also zu einer sehr starken Regelblutung. Es kann zu Dysmenorö kommen, also Schmerzen bei der
  97. Regel. Dann sind gynäkologische Infekte gehäuft und es kann natürlich auch dadurch, dass es ein Fremdkörper ist, zu einer Fremdkörperendometritis
  98. kommen. Und die extrauteringravidität ist auch häufiger. Der Pearlindex ist mit 0,3 bis 2,3 angegeben.
  99. Die Pille danach ist auch ein wichtiges postkoritales Kontrazeptibum, was dann eingenommen werden kann, nachdem man Geschlechtsverkehr hatte zur
  100. Empfängnisverhütung. Das einmal die orale Variante und dann gibt es auch noch eine intrauterine Methode. Bei der Pille danach gibt es zwei Typen. Einmal
  101. einen Progesteronrezeptormodulator, das Uliprestal Aczetat und ein gestern Monopräparat, das Levonorgestrel. Dies haben unterschiedliche Wirkfenster.
  102. Den Rezeptormodulator kann man bis zu 5 Tage nach Koitus einnehmen und das Gäste Monopräparat 3 Tage. Der Wirkmeismus ist dabei, dass der LH Peak ausbleibt, dass
  103. also die Ovulation unterdrückt wird und dass es zu einer verzögerten Ovulation kommt bis zu 5 Tage Verzögerung. Intrauterin kann man eine Kupferspirale
  104. auch nach dem Koitus noch einfügen und über die Nidationshemmung wirkt diese dann auch postkoital kontrazeptiv. Als äh kurze weiterführende Information
  105. gibt es auch antidepressiver, die die Wirkung

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