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Hormonelle Kontrazeptiva– Pharmakologie – Pille, Mikropille, Minipille, Spirale (Östrogen Gestagen)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 105 Zeilen
- Herzlich willkommen zu diesem Video, indem es um die Kontrazeptiver gehen wird. Kontrazeptiver sind Wirkstoffe, die die Konzeption, also die Befruchtung
- verhindern sollen. Dafür zeige ich euch zuerst, wie die Verschmelzung von Ei und Samenzelle natürlicherweise von Statten geht. Viel Spaß dabei.
- [Musik] Eine mögliche Schwangerschaft findet natürlich im Uterus, also der Gebärmutter statt. Hier finden sich auch
- die Ovarien, die im Rahmen des Menstruationszyklus eine Eizelle für die Befruchtung zur Verfügung stellen. Und wichtig für die
- Wirkung der Kontrazeptiver ist auch noch der Zerwix, also der Gewermutterhals. Wie du vielleicht schon aus dem Video zum Menstruationszyklus weißt, ist der
- Hypothalamus das übergeordnete Regulationszentrum der Geschlechtshormone. Dieser schüttet GNH, also das
- Gonadotropin Releasing Hormon aus und sorgt darüber dafür, dass die Adenohypophyse ihrerseits LH und FSH ausschüttet. LH ist das lutinisierende
- Hormon und FSH das folikelstimulierende Hormon. Dieses wird seinem Namen gerecht und sorgt für die Heranreifung von Folikeln.
- Diese Folgel sind auch hormonaktiv, denn sie bilden Östradiol, was ein sehr wichtiges Östrogen darstellt. Östradiol wirkt auf die Schleimhaut proliferativ,
- also die ähm Ueros Schleimhaut, die auch Endometrium genannt wird, wächst heran und es sorgt dafür, dass der Zervickschleim sich äh verflüssigt und
- durchgängig ist für Spermien. Das heißt, ab jetzt beginnt auch die fruchtbare Phase. Östradiol ist weiterhin beteiligt an der Selektion der Folikle kann ja am
- Ende nur ein einziger zum Eisprung überführt werden. Dies geschieht über eine negative Rückkoblung, also es hämt den Hypothalamus, dadurch sinkt Gnhrh
- und LH und FSH sinken, sodass nur der Folikel überleben kann, der am meisten FSH Rezeptoren besitzt. Dieser wird zum dominanten Verliel und kann weiter
- Östradiol produzieren. Durch den steigenden Pegel an Östradiol kippt auch die negative Rückkopplung um in eine positive Rückkopplung. Dieses
- ist ein relativ seltener Mechanismus in der Natur und gibt's z.B. auch noch beim Aktionspotenzial. Falls euch noch weitere Beispiele einfallen, schreibt
- die gerne in die Kommentare. Der Hypothalamus schüttet daraufhin GNH aus, was zu einem LH und FSH Anstieg führt. Vor allem dieser LH Peak führt dann zur
- Ovulation, also zum Eisprung. Jetzt kann auch die Befruchtung stattfinden und die Spermienzelle verschmilzt mit der Eizelle, was auch Konzeption genannt
- wird. Aus dem Überbleibsel des Folkels kann sich dann das Corpuslum bilden, also der Gelbkörper. Dieser ist auch hormonaktiv und bildet
- Progesteron, ein wichtiges Gästergen. Dieses hat viele verschiedene Aufgaben. Zum einen hemmt es den Hypothalamus und sorgt auch für niedrige LH und FSH
- Spiegel und hemmt auch die Ovulation somit. Und es sorgt dafür, dass der Cervikalschleim sich verdickt und keine
- weiteren Spermien mehr in die Uteroshöhle vordringen können. Weiterhin führt es zum Umbau des Endometriums. Also es werden Lipide, Proteine und
- Glykogen eingebaut, um sich eben bereit zu machen für die Einistung der Plastozyste und es sorgt für eine Verringerung des
- Muskeltonus, sodass es s, dass das Kind auch entspannt im Uus heranreifen kann. Weiterhin wird Progesteron auch verantwortlich gemacht für die
- Stimmungsschwankungen im Rahmen des Menstruationszyklus. Diese physiologischen Prozesse, die wir jetzt hier betrachtet haben, diese kann
- man sich auch pharmakologisch zu nutzen machen. Eines der am häufigsten verwendeten hormonellen Kontrazeptiver ist das
- Östrogen Gestergen Kombinationspräparat. Diese klassische Antibabypille enthält als Östrogenkomponente synthetisches oder natürliches Östradiol. Als
- Gästergenkomponente kommen Progesteron oder 19 Nordhestosteronivate zum Einsatz. Diese wirken auch über die natürlichen Mechanismen und zwar über
- die negative Rückkopplung. Das Östrogen und das Gesergen hemmen den Hypothalamus, sodass dieser weniger Gnh ausschüttet und die Adenohypophyse
- daraufhin weniger LH und FSH ausschüttet. Ohne den LH Peak gibt es natürlich keine Ovulation und auch keine Eizelle, die befruchtet werden kann. Das
- Östrogen wirkt zyklusstabilisierend. Das Gästergen hat darüber hinaus noch periphäre Wirkungen. Also dadurch, dass es den Muskeltonushem, nimmt auch die
- Tubenmutilität, also die Beweglichkeit der Eileiter ab, sodass die Eizelle auch weniger gut transportiert werden kann. Und dadurch, dass der Östrogenanstieg in
- der Folikelphase fehlt, bleibt unter Progesteroninfluss auch das Endometrium ganz flach und at. Dies hat den Vorteil, dass auch äh sehr
- starke Regelblutung oder schmerzhafte Regelblutung, also eine Düssmorö reduziert werden können. Weiterhin sorgt es dafür, dass der Cervikalschleim sich
- verdickt und so auch keine neuen Spermien mehr in die Uterushöhle vordringen können. Der Pearlindex dieser Methode ist 0,1 bis 1,3.
- Der Pearlindex ist ein Maß für die Sicherheit einer Verhütungsmethode und kann und kann zum Vergleich von Verhütungsmethoden verwendet werden.
- Natürlicherweise liegt der Pearlindex so bei 80 bis 90. Also 80 bis 90 Frauen von 100 werden in einem Jahr schwanger, wenn sie nicht verhüten und wenn sie verhüten
- mit z.B. für diesem Östrogen Gästepräpat, dann sind es nur 0,1 bis 1,3 Frauen von 100, die schwanger werden in einem Jahr. Neben den Wirkungen gibt
- es bei den östrogen gesten Präparaten noch zahlreichen Nebenwirkungen zu beachten. Diese habe ich deswegen einmal eingeteilt in allgemeine Nebenwirkungen,
- Trombembolie und Tumore. Allgemein kann es zu Kopfschmerzen kommen, zu Übelkeit, Ödemen, also zu Wassereinlagerung, zu Schwindel und aufgrund der hormonellen
- Veränderungen kann es auch zu Hautveränderungen und Libidoveränderungen kommen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und
- Medizinprodukte warnt darüber hinaus noch vor den Depressionen als mögliche Nebenwirkung. Eine wichtige und gleichzeitig
- gefährliche Nebenwirkung ist das erhöhte Risiko für die Entstehung von arteriellen und venösen Trombembolin. Ein Trombus ist dabei ein Blutgerinsel,
- welches im Gefäß entsteht und dieses verstopfen kann. Wenn sich der Trombus nun von der Gefäßwand löst, nennt man ihn einen Embolus. Dieser kann dann in
- andere Gebiete eingeschwemmt werden und auch dort Gefäße verstopfen. Daher sollten individuelle Risikofaktoren berücksichtigt werden bei der Gabe von
- Östrogen Gästergenpräparaten. Eine wichtige Kontraindikation stellt dabei das Rauchen da. Deswegen sollte man Raucherinnen, die
- über 35 Jahre alt sind, oder einen BMI von über 35 kg pro Quadratmeter kein Östrogen Gestergen Präparat mehr geben. auch Bluthochdruck
- und Adipositas von größer als 40 kg pro Quadratmeter sind Kontraindikation, genauso wie die Migräne mit Aura oder eine koronare Herzkrankheit oder
- abgekürzt KHK sowie man schon mal eine Tromembolie hatte, also Zustand nach Tromembolie. Auch Grinnungsstörungen können Kontraindikationen darstellen.
- Auch schlechte Blutfette, also eine Hypertriclyceridemie oder auch ein schlecht eingestellter Diabetes sind Risikofaktoren für eine
- Thromboembolie und müssen im Einzelfall abgewogen werden. Bei den Tumoren gibt es unterschiedliche Effekte. So sinkt z.B. die
- Erkrankungshäufigkeit von Endometriumkarzomen und auch die Inzidenz von Kolonkarzinomen und Ovarialtumoren nimmt
- ab. Beim Brustkrebs ist die Studienlage immer noch unklar und da müssen eben weitere Studien abgewartet werden. Häufiger kommen gutartige Lebertumore
- wie das Leber Zelladenom oder auch das Leber Hemmangiom vor. Auf eine weitere gutartige Leberneoplasie hat es keinen Einfluss. Falls du weißt um welche es
- geht, schreib es gerne in die Kommentare. Häufiger kommt es auch zum Thervixkarcarzinom.
- Dabei vermutet man, dass ähm die Pille eben häufig genommen wird mit der Absicht Geschlechtsverkehr zu haben. Und wenn man eben nicht geimpft ist, kommt
- es so häufiger zur Infektion mit HPV, was ja der Hauptrisikofaktor für Zerbxkarzinome darstellt. Wichtige Kontraindikationen sind Lebertumore.
- Falls du dich fragst, was die Leber damit eigentlich zu tun hat, Östrogene und Gestgene sind ja sehr lipophil, also es sind Steroidhormone und diese werden
- über die Leber abgebaut. ähm im Rahmen der Biotransformation und deswegen ist das auch eine wichtige Kontraindikation. Dann Zustand nach Brustkrebs und
- östrogenabhängige Tumore. Es gibt viele verschiedene Typen an Kombinationspräparaten. Das ein Phasenpräparat ist das am
- häufigsten verwendete. Hierbei nimmt man über 21 Tage regelmäßig östrogene und Gästergene in gleicher Dosierung zu sich und ab 21. Tag folgt dann eine
- Abbruchblutung durch die sinkenden Hormonspiegel und nach 7 Tagen kann man dann erneut mit der Einnahme beginnen. Es gibt verschiedene Applikationsformen
- oral, vaginal und Transermal. Die orale Variante ist eben der Klassiker all mit der Pille. Diese unterliegt natürlich dann auch den Verdauungstrakt und bei
- Erbrechen oder Durchfall kann es äh eben zu Wirkverzögerung oder eben eine aussetzende Wirkung kommen, sodass dann auch über eine äh zusätzliche
- Verhütungsmethode nachgedacht werden kann. Bei dem Einphasenpräparat ist auch die Langzeiteinnahme möglich, also man kann diese 7 Tage Abbruchblutung auch
- weglassen. Eine verspätete Einnahme wird toleriert, wenn diese unter 12 Stunden lang ist. Bei einer länger längeren Verspätung von über 12 Stunden sollte
- man zum einen die Pille sofort nachnehmen und wiederum über eine zusätzliche kontrazeptive Maßnahme wie dem Kondom nachdenken.
- Als vaginale Möglichkeit des Einfasenpräparats steht der Vaginalring zur Verfügung. Dieser wird 21 Tage in der Vagina belassen und gibt dann dort
- kontinuierlich Östrogene und Gestoggene ab und wird dann eben entfernt, sodass die Abbruchblutung einsetzt. Dann gibt es noch die transdermale Methode als
- Kontrazeptionspflaster. Das klebt immer für eine Woche und wird dann gewechselt und gibt ebenfalls Östrogene und Gestergene ab. Diese ähm beiden Methoden
- haben natürlich den Vorteil, dass man sie weniger häufig vergisst und dass sie unabhängig sind vom Magendarmtrakt. Dann gibt's noch die zwei Stufen und
- dreistufen Präparate, die versuchen den natürlichen Zyklus hormonell nachzubilden. Ähm und es gibt noch die Mikropille. Also hier ist eine
- Kombination aus Östrogenen und Gestergenen, aber mit deutlich niedriger Östrogenkonzentration, sodass auch die Nebenwirkung von dieser Pille geringer
- sind und die Verträglichkeit dadurch besser. Sofern bei Frauen Unverträglichkeiten gegenüber dem Östrogenpräparat bestehen
- oder Kontraindikationen wie z.B. ein erhöhtes Trombembolierisiko und auch während der Stillzeit kann auf das Gästergopräparat
- zurückgegriffen werden. Dieses wirkt, wie wir es bereits kennen, zentral ovulationshemd und hat eben noch die zusätzlichen
- periphären Wirkungen, also Verringerung der Tubenmutilität, Umbau des Endometriums, sodass keine Einlistung stattfinden kann und Verdickung des
- Cikalschleims. Der Pearlindex von dieser Methode ist je nach Applikationsform von Hormonspirale bis Minipille von 0,05 bis 4,3. Auf
- diese Präparatetypen gehen wir gleich noch ein. Die Hauptnebenwirkung des gästergen Monopräparats sind die unregelmäßigen
- Zwischenblutungen, da die Zyklusstabilisierende Wirkung des Östrogens wegfällt. Auch ein Ausbleiben der Regelblutung ist nicht selten. Dies
- wird auch als Aenorö bezeichnet. Darüber hinaus kann es zu Kopfschmerzen kommen, zu Hautveränderung sowie zu Libidoreduktion und depressiven
- Verstimmung. Da hierbei bis auf eine Ausnahme kein Trombembolierisiko besteht, ist äh das Gäste Monopräparat auch geeignet für
- Frauen mit Kontraindikationen, wie z.B. für Raucherinnen mit Übergewicht oder ab einem Alter von 35 Jahren. Es gibt aber auch Kontraindikationen für das Gäste
- Monopräparat. Eine ist z.B. die Schwangerschaft. Dann auch die schweren Lebererkrankung, da ja das Gestgehen auch über die Leber
- abgebaut wird und Lebertumore sowie geschlechtsabhängige Tumore und unklare vaginale Blutung sind Kontraindikationen.
- Auch bei den Gästerg Monopräparaten gibt's verschiedene Applikationsformen oral, intramuskulär, Subdermal und intrauterin. Allen gemeinsam ist das
- gleiche Wirkprinzip und zwar wird kontinuierlich Gestergehen abgegeben. Dabei kann es zu Zwischenblutungen kommen, aber diese können auch
- ausbleiben. Die orale Variante heißt Minipille, nicht zu verwechseln mit der Mikropille. Dabei war es früher sehr wichtig, diese
- immer zur gleichen Zeit einzunehmen, da der Wirkstoff Levono Gastrel eben nur ähm Einnahmeverzögerung von 3 Stunden toleriert hat und dann eben nicht mehr
- sicher gewirkt hat. Aber neuere Minipillen mit Desogestrel ähm verzeihen auch Verzögerungen von bis zu 12 Stunden. Die intramuskuläre Variante ist
- die dreim Monatspritze. Diese wird alle drei Monate gegeben und hat ähm eben das hat den Nachteil, dass hier auch das Thromboserisiko erhöht ist. Dann gibt es
- Subdermal, das Verhütungsstäbchen. Dieses kann bis zu 3 Jahren im Oberarm belassen werden und gibt dann da kontinuierlich Gestergen ab.
- Und es gibt noch die Intrauterine Variante. Diese ist nicht zu verwechseln mit der Kupferspirale. Das ist die Hormonspirale. Diese gibt dann dort
- lokal auch wieder Gestagen ab und kann dort bis zu 5 Jahre belassen werden. Apropos Kupferspirale, das ist ein Antidativum, sollte man ähm im Kopf
- voneinander trennen. Dieser Wirkmechanismus ist nämlich nicht hormonell, sondern man hat eben diese Spirale, die mit Kupfer oder einem
- anderen Metall umwickelt ist. Diese gibt dann eben Kupferionen ab, die Spermizid wirken und eine Nidationshemmung machen. Auch hier gibt
- es einige Nebenwirkungen. Z.B. kann es zur Hypermenoröhe kommen, also zu einer sehr starken Regelblutung. Es kann zu Dysmenorö kommen, also Schmerzen bei der
- Regel. Dann sind gynäkologische Infekte gehäuft und es kann natürlich auch dadurch, dass es ein Fremdkörper ist, zu einer Fremdkörperendometritis
- kommen. Und die extrauteringravidität ist auch häufiger. Der Pearlindex ist mit 0,3 bis 2,3 angegeben.
- Die Pille danach ist auch ein wichtiges postkoritales Kontrazeptibum, was dann eingenommen werden kann, nachdem man Geschlechtsverkehr hatte zur
- Empfängnisverhütung. Das einmal die orale Variante und dann gibt es auch noch eine intrauterine Methode. Bei der Pille danach gibt es zwei Typen. Einmal
- einen Progesteronrezeptormodulator, das Uliprestal Aczetat und ein gestern Monopräparat, das Levonorgestrel. Dies haben unterschiedliche Wirkfenster.
- Den Rezeptormodulator kann man bis zu 5 Tage nach Koitus einnehmen und das Gäste Monopräparat 3 Tage. Der Wirkmeismus ist dabei, dass der LH Peak ausbleibt, dass
- also die Ovulation unterdrückt wird und dass es zu einer verzögerten Ovulation kommt bis zu 5 Tage Verzögerung. Intrauterin kann man eine Kupferspirale
- auch nach dem Koitus noch einfügen und über die Nidationshemmung wirkt diese dann auch postkoital kontrazeptiv. Als äh kurze weiterführende Information
- gibt es auch antidepressiver, die die Wirkung
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