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Konfliktfall Israel - die Geschichte einer ruhelosen Nation | Terra X

Terra X History25:15 1,2 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 75 Zeilen
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  1. 14. Mai 1948. Jubel auf den Straßen Tel Avivs Es ist ein Tag, der die Geschichte im Nahen Osten verändert.
  2. Medinat Israel, Medinat Israel Die Juden haben ihren ersehnten eigenen Staat – doch als der nächste Tag anbricht, jagen plötzlich ägyptische Kampfflugzeuge über Tel Aviv.
  3. Sechs arabische Nachbarstaaten überfallen die junge Nation. Sofort nach Ausrufung des noch, vermeintlich, schwachen Staates greifen die Armeen nahezu gleichzeitig an.
  4. Das jüdische Volk hat im Laufe der Geschichte viel Leid erfahren, was natürlich im zweiten Weltkrieg seinen Höhepunkt fand, und dann haben wir es geschafft, aus der Katastrophe heraus einen funktionierenden Staat zu erschaffen, und auch dieser Staat wurde von Anfang an von feindlichen Kräften bedroht.
  5. Sie haben versucht, uns zu vernichten. Die Frage des Überlebens ist also allgegenwärtig. Schon der Weg bis zur Gründung des Staates Israel war von Kämpfen geprägt.
  6. Doch seit der Staatsgründung ist Israel ständig von außen durch Terror und Kriege bedroht. Im Inneren drohen radikale Kräfte, das Land zu spalten. Die Nation kommt nicht zur Ruhe – bis heute
  7. Es ist ein Land, das es ohne ihn vielleicht nie gegeben hätte ... Theodor Herzl, ein Österreich-Ungarischer Journalist, erkennt Ende des 19. Jahrhunderts, dass die Juden seit Jahrhunderten,
  8. nicht allein wegen ihrer Religion verfolgt werden, sondern eine bedrohte Nation sind. Eine Nation ohne eigenes Land. Theodor Herzl war einer jener assimilierten Juden aus dem Bürgertum, die zwar lange an diese Idee geglaubt haben, dass man sich integrieren könnte,
  9. und dann aber auch in den 1870er Jahren, als durch die Rassenlehre der Antisemitismus aufkam, hat auch Theodor Herzl seine Ansichten nach und nach geändert und zu dem Schluss gekommen ist, schlussendlich gibt es keine Hoffnung für eine wirkliche Integration, eine wirkliche Anerkennung. Wir brauchen unseren eigenen Staat. Wenn wir als Volk weiter bestehen wollen.
  10. 1897 gründet sich in Basel die Zionistische Weltorganisation mit Theodor Herzl als Vorsitzenden- benannt ist sie nach dem Berg Zion in Jerusalem. Das Ziel der Zionisten ist eine jüdische Besiedlung in der damals noch osmanischen Provinz Palästina.
  11. In Palästina leben um das Jahr 1900 etwa 500 000 Araber, die schon seit Jahrhunderten hier ihre Heimat haben. Sie leben zu dieser Zeit in Frieden zusammen mit 10 000 Juden und anderen Religionsgruppen.
  12. Wir lebten hier in Frieden zusammen. Selbst wenn man in den frühen 20er-Jahren Land an einen Juden verkaufte, war das keine Bedrohung oder ein Verrat an dem Land. Sie waren Teil der Gemeinschaft. Wir hatten hier drei, vier jüdische Dörfer. Und niemand hat sie damals angegriffen.
  13. Im Jahr 1905 fliehen russische Juden vor Pogromen im Zarenreich in das zionistische Palästina. Die erste von mehreren großen Einwanderungswellen. Um im Ersten Weltkrieg die zionistischen Juden in aller Welt für die englische Seite zu gewinnen, stellt der britische Außenminister Lord Balfour
  14. 1917 dem jüdischen Volk in einer Deklaration die ersehnte Heimat in Palästina in Aussicht. Für viele Juden scheint das wie ein Versprechen, als 1922 Briten und Franzosen den arabischen Teil des osmanischen Gebietes vorerst unter sich aufteilen.
  15. Die Briten sind nun die neuen Herren in Palästina. Die Balfour-Declaration lockt neue Einwanderer ins Land. Die zionistischen Siedler arbeiten in handwerklichen oder landwirtschaftlichen Gemeinschaften und kaufen nun immer mehr Land von den ansässigen Arabern.
  16. Die Araber fühlten sich von Anfang an von den Juden bedroht, die in das Land kamen, obwohl diese noch eine Minderheit waren und keine wirkliche Bedrohung darstellten. Aber die Menschen die hier ankamen, meinten, dass dies ihr Land war, und das weckte auf der anderen Seite natürlich den arabischen Widerstand.
  17. 1933. Die Nazis kommen an die Macht. Nun flüchten auch immer mehr deutsche Juden. Darunter viele Künstler, Architekten, Wissenschaftler. 30.000 gehen nach Palästina. Viele nach Tel Aviv. Die erst 1908 gegründete Stadt wächst in den 1930er Jahren zu einer Metropole mit 150000 Einwohnern heran.
  18. 1936 kommt es zu einem arabischen Aufstand gegen britische Besatzer und jüdische Siedler – überall greifen Araber jetzt Juden an. Die Briten reagieren und schicken Truppen nach Palästina. Die Unruhen fordern auf arabischer Seite 3000 Tote – die Briten haben 600 und die Juden zweieinhalbtausend Opfer zu beklagen.
  19. Die Briten versuchen nun erstmalig, die Einwanderung zu stoppen. Sie wollen Ruhe im Land und auch die arabischen Nachbarn nicht auf die Seite Nazideutschlands bringen. Die einzige Möglichkeit für Juden war, in dieser Zeit auszuwandern..., aber niemand wollte die Juden wirklich. Also war der einzige Ort, wo man hingehen konnte, Palästina.
  20. Aber in Palästina wollten die Briten die Juden auch nicht mehr,trotz der Balfour-Declaration, denn sie wussten, dass ein Krieg kommen würde und sie brauchen die Araber als Verbündete. Selbst im Zweiten Weltkrieg beschränken die Briten die Einreise.
  21. In einer Zeit, in der die Deutschen in ihrem Machbereich fast 6 Millionen europäische Juden ermorden. Nur wenigen gelingt vorher noch die Flucht – so wie Ruth Westheimer. 1939 schicken ihre Eltern sie in die Schweiz.
  22. Das war sehr traurig, weil ich nicht gewusst habe, aber ich habe geglaubt, dass ich meine Eltern wiedersehe. Ich habe nie geglaubt, dass ich ein Waisenkind geworden bin. Am 5. Januar 1939, wie ich am Zug war in Frankfurt Main, um mit dem Kindertransport in die Schweiz zu fahren.
  23. Ich hätte nie geglaubt, dass ich ein Waisenkind werde und die Eltern nie mehr sehen würde. Ruth Westheimers Eltern überleben den Holocaust nicht.
  24. Der 8. Mai 1945. Der zweite Weltkrieg ist vorbei. Die Menschen feiern den Sieg über die Nazi-Barbarei. Wir kamen im Sommer 47 in Palästina an. Der erste Eindruck war sehr bedrohlich. Ein britischer Fallschirmjäger nahm mir meine Puppe weg.
  25. Ich hatte eine große Puppe, und sie suchten in ihrem Kopf nach irgendetwas, und meine Mutter sagte: Oh Gott, wo sind wir nur hingekommen? Das Klima war seltsam, die Menschen. Alles war seltsam.
  26. Die Neuankömmlinge aus Europa treten meistens in die Hagana ein – einer Untergrundmiliz. Die jungen Männer und Frauen kämpfen nun nicht mehr allein gegen die Araber, sondern nun auch immer häufiger gegen die Briten.
  27. Ich war Scharfschütze, ich war ein Sniper, ich war in der Hagana, das war der underground von der von der israelischen Armee. Ich habe aber noch nie jemand getötet, Gott sei Dank, aber wenn es sein hätte müssen, hätte ich es gekonnt.
  28. Jüdische Terroristen jagen 1946 das Hauptquartier der Briten in Jerusalem in die Luft. 91 Tote, zahlreiche Verletzte. Briten und Juden. In Großbritannien zeigt der Kampf ums Heilige Land Wirkung – die Kolonialmacht will raus aus Palästina – möglichst schnell.
  29. Sie sagten sich „warum brauchen wir überhaupt diesen Ärger in Palästina?“ Und im Februar 47 entschloss sich das britische Kabinett, Palästina zu verlassen Im April 1947 schieben die Briten das Problem Palästina der UN zu. Eine internationale Kommission empfiehlt, das Gebiet zu teilen in einen jüdischen und einen arabischen Staat.
  30. Am 29. November 1947 kommt der Plan zur Abstimmung vor die UN. Juden in aller Welt und besonders in Palästina verfolgen die Bekanntgabe des Ergebnisses. Danach bricht Jubel aus: 33 Ja-Stimmen gegen 23 Nein-Stimmen und Enthaltungen. An diesem Tag steht fest: Die Juden bekommen ihren Staat.
  31. Es war Freitagnacht und meine Mutter hat mich geweckt, damit ich mich später daran erinnere, dass in dieser Nacht der jüdische Staat entstand. Die jüdische Bevölkerung feiert im ganzen Land. Die Araber dagegen lehnen den Teilungsplan ab.
  32. Bis in die zwanziger Jahre hinein hatten die Juden nur 3 Prozent des Landes besessen. Den größten Teil des Landes an das jüdische Volk zu geben, war also etwas, das man nicht akzeptieren wollte, aber einige sagen heute rückblickend, dass wir das vielleicht hätten akzeptieren sollen.
  33. 14. Mai 1948. Ben Gurion ruft den Staat Israel aus. Alle waren so glücklich – denn in diesem Moment entstand nun wirklich der so lange ersehnte jüdische Staat.
  34. Die Antwort der Araber auf die Staatsgründung folgt am nächsten Tag. Eine Allianz von sechs Staaten greift an. Sie wollten die Juden vertreiben. Sie sagten, sie wollten die Juden ins Meer werfen, aber das gelang ihnen nicht.
  35. Es gelingt es der zahlenmäßig unterlegenen israelischen Armee, ihre Feinde an fast allen Fronten zurückzuschlagen. Wie waren motivierte Kämpfer. Wir haben hier nun einmal eine kleine Gemeinschaft von Menschen, die an ihre Sache glaubt.
  36. Sie kämpft dazu mit dem Rücken zur Wand und ist viel besser organisiert und ausgebildet. Nur Jerusalem können die Israelis nicht erobern. Die Konfliktparteien beschließen 1949 einen Waffenstillstand.
  37. Das israelische Territorium hat sich im Vergleich zum UN Teilungsplan um ein Drittel vergrößert. Das Westjordanland geht an das Königreich Jordanien, der Gaza an Ägypten, Palästina verschwindet von der Weltkarte.
  38. Viele Palästinenser verlieren während des Krieges Besitz und Heimat. Bis heute nennen sie das die Nakba- die Katastrophe. Die Nakba ist kein Mythos, sie ist Realität. Etwa 700 000 Palästinenser sind aus dem Land geflohen, einige von ihnen aus eigenem Antrieb,
  39. weil sie Angst hatten. Andere wurden von jüdischen Truppen vertrieben. Mein Onkel und meine Tante mussten mit einem Gewehr am Kopf ihr Haus verlassen.
  40. Das große Trauma bis heute: die Israelis lassen die Geflüchteten nicht immer zurück. Warum wollten wir zurückkehren? Weil unser Eigentum noch dort war und wir dort Verwandte hatten.
  41. Jaffa war die Stadt meiner Familie, ich bin dort geboren, aber eine Rückkehr unmöglich. Für Juden dagegen stehen nun nach Gründung des Staates Israel endlich alle Grenzen offen. Und sie kommen in Strömen.
  42. Die jüdischen Flüchtlinge, die aus Europa und aus dem Mittelmeerraum kamen, bekamen das Land der Araber, sie bekamen die Häuser, sie bekamen alles. Tatsächlich hat eine Bevölkerung eine andere Bevölkerung ersetzt. Das ist, was passiert ist.
  43. Frühjahr 1967. Nach wenigen Jahren des Friedens kommt es von den syrischen Golanhöhen aus zu Angriffen auf israelische Siedlungen in Nordisrael. Der ägyptische Präsident und sein syrischer Amtskollege sprechen offen von einem bevorstehenden Krieg gegen Israel.
  44. Es herrschte große Angst, vor allem, weil die Erinnerung an den Holocaust in der israelischen Psyche noch sehr präsent war, und das Ergebnis war, dass die Angst vor der Vernichtung in der israelischen Bevölkerung sehr, sehr stark war.
  45. Ich erinnere mich, wie mein Vater sagte, wir haben uns hier ein gutes Leben aufgebaut, und sie wollen alles zerstören. Doch zur Überraschung der Welt und vor allem auch der Ägypter kommt es ganz anders.
  46. Ohne die Zustimmung der Amerikaner einzuholen, beschließt Israel einen Überraschungsangriff seiner Luftstreitkräfte. Am 5. Juni 1967 zerstört die israelische Luftwaffe innerhalb weniger Stunden mehr als 400 Flugzeuge der Ägypter bereits am Boden.
  47. Danach rücken israelische Bodentruppen mit 70 000 Soldaten und 700 Panzern gegen die ägyptischen Stellungen vor. Sie besetzen den Gaza-Streifen und den Sinai. Bereits am Ende des ersten Tages stehen die ägyptischen Truppen am Rande der Niederlage.
  48. Im Osten greift Israel Jordanien an und erobert die Altstadt von Jerusalem. Ich gehörte zu dieser Truppe in in Jerusalem. Für Menschen, die religiös sind, war es ein Wunder.
  49. Es ist der erste Schritt zum Kommen des Messias. Sie sahen es plötzlich als ihre politische Aufgabe, den göttlichen Befehl auszuführen. Die beiden Befehlshaber Ytzak Rabin und Mosche Dajan besuchen noch in den Kriegstagen die Klagemauer. Nach 19 Jahren Teilung besitzen die Israelis wieder ganz Jerusalem.
  50. Moshe Dajan nimmt mit seinen Soldaten im Handstreich auch das ganze Westjordanland und die syrischen Golanhöhen ein. Die Araber wurden vollständig besiegt. Israel expandierte um die neunfache Größe - auf die Golanhöhen, in das Westjordanland, in den Gazastreifen und auf die Sinai-Halbinsel.
  51. Wir wurden über Nacht zu einer Großmacht, aber ich denke manchmal, dass diese Euphorie, die auf den Sechstagekrieg folgte, ein sehr schädliches Element in der israelischen Psyche war, weil wir plötzlich das Gefühl hatten, dass wir in der Lage sind, alles zu tun, was wir wollen, und das war keine gute Sache!
  52. Ein Teil der Israelis befindet sich nach der Einnahme der heiligen Stätten in einem religiösen Taumel - einige werden zu politischen Rechtsnationalisten. Unser größter Sieg. Der 67er Krieg ist zugleich unser größtes Unglück, weil die Besetzung Jerusalems,
  53. die Besetzung des Westjordanlandes die schlafenden Teufel des jüdischen Messianismus geweckt hat. Für die religiösen Nationalisten ist die Einnahme des antiken Israels der Vorväter von Gott gewollt.
  54. Bereits ab März 1968 ziehen die ersten messianischen Zionisten ins gerade erst besetzte Westjordanland. Israel ist nun getragen vom sicheren Gefühl der militärischen Überlegenheit.
  55. Wir können jetzt alles schaffen, und wir sind ein starkes Volk, wir haben einen starken Staat. War man dann auch etwas vielleicht verblendet von dem Problem, was man sich damit schafft, dass man das besetzte Land eben nicht sofort zurückgibt, und mit dem Problem, dass dann 1973 an Yom Kippur
  56. direkt der nächste Überraschungsangriff erfolgt ist, und das war ein Krieg, der nicht so gut ausging für die Israelis. Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kipur, überraschen ägyptische und Syrische Einheiten die israelische Armee vollständig.
  57. Es ist der Versuch, die Schande von 1967 auszugleichen. Doch auch diesmal gelingt es den Israelis, die Ägypter und die Syrer zurückzuwerfen, allerdings unter hohen Verlusten.
  58. Aber dank dieses Krieges und der Gefahr, die wir spürten, schlossen wir Frieden mit den Ägyptern. Das hat ihre Schmach getilgt, nachdem wir den Krieg gewonnen hatten.
  59. 26. März 1979. Es ist ein historischer Moment: Ägypter und Israelis schließen Frieden – unter Vermittlung von Israels-Schutzmacht, den USA. Für den Staat Israel ist das das Ende einer Bedrohung. Und Ägypten erhält die Halbinsel Sinai zurück.
  60. Die arabischen Staaten sind nicht länger eine Bedrohung. Wir haben Frieden mit Ägypten, mit Jordanien, mit den Golfstaaten, mit Marokko und so weiter. Das Einzige, worauf es aber heute ankommt, ist der Frieden mit den Palästinensern - wir brauchen Frieden mit ihnen -
  61. und um den Frieden mit den Palästinensern zu erreichen, muss man die Besetzung beenden. Doch die Besetzung und der illegale Siedlungsbau gehen weiter.
  62. Heute leben fast 700 000 Israelis im Westjordanland - Tendenz steigend, die Palästinenser dagegen haben das Nachsehen. Die Israelis sehen überhaupt nicht, dass unsere Nakba, unsere Katastrophe immer noch andauert.
  63. Zum Beispiel können wir überhaupt nicht reisen. Jeder Israeli hat einen oder sogar zwei Pässe. Sie können um die ganze Welt reisen, und sie brauchen meist kein Visum. Wir haben das nicht, und so können wir uns seit 1948 nirgendwo hinbewegen.
  64. Zudem haben die Israelis Sperranlagen an der Grenze zum Palästinenser-Gebiet errichtet. Unter anderem soll eine bis zu neun Meter hohe Mauer vor Terroranschlägen schützen, die in den 1990er Jahren noch hunderte Opfer im israelischen Kernland forderten,
  65. Trotz Mauer ist die terroristische Bedrohung auch heute noch allgegenwärtig. Immer wieder kommt es zu Anschlägen. Gleichzeitig ist Israel von terroristischen Gruppen jenseits seiner Grenzen bedroht.
  66. Von der schiitischen Hisbollah aus dem Libanon und der palästinensischen Hamas im Gaza-Streifen. Beide radikalislamische Gruppen verfügen über Raketen, mit denen sie Angst und Schrecken in israelischen Städten verbreiten.
  67. Unterstützt und gefördert von Israels wohl größten und gefährlichstem Feind, der islamischen Republik Iran Iran hat eine Rüstungskooperation mit Russland, arbeitet an einem Atomprogramm und verfügt über weitreichende Raketen.
  68. Trotz des Friedens mit einigen seiner Nachbarn: Noch immer ist Israel ein bedrohter Staat. Der Iran ist definitiv für Israel das größte Sicherheitsproblem im Moment also, seit der damalige Staatspräsident zur Zerstörung Israels aufgerufen hat.
  69. Das ist auch in Israel sehr, sehr stark in den Medien diskutiert worden, damals steht das immer auf der Agenda dieses „werden wir durch den Iran angegriffen.“ Heute sehen allerdings viele Israelis die größte Bedrohung ihres Landes in ihrer eigenen Regierung.
  70. Die ultrarechtsnationale Koalition möchte den Siedlungsbau im Westjordanland weiter vorantreiben und gleichzeitig das höchste Gericht als letzte Kontrollinstanz des Parlaments entmachten. Dagegen regt sich hunderttausendfacher Protest.
  71. Ich bin besorgt über die innere Lage. Was wir sehen, ist der Versuch einer Regierung, die Grundregeln der israelischen Demokratie zu ändern. Und aus diesem Grund hat sich eine sehr starke Bürgerbewegung gegen diese Gefahr formiert.
  72. Allein in Tel Aviv gehen jede Woche fast 200 000 Menschen auf die Straße, und protestieren gegen die geplante Verfassungsänderung durch die ultra-religiösen Rechtsnationalen.
  73. Wenn ich meinen Großeltern gesagt hätte, dass es eines Tages einen Staat Isreal geben würde und wir eine Großmacht sein würden, hätten sie mir wahrscheinlich nicht geglaubt. Auf der anderen Seite haben wir auch den religiösen Geist aus der Flasche gelassen. Denn wir haben den Fanatikern freien Lauf gelassen.
  74. Und das setzt ein großes Fragezeichen hinter die Zukunft dieses Landes. Ich denke, dass Israel weiter bestehen wird. Aber was für ein Israel muss es in Zukunft sein, damit Menschen wie ich hier noch leben können? Das ist die große Frage
  75. Israel, eine Heimat für heute unter anderem über 7 Millionen Juden. Gelobtes Land, bedrohter Staat, und das immer noch. Nach so vielen Jahren. Was denkt ihr? - Wird Israel jemals zur Ruhe kommen? Schreibt es gerne unten in die Kommentare. Und wenn Euch das Video gefallen hat, lasst ein Abo da.

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