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Handelskalkulation - Schritt für Schritt (1): Einstandspreis, Handlungskosten, Selbstkosten

Bensch erklärt's - Wirtschaft einfach verstehen19:59 1.464 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 149 Zeilen
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  1. Ja, hallo und herzlich willkommen zu meiner Videoreihe, in der wir uns alles rund um die Handelskalkulation ansehen werden. Und in diesem ersten Videoteil
  2. geht's zunächst einmal darum, dass ihr die Grundlagen der Handelskalkulation versteht. Wer sich schon meine Videos angeschaut hat, der weiß ja, dass es mir
  3. immer darum geht, dass ihr die logischen Zusammenhänge nachvollziehen könnt. Deswegen versucht mal jeden Schritt nachzuvollziehen, den ich euch hier
  4. logisch darstelle. Und wenn euch das ein bisschen schwer fällt, ihr wisst ja, zu jedem dieser Videos könnt ihr Arbeitsmaterial bei mir anfordern, dann
  5. könnt ihr das zu Hause selber noch mal üben und dann werdet ihr auch sicherer im Umgang mit der Handelskalkulation. Ja, dann legen wir jetzt einfach mal
  6. los. Bei der Handelskalkulation ist es nämlich so, dass ein Unternehmer eine Ware von einem Lieferanten bezieht. Das könnt ihr euch in der Praxis dann so
  7. vorstellen, dass der Lieferant die Ware anbietet und zwar zu einem Verkaufspreis. Und aus unserer Sicht ist dieser Verkaufspreis dann der
  8. Einkaufspreis. Und dann ist das z.B. so, dass uns der Lieferant die Ware zu einem Einkaufspreis von 11,90 € inklusive Umsatzsteuer anbietet. Und da haben wir
  9. auch schon das erste Problem. Ihr müsst natürlich wissen, was ein Brutto und ein Nettopreis ist, denn der Angebotspreis von 11,90 € ist ja ein Preis inklusive
  10. Umsatzsteuer. Das nennt man dann ein Bruttopreis. Und wenn unser Unternehmer jetzt den Einkaufspreis kalkuliert, müsst ihr darauf achten, dass er hier
  11. immer Nettoppreise verwendet. Das also das erste, was ihr euch unbedingt merken müsst. Ihr müsst aus dem Bruttopreis die Umsatzsteuer rausrechnen. Und jetzt weiß
  12. ich, dass das einigen schon ein bisschen schwer fällt. Deswegen übt's selbst einmal. Der Bruttopreis ist in unserem Beispiel 11,90 €. Da müsst ihr die
  13. Umsatzsteuer rausrechnen. Das sind dann 1,90 €. Und um das berechnen zu können, müsst ihr dann 11,90 € durch 119 € teilen und dann kommt ihr auf die
  14. Umsatzsteuer 1,90 €. Dann wisst ihr, der Einkaufspreis netto beträgt 10 €. Und wem solche Berechnungen jetzt immer noch schwer fallen, der sollte sich das
  15. entsprechende Video anschauen, indem ich euch alles rund um die Prozentrechnung erkläre. Für uns ist also erstmal wichtig, dass ihr erkennt, wir
  16. kalkulieren immer mit Nettopreisen. Also, die Umsatzsteuer spielt keine Rolle. Das hängt übrigens damit zusammen, dass Unternehmen die
  17. Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet bekommen. Die müssen sie zwar ausgeben. Das bedeutet also, der Lieferant erhält von uns 11,90 € aber wir als Unternehmen
  18. bekommen die 1,90 € vom Finanzamt erstattet, sodass für uns also bei der Kalkulation nur der Nettopreis eine Rolle spielt. Bitte merkt euch das. Und
  19. wenn unser Unternehmer jetzt weiß, dass die Ware für ihn 10 € kostet, dann stellt er sich natürlich die Frage, zu welchem Verkaufspreis soll er die Ware
  20. jetzt sinnvoll verkaufen? Unser Ziel ist es also zunächst einmal einen sinnvollen Verkaufspreis festzulegen. Jetzt überlegt euch mal wieder die logischen
  21. Zusammenhänge. Der Unternehmer kauft die Ware für 10 € Netto ein. Und jetzt möchte er natürlich mit dieser Ware einen Gewinn erzielen und der stellt
  22. sich dann natürlich logischerweise die Frage, was ist denn dann ein sinnvoller Verkaufspreis, um einen Gewinn mit der Ware zu erzielen? Ja, und dann kommen
  23. wir auch schon zum nächsten logischen Zusammenhang, denn der Verkaufspreis sollte natürlich mindestens 10 € betragen. Überlegt mal, finde ich jetzt
  24. wieder logisch, wenn er die Ware selbst für 10 € einkauft, dann darf der Verkaufspreis ja nicht unter 10 € liegen, denn sonst macht er ja
  25. logischerweise mit dieser Ware einen Verlust. Ihr könnt euch also schon mal merken, der Einstandspreis von 10 € ist hier ein besonderer Wert, der später bei
  26. der Kalkulation natürlich eine wichtige Rolle spielen wird, denn unser Unternehmer weiß ja j erst, dass er die Ware für 10 € Netto bezieht, aber in
  27. seinem Unternehmen fallen natürlich noch weitere Kosten an. Und jetzt kommt auch schon das nächste, was ihr verstehen müsst, denn ihr habt gesehen, der
  28. Einstandspreis ist schon ein Kostenfaktor. Das erkläre ich euch später noch mal genauer. Aber zusätzlich fallen im Zusammenhang mit dem
  29. Warenhandel noch weitere Kosten an. Jetzt müsst ihr euch also ein bisschen mit den Kosten im Unternehmen auskennen. Und jetzt weiß ich aus meiner Erfahrung,
  30. dass da wieder einige Probleme haben. Deswegen gehen wir diese Kosten jetzt mal durch. Und auch hier bitte ich euch wieder, dass ihr die logischen
  31. Zusammenhänge nachvollzieht. Überlegt euch also bei jedem der Kosten, die ich euch jetzt zeige, ob ihr das wirklich nachvollziehen könnt. Mit Hilfe meiner
  32. Arbeitsbetter könnt ihr euch das Ganze notieren und selber noch mal durchdenken, ob ihr die logischen Zusammenhänge wirklich versteht. Denn
  33. bis hier haben wir ja schon gesehen, dass der Einkaufspreis, den man dann übrigens auch Einstandspreis nennt, Kosten für die Ware darstellen. Ihr
  34. müsst euch also merken, ein wichtiges Wort in der Kalkulation wird später der Einstandspreis. Das ist aber nur ein anderes Wort für Einkaufspreis. Im
  35. Zusammenhang mit der Kalkulation ist es jetzt aber sehr wichtig, dass ihr versteht, dass dieser Einstandspreis für die Ware, also unser 10 € schon mal ein
  36. Kostenfaktor ist, nämlich die Kosten für die Ware. Unser Unternehmer setzt dann aber im Zusammenhang mit der Ware auch noch Mitarbeiter ein. Das könnt euch in
  37. der Praxis so vorstellen, dass er z.B. eine Verkäuferin als Mitarbeiterin eingestellt hat und diese Mitarbeiter verursachen dann Personalkosten. Dann
  38. haben wir also den nächsten wichtigen Kostenfaktor, die Personalkosten. Was das jetzt genau für Kosten sind, nämlich Löhne und Gehälter und Lohnen
  39. Nebenkosten, das erkläre ich euch alles in anderen Videos. Als nächstes verursacht nämlich der Verkaufsraum selbst noch Kosten. Und ein typisches
  40. Beispiel, was ihr euch hier sicher vorstellen könnt, ist z.B., dass der Raum beleuchtet werden muss und für diese Beleuchtung entstehen dem
  41. Unternehmer dann Energiekosten. Solche Energiekosten fallen dann nicht nur für die Beleuchtung an, sondern auch z.B. für die Beheizung. Und ich denke mir,
  42. ihr könnt verstehen, was man unter diesen Energiekosten versteht. Merkt euch also bitte diesen dritten Kostenfaktor. Im Zusammenhang mit der
  43. Ware fallen dann nämlich z.B. auch noch Reinigungs und Reparaturkosten an. Die Regale müssen ab und an gesäubert werden, der Verkaufsraum muss gesaugt
  44. werden und so weiter. Ich glaube, ihr könnt euch das vorstellen. Das Wichtige ist jetzt aber, dass ihr euch merkt, dass man diese Kosten
  45. Standhaltungskosten nennt. Also alle Kosten im Zusammenhang mit Reinigung, Reparaturen, Renovierung und so weiter nennt man in der
  46. Betriebswirtschaftslehre Instandhaltungskosten unser vierter Kostenfaktor. Als nächstes verursacht nämlich der Verkaufsraum, aber auch z.B.
  47. für die Verwaltungsgebäude natürlich Mietkosten und das ist auch ein wichtiger Kostenfaktor, den man beachten muss. Also merkt euch Mietkosten und bis
  48. hierin denke ich mir, sind diese Kosten euch schon bekannt? Jetzt kommt aber ein Kostenfaktor und das weiß ich aus meiner Erfahrung, den vergessen viele und zwar
  49. ist das der Wertverlust. Das mache ich euch mal am Beispiel des Regals deutlich. So ein Regal, wenn man das kauft, dann verliert das ja
  50. logischerweise im Laufe der Zeit an Wert. Und genau dieser Wertverlust ist dann ein Kostenfaktor für das Unternehmen. Und der Fachbegriff lautet
  51. hier Abschreibung. Und wie gesagt, weil ich weiß, dass das viele vergessen, merkt euch bitte unbedingt den Begriff Abschreibung. Der spielt in der
  52. Betriebswirtschaftslehre nämlich immer eine ganz wichtige Rolle. Leider vergesst ihr ihn aber wie gesagt häufig. Also merkt euch den Kostenfaktor
  53. Abschreibung. Und im Hinterkopf müsst ihr euch dann einfach nur behalten, dass Abschreibung nichts anderes ist als die Erfassung des Wertverlustes am
  54. Anlagevermögen des Unternehmens. Doch kommen wir mal zurück zu unserer Ware. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wer Ware verkauft, muss auch Werbung
  55. betreiben. Also verursacht diese Werbung Kosten für die Werbung, also Werbekosten. Ja, und jetzt schaut euch mal die Übersicht an, dann habt ihr,
  56. glaube ich, einen Eindruck von wichtigen Kosten. Es gibt jetzt noch ganz viele weitere Kosten, die im Unternehmen anfallen. Die zeige ich euch hier mal.
  57. Das sind z.B. die Zinskosten oder die Kosten für das Büromaterial. Dann die Kosten, die durch Versicherung entstehen und die Steuern sind natürlich auch
  58. Kosten. Und jetzt habt ihr sicher einen Eindruck, dass hier natürlich neben dem Einstandspreis noch eine Vielzahl weiterer Kosten eine Rolle spielen. Und
  59. meine Bitte ist es, damit ihr die Logik versteht, merkt euch diese Kosten und vor allem macht euch deutlich, was man unter diesen Kosten versteht. Das ist
  60. ganz besonders wichtig, denn jetzt habt ihr schon viel Wichtiges im Zusammenhang mit der Handelskalkulation gelernt. Ihr habt nämlich bis hierin jetzt gesehen,
  61. dass der erste wichtige Kostenfaktor der Einstandspreis für die Ware ist. Das sind die Kosten für die Ware an sich. Und dann habt ihr gesehen, dass
  62. zusätzlich im Zusammenhang mit der Ware noch weitere Kosten anfallen. Dann solltet ihr euch jetzt nämlich im nächsten Schritt zwei weitere wichtige
  63. Begriffe merken. Und jetzt weiß ich, dass diese Begriffe vielen von euch immer ein bisschen schwer fallen. Deswegen versucht wieder die Logik zu
  64. verstehen. Wenn ihr euch das hier in der Übersicht anseht, dann erkennt ihr, dass der Einstandspreis ein Kostenfaktor ist und solche Kosten nennt man in der
  65. Betriebswirtschaftslehre dann Einzelkosten. Das ist wie gesagt ein ganz wichtiges Wort, spielt nachher bei der Kalkulation auch eine wichtige
  66. Rolle. Also merkt euch Einzelkosten und ich erkläre euch jetzt mal, was Einzelkosten sind. Das sind nämlich Kosten, die immer
  67. für ein einzelnes Produkt entstehen bzw. durch eine einzelne Ware verursacht werden. Und ich finde, das kann man sich ganz gut merken. Einzelkosten sind also
  68. Kosten, die einzeln für ein Produkt oder eine Ware entstehen bzw. also durch diese verursacht werden. Alle übrigen Kosten, die ich euch hier aufgeführt
  69. habe, sind nämlich keine Einzelkosten, sondern diese nennt man Gemeinkosten. Das dann also der nächste wichtige Begriff, den ihr euch merken müsst, ist
  70. aber auch nicht so schwierig, denn Gemeinkosten sind Kosten, die durch mehrere oder durch alle Produkte gemeinsam entstehen. Und ich finde, da
  71. kann man sich die Begriffe ganz gut merken. Einzelkosten entstehen durch ein einzelnes Produkt oder eine einzelne Ware und Gemeinkosten entstehen eben
  72. gemeinsam für mehrere oder alle Produkte bzw. Waren gemeinsam. Und wie gesagt, es ist immer ganz wichtig, dass man hier die logischen Zusammenhänge versteht.
  73. Deswegen zeige ich euch das jetzt noch mal anhand eines Beispiels. Ihr habt ja jetzt gesehen, dass der Warenhandel viele Kosten verursacht. Und wenn ihr
  74. euch so einen Verkaufsraum einmal vorstellt, dann könnt ihr hier erkennen, dass Mietkosten für den Raum anfallen. Dann fallen wie gesagt die
  75. Abschreibungskosten an. Denkt noch mal dran, das ist der Wertverlust, der hier bewertet wird. Dann entstehen Energie und Personalkosten und die
  76. Instandhaltungskosten. Und wenn ihr euch das jetzt mal in der Praxis vorstellt, dann könnt ihr hier erkennen, dass es sich bei diesen Kosten logischerweise um
  77. Gemeinkosten handeln muss, denn diese Kosten fallen ja für viele verschiedene Waren gemeinsam an. Und wie gesagt, deswegen nennt man diese Kosten
  78. Gemeinkosten. Und ich denke mir, das habt ihr bis hierhin jetzt ganz gut verstanden, denn diese Gemeinkosten stellen jetzt bei der Kalkulation ein
  79. Problem da. Und das mache ich euch am Beispiel der Miete jetzt mal deutlich. In diesem Beispiel soll das jetzt so sein, dass hier ein Regal mit
  80. verschiedenen Waren auf einem bestimmten Raum steht und für diesen Raum fallen dann z.B. 60 € Miete pro Monat an. Und da diese Miete ja jetzt, das könnt ihr
  81. hier erkennen, für mehrere Waren gemeinsam anfällt, nennt man die Miete Gemeinkosten. Und jetzt überlegt euch mal, was das Problem ist, denn diese
  82. Gemeinkosten sind ja Kosten, die für unsere Ware anfallen. Und wir müssen natürlich herausfinden, wie hoch ist jetzt der Anteil der Gemeinkosten? der
  83. auf die Ware, für die wir die Kalkulation durchführen wollen, anfällt. Und sowas löst man dann in der Praxis z.B., indem man sich zunächst einmal
  84. ansieht, wie viel verschiedene Waren in diesem Regal eigentlich gelagert werden. In meinem Beispiel sollen das vier verschiedene Warengruppen sein. Und
  85. jetzt könnte das z.B. so sein, dass diese vier verschiedenen Warngruppen unterschiedlich viel Platz im Regal benötigen und dann löst man das Problem
  86. mit den Gemeinkosten, indem man die Gemeinkosten aufgrund des benötigten Raumes der einzelnen Waren verteilt. Das könnte in meinem Beispiel dann so sein,
  87. dass die Warengruppe 1 weniger Raum verbraucht und deswegen wird sie nur mit 5 € Miete pro Monat belastet. Das bei der Warngruppe 2 anders. Die braucht
  88. deutlich mehr Raum, deswegen wird sie mit 20 € Miete belastet. Und bei der Warngruppe 3 und 4 könnt ihr das hier erkennen und die Logik, die hier
  89. dahinter steckt, ist halt, dass die Gemeinkosten anteilig aufgrund der Raumgröße auf die einzelnen Warngruppen verteilt werden. Und genauso muss man
  90. das logischerweise mit allen Gemeinkosten machen. Und wie man diese Gemeinkostenverteilung vornimmt, das erkläre ich euch in einem gesonderten
  91. Video. Sonst wird dieses Video mit der Handelskalkulation viel zu lang. Da die Gemeinkosten bei der Handelskalkulation jedoch eine wichtige Rolle spielen,
  92. mache ich euch die Zusammenhänge jetzt noch an einem weiteren Beispiel deutlich. versucht das jetzt Schritt für Schritt mal nachzuvollziehen. Und zwar
  93. soll das so sein, dass unser Unternehmer im Monat 8000 Stück der Ware verkauft. Und jetzt hat er die Gemeinkosten, die im Unternehmen anfallen, dieser
  94. Produktgruppe, also unserem zu kalkulierenden Produkt zugeordnet und er erkennt, dass hier anteilig dann 16 000 € Gemeinkosten pro Monat für unsere Ware
  95. anfallen. Jetzt geht der Unternehmer hin und stellt ein Verhältnis zwischen den Gemeinkosten 16 000 € und den 8000 Stück. die er in einem Monat verkauft
  96. mit Hilfe einer Formel da. Er rechnet also 16 000 € Gemeinkosten durch 8000 Stück. Bewertet die 8000 Stück mit dem Einstandspreis. Erinnert ihr euch sicher
  97. noch dran. Das sind 10 € pro Stück und das ganze dann mal 100, weil das ein Prozentsatz werden soll. Und als Ergebnis erhält er dann 20%. Also achtet
  98. auf die Formel Gemeinkosten durch Einzelkosten mal 100 ist der Zuschlagssatz für die Gemeinkosten. Und das dann das nächste, was ihr euch
  99. unbedingt merken müsst. Es gibt nämlich hier eine Formel, die wichtig ist. Gemeinkosten mal 100 durch die Einzelkosten. Und das Ergebnis ist dann
  100. der sogenannte Handlungskostenzuschlagsatz. Ein sehr langes Wort. Achtet noch mal drauf. Handlungskostenzuschlagsatz.
  101. ist zwar lang, aber auch wieder logisch, denn das Wort erklärt ja, was gemeint ist. Denn die Gemeinkosten sind ja die zusätzlichen Handlungskosten, die im
  102. Unternehmen entstehen und die werden jetzt auf den Einstandspreis, also auf den Preis der Ware aufgeschlagen. Jetzt schaut euch das Beispiel noch mal an.
  103. Wenn ich also eine Ware einkaufe, die einen Einstandspreis von 10 € pro Stück hat, dann wissen wir ja jetzt, dass hier 20% Gemeinkosten anfallen. Das haben wir
  104. ja vorher so berechnet und das ist dann der logische Zusammenhang. Also auf 10 € Einstandspreis werden 20% Gemeinden Kosten aufgeschlagen. Das ist der
  105. Handlungskostenzuschlagsatz. Weil ich weiß, dass das ein bisschen kompliziert ist, zeige ich euch das jetzt mal im Zusammenhang mit der
  106. Kalkulation, denn unser Unternehmer weiß ja jetzt, dass der Handlungskostenzuschlagsatz 20% beträgt. Jetzt geht er also in
  107. seiner Kalkulation hin und schlägt auf den Einstandspreis von 10 € pro Stück 20% Handlungskosten auf und das sind dann logischerweise 2 € je und auf diese
  108. Weise erhält er dann einen Verkaufspreis von 12 €. Und jetzt achtet wieder auf den logischen Zusammenhang. Der Einstandspreis ist der erste
  109. Kostenfaktor, den der Unternehmer kannte. Dann ist er im nächsten Schritt hingegangen, hat die Gemeinkosten der Produktgruppe bzw. Warengruppe
  110. zugeordnet hat, dann den Zuschlagssatz von 20 % ermittelt und dann weiß er auf 10 € Einstandspreis werden 20% zusätzliche Gemeinkosten aufgeschlagen
  111. und deswegen kommt er hier zu einem Verkaufspreis von 12 €. Denn jetzt kommt das nächste, was ihr beachten müsst und das ist euch vielleicht auch schon
  112. aufgefallen, denn natürlich ist dieser Verkaufspreis von 12 € nicht so ganz richtig. Denn wenn unser Unternehmer sich entschließt, die Ware für 12 € zu
  113. verkaufen, was bedeutet das dann eigentlich? Das müsst ihr euch jetzt wieder logisch vorstellen. Der Unternehmer kauft die Ware für 10 €. Ihm
  114. entstehen im Unternehmen 2 € für die Gemeinkosten. Das sind ja seine Handlungskosten. Und wenn er dann die Ware für 12 € verkauft, dann decken
  115. diese 12 € Verkaufspreis ja gerade mal die angefallenen Kosten für die Ware an. Das ist dann auch grundsätzlich erstmal gar nicht schlecht, denn wenn er die
  116. Ware für 12 € an Kunden verkauft, er erhält also 12 € vom Kunden, dann kann er mit den 12 € den Einstandspreis abdecken. Er hat dann also die Ware
  117. bezahlt und die Handlungskosten, die angefallen sind, die sind durch die 12 € dann auch abgedeckt. Aber das fällt euch auf, er hat dann ja noch gar keinen
  118. Gewinn mit der Ware erzielt und das bedeutet, wir müssen uns jetzt mal als nächstes den Gewinn ansehen. Und jetzt könnt ihr wieder selber versuchen, die
  119. logischen Zusammenhänge nachzuvollziehen. Also unser Unternehmer kauft die Ware beim Lieferanten für 10 € ein. Dann weiß er durch den
  120. Handlungskostenzuschlagsatz, dass im Unternehmen noch zusätzliche Kosten in Höhe von 2 € anfallen. Und jetzt kommt eben das Besondere. Das kann dann ja
  121. nicht der Verkaufspreis sein, sondern das sind seine sogenannten Selbstkosten. Aufgrund seiner Kalkulation ermittelt er also, dass die Selbstkosten der Ware 12
  122. € betragen. Die 12 € sind also nicht der Verkaufspreis, sondern natürlich seine Selbstkosten. Und auch den Begriff finde ich jetzt wieder sehr gut, denn
  123. Selbstkosten bedeutet ja, welche Kosten entstehen dem Unternehmer selbst? Deswegen achtet noch mal drauf. Hier entstehen Kosten für den Wareneinkauf
  124. und die Gemeinkosten im Zusammenhang mit der Ware. Das sind dann seine Selbstkosten. Und um jetzt einen sinnvollen Verkaufspreis kalkulieren zu
  125. können, muss er jetzt im nächsten Schritt natürlich einen Gewinn aufschlagen, denn der Unternehmer möchte natürlich von irgendetwas leben und das
  126. ist ja nur anders ausgedrückt. Er möchte einen Gewinn erzielen. Jetzt kommt nämlich das nächste Problem in der Praxis. Der Unternehmer muss sich
  127. natürlich überlegen, wie hoch ist jetzt ein sinnvoller Gewinn? Denn auf der einen Seite möchte er natürlich logischerweise möglichst viel Gewinn mit
  128. dem Verkauf der Ware erzielen. Auf der anderen Seite führt das natürlich dazu, dass dann der Verkaufspreis wahrscheinlich viel zu hoch ist für den
  129. Kunden. Deswegen kalkuliert er hier einen sinnvollen Gewinn auf. Und in der Praxis könnte das dann z.B. so aussehen, dass der Unternehmer festlegt, dass er
  130. mit einem Gewinn von 5% zufrieden ist. Er schlägt also auf die 12 € 5% auf. Jetzt habe ich euch hier in meiner Kalkulation einmal dargestellt, wie man
  131. das Ganze rechnet und ich hoffe, ihr könnt das selber nachvollziehen. Der kalkulierte Gewinn beträgt dann 60 Cent und dann kommt unser Unternehmer auf
  132. einen kalkulierten Verkaufspreis von 12,60 €. Wie gesagt, dazu findet ihr in meinen Materialien Übungsaufgaben. Da könnt ihr das selber ausprobieren, ob
  133. ihr das berechnen könnt. Ist weiß ich bei einigen bisschen schwierig, muss man aber einfach nur üben. Wie gesagt, er kommt hier auf einen sinnvollen
  134. Verkaufspreis von 12,60 €. Rechnet selber mal nach. Stimmt aber hundertprozentig. Ja, und dann habt ihr bis hierhin schon mal die Grundlagen der
  135. Kalkulation nachvollziehen können. Am Ende des Videos schauen wir uns aber noch mal an, ob ihr wirklich alles verstanden habt, denn aufgrund unserer
  136. Kalkulation weiß unser Unternehmer ja jetzt, dass ein sinnvoller Verkaufspreis 12,60 € ist. Und das bedeutet dann in der Praxis, er bietet seinen Kunden die
  137. Ware, die er eingekauft hat, zu einem Verkaufspreis von 12,60 €. Achtet darauf netto an. In der Praxis müsste er natürlich noch Umsatzsteuer aufschlagen,
  138. aber denkt dran, bei der Kalkulation geht's immer um Nettowerte. Und wenn er dann die Ware für 12,60 € an den Kunden verkauft, dann erhält er ja 12,60 € plus
  139. Umsatzsteuer. Achtung, die Umsatzsteuer muss er dann ans Finanzamt abführen. Letztendlich erhält er also vom Kunden 12,60 € für diese Ware. Und jetzt
  140. versucht mal logisch nachzuvollziehen. Ihm fließen die 12,60 € vom Kunden zu und mit diesen 12,60 € kann er zunächst einmal seine Kosten abdecken, denn das
  141. wisst ihr ja hoffentlich noch, er hat die Ware für 10 € eingekauft, die sind in den 12,60 € drin. Mit den 12,60 € gelingt es ihm also den Einstandspreis
  142. für die Ware seine Einzelkosten abzudecken. Dann bleiben ja noch 2,60 € übrig und darin sind dann wiederum 2 € enthalten, um die Gemeinkosten
  143. abzudecken. Letztendlich sind dann also alle Kosten in den 12,60 € enthalten und dann kann man ja leicht errechnen, es bleiben noch 60 Cent übrig und das ist
  144. dann eben der Gewinn, der hier übrig bleibt und dann konntet ihr hoffentlich nachvollziehen, welchen Sinn die Kalkulation zunächst einmal
  145. grundsätzlich hat. Das Ganze wird noch ein bisschen schwieriger, das zeige ich euch aber in den nächsten Video teilen. Ja, dann bedanke ich mich bei euch für
  146. eure Aufmerksamkeit. Schön, dass ihr euch das Video bis zum Ende angesehen habt. Wem das Video gefallen hat und wer meiner Arbeit unterstützen möchte, da
  147. freue ich mich immer, wenn ihr meinen Kanal abonniert. Wenn ihr die Glocke drückt, werdet ihr informiert, wenn ich neue Videos erstellt habe. Und wenn ihr
  148. das alles in Ruhe zu Hause noch mal durcharbeiten möchtet, dann könnt ihr z.B. umfassendes Übungs und Arbeitsmaterial von mir z.B. über Amazon
  149. bestellen. Ja, und dann bedanke ich mich bei euch und ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Video wieder. Macht's gut, bis dann. Tschüss.

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