Handelskalkulation - Schritt für Schritt (1): Einstandspreis, Handlungskosten, Selbstkosten Bensch erklärt's - Wirtschaft einfach verstehen https://www.youtube.com/watch?v=R9pbMu5ZZ-0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ja, hallo und herzlich willkommen zu meiner Videoreihe, in der wir uns alles rund um die Handelskalkulation ansehen werden. Und in diesem ersten Videoteil 0:08 geht's zunächst einmal darum, dass ihr die Grundlagen der Handelskalkulation versteht. Wer sich schon meine Videos angeschaut hat, der weiß ja, dass es mir 0:16 immer darum geht, dass ihr die logischen Zusammenhänge nachvollziehen könnt. Deswegen versucht mal jeden Schritt nachzuvollziehen, den ich euch hier 0:23 logisch darstelle. Und wenn euch das ein bisschen schwer fällt, ihr wisst ja, zu jedem dieser Videos könnt ihr Arbeitsmaterial bei mir anfordern, dann 0:31 könnt ihr das zu Hause selber noch mal üben und dann werdet ihr auch sicherer im Umgang mit der Handelskalkulation. Ja, dann legen wir jetzt einfach mal 0:38 los. Bei der Handelskalkulation ist es nämlich so, dass ein Unternehmer eine Ware von einem Lieferanten bezieht. Das könnt ihr euch in der Praxis dann so 0:46 vorstellen, dass der Lieferant die Ware anbietet und zwar zu einem Verkaufspreis. Und aus unserer Sicht ist dieser Verkaufspreis dann der 0:54 Einkaufspreis. Und dann ist das z.B. so, dass uns der Lieferant die Ware zu einem Einkaufspreis von 11,90 € inklusive Umsatzsteuer anbietet. Und da haben wir 1:04 auch schon das erste Problem. Ihr müsst natürlich wissen, was ein Brutto und ein Nettopreis ist, denn der Angebotspreis von 11,90 € ist ja ein Preis inklusive 1:13 Umsatzsteuer. Das nennt man dann ein Bruttopreis. Und wenn unser Unternehmer jetzt den Einkaufspreis kalkuliert, müsst ihr darauf achten, dass er hier 1:21 immer Nettoppreise verwendet. Das also das erste, was ihr euch unbedingt merken müsst. Ihr müsst aus dem Bruttopreis die Umsatzsteuer rausrechnen. Und jetzt weiß 1:30 ich, dass das einigen schon ein bisschen schwer fällt. Deswegen übt's selbst einmal. Der Bruttopreis ist in unserem Beispiel 11,90 €. Da müsst ihr die 1:37 Umsatzsteuer rausrechnen. Das sind dann 1,90 €. Und um das berechnen zu können, müsst ihr dann 11,90 € durch 119 € teilen und dann kommt ihr auf die 1:46 Umsatzsteuer 1,90 €. Dann wisst ihr, der Einkaufspreis netto beträgt 10 €. Und wem solche Berechnungen jetzt immer noch schwer fallen, der sollte sich das 1:55 entsprechende Video anschauen, indem ich euch alles rund um die Prozentrechnung erkläre. Für uns ist also erstmal wichtig, dass ihr erkennt, wir 2:03 kalkulieren immer mit Nettopreisen. Also, die Umsatzsteuer spielt keine Rolle. Das hängt übrigens damit zusammen, dass Unternehmen die 2:10 Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet bekommen. Die müssen sie zwar ausgeben. Das bedeutet also, der Lieferant erhält von uns 11,90 € aber wir als Unternehmen 2:19 bekommen die 1,90 € vom Finanzamt erstattet, sodass für uns also bei der Kalkulation nur der Nettopreis eine Rolle spielt. Bitte merkt euch das. Und 2:28 wenn unser Unternehmer jetzt weiß, dass die Ware für ihn 10 € kostet, dann stellt er sich natürlich die Frage, zu welchem Verkaufspreis soll er die Ware 2:36 jetzt sinnvoll verkaufen? Unser Ziel ist es also zunächst einmal einen sinnvollen Verkaufspreis festzulegen. Jetzt überlegt euch mal wieder die logischen 2:44 Zusammenhänge. Der Unternehmer kauft die Ware für 10 € Netto ein. Und jetzt möchte er natürlich mit dieser Ware einen Gewinn erzielen und der stellt 2:52 sich dann natürlich logischerweise die Frage, was ist denn dann ein sinnvoller Verkaufspreis, um einen Gewinn mit der Ware zu erzielen? Ja, und dann kommen 3:00 wir auch schon zum nächsten logischen Zusammenhang, denn der Verkaufspreis sollte natürlich mindestens 10 € betragen. Überlegt mal, finde ich jetzt 3:08 wieder logisch, wenn er die Ware selbst für 10 € einkauft, dann darf der Verkaufspreis ja nicht unter 10 € liegen, denn sonst macht er ja 3:15 logischerweise mit dieser Ware einen Verlust. Ihr könnt euch also schon mal merken, der Einstandspreis von 10 € ist hier ein besonderer Wert, der später bei 3:23 der Kalkulation natürlich eine wichtige Rolle spielen wird, denn unser Unternehmer weiß ja j erst, dass er die Ware für 10 € Netto bezieht, aber in 3:31 seinem Unternehmen fallen natürlich noch weitere Kosten an. Und jetzt kommt auch schon das nächste, was ihr verstehen müsst, denn ihr habt gesehen, der 3:38 Einstandspreis ist schon ein Kostenfaktor. Das erkläre ich euch später noch mal genauer. Aber zusätzlich fallen im Zusammenhang mit dem 3:45 Warenhandel noch weitere Kosten an. Jetzt müsst ihr euch also ein bisschen mit den Kosten im Unternehmen auskennen. Und jetzt weiß ich aus meiner Erfahrung, 3:52 dass da wieder einige Probleme haben. Deswegen gehen wir diese Kosten jetzt mal durch. Und auch hier bitte ich euch wieder, dass ihr die logischen 3:58 Zusammenhänge nachvollzieht. Überlegt euch also bei jedem der Kosten, die ich euch jetzt zeige, ob ihr das wirklich nachvollziehen könnt. Mit Hilfe meiner 4:06 Arbeitsbetter könnt ihr euch das Ganze notieren und selber noch mal durchdenken, ob ihr die logischen Zusammenhänge wirklich versteht. Denn 4:13 bis hier haben wir ja schon gesehen, dass der Einkaufspreis, den man dann übrigens auch Einstandspreis nennt, Kosten für die Ware darstellen. Ihr 4:21 müsst euch also merken, ein wichtiges Wort in der Kalkulation wird später der Einstandspreis. Das ist aber nur ein anderes Wort für Einkaufspreis. Im 4:29 Zusammenhang mit der Kalkulation ist es jetzt aber sehr wichtig, dass ihr versteht, dass dieser Einstandspreis für die Ware, also unser 10 € schon mal ein 4:37 Kostenfaktor ist, nämlich die Kosten für die Ware. Unser Unternehmer setzt dann aber im Zusammenhang mit der Ware auch noch Mitarbeiter ein. Das könnt euch in 4:46 der Praxis so vorstellen, dass er z.B. eine Verkäuferin als Mitarbeiterin eingestellt hat und diese Mitarbeiter verursachen dann Personalkosten. Dann 4:56 haben wir also den nächsten wichtigen Kostenfaktor, die Personalkosten. Was das jetzt genau für Kosten sind, nämlich Löhne und Gehälter und Lohnen 5:04 Nebenkosten, das erkläre ich euch alles in anderen Videos. Als nächstes verursacht nämlich der Verkaufsraum selbst noch Kosten. Und ein typisches 5:12 Beispiel, was ihr euch hier sicher vorstellen könnt, ist z.B., dass der Raum beleuchtet werden muss und für diese Beleuchtung entstehen dem 5:19 Unternehmer dann Energiekosten. Solche Energiekosten fallen dann nicht nur für die Beleuchtung an, sondern auch z.B. für die Beheizung. Und ich denke mir, 5:26 ihr könnt verstehen, was man unter diesen Energiekosten versteht. Merkt euch also bitte diesen dritten Kostenfaktor. Im Zusammenhang mit der 5:34 Ware fallen dann nämlich z.B. auch noch Reinigungs und Reparaturkosten an. Die Regale müssen ab und an gesäubert werden, der Verkaufsraum muss gesaugt 5:42 werden und so weiter. Ich glaube, ihr könnt euch das vorstellen. Das Wichtige ist jetzt aber, dass ihr euch merkt, dass man diese Kosten 5:49 Standhaltungskosten nennt. Also alle Kosten im Zusammenhang mit Reinigung, Reparaturen, Renovierung und so weiter nennt man in der 5:57 Betriebswirtschaftslehre Instandhaltungskosten unser vierter Kostenfaktor. Als nächstes verursacht nämlich der Verkaufsraum, aber auch z.B. 6:05 für die Verwaltungsgebäude natürlich Mietkosten und das ist auch ein wichtiger Kostenfaktor, den man beachten muss. Also merkt euch Mietkosten und bis 6:13 hierin denke ich mir, sind diese Kosten euch schon bekannt? Jetzt kommt aber ein Kostenfaktor und das weiß ich aus meiner Erfahrung, den vergessen viele und zwar 6:22 ist das der Wertverlust. Das mache ich euch mal am Beispiel des Regals deutlich. So ein Regal, wenn man das kauft, dann verliert das ja 6:29 logischerweise im Laufe der Zeit an Wert. Und genau dieser Wertverlust ist dann ein Kostenfaktor für das Unternehmen. Und der Fachbegriff lautet 6:37 hier Abschreibung. Und wie gesagt, weil ich weiß, dass das viele vergessen, merkt euch bitte unbedingt den Begriff Abschreibung. Der spielt in der 6:45 Betriebswirtschaftslehre nämlich immer eine ganz wichtige Rolle. Leider vergesst ihr ihn aber wie gesagt häufig. Also merkt euch den Kostenfaktor 6:51 Abschreibung. Und im Hinterkopf müsst ihr euch dann einfach nur behalten, dass Abschreibung nichts anderes ist als die Erfassung des Wertverlustes am 6:59 Anlagevermögen des Unternehmens. Doch kommen wir mal zurück zu unserer Ware. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wer Ware verkauft, muss auch Werbung 7:06 betreiben. Also verursacht diese Werbung Kosten für die Werbung, also Werbekosten. Ja, und jetzt schaut euch mal die Übersicht an, dann habt ihr, 7:13 glaube ich, einen Eindruck von wichtigen Kosten. Es gibt jetzt noch ganz viele weitere Kosten, die im Unternehmen anfallen. Die zeige ich euch hier mal. 7:20 Das sind z.B. die Zinskosten oder die Kosten für das Büromaterial. Dann die Kosten, die durch Versicherung entstehen und die Steuern sind natürlich auch 7:28 Kosten. Und jetzt habt ihr sicher einen Eindruck, dass hier natürlich neben dem Einstandspreis noch eine Vielzahl weiterer Kosten eine Rolle spielen. Und 7:36 meine Bitte ist es, damit ihr die Logik versteht, merkt euch diese Kosten und vor allem macht euch deutlich, was man unter diesen Kosten versteht. Das ist 7:45 ganz besonders wichtig, denn jetzt habt ihr schon viel Wichtiges im Zusammenhang mit der Handelskalkulation gelernt. Ihr habt nämlich bis hierin jetzt gesehen, 7:52 dass der erste wichtige Kostenfaktor der Einstandspreis für die Ware ist. Das sind die Kosten für die Ware an sich. Und dann habt ihr gesehen, dass 8:00 zusätzlich im Zusammenhang mit der Ware noch weitere Kosten anfallen. Dann solltet ihr euch jetzt nämlich im nächsten Schritt zwei weitere wichtige 8:08 Begriffe merken. Und jetzt weiß ich, dass diese Begriffe vielen von euch immer ein bisschen schwer fallen. Deswegen versucht wieder die Logik zu 8:14 verstehen. Wenn ihr euch das hier in der Übersicht anseht, dann erkennt ihr, dass der Einstandspreis ein Kostenfaktor ist und solche Kosten nennt man in der 8:22 Betriebswirtschaftslehre dann Einzelkosten. Das ist wie gesagt ein ganz wichtiges Wort, spielt nachher bei der Kalkulation auch eine wichtige 8:28 Rolle. Also merkt euch Einzelkosten und ich erkläre euch jetzt mal, was Einzelkosten sind. Das sind nämlich Kosten, die immer 8:35 für ein einzelnes Produkt entstehen bzw. durch eine einzelne Ware verursacht werden. Und ich finde, das kann man sich ganz gut merken. Einzelkosten sind also 8:44 Kosten, die einzeln für ein Produkt oder eine Ware entstehen bzw. also durch diese verursacht werden. Alle übrigen Kosten, die ich euch hier aufgeführt 8:53 habe, sind nämlich keine Einzelkosten, sondern diese nennt man Gemeinkosten. Das dann also der nächste wichtige Begriff, den ihr euch merken müsst, ist 9:01 aber auch nicht so schwierig, denn Gemeinkosten sind Kosten, die durch mehrere oder durch alle Produkte gemeinsam entstehen. Und ich finde, da 9:09 kann man sich die Begriffe ganz gut merken. Einzelkosten entstehen durch ein einzelnes Produkt oder eine einzelne Ware und Gemeinkosten entstehen eben 9:17 gemeinsam für mehrere oder alle Produkte bzw. Waren gemeinsam. Und wie gesagt, es ist immer ganz wichtig, dass man hier die logischen Zusammenhänge versteht. 9:26 Deswegen zeige ich euch das jetzt noch mal anhand eines Beispiels. Ihr habt ja jetzt gesehen, dass der Warenhandel viele Kosten verursacht. Und wenn ihr 9:34 euch so einen Verkaufsraum einmal vorstellt, dann könnt ihr hier erkennen, dass Mietkosten für den Raum anfallen. Dann fallen wie gesagt die 9:41 Abschreibungskosten an. Denkt noch mal dran, das ist der Wertverlust, der hier bewertet wird. Dann entstehen Energie und Personalkosten und die 9:48 Instandhaltungskosten. Und wenn ihr euch das jetzt mal in der Praxis vorstellt, dann könnt ihr hier erkennen, dass es sich bei diesen Kosten logischerweise um 9:55 Gemeinkosten handeln muss, denn diese Kosten fallen ja für viele verschiedene Waren gemeinsam an. Und wie gesagt, deswegen nennt man diese Kosten 10:03 Gemeinkosten. Und ich denke mir, das habt ihr bis hierhin jetzt ganz gut verstanden, denn diese Gemeinkosten stellen jetzt bei der Kalkulation ein 10:10 Problem da. Und das mache ich euch am Beispiel der Miete jetzt mal deutlich. In diesem Beispiel soll das jetzt so sein, dass hier ein Regal mit 10:17 verschiedenen Waren auf einem bestimmten Raum steht und für diesen Raum fallen dann z.B. 60 € Miete pro Monat an. Und da diese Miete ja jetzt, das könnt ihr 10:27 hier erkennen, für mehrere Waren gemeinsam anfällt, nennt man die Miete Gemeinkosten. Und jetzt überlegt euch mal, was das Problem ist, denn diese 10:35 Gemeinkosten sind ja Kosten, die für unsere Ware anfallen. Und wir müssen natürlich herausfinden, wie hoch ist jetzt der Anteil der Gemeinkosten? der 10:44 auf die Ware, für die wir die Kalkulation durchführen wollen, anfällt. Und sowas löst man dann in der Praxis z.B., indem man sich zunächst einmal 10:51 ansieht, wie viel verschiedene Waren in diesem Regal eigentlich gelagert werden. In meinem Beispiel sollen das vier verschiedene Warengruppen sein. Und 10:59 jetzt könnte das z.B. so sein, dass diese vier verschiedenen Warngruppen unterschiedlich viel Platz im Regal benötigen und dann löst man das Problem 11:07 mit den Gemeinkosten, indem man die Gemeinkosten aufgrund des benötigten Raumes der einzelnen Waren verteilt. Das könnte in meinem Beispiel dann so sein, 11:15 dass die Warengruppe 1 weniger Raum verbraucht und deswegen wird sie nur mit 5 € Miete pro Monat belastet. Das bei der Warngruppe 2 anders. Die braucht 11:23 deutlich mehr Raum, deswegen wird sie mit 20 € Miete belastet. Und bei der Warngruppe 3 und 4 könnt ihr das hier erkennen und die Logik, die hier 11:30 dahinter steckt, ist halt, dass die Gemeinkosten anteilig aufgrund der Raumgröße auf die einzelnen Warngruppen verteilt werden. Und genauso muss man 11:38 das logischerweise mit allen Gemeinkosten machen. Und wie man diese Gemeinkostenverteilung vornimmt, das erkläre ich euch in einem gesonderten 11:45 Video. Sonst wird dieses Video mit der Handelskalkulation viel zu lang. Da die Gemeinkosten bei der Handelskalkulation jedoch eine wichtige Rolle spielen, 11:52 mache ich euch die Zusammenhänge jetzt noch an einem weiteren Beispiel deutlich. versucht das jetzt Schritt für Schritt mal nachzuvollziehen. Und zwar 11:59 soll das so sein, dass unser Unternehmer im Monat 8000 Stück der Ware verkauft. Und jetzt hat er die Gemeinkosten, die im Unternehmen anfallen, dieser 12:07 Produktgruppe, also unserem zu kalkulierenden Produkt zugeordnet und er erkennt, dass hier anteilig dann 16 000 € Gemeinkosten pro Monat für unsere Ware 12:17 anfallen. Jetzt geht der Unternehmer hin und stellt ein Verhältnis zwischen den Gemeinkosten 16 000 € und den 8000 Stück. die er in einem Monat verkauft 12:27 mit Hilfe einer Formel da. Er rechnet also 16 000 € Gemeinkosten durch 8000 Stück. Bewertet die 8000 Stück mit dem Einstandspreis. Erinnert ihr euch sicher 12:37 noch dran. Das sind 10 € pro Stück und das ganze dann mal 100, weil das ein Prozentsatz werden soll. Und als Ergebnis erhält er dann 20%. Also achtet 12:47 auf die Formel Gemeinkosten durch Einzelkosten mal 100 ist der Zuschlagssatz für die Gemeinkosten. Und das dann das nächste, was ihr euch 12:55 unbedingt merken müsst. Es gibt nämlich hier eine Formel, die wichtig ist. Gemeinkosten mal 100 durch die Einzelkosten. Und das Ergebnis ist dann 13:03 der sogenannte Handlungskostenzuschlagsatz. Ein sehr langes Wort. Achtet noch mal drauf. Handlungskostenzuschlagsatz. 13:10 ist zwar lang, aber auch wieder logisch, denn das Wort erklärt ja, was gemeint ist. Denn die Gemeinkosten sind ja die zusätzlichen Handlungskosten, die im 13:19 Unternehmen entstehen und die werden jetzt auf den Einstandspreis, also auf den Preis der Ware aufgeschlagen. Jetzt schaut euch das Beispiel noch mal an. 13:27 Wenn ich also eine Ware einkaufe, die einen Einstandspreis von 10 € pro Stück hat, dann wissen wir ja jetzt, dass hier 20% Gemeinkosten anfallen. Das haben wir 13:36 ja vorher so berechnet und das ist dann der logische Zusammenhang. Also auf 10 € Einstandspreis werden 20% Gemeinden Kosten aufgeschlagen. Das ist der 13:45 Handlungskostenzuschlagsatz. Weil ich weiß, dass das ein bisschen kompliziert ist, zeige ich euch das jetzt mal im Zusammenhang mit der 13:52 Kalkulation, denn unser Unternehmer weiß ja jetzt, dass der Handlungskostenzuschlagsatz 20% beträgt. Jetzt geht er also in 13:59 seiner Kalkulation hin und schlägt auf den Einstandspreis von 10 € pro Stück 20% Handlungskosten auf und das sind dann logischerweise 2 € je und auf diese 14:11 Weise erhält er dann einen Verkaufspreis von 12 €. Und jetzt achtet wieder auf den logischen Zusammenhang. Der Einstandspreis ist der erste 14:18 Kostenfaktor, den der Unternehmer kannte. Dann ist er im nächsten Schritt hingegangen, hat die Gemeinkosten der Produktgruppe bzw. Warengruppe 14:26 zugeordnet hat, dann den Zuschlagssatz von 20 % ermittelt und dann weiß er auf 10 € Einstandspreis werden 20% zusätzliche Gemeinkosten aufgeschlagen 14:37 und deswegen kommt er hier zu einem Verkaufspreis von 12 €. Denn jetzt kommt das nächste, was ihr beachten müsst und das ist euch vielleicht auch schon 14:43 aufgefallen, denn natürlich ist dieser Verkaufspreis von 12 € nicht so ganz richtig. Denn wenn unser Unternehmer sich entschließt, die Ware für 12 € zu 14:52 verkaufen, was bedeutet das dann eigentlich? Das müsst ihr euch jetzt wieder logisch vorstellen. Der Unternehmer kauft die Ware für 10 €. Ihm 15:00 entstehen im Unternehmen 2 € für die Gemeinkosten. Das sind ja seine Handlungskosten. Und wenn er dann die Ware für 12 € verkauft, dann decken 15:08 diese 12 € Verkaufspreis ja gerade mal die angefallenen Kosten für die Ware an. Das ist dann auch grundsätzlich erstmal gar nicht schlecht, denn wenn er die 15:16 Ware für 12 € an Kunden verkauft, er erhält also 12 € vom Kunden, dann kann er mit den 12 € den Einstandspreis abdecken. Er hat dann also die Ware 15:24 bezahlt und die Handlungskosten, die angefallen sind, die sind durch die 12 € dann auch abgedeckt. Aber das fällt euch auf, er hat dann ja noch gar keinen 15:32 Gewinn mit der Ware erzielt und das bedeutet, wir müssen uns jetzt mal als nächstes den Gewinn ansehen. Und jetzt könnt ihr wieder selber versuchen, die 15:40 logischen Zusammenhänge nachzuvollziehen. Also unser Unternehmer kauft die Ware beim Lieferanten für 10 € ein. Dann weiß er durch den 15:47 Handlungskostenzuschlagsatz, dass im Unternehmen noch zusätzliche Kosten in Höhe von 2 € anfallen. Und jetzt kommt eben das Besondere. Das kann dann ja 15:55 nicht der Verkaufspreis sein, sondern das sind seine sogenannten Selbstkosten. Aufgrund seiner Kalkulation ermittelt er also, dass die Selbstkosten der Ware 12 16:03 € betragen. Die 12 € sind also nicht der Verkaufspreis, sondern natürlich seine Selbstkosten. Und auch den Begriff finde ich jetzt wieder sehr gut, denn 16:12 Selbstkosten bedeutet ja, welche Kosten entstehen dem Unternehmer selbst? Deswegen achtet noch mal drauf. Hier entstehen Kosten für den Wareneinkauf 16:20 und die Gemeinkosten im Zusammenhang mit der Ware. Das sind dann seine Selbstkosten. Und um jetzt einen sinnvollen Verkaufspreis kalkulieren zu 16:28 können, muss er jetzt im nächsten Schritt natürlich einen Gewinn aufschlagen, denn der Unternehmer möchte natürlich von irgendetwas leben und das 16:35 ist ja nur anders ausgedrückt. Er möchte einen Gewinn erzielen. Jetzt kommt nämlich das nächste Problem in der Praxis. Der Unternehmer muss sich 16:41 natürlich überlegen, wie hoch ist jetzt ein sinnvoller Gewinn? Denn auf der einen Seite möchte er natürlich logischerweise möglichst viel Gewinn mit 16:49 dem Verkauf der Ware erzielen. Auf der anderen Seite führt das natürlich dazu, dass dann der Verkaufspreis wahrscheinlich viel zu hoch ist für den 16:55 Kunden. Deswegen kalkuliert er hier einen sinnvollen Gewinn auf. Und in der Praxis könnte das dann z.B. so aussehen, dass der Unternehmer festlegt, dass er 17:04 mit einem Gewinn von 5% zufrieden ist. Er schlägt also auf die 12 € 5% auf. Jetzt habe ich euch hier in meiner Kalkulation einmal dargestellt, wie man 17:12 das Ganze rechnet und ich hoffe, ihr könnt das selber nachvollziehen. Der kalkulierte Gewinn beträgt dann 60 Cent und dann kommt unser Unternehmer auf 17:20 einen kalkulierten Verkaufspreis von 12,60 €. Wie gesagt, dazu findet ihr in meinen Materialien Übungsaufgaben. Da könnt ihr das selber ausprobieren, ob 17:28 ihr das berechnen könnt. Ist weiß ich bei einigen bisschen schwierig, muss man aber einfach nur üben. Wie gesagt, er kommt hier auf einen sinnvollen 17:35 Verkaufspreis von 12,60 €. Rechnet selber mal nach. Stimmt aber hundertprozentig. Ja, und dann habt ihr bis hierhin schon mal die Grundlagen der 17:42 Kalkulation nachvollziehen können. Am Ende des Videos schauen wir uns aber noch mal an, ob ihr wirklich alles verstanden habt, denn aufgrund unserer 17:50 Kalkulation weiß unser Unternehmer ja jetzt, dass ein sinnvoller Verkaufspreis 12,60 € ist. Und das bedeutet dann in der Praxis, er bietet seinen Kunden die 17:59 Ware, die er eingekauft hat, zu einem Verkaufspreis von 12,60 €. Achtet darauf netto an. In der Praxis müsste er natürlich noch Umsatzsteuer aufschlagen, 18:07 aber denkt dran, bei der Kalkulation geht's immer um Nettowerte. Und wenn er dann die Ware für 12,60 € an den Kunden verkauft, dann erhält er ja 12,60 € plus 18:17 Umsatzsteuer. Achtung, die Umsatzsteuer muss er dann ans Finanzamt abführen. Letztendlich erhält er also vom Kunden 12,60 € für diese Ware. Und jetzt 18:26 versucht mal logisch nachzuvollziehen. Ihm fließen die 12,60 € vom Kunden zu und mit diesen 12,60 € kann er zunächst einmal seine Kosten abdecken, denn das 18:36 wisst ihr ja hoffentlich noch, er hat die Ware für 10 € eingekauft, die sind in den 12,60 € drin. Mit den 12,60 € gelingt es ihm also den Einstandspreis 18:45 für die Ware seine Einzelkosten abzudecken. Dann bleiben ja noch 2,60 € übrig und darin sind dann wiederum 2 € enthalten, um die Gemeinkosten 18:54 abzudecken. Letztendlich sind dann also alle Kosten in den 12,60 € enthalten und dann kann man ja leicht errechnen, es bleiben noch 60 Cent übrig und das ist 19:03 dann eben der Gewinn, der hier übrig bleibt und dann konntet ihr hoffentlich nachvollziehen, welchen Sinn die Kalkulation zunächst einmal 19:10 grundsätzlich hat. Das Ganze wird noch ein bisschen schwieriger, das zeige ich euch aber in den nächsten Video teilen. Ja, dann bedanke ich mich bei euch für 19:18 eure Aufmerksamkeit. Schön, dass ihr euch das Video bis zum Ende angesehen habt. Wem das Video gefallen hat und wer meiner Arbeit unterstützen möchte, da 19:25 freue ich mich immer, wenn ihr meinen Kanal abonniert. Wenn ihr die Glocke drückt, werdet ihr informiert, wenn ich neue Videos erstellt habe. Und wenn ihr 19:31 das alles in Ruhe zu Hause noch mal durcharbeiten möchtet, dann könnt ihr z.B. umfassendes Übungs und Arbeitsmaterial von mir z.B. über Amazon 19:39 bestellen. Ja, und dann bedanke ich mich bei euch und ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Video wieder. Macht's gut, bis dann. Tschüss.