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Grundgesamtheit und Stichprobe

Stats - Learn & Enjoy4:26 311 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
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  1. Jede empirische Studie beginnt mit einer Forschungsfrage. Zu Beginn ist diese oft noch recht allgemein. Im Verlauf des Forschungsprozesses wird sie Schritt für
  2. Schritt verfeinert und präzisiert. Erinnern Sie sich an die Schlagzeile aus dem Einführungsvideo? Aus genau dieser Schlagzeile lassen sich Forschungsfragen
  3. formulieren, die sich empirisch untersuchen lassen. Nehmen wir z.B. als Forschungsfrage, was sind Stressfaktoren für Studierende?
  4. Gute Frage, da gibt es sicher viele. Genau. Aber bevor wir nun Daten zu dieser Forschungsfrage erheben können, müssen wir klären, von wem wir die Daten
  5. sammeln. Meinen Sie damit Studierende? Ja, genau. In der Statistik nennen wir das die statistische Einheit. Meistens sind das
  6. Personen, also die Teilnehmenden einer Studie. Könnte es auch etwas anderes sein? Ja, manchmal ist die statistische
  7. Einheit keine Person, sondern eine Organisationseinheit, etwa eine Klinikstation, ein Pflegeheim oder sogar ein ganzes Land.
  8. Verstehe. In unserem Beispiel wäre die statistische Einheit dann also ein studierende Person. Genau, das ist der Ausgangspunkt für eine systematische
  9. Datenerhebung. Schwieriger ist es, die Grundgesamtheit für die Fragestellung festzulegen. Als Grundgesamtheit bezeichnet man alle
  10. prinzipiell zur Verfügung stehenden statistischen Einheiten. Ich muss mir also für meine Fragestellung überlegen, für welche Grundgesamtheit ich eine
  11. Aussage treffen möchte und ob ich diese Zielgruppe in meiner Studie überhaupt erreiche. Um für unser konkretes Beispiel die Grundgesamtheit zu
  12. definieren, müssen wir uns folgende Frage stellen. Möchten wir Studierende weltweit eines Kontinents oder lediglich in einer Stadt
  13. befragen? Und möchten wir nur Universitäten oder alle Hochschultypen in der Studie berücksichtigen? Für eine Fragestellung gibt es also immer mehrere
  14. Möglichkeiten, die Grundgesamtheit zu definieren. Aber ganz wichtig, die Interpretation der Ergebnisse hängt davon ab, wie die Grundgesamtheit
  15. gewählt wurde. Aber ist die Grundgesamtheit aller Studierenden weltweit nicht zu groß, um sie vollständig zu befragen? Wenn wir
  16. die Grundgesamtheit festgelegt haben, stellen wir meistens fest, dass die Grundgesamtheit so groß ist, dass wir gar nicht alle Personen befragen können.
  17. Das heißt, es werden nicht alle Personen der Grundgesamtheit befragt, sondern nur ein Teil davon. hier gelb markiert. Die Stichprobe ist also die Teilmenge der
  18. Grundgesamtheit, die tatsächlich in die Studie eingeschlossen wird und soll die Grundgesamtheit möglichst genau repräsentieren.
  19. Okay, so können wir trotzdem aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen, ohne jede einzelne Person befragen zu müssen.
  20. Fassen wir nochmals zusammen. Am Anfang steht eine wissenschaftliche Fragestellung. Diese bezieht sich immer auf eine Grundgesamtheit.
  21. Diese Grundgesamtheit ist meistens zu groß und man ist gezwungen, eine Stichprobe aus der Grundgesamtheit zu ziehen. Diese Beobachtungseinheiten
  22. werden dann befragt oder untersucht. Die Daten der Stichprobe werden anschließend ausgewertet und dies nennt man deskriptive Statistik. In einem nächsten
  23. Schritt der induktiven Statistik werden die Ergebnisse der Stichprobe dann auf die Grundgesamtheit übertragen und somit die wissenschaftliche Fragestellung
  24. beantwortet. Ganz kurz eine letzte Frage. Was war für Sie die wichtigste Erkenntnis aus dem Video?
  25. H, dass alles mit der Definition von Grundgesamtheit und Stichprobe beginnt. Diese Entscheidung beeinflusst jeden weiteren Schritt.
  26. Richtig. Sie bestimmt, wie wir Daten erheben, welche Schlussfolgerungen möglich sind und wie zuverlässig die Ergebnisse sind.
  27. Prima. Ich werde künftig genau darauf achten. Tun Sie das. Es ist ein wichtiges Indiz, wie verlässlich die Schlussfolgerungen
  28. sind.

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