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Glaziallandschaften verstehen | Exogene Prozesse | Gletscher | Permafrost| Geographie Abitur BW 2026
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 215 Zeilen
- Hey, am Ende dieses Videos kannst du verschiedene Glaziallandschaften als charakteristische Oberflächenform als Ergebnis von exogenen Prozessen
- erklären. Du hast hier jede Menge aburrelevante Begriffe, die du in diesem Video kennenlernen wirst.
- In diesem Video lernst du also die wichtigsten charakteristischen Formen der Glaziallandschaft kennen. Du kannst ihre Entstehung erklären, jung
- altmorellen sicher voneinander unterscheiden und du verstehst drei große periglaziale Themen, nämlich Permafrost, Solifluktion und Löss. Alles
- was wir besprechen, ist direkt aburrelant für Badenwürtemberberg. Exogene Prozesse sind alle Prozesse der Landschaftsformung, die an der
- Erdoberfläche oder nahe der Erdoberfläche wirken und ihre Energie vor allem von außen beziehen, also vor allem durch die Sonneneinstrahlung und
- die Schwerkraft. Dazu gehören z.B. Verwitterung, Erosion und Akkumulation und Sedimentation. Und wenn wir uns jetzt das Thema
- Glaziallandschaft ein bisschen genauer anschauen, dann heißt das konkret Gletscher Schmelzwasser, also generell fluviale Prozesse, alles was mit Wasser
- zu tun hat, die Frostveritterung aufgrund der Temperatur, Solifluktion und Lösablagerungen. Das alles sind exogene Prozesse, weil
- sie die Erdoberfläche von außen formen. Stell dir jetzt mal bitte vor, große Teile Europas und Nordamerikas sind nicht grün, wie wir es heute kennen,
- sondern weiß. Also Eis. Genau das ist in den Kaltzeiten immer wieder passiert. Erdgeschichtlich wechseln sich Kaltzeiten, auch glale genannt und
- Warmzeiten, auch interglaziale genannt. Ab hier in der Karte kannst du die Ausbreitung der letzten beiden großen
- Kaltzeiten anschauen. Wir haben hier unterschiedliche Namen für die Kaltzeiten im Norden und die Kaltzeiten im Süden Deutschlands. Also, ihr seht
- hier auch den Ausbreit, das Ausbreitungsgebiet, das heißt Weichsel haben wir hier mit der blauen Linie. im Nord Norddeutschland und die Würm im
- Alpenraum und mit der roten Linie die Sale in Norddeutschland und im alten Raum die Riss. Das heißt, man sieht jetzt hier
- auch schon, die Sale hatte noch mal eine deutlich größere Ausbreitung. Für Europa ist besonders das Quart wichtig. Das ist eben erdgeschichtlich ein bestimmter
- großer Zeitraum und das Quarter kann noch mal unterteilt werden in das Holo und das Bleisto Holo 10 in dem leben wir aktuell. Das
- heißt man kann die Tabelle jetzt so lesen, dass wir oben eben quasi im heute sind und ganz unten sind wir vor 2 Millionen Jahren. Wenn wir jetzt
- anschauen, alles was das Holo betrifft ist postglazial. Das heißt, das Holluzene hat vor ca. 10 000 Jahren angefangen und davor waren die großen
- letzten Kaltzeiten im Pleisto einmal die Würmkaltzeit oder Weichselkaldzeit, die Risskaltzeit und Sahekaldzeit, die
- Mindelkaltzeit und Elsterkaltzeit und die Güns und Elbekaldzeit. Für Europa ist also besonders das Quart wichtig, vor allem das Bleist zu 10,
- wenn wir uns mit Glaziallandschaften beschäftigen. Und das Bleisto 10 begann vor ca. 2 Millionen Jahren. In dieser Epoche lagen die Mittelbreiten der
- Nordhalbgougle im Jahresmittel deutlich kälter als heute. Ungefähr 6 bis 13° darunter, je nachdem in welchem Zeitraum wir uns befinden. Und riesige Eismassen
- haben Relief von Böden nachhaltig geformt. Seit etwa 10.000 1000 Jahren leben wir im Holo der Warmzeit nach der letzten Eiszeit, was dann eben auch
- häufig als postglazial bezeichnet wird. Aber warum gibt es jetzt eigentlich gla? Warum kommt es zu großen Vereisungen? Und das ist tatsächlich immer noch nicht
- ganz geklärt und auch nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Diskutiert werden unterschiedliche Thesen zur Veränderung der
- Sonnenaktivität oder zur Änderung der Stellung von Sonne und Erde sowie Veränderungen der Zusammensetzung der Atmosphäre, welche die Absorption und
- Reflexion des natürlichen Treibhauseffektes stark verändern. Wir haben hier also die Schiefe der Cliptik, also die Verlagerung der Erdachse.
- Beispielsweise beträgt der Neigungswinkel der Erde die Schiefe der Ekliptik aktuell 23,27 Minuten und der Winkel schwankt in den
- letzten 400.000 Jahren zwischen 22,1 und 24,5°. Änderung der Erdbahn, also der Exzentrizität,
- die elliptische Erdumlaufbahn, wodurch eine andere Verteidung der Sonneinstrahlung zur Erde gelangt. Also auch hier wieder Temperaturunterschiede
- durch dies fehlende oder veränderte Sonneinstrahlung. Dann haben wir den Kontinentaltrift. Die Verschiebung der ozeanischen und kontinentalen Platten
- sorgen für veränderte klimatische Bedingungen und für eine Modifikation der Meeresströmungen. Staub in der Atmosphäre spielt eine
- große Rolle, z.B. nach Vulkanausbrüchen oder auch Meteoriten einschlägen. Und zuletzt ist es eben auch möglich, eine Senkung im CO2 Gehalt in der Atmosphäre
- zu haben durch verschiedene Veränderungen und eine Veränderung der Sonnenaktivität, da diese wärmere und kältere Zonen hat, wodurch eben mehr
- oder weniger Energie zur Erde gelangt. Während der Kaltzeit war der Nordenutschlands vom skandinavischen Inlandeis geprägt, welches bis zum Harz
- reichte. des Inlandeis ist eine flächenhafte und mächtige Vereisung, die auf dem Kontinent eine Vergletscherung bewirkt. Ihr seht auch, dass jetzt hier
- entsprechend die nördliche Vereisung ja viel ausgeprägter ist als die südliche Vereisung. Im Süden verbanden sich mehrere
- Teilscher, eben Alpenkletscher zu einem großen Eisstromnetz, das weit ins Albenvorland vortrang. Die daraus entstehenden Formen durch exogene
- Prozesse sind bis heute in Bezug auf Akkumulations und Erosionsformen im Relief sichtbar, aber eben unterschiedlich sichtbar.
- Und man sieht jetzt hier diese Eiszeiten musst du kennen. Süddeutschland Würmrismindelgüns und Norddeutschland beigelsale Elster.
- Die musst du auf jeden Fall kennen. Während dem Bleisto 10 waren also weit Teile Europas und Nordamerikas von Eis bedeckt.
- Gletscher ist ein Oberbegriff für verschiedene Gletschertypen. Hier sehen wir den großen Allegletscher mit deutlich sichtbarer Mittelmoräne. Wenn
- man die Gletsertypen unterteilt, haben wir Innlandeis, Eisschelfe, großräumige Eisstromnetze im Gebirge die typischen Talkletscher und Karletscher. Hier sehen
- wir jetzt einen typischen Talkletscher und aktuell sind rund 10% der Landfläche auf der Erde mit Kletschereis bedeckt. Das sind rund 15 Millionen Quadratkm.
- Zum Vergleich in der letzten Kaltzeit waren es rund 32% der Landfläche. Für Teiletscher wird ein Klima benötigt, indem über längere Zeit mehr Schnee
- liegen bleibt, das heißt eine Akkumulation stattfindet, also im Sommer wieder abtaut, das heißt weniger Applation stattfindet. Entscheidend ist
- die Lage über der Schneegrenze. Der Schnee wird unter seinem eigenen Gewicht immer dichter. In der Abfolge haben wir Neuschnee, Altschnee, Fürnschnee,
- Fürneis und Kletschereis. Und hier nimmt der Lufteinteil innerhalb der Schneedecke bzw. dann Eisdecke eben ab. Beim Schneuschnee haben wir noch rund
- 90% Luft, beim Alsschnee 60 bis 80, beim Fürnschnee 50% Luft, Fürneis 20 bis 30% Luft und beim Gletschereis sind es dann weniger als 20% Luft, welche auch in
- kleine Blasen eingeschlossen sind. Ja, und jetzt hier z.B. zu sehen ganz klar ein Eisstromnetz. Super spannend. Das ist das Malas Spin System in Alaska
- aufgenommen aus dem Weltraum und man sieht hier ein klassisches Eisstromnetz mit Vorlandgletschern, so wie es dann eben entsprechend auch im alten Raum
- aussah. Wir schauen uns zuerst den Thaalgletscher genauer an. Wenn wir an Gletscher denken, ist das in der Regel der typische Gletscher im Alpinenraum,
- an den wir denken. Ein Thailcher hat eine aktive Eisbewegung, da das hohe Gewicht die Eismasse plastisch und beweglich werden lässt und sie bewegen
- sich eben sehr langsam Berg abwärts. Durch den Wechsel zwischen Neuschnee antauen wieder frieren nimmt die Dichte des Schnees hin zum Gletschereis immer
- weiter zu. Der Talgletscher lässt sich in zwei Hauptbereiche gliedern, nämlich einmal das Nährgebiet, also ein höher gelegenes kälteres Gebiet. Hier hat der
- Teiglitscher eine Masse Zuwachs, da er über der klimatischen Schneefallgrenze liegt. Die Akkumulation dominiert hier klar. Dann haben wir das Zerrgebiet.
- Hier haben wir ein tiefer gelegenes Gebiet. Es ist wärmer und der Teiglitscher hat ein Masseverlust, da die Applation dominiert. Die Massebilanz
- meint die Veränderung der Gesamtmasse in einem Bilanzjahr und setzt sich zusammen aus dem winterlichen Zuswachs minus dem sommerlichen Verlust. Das ergibt
- insgesamt dann die Nettobalanz. Viele Teilgletscher zeigen dabei eine klare Trennung zwischen Akkumulation und Ablationsgebiet, eben getrennt durch die
- sogenannte Gleichgewichtslinie. Die aktive Bewegung des Tigers lätst sich auf zwei verschiedene Bewegungsarten zurückführen. Einmal das
- Deformationsfließen und einmal das basale Kleiten. Gletscher sind langsam, aber nicht starr. Das plastische Fliesen, auch Deformationsfliesen
- genannt. Hier wird das Eis unter Druck verformt. Beim Bassalenkleiten. Wenn an der Unterseite durch Druckverflüssigung ein dünner Schmelzwasserfilm entsteht,
- haben wir unterschiedliche Geschwindigkeiten im Eis und es führt zur Bildung. von Gletscherspalten, was man hier bei dem Webbergletscher auch
- ganz klar erkennen kann. Hier wird das Morenmaterial eben beim Vorstoß entlang von Schärflächen in in das kalte Gletschereis integriert und man sieht es
- auch eben, wie es vorschiebt. Die drei Prozesse der glalen Erosion. Wenn sich Eis bewegt, arbeitet es am Untergrund. Dabei spielen drei
- Erosionsmechanismen eine Rolle. Einmal die Detersion, das Schleifen bzw. polieren. Im Eis stecken Geröll und feine Materialien. Diese Partikel
- drücken mit der Eislast an den Felsen und wirken wie Schleifwerkzeug. Dadurch entstehen geklättete Flächen, der klassische Kletscherschliff und typische
- Kletscherschrammen. Aus diesen Spuren lässt sich die Fließrichtung des früheren Eises rekonstruieren. Dann haben wir die Detraktion. Hier
- haben wir ein Herausbrechen. Durch wechselnde Druckverhältnisse entstehen und erweitern sich Risse im Untergrund und Gesteinsstücke können dabei an der
- Kletscherbasis festfrieren und dann herausgerissen werden. Das Ergebnis sind eher kantige ausgerissene Flächen bis hin dazu, dass Stücke direkt aus dem
- Felsstein gelöst werden. Zuletzt haben wir die Exceleration. Bei der Exceleration ist es so, dass es zum Ausschürfen von Lockermaterial kommt.
- Dort, wo die Gletscher Stirn in Locker Sedimente eingreift, kann sie Material regelrecht verdrängen und ausräumen und die Zunge staut dabei Material und
- schiebt es nach vorne vor dem Eisrand zusammen, was dann später Moränen ausbildet. Hier haben wir eine Übersicht über glale
- und klatifluviale Erosionsformen. Das heißt, zuerst schauen wir uns die Erosion an und später die Akkumulationsformen.
- Glazfluvial bedeutet alles, was mit Wasser aus dem Gletscher zu tun hat, also z.B. Schmelzwasser. Wir schauen uns jetzt Drogtal, Karre, Rundhöcker,
- Zungenbecken, Subglaziale Rinne und dann noch das Urstromtal genauer an das Drogtal. Es ist einförmiger Ausgangspunkt, was man hier sehr gut
- sehen kann, was eben fluvial entstanden ist. Das heißt, Ausgang eines Drogtals sind durch Wasser entstandene fluviale vorgeformte Vförmige Kerbtäler. Die
- Eisbildung der Eisstromnetze häufig in bereits vorhandenen Tälern statt und wird ein solches Tal vergletschert, entsteht daraus nach und nach ein
- Drogtal, welches Uförmig ist. Das schauen wir uns jetzt gemeinsam an. Wir haben hier die drei Bilder. 1 2 3 und gehen jetzt quasi ein Schritt weiter.
- Und hier sehen wir die Ausbildung des Drogtals als U-form. Ich geh noch mal kurz zurück. Hier sehen wir so ein mini vförmiges Kerbtal und hier dann das
- großförmige trförmige U-Tal. Da das Eis in dem V-Tal eine höhere Geschwindigkeit erreicht, ist die Erosionskraft an den Tal Flanken am höchsten, weshalb das
- v-förmige Flussbett des Kerbtals zu einem u-förmigen Bett des Drogtals ausgeweitet wird. Drogtiler sind ein Standardbeispiel dafür, dass Kletscher
- Täller nicht nur vertiefen, sondern eben auch seitlich verbreitern können. Typische Merkmale von dem u-förmigen Drogtil sind eine breite, flache und
- ausgeräumte Trag, Drogsohle, steile Drogwände, oben Übergangszonen wie die Drogkante und Drogschultern. Und häufig haben wir morellenmaterial und
- glatzi fluviale Sedimente am Boden. Hier haben wir ein klassisches Beispiel für ein uförmiges Drogtal. Drucktäler gibt es weltweit im Zusammenhang mit
- Gletschern und Beispiele sind auch der Engardin in den Alpen, das Königsseetal, dann das Allon Valley auf der Südinsel Neuseelands und auch ähm das Lehtal im
- Himalaya Gebirge. Karre, der Kar entsteht im oberen Bereich eines Teigletschers im Nährgebiet. Die obere Kante des
- Gletschers wird als Bergschrund bezeichnet. Der K ist eine Hangmulde, welche aufgrund der zunehmenden Auflast des aktiv bewegten Gletschers durch
- Errosionsvorgänge und Frostverwitterung entsteht. Es stellt eine Hohlform dar und hat steile Rück und Seitenwände, weshalb ein K heute häufig mal ein Kse
- ausbildet und mit Wasser gefüllt ist. Nach vorn bildet der K oftmals eine Karchwelle, welche auf verminderte Erosion zurückzuführen ist.
- Wenn mehrere Kare hintereinander liegen, wird dies als Kartreppe bezeichnet. Die nördliche Karendeltreppe beispielsweise von der Vogelkarspitze des
- österreichischen Kravendelspitze bis zur Grabenkarspitze könnt ihr hier in diesem Bild erkennen. Und der Name Karwendelkette
- sagt ja im Prinzip schon, dass es sich dabei um eine Kartreppe handelt und mehrere Kare deutlich zu sehen sind. Rundhöcker. Rundhöcker sind
- stromlinienartige wahlrückenförmige Felsbuckel, welche durch das bewegte Eis entstanden sind. Entscheidend ist die Asymmetrie. Das heißt, Rundtöcker sind
- nie asymmet sind nie symmetrisch, sondern immer asymmetrisch. Und auf der Stoßseite, wo das Eis auf das Hindernis trifft, also Loof, wird der Fels
- überwiegend geschliffen. Hier findet Detersion statt und ist somit glatt und rund mit Gletscherschramm. Auf der LH-Seite, wo der Eisdruck danach lässt,
- treten eher Ausbrüche auf, also Detraktion, wodurch Rundhöcker steil, rau und kantig sind. In der Regel kommen Rundhöcker als Rundhöckerlandschaften in
- Gruppen vor und klassische Beispiele für Rundhöcker finden sich in Schweden, in den Scherenküsten oder auch im Bayerischen Alpenvorland.
- Zungenbecken sehen. Im Bereich der Kletscherzunge können durch Exaration, also die ausräumende Wirkung des Lockermaterials, wannförmige
- Übertiefungen entstehen, die sogenannten Zungenbecken und die randlichen Morenwelle verstärken eben diese Beckenform. Durch das mitgezogene
- Material, welches sich eben als Wand ablagert. Wird eine Zunge aufgespalten, können auch mehrere Zweigbecken entstehen und nach dem Abschmelzen durch
- das Schmelzwasser bleiben eben häufig Zungenbeckenseehen zurück, wie auch der Bodensee oder der Titsee einer ist. Dann kommen wir zum vorletzten Punkt dem
- der subglazialen Rinne. Die subglaale Rinne entsteht durch das Schmelzwasser des Gletschers. Es ist eine glifluviale Erosion. Für sehr tieferinnen, die teils
- über 200 m tief sind, braucht es extreme Wassermengen, vor allem während der Tauphase eines Gletschers. Eine Erklärung ist die wiederholte Bildung
- von Wasserreservoires unter dem Eis, die sich beim Rückzug des Gletschers dann plötzlich entleren und dabei an der Basis die Rinnen weiter ausschürfen. So
- können wir hier z.B. wie die Przserinne sehen. Das ist ein typischer Verlauf von so einem schmalen lang gestreckten, sehr tiefen, na teilweise mehr anderartigen
- durch dann die fluvialen Prozesse glaalen Rinne. Subglaziale Rinnen sind in Norddeutschland in Nordnordost oder
- Südsüdwestrichtung zu erkennen, also senkrecht zum Gletscherrand. Dann haben wir noch das Urstromtal. Es ist schon eine Erosionsform,
- zählt aber häufig nicht zu den typischen glacialen und glaffialen Erosionsform. ist im Norden sehr sehr verbreitet. Wir sehen hier ähm das Urstrommofer des Elbe
- Urstromtals in Hamburg. Ein Urstromtal ist eben ein Eisrandparalleles Tal mit eigenem Flussbett, was durch Schmelzwasser gespeist wird.
- Weiteres Beispiel für ein Urstromtal ist das Berliner Urstrumtal in Brandenburg. auch hier deutlich zu erkennen und auch sehr spannend im Bezug auf endmuränen,
- jungmorellenplatten und altmorellenplatten. Kommen wir zu den Akkumulationsformen. Neben den Erosionsformen, die du bisher
- kennengelernt hast, gibt es ebenfalls die Akkumulationsformen. Kletscher können gewaltige Sedimentmengen bewegen. Das abgelagerte
- Material wird als Moräne bezeichnet und kann auf dem Gletscher auf dem Kletscher also supraklazial, im Kletscher also nlazial oder unter dem Gletscher also
- subglazial an der Gletschershle transportiert werden. Grobmaterial, das vom Eis bewegt wird, also Kies, Steine, Blöcke, nennt man Geschiebe. Besonders
- große Blöcke, die geologisch fremd im Ablagerungsgebiet sind, heißen dann Findlinge. Moränen. Räumlich lassen sich Moränen in
- drei verschiedene Typen unterscheiden. Die Endmorene ist ein bogenförmiger Wall am ehemaligen Rand des Inlandeises bzw. am Ende einer Gletscherzunge eines
- Talgletschers. Die Seitenwände ist das wallartig angehäufte Morenmaterial entlang der Gletscherränder, was hier in dem Bild auf der rechten Seite sehr sehr
- gut zu erkennen ist. Also, das ist eine sehr markante Seitenmorene beidseitig hier klar zu erkennen. Die Grundmorene ist die flächige bis kuppige Ablagerung,
- die nach dem Abschmelzen sichtbar wird. Sie ist typisch ein kleinräumiges Relief aus hohl und Vollform, wie beispielsweise Toteislöchern oder
- Trumlins, die wir eben gleich noch genau anschauen. Das subglaziale Morenmaterial bildet eine kupige und flache Landschaft aus.
- Toteislöcher. Toteislöcher sind eigentlich total spannend und witzig, weil kleine Bereiche als Eis große Eisreste des ehemaligen Kletschers von
- Morenenschutt bedeckt sind oder übrig bleiben, weil z.B. wie durch eine Talsenke oder ähnliches das Eis vor der Erwärmung mehr geschützt ist als in
- anderen Bereichen und die Eisreste tauen dann nach und nach weg und bilden kessen kesselartige Einsenkungen, die sich auch manchmal dann mit Wasser füllen, wenn
- sie keinen Abfluss haben. So entstehen Toteislöcher, das heißt, wir haben die abtauende Kletscherzunge von Schmelzwasser transportiertes Sand und
- Geröllmischung und ein abgebrochener Eisblock. Und dieser abgebrochene Eisblock wird jetzt von Schmelzwassersedimenten
- überdeckt. Schmilzt dann dadurch noch mal langsamer und nach und nach schmilzt es aber. Und dann entsteht jetzt in diesem Fall hier ein Toteissee aus
- Schmelz- und Regenwasser heraus. Der Sander. Sander sind großräumige Gebiete, welche zum Urstromtal hinabfallen, da die Schleppkraft des
- Gletschers abnimmt und somit das Material sehr gut sortiert ist. Was man jetzt an dieser Stelle gut sehen kann, die haben ungefähr alle die gleiche
- Größe. Das heißt, die transportierten Gesteine und Sande Kiese werden eben ihrer Größe nach abgelagert. Trumlins innerhalb der typischen grundmorellen
- Landschaften kommen auch Trumlins vor, welche einen oalen Grundriss haben und Stromlinienförmige gerundete Hügel bilden. Trumlins treten häufig in
- Grundmorellen Landschaften in großen Gruppen auf, was man hier oben in dem Bild jetzt auch erkennen kann, also der Skizze der Darstellung. Im Gegensatz zu
- den Rundhöckern, welche erosiv entstanden sind, haben Trumlins die steile Loof Seite dem Eis zugewandt und die flache spitzelehseite vom Eis
- weggewandt oder abgewandt. Drumlins entstehen vermutlich durch eine subglaziale Ansammlung von Lockermaterial, welche im Anschluss von
- Gletschern überfahren und entsprechend geformt und verfestigt werden. Beispiele für sichtbare Drumlin haben wir im Bodenseegebiet und im bayerischen
- Alpenvorland sehr, sehr viele. Findlinge sind quasi gebietsfremde Gesteinsblöcke, die über weite Strecken durch den Gletscher mit transportiert
- werden. Hier haben wir ein Beispiel aus den Niederlanden. Schauen wir uns die glale Serie genauer an. Penggnor beobachten 1901 bis 1909,
- dass glale Erosions und Akkumulationsform häufig in einer typischen räumlichen Anordnung auftreten. Daraus ergibt sich ein
- idealisiertes Modell, mit dem man Landschaften lesen kann, die sogenannte klaale Serie. Die Abfolge von glatialen Form unterscheidet sich aber in
- Süddeutschland mit Grundmorene, Endmorene und Schotterflächen von Norddeutschland mit Grundmorene, Endmorene, Sander und Urstromtal
- deutlich. Im alben Vorland haben wir oft glatzi fluviale Schotterfelder. In Norddeutschland haben wir eher die fächerförmigen Sander und das Urstromtal
- ganz am Ende. Zusammengefasst können also vom Eisgeprägte Landschaften in Akkumulations und Erosionsformen eingeteilt werden. Die haben wir jetzt
- alle ganz genau angeschaut. Kommen wir noch zur Unterscheidung von jung und altmoren Landschaften. Jungmorellen Landschaften stammen aus der letzten
- Kaltzeit und stellen damit die Spuren der letzten Eiszeit dar. Sie sind jung. Deshalb ist der glaziale Formschatz auch noch deutlich erkennbar. Wir haben
- Endmorenwelle, kuppige Grundmoren und zahlreiches Sehen. Die Böden sind geschiebemärgel, also häufig fruchtbar, weil das Morenmaterial noch wenig
- verwittert ist und oft kalkhaltig vorliegt. Dahingehend haben wir bei den altmoränen Landschaften eben ältere Kaltzeiten, auf
- die sie zurückgehen, also z.B. Elster und Sah bzw. Günsmindel oder Riss. Und hier haben wir Verwitterung und Abtragung, die schon ganz lang gewirkt
- haben, sodass Endmorenen eben abgeflacht sind. Bodenfließen Solifluktion schon eine Rolle in der Flächen oder Formen Abflachung gespielt hat und viele
- abflusslose Hohlformen bereits reduziert oder gefüllt, also verschwunden sind. Durch Entkalkgung wird der Geschiebemergel zu Geschiebe leben und
- insgesamt sind Böden dadurch häufiger sandig, weniger ertrag, wie man z.B. auch in der Schlesweg hohlsteinischen Gest sieht. Hier haben wir eine hohe
- Gest als abgeflachte Altmorene und eine niedrige Gest mit Sanders Schmelzwasser. Sandern aus der Weichseleiszeit und diese typischen Gestböden sind eben
- sandig entkalkt und wenig fruchtbar. Die Zeit nach dem Ende der Kaltzeit wird als Postglazial bezeichnet. Hier ist der Meeresspiegel durch das Schmelzwasser im
- Postglazial deutlich angestiegen und hat die Ostsee vor ca. 12000 Jahren gebildet, sodass viele Formen bedeckt und überformt sind. Jedoch haben wir
- verschiedene Küstenformen, wie beispielsweise die Scherenküsten in Schweden und die Fiorde in Norwegen, die durch glale Vorform entstanden sind.
- Spannend ist, dass die isostatische Hebung der skandinavischen Ländern auch noch heute stattfindet. Gletscher wiegen sehr, sehr viel und üben einen hohen
- Druck auf die Landmasse aus. Wenn die also weg sind, indem der Druck nicht mehr vorhanden ist, kommt es zur Hebung der Landmassen. Bis heute heben sich die
- skandinavischen Länder mit rund 1 cm pro Jahr weiter aus dem Meer heraus. Zum Periglazial zählen Landschaften, die durch den Frostwechsel geprägt sind.
- Heute ist es beispielsweise in polaren und subpolaren Klimaten und den Hochgebirken der Fall. Periglaziale Formen haben also per se eigentlich
- nichts mit Kletschern zu tun. In der letzten Kaltzeit waren aber viele Gebiete, die nicht vergletschert waren, periglazial. Das heißt, Merkmale, die
- typisch mit periglazialen Einflussgebieten zusammenhängen, sind Permafrostzolifluktion anhängen, die hohe Frostdynamik mit
- hoher Frostschutzproduktion, das heißt eben durch die Frostverwitterung, dann haben wir eine geringe oder fehlende Versicherung ins
- Grundwasser, eine winterliche Akkumulation von Niederschlag als Schnee, eine starke Abflussspitze in sommerlichen Tauphasen und eine geringe
- und tunrenartige Vegetation. Wir schauen uns den Permafrost als erstes an. Von Permafrost spricht man, wenn der Boden in mindestens zwei
- aufeinander folgenden Jahren unter 0° Celsus bleibt. Das kann Gestein, Sediment oder Bodenmaterial betreffen. Etwa ein Viertel der Landfläche der
- Nordhalbkugel fällt in den Permafrostbereich. Man unterscheidet dabei kontinuierlich, fast überall gefroren, diskontinuierlich, das ist
- dieses Mosaik aus gefrorenen und ungefrorenen Bereichen und sporadisch nur noch kleine Inseln gefroren vom Permafrost. In kontinuierlichen Zonen
- kann der Permafrost bis 1500 m Tiefe erreichen. Verbreitungsschwerpunkte sind Nordsibirien, Nordkanada und Alaska. Dann haben wir noch Randbereiche der
- Antarktis und auch im Hochgebirge Permafrost zu finden. In der Hochphase der letzten Kaltzeit reichten Permafrostgeprägte Breite weit über die
- heutigen Zonen hinaus. Über den dauerhaften gefrorenen Untergrund liegt im Sommer die auftauende Active Layer, die Auftauschschicht und ihre
- Mächtigkeit reicht eben von Dezim bis 3 m. Die Grenzfläche darunter heißt Permafrosttafel. Unterhalb können ungefrorene Bereiche
- vorkommen, die auch Talic oder Nifrostboden genannt werden. Optisch bildet der Permafrost durch Auftau und
- Gefrierungsprozesse die Polygone, die hier in dem Bild sehr schön zu erkennen sind. Wenn der Prozess an dem Hang stattfindet, dann sind noch
- Steinstreifen zu erkennen. Solifluktion. In Permafrostgebieten ist die Auftauschschicht im Sommer
- schnell nass, weil Wasser nicht tief versickern kann, weil es eben gefroren ist. Wenn Vegetation schwach ausgebildet ist, fehlt die Stabilisierung und durch
- die Sättigung durch Wasser setztuktion ein, also Bodenfließen. Langsames, aber stetiges Bodenfließen hang abwärts. Das Material kann sich an Schubdecken, an
- Hängen, Sangmeln und vier Phasen werden unterschieden. Im Winter 1, der Boden ist durchgehend gefroren, dann haben wir Sommer oder Tauffase durch die Luft
- derwärmung entsteht eine Auftauchschicht. Die Auftauchfront bewegt sich nach unten bis hin zur Permafrosttafel und die Soleifluktion
- findet statt. Dann haben wir die Transportphase. Hier werden grobmaterialien wie Steine verlagert, schrittweise Hang abwärts und
- gleichzeitig bewegt sich aber die komplette Auftauschschicht hang abwärts. Im Winter 2 haben wir dann erneutes Durchfrieren und somit werden die neuen
- Lagen an ihrer an ihrer neuen Position fixiert. Auch wenn periglaziale Prozesse in gletscherfreien Zonen stattfindet, wird
- jedoch häufig von von Gletschern eben beeinflusst. Und ein Beispiel ist die Lösbildung. In Kaltzeiten entsteht feines mineralisches Material, auch
- Gesteinsmehl genannt, durch glaziale Prozesse, eben durch die Reibung und den enorm Druck den Gletscher haben. Dieses Material liegt den großen Vegetationsarm
- Schotter und Sandflächen. Dort kann Wind Staub als Auswähung ausblasen und besonders relevant sind kalte trockene Winde, die vom Kletschebereich ausgehen,
- sogenannte Fallwinde. Löss sammelt sich in verschiedenen Hohlformen, am Leheng oder in Mittelgebirgen an, also am Rand von Mittelgebirgen. Lösböden sind für
- die Landwirtschaft heute sehr spannend, denn sie speichern Wasser gut, sind gut durchwurzelbar, bringen eine günstige Mineralbasis mit sich und deshalb sind
- sie häufig sehr ertragreich, fruchtbar und werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Okay, jetzt schauen wir gemeinsam an, was du bisher kannst. Das
- war wirklich sehr viel Wissen, aber hier noch mal an der Stelle, es ist alles Wissen, was du wissen musst, um das Thema Glaziallandschaften für dein
- Abitur komplett abzuhaken. Wir schauen also mal. Stell dir bitte ein Timer auf 20 Minuten. Stoppe dieses Video und löse die Aufgabe in Stichpunkten. Beschreiben
- Sie Unterschiede in den glalen Formen Norddeutschlands und Süddeutschlands. Erklären Sie die jeweilige Entstehung und vorhanden sein dieser Form.
- Also gerne stoppen, noch mal Zeit nehmen und ausarbeiten. Eine sehr gute Antwort beschreibt Norddeutschland als durch Inlandis
- geprägter Raum. Das heißt mit Grundmorene, Endmorene, Sanderflächen Urstromtal und Toteisform und erklärt deren Entstehung durch subglaziale
- Ablagerung, Eisrandablagerung und Schmelzwasserprozesse. Süddeutschland dagegen wurde als Alpenkletscher geprägt durch ein
- Eisstromnetz mit Drogtälern, Karen, Rundhöckern, Zungenbecken, Endmorenen und Schotterflächen. Ebenfalls ähm durch glaziale Erosion und auch subglale
- Prozesse entstanden. Die Unterschiede werden vor allem über Vereisungsart, Relief und Entwässerung begründet. Das Ganze gibt's auch noch mal in
- ausführlich. Pausier gern, l die ausführliche Antwort in Ruhe durch, korrigiere, ergänze deine Lösung, falls notwendig und schau dir den
- entsprechenden Teil des Videos noch mal an. So, wir kommen zur Zusammenfassung. Lasst uns zusammenfassen, was du gelernt hast. Du hast gelernt, wie Eiszeiten und
- Frostklimate Landschaften formen und welche Begriffe und Prozesse dafür im Abitur sitzen müssen. Zuerst wurde das Thema zeitlich eingeordnet mit dem
- Quarter im Bleisto 10 und Holoze und mit dem postglazialen Bereich. Die Abfolge der kalt und Warmzeiten sowie die unterschiedlichen Bezeichnungen der
- Eiszeiten in Norddeutschland und im Alpenraum. Außerdem hast du zentrale Erklärungsansätze für Vereisungen wie beispielsweise Sonnenaktivität, Staub,
- Vulkanismus, Erdbahnparameter und CO2 kennengelernt. Danach ging es um den Thailcher als System, die Entstehung über der Schneegrenze,
- die Umwandlung von Neuschnee zu Kletschereis, die Akkumulation und Ablation, Näh und Zerrgebiet, die Massebalanz und die Bewegung durch
- Deformationsfließen und basales Kleiden. Im Anschluss haben wir uns die glaionsmechanismen, Detersion, Detraktion und Exaration
- angeschaut und daraus entstehende typische Erosionsformen sowie Akkumulation und Akkumulationsformen, also Drogtal, K, Rundhöcker,
- Zungenbecken, subglaziale Rinne, Urstromtal, Morentypen, Grundseiten und Endmoren, Toteislöcher, Sander, Drumlin und Findling. Wir haben uns das Modell
- der glalen Serie angeschaut, inklusive der wichtigsten Elemente sowie die Unterschiede zwischen der jung und altmorellen Landschaft mit Urstromtölern
- und typischen postglazialen Prozessen wie z.B. Meeresspiegelanstieg der Ostsee, Küstenform und der isostatischen Hebung. Zuletzt sind wir noch auf das
- Periglazial eingegangen mit Permafrost, Solifluktion und Lösbildung. Im Abitur geht's primär nicht um das auswendig lernen, sondern darum Zusammenhänge zu
- verstehen und erklären zu können. Prüfe also immer, ob du das Wissen anwenden kannst und schau der klassische Beispiele wie z.B. den Gletscher oder
- die Entstehung des Berliner Urstromteils genauer an. [räuspern] Glaziallandschaften als charakteristische Oberflächen als
- Ergebnis von exogenen Prozessen erklären, haben wir als Bildungsstande somit abgehakt. Wenn du noch mehr Videos möchtest, like dieses Video und
- abonniere den Kanal. Ich freue mich sehr über liebe Kommentare und wenn du die beste Vorbereitung auf dein Geografieabitur möchtest,
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- jetzt gleich zur Warteliste für den Geoabiikurs Badenwürtemberberg in der Beschreibung ein. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Lernen für dein Abitur
- und natürlich auch bei deinem Abitur.
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