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Die Hadsch - eine muslimische Reise-Dokumentation (Unterrichtsfilm)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 135 Zeilen
- Schließe deine Augen und stelle dir vor, weit über eine Milliarde Muslime beten Zeit versetzt rund um die Uhr und überall auf der Welt in Richtung [musik]
- Kaaba, dem ersten Gotteshaus, das je erbaut wurde. Stelle dir vor, welch unglaubliche Energie, welche Einheit dabei entsteht.
- Und jetzt stelle dir vor, du stehst direkt vor der Kaaba, dem schlichten kubusförmigen Gebäude in mitten dem Zentrum, dort wo alle Gebete dieser Welt
- zusammenlaufen, dem Zentrum, in dem die ganze Energie sich bündelt. Was glaubst du, ist das für ein Gefühl, Teil dieses Zentrums,
- der Energie, der Einheit zu sein und sich vor Gott in demütiger Liebe und Sehnsucht niederzuwerfen und zu beten?
- Die Had ist ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis, wie es auf der ganzen Welt kein zweites gibt. Über 4 Millionen Muslime aus allen Ländern
- dieser Welt vereinen sich dort nicht nur um eine wichtige Säule des Islams zu erfüllen. Die Hadch ist gleichzeitig Kulmination
- innigster Sehnsüchte und Wünsche. herrscht unter den Pilgern eine verheißungsvolle Atmosphäre aus Leidenschaft und Dankbarkeit, aufgeladen
- mit den Lebensträumen, die sich im Angesicht der Kaaba verwirklichen. Doch so reich die Hadch für den Pilger an Belohnung und Glückseligkeit sein
- mag, mindestens genauso reich ist sie an Strapazen und Zermürbung. Hadch ist anstrengend. Ohne die richtige Vorbereitung, bereits
- vor Reiseantritt, jeder Menge Geduld und Genügsamkeit kann diese Anstrengung zur Qual werden. Mit der richtigen Vorbereitung hingegen
- wird sich dem Pilger die Süße des Glaubens auftun. ein weiches Herz, hingebungsvolle Barmherzigkeit den Mitpilgern gegenüber und die innigste
- Verbundenheit mit [musik] [musik]
- [musik] [musik]
- [musik] Nun sitze [musik] ich im Flieger. Ich bin aufgeregt, ob dessen was mich
- erwarten mag. لبيك اللهم لبيك لبيك لا شريك لك لبيك
- ان الحمد والنعمه لك والملك لا شريك لك لبيك اللهم لبيك
- لبيك لا شريك لك لب انعمه
- hier bin ich, oh hier bin ich. Unsere Reise beginnt in Medina, der Stadt des Propheten Mohammed. Allahs
- Segen und Frieden sein auf ihm. Ca. 400 km nördlich von Mekka. Die Zeit vergeht. Ich habe [musik] kein Gefühl mehr für die Zeit. Manchmal weiß
- ich nicht, welchen Tag wir gerade haben. Die ersten Tage [musik] bewege ich mich wie betäubt durch die Straßen von Medina. Meine Wahrnehmung
- ist getrübt, als blickte ich durch einen Schleier hindurch. Das Klima, die Hitze, Baustellen, Lärm, Autos, kulturelle Vielfalt, Kaumschlaf, unendliche
- Eindrücke, als würde ich träumen und das Geschehen [musik] zöge in seiner Unwirklichkeit an mir vorbei. Erst am siebten [musik] Tag habe ich das Gefühl,
- ganz angekommen zu sein. [musik] Neben der sich über alle Straßen hinweg ausbreitenden Hektik erscheint die
- Prophetenmoschee wie eine Oase der Ruhe. Sie ist von unbeschreiblicher Schönheit und gewaltiger Eleganz. Eine Schönheit, die sich in ihrem vollen
- Umfang wohl nur von jenem erfassen lässt, der sie mit eigenen Augen gesehen und mit dem Herzen berührt hat.
- 1,2 Millionen Menschen finden in ihr einen Platz zum Beten. Weitläufige Flure, gestützt von kunstvoll geschwungenen Säulen, die an die
- Architektur der Moschee von Cordoba erinnern und Kuppeln liebevoll verziert, verschmelzen in ihrer Anordnung mit den Betenden zu einer harmonischen Einheit,
- einem stimmungsvollen Ornament. Es ist schon ein atemberaubendes Gefühl, wenn trotz der gigantischen Größe der Raum aufgrund der vielen Pilger eng
- wird. Im Gebet stehen wir Fuß an Fuß, Schulter an Schulter. Das Gefühl der Einheit wird in mir stark, der Einheit vor Allah. Einheit
- bei der gleichzeitig größtmöglich vorstellbaren Verschiedenheit. Denn um mich herum hat sich die ganze Welt versammelt.
- Kein Land dieser Welt, so scheint es mir, aus dem nicht mindestens ein Pilger den Weg hierher gefunden hat. Ich blicke in die strahlenden Augen der vielen
- Menschen und kann ihre unfassbare Dankbarkeit, hier an diesem Ort zu sein, förmlich spüren. Wie Licht scheint sie durch die Adern
- der Pilger zu fließen und aus jeder einzelnen Porer Körper zu strahlen und sich auf alles Erschaffene zu übertragen.
- Gegen 12 Uhr verlassen wir Medina. Hektik scheint das Gesetz der Stunde zu sein. Mit uns verlassen viele weitere Pilger die Stadt, um sich auf den Weg in
- Richtung Mekka zu machen. Nicht wie unser geliebter Prophet Allahs Segen und Frieden sein auf ihm auf Kamelen, sondern in klimatisierten Bussen, lassen
- wir uns 400 km lang in Richtung Mekka tragen. An mir ziehen endlose Felsformationen vorbei und ich frage mich, mit welcher
- Mühsal die Reise wohl damals einhergegangen sein muss. Ich lehne mich zurück und lasse mir in Gedanken ein weiteres Mal die einzelnen Stationen der
- Hatsch durch den Kopf gehen, voller Vorfreude und voller Ungewissheit ob dessen, was mich erwarten mag.
- Nach einiger Zeit befinden wir uns am Mirad, der Grenze zum heiligen Gebiet, das Meckka in sich einschließt. Bevor wir die Grenze überschreiten,
- müssen wir uns jedoch in den Weizustand begeben und die Absicht zur Hadsch fassen. nichts außer zwei weiße schlichte Tücher, dem Pilgerwandt
- umhüllen nun unsere Körper und werden die nächsten Tage unsere einzigen Kleidungsstücke sein. Den Pilgerinnen hingegen wird hier eine besondere
- Erleichterung zu teilen. Sie können die Hadch in ihrer Alltagskleidung vollziehen. Für sie gibt es keine besonderen Kleidervorschriften für den
- Zustand. Bänker und Bettler sind nun nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Alle Äußerlichkeiten verlieren sich in
- Belanglosigkeit. Im Zentrum aller Kommunikation steht ab jetzt das Menschsein und die Beziehung zu Gott. Aber nicht nur unsere Kleidung
- hat sich geändert. Nun ist es den Pilgern verboten, sich zu streiten, die Haare und Fingernägel zu kürzen oder sich zu parfümieren. Und auch das Jagen
- und der geschlechtliche Verkehr mit dem Ehepartner ist dem Wallfahrer in dieser Zeit untersagt. Nichts soll den Pilger von seinem Gottesdienst ablenken.
- Gegen 23 Uhr erreichen wir endlich Meckka. Unser Hotel in Asisia liegt ca. 6 km von der heiligen Moschee entfernt.
- Ich bin erschöpft und müde und muss mich ein wenig ausruhen. Auf der Dachterrasse unserer Bleibe bieten sich mir hierfür einladend ein paar bequem aussehende
- Kissen an. Ich schlafe sofort ein. Um 1 Uhr in der Früh werde ich plötzlich geweckt und dann geht [musik] alles ganz schnell. Mein Herz fängt an zu rasen und
- ich weiß sofort, wir machen uns auf den Weg zur Moschee, die Kaaba zu begrüßen. Ich befinde mich auf dem obersten Stockwerk der Moschee und nähre mich
- gesenkten Blickes dem Gelände. einer Überlieferung zufolge [musik] erhört Allah die Gebete seines Dieners beim ersten Erblicken der Kaba.
- Ich hebe meinen Kopf langsam, mein Herz rast und dann kann [musik] ich sie sehen. Mich durchströmt ein überwältigendes
- Gefühl. Wie ein fiebriges Zittern [musik] fährt es mir durch den Leib und dann war da trotz der Hast nur noch Stille.
- Von oben wirkt der heilige Kubus und die vielen tausend Pilger, die ihn umrunden wie eine organische Einheit. Die Kaba, der Mittelpunkt, das [musik] Zentrum
- aller Hinwendung der Muslime. Und nun stehe ich betend vor ihr. Ich kann die Schönheit im Angesicht ihrer Schlichtheit kaum [musik] beschreiben.
- Hier laufen alle unsere Gebete zusammen. Alle wenden sich ihr zu. Wer sie nicht selbst gespürt hat, [musik] wird es niemals verstehen können. Allen
- Beschreibungen zum Trotz. Am nächsten Morgen beten wir gemeinsam auf dem Dach unserer Unterkunft.
- In wenigen Tagen beginnt die eigentliche Hadch. Wir schonen unsere Kräfte und bereiten uns auf das wichtigste Ereignis unseres Lebens vor. Schon bald geht es
- los. Wir haben den 8. Zulhijah. Die Hadchzeit hat begonnen. Wir brechen
- zu Fuß auf zur nahegenden Zeltstadt Mina. Von dort aus werden bis zum 13. Tag des Bilgermonats alle Rieten der Hatsch durchgeführt.
- Mina ist groß, sehr groß, so groß, dass man leicht die Orientierung verlieren kann, denn die nur zur Hatchzeit belebte Stadt gleicht einem großen Labyrinth.
- Alle Zelte und Straßen sehen gleich aus. Zur besseren Orientierung wurden unsere Zelte deshalb mit neongrünen Absperrbändern versehen.
- In Mina bemerke ich bereits am Ende des ersten Tages die Spuren der Hadsch an meinen Gewändern und meinem Körper. Mein Pilgergewand ist schmutzig und
- durchschwitzt. Ich schlafe auf dem Boden im Staub, Körper an Körper mit anderen Pilgern. Jedem von uns stehen in Mina für sich selbst und sein Gepäck wohl
- nicht mehr als ein Quadratmeter Wüste zur Verfügung. Da bleibt kaum Platz, sich auf seinem Schlafplatz zu wenden. Aber zum Ausruhen haben wir sowieso
- keine Zeit. Vorerst verbringen wir nur eine Nacht in der Zeltstadt. Bereits nach dem Sonnenaufgang des neunten Zulhijah machen wir uns auf die
- lange Reise zur Ebene von Arafe. Wir befinden uns auf dem Weg nach Harap. Das sind 12 bzw. 13 km Fußweg. Einige
- sind mit dem Bus gefahren. Auch ein ganz großer Teil, den wir jetzt ein paar mal schon gesehen haben, sind zu Fuß unterwegs
- mit uns hunderttausende von Menschen, die auf diesen Weg laufen. Überall auf der Straße sieht man Leute übernachten, die vielleicht keinen Platz in ein Zelt
- gefunden haben oder einfach kein Geld hatten in ein Zelt zu übernachten. Hadsch ist Arafa, sagte der Prophet Mohammed, Allahs Segen und Frieden sein
- auf ihm über jene weite Städte zu der wir nun aufgebrochen waren. Araf ist das Herz der Pilgerfahrt und unsere erste Station, die wir von Minner
- aus ansteuern. Alle Pilger versammeln sich dort, um in tiefer Einkehr, Gebet und demütiger Hingabe Allah um Vergebung zu bitten, in
- dem Wissen, dass von ihm alles abhängt, er jedoch völlig unabhängig von allem ist. Regelmäßige Pausen an stattigen Orten
- sind notwendig, um wieder zu Kräften zu kommen. Der 12 km Fußmarsch und die Wüstenhitze versetzen mich wieder in jenen [musik]
- trorartigen Zustand, wie ich ihn noch von Medina kenne. Ich folge dem Rhythmus meines Herzschlages [musik] und orientiere mich stätig an der Fahne
- unseres Reiseleiters. Schritt für Schritt nähern wir uns unserem Ziel.
- 6 Stunden später haben wir Araf erreicht. Ich bin völlig ausgelaugt. In dürftig hergerichteten Zelten, die gerade genug Schutz vor der
- unbarmherzigen Hitze der Sonne bieten, begeben wir uns nach einer kurzen Ansprache in die Stille. Es beginnt die wichtigste Zeit im Leben
- eines jeden Muslimen. Der Wuf, das Stehen vor Allah, ist neben ihram und Tawaf einer der unverzichtbaren Bestandteile der Hadj.
- Um mich herum herrscht eine [musik] bewegende Atmosphäre. Ich höre behutsam leise Stimmen hingebungsvoller Koranrezitation
- und Blicke in die Gesichter weinender Menschen. Ein gewaltiges Weinen und doch so still, voller Demut und Liebe aus den tiefsten Tiefen ihrer Seelen, jener
- Seelen, die einst vor Gott standen und bekannten. Ja, wir bezeugen, du bist unser Schöpfer. Und nun stehe ich hier unter all diesen
- Menschen und werde mir meiner Unbedeutsamkeit bewusst, welch ein Staubkorn im Universum bin ich. Ich bete, mein Herz wird warm und
- Tränen suchen sich ihre Wege meinen Wangen entlang und finden ihr Ziel im Sand zu meinen Füßen. Das Streben, das tief in unser
- allerinnersten eifert nach Anerkennung, Aufmerksamkeit, beruflichem Erfolg. Diese stille Sehnsucht danach, dass
- unser Tun und machen nicht unbemerkt bleibt, dass sich die Menschen möglichst auch nach unserem Sein noch an uns und unsere Taten erinnern, dass wir eben
- nicht unbedeutend waren. Dieser innere Schrei verstummte und die Erkenntnis in mir wogs, dass Allah alleine genügt als Zeuge für all
- unser Tun. Dieser Gedanke, balsam für meine unruhige Seele schenkte mir unendliche Ruhe und unermesslichen Frieden. Frieden
- mit mir selbst und Frieden mit meiner Umwelt. 10. Zulhijah. Die Sonne ist untergegangen und wir
- machen uns mit den Bussen auf den Weg nach Musdaliifer. Dort übernachtete der Prophet Mohammed Allahs Segen und Frieden seinen auf ihm
- unter freiem Himmel, ohne Zelt, ohne jeglichen Komfort. Ich nehme mir einen leeren Karton mit, den ich am Straßenrand in Ara finde.
- Dieser soll mir als Matratze dienen und mich vor spitzen Steinen disteln und gestrüpp schützen. In Mustellifer angekommen, beten wir das
- Abend und Nachtgebet auf staubigem Wüstenboden und sammeln kleine Steinchen, die wir die nächsten Tage für die Steinigung der Jamarat benötigen.
- Die Säulen markieren die Stellen, an denen Abraham damals den Teufel vertrieb. Alle vier Millionen Pilger schlafen in
- dieser Nacht auf dieser Ebene. Um uns herum tausende Pilger. Hier liegen sich fremd und bekannt gegenüber. Die letzten künstlichen Grenzen
- verschmelzen. Mit diesen Gedanken schlafe ich ein. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen. Wir machen uns wie die
- Verrichtung des Morgengebets fertig. Nach dem Gebet brechen wir wieder zur nahe gelegenen Zeltstadt Mina auf. Ein großer Teil der Pilgeren ist nun
- vollzogen. Wir machen uns auf den Weg zur Steinigung der Jamar. Heute wird nur die
- größte Säule Aljamara Elkubra aufgesucht. Sie liegt am weitesten von Mina entfernt und am nächsten zu Meckke. Zur
- Geschichte dieses Rituals erfahren wir aus einer Überlieferung, dass der Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, den Teufel mit Steinen vertrieb, da dieser
- ihn davon abhalten wollte, den Befehl Allahs auszuführen, nämlich seinen Sohn zu opfern. Für mich ist es, als würde ich mit jedem
- geworfenen Steinchen die letzten Reste an Verfehlungen von meinem Körper reißen. Ich fühle mich Wurf für Wurf leichter.
- Nach der Steinigung der großen Säule wird traditionell ein gesundes Opfertier geschlachtet als Symbol für Abrahams Gottvertrauen, der an Stelle seines
- Sohnes ein Tier opfern sollte, nachdem er Standhaftigkeit bewiesen hatte. Die meisten Pilger schlachten jedoch nicht mehr selbst. In der Regel beauftragt man
- eines der vielen Schlachthäuser mit diesem Ritual. Zu Fuß geht es dann weiter in Richtung Meckke. Wir widmen uns den letzten
- Rieten mit dem Rasieren der Haare. Schließlich legt man seinen ab und tritt aus dem Weizustand wieder aus. Mit jeder Menge Stolz und Glück, die
- Rieten alle gesund vollzogen zu haben, aber auch müde und erschöpft der vielen gelaufenen Kilometerwegen, geht es nun wieder zurück nach Mina.
- 11. bis 13. Zulhijah in Mina beginnt eine spannende Zeit. Denn dort gilt Selbstverpflegung. Auf die Empfehlung eines lieben Freundes
- hin folge ich der Tradition des Propheten Allahs Segen und Frieden sein auf ihm und kaufe mir Datteln für die nächsten drei Tage. Wasser gibt es
- überall. Trotz der Enge und der bescheidenden Umstände oder wahrscheinlich gerade deshalb genieße ich die Zeit hier in
- ganz besonderem Maße. [räuspern] In meinem Leben habe ich an keinem anderen Ort zuvor mehr Brüderlichkeit empfunden wie hier. Alles was wir haben,
- teilen wir. Wir organisieren gemeinsame Essenszeiten in unseren Zelten. Jeder bringt eine Kleinigkeit mit und ist darum bemüht, das Beste davon seinem
- Bruder zu schenken. In kurzer Zeit haben wir reich gedeckte Plätze. Es herrscht bescheidene Ausgelassenheit. Voller Dankbarkeit, Demut und Glück. Genießen
- wir die letzten drei Tage in Mina. Das einzige Hadschritual in dieser Zeit besteht in weiteren Steinigungen der Jamarat. Dieses Mal jedoch alle drei
- Säulen. Es ist geschafft. Die Hadch ist vorüber. Die letzte Woche unserer Reise
- verbringen wir in einem fünf Sterne Hotel 300 m vom Haram entfernt. Der Kontrast könnte kaum [musik] größer sein. Statt Datteln und Wasser bekommen
- wir hier täglich ein Dreigängemenü Kredenzt und können zwischen verschiedenen Säften wählen. Statt auf einem [musik] kleinen Fleckenwüstenstaub
- schlafe ich jetzt auf einer sieben Zonen Komfortmatratze. Und wo vorher Platz für zehn Pilger war, da teilen wir uns nun [musik] ein Zimmer
- zu dritt. Das ist doch eine schöne Belohnung für die anstrengende Zeit, [musik] rede ich mir ein. Mein Herz jedoch sehnt sich
- bereits während dieses Gedankens [musik] zurück nach Mina und Arafa. [musik]
- الله الله سمع الله لمن حمده ربنا ولد Ich
- nutze die letzten Tage meiner Reise und lasse mich von der Schönheit der Kaaba und der Vielfalt der Menschen verzaubern.
- Auf dem Weg zur Moschee lächelt mich ein älterer Pilger liebevoll an. Als ich sein Lächeln erwidere, deutet er mit seiner Hand auf sich und sagt:
- "Bangladesch! Ich verstehe und gebe ihm mit dem Finger auf meine Brusttippen zur Antwort: Germany, Alemania.
- Plötzlich erhebt er sich von seinem Gebetsteppich, kommt mir mit Tränen erfüllten Augen entgegen und umarmt mich so innig, als
- hätte er in mir einen lange vermissten Freund wiedergefunden. Diese intimen Begegnungen bewahren in ihrem unerschöpflichen Reichtum eine
- wichtige Erkenntnis. [schnauben] Wir haben alle das gleiche Ziel und dieses Ziel ein uns trotz aller
- Unterschiede. Als am Tag der Abreise, ich befinde mich wie bei meiner ersten Begegnung mit der
- Kaba, auf dem obersten Stockwerk, plötzlich der Gebetsruf ertönt und ich zu begreifen anfange, dass dieser das letzte Gebet einläutet, dass ich auf
- diesem heiligen Boden verrichten werde. füllen sich meine Augen mit Tränen und in mir erstargt das Gefühl, nie wieder gehen zu wollen.
- اشهد ان محمدا رسول الله
- اشهد اشهد ان محمدا رسول الله
- حي على حي على
- حي على الفلاح حي الفلا
Zum Nachlesen
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ʿUmraDie Umra ist Teil der Haddschrituale, kann aber im Gegensatz zum Haddsch jederzeit im Jahr und damit beliebig oft wiederholt werden. Die Umra ist Mandūb, also …
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