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Quantenmechanik 3: Materiewellen / De-Broglie-Wellen

Apolins Physik-Universum7:39 60.124 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
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  1. Bilder von Elektronenmikroskopen faszinieren durch ihren unglaublichen Detailreichtum z.B diese Pollen hier oder diese Eiskristalle aber warum kann
  2. man mit Elektronen die ja salop gesagt kleine harte Kügelchen sind überhaupt Bilder machen das liegt daran dass man jedem Teilchen und auch im Prinzip jedem
  3. makroskopischen Objekt wie diesem Tennisball hier eine Wellenlänge zuordnen kann um diese faszinierenden Materiewellen geht es in diesem Video
  4. [Musik] mit seinem doppelspaltexeriment fand Thomas Young 1801 einen Beleg für die
  5. Wellennatur des Lichts mit der Erklärung des fotoeffekts fand Albert Einstein 1905 einen Beleg für die teilchennatur des Lichts das habe ich in den letzten
  6. beiden Videos genau erklärt die Tatsache das Licht ein kuriosen welleteilchendualismus aufweist war ein unglaublicher Schock weil es das
  7. nach damaliger Ansicht nicht geben konnte nachdem man aber in den darauffolgenden Jahren noch andere experimentelle Belege für die
  8. teilchennatur des Lichts fand und die Wellennatur sowieso schon als gesichert galt musste man zehnenirchend den Dualismus in Kauf nehmen und dieser
  9. Dualismus ist es der uns schnurstraxs in die Quantenmechanik hineinführt im Jahr 1924 legte der französische Physiker Louis Bru noch
  10. einen oben drauf in seiner Dissertation stellte er die gewagte Frage warum soll der Dualismus nur für Photonen gelten und nicht auch für andere Teilchen warum
  11. sollten nicht z.B auch Elektronen Welleneigenschaften aufweisen de Bry kombinierte mehrere etablierte Gleichungen und konnte somit
  12. den Zusammenhang Lambda ist H durch M mal V herstellen Lambda ist die Wellenlänge die man einem Teilchen zuordnen kann h das blankche
  13. Wirkungsquantum m Masse des Teilchens und V seine Geschwindigkeit man könnte m mal V noch zum Impuls P zusammenziehen aber ich finde es transparenter wenn man
  14. m mal V getrennt stehen lässt was bedeutet diese Gleichung sie bedeutet dass man nicht nur Photonen eine Wellenlänge zuordnen kann sondern
  15. jeden beliebigen bewegten Masseteilchen z.B einem Elektron oder einem Molekül und hypothetisch auch diesem Tennisball oder einem Menschen das ist hier in der
  16. Tabelle zu sehen die wellenlängern der Photonen sind hier mit T durch F berechnet und die der Masseteilchen mit der depr
  17. Gleichung de BR Hypothese war schon sehr gewagt er erhob gewissermaßen den Dualismus zu einem allgemeinen Prinzip alles ist Welle und Teilchen zugleich
  18. man wusste nicht was man davon halten sollte Albert Einstein war der erste der öffentlich diese Idee unterstützte in einem Brief über debu schrieb er er hat
  19. den Zipfel eines großen Schleiers gelüftet und tatsächlich fand man bereits 3 Jahre später also 1927 experimentell den Beleg für die
  20. teilchennatur der Elektronen dieses originalexperiment von 1927 ist leider nicht sehr transparent deswegen erkläre ich ein wesentlich
  21. anschaulicheres Experiment von 1957 und zwar das schon wohlbekannte Doppelspaltexperiment wenn man Elektronen durch einen Doppelspalt
  22. schießt dann entstehen dahinter nicht zwei aufbreitstreifen wie man das von Kügelchen erwarten würde es entstehen viele Streifen und dieses Streifenmuster
  23. kann man wie beim Licht nur über Interferenz und somit mit den Welleneigenschaften der Elektronen erklären und somit war klar und belegt
  24. auch Elektronen sind Welle und Teilchen zugleich im Jahr 1999 gelang es ein Forschergruppe aus Wien riesenmoleküle bestehend aus 60 Kohlenstoffatomen zur
  25. Interferenz zu bringen man nennt diese quantenbrocken aufgrund ihres Aussehens auch fußballmoleküle bei diesem Versuch verwendete man ein
  26. Gitter das ist im Prinzip ein mehrfachspalt aber das Ergebnis ist analog zum Doppelspalt zu sehen es entsteht dahinter das typische
  27. Streifenmuster das sehr schön die Wellennatur dieser fußballmoleküle zeigt die Masse der fußballmoleküle ist mehr als eine Million mal größer als die von
  28. Elektronen und trotzdem haben diese Riesen Dinger Welleneigenschaften und können miteinander interferieren das ist unglaublich die deprugleichung erlaubt
  29. im Prinzip jeden bewegten ob Objekt eine Wellenlänge zuzuordnen also wie ich schon erwähnt habe auch diesem dennisball oder einem Menschen aber mit
  30. zunehmender Masse wird die Wellenlänge immer kleiner und kleiner und die Interferenzstreifen würden sich deswegen immer mehr zusammenschieben je größer
  31. ein Objekt also wird desto schwieriger wird es die Welleneigenschaften im Experiment nachzuweisen wo liegt die Grenze für den
  32. Nachweis von Interferenzerscheinungen bei großen Objekten das liegt letztlich am Einfallsreichtum der physikerinnen und Physiker weil es keine fixen Grenzen
  33. gibt jetzt mit Stand Ende 2023 liegt der Rekord bei der Interferenz von Molekülen mit 2000 Atomen makroskopische Objekte wie Tennisbälle oder Menschen wird man
  34. ziemlich sicher niemals zur Interferenz bringen können weil ihre Wellenlänge so wahnsinnig kurz ist und ungefähr im Bereich von 10-35 m liegt das ist die
  35. sogenannte planklänge und gilt in der Physik als kürzeste sinnvolle längereneinheit ich möchte zum Schluss noch mal auf das Elektronenmikroskop
  36. zurückkommen hier in diesem Bild sieht man den Vergleich zwischen einem Transmissionselektronenmikroskop und einem Lichtmikroskop man sieht dass sie
  37. ganz ähnlich aufgebaut sind warum kann man mit dem Elektronenmikroskop so viel mehr Details erkennen weil die Wellenlänge der Elektronen viel kürzer
  38. ist als die der Photonen was bringt aber die kürzere Wellenlänge in der Mikroskopie spielt t der Begriff Auflösung eine zentrale
  39. Rolle darunter versteht man den minimalen Abstand den zwei Objekte haben können damit man sie trotzdem noch als getrennt wahrnimmt je kürzer die
  40. Wellenlänge ist mit der ich diese Objekte quasi bestrahle desto besser wird das Auflösungsvermögen das kann man mit einer wellensimulation sehr gut
  41. zeigen hier sieht man zwei mikroskopische Objekte wenn die Länge der verwendeten Welle größer ist als der Abstand der beiden Objekte dann entsteht
  42. dahinter ein Zi schwach ausgeprägtes Beugungsmuster man würde diese beiden Objekte in einem Mikroskop daher ziemlich unscharf sehen und vor allem
  43. nicht voneinander getrennt je kürzer die Wellenlänge wird desto detaillierter wird das Beugungsbild hinter den beiden Objekten und desto schärfer sind sie zu
  44. sehen bis man sie schließlich als getrennt wahrnehmen kann weil die Elektronen im Elektronenmikroskop eine so viel kürzere Wellenlänge haben als
  45. die Photonen im Lichtmikroskop kann man mit dem Elektronenmikroskop viel detailliertere Strukturen auflösen
  46. Elektronenmikroskope liefern übrigens immer nur schwarz-weiß Bilder aber oft koloriert man diese damit sie noch beeindruckender wirken

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