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Bertolt Brecht: Exillyrik | Deutsch | Autoren
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 18 Zeilen
- Deutschland, 1933. Anfang des Jahres wird Bertolt Brechts Drama “Die Maßnahme” aufgeführt.
- Doch mitten in der Vorstellung unterbricht die Polizei das Theaterstück und erteilt ein Weiterspielverbot.
- Nach Hitlers Machtergreifung hat eine Verfolgung von Menschen mit abweichenden politischen oder religiösen Einstellungen begonnen.
- Wie über 2.000 andere Autoren flieht Brecht als überzeugter Sozialist daraufhin aus Deutschland ins Exil.
- Mit Familie und Freunden geht es über Prag, Wien, Zürich und Paris nach Dänemark zu einer befreundeten Schriftstellerin.
- Dort bleiben sie für 5 Jahre. 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, flüchtet Brecht nach Schweden und schließlich über
- Finnland und Russland in die USA. Erst 1948 kehrt er nach Deutschland zurück.
- Wie viele andere ausgewanderte Autoren schreibt Brecht im Exil weiter - vor allem über das Exil. Brecht ist es wichtig, nicht als Emigrant, sondern als Exilant bezeichnet zu werden.
- Denn Emigranten wandern freiwillig aus. Ein Exilant aber sei jemand, der aufgrund seiner politischen oder religiösen Gesinnung
- gezwungen werde, seine Heimat zu verlassen. Ein Vertriebener, der auf seine Befreiung durch Änderung des politischen Systems im
- Heimatland wartet. In den Jahren 1933 bis 1947 verfasst Brecht neben Dramen und Prosa auch zahlreiche Gedichte:
- die sogenannte Exillyrik. In seinem Gedicht “Über die Bezeichnung Emigranten” schrieb Brecht:
- Unruhig sitzen wir so, möglich nahe den Grenzen, Wartend des Tages des Rückkehr, jede kleinste Veränderung Jenseits der Grenze beobachtend, jeden Ankömmling
- Eifrig befragend, nichts vergessend uns nicht aufgebend. Die Exilliteratur und Exillyrik befasst sich also zum großen Teil mit der Situation im Exil.
- Die Exilanten schildern ihre Erfahrungen und Gefühle im neuen Heimatland. Ihre Leben war geprägt durch die permanente Furcht vor Abschiebung, die Bedrohung durch
- NS-Agenten, die Ablehnung durch die Bevölkerung und den Entzug der schriftstellerischen Existenzgrundlage. Das vorherrschende Gefühl war Heimweh, die Sehnsucht nach dem Mutterland.
- Niemand verstand ihre Sprache oder was sie schrieben. Sie hatten teilweise keine Staatsbürgerschaft mehr und wurden nur geduldet ohne Arbeitserlaubnis.
- Die Folge: Heimat- und Identitätsverlust sowie Entwurzelung. Brecht schrieb sehr offen und reflektiert über das Exil - wie im Gedicht...
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