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Nie wieder Krieg!? - Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Huber - 17.04.2023
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 500 Zeilen
- [Musik] [Applaus]
- wie lieblich sind die boten die den Frieden verkündigen vielen Dank für eure Einstimmung heute Abend der Posaunenchor mit gewisser Verstärkung und Leitung von
- Kathrin Kilian danke im Namen der vier Kirchengemeinden die diesen Abend gemeinsam veranstalten also im Namen der Eninger Ökumene darf ich sie alle
- willkommen heißen bevor Professor Dr Huber zu uns spricht darf ich Ihnen unseren Referenten der extra für uns aus Berlin angereist ist
- mit einigen Worten vorstellen Wolfgang Huber wurde in Straßburg geboren er wuchs wenn ich es recht weiß als jüngster von fünf Brüdern im
- Schwarzwald und in Freiburg im Breisgau auf nach dem Abitur studierte er in Heidelberg Göttingen und Tübingen evangelische Theologie er promovierte
- 1966 und wurde 1972 habilitiert seine kirchliche Laufbahn startete er sie wissen dass vielleicht
- 1966 als WK in Betzingen da ja besonders
- das ist gerade mal acht Kilometer von hier entfernt auf der anderen Seite von Reutlingen das schwäbische Milieu ist ihm also durchaus vertraut
- schon 1973 wurde er Mitglieder der Kammer veröffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland es folgten Professoren in Marburg und
- Heidelberg 1985 leitete er als Präsidentin Kirchentag in Düsseldorf 1994 Trader das Amt als Bischof der
- evangelischen Kirche Berlin Brandenburg schlesische Oberlausitz so die heutige Bezeichnung an 2003 wurden sie zum
- Ratsvorsitzenden der EKD gewählt und waren damit höchster Repräsentant von damals 25 Millionen evangelischen in Deutschland
- 2006 erschien das von ihnen maßgeblich geprägt Impulspapier ich habe das hier mitgebracht Kirche der Freiheit vor allem ihre Forderung nach
- Leistungsbereitschaft und Qualitätsbewusstsein hat fast reflexartigen Widerspruch hervorgerufen
- mit mir persönlich gefallen bis heute die in ihrem damaligen Vorwort genannten vier Leitlinien sie gefallen mir so gut dass
- ich sie hier zitieren möchte die Kirche so schrieben sie braucht geistliche Profilierung statt undeutliche Aktivität Schwerpunktsetzung statt Vollständigkeit
- Beweglichkeit in den Formen statt Klammern eine Strukturen Außenorientierung statt selbst Genügsamkeit
- bis 2009 waren sie Bischof und Ratsvorsitzender 2010 und 2012 als er schon offiziell im Ruhestand waren sie im Gespräch als
- Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten verheiratet sind sie seit dem Betzinger Zeiten mit Kara huber-
- und sechs Enkelkinder heute widmen sie sich vor allem der Wertevermittlung in Wirtschaft und Gesellschaft
- als digitale Mustergemeinde zu der wir vor anderthalb Jahren ausgewählt wurden interessiert uns natürlich auch ihr ich glaube das ist das neueste Buch zur
- Ethik der Digitalisierung es findet sich auch hinten auf dem Büchertisch seit dem 24 Februar 2022 beschäftigt und der Ukraine Krieg der eigentlich schon
- acht Jahre vorher mit der Besetzung der Krim begann seit über einem Jahr beten wir Christen aus verschiedenen Konfessionen gemeinsam
- jeden Freitag für den Frieden im Winter Halbjahr sind wir immer um diesen wunderbaren Welten Leuchte gestanden seit der Zeitumstellung wieder am Termin
- im Freien wie viele andere sind wir ratlos wie dieser Konflikt gelöst werden könnte
- wir freuen uns sehr dass wir als Eninger Ökumene Sie Herr Professor Dr Wolfgang Huber gewinnen konnten heute zu uns zu sprechen
- ihre Zeit in ihrer Zeit als Ratsvorsitzender haben sie die friedensdenkschritte EKD
- maßgeblich begleitet sie gelten als ehemaliges Mitglied im Nationalen Ethikrat und im deutschen Ethikrat als eine gewichtige Stimme in
- ethischen Fragen und in ethischen Streitfragen ihr Thema lautet heute nie wieder Krieg Friedensethik in der Zeitenwende
- seien sie uns herzlich Willkommen wir sind gespannt was sie uns zu sagen haben [Applaus]
- ja noch eins in jeder Bankreihe gibt es so Zettel und Stifte dort können Sie Fragen notieren wenn sie jetzt schon haben auch jetzt
- schon aber vielleicht auch während des Vortrags und am Ende des Vortrags wird noch mal Musikstück zu hören sein und dann
- sammeln wir diese Fragen ein und versuchen Sie so ein bisschen zu bündeln und unserem Referenten zum Beantworten zu geben aber jetzt sind wir gespannt
- auf ihren Vortrag danke vielen herzlichen Dank liebe Herr Eisler für diese freundliche Begrüßung die in
- mir tatsächlich ein Stück Heimatgefühl auch vermittelt hat in der Tat war die waren die zwei Jahre die meine Frau und ich und dann nach einiger
- Zeit auch unser ältester Sohn in acht Kilometer von hier verbracht haben in Reutlingen Betzingen das können Sie sich vorstellen eine prägende Zeit sie ist
- lang genug her dass ich sagen kann eine prägende Zeit für unser ganzes Leben für mich war nach dem Studium in Tübingen die Tatsache dass die
- württembergische Landeskirche mich freundlich aufgenommen hat ursprünglich war ich in Baden beheimatet bis zum heutigen Tag sehr wichtig ich
- gebe ehrlich und freiwillig zu dass ich seitdem mit der evangelischen Kirche in Württemberg ganz besonders nahe und dankbarer und solidarische Gefühle habe
- deswegen gab es keinen Zweifel daran dass ich diese Einladung heute auch sehr gerne wahrnehmen würde
- als ich von Reutlingen Bettingen aufgebrochen bin nach Heidelberg habe ich das getan weil ich an einem kirchlichen Forschungsinstitut mich
- beteiligen durfte an einem Forschungsprojekt mit dem Titel der Beitrag von Theologie und Kirche zum Frieden
- das war im Jahre 1968 kurz nach der Epoche machendenkschrift der evangelischen Kirche zum Verhältnis Deutschlands zu seinen östlichen
- Nachbarn der sogenannten ostdenkschrift der evangelischen Kirche die bis zum heutigen Tag von manchen als der wichtigste unmittelbare Beitrag der
- Evangelischen Kirche in Deutschland zur Gestaltung des Friedens angesehen wurde mit der Überzeugung dass man mit den östlichen
- Nachbarn Frieden wirklich gestalten muss und das dazu gehört dass wir die Konsequenzen anerkennen die sich aus dem von Deutschland
- in Gang gebrachten Zweiten Weltkrieg ergeben haben auch der Verzicht auf die Teile Deutschlands östlich von Oder und Neiße das waren die
- großen Themen die die evangelische Kirche in Deutschland damals behandelt hat womit sie wichtige politische Schritte
- auch mit vorbereitet hat die sich anschließend ergeben haben ich sage das auch deswegen weil es ja gar nicht so klar ist in welchen Situationen wie als
- Kirche eigentlich die Möglichkeit haben auf politische Entwicklungen die friedensfördernd sind auch selber etwas
- zu tun und wenn wir das auf unsere heutige Situation übertragen dann wissen wir dass wir
- eingestehen müssen dass wir in dieser sehr bedrückenden Situation vor allem auch Gefühle von Ratlosigkeit entwickeln und ich glaube dass im
- kirchlichen Bereich auch dafür Raum sein muss dass wir nicht von vornherein denken dass wir für alles eine Lösung haben und wenn es dann unterschiedliche
- Lösungen sind dann entsteht Konflikt sondern dass wir zunächst einmal auch in Ruhe sagen und uns wechselseitig eingestehen
- dass wir mehr offene Fragen als geklärte Antworten haben aber natürlich kann es bei den offenen Fragen nicht bleiben wir müssen uns auch
- solidarisch beteiligen und zwar nicht nur die Kirche als Institution sondern wir als Christinnen und Christen die wir zur gleich Staatsbürgerinnen und
- Staatsbürger sind und deswegen uns an der politischen Meinungsbildung auch auf diesem Weg beteiligen müssen und das angesichts einer
- sehr beunruhigenden Situation zwar teile ich die Auffassung nicht
- dass wir es mit dem Beginn des Ukraine Kriegs so klingt es beim in manchen Ohren zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten
- Weltkriegs mit einem Krieg zu tun hätten der uns in irgendeiner Weise persönlich betrifft ich jedenfalls bin der Überzeugung dass
- die Krieger auf dem Ball kam und genauso unmittelbar betroffen haben ich finde auch dass kriegerische Situationen in Syrien oder in
- Afghanistan in vielen Teilen in Afrikas unserem Nachbar Kontinenten nicht gleichgültig sein können ich bin vor einiger Zeit in Ruanda gewesen wovor
- unseren Augen eine der größten Völkermorde stattgefunden hat nach dem Zweiten Weltkrieg also man muss sich klar machen dass
- nicht jetzt zum ersten Mal Krieg stattfindet sondern Gott sei es geklagt an vielen Orten und in großer
- Zahl das
- unterstreiche ich auch im Blick auf die Ukraine noch einmal unter einem anderen Gesichtspunkt die kriegerische kriegerischen Eingriffe Russlands in das
- Gebiet der Ukraine haben nicht erst am 23 Februar 2022 angefangen dem ist vorausgegangen nicht nur die Okkupation
- der Krim sondern auch schon militärische Eingriffe in den Bereich des Landes im Osten der Ukraine und wir müssen uns schon die Frage
- stellen ob wir eigentlich die vorausgehenden die beginnenden Schritte ernst genug genommen haben
- aber damit leugne ich nicht dass wir als Christen eine große Aufgabe darin haben
- deutlich zu machen wie es der die erste Vollversammlung des ökumenischen Rats der Kirchen 1948 in Amsterdam gesagt hat Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein
- in dem Sinn nie wieder Krieg bloß wenn wir das aussprechen müssen wir eben ganz klar sagen dass wir auch schon vor dem Ukraine Krieg und der Frage
- intensiver hätten zuwenden müssen was können wir denn beitragen um Kriege zu vermeiden wie können wir dazu etwas
- beitragen das gewaltfreie Beiträge zur Lösung von Konflikten eine größere Rolle spielen und häufiger auch geachtet und
- eingesetzt werden mit diesen Überlegungen bestreite ich nicht dass es mir genauso ging wie
- vielen dass der Angriff auf die Ukraine noch einmal eine neue Qualität hatte und das deswegen sich sehr schnell erstaunlich schnell auch die Frage
- gestellt hat was wir in Deutschland was wir in Europa was wir in der westlichen Staatengemeinschaft dazu beitragen können um diesem Angriffskrieg möglichst
- schnell und möglichst wirksam ein Ende zu setzen schon in den ersten Tagen nach dem Ausbruch dieses Krieges nämlich am 27
- Februar 2022 hat Bundeskanzler Olaf Scholz vor dem Deutschen Bundestag die Formel von der Zeitenwende
- verwendet wir erleben eine Zeitenwende und das bedeutet die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor er sprach von einer Zeitenwende in der
- Geschichte unseres Kontinents die sich durch den Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine vollzogen habe daraus leitete er eine gemeinsame
- europäische Verpflichtung ab er unterstrich dass die Stärke freier Demokratien auch in dieser Zeitenwende und darüber hinaus
- Bestand haben muss in der Debatte nahm der 1973 geborene SPD-Abgeordnete Nils Schmidt der hier aus der Region stammt die Rede von der
- Zeitenwende in der Form einer Steigerung auf es sei so sagte er nicht nur eine Zeitenwende eingetreten sondern offenbar
- mehr diese Zuspitzung erläuterte er mit folgenden Worten es ist auch das Ende der Hoffnung einer ganzen Generation
- die nicht von 68 und der Nachrüstungsdebatte geprägt ist sondern von der Zeitenwende 89 und dem Aufbruch hin zu unseren
- osteuropäischen Partnern deshalb ist dieses Ereignis dieser Einschnitt in unserer europäische Geschichte so bitter für viele aus
- meiner Generation ich habe einen Augenblick gebraucht um die Reichweite dieser Äußerung von Nils
- Schmidt zu verstehen und sie ist damals in der Berichterstattung über diese Bundestagsdebatte leider auch zu sehr untergegangen
- aber für mich auch biografisch von meiner eigenen Lebensgeschichte her kann ich das sehr gut nachvollziehen was Nils Schmidt da gesagt hat
- wie steht es um die Hoffnung die wir mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Ost-West-Konflikts verbunden haben und das ist doch die Hoffnung die wir
- gehabt haben 1989 90 wo ist diese Hoffnung geblieben soll dieser Krieg am Ende zur Folge haben dass wir einen vergleichbaren
- ost-west- 1990 hatten bekommen wir eine neue
- weltgeschichtliche Situation in der Blöcke sich wieder so gegeneinander stellen wie wir das nach 1945 zu lange erlebt hatten und wovon
- wir meinten dass wir es 1990 überwunden hatten man muss diese Vorgänge auch einmal in diesen größeren Zusammenhang Rücken und
- im übrigen dann auch den Mut haben diese Frage mit der Rolle Chinas und im Verhältnis zwischen China und Russland ins Verhältnis zu setzen und dann spürt
- man das hinter diesem und zum Augenblick besonders bedrängten Krieg gleichzeitig große Fragen anstehen die die Frage aller jetzt lebenden
- Generationen in unserem Land in Europa und darüber hinaus betreffen auf welche politische Zukunft gehen unsere Enkel zu
- die Frage ist nicht so abwegig aber dann wird klar was auf dem Spiel steht nämlich dass wir Frieden langfristig und nachhaltig denken müssen
- und dass wir in der Konflikt in dem klare Sprache notwendig ist gleichzeitig doch auch mit denken müssen wie kann man aus diesem Konflikt wieder
- rauskommen so dass nicht eine nächste kriegerische Auseinandersetzung sich mit innerer Notwendigkeit daran anschließt ich habe Verständnis dafür dass
- Politiker die am gegenwärtigen Konflikt unmittelbar beteiligt sind zurückhaltend sind darin solche längerfristigen Fragen zu stellen
- aber insgesamt bin ich davon überzeugt dass wir diese Fragen überhaupt nicht ignorieren dürfen insofern sind wir nicht nur
- mitverantwortlich dafür wie der Ukraine Konflikt ein friedliches Ende finden kann sondern wir sind auch daran beteiligt
- uns zu überlegen wie kann es denn überhaupt mit dieser Welt weitergehen so dass nicht ein Krieg auf den anderen folgt
- in diesen Horizont will ich will ich die Frage die uns heute Abend beschäftigt einordnen und ich will auf diesem
- Hintergrund in einem nächsten Schritt etwas zu der Frage sagen haben wir als christliche Kirchen eigentlich eine eigene Position
- und worin besteht diese Position die erste und in gewisser Weise elementarste
- Frage die Christen still wenn sie sich mit seiner solchen Frage konfrontiert sehen ist die Frage was sagt die Heilige Schrift was sagen
- das Alte und Neue Testament was sagt die biblische Überlieferung zu diesem Thema lassen Sie mich in der notwendigen kurze versuchen dazu
- zwei drei Gesichtspunkte zu sagen der erste wir haben in den letzten Jahrzehnten
- die große Bedeutung der biblischen Friedensbotschaft gerade auch im Blick auf den Beitrag des Alten Testaments der hebräischen Bibel
- thematisiert weil sie in so eindrucksvoller Form eine Vision des Friedens dargestellt hat die für die Entwicklung in unserem
- eigenen Land eine sehr große Rolle gespielt hat weil sie zusammengefasst in der Aussage des Jesaja
- das Schwert hat zu klugscharen und Sperre zu winzermessener gemacht werden weil wir diese große Vision der
- Umwandlung von kriegsgeräten zu Instrumenten des Friedens so eindringlich vor Augen geführt haben als dieser Grundgedanke eine Rolle große
- Rolle gespielt hat bei der Vorbereitung der friedlichen Revolution im Osten Europas und im Ostteil Deutschlands und wir von daher auch eine Erfahrung
- haben die sagt ja es gibt Situationen in denen die Absage an die Gewalt tatsächlich Geschichte verändern kann denn das was die christlichen
- Friedensgruppen in der großen Bürgerbewegung in der DDR 1989 getan haben war dass sie sich eingemischt haben in die großen
- Kundgebungen mit dem Satz nur keiner Gewalt und das hat auch Wirkung gehabt segensreiche Wirkung
- von daher ist diese Botschaft des Alten Testaments von großer Bedeutung sie hat uns in den Kirchen dazu ermutigt
- uns am Leitfaden des Gerechten Friedens des biblischen schalomen im umfassenden Sinn zu orientieren und zu versuchen daraus
- Konsequenzen zu ziehen ist eine große Schritt nach vorne gewesen
- allerdings muss man zugleich sagen dass diese alttestamentliche Vision als solche noch keine
- Anleitung dafür in sich enthält wie man das denn nun machen soll Frieden organisieren ohne Gewalt deswegen
- wendet sich die Frage in einem nächsten Schritt dahin ob wir eigentlich im Neuen Testament konkreteres darüber erfahren können wie
- Christen sich zur Aufgabe des Friedens verhalten und da haben wir auf der einen Seite natürlich die große und großartiger
- Herausforderung durch die Bergpredigt selig sind die Friedenstifter denn sie werden Gottes Kinder heißen wieder und Lieder versuche ich zu betonen
- Friedensstifter heißt es da friedensmacher sogar wenn man es wörtlich übersetzt nicht etwa wie manche es übersetzen die
- Friedfertigen obwohl in diesem Wort ursprünglich auch steht Frieden machen den fertigen ist ja wie alle Handwerker wissen nichts
- anderes als etwas machen aber daraus ist ja in unserem Denken geworden friedfertig bedeutet die Hände in den Schoß legen und andere machen lassen so
- ist es in der Bergpredigt nicht gemeint und deswegen geht Jesus in der Bergpredigt noch einen Schritt weiter und dieser Schritt ist
- praktisch zu zeigen dass es Möglichkeiten gewaltfreien Handeln es gibt die die Situation verändern
- Jesus wählt dafür die Form der Beispiels Erzählungen der knappen Beispiels Erzählungen und ich muss Ihnen die drei kurz in Erinnerung rufen weil sie sehr
- häufig zu klischeehaft dargestellt werden
- die erste heißt wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt halte ihm auch die Linke hin
- wir interpretieren das immer so als dass man aufgefordert wäre auf Gewalt so zu reagieren dass man hinnimmt wenn die Gewalt noch einmal verdoppelt wird
- das ist aber nicht der präzise Sinn dieser beispielsgeschichte um den zu erfassen muss man sich einen Augenblick überlegen was bedeutet das
- denn wenn gesagt wird jemandem werde auf die rechte Backe geschlagen das schon zur Zeit Jesu wie bis zum heutigen Tag die Mehrheit der Menschen
- Rechtshänder sind muss man davon ausgehen dass die der Schlag mit der rechten Hand gemacht wird wenn man mit der rechten Hand einen
- anderen Menschen schlägt dann schlägt man ihm als mit dem rechten Hand auf die rechte Seite schlägt dann schlägt man ihm mit
- dem Handrücken auf die Backe ja hier ist meine rechte Hand der andere steht mir gegenüber seine rechte Backe
- erreiche ich nur wenn ich ihn so schlagen das galt schon in biblischen Zeiten als ehrenrührige Handlungsweise
- wenn einer das macht dann halte ihm wenigstens die Linke hin damit er wenigstens dran denkt wenn schon schlagen dann mit offener Hand mit
- offenem Visier sozusagen ehrlich von Mensch zu Mensch also die Gewalttat durch eine überraschende Reaktion überwinden
- nämlich denk doch mal nach was du tust wenn schon dann mach es mit offener Hand die zweite beispielsgeschichte handelt davon dass
- jemand der Schulden hat von seinem Gläubiger aufgefordert wird die Schulden zu
- begleichen er kann es nicht daraufhin nimmt der Gläubiger das Kostbarste was der arme Menschen noch
- hat nämlich seinen Mantel er tut damit etwas was er überhaupt nicht darf denn
- in den Mittelmeerländern mit ihren kalten Nächten braucht man den Mantel nicht nur um Tags umher zu gehen sondern zugleich als Decke um sich nachts vor
- der Kälte zu schützen der Gläubiger macht etwas was wir heute als menschenrechtswidrig ansehen würden
- die Menschen vor dem Menschen den elementarsten schützen und der Rat geht dahin zeige ihm die Absurdität seines Handelns
- in dem du noch einen Schritt weiter gehst gib ihm dein Kleid dein Kleidungsstück zeig ihm dass er dich praktisch nackt
- dahin stellt damit er sein Verhalten versteht und verändert
- und die dritte Beispiels Erzählung die Jesus wählt ist die Situation zwischen einem Israeliten und Soldaten Soldaten der
- römischen Besatzungsmacht der nutzt den Israeliten zu spannendsten aus
- so gefordert wird er soll das Gepäck des anderen tragen hat mehrere Möglichkeiten wie er sich verhalten kann er kann versuchen sich dem zu verweigern mit
- allen Risiken die er da läuft in der Auseinandersetzung mit der römischen Besatzungsmacht er kann seine Beteiligung auf das
- Minimum reduzieren also eine Meile mitgehen dann kann der sich nicht beschweren schweigend und grimmig neben ihm
- hergehen und dann sagen hier hast du deine Sachen wieder oder in sozusagen zu überrumpeln
- indem er nicht nur eine Meile sondern zwei ja sogar drei Meilen mit ihm geht ihn zu überraschen und was liegt näher als das aus dieser
- Überraschung ein Gespräch entsteht etwas Neues entsteht Versöhnung möglich wird das sind die drei Beispiele
- die ich außerordentlich spannend aus der Situation der damaligen Zeit heraus entwickelt finde und die klar machen dass Jesus in der Bergpredigt nicht
- wie es immer gesagt wird ein abstraktes Prinzip der Gewaltlosigkeit den Menschen vor Augen stellt sondern er zeigt dass
- Gewaltlosigkeit möglich ist und dass die Situation zu verändern vermag also nicht ein allgemeines Prinzip der Gewaltlosigkeit sondern der konkrete
- Vorrang der Gewaltlosigkeit vor allen Mitteln der Gewalt aber unter dem Gesichtspunkt dass diese Gewaltlosigkeit auch etwas bewirkt
- das führt schließlich zu der Frage ob eigentlich diese Einladung zur Gewaltlosigkeit so wichtig sie ist
- so beeindruckend ihre geschichtlichen Wirkungen sind der beste Leser der Bergpredigt Jesu war der Hindu Mahatma Gandhi der auf seine
- Weise gezeigt hat dass Gewaltlosigkeit die Situation wirklich verändern kann man nehme das Beispiel des salzmarsch mit dem man hat man dann die auf absolut
- friedliche Weise das britische Salzmonopol durchbrochen und damit den Anfang zur Befreiung Indiens von der Kolonialherrschaft
- Englands gesetzt hat und es kein Zufall übrigens dass Dietrich Bonhoeffer den wir auch kennen als einen Anwalt der Gewaltlosigkeit
- außerordentlich viel Gewicht darauf gelegt hat dass er damit nicht einen abstraktes Prinzip meinte sondern eine konkrete Situation in der man hier mit
- auch wirklich etwas bewegen kann das führt zu der Frage ob eigentlich im Neuen Testament andere Situationen
- in den Gewaltlosigkeit möglicherweise nicht das erbringt was man erhofft ob das Neue Testament auch andere Hinweise dafür bekommt dass die
- Bändigung der Gewalt möglicherweise auch auf andere Weise zu Wege gebracht wird bleiben wir auch an diesem Punkt bei den
- Aussagen und Hinweisen Jesu dann haben wir jedenfalls zwei die ein gewisses nachdenken aber rufen durften das eine ist das berühmte der berühmte
- Satz gibt im Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist ein vorbehaltloses ja zur
- politischen Herrschaft die auch damals die Eindämmung von Gewalt gegebenenfalls mit den Mitteln der
- Gewalt vorgesehen hat und es gibt wieder Heidelberger neue testamentler Tyson
- deutlich gemacht hat darüber hinaus bei Jesus und auch an anderen Stellen des Neuen Testaments erstaunliche Beispiele für die
- Anerkennung des Soldaten Berufs der Hauptmann von Kapern um wird nicht weggeschickt mit seinem Wunsch dass ein Kind wieder
- gesund gemacht wird der Hauptmann Kornelius in der Apostelgeschichte ist der erste Mensch außerhalb des jüdischen Volkes der zum
- Christen getauft wird da wird natürlich nicht kritiklos Verhalten gut geheißen aber es ist wichtig
- zu sehen dass politische Herrschaft mit der Aufgabe Gewalt zu bändigen
- dass diese politische Herrschaft bejaht wird aber es gibt einen Horizont der als drittes schließlich genannt werden muss
- in einem Geist und in einer Atmosphäre die vom Gebot der Feindesliebe geprägtes jesus sagt das deutlich genug der
- Apostel Paulus sagt es ausdrücklich an der Stelle an der er zugleich ähnlich wie Jesus gibt im Kaiser was das Kaisers ist und Gott was Gottes ist die
- politische Herrschaft bejaht und ihre Pflicht für Recht und Ordnung zu sorgen bestätigt aber genau im selben
- Zusammenhang das Gebot der Feindesliebe als ein besonderes christliches Gebot in den Vordergrund stellt
- was lehrt uns das dieser wie ich zugeben muss sehr bedrängte aber vielleicht doch nicht unwichtige Blick darauf was wir aus den biblischen Texten lernen können
- das Leitbild des Friedens die Vision des Friedens als die bestimmende Aufgabe den Vorrang der Gewaltfreiheit vor allen
- Mitteln der Gewalt die Orientierung am Gebot der Feindesliebe auch im Konflikt aber zugleich
- die politische Aufgabe Mittel zur Verfügung zu stellen die Gewalt eindämmen und beenden können wir haben also schon in der biblischen
- Tradition eine komplementäre Verhältnisbestimmung zwischen dem
- Vorrang der Gewaltfreiheit und der Anerkennung dessen dass die politische Herrschaft zur Bändigung der Gewalt im äußersten Notfall auch selbst
- Gewalt einsetzen kann die evangelische Kirche in Deutschland hat
- aus dieser Komplementarität innerhalb der christlichen Friedensethik eine Folgerung gezogen in ihrer
- friedensdenkschaft von 2007 dass sie gesagt hat wir müssen uns die Fragen in denen es äußersten falls zum
- Einsatz von Gewalt um des Rechts und des Friedens willen kommen kann im Zusammenhang anschauen und sie ethisch gemeinsam beurteilen
- vier solche Fälle werden unterschieden ich gehe mal von vom kleineren zum größeren vor das kleinere
- obwohl in der Situation des Einzelnen ist die Situation der Notwehr
- die Situation der Notwehr ist daran gebunden dass jemand bedroht wird lebensgefährlich bedroht wird und dass er die Möglichkeit sieht und auch von
- ihr Gebrauch macht dem durch gegen Gewalt ein Ende zu machen es ist allgemeiner moralischer Konsens dass das zwar ein
- bitterer Konflikt ist aber niemanden würde man deswegen verurteilen weil er eine solche Notwehrhandlung begangen hat und niemandem würde man man unterstellen
- dass er überhaupt keinen Sinn für den Vorrang der Gewaltfreiheit hat wenn er in einer solchen Situation der Notwehr oder der Nothilfe etwas anderes getan
- hätte und in diesem Fall gilt der
- berühmte Satz Dietrich Bonhoeffers der im Gefängnis die Situation beschrieben hat wenn ein Autofahrer auf dem Kurfürstendamm in
- Berlin auf den Bürgersteig fährt und Fußgänger zu gefährden gefährdet dann kann ich als
- Pfarrer nicht daneben stehen und anschließend die Toten beerdigen sondern da muss ich versuchen dazwischen zu kommen und der Sache ein Ende zu machen
- ich hatte sehr berührt dass vor einem Jahr in Berlin am Kurfürstendamm sozusagen genau an der von dietrich-bonhoeffer beschriebenen Stelle
- genauso ein Fall eingetreten ist und niemand war da der helfen konnte oder zu helfen wusste und eine hessische Schulklasse ist der größte Lebensgefahr
- gekommen und es hat Verletzte und Tote gegeben das ist die Situation von Notwehr und Nothilfe
- die nächste Situation ist die Situation der Polizei Polizisten sind bewaffnet und wir halten es für richtig dass sie
- bewaffnet sind die Benutzung der Waffe ist strengen Regeln unterworfen und es gibt bisweilen sehr belastende und schwierige Prozesse
- gegen Polizisten darüber ob sie ihre Waffe in rechtmäßig eingesetzt haben oder nicht also ganz klar die Aussage nur als
- äußerstes Mittel darf es eingesetzt werden aber wir haben keine größere Diskussion in diesem Land darüber dass Polizisten Waffen tragen und dass sie in
- schwierigen Situationen diese Waffen auch einsetzen
- dann haben wir als drittes die Situation des Staatsstreichs der Diktatur wir wissen wie schwierig es ist eine solche Situation mit Gewalt zu beenden
- und wir haben alle das misslungene Beispiel das missglückte Beispiel des 20 Juli 1944 vor Augen
- aber ich habe immer auch vor Augen wie viele Menschen leben gerettet worden wären wenn dieser
- Staatsstreich etwas bewirkt hätte wenn diese dieser Widerstand zum Erfolg gekommen wären Millionen von Menschen die in den
- letzten Kriegsmonaten also nach dem 20 Juli 1944 ums Leben gebracht worden sind und die Denkschrift der Evangelischen Kirche in
- Deutschland sagt wir müssen die militärische Gewalt in diesen Zusammenhang einordnen und unter dem gleichen Kriterium nämlich einer der
- Einsatz von Gewalt zur Wiederherstellung des Rechts zur und das heißt dass der Einsatz von Gewalt als äußerste Mittel zur Beendigung der
- Gewalt das ist in der Linie dieser vier Beispiele das Ergebnis also auch wieder eine Komplementarität
- die den klaren Vorrang der Gewaltlosigkeit festhält die den Einsatz der Gewalt nur als äußerst
- Notfall nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und klar unter dem Gesichtspunkt dass es zum Frieden führen kann und soll eingesetzt wird
- das ist die das Ergebnis dieser dieser Denkschrift der EKD
- um Gottes Frieden beten für gerechten Frieden sorgen und ich glaube wir sind mit diesem dieser Entscheidung diese vier Formen
- von Gewaltanwendung nach ein und denselben ethischen Kriterien zu behandeln sind wir einen entscheidenden Schritt weitergekommen
- und mein Vorschlag heißt das was wir gegenwärtig im Zusammenhang der Ukraine Kriege Krise erleben und das Kriegs erleben auch tatsächlich in diesem
- Zusammenhang also die Komplementarität christlicher Friedensethik anzuwenden
- dafür ist es notwendig dass die Gewaltlosigkeit eine Stimme hat und deswegen sage ich mit großer Klarheit und großem Nachdruck dass es in
- unserer Kirche diejenigen gibt die dafür eintreten das Wege gesucht werden auch diesen Konflikt ohne Gewalt zu beenden hat meine
- Unterstützung doch jeder der für sich selbst daraus ableitet ich beteilige mich nicht an Gewaltanwendung und ich befürworte es
- nicht das Waffen in die Ukraine gegeben werden dessen persönliches Zeugnis ist wichtig und doch muss er sich fragen
- ob er dies zum zur Leitlinie des politischen Verhaltens eines ganzen Landes machen kann
- und ob er die Tatsache dass militärische Gewalt angewendet wird im Unterschied zu den drei anderen Beispielen die ich genannt habe damit
- beantwortet dass er sagt ja da wird Gewalt angewendet aber ich beteilige mich nicht an dem Versuch dieses diese Gewalt auch wieder zu beenden
- das ist ein schwieriges Argument an man denn man kann auch immer sagen die der Einsatz von gegen Gewalt führt nicht immer mit verlässlicher
- Gewissheit dazu dass dadurch die Gewalt auch wirklich beendet wird sondern es kann auch dazu führen dass der Krieg sich verlängert und an Grausamkeit
- gewinnt das ist eine politische Abwägung bei der unterschiedliche Stimmen auch Ihr Gewicht halten ich will nur sagen die
- persönliche Entscheidung auch in einer solchen Situation für sich selber einen prinzipiellen Gewalt Verzicht zu vertreten
- bedeutet nicht automatisch dass man sagt das ist auch die nachvollziehbare praktikable dann auch von der Mehrheit einer Bevölkerung mitgetragene
- parlamentarisch abgesicherter Handlungsweise eines ganzen Landes wenn ich die Situation im Blick auf die Ukraine richtig einschätze
- dann ist meine persönliche Überzeugung dass folgende folgender
- Grundsituation da war wir haben nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
- mit der Gründung der Vereinten Nationen und mit ihrer Karte eine völkerrechtlich neue Situation bekommen
- das neue an dieser völkerrechtlichen Situation besteht darin dass das internationale Völkerrecht den Staaten untersagt hat
- politische Interessen Erweiterung des eigenen Staatsgebiets Beseitigung einer Regierung in einem anderen Land
- Eingriff in die in einem anderen Land vorhandenen wirtschaftswirtschaftsgüter
- dass das alles schlechterdings verboten ist eine absolute Ächtung
- der Verwendung militärischer Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele das ist die große Botschaft nach den Schrecken in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts
- und nach dieser Klarstellung folgt wenn ein Staat diese
- diese Verpflichtungen nicht wahrnimmt wenn er gegen diese klare völkerrechtliche Regelung verstößt gibt es selbstverständlich
- ein individuelles wie kollektives Selbstverteidigungsrecht also begründungspflichtig ist der Angriff
- und für ihn gibt es keine rechtliche Begründung denn er ist rechtlich geächtet begründungspflichtig ist dagegen nicht
- sondern selbst evident in der Denkweise der Kater der Vereinten Nationen dass wenn jemand so angegriffen wird es ein selbstverständliches Recht der
- Selbstverteidigung individuell wie Kollektiv gibt das führt ja auch dazu soweit ich die deutsche Debatte richtig verfolge dass
- nur wie relativ wenig Leute sagen die Ukraine hätte kein Selbstverteidigungsrecht
- sondern unsere Debatte konzentriert sich auf die Frage gibt es eine
- eine Pflicht gibt es eine recht diese Selbstverteidigung der Ukraine mit Unterstützung durch Waffen zu stärken das ist unsere hauptdiskussion gewesen
- und dabei sind zwei Argumente in den Vordergrund gerückt worden die einen waren pragmatisch und haben gesagt also es wäre besser wir würden uns nicht
- daran beteiligen dann wäre das Risiko dass wir irgendwas hineingezogen werden für uns geringer also sozusagen ein ganz nationaler
- Gedanke wir ziehen Gefahren auf uns indem wir andere unterstützen und die andere Argumentation die gesagt
- hat ja dass es westliche Länder wie Frankreich und andere gibt die die Ukraine unterstützen das kann man ja verstehen und auch vertreten aber für
- uns in Deutschland gelten andere Regeln denn wir haben durch Waffengewalt so viel Unglück auf dieses auf diese Welt gebracht dass
- wir ein für alle Mal mit Waffen eigentlich gar nichts zu tun haben sollten
- ich finde an dieser Argumentation freimütig gesagt haben schwierigsten dass die Waffenlieferung durch andere befürwortet wird
- und die Beteiligung des eigenen Landes abgewiesen wird und zwar mit einer Begründung die sich bezieht auf die Anwendung von Waffen durch unser
- Land die ein Willkürakt genau ein Willkürakt war und genau in denjenigen Ländern oder auch in demjenigen Land viele Menschen
- Leben gekostet hat die jetzt um ihre Freiheit und ihr Leben kämpfen deswegen bin ich selber davon überzeugt die Debatte muss bei uns kritisch
- geführt und kritisch weitergeführt werden aber dass wir eine sonderethik für Deutschland einführen die aus dem Einsatz von Waffen
- in früherer Zeit herleitet dass wir deswegen jetzt zum Schutz derselben Menschen die damals unter deutschen Waffen gelitten haben
- das jetzt zu deren Schutz nicht mehr dasjenige getan werden darf was von einem erheblichen Teil der Weltgemeinschaft als notwendig angesehen
- werden kann es ändert nichts daran dass ich für die persönlichen Entscheidungen die dahinter
- stehen große Respekt habe ich halte fest an der Notwendigkeit der
- komplementären Friedensethik die
- ihren wichtigsten Ausdruck darin gefunden hat dass wir innerhalb dieser Friedensethik die
- Problematik jedes militärischen Einsatzes dadurch unterstrichen haben dass wir nicht mehr wie das in früheren Jahrhunderten der Fall war von einem
- gerechten Krieg reden die Behauptung es gäbe einen gerechten Krieg wird in der evangelischen Friedensethik nicht mehr vertreten das
- einzige was gerecht sein kann ist ein gerechter Frieden und die Aufgabe die in diesem Zusammenhang
- militärischen Einsätzen allenfalls zukommen kann wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt ist die Voraussetzung dafür zu schaffen
- das gerechter Frieden möglich wird aber nicht für die Gewalttaten als solche die im Krieg Geschehen in Anspruch zu nehmen dass
- diese Gericht wären diese Unterscheidung muss glaube ich eine Lehre aus der Kriegsgeschichte der Neuzeit bis in unsere Gegenwart hinein sein
- lassen sich die Fragen die mich beschäftigen auch persönlich sehr beschäftigen am Schluss noch mal an einem biblischen
- Zusammenhang verdeutlichen den ich bisher ausgespart habe ich habe nicht über die Frage geredet welches Gebot
- oder welche Bedeutung das Gebot du sollst nicht töten für die Zusammenhänge hat die uns beschäftigen viele
- leiden aus dem Gebote sollst nicht töten mit guten Gründen ab es sei dem Menschen verwehrt gegenüber anderen Menschen Gewalt auszuüben
- das Gebot ist aber nicht wirklich Aussage stark im Blick auf die Frage was ist denn wenn jemand vor mir steht an dem Gewalt geübt wird
- sagt dann das Gebot du sollst nicht töten dass ich das geschehen lassen soll sie haben an den vier Beispielen die ich vorher verwendet habe
- gemerkt dass es da eine Aporie gibt in bonhoeffersdeutung war er mit schuldig wenn er einfach nur dabei stand
- und hat daraus den Konsequenz der Beteiligung am Widerstand gezogen was ist mit dem der dabei steht und sieht wie Menschen leben
- zu Ende gehen weil niemand eingreift muss man nicht das Gebote sollst nicht töten auch im dem Sinn verstehen dass es das Gebot einstellt einschließt du
- sollst nicht töten lassen du sollst es nicht einfach hinnehmen das andere getötet werden
- unabhängig davon dass wir für sich selbst diese Bevölkerung zieht das er sagt nein ich kann das nicht auch wenn ein anderes menschliches Leben
- in Gefahr ist kann ich nicht dadurch dass ich ein weiteres menschliches Leben in Gefahr bringe dieser Sache ein Ende machen noch einmal wäre so denkt hat
- Respekt verdient aber als eine politische Linie die ein ganzes Volk sich zu Eigen macht
- hat man dann doch gewisse Zweifel und fragt sich muss dieses Gebot du sollst nicht töten lassen doch einschließen dass man Vorkehrungen
- dagegen trifft dass Menschen getötet werden dass man nach eingreifmöglichkeiten sucht um dem ein
- Ende zu machen und bei aller bewussten Bejahung dass dabei gewaltfreie Mittel denn Vorrang haben
- und das von denen im Ukraine Konflikt tatsächlich leider nicht die Rede ist daraus doch nicht schließen kann dass sie auf diese Unterstützung ganz
- verzichtet wird ich sag das auch deswegen weil ich in dieser Debatte
- einfach auch ein Stück weit um Respekt vor für diejenigen werden möchte die den schwierigen Weg den und zu sagen ja ich
- beteilige mich an dem Versuch es nicht zuzulassen dass Menschen getötet werden und ich sehe dabei auch
- die Aufgabe einer Verteidigungsmöglichkeit meines eigenen Landes als einen Beitrag dazu an
- und Beja das auch dann wenn ich mich selber daran nicht beteilige weil ich mich selbst anders Gebot der Gewaltlosigkeit gebunden fühle
- müssten wir nicht gerade auch in einer so bedrängenden Situation wie wir sie jetzt erleben darin auch ein Stück ins Freie gehen können dass wir diese
- wechselseitigen Überzeugungen diese komplementären Überzeugungen wechselseitig mit Achtung anschauen und dabei die politischen Aufgaben um die es
- geht mit einem zu beziehen in unsere persönlichen Überzeugungen die uns zur gegebenenfalls zum Gewaltverzicht
- selbst veranlassen dies alles noch einmal und zum Schluss gesagt unter der Perspektive dass wenn es wie jetzt
- in der Ukraine leider zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kommt auch da nicht die Rede von einem gerechten Krieg sein kann sondern
- gerecht nur der Frieden sein kann der hoffentlich hoffentlich auf diesen Krieg eines nicht zu fernen Tages kommen möge herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
- und ihr zuhören ich bin gespannt auf die Fragen und das Gespräch [Applaus]
- während du Musik schafe können sicher Weiden sammeln wir Ihre Fragen ein wenn sie die in Richtung Gang Mitte durchgeben dann können wir sie
- einsamen und dem Referenten weiterleiten [Musik] [Applaus]
- [Musik] Professor Dr Huber fiel in herzlichen Dank schon mal für den ersten Teil sage
- ich mal für die Ausführungen ich fand das sehr spannend noch mal deins Alte Testament und eine Neue Testament zu gehen vor allem auch mit der bergpredig
- und auch da sind nachher einige Fragen noch dabei vielen Dank schon mal auch an sie alle und für die Fragen die sie gestellt haben
- ich würde mal mit ein paar gleich mit großen Fragen beginnen wann kann es zufriedensverhandlungen kommen im Ukraine Krieg
- da haben wir morgen ja
- sie verstehen schon die natürlich müssen Friedensverhandlungen kommen so schnell wie möglich keiner von uns weiß
- an welchen Stellen mit welchen Kanälen unter welchen Mitwirkungen es Versuche gibt dafür Voraussetzungen zu schaffen es ist ja wahrscheinlich
- zwar irgendwie grundsätzlich nicht erfreulich dass es Geheimverhandlungen gibt aber in so einem Fall ist es auch unvermeidlich
- insofern wird auch keiner von uns wissen was es gibt wann und wie ja was soll ich sagen China sich vielleicht doch mal dazu
- herbei lässt den den Beitrag zu leisten den man eigentlich gerade von diesem Land gegenwärtig erwarten müsste aber das jetzt mal von mir ein bisschen
- freihändig gesagt uns nur klar dass ich da nur etwas gelingen würde wenn es nicht gleich am nächsten Morgen in allen sogenannten sozialen medienstunde
- eine eher schnelle beantwortete wahrscheinlich was war die vierte Einschränkung ihrer komplementären
- Friedensethik einmal kurz zurück also meinen sie mit den vier mit den vier meinen sie damit die vier Elemente
- die ich Unterschieden habe nämlich nur Notwehr und Nothilfe Polizei Staatsstreich
- kriegerischer Konflikt das sind die vier vielen Dank und die Frage was verstehen sie unter gerechtem Frieden ich stanne Kompression möglich
- ja da ist eine Kommunikation möglich die aber dann immer noch ganz schön allgemein ist gerechter Frieden ist zunächst ein Frieden der auf
- Recht gegründet ist das ist die erste Dimension also ein gerechter Frieden setzt voraus dass recht
- herrscht und deswegen ist die Aufgabe von des Einsatzes von Gewalt dort wo es nötig ist konsequent daran bemessen dass es dem Recht dient und des gebrochene
- recht wieder herstellt das ist also die die erste Dimension die zweite Dimension ist die Dimension einen Fried eine Situation
- herzustellen die durch Gewaltfreiheit bestimmt ist also Frieden bedeutet das eine Situation die durch Gewalt geprägt ist abgelöst wird durch eine Situation
- in der die Gewalt durch das Recht lebendigt ist die dritte Dimension des übernehme ich jetzt einfach aus der
- friedensdenkschrift der EKD diese Dimensionen die dritte Dimension ist die Dimension der Freiheit also das Menschen selber über ihr Leben
- verfügen und dass diese Freiheit eine gleiche freiheit ist das heißt dass sie dann Anforderungen der Gerechtigkeit genügt und das vierte ist die Wahrung
- und Achtung kultureller Pluralität also die Fähigkeit das Menschen die verschieden sind dass die im Frieden gewaltfrei
- unter den Bedingungen eines gemeinsamen rechts miteinander leben
- Dankeschön eine Frage die ein Stück weit würde ich sagen daran anschließt allerdings von der Gegenseite und zwar Putin sagt er fühle sich durch den
- Westen beschränkt also eingeschränkt letztendlich deshalb muss er sich wehren was wäre hier ihre
- ihre Gedanken dazu also der erste Gedanke den ich jetzt bin ich das höre dazu habe er hängt zusammen
- mit dieser Friedensgespräche Friedensverhandlungen zusammen wenn Putin sich eingeschränkt fühlt dann soll er einen Versuch machen
- zivilisiert über diese Einschränkungen mit den anderen Beteiligten zu reden also ich wäre sehr daran interessiert irgendwie einen Weg zu suchen um diese
- seine Behauptung zum Thema eines Gesprächs mit ihm zu machen und das führt natürlich an den Punkt dass ja ich ja schon erwarten muss dass wenn
- ich das sage dass dann irgendwo steht Huber hält Putin für einen respektablen Gesprächspartner und das ist doch nicht vereinbar damit dass er
- einen absolut illegitimen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hat von allem anderen
- abgesehen dass alles ist mir sehr wohl bewusst wenn ich das sage und trotzdem finde ich sollte man Wege suchen dass eine solche Behauptung von ihm nicht
- einfach ohne Diskussion und sei es dass man mit Herrn Labor auf darüber sprechen oder sonst irgendetwas macht also ich bin jetzt nicht der diplomatie-experte
- dass ich Ihnen die Lösung die Idee dafür sage aber eigentlich muss es eine muss es eine geben und es ist vernünftig auch von unserer Seite dass
- wir uns nicht so verrennen das es überhaupt keine Möglichkeiten mehr gibt eine Veränderung der Situation auch der der emotionalen
- Situation herbeizuführen danke eine Frage ja ich stelle sie wieso hat Europa dazu
- eingeladen Balkanländer in die NATO aufzunehmen schwierig zu beantworten in dem Moment
- also ich nehme ja nicht anders da jetzt dahinter steht sozusagen ein genereller also eine generelle Herabstufung der Balkanländern zu Ländern zweiter Klasse
- das vermutlich nicht hinter der Frage sondern dass die Erweiterung der NATO politisch mit im Blick haben muss das
- natürlich Putin daraus ein Argument der Einführung macht obwohl es klar sein muss dass die NATO
- eine reine defensiv vereinbar Veranstaltung ist und nach ihren eigenen Regeln überhaupt nur eingreifen darf wenn ein NATO statt
- angegriffen ist und das ja auch im übrigen so konsequent betreibt das niemand von uns sagt die NATO solle oder durfte in diesen Ukraine Krieg
- einbezogen werden und dass wir in der gegenwärtigen Situation einen Beitrag dazu leisten dass möglichst viele potenziell
- Betroffene dagegen geschützt werden dass sie selber zum Gegenstand eines kriegerischen Angriffs werden haben wir ja daran gezeigt dass wir bereit sind
- Finnland und Schweden in die NATO aufzunehmen da Wolle gefärbte neutrale die in der jetzigen Situation um diese Aufnahme
- gebeten haben und nach denselben Regeln müssen natürlich auch bei Balkanstaaten die Möglichkeiten bestehen das zu prüfen der will ich jetzt gar nicht über das
- Ergebnis spekulieren aber das die Situation in der wir jetzt sind ganz Europa betrifft und nicht nur Teile
- davon und je näher diese Teile an Russland sind desto dringender sind sie auch beteiligt das muss man ja ganz nüchtern sehen
- eine persönliche Frage noch mal wie stehen Sie zu der Friedensinitiative von Margot Käßmann ehrlich gesagt kenne ich eine
- Friedensinitiative von Margot Käßmann nicht ich kenne ihre persönliche Meinung dazu auch so wie sie sie bei der letzten Kundgebung in Hannover vorgetragen hat
- das daraus eine Friedensinitiative im politischen Sinn des Wortes irgendwo herausleuchtet ist mir nicht deutlich geworden dann habe ich es vielleicht
- übersehen jedenfalls kann ich die Frage nicht beantworten danke wir nennen uns Schwestern und Brüder auf beiden Seiten der Front gibt es Christen
- und Kirchen wie können wir damit umgehen das ist ein ja das das Stichwort wird zu Recht schon gewann das ist angesichts
- der Rolle der russisch-orthodoxen Kirche ein Riesenproblem
- ich hatte gehofft dass die Vollversammlung des ökumenischen Rats der Kirchen im vergangenen September hier ganz in der Nähe in Karlsruhe dazu
- etwas wirklich wegweisendes sagen würde ich sag's mal zugespitzt so dass einzig
- wegweisende war die Auftritt Antritts die die Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Frank-Walter
- Steinmeier der darauf hingewiesen hat welches Unglück entsteht wenn [Musik]
- christliche Kirchen ihren eigenen Glauben missbrauchen um Gewalt und Unfrieden zu verbreiten
- und er hat das in dieser Rede an unserem eigenen deutschen Beispiel illustriert nämlich darin dass aus Gründen des Glaubens
- Jüdinnen und Juden von Kirchen und Christen diskriminiert wurden bis dahin das Christen meinten es sei vorstellbar dass man die Nürnberger Prozesse bejaht
- als Christ und hat gesagt daraus müssten wir doch lernen und es ist so
- viel zu wenig auch bei uns darauf geachtet worden ist dass es ein Manifest von orthodoxen russisch orthodoxen anderen
- also anderen orthodoxen mit Christen aus der ganzen Welt gegeben hat bereits im März des vergangenen Jahres die gesagt haben warum die Unterstützung
- von Putin durch die russische orthodoxe Kirche Blasphemie ist Blasphemie nämlich weil aus Gründen des
- Glaubens Menschen unterschiedlichen Klassifizierungen zugeordnet werden genau das was wir in unserer eigenen Geschichte mit den Juden getan haben und
- zwar in dem Ihnen das Selbstbestimmungsrecht weggenommen wird auch mit der Begründung das doch durch die Taufe des
- dies alles ein einziges Volk ist das nach ein und denselben politischen Regeln geleitet werden muss und das ein und derselben Kirche nämlich der
- russisch orthodoxen Kirche unter der Leitung des von Cyprian nein für Kyrill Entschuldigung
- geleitet wird dies ist Häresie weil es von von der gleichen Würde aller Menschen absieht weil es
- davon absieht dass es keine kein Recht dazu gibt man kann noch Südafrika als ein anderes Beispiel dafür in Erinnerung rufen wie um zu zeigen wie
- weit verbreitet es ist aus Gründen des Glaubens Menschen zu solche erster zweiter Klasse zu erklären solche die ein Selbstbestimmungsrecht
- haben und andere die es nicht haben und das ist auch in der Vollversammlung des ökumenischen Rats der Kirchen Karlsruhe überhaupt nicht aufgenommen worden
- sondern er war der die Entscheidung dazu war geprägt von ökumenisch Ökumene politischem
- ja ich gebe zu dass auch Ökumene dann und wann was mit Diplomatie zu tun hat sonst wäre manches auch nicht zustande gekommen will ich gar nicht ignorieren
- aber ein an einer Stelle an der es um das christliche Bekenntnis geht in der es darum geht dass Häresie auf dem Spiel steht mit
- eminenten politischen Folgen dass man da dann einfach nur sagt naja uns irgendwie durch das geht nach meiner Meinung nicht und deswegen war ich über
- diesen Vorgang betrübt traurig sehr traurig in diese Richtung ich lese trotzdem noch gingen auch zwei Fragen die eine eben
- kann die weltweite ausdrücklichem einschließender russisch-orthodoxen Kirche einen Beitrag zu Beendigung des Konfliktes beitragen
- ausschließen also man kann darüber ja
- sich lange Gedanken machen ob die Mitgliedschaft und die weitergeführte Mitgliedschaft der russischen orthodoxen Kirche im rumänischen Rat der Kirchen
- die Möglichkeiten Tacheles miteinander zu reden stärkt oder schwächt und da kann ich schon diejenigen verstehen die sagen also wenn
- sie drin sind hat man mehr Möglichkeiten mit ihnen zu reden als wenn sie draußen sind nur hätte man trotzdem nach meiner Meinung ein klares Zeichen dafür setzen
- müssen dass man bereit ist öffentlich mit ihnen Tacheles zu reden und deswegen bin ich der Meinung die Chance dazu ist in hohem Maß dadurch
- verspielt dass man in Karlsruhe so diplomatisch geredet hat mit Verlaub gesagt beinahe ist es das erste Mal dass eine
- vollversammlungserklärung vor allem diplomatisch sein soll die soll doch das jedenfalls die Art von Ökumene gerade auch von vom
- Ökumenischen Rat der Kirchen mit der ich aufgewachsen bin ja da haben Sie ja eine Theologie der Revolution gemacht und haben erklärt warum gegen die Apartheit
- auch Gewalt eingesetzt werden muss als letztes Mittel ja mit ja und ein besonderes Programm zur Überwindung des Rassismus aufgerufen jetzt mit solchen
- dramatischen Vorgängen aus dem Raum das Ökumenischen Rat der Kirchen bin ich mit Verlaub gesagt aufgewachsen ja das kann man sagen jetzt wird er
- nostalgisch weil er an die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ist können wir auch nichts dafür dass er so alt ist aber ich will es nur deutlich machen
- wenn man diese Geschichte damit hat oder die wesentlich spätere Geschichte dass der ökumenische Rat der Kirchen mit dem konziliaren Prozess für Gerechtigkeit
- Frieden und die Bewahrung der Schöpfung doch viele von uns im Blick auf die Zusammengehörigkeit dieser Dimension wach gemacht hat und man zugeben muss
- wenn wir in Deutschland nicht vollkommen am Nullpunkt der der Bereitschaft sich in Fragen des Klimawandels einzusetzen sind braucht
- man doch nicht zu verstecken dass daran auch die ökumenische Bewegung ihren Anteil hatte und dass wir da von der weltweiten Ökumene für uns selber was
- gelernt haben und wenn ich dann noch sage dass die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR diejenigen waren die diesen Impuls in
- die Ökumene überhaupt reingebracht haben dann müssen sie schon verstehen dass ich ein bisschen nostalgisch werde wissen
- das bei früheren Vollversammlungen des ökumenischen Rats vergleichbares möglich war und bisschen verdauernd vergleichbares Signal diesmal gegeben
- hat aber das nächste Mal in der Hoffnung geben wir weiter bevor die letzte Frage bezüglich altem
- Testament kommt wir kommen nicht leider nicht ganz durch mit den Fragen aber vielleicht gibt es noch einen Raum auch anderweitig
- noch eine Frage könnte es Aufgabe von Christen sein zu Verbreitung von Verbreitung von Wissen um gewaltfreie Lösungen in Konflikten beizutragen wie
- schöne wet unter anderem im Buch resistance works zusammengetragen hat oder haben also ohne jeden Zweifel ist es eine eine
- große Aufgabe und wenn ich vorhin erzählt habe dass ich von Betzingen aus nach Heidelberg gegangen bin und mich der Frage gewidmet hat was Theologie und
- Kirche zum Frieden tun können war das natürlich von Anfang an ein großes Feld und hat auch dazu beigetragen dass auch ich selber mich
- dann auch später als als Bischof und als Mitglied des Rats der EKD sehr eingesetzt habe dafür dass Strukturen für zivilen Friedensdienst aufgebaut
- worden sind und dass man die Situationen in denen das auch praktische Wirkungen hat dass man die genau verfolgt hat ich habe damals intensiv mit Herrn Koschnick
- zusammengearbeitet der ja genau das im zerfallenen ähm Jugoslawien gemacht hat in den Nachfolge starten die mehr Hoffnung auf
- gewaltfreies Handeln zu setzen zeigen dass es praktisch geht und ich halte die zivilen Friedensdienste an denen ja viele viele Christen beteiligt
- sind in denen auch kirchliche Institutionen beteiligt sind für eines der großen Hoffnungszeichen und das muss man ja an einem Tag an dem man über
- einen Vorgang redet der alles andere als ein Hoffnungszeichen ist muss man das ja auch ausdrücklich sagen es gibt diese Hoffnungszeichen und wir müssen auch mit
- ganz anderen nachdruck auch bekannt machen was da was da passiert was da gelingt und was versucht wird und den Menschen Mut zu machen da weiter zu
- machen und die letzte Frage Gewalt im Alten Testament ist nicht reduziert auf die
- großen prophetischen friedensvisionen sondern Kind auch Gewalt im Namen Gottes sogar die Beschreibung eines Gottes der selbst Gewalt ist wir sind diese
- Zeugnisse zum Beispiel in die Samuel Bücher in das Zeugnis unserer heiligen Schriften einzuordnen also für mich nur in der Form dass
- die hebräische Bibel ja selbst eine Geschichte wiedergibt und dass diese Geschichte auch geprägt ist wie es einmal ein
- großartiger alltestermittler gesagt hat von einer allmählichen
- Distanzierung Gottes von der Gewalt denn das ist es was wir da erleben ja wir sehen Situationen der Gewalt sie haben zum Teil auch schon früh ein
- trotzdem problematisches Distanzieren von der Gewalt hinter sich also das einmal ein
- Vater aufgefordert wird seinen Sohn als Opfer hinzugeben [Musik]
- und dass das dann im allerletzten Augenblick durch einen Engel verhindert wird ändert ja zunächst nichts an der Grausamkeit Gottes die da vor Augen
- gestellt wird diesen diesen dieses Menschenopfer zu verlangen und das dann Leute sagen ja das ist ein symbolisches Darstellung für die Verabschiedung der
- Menschenopfer ich muss zugeben das tröstet mich jedes Mal wenn ich mit diesem Text aus der Genesis wieder zu tun haben tröstet mich
- das nur in Grenzen ich hadere mit diesem Gott der das Abraham diesen Auftrag gibt und so ist es auch zu sagen dass wir natürlich die
- Züge des heiligen kriegs nicht nur in der Tradition des Islam zu beklagen haben sondern aus unserer eigenen Tradition auch kennen und dies im
- übrigen dann nicht nur aus dem Alten Testament sondern auch aus der Tradition der Kreuzzüge und anderen Traditionen in denen
- von Menschen gemacht Kriege als heilige Kriege ausgegeben worden sind und deswegen heißt meine generelle Schlussfolgerung daraus dass
- es eine Friedensfähigkeit der Religionen unsere eigene eingeschlossen natürlich nur geben kann auf der Basis einer Bereitschaft zur Selbstkritik
- zur Buße und zu Umkehr die wir nicht nur als einzelne brauchen sondern wie die wir auch als kirchenkollektiv brauchen
- und deswegen bin ich davon überzeugt dass die Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders
- nicht nur den einzelnen Christen gilt die Sie hören sondern auch der Kirche als Institution gilt die ja auch hören muss
- und das Dietrich Bonhoeffer ein Schuldbekenntnis der Kirche geschrieben hat mitten in der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist ein
- Lichtblick aber es gibt natürlich noch viele Folgerungen die daraus gezogen werden müssen und
- aller Solidarität sage ich auch das was wir als missbrauchen Problem auf den Kirchen gemeinsam Lasten sehen auch wenn die Geschichten in denen das sich
- vollzogen hat sehr unterschiedlich sind dann spüren wir doch deutlich dass die strukturellen Veränderungen die da notwendig sind die
- wieder die Linderung des Leids das damit verbunden ist dass das eine Umkehr der Kirche erforderlich macht und jeden Tag den das nicht vorangeht jeder derartige
- Tag quält mich und somit ein nicht Hände in den Schoß legen wo man wieder beim Anfang sind vielen herzlichen Dank Herr Professor
- Doktor Huber [Applaus] sie dürfen hier gerade noch stehen bleiben und es wird ihnen noch mal Dank
- ausgesprochen von anderer Seite so blickt mir jetzt noch ein paar Schlussworte zu sprechen
- ich möchte aber zuerst dass ich es am Schluss nicht vergessen darauf hinweisen auf unsere friedenskerze die da vorne steht die mit
- Lügen 1998 gegossen wurde und seither immer bei besonderen Anlässen so nach und nach runterbrennt dadurch gerne im Anschluss wenn alles
- vorbei ist am Welten Leuchten noch oder an der friedenskerze eine Kerze anzünden und so auch für den Frieden einstehen das machen wir beim Friedensgebet dieses
- schon angesprochen hat an jedem Freitag im Moment wieder am Turm Lee ja der Vortrag war für mich auch sehr spannend auch der Blick ins All die ins
- Neue Testament hinein dieses sags mal so dass absurdum führen mache ich gerne auch in meinem Beruf wenn ich ihn Verhandlungen trete mit Baufirmen
- oder nachtragsverhandlungen da mache ich gerne so dass ich ein bisschen übers Ziel hinausschieße dann und ich nenne das gerne immer
- gesprächsgrundlagen schaffen ich denke dieses Gespräch zu suchen dieses Gespräch zu führen ist im kleinen und im großen ein ganz wichtiger Schritt um
- Konflikte schon im Vorfeld zu vermeiden sie sprachen von Zeichen erkennen schon im Vorhinein im Straßenverkehr nennt man das
- vorausschauen des fahren man blickt voraus man sieht was kommt und man kann sich darauf einstellen so habe ich das auch empfunden diese Zeichen schon
- frühzeitig zu erkennen und dann zu handeln also vielen Dank für diese ganz tollen Gedanken die sie uns gegeben haben wir versuchen Sie
- anzunehmen und in unser Leben einzubauen ich möchte Ihnen jetzt Herr Professor Dr Huber noch einmal im Namen der eh nicht Ökumene und ich denke auch
- stellvertretend aller die hier sind alle die zu Hause am Computer sitzen ihnen herzlichen Dank sagen für diesen guten spannenden und wichtigen Vortrag zu
- diesem Top-Thema Frieden ich darf Ihnen auch noch im Namen der Ökumene kleines Geschenk überreichen und
- klitzekleines Geschenk nicht viel da ist drin Sturmbock Pralinen heißen die
- es sind Sturmtruppe Pralinen der Reutlinger Konditorei Sommer also ganz nahe bei Betzingen
- die haben was mit in Klammer unklammer zu frieden zu tun da sich beim sturmburg um eine Kriegswaffe des Mittelalters gehandelt hat solch ein Sturmbock hat in
- der alten Reichsstadt Reutlingen eine merkwürdige Berühmtheit erlangt sie haben aber auch etwas mit dem Dank an Gott zu tun aber und diese Geschichte
- ist dabei den Pralinen dabei dürfen sie dann gerne nachlesen und zum anderen handelt es sich um ein Walnussöl
- ein Walnussöl das hiesigen Messenger Thomas Büdner stellt aus Walnüssen er ist glaub schon weit über die Grenzen
- und ja hier jenigen gibt es entgegen dem allgemeinen Trend den Gebrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren dank unseres Thomas eine florierende Ölwirtschaft
- genießen Sie die Köstlichkeiten aus unserer Region und denken dabei gerne an die Zeit in Ehningen zurück noch einmal herzlichen Dank für ihren fort
- [Applaus] es steht auf dem Programm für mich noch ein paar Worte mit auf den Weg zu geben so war der Ablauf und noch einen Segen
- zu spenden bevor dann im Anschluss dann noch einmal der Posaunenchor spielen wenn ich es richtig verstanden habe mit uns zusammen dass wir Mitsingen genau
- und dann steht hinten noch eine Spendenbox wir haben ja die Veranstaltung ohne Eintritt gemacht dürfte gerne
- eine solche etwas wäre das etwas hineinlegen es kommt dann derjenige Ökumene zugute
- der Blick soll bei diesem Wort auch in das Neue Testament gehen und es zeigt auch mit dem Frieden zusammen das eine oder andere Gedanke ist auch im Vortrag
- schon gekommen Jesus Christus als Mittelpunkt unseres schönen und heilbringenden Glaubens der uns auch eine schöne und gesegnete ökumenische
- Gemeinschaft hier in Ehningen beschert war ein Verfechter der Gewaltlosigkeit ein schönes Beispiel ist seine Gefangennahme als er seinen Gewalt
- bereiten ja sogar Gewalt ausübenden Freund petrus zurechtbar ist und sogar dem der ihn Gefangenen Gutes tut indem er seine Verletzung heilt
- wir wollen uns daran ein Beispiel nehmen dann war Jesus Christus nicht nur die Gewaltlosigkeit wichtig sondern der Friede der noch weit darüber hinausgeht
- Jesus Christus sehe begegnete seinen Jüngern mit dem Friedensgruß in besonders schwer Situation der Jünger er sagte einer Frau nachdem er sie
- geheilt hatte dass sie ihn Frieden gehen soll er lehrte selig sind die Frieden stiften die Frieden machen so haben wir es
- gehört denn sie werden Gottes Kinder heißen Jesus Christus weiß da braucht darauf hin dass sein Friede mehr ist als der
- irdische Friede er sagt Frieden lasse ich euch meinen Frieden gebe ich euch Apostel des paulus beschreibt diesen Frieden in seinem Brief an die Philipper
- so dass der Friede Gottes höher ist als alle Vernunft ja der Friede muss manches Mal höher sein als alle Vernunft wir wollen diesen besonderen Frieden aus
- Jesus Christus annehmen und wenn wir unseren nächsten gegenübertreten den Frieden dorthin mitnehmen und wirken lassen und dabei sind Taten deutlich
- wichtiger als Worte lass uns nur noch den Segen Gottes empfangen
- der Herr segne alle die den Frieden suchen und für den Frieden aktiv eintreten der Herr segne alle die sich mit Jesus
- Christus verbinden ihn in den Mittelpunkt stellen und sich gemeinsam auf seinen Weg machen und da sind friedvolle miteinander
- der Herr segne alle die in irgendeiner Art für die Gesellschaft eintreten und in der Gesellschaft aktiv sind und somit zum Frieden beitragen
- der Herr segne dich und behüte dich der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir
- Frieden [Musik] [Applaus]
- vielen Dank noch mal den Posaunenchor und ihnen Gutes nach Hause kommen gehen Sie am Büchertisch vorbei Prof dr Huber ist auch bereit zu signieren kommen sie
- gut nach Hause
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