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Was ist Rosch ha-Schana?
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
- Hallo und willkommen zu unserer heutigen Besprechung. Ähm, sie haben uns ja einiges zu Rosch Hashana zukommen lassen, dem jüdischen Neujahrsfest.
- Wirklich spannend. Ja, hallo. Absolut. Unser Ziel ist ja heute, das mal ein bisschen aufzudröseln. Also die
- Bedeutung und die Bräuche dahinter zu beleuchten. In einfacher Sprache, sodass es jeder versteht. Genau. Und das Fest markiert ja auch den Anfang einer ganz
- besonderen Zeit der Yamim Norim, also der Tage der Ehrfurcht. Stimmt, diese 10 Tage, aber fangen wir mal vorne an. Rosch hashana heißt ja
- wörtlich Kopf des Jahres. Richtig. Und das Besondere ist halt der Zeitpunkt. Das neue Jahr fängt nach dem jüdischen Kalender ja nicht im Winter
- an, sondern im Herbst. Okay, packen wir das mal aus. Also Neujahr im Herbst, das ist ja schon mal ganz anders als unser Januarstart, nicht
- wahr? Definitiv. Hängt wohl auch mit alten Erntezyklen zusammen, aber das führt jetzt vielleicht zu weit. Wichtig ist, es ist ein Neuanfang im Herbst.
- Und was mir in ihren Notizen sofort aufgefallen ist, ist diese starke Symbolik gerade beim Essen. Die Schall z.B. dieses runde Brot.
- Ja, die Schall. Die runde Form ist halt ganz typisch für Roschana. Sie symbolisiert den Jahreskreislauf. Also, dass alles fließt, kein hartes Ende,
- kein Anfang, sondern eben ein Übergang, eine runde Sache sozusagen. Schön gesagt. Und dann äh die Äpfel, die man in Honig taucht. Das kann man sich
- ja gut vorstellen, warum. Klar, das ist wohl das bekannteste Symbol. Steht einfach für den Wunsch nach einem süßen und guten neuen Jahr.
- Ein Shanova Umetuka, wie man auf Hebräisch sagt. Shanatova Umetuka. Gut, was ich dann aber immer faszinierend
- finde, es ist nicht nur ein Wunsch für die Zukunft, sondern oft auch so ein Moment ja der Dankbarkeit für das Süße, das schon da ist im Leben.
- Das ist ein schöner Gedanke. Stimmt. Und dann war da noch der Granatapfel, der wurde auch oft erwähnt. Mhm. Der Granatapfel, der gilt ja als
- Frucht mit besonders vielen Kernen und die stehen symbolisch für die vielen guten Taten, die Mitzwood, also die Gebote, die man im kommenden Jahr
- erfüllen möchte. Ach so, wegen der vielen Kerne. Genau. Man sagt traditionell, es seien 613 Kerne entsprechend der Anzell der
- Gebote in der Tor ist es wirklich beeindruckend, wie Alltagsdinge wie Essen hier so eine tiefe Bedeutung bekommen, finde ich. Sie drücken halt
- Hoffnung aus. Auf jeden Fall kommen wir mal zu einem anderen Bauch. Taschlich, dieses Wegwerfen am Wasser.
- Ja, taschlich. Das macht man meist am Nachmittag von Rosch Haschaner. Man geht an ein fließendes Gewässer, also einen Fluss oder See,
- oder ans Meer. Genau. Und wirft symbolisch Brotkrummen oder kleine Steinchen ins Wasser. Diese Krüme stehen für die Fehler, die Sünden
- oder einfach Ballast aus dem letzten Jahr. Man will sich davon lösen. Also ein symbolisches Reine machen. Stellen Sie sich das mal vor, man wirft
- die alten Lasten weg und schafft Platz für Neues. Hat ja fast was befreiendes. Absolut. Es ist ein Ritual des Loslassens, um unbelastet ins neue Jahr
- zu starten. Und ganz zentral für Ros Hashana ist ja auch der Klang des Schuffas, das Horn meist ein Widderhorn, richtig,
- dessen Klang ja sehr wichtig ist, wie Sie schreiben. Extrem wichtig. Das Hören des Chauffards in der Synagoge ist eine Mitzwa, also
- eine religiöse Pflicht. Und die Töne Tikia, Chevarim, Terua, das sind ja ganz durchdringende, fast schon alarmierende Klänge.
- Warum das? Die sollen die Seele aufrütteln wie ein Wecker quasi. Sie sollen zur Umkehr zur Teschua aufrufen, zum Nachdenken über
- das eigene Handeln im letzten Jahr und zur Planung guter Taten für das Nächste. Es ist wirklich ein Wegruf zur Selbstreflektion.
- Verstehe. Das passt ja dann auch perfekt zum Beginn dieser 10 Tage der Ehrfurcht, den Yamim Neerim. Exakt. Roscher Schana ist der Statschuss
- für diese 10 Tage, die dann ja in Yom Kipur, dem Versöhnungstag, ihren Höhepunkt finden. Und in dieser Zeit geht es um intensive
- Besinnung, Gebet und Reflextion. Genau. Es gibt diesen Glauben an das Buch des Lebens. Man stellt sich vor, dass Gott in dieser
- Zeit die Taten der Menschen prüft und ihren Namen für das kommende Jahr in dieses Buch einträgt. Aber das Urteil ist an Rosa Schana noch nicht endgültig,
- oder? Nein, eben nicht. Das ist das Wichtige. Rosa Schana eröffnet diese Zeit der Prüfung und der möglichen Umkehr. Man
- hat noch die Chance durch reaten das Urteil positiv zu beeinflussen. Es ist eine Zeit der Gnade sozusagen. Okay, das heißt, wenn wir das mal
- zusammenfassen, es geht ganz stark um Verantwortung, um Reue, aber auch um die Hoffnung auf einen Neuanfang. Das zieht sich ja durch alles, was wir besprochen
- haben. Ganz genau. Das sind die Kernthemen dieser ganzen Periode, die mit Roschana beginnt. Die Auseinandersetzung mit sich
- selbst, mit anderen, mit Gott. Was mir die wichtigsten Punkte für Sie also noch mal kurz zusammen. Roshana, das jüdische Neujahrsfest im Herbst ist
- der Beginn der Tage der Ehrvorricht. Es gibt symbolische Speisen wie rundes Brot, Äpfel Honiggranatapfel. Bräuche wie das Schlich helfen symbolisch beim
- Loslassen und der Schuffarklang ist ein Wegruf für die Seele. Und alles im Kontext dieser 10 Tage und der Idee vom Buch des Lebens.
- Und ich denke auch, wenn Sie selbst das Fest vielleicht nicht feiern, die Themen dahinter sind ja doch universell, oder? Dieses innerhalten, zurückschauen, nach
- vorne blicken, die Hoffnung auf ein gutes Jahr. Stimmt, das betrifft ja irgendwie jeden. Vielleicht als abschließender Gedanke
- für Sie zu mitnehmen. Überlegen Sie doch mal, welchen Wert es für Sie haben könnte, sich einmal im Jahr ganz bewusst Zeit zu nehmen, altes symbolisch
- loszulassen und wirklich Platz für Neues im nächsten Lebensabschnitt zu schaffen. einfach mal so als Impuls.
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