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Was ist Rosch ha-Schana?

Islam-Unterricht6:11 29 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
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  1. Hallo und willkommen zu unserer heutigen Besprechung. Ähm, sie haben uns ja einiges zu Rosch Hashana zukommen lassen, dem jüdischen Neujahrsfest.
  2. Wirklich spannend. Ja, hallo. Absolut. Unser Ziel ist ja heute, das mal ein bisschen aufzudröseln. Also die
  3. Bedeutung und die Bräuche dahinter zu beleuchten. In einfacher Sprache, sodass es jeder versteht. Genau. Und das Fest markiert ja auch den Anfang einer ganz
  4. besonderen Zeit der Yamim Norim, also der Tage der Ehrfurcht. Stimmt, diese 10 Tage, aber fangen wir mal vorne an. Rosch hashana heißt ja
  5. wörtlich Kopf des Jahres. Richtig. Und das Besondere ist halt der Zeitpunkt. Das neue Jahr fängt nach dem jüdischen Kalender ja nicht im Winter
  6. an, sondern im Herbst. Okay, packen wir das mal aus. Also Neujahr im Herbst, das ist ja schon mal ganz anders als unser Januarstart, nicht
  7. wahr? Definitiv. Hängt wohl auch mit alten Erntezyklen zusammen, aber das führt jetzt vielleicht zu weit. Wichtig ist, es ist ein Neuanfang im Herbst.
  8. Und was mir in ihren Notizen sofort aufgefallen ist, ist diese starke Symbolik gerade beim Essen. Die Schall z.B. dieses runde Brot.
  9. Ja, die Schall. Die runde Form ist halt ganz typisch für Roschana. Sie symbolisiert den Jahreskreislauf. Also, dass alles fließt, kein hartes Ende,
  10. kein Anfang, sondern eben ein Übergang, eine runde Sache sozusagen. Schön gesagt. Und dann äh die Äpfel, die man in Honig taucht. Das kann man sich
  11. ja gut vorstellen, warum. Klar, das ist wohl das bekannteste Symbol. Steht einfach für den Wunsch nach einem süßen und guten neuen Jahr.
  12. Ein Shanova Umetuka, wie man auf Hebräisch sagt. Shanatova Umetuka. Gut, was ich dann aber immer faszinierend
  13. finde, es ist nicht nur ein Wunsch für die Zukunft, sondern oft auch so ein Moment ja der Dankbarkeit für das Süße, das schon da ist im Leben.
  14. Das ist ein schöner Gedanke. Stimmt. Und dann war da noch der Granatapfel, der wurde auch oft erwähnt. Mhm. Der Granatapfel, der gilt ja als
  15. Frucht mit besonders vielen Kernen und die stehen symbolisch für die vielen guten Taten, die Mitzwood, also die Gebote, die man im kommenden Jahr
  16. erfüllen möchte. Ach so, wegen der vielen Kerne. Genau. Man sagt traditionell, es seien 613 Kerne entsprechend der Anzell der
  17. Gebote in der Tor ist es wirklich beeindruckend, wie Alltagsdinge wie Essen hier so eine tiefe Bedeutung bekommen, finde ich. Sie drücken halt
  18. Hoffnung aus. Auf jeden Fall kommen wir mal zu einem anderen Bauch. Taschlich, dieses Wegwerfen am Wasser.
  19. Ja, taschlich. Das macht man meist am Nachmittag von Rosch Haschaner. Man geht an ein fließendes Gewässer, also einen Fluss oder See,
  20. oder ans Meer. Genau. Und wirft symbolisch Brotkrummen oder kleine Steinchen ins Wasser. Diese Krüme stehen für die Fehler, die Sünden
  21. oder einfach Ballast aus dem letzten Jahr. Man will sich davon lösen. Also ein symbolisches Reine machen. Stellen Sie sich das mal vor, man wirft
  22. die alten Lasten weg und schafft Platz für Neues. Hat ja fast was befreiendes. Absolut. Es ist ein Ritual des Loslassens, um unbelastet ins neue Jahr
  23. zu starten. Und ganz zentral für Ros Hashana ist ja auch der Klang des Schuffas, das Horn meist ein Widderhorn, richtig,
  24. dessen Klang ja sehr wichtig ist, wie Sie schreiben. Extrem wichtig. Das Hören des Chauffards in der Synagoge ist eine Mitzwa, also
  25. eine religiöse Pflicht. Und die Töne Tikia, Chevarim, Terua, das sind ja ganz durchdringende, fast schon alarmierende Klänge.
  26. Warum das? Die sollen die Seele aufrütteln wie ein Wecker quasi. Sie sollen zur Umkehr zur Teschua aufrufen, zum Nachdenken über
  27. das eigene Handeln im letzten Jahr und zur Planung guter Taten für das Nächste. Es ist wirklich ein Wegruf zur Selbstreflektion.
  28. Verstehe. Das passt ja dann auch perfekt zum Beginn dieser 10 Tage der Ehrfurcht, den Yamim Neerim. Exakt. Roscher Schana ist der Statschuss
  29. für diese 10 Tage, die dann ja in Yom Kipur, dem Versöhnungstag, ihren Höhepunkt finden. Und in dieser Zeit geht es um intensive
  30. Besinnung, Gebet und Reflextion. Genau. Es gibt diesen Glauben an das Buch des Lebens. Man stellt sich vor, dass Gott in dieser
  31. Zeit die Taten der Menschen prüft und ihren Namen für das kommende Jahr in dieses Buch einträgt. Aber das Urteil ist an Rosa Schana noch nicht endgültig,
  32. oder? Nein, eben nicht. Das ist das Wichtige. Rosa Schana eröffnet diese Zeit der Prüfung und der möglichen Umkehr. Man
  33. hat noch die Chance durch reaten das Urteil positiv zu beeinflussen. Es ist eine Zeit der Gnade sozusagen. Okay, das heißt, wenn wir das mal
  34. zusammenfassen, es geht ganz stark um Verantwortung, um Reue, aber auch um die Hoffnung auf einen Neuanfang. Das zieht sich ja durch alles, was wir besprochen
  35. haben. Ganz genau. Das sind die Kernthemen dieser ganzen Periode, die mit Roschana beginnt. Die Auseinandersetzung mit sich
  36. selbst, mit anderen, mit Gott. Was mir die wichtigsten Punkte für Sie also noch mal kurz zusammen. Roshana, das jüdische Neujahrsfest im Herbst ist
  37. der Beginn der Tage der Ehrvorricht. Es gibt symbolische Speisen wie rundes Brot, Äpfel Honiggranatapfel. Bräuche wie das Schlich helfen symbolisch beim
  38. Loslassen und der Schuffarklang ist ein Wegruf für die Seele. Und alles im Kontext dieser 10 Tage und der Idee vom Buch des Lebens.
  39. Und ich denke auch, wenn Sie selbst das Fest vielleicht nicht feiern, die Themen dahinter sind ja doch universell, oder? Dieses innerhalten, zurückschauen, nach
  40. vorne blicken, die Hoffnung auf ein gutes Jahr. Stimmt, das betrifft ja irgendwie jeden. Vielleicht als abschließender Gedanke
  41. für Sie zu mitnehmen. Überlegen Sie doch mal, welchen Wert es für Sie haben könnte, sich einmal im Jahr ganz bewusst Zeit zu nehmen, altes symbolisch
  42. loszulassen und wirklich Platz für Neues im nächsten Lebensabschnitt zu schaffen. einfach mal so als Impuls.

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