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Die zehn Tage der Umkehr
Die zehn Tage der Umkehr. hohe Feiertage des jüdischen Festkalenders von Rosch ha-Schana bis Jom Kippur. Artikel · Diskussion.
Die zehn Tage der Umkehr
Die zehn Tage der Umkehr (hebräisch: עשרת ימי תשובה, Assereth Jemej Teschuwa) sind die ersten zehn Tage des jüdischen Monats Tischri. Sie beginnen mit dem jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana und enden mit dem Versöhnungstag Jom Kippur. Sie werden auch „zehn ehrfurchtsvolle Tage“ oder Jamim Noraim genannt.
Nach jüdischer Überlieferung werden an Rosch ha-Schana alle Geschöpfe gerichtet. Der 1. Tischri gilt dabei als der 6. Schöpfungstag, an dem Adam und Eva erschaffen wurden, sündigten, verurteilt und begnadigt wurden. Das göttliche Urteil wird an Rosch ha-Schana „eingeschrieben“, an Jom Kippur, dem Tag der Buße, „gewogen“ und „besiegelt“.
Wer vor Rosch ha-Schana noch nicht vollständig Teschuwa, also Umkehr und Reue, erreicht hatte und deshalb ein schlechtes Urteil erhielt, kann dieses während der zehn Tage in ein gutes Urteil verwandeln. Dazu gehören vollständige Reue und die Umkehr zu einem besseren Verhalten. Der Gruß an Jom Kippur lautet deshalb „gmar chatima tova“ (גמר חתימה טובה), was bedeutet: „Möge deine Einschreibung in das Buch des Lebens gut abgeschlossen werden.“
Die Umkehr kann durch verschiedene religiöse Handlungen unterstützt werden: durch die früh am Morgen gesprochenen Gebete, die Slichot genannt werden, durch Fasten, Wohltätigkeit und durch Nachdenken über das eigene Verhalten.