Was ist Rosch ha-Schana? Islam-Unterricht https://www.youtube.com/watch?v=FjTMQb4Dfbs Transkript (automatisch erstellt) 0:06 Hallo und willkommen zu unserer heutigen Besprechung. Ähm, sie haben uns ja einiges zu Rosch Hashana zukommen lassen, dem jüdischen Neujahrsfest. 0:14 Wirklich spannend. Ja, hallo. Absolut. Unser Ziel ist ja heute, das mal ein bisschen aufzudröseln. Also die 0:21 Bedeutung und die Bräuche dahinter zu beleuchten. In einfacher Sprache, sodass es jeder versteht. Genau. Und das Fest markiert ja auch den Anfang einer ganz 0:30 besonderen Zeit der Yamim Norim, also der Tage der Ehrfurcht. Stimmt, diese 10 Tage, aber fangen wir mal vorne an. Rosch hashana heißt ja 0:39 wörtlich Kopf des Jahres. Richtig. Und das Besondere ist halt der Zeitpunkt. Das neue Jahr fängt nach dem jüdischen Kalender ja nicht im Winter 0:47 an, sondern im Herbst. Okay, packen wir das mal aus. Also Neujahr im Herbst, das ist ja schon mal ganz anders als unser Januarstart, nicht 0:55 wahr? Definitiv. Hängt wohl auch mit alten Erntezyklen zusammen, aber das führt jetzt vielleicht zu weit. Wichtig ist, es ist ein Neuanfang im Herbst. 1:06 Und was mir in ihren Notizen sofort aufgefallen ist, ist diese starke Symbolik gerade beim Essen. Die Schall z.B. dieses runde Brot. 1:16 Ja, die Schall. Die runde Form ist halt ganz typisch für Roschana. Sie symbolisiert den Jahreskreislauf. Also, dass alles fließt, kein hartes Ende, 1:26 kein Anfang, sondern eben ein Übergang, eine runde Sache sozusagen. Schön gesagt. Und dann äh die Äpfel, die man in Honig taucht. Das kann man sich 1:36 ja gut vorstellen, warum. Klar, das ist wohl das bekannteste Symbol. Steht einfach für den Wunsch nach einem süßen und guten neuen Jahr. 1:44 Ein Shanova Umetuka, wie man auf Hebräisch sagt. Shanatova Umetuka. Gut, was ich dann aber immer faszinierend 1:51 finde, es ist nicht nur ein Wunsch für die Zukunft, sondern oft auch so ein Moment ja der Dankbarkeit für das Süße, das schon da ist im Leben. 2:00 Das ist ein schöner Gedanke. Stimmt. Und dann war da noch der Granatapfel, der wurde auch oft erwähnt. Mhm. Der Granatapfel, der gilt ja als 2:09 Frucht mit besonders vielen Kernen und die stehen symbolisch für die vielen guten Taten, die Mitzwood, also die Gebote, die man im kommenden Jahr 2:19 erfüllen möchte. Ach so, wegen der vielen Kerne. Genau. Man sagt traditionell, es seien 613 Kerne entsprechend der Anzell der 2:27 Gebote in der Tor ist es wirklich beeindruckend, wie Alltagsdinge wie Essen hier so eine tiefe Bedeutung bekommen, finde ich. Sie drücken halt 2:35 Hoffnung aus. Auf jeden Fall kommen wir mal zu einem anderen Bauch. Taschlich, dieses Wegwerfen am Wasser. 2:42 Ja, taschlich. Das macht man meist am Nachmittag von Rosch Haschaner. Man geht an ein fließendes Gewässer, also einen Fluss oder See, 2:50 oder ans Meer. Genau. Und wirft symbolisch Brotkrummen oder kleine Steinchen ins Wasser. Diese Krüme stehen für die Fehler, die Sünden 2:59 oder einfach Ballast aus dem letzten Jahr. Man will sich davon lösen. Also ein symbolisches Reine machen. Stellen Sie sich das mal vor, man wirft 3:07 die alten Lasten weg und schafft Platz für Neues. Hat ja fast was befreiendes. Absolut. Es ist ein Ritual des Loslassens, um unbelastet ins neue Jahr 3:16 zu starten. Und ganz zentral für Ros Hashana ist ja auch der Klang des Schuffas, das Horn meist ein Widderhorn, richtig, 3:24 dessen Klang ja sehr wichtig ist, wie Sie schreiben. Extrem wichtig. Das Hören des Chauffards in der Synagoge ist eine Mitzwa, also 3:32 eine religiöse Pflicht. Und die Töne Tikia, Chevarim, Terua, das sind ja ganz durchdringende, fast schon alarmierende Klänge. 3:42 Warum das? Die sollen die Seele aufrütteln wie ein Wecker quasi. Sie sollen zur Umkehr zur Teschua aufrufen, zum Nachdenken über 3:51 das eigene Handeln im letzten Jahr und zur Planung guter Taten für das Nächste. Es ist wirklich ein Wegruf zur Selbstreflektion. 4:00 Verstehe. Das passt ja dann auch perfekt zum Beginn dieser 10 Tage der Ehrfurcht, den Yamim Neerim. Exakt. Roscher Schana ist der Statschuss 4:08 für diese 10 Tage, die dann ja in Yom Kipur, dem Versöhnungstag, ihren Höhepunkt finden. Und in dieser Zeit geht es um intensive 4:17 Besinnung, Gebet und Reflextion. Genau. Es gibt diesen Glauben an das Buch des Lebens. Man stellt sich vor, dass Gott in dieser 4:24 Zeit die Taten der Menschen prüft und ihren Namen für das kommende Jahr in dieses Buch einträgt. Aber das Urteil ist an Rosa Schana noch nicht endgültig, 4:32 oder? Nein, eben nicht. Das ist das Wichtige. Rosa Schana eröffnet diese Zeit der Prüfung und der möglichen Umkehr. Man 4:41 hat noch die Chance durch reaten das Urteil positiv zu beeinflussen. Es ist eine Zeit der Gnade sozusagen. Okay, das heißt, wenn wir das mal 4:51 zusammenfassen, es geht ganz stark um Verantwortung, um Reue, aber auch um die Hoffnung auf einen Neuanfang. Das zieht sich ja durch alles, was wir besprochen 5:01 haben. Ganz genau. Das sind die Kernthemen dieser ganzen Periode, die mit Roschana beginnt. Die Auseinandersetzung mit sich 5:08 selbst, mit anderen, mit Gott. Was mir die wichtigsten Punkte für Sie also noch mal kurz zusammen. Roshana, das jüdische Neujahrsfest im Herbst ist 5:18 der Beginn der Tage der Ehrvorricht. Es gibt symbolische Speisen wie rundes Brot, Äpfel Honiggranatapfel. Bräuche wie das Schlich helfen symbolisch beim 5:27 Loslassen und der Schuffarklang ist ein Wegruf für die Seele. Und alles im Kontext dieser 10 Tage und der Idee vom Buch des Lebens. 5:37 Und ich denke auch, wenn Sie selbst das Fest vielleicht nicht feiern, die Themen dahinter sind ja doch universell, oder? Dieses innerhalten, zurückschauen, nach 5:47 vorne blicken, die Hoffnung auf ein gutes Jahr. Stimmt, das betrifft ja irgendwie jeden. Vielleicht als abschließender Gedanke 5:53 für Sie zu mitnehmen. Überlegen Sie doch mal, welchen Wert es für Sie haben könnte, sich einmal im Jahr ganz bewusst Zeit zu nehmen, altes symbolisch 6:02 loszulassen und wirklich Platz für Neues im nächsten Lebensabschnitt zu schaffen. einfach mal so als Impuls.