Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

VWL (Teil 3): Arbeitsteilung

Bensch erklärt's - Wirtschaft einfach verstehen12:20 903 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 100 Zeilen
Herunterladen
  1. Ja, hallo und herzlich willkommen zu diesem dritten Video Teil meiner Videoreihe zu den wichtigsten Inhalten der Volkswirtschaftslehre. In diesem
  2. dritten Teil geht es jetzt um das Thema Arbeitsteilung. Wenn ihr euch den ersten Videoteil angeschaut habt, dann wisst ihr schon, dass es grundsätzlich darum
  3. geht, dass Menschen Bedürfnisse haben, die sie befriedigen möchten. Und was das jetzt mit der Arbeitszeilung zu tun hat, das schauen wir uns jetzt mal an einem
  4. Beispiel an. Aus dem ersten Videoteil kennt ihr dann nämlich schon Maria, die z.B. Hunger hat. Hunger, das wisst ihr ja, ist ja ein typisches Bedürfnis. Und
  5. um dieses Bedürfnis zu befriedigen, hat Maria im ersten Videoteil einen Apfel gegessen. Nun kommt aber Jens ins Spiel, der Inhaber eines Apfelbaumes ist. Jens
  6. erntet dann die Äpfel und gibt einen Apfel Maria. Wenn jetzt Maria diesen Apfel istst, nennt man das ja konsumieren. Das wisst ihr auch schon.
  7. Der Apfel und das haben wir im zweiten Videoteil gelernt, ist dann ein Konsumgut. Und wenn ihr euch jetzt dieses Beispiel anschaut, dann erkennt
  8. ihr, was das Ganze mit Arbeitszeilung zu tun hat. Denn diesem Beispiel fällt ja das Produzieren, also das Herstellen des Apfels und das Konsumieren, also das
  9. Essen des Apfels auseinander. Und das ist dann die Grundvoraussetzung für die Arbeitsteilung. Und was das jetzt genau für die Wirtschaft bedeutet, das schauen
  10. wir uns als nächstes an. Denn auf der einen Seite haben wir die Menschen, die die Bedürfnisse haben und auf der anderen Seite, das wisst ihr aus dem
  11. zweiten Videoteil, kennen wir dann die Unternehmen, die diese Güter herstellen. Ihr wisst, dass diese Güter dann der Bedürfnis Befriedigung dienen. Und wenn
  12. man sich das Ganze genau anschaut, dann fällt einem jetzt auf, dass Menschen sich arbeiten untereinander aufteilen. Und da habt ihr auch schon wieder den
  13. Begriff Arbeitsteilung. Und welche Arten der Arbeitssteilung es gibt, das schauen wir uns als nächstes an. Denn jeder von euch kennt bestimmt die familiäre
  14. Arbeitsteilung, denn das wisst ihr selber aus eurer eigenen Erfahrung. In einer Familie teilen sich die Mitglieder der Familie, die arbeiten untereinander
  15. auf. So habt ihr bestimmt schon einmal die Wohnung gesaugt, eure Schwester hat die Fenster geputzt, euer Vater hat einen Raum renoviert, die Mutter geht
  16. einkaufen und dann haben wir in unserem Beispiel auch noch Oma und Opa, die auch Tätigkeiten innerhalb der Familie ausführen. Und dann könnt ihr euch
  17. sicher etwas unter der familiären Arbeitsteilung vorstellen. Als nächstes gibt's dann nämlich auch noch die berufliche Arbeitsteilung. Ihr wisst ja
  18. sicher, dass es verschiedene Berufsgruppen gibt, in denen man sich auf bestimmte Tätigkeiten spezialisiert. Da gibt's z.B. die Handwerker, die
  19. Lieferanten bzw. Spediteure und dann kennt ihr bestimmt auch die Kaufmenschentätigkeiten in einem Büro. Die meisten Menschen gehen also einen
  20. bestimmten Beruf nach und haben sich hier auf bestimmte Tätigkeiten spezialisiert. Das versteht man unter der beruflichen Arbeitsteilung. Und wenn
  21. man sich diese Art von Arbeitsteilung genauer anschaut, fällt einem dann noch auf, dass es da z.B. auch noch die Berufsspaltung gibt, denn innerhalb der
  22. Berufsgruppen kommt es dann wiederum zur Spezialisierung auf bestimmte Tätigkeiten. Das zeige ich euch hier mal am Beispiel der Kaufmenschentätigkeiten.
  23. Es können z.B. arbeiten im Einkauf durchgeführt werden, genauso wie im Verkauf oder z.B. in der Personalabteilung. Das sind dann alles
  24. kaufmensche Tätigkeiten, aber ihr erkennt hier im Zusammenhang mit diesen kaufmenschen Tätigkeiten hat man sich noch mal auf spezielle Tätigkeiten
  25. innerhalb eines Unternehmens spezialisiert. Und genauso wie es diese Spezialisierung auf Berufe gibt, so spezialisieren sich z.B. auch
  26. Unternehmen, das nennt man dann die betriebliche Arbeitsteilung. Die einzelnen Unternehmen sind dann nämlich in verschiedenen Branchen tätig.
  27. Typische Beispiele sind hier Industrie, Handel und Dienstleistung. Industrieunternehmen spezialisieren sich hier auf die Herstellung bzw. Produktion
  28. von Gütern. Der Handel ist dann dafür zuständig, diese hergestellten Produkte an andere Händler, Unternehmen oder Privatpersonen zu verteilen. Und dann
  29. gibt es ja auch noch Unternehmen, die ein Kunden Dienstleistung anbieten. Typische Beispiele sind hier Banken, Versicherung, Immobilienmakler und so
  30. weiter. Und wieder erkennt ihr, auch hier werden Arbeiten aufgeteilt, nur in diesem Fall eben auf verschiedene Unternehmen. Und wenn man sich diese
  31. betriebliche Arbeitsteilung genauer anschaut, dann erkennt man, dass es auch hier noch mal eine Untergliederung geben kann, nämlich die sogenannte
  32. Arbeitszerlegung. In diesem Fall spezialisieren sich Unternehmen einer Branche dann auf die Ausführung bestimmter Tätigkeiten. So gibt es dann
  33. z.B. in der Industriebranche Unternehmen, die sich darauf spezialisieren, nur Zersparungsarbeiten, nur Schweißarbeiten oder nur Montagen
  34. auszuführen. Und ihr erkennt hier, innerhalb der betrieblichen Arbeitsteilung gibt's einmal die Branchenbildung, das heißt die
  35. Spezialisierung auf spezielle Branchentätigkeiten und dann aber auch noch die Arbeitszerlegung. Hier spezialisieren sich Unternehmen auf
  36. bestimmte Tätigkeiten. Als nächstes gibt's dann nämlich auch noch die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung. Hier spezialisieren sich Unternehmen auf
  37. die sogenannten Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital. Und Arbeit, Boden und Kapital, also die sogenannten Produktionsfaktoren, sind jetzt wieder
  38. wichtige Begriffe. Die erkläre ich euch aber genauer im fünften Teil der Videoreihe. Für dieses Video reicht es jetzt aber aus, wenn ihr euch vorstellen
  39. könnt, dass es z.B. Unternehmen in einer Volkswirtschaft gibt, bei denen der Boden eine ganz wichtige Rolle spielt. Diese Unternehmen ordnet man dann dem
  40. Bereich der Uhrerzeugung zu. Bei diesen Unternehmen geht's darum, dass z.B. z.B. Bodenschätze gefördert werden. Diese Unternehmen sind im Bereich der Land und
  41. Forstwirtschaft tätig oder sie betreiben Ackerbau und Viehzucht. Wenn ihr euch diese Beispiele mal anschaut, dann könnt ihr hier erkennen, hier hat der Boden
  42. als Produktionsfaktor die wichtigste Bedeutung und diese Unternehmen produzieren also Güter im Bereich der sogenannten Urheitzeugung. Als nächstes
  43. gibt es dann nämlich Unternehmen, die in der Weiterverarbeitung tätig sind und bei diesen Unternehmen spielt dann vor allem der Produktionsfaktor Kapital eine
  44. wichtige Rolle. Typische Beispiele sind hier der Maschinenbau, die chemische Industrie und grundsätzlich die Konsumgüterherstellung.
  45. Und wie ihr aus dem Begriff Weiterverarbeitung ableiten könnt, erkennt ihr sicher, dass ihr Güter aus der Uhrerzeugung weiter verarbeitet
  46. werden. Im nächsten, dem dritten Bereich spielt dann vor allem der Produktionsfaktor Arbeit, zum Teil auch der Produktionsfaktor Kapital eine
  47. wichtige Rolle. Und hier finden wir Unternehmen aus dem Handel und dem Dienstleistungsbereich. Den Handel haben wir bereits bei der betrieblichen
  48. Arbeitsteilung kennengelernt. Hier werden Güter ein und unbearbeitet weiter verkauft. Und auch die Dienstleistungsunternehmen kennen wir ja
  49. schon. Zusammenfassen müsst ihr euch bei der volkswirtschaftlichen Arbeitsteilung also nur merken, dass es hier grundsätzlich drei Bereiche gibt. Die
  50. Uhrerzeugung, die Weiterverarbeitung und dann den Handel und Dienstleistungsbereich. Als nächstes gibt es dann nämlich noch
  51. die internationale Arbeitsteilung. Und um was es hierbei geht, könnt euch sicher denken, hier spezialisieren sich Länder auf bestimmte Tätigkeiten.
  52. Andlers ausgedrückt kann man sagen, dass ich hier Länder auf das spezialisieren, was sie eben besonders gut können. Das ist nämlich der Vorteil der
  53. internationalen Arbeitsteilung, denn die Güter, die in den einzelnen Ländern hergestellt werden, werden dann natürlich ausgetauscht und das nennt man
  54. dann den internationalen Handel. Und dann könnt euch sicher schon denken, was der Vorteil der internationalen Arbeitsteilung ist. Denn wenn jedes Land
  55. der Erde sich auf das spezialisiert, was es am besten herstellen und verkaufen kann, dann führt das natürlich dazu, dass davon alle Länder auf der Welt
  56. einen Vorteil haben und das ist dann eben der Vorteil der internationalen Arbeitsteilung. Ja, und dann haben wir bis hier schon die wichtigsten Arten der
  57. Arbeitsteilung kennengelernt und dann drängt sich als nächstes natürlich die Frage auf, was bringt eigentlich diese Arbeitsteilung? Da haben wir zunächst
  58. einmal die wirtschaftlichen Vorteile und diese ergeben sich z.B. aus der Spezialisierung. Denkt noch einmal an die familiäre Arbeitsteilung. Wenn jeder
  59. das macht, was er am besten kann, dann ergibt sich hier eine Routine. Man spricht dann auch von Routineprozessen und wenn man etwas routiniert erledigen
  60. kann, dann führt dies zur Effektivität, Professionalität und es treten weniger Fehler auf. Und das gilt dann nicht nur für die Familie, das gilt auch für
  61. Betriebe und natürlich auch bei der internationalen Arbeitsteilung für die Länder dieser Erde. Ein weiterer Vorteil der Spezialisierung ist dann die
  62. sogenannte Fixkostendegression. Und das ist natürlich ein Wort, das man erstmal verstehen muss, denn bei allen Tätigkeiten treten grundsätzlich
  63. Fixkosten auf. Das sind Kosten, die unabhängig von der Tätigkeit anfallen. Und wenn man jetzt effektiv in Routineprozessen arbeitet, dann führt
  64. das eben dazu, dass die Stückzahl bzw. die Tätigkeiten zunehmen und das hat dann unweigerlich die Folge, dass die Stückkosten sich verringern. Das nennt
  65. man Fixkostendegression. Ein anderer Fachbegriff neben der Fixkostendegression sind dann die Economies of Scale, die man auf Deutsch
  66. auch Skaleneffekte nennt. Auch das hört sich wieder kompliziert an. Vereinfacht bedeutet das aber, dass je mehr Produkte man herstellt, man spricht dann auch von
  67. Massenproduktion, die Kosten pro Stück eben sinken. Und das ist ja wie gesagt eine wichtige Folge der Spezialisierung bzw. Weise der Arbeitsteilung. Und wenn
  68. ihr euch jetzt diese Vorteile der Spezialisierung anschaut, dann könnt ihr daraus die nächsten Vorteile ableiten, nämlich, dass die Arbeitsteilung zur
  69. Steigerung des Wohlstandes führt. Wir haben ja gesehen, dass die Arbeitsteilung grundsätzlich dazu führt, dass man sich auf das konzentriert, was
  70. man am besten kann. Und wenn jeder der Beteiligten diesem Prinzip folgt, dann hat das eben Vorteile für alle, denn die Arbeitsstellung, das haben wir ja
  71. gesehen, führt dazu, dass Prozesse routiniert ausgeführt werden, die Kosten sinken. Das sind ja die sogenannten Economies of Scale und das bedeutet dann
  72. verkürzt ausgedrückt, dass uns mehr Güter zu günstigeren Preisen zur Verfügung stehen. Ein absoluter Vorteil der Arbeitsteilung. Und ein dritter
  73. wirtschaftlicher Vorteil ergibt sich dann aus den sogenannten Verbundvorteilen, die man Economies of Scope nennt. Auch das hört sich wieder
  74. kompliziert an, bedeutet aber im Grunde genommen nichts anderes, als dass man sich auf Tätigkeiten spezialisiert. Und wenn man diese Tätigkeiten dann
  75. zusammenführt, hat das eben Vorteile für alle Beteiligten. Und neben den wirtschaftlichen Vorteilen gibt's dann auch noch soziale Vorteile, denn die
  76. Arbeitsteilung führt z.B. dazu, dass Tätigkeiten leichter erlernbar sind. Das haben wir ja gesehen, denn hier werden ja Routineprozesse ausgeführt und dies
  77. hat dann auch zurfolge, dass der Arbeitsaufwand sich verringert. So muss man z.B. für eine Tätigkeit weniger Arbeitszeit aufwenden, weil man sie
  78. effektiver durchführen kann. Und dann könnt ihr bestimmt nachvollziehen, welche Vorteile die Arbeitsteilung für uns alle mit sich bringt. Ja, und dann
  79. habt ihr ja in diesem Video viel über das Thema Arbeitsteilung gelernt. Dann schauen wir uns jetzt am Ende des Videos mal an, warum man das eigentlich lernen
  80. sollte. In diesem Video habt ihr ja gesehen, dass die Arbeitsteilung nichts anderes ist als die Spezialisierung auf Tätigkeiten. Ihr habt gesehen, das ist
  81. in der Familie so, man spezialisiert sich auf Berufe, Unternehmen spezialisieren sich auf bestimmte Tätigkeiten, das nennt man betriebliche
  82. Arbeitsteilung und das Ganze gilt dann auch für die Länder dieser Erde. Und in diesem Video haben wir dann ja auch gelernt, dass die Arbeitsteilung für die
  83. Beteiligten viele Vorteile hat. Durch die Spezialisierung steigt die Effektivität, weil wir Routinetätigkeiten ausführen. Und das
  84. bedeutet dann ja immer, dass wir Arbeiten schneller ausführen können und es hat auch den Vorteil, dass dann dabei die Kosten sinken. Durch die
  85. Arbeitsteilung ergeben sich dann also Vorteile für alle Beteiligten. Wie das aber immer so ist, hat natürlich alles, was Vorteile hat, auch Nachteile. Und
  86. das gilt dann auch für die Arbeitsteilung. Sowohl bei den Tätigkeiten in der Familie als auch im Beruf könnte das sicher nachvollziehen.
  87. Routine führt immer zu Monotonie, also zu Langeweile bei der Tätigkeit. Und das ist dann ein nachvollziehbarer Nachteil der Arbeitsteilung. Bezogen auf die
  88. betriebliche und die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung ergibt sich der Nachteil, dass sich die Unternehmen bzw. die Länder durch die
  89. Spezialisierung abhängig machen. Wenn ihr also noch einmal an die betriebliche Arbeitsteilung denkt, Unternehmen spezialisieren sich hier auf Tätigkeiten
  90. oder denkt noch mal an die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung. Hier spezialisieren sich ja Länder auf bestimmte Tätigkeiten und dann könnt ihr
  91. sich ja nachvollziehen, dass diese Spezialisierung die Unternehmen bzw. Länder von diesen Tätigkeiten abhängig macht. Denn wenn andere Unternehmen oder
  92. Länder diese Arbeiten schneller und besser ausführen können, dann verlieren die betroffenen Unternehmen bzw. Länder ihren Vorteil, den sie zuvor bei der
  93. Spezialisierung hatten und sie werden diese Tätigkeiten dann über kurz oder lang nicht mehr ausführen können. Und jetzt erkennt ihr sicher, wie wichtig
  94. ist es, sich mit dem Thema Arbeitsteilung auseinanderzusetzen. Ich hoffe, ich konnte euch in diesem Video einen Eindruck davon vermitteln. Wenn
  95. ihr das Ganze zu Hause noch mal in Ruhe durcharbeiten möchtet, dann könnt ihr ja wie immer Arbeits und Übungsmaterial bei mir anfordern. Ihr wisst ja, jeder, der
  96. meinen Kanal abonniert hat, kann bei mir entsprechendes Material anfordern. Und wenn euch dieses Video gefallen hat und ihr es noch nicht gemacht habt, dann
  97. freue ich mich immer, wenn ihr meine Arbeit unterstützt, indem ihr meinen Kanal abonniert. Und wenn ihr noch Fragen zu diesem Video habt, dann
  98. schreibt es mir doch einfach in die Kommentare. Dann freue ich mich, wenn wir uns im nächsten Video Teil wiedersehen. Da geht's dann um das
  99. sogenannte ökonomische Prinzip. Schön, dass ihr euch das Video bis zum Ende angeschaut habt. Bis dann, macht's gut. Tschüss.
  100. [Musik]

Zum Nachlesen