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Arbeitsteilung - Schulfilm Sozialwissenschaften

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 43 Zeilen
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  1. [Musik] Wenn man wie Robinson Cruso allein auf einer sonst menschenlehren Insel leben
  2. würde, dann müsste man sich um alles, was man zum Leben benötigt, selbst kümmern. Zum Essen würde man Pflanzen sammeln, Fische fangen und Wild jagen.
  3. Die Hütte zum Wohnen müsste man sich genauso selbst zimmern wie ein Bett oder einen Tisch. Und auch die Kleidung würde man sich aus Tierfällen und
  4. Pflanzenfasern selbst herstellen. Das Leben als Robinson Cruso wäre ziemlich beschwerlich. Alleine schafft man nicht
  5. sehr viel und manche Dinge wie z.B. Fische fangen kann man vielleicht gut andere Dinge wie z.B. Hütten bauen allerdings auch nicht. Jeder Mensch hat
  6. eben besondere Fähigkeiten, aber auch Schwächen. Kommt ein zweiter Mensch auf diese einsame Insel bei Robinson Cruso war das Freitag. Dann kann man sich die
  7. Arbeit aufteilen. Jeder macht das, was er am besten kann.
  8. Am Ende des Tages hat man deshalb zusammen mehr geschafft, als wenn die beiden jeweils alleine gearbeitet hätten. Arbeitsteilung bringt also
  9. Vorteile. Das haben bereits die Menschen in der Steinzeit erkannt und deshalb arbeiteten auch sie schon arbeitsteilig. Die mutigsten und ausdauerndsten gingen
  10. zur Jagd, während die geduldigeren Bären sammelten und Kinder hüteten. Die handwerklich begabtesten bauten die Zelte und wer sich mit der heilenden
  11. Wirkung von Kräutern auskannte, wurde Medizinmann. Weil jeder in seinem Bereich ein Fachmann war, hatten am Ende alle mehr
  12. davon. Im Laufe der Entwicklung des Menschen wurde diese Arbeitsteilung immer differenzierter. Heute gibt es viele verschiedene Berufe
  13. und auch innerhalb einer Berufsgruppe, wie z.B. bei den Medizinern, gibt es viele verschiedene Fachleute wie Chirurgen, Orthopäden, Kinderärzte oder
  14. auch Herzspezialisten. Diese Formen der Aufspaltung nennt man auch berufliche Arbeitsteilung. Neben der beruflichen
  15. Arbeitsteilung gibt es auch die betriebliche Arbeitsteilung. In einem Unternehmen macht nicht jeder Arbeiter jede Arbeit. So ist z.B. die
  16. Montage eines Autos in viele einzelne Arbeitsschritte aufgeteilt. An der Karosserie arbeiten andere Menschen als beim Einbau des
  17. Motors oder beim Einsetzen der [Musik] Türen. Man nennt die Form der Arbeitsteilung Arbeitszerlegung.
  18. Die Montage des Autos wird innerhalb eines Betriebes in viele einzelne Teilschritte
  19. zerlegt. Nicht alle Einzelteile des Autos werden in einem Werk angefertigt. Die Räder stellen Fachleute im Reifenwerk her und der Motor kommt aus
  20. der Motorenfabrik. Die Endmontage erfolgt dann im Hauptwerk. Wenn die Produktion der Einzelteile auf verschiedene
  21. Betriebe verteilt wird, dann nennt man das Produktionsteilung oder auch zwischenbetriebliche
  22. Arbeitsteilung. Liegt das Motorenwerk in einem anderen Land, weil es dort spezialisierte Facharbeiter gibt oder die Kosten niedriger sind, dann spricht
  23. man von internationaler Arbeitsteilung. Unternehmen versuchen immer dort ihre Waren herzustellen, wo die Kosten am niedrigsten sind. Das geschieht
  24. mittlerweile weltweit. Man nennt das Globalisierung. Auch innerhalb einer Volkswirtschaft gibt es eine
  25. Arbeitsteilung. Man unterscheidet drei große Wirtschaftsbereiche, den primären, den sekundären und den terziären
  26. Sektor. Die Urproduktion von Nahrungsmitteln und Rohstoffen findet in der Land und Forstwirtschaft, der Fischerei und dem Bergbau statt. Das ist
  27. der primäre Sektor. Danach werden diese Rohstoffe von Handwerk und Industrie verarbeitet. Am Ende der Weiterverarbeitung in diesem
  28. sekundären Sektor steht das fertige Produkt. Die Produkte müssen nun noch zu ihren Abnehmern transportiert und verkauft werden. Das geschieht im
  29. terzieren Sektor. Hierzu zählt man den Handel und die Dienstleistungen. Für ein Brot, das man im Supermarkt kauft, wird das Getreide
  30. vom Bauern, also dem primären Sektor, geerntet. In der Brotfabrik wird das Getreide mit anderen Zutaten gemischt und
  31. gebacken. Das Brot verlässt anschließend fertig den sekundären Sektor. Vom LKW wird es um Supermarkt gebracht und dort von Mitarbeitern
  32. verkauft. Damit ist es auch durch den terzieren Sektor gegangen. Die Arbeitsteilung hat viele vor, aber auch Nachteile. Z.B. erstens die
  33. Produktivität einer Wirtschaft steigt. Wenn man die Produktivität betrachtet, dann setzt man das Produktionsergebnis mit den dafür
  34. eingesetzten Mitteln in ein Verhältnis, also z.B. ein Brot und die dafür angewendete
  35. Arbeitszeit. Wenn die Produktivität steigt, dann bedeutet das, dass man die gleiche Menge von Gütern mit weniger Einsatz von Mitteln herstellen kann.
  36. Das ist um einen Vorteil, führt aber auch dazu, dass man weniger Menschen für diese Arbeit benötigt und damit die Arbeitslosigkeit
  37. steigt. Zweitens, spezielle Begabungen werden besser genutzt. Wenn jeder die Tätigkeit ausführt, die er am besten kann, dann arbeitet er besser und
  38. schneller. Außerdem kann man seine speziellen Fähigkeiten immer mehr trainieren. Auch das ist ein positiver Aspekt. Gleichzeitig verlieren die
  39. Spezialisten manchmal den Bezug zum fertigen Produkt. Wer immer nur die gleichen Schrauben anzieht, vergisst ganz, dass am Ende ein Auto vom
  40. Fließband rollt. Oft wird die Arbeit als eintönig oder sinnlos empfunden. Drittens, Spezialisten müssen nicht so lange ausgebildet
  41. werden. Das spart den Unternehmen Zeit und damit Geld. Für die Arbeiter kann das ein Nachteil sein, wenn Sie mit diesen sehr speziellen Fähigkeiten einen
  42. neuen Job suchen. Arbeitsteilung hat also Vor und Nachteile. Das moderne Wirtschaftsleben aber funktioniert ohne Arbeitsteilung
  43. nicht. Auch Robinson und Freitag geht es besser, wenn Sie sich die Arbeit teilen. M. [Applaus]

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