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Externer Skaleneffekt
Externe Skaleneffekte entstehen, wenn mehrere Unternehmen einer Branche sich in räumlicher Nähe zueinander niederlassen. Vor mehr als achtzig Jahren hat …
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Begriff und Bedeutung
Externe Skaleneffekte, auch Größenvorteile (englisch: external economies of scale), sind sinkende Produktionskosten pro Einheit innerhalb einer Branche. Sie entstehen durch Faktoren, die meist nicht vom einzelnen Unternehmen abhängen, sondern von der Größe und räumlichen Konzentration der gesamten Branche. Sie sind ein Grund für Außenhandel und fördern inter- statt intranationalen Handel.
Die Durchschnittskosten hängen dabei von der Produktionsmenge eines Sektors ab, der aus mehreren Unternehmen besteht. Degressive Kosten, also bei größerer Menge sinkende Kosten je Einheit, werden durch Synergien im gesamten Sektor erreicht. Beispiele für solche Ursachen sind Technologietransfer, spezifische Qualifizierung von Arbeitskräften und das Entstehen von Vorleistungssektoren.
Abgrenzung zu internen Skaleneffekten
Skaleneffekte werden auch als „Economies of Scale“ oder „steigende Skalenerträge“ bezeichnet. Steigende Skalenerträge bedeuten: Mit zunehmender Ausbringungsmenge sinken die Erzeugungskosten pro Produktionseinheit.
Man unterscheidet interne und externe Skaleneffekte. Interne Skaleneffekte entstehen auf Unternehmensebene. Externe Skaleneffekte entstehen dagegen auf Branchenebene und kommen damit mehreren Unternehmen zugute.
„Größenvorteile“ ist ein Oberbegriff. Er umfasst etwa Preisnachlässe bei größeren Einkaufsmengen sowie Vorteile, die durch das Wachstum eines Unternehmens, einer Branche oder durch Ausbreitung auf Länderebene entstehen.
Ursachen durch räumliche Konzentration
Externe Skaleneffekte entstehen, wenn sich mehrere Unternehmen derselben Branche räumlich nahe ansiedeln. Alfred Marshall untersuchte solche „Industriebezirke“ bereits vor mehr als achtzig Jahren. Eine Ansammlung von Unternehmen kann effizienter sein als verstreute Einzelunternehmen.
Die Vorteile entstehen jedoch nur, wenn innerhalb eines Landes tatsächlich eine große Branche vorhanden ist.
Spezialisierte Anbieter und Wissen
Durch die räumliche Konzentration und das Wachstum eines Sektors können spezialisierte Anbieter von Vorleistungen und Investitionsgütern bestehen. Vorleistungen sind Güter oder Dienstleistungen, die für die weitere Produktion benötigt werden; Investitionsgüter dienen der Herstellung anderer Güter. Steigender Wettbewerb zwischen diesen spezialisierten Anbietern verbilligt ihre Angebote. Mit der wachsenden Industrie nimmt auch die Zahl nahe gelegener Zulieferbetriebe zu.
Wissen ist eine Grundvoraussetzung für Wachstum in innovativen Branchen. Mit der Größe eines Sektors steigen Wissens- und Technologietransfer. Forschung und Entwicklung, informeller Austausch sowie die Beschäftigung mit Produkten der Konkurrenz können Spezialwissen schaffen. Dieses kann die Entwicklung der Produktions- und Durchschnittskosten günstig beeinflussen.
Arbeitskräfte und Beispiel
Bei einer geografischen Dichte spezialisierter Arbeitskräfte finden Arbeitgeber leichter Beschäftigte und Arbeitnehmer leichter eine Beschäftigung. Dieser Arbeitskraft-Pooling genannte Vorteil kann zu niedrigeren Produktionskosten beitragen. Wenn die Branche wächst, entstehen mehr entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte.
Ein Beispiel: Beschäftigt eine Branche zunächst zehn Unternehmen, die jeweils vierzig Produkte herstellen, entstehen insgesamt 400 Produkte (10×40). Wächst dieselbe Branche auf zwanzig Unternehmen, die weiterhin jeweils vierzig Produkte herstellen, werden 800 Produkte erzeugt (20×40). Wahrscheinlich sinken dann die Produktionskosten für alle Unternehmen, weil spezialisierte Investitionsgüter und Dienstleistungen zu niedrigeren Preisen angeboten werden. Die Kosten der gesamten Branche sinken; dies sind externe Skaleneffekte.