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Die Entwicklung des Feudalismus und das Leben der Bauern im Mittelalter
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Transkriptautomatisch erstellt · 453 Zeilen
- bei uhren stellten im vormodernen europa immer etwa 90 bis 95 prozent der bevölkerung bäuerliches leben weil die normale
- existenz fast aller menschen und ihre arbeit ernährte alle anderen trotzdem liegt der fokus der meisten darstellungen mittelalterlichen lebens
- auf den malerischen leben der ritter und fürsten auf ihren burgen oder der manche bischöfe in ihren klöstern und palästen wenn das leben der bäuerlichen riesigen
- mehrheit der mittelalterlichen bevölkerung so viel weniger interesse und beachtung findet dann einerseits weil man sich häufiger monotonen
- uninteressant andererseits weil man sich als statisch ohne entwicklung vorstellt und bäuerliches leben scheint immer gleich gewesen es scheint geschichtslos
- zu sein das aber ist eine ganz falsche vorstellung in die bäuerlichen lebens verhältnisse haben sich im laufe des mittelalters mehrmals drastisch
- verändert die welt der europäischen bauern im frühmittelalter sich ganz anders aus dem hochmittelalter und im hochmittelalter ganz anders aus dem
- spätmittelalter schauen wir uns die chronologische entwicklung etwas näher an der feudalismus hatte sich bereits im
- römischen reich abgezeichnet als einen ersten beiden nachchristlichen jahrhunderten die großen römischen eroberungskriege endeten geriet das
- system der antike slawen wirtschaft in einer krise die römischen grossgrundbesitzer hat mir nachschub an slavin bisher aus zwei quellen bezogen
- erstens aus den maßen von kriegsgefangenen die nach jedem neuen eroberungs trägers darwin verkauft worden waren
- andererseits von slawen händlerinnen die private raubzüge im ganzen mittelmeerraum unternahmen um menschen einzufangen und mit italien als sklaven
- zu verkaufen beide optionen begann ab dem ersten jahrhundert nach christus langsam wegzufallen
- dadurch dass das imperium den gesamten mittelmeerraum annektiert und eine römische provinzen umwandelte standen und dessen gesamte zwar nicht zur
- römischen bürgern aber doch zu untertanen des reiches gewordene bevölkerung unter deren schutz der römischen gesetze und durfte nicht
- einfach gekippt und die sklaverei verkauft werden wie es bisher mit nicht reichs angehörigen personen legal gewesen war
- andererseits wurden als das reich langsam eine gewisse territoriale sättigung ja überdehnung erreicht hatte auch immer weniger kriegsgefangener
- gemacht die die slawen märkte hätten füllen können die kriege kaiser trajan es auf dem balkan und im mittleren osten zu beginn
- des zweiten jahrhunderts nach christus waren die letzten großen römischen eroberungskriege es kamen also immer weniger neues leben auf dem markt und
- folglich wurden slawen seltener und teurer die zeit der stets massenhaft verfügbaren billig sladen war vorbei
- immer teurer werdende slavin einzukaufen um sie als unqualifizierte arbeitskräfte plantagen einzusetzen wurde für die römischen grundbesitzer also immer
- weniger rentabel auf diese entwicklung reagiert nicht laden halt auf zwei arten einerseits indem sie ihre kostbare gewordenen slawen pfleglicher behandelt
- und sie zu höherer produktivität zu motivieren versuchten ab dem ersten jahrhundert nach christus wird es üblich dass die mehrheit aller sklavin wenn sie
- immer brav und fleißig waren nach einigen jahrzehnten freigelassen werden diese perspektive nach einiger zeit ein freier bürger werden zu können wenn man
- sich jetzt aber gut bewährte sollte ein anreiz für die slawen seinen möglichst produktiven vorbildlich zu arbeiten gleichzeitig wurden die
- lebensbedingungen der sklaven verbessert er sie durften jetzt für einen tag der ersehnten freilassung geld sparen und sondereigentum besetzen das sogenannte
- pico jung und sklavin körperlich schwer zu misshandeln oder gar zu töten wurde gesellschaftlich geächtet und war ab dem zweiten jahrhundert nach christus
- schließlich auch gesetzlich verboten seit tagen rar und teuer wurden konnte man sie nicht mehr als einem wegwerfartikel barren gewinn der späten
- republik sondern musste darauf achten ihre lebenserwartung ihren gesundheitszustand zu steigern das alles war nur symptombehandlung
- revolutionär war dagegen eine andere antwort auf die krise das laden wirtschaft der übergang von das laden wirtschaft einem ganz anderen
- wirtschaftssystem dem sogenannten kolonat kolonat bedeutet dass ein großgrundbesitzer seine ländereien nicht
- mehr als einheitlich geführten plantagen von einem heer kassel animierter slavin bearbeiten lässt sondern sondern lernen kleine parzellen aufgeteilt die jeweils
- eine familie persönlich freier bäuerlicher pächter den so genannten kommunen übergeben werden diese cologne
- bewirtschaften irland stück in eigene regie und zahlen dem grundbesitzer für dessen nutzung eine regelmäßige pachtgebühr entweder in form von geld
- oder in form eines bestimmten prozentualen anteils der ernte ist lovin nachschub mochte seltener und teurer werden aber arme freie die
- liebend gerne landparzelle brachten wollten gab es reichlich und noch dazu hatten die ein viel größeres interesse als sklavin daran dass lahm zu intensiv
- wie möglich zu bearbeiten denn je fleißiger sie arbeiteten desto stärker stieg der eigene lebensstandard solche cologne wirtschaften hat es hier
- bereits in der späten republik gegeben aber in der mittleren und späten kaiserzeit wurden sie nun zur vorherrschenden wirtschaftsform im
- ganzen römischen europa und nun veränderte sich auch der charakter des verhältnisses zwischen pächter und runter dieses verhältnis war natürlich
- ein anfang an ein ungleiches gewesen der grundherr war der ausbau der seiner pächter aber der pächter blieb juristisch ein freier mann das kolonat
- verhältnis war ein rein privatwirtschaftlich das vertragsverhältnis dass man auch wieder beenden konnte diese freiheit der
- pächter wird er beim er mehr zu einer fiktion und der späteren täter dann noch formell aufgehoben kaiser konstantin der große lässt im frühen vierten
- jahrhundert nach christus ein gesetz wonach cologne an die schule gebunden werden ihre bauern stelle ohne einwilligung ihres grundherren nicht
- mehr aufgeben und im falle einer flucht wie slavin gefahren und in ketten zurückgebracht werden dürfen von freien pächtern sind die kommunen
- damit de facto zu leibeigenen geworden diese entwicklung wird auch dadurch betont dass der einzelne bauer der staat jetzt nicht mehr in einem direkten
- verhältnis zueinander stehen sondern der grundherr als zwischen instanz mit hoheitlichen befugnissen dazwischen tritt nicht mehr der einzelne bauer
- zahlt steuern an die staatlichen finanzbehörden sondern der grundherr zahlt pauschal für die bewohner seiner gesamten ländereien und treibt das geld
- dann seinerseits bei seinen bauern wieder ein gleichzeitig werden die großen landgüter dem verwaltungsbereich der städte
- herausgetrennt und zur eigenen verwaltungseinheiten in denen der grundherr gewisse polizeiliche und juristische befugnisse gegenüber seinen
- bauern ausübt der grund erst jetzt lassen nicht mehr nur der ökonomische ausbeute der cologne er wird auch administrativ und politisch
- zu ihrem herrn und unterdrücker im spät römischen reich des vierten und fünften jahrhunderts nach christus hat das kolonat sich also bereits zu einer
- art von der gesellschaft im embryonalstadium entwickelt als der westteil des reiches im zuge der völkerwanderung im fünften jahrhundert
- zerfällt und von einer reihe germanischer königreich ersetzt wird ändert sich an diesem gesellschaftssystem kaum etwas
- fundamental des stammes adel der germanischen eroberer passt sich nicht nur kultur und sitten der etablierten romanischen grossgrundbesitzer an
- sondern fügt sich auch bereit wir legen ihr soziales system die germanischen adligen beschlagnahmen ein teil des landes werden dort selbst zu grundherren
- die ökologen für sich arbeiten lassen germanische und romanische grossgrundbesitzer verschmelzen zu einer gemeinsamen klasse von feudalherren
- die größte veränderungen die die germanischen in versionen mit sich bringen besteht darin dass sie noch einmal ein zustrom von freien bauern mit
- sich bringt frage aber nicht adlige angehörige der eroberer stämme eignen sich einen eroberten römischen territorien
- zigtausendfach ein stück land und begründen dort eine unabhängige freie bauern existenz ohne irgend einem herrn untertan zu sein außerdem könig selbst
- dem sie steuern zahlen und heeres dienst leisten müssen als die fronten zwischen dem 6 im neunten jahrhundert ein großteil westeuropas
- wieder zu einem reich vereinigen symbolisiert durch die kaiserkrönung karls des großen am weihnachtstag des jahres 800 da bestehen in diesem
- fränkischen europa verschiedene haben bäuerliche arbeit nebeneinander das sind einerseits immer noch ein recht großer zahl sklaven den unterkünften auf
- dem landsitz ihres herrn leben und dessen felder und das an der direkt nach anleitung bearbeiten beziehungsweise unter der seiner verwaltung
- andererseits gibt es eine menge bauern die zwar unfreien dann die schule gebunden sind aber außerhalb des herren hofes ihre landparzellen eigenregie
- bearbeiten ein eigenes haus bewohnen und ihrem herrn ein teil ihrer ernte abliefern und regelmäßig frondienste führen leisten das heißt unbezahlt alle
- möglichen arbeiten für ihn verrichten müssen die stellung dieser unfreien bauern entspricht weitgehend der der
- spätantiken cologne dritten server gibt es auch eine sehr große zahl freier bauern die besitzer ihres hofes und ihrer felder sind keinen feudalherren
- unterstehen nur dem könig untertan sind diese freien bauern die den könig zur steuerzahlung und heeres dienst verpflichtet sind mitten im kriegsfall
- als infanteristen das rückgrat des fränkischen heeres die masse der fränkischen truppen sind keine berufs krieger sondern solche bauern soldaten
- die auf befehl des königs für ein paar monate den krieg ziehen um dann wieder auf ihren hof zurückzukehren die königliche regierung dienen diesen
- freien bauern eine zentrale stütze ihrer macht hat schützt er in freiheit gegen übergriffe der adligen grossgrundbesitzer die immer wieder
- versuchen freie bauern in hörigkeit zu bringen im achten und der ersten hälfte des neunten jahrhunderts üben die
- fränkischen könige eine relativ strafe herrschaft über ihr reich auch überall werden boden us-stützpunkte königlicher macht gebaut
- und so genannte königs boten die missio mini pc ständig als reisender repräsentanten der regierung das land um überall die königliche autoritäten
- erinnerung zu rufen und die einhaltung der von könig erlassenen gesetze zu überwachen mitte des 19 jahrhunderts zerfällt das
- fränkische reicher mann mehrere teilbereiche die sich gegenseitigen erbitterten bürgerkriegen bekämpfen und unter diesen chaotischen zuständen
- erodiert die königliche autorität stark teil war es so stark dass das königtum besonders im vest rheinischen reich zu einem bloßen schatten wird in den
- provinzen kaum noch reale macht besitzt mit diesem verfall der königlichen macht steigt der autonomie der grossgrundbesitzer und der feudalismus
- erreicht seine voller ausprägung die grossgrundbesitzer machen sich nun von keiner zentralregierung mehr gehindert endgültig zur unumschränkten
- herren auf ihrem gebiet die grundherren machen auf ihren ländereien und ihre eigenen gesetze die ihre bewaffneten milizen durchsetzen und ihre autorität
- zwingen sie jetzt auch einen bisher freien bauern auf angesichts der unkontrollierten macht der adligen grossgrundbesitzer wird die
- unterscheidung zwischen freien und unfreien bauern immer mehr zur fiktion alle bauern im machtbereich eines herrn müssen abgaben leisten frondienste für
- in verrichten und ihn auch politisch als ehrenherren anerkennen vielerorts machen sich auch die kommandanten einziger königlicher burgen
- selbstständig und begründen ihre eigene kleine freude alle grund herrschaft im bereich ihrer burg das einstige fränkische reich zerfällt in einen
- flickenteppich tausende kleiner feudaler territorien deren herren zwar formal noch ein könig ihres jeweiligen teil reiches als ober hernan erkennen mögen
- de facto aber in ihrem gebiet nach belieben schalten und walten wie es ihm passt in diese vertiefung der adligen macht auch gegenüber den bisher freien
- bauern ist aber kein bloßer gewaltakt der herren gegen die bauern es sind auch oft die bauern selbst die um den schutz eines adligen herrn ansuchen
- seit dem zusammenbruch der zentralen komitees das leben in westeuropa nämlich gewalttätig und gefährlicher geworden die tausenden kleineren und größeren
- feudalherren bekämpfen sich untereinander in ständigen fäden und raubzügen und auf solchen raubzügen selbstständige freie bauern die
- leichteste und wehrlose beute wenn ein bauer sich nun an die abhängigkeit von einem mächtigen grundherren begibt dann findet im krisenfall mit seiner familie
- unserem beweglichen besitz zuflucht in der burg des herrn und diese an seine milizionäre verteidigen auch seinen hof gegen marodierende einträgen länger
- dazu kommt dass mittel- und westeuropa seit dem kollaps der fränkischen königs gewalt von einer welle neuer invasion heimgesucht werden im neunten
- jahrhundert richten see fahren die skandinavische räuber beamten die wir heute wikinger nennen auf ihren streifzügen bis tief ins landesinnere
- entsetzliche verwüstungen in ganz nord westeuropa an und etwas später beginnt von osten her die invasionen es aus asien nach europa eingewanderten
- nomadischen reiter volkes der ungarn in solchen zeiten hat die existenz als isolierter freie kleinbauer kaum zukunftsaussichten immer mehr bisher
- freie bauern sind bereit einen grossgrundbesitzer sich an herrn anzuerkennen und dem abgaben und dienste zu leisten wenn dieser im gegenzug den
- schutz seiner person und seines hofes verspricht die typische form adliger grund herrschaft die sich so neunzehnten
- jahrhundert ausbilder ist die sogenannte medikations oder fronhof verfassung im mittelpunkt einer solchen fronhof wirtschaft steht der namensgebende große
- hof des grundbesitzers der dort mit seiner familie und seinen dienst leuten lebt und einen großen teil seines bodens als eigenen land bewirtschaftet als
- sogenanntes domani aland der teil seines landes der nicht als eigenen land bewirtschaftet wird ist in kleine parzellen aufgeteilt die jeweils
- eine leibeigene bauernfamilie bewirtschaftet diese leibeigenen bauern familien leben in kleinen höfen die locker und den gutshof ihres herrn herum
- verstreut sind die bauern müssen ihrem herrn einerseits ein teil ihrer ernte abliefern zusammen mit dem zehnten den sie in die kirche zu entrichten haben
- bleibt nach diesem portal abgaben oft kaum noch genug übrig um die familie halbwegs ernähren zu können zu den regulären feudal abgaben kommen noch
- diverse regional verschiedene sonderabgaben die bauern müssen ihrem herrn zusätzliche naturalien liefern beispielsweise wenn eine hochzeit
- stattfindet oder ein kind geboren wird und besonders drücken dass die totale abgabe wenn ein familienvater stirbt darf der herr sich dessen wertvollste
- besitz stücke insbesondere 4 am eigenen bevor den hof zu nutzen an einen erben übergibt der aufbau des bescheidenen wohlstandes durch sparen und vererbung
- es damit unmöglich zweitens müssen sie im herrn frondienste leisten das heißt unbezahlt für ihn arbeiten
- im system der fronhof verfassung ist ein großer teil des adligen grundgesetzes wie gesagt nicht an bauernfamilien vergeben sondern wird von herrn als
- große agrarbetriebe in eigenregie bearbeitet natürlich nehmen die grossgrundbesitzer den herren aber nicht persönlich hackl und flug in die hand um
- irland zu bestellen das müssen die um ihr gut herum angesiedelten leibeigenen bauern familien tun oft sind die bauern verpflichtet an drei oder sogar vier
- tagen pro woche auf den feldern ihres herrn zu arbeiten oder alle möglichen sonstigen dienste zu verrichten im haushalt helfen das vieh versorgen
- bauarbeiten durchführen usw diese frondienste die die mit ihrem eigenen hof eigentlich schon genügend ausgelasteten bauern mitarbeiter
- überhäufen lasten auf den kleinen bauern wirtschaften oft viel schwerer als die freude an abgaben säumigkeit beim leisten der frondienste
- wird von herrn auf drakonisch bestraft überhaupt kann der grund besitzenden herren einer solchen fronhof sweatshirt mit seinen bauern im grunde machen was
- er will eine handlungsfähige königliche zentralregierung wie in karolingischer zeit die die willkür kleinen und mittleren adligen wirksam begrenzen
- könnte gibt es nicht mehr und schließlich wird die allmacht der herren auf ihren gütern als gewohnheitsrecht allgemein akzeptiert und das
- selbstverständlich hingenommen der herr darf seine bauern schlagen wenn sie frech werden oder nicht motiviert genug arbeiten er darf sie einsperren
- und natürlich die häufig von den weiblichen familienmitgliedern der leibeigenen erwartet dass sie dem herrn sexuell zu diensten zu sein haben
- während in karolingischer zeit die freien bauern das rückgrat der armee darstellten herrscht nun für die leibeigenen bauern im gegenteil ein
- verbot waffen zu besitzen nur die herren und ihre loyalen dienst leute dürfen jetzt noch waffen tragen die hehre dieser zeit sind jetzt nicht
- mehr in erster linie infanterie herre wie in karolingischer zeit sondern kavallerie her aus adligen tanzer reitern dem die infanterie oft noch
- hilfsfunktionen erfüllt diese entwicklung war teil seiner äußeren notwendigkeit geschuldet die im neunten jahrhundert einsetzenden bereits
- erwähnten in version hat man eine weiterentwicklung der europäischen kriegführung erforderlich gemacht und die bildung immer schwerer gepanzerte
- reiter hatte sich als effektiv erwiesen der unterhalt von pferden und besonders die anschaffung von einem hellen kettenhemden langen schwertern usw war
- angesichts der sehr niedrigen produktivität des bergbaus und damit der großen kostbarkeit von metall aber sehr sehr teuer viel zu teuer das eine
- einzelne bauernfamilie der fette stemmen können die einzige möglichkeit große herre gepanzerte reiter zu unterhalten bestand darin dass mehrere dutzend
- bauernfamilien mit ihren ernte überschüssen gemeinsam die ausrüstungen den lebensunterhalt eines einzigen reiters finanzierten der sich von jeder
- arbeit befreit im idealfall ganz seiner kriegerischen vervollkommnung wittmann konnte die großen feudalherren betrafen herzöge
- und könige schufen deswegen dieser zeit einen neuen dienst adel loyale dienst leute der großen herren erhielten von diesen stücken mit einigen
- dutzend bis einigen hundert leibeigenen bauern familie die ihnen den lebensunterhalt und ihre militärische ausrüstung finanzieren mussten dieser
- dienst adel führt auf kosten seiner bauern den großteil des jahres ein komfortables arbeits freies leben musste dafür aber als panzer reiter für sein
- ober herrn bei bedarf in den krieg ziehen nach ihrem militärischen funktion nannte man diesen neuen dienst adel rita also reiter
- das rittertum war geboren und damit die klassische vor italiens pyramide an der spitze dieses alliance pyramide steht ein könig mancher orts erblich
- mancherorts von der aristokratie gewählt mal mit mehr mal mit weniger machten den provinzen unter dem könig gestanden die herzöge und großen grafen die im könig
- treue schwören und ihren herren anerkennen mussten zumindest theoretisch in der praxis agierten herr zögern graphen auf ihrem gebiet sehr oft das
- souveräne herren die die königliche autorität höchstens formell anerkennen in dieser großen feudalherren wiederum haben unter sich ein kleindienst adel
- von tausenden rittern diesen ihrem ober herren eine bohr content 100 bauernwirtschaften das leben erhalten und dafür für ihren herrn krieg führen
- müssen das volk sehr der fränkischen zeit hatte sich nach ihrer berufs krieger verwandelt die rolle der herzog und grafen das große feudale ausbeuter
- kommt natürlich auch kirchliche würdenträger spielen die kirche war der größte grundbesitzer des mittelalters und bischöfe große koester beherrschten
- auf den territorien mit zehntausenden leibeigenen und auch bisse von der äbte haben eigene ritterliche basalen unter sich
- sowohl weltliche also kirchliche feudalherren vergeben aber nicht alles lahm dann ritterliche vasallen sondern behalten einteiler direkt in ihrer hand
- große herren die ausgedehnten grundbesitz in verschiedenen gegenden besitzen und ihrer wirtschaft nicht allein beaufsichtigen können richten
- verschiedene sogenannte x höhe verein wohin von ihnen eingesetzte verwalter die eigenen wirtschaft leitet und beaufsichtigt dass die bauern dagegen
- ihre abgaben korrekt abliefern in dieses system der leibeigenschaft beruhenden fronhof wirtschaft ist im system der mangelwirtschaft mit abwärme
- nicht niedriger produktivität in vielen regionen ernten die bauern pro ausgesäten getreidekorn kaum drei körner das leben der bauern das elend und kurz
- die kindersterblichkeit ungeheuer groß sobald das wetter in einem jahr mal um günstig ausfällt herrscht massenhafte schwere unternehmen ein
- bevölkerungswachstum gibt es unter diesen bedingungen europa fast gar nicht auch sonst herrscht stagnation in der gesellschaftlichen entwicklung städte
- gibt es nur wenige und die party es gibt sind fast alle klein und ohne sonderlich lebhafte wirtschaftliche aktivität überregionalen handel gibt es kaum außer
- für den transport einiger hochwertiger luxus gewitter für den bedarf der prozent adligen kirchlicher herren gemünzt das geld wird nur sehr wenig
- verwendet die masse der bäuerlichen bevölkerung lebt fast völlig autark von ihrer eigenproduktion und kauft oder verkauft nur selten einmal etwas auf dem
- nächsten städtischen markt in dieser hartl primitive welt der fronhof verfassung bleibt zwei drei jahrhunderte lang stabil ungefähr vom 9
- bis zum 11 jahrhundert dann kommt es zaghaft beginnende im zehnten und fahrt aufnehmen dem elften jahrhundert seiner reihe von fortschritten in der
- entwicklung der produktivkräfte die revolutionäre auswirken und das leben der gesamten mittelalterlichen gesellschaft und insbesondere der bauern
- haben mehrere innovationen führen besonders ab dem elften jahrhundert zu einer drastischen steigerungen der agrarischen
- produktivität in die erste dieser innovation der übergang vom harten flug zum betrug in der antike und im frühmittelalter war
- fast überall in europa der leichte sogenannte harten flug verwendet wurden diese harten flug war geeignet für die leichteren sandigen böden des
- mittelmeerraums aber nur eingeschränkt leistungsfähige bei den schwereren feuchteren böden mittel und westeuropas die eine oberflächliche auf rees statt
- sie tief um zu wenden in diesem mit dem harten flug nur oberflächlich aufgerissene neckar ging das ausgesäte getreide nicht so gut auf
- und folglich konnte man pro ausgesäten korn nur wenige kenner ernten im elften jahrhundert beginnt sich in mittel und westeuropa nun hat eine neue flug
- konstruktion durchzusetzen eben der schwere pflug der raffinierter konstruiert war und den boden vollständig um wendete statt ihn nur
- aufzureißen dadurch wurde das ausgesäte getreide nicht nur besser vom boden aufgenommen auch wurde der wuchs und unkraut verhindert und nährstoffreichen
- humus aus tieferen bodenschichten nach oben geholt so dass die fruchtbarkeit des bodens starke anstieg und man pro hektar viel mehr getreide ernten konnte
- als bisher um die vorzüge des betruges voll nutzen zu können brauchte man aber mehr zugkraft als die bisher fast
- ausschließlich als zugtiere verwendeten achsen liefern konnten pferde sind zwar zugtiere leistungsstärker als ochsen bisher waren
- sie dafür bei nicht einsetzbar gewesen weil das antiker und frühmittelalterlicher zaumzeug werden so sehr auf den hals drückte dass sie beim
- ziel schwerer lasten kaum noch luft bekam im elften jahrhundert setzte sich nun aber eine neue art von zug geschirr durch das seinen körperbau von pferden
- angepasste q.met mit dessen hilfe sie an das hocheffiziente zugtiere einsetzbaren im ersten und zwölften jahrhundert werden die ochsen dank dieser innovation
- mehr und mehr von pferden verdrängt die bedeutendste agrarische innovation zentralen ist aber wahrscheinlich die in dieser zeit stattfindende durchsetzung
- des systems der dreifelderwirtschaft in der antike und im frühmittelalter hat es vor allem zwei systeme der feldbestellung gegeben einmal die
- primitive brandrodung man brennt ein stück wald niedernberger das von der branche gedüngte land durchgehend bis seine fruchtbarkeit nach ein paar jahren
- erschöpft ist und man an eine andere stelle weiter ziehen muss andererseits die fortschrittlichere zwei felder wirtschaft man beackert jeweils
- die hälfte seines landes ein bis zwei jahre lang lässt es dann ein bis zwei jahre lang brach liegen damit seine frucht sich wieder erholen man wieder
- von vorne beginnen kann in diesem business elfte jahrhundert vor herrschenden system der zwei felder wirtschaft sind also immer nur 50
- prozent des landes nutzbar im hochmittelalter verbreitet sich nun aber die entdeckung dass man die notwendige zeit zur regenerierung des bodens
- wesentlich verkürzen kann wenn man auf einem acker verschiedene sorten von getreide anbaut bei der dreifelderwirtschaft vietnam
- rotationsverfahren auf einem drittel des landes eine sorte von sommergetreide angebaut auf einem drittel eine sorte von wintergetreide und das letzte
- drittel liegt brach während bei der zwei felder wirtschaft also nur die hälfte des landes nutzbar ist sind es bei der dreifelderwirtschaft zwei drittel in
- besonders ausgeklügelten varianten der dreifelderwirtschaft kann sogar die brachfläche noch ohne erschöpfung des bodens für den anbau anderer
- nahrungspflanzen genutzt werden beispielsweise linsen die dreifelderwirtschaft steigert also nicht nur sehr stark den maximal möglichen
- ertrag pro jahr sie verringert auch stark die gefahr einer schweren hungersnot weil wetterkatastrophen wie orkane hagelstürme dürren usw jetzt nur
- noch eine von zwei teile ernten gefährden stadt die gesamte ernte winter zwei felder wirtschaft in dieser ganzen landwirtschaftlichen
- innovationen die sich mir elfter und zwölfter jahrhundert voll entfalten und über europa verbreiten werden manchmal das agrarische revolution des
- hochmittelalters bezeichnet und ihre auswirkungen sind tatsächlich revolutionär die enorme steigerung der
- landwirtschaftlichen produktivität führt erstens zu einer bevölkerungsexplosion zwischen dem 11 dem vierzehnten jahrhundert wächst die bevölkerung fast
- aller europäischen ländern das zwei bis vierfache die gesteigerte produktivität bedeutet aber auch dass man weniger bauern
- braucht um dieselbe menge an lebensmitteln zu produzieren und das heißt dann immer größerer anteil der bevölkerung kann freigesetzt werden für
- nicht bäuerliche tätigkeit als spezialisierte handwerker kaufleute und so weiter folglich nimmt das städte wesen einen
- enormen aufschwung die bestehenden städte wachsen und tausende neue städte werden gegründet die bewohnerinnen dieser städte kaufen ihre lebensmittel
- gegen gemünzt das geld bei den bauern der umgebung und verkaufen diesen wiederum handwerks erzeugnisse textilien usw deren vielfalt und qualität umso
- höher steigen je mehr handwerker es gibt die sich ganz auf die verfolgung und spezialisierungen ihres handwerks konzentrieren kann die bauern werden
- dadurch in die geldwirtschaft hineingezogen die verwendung von gemünzten geld wird in allen bevölkerungsschichten alltäglich
- so beeindrucken die entwicklung des städte wesen zum hochmittelalter auch sein mag die große mehrheit der bevölkerung bleibt bauern und das heißt
- das enorme bevölkerungswachstum dieser jahrhunderte führt nicht nur zur entstehung zahlloser neuer städte sondern vor allem auch zu einer massiven
- bäuerlichen siedlung bewegung überall in europa werden die wälder gerodet um neues ackerland für neue bauern stellen zu schaffen am ende dieses prozesses im
- vierzehnten jahrhundert sind die waldflächen in mitteleuropa auf ein kleineres maß zusammengeschrumpft als heute im einundzwanzigsten jahrhundert
- und diese bauliche siedlungs- bewegung ist es die zu einer tiefgreifenden verwandlung der mittelalterlichen sozialstruktur und zum ende von fronhof
- wirtschaften die eigenschaft führt wie kam es dazu als sehe ich im zuge der rs enormen bevölkerungswachstums hunderttausende
- von bauern söhnen auf den weg machten irgendwo in der ferne eine eigene bürgerliche existenz zu begründen da begannen die großen feudalherren die
- könige herzog grafen miteinander darum zu konkurrieren wer die meisten dieser siedler abbekommt bis zum elften jahrhundert bestand der großteil europas
- aus unbesiedelten über wäldern aus heutiger perspektive ökologisch reizvoll aus perspektive der damaligen feudalherren aber nutzloses land wenn
- neu angekommene bäuerliche siedler dieser urwälder nun roden und dort neue bauern siedlung neue märkte neue städte errichten dann steigert das durch den
- anstieg von bevölkerung steueraufkommen agrarischer und handwerklicher produktion gemacht und den reichtum des freude an reiches auf dessen territorium
- sie entstehen die feudalherren hatten also ein lebhaftes interesse daran möglichst viele siedlungs- willige bauernsöhne
- gerade für irland anzuwerben und das taten sie dann noch reichlich besonders auf dem zwölften jahrhundert üblicherweise engagiert ein größerer
- feudalherr ein herzog grafen bischof oder habt dafür sogenannte lock autoren deren aufgabe darin bestand zunächst einmal die anlage neuer treffern bisher
- unbesiedelten gebiete zu planen und dann durch europa zu reisen um bauernsöhne als siedler für den neuen hof parzellen anzuwerben und unter vertrag zu nehmen
- da nun jede menge vor der herren möglichst viele siedler haben wollten waren sie gezwungen den angeworbenen neubauern möglichst vorteilhafte
- bedingungen zuzugestehen damit sie sich gerade bei ihnen niederlassen und nicht bei anderen herren und der wichtigste anreiz dafür bei die gewährung
- persönlicher freiheit die angeworbenen siedlern den neuen dörfern waren keine leibeigenen mehr sondern freie männer die zwar für die nutzung ihres land
- stücks ein teil der ernte abliefern und steuern zahlen mussten aber keine frohen dienste zu leisten hatten ihre hofwirtschaft ohne einmischung eines
- herrn oder seiner verwalter selbstständig führten und die auch die freiheit besaßen ihren hof wieder aufgeben und wegziehen zu dürfen
- dadurch entstand vor allem zwölften und dreizehnten jahrhundert ein neues schicht von hunderttausenden persönlich freien bauernfamilien deren verhältnis
- zum örtlichen feudalherren nur noch den charakter eines vertraglichen pachtverhältnisses trug das wiederum hat auch massive soziale
- rückwirkungen auf die etablierten alten siedlungsgebiete durch die siedlungs- bewegung und die anlage zigtausender neuer dörfer mit sehr vorteilhaften
- bedingungen war es für die bauern plötzlich nicht mehr alternativlos sich der willkür seines herrn auf den friedhöfen beugen zu müssen
- wenn ein herr seine bauern zu sehr auspressen oder misshandelte dann konnten diese jetzt ihre sachen packen und eine neue bürgerliche existenz unter
- viel besseren bedingungen in einem der neuen siedlungsgebiete beginnen oder aber an die ständig wachsenden städte abwandern dort ein leben als
- lohnarbeiter und irgendwann vielleicht einmal selbstständige handwerker der kleinhändler für denn den langen kämpfen
- mit den feudalen gewalten meist mehr oder weniger autonom gewordenen städte garantierten zugewanderten bauern nach verstreichen einer bestimmten zeit ihre
- freiheit ein herr der seine macht gegenüber den bauern zuseher missbrauchte musste jetzt also damit rechnen dass seine güter
- menschenleeren damit nutzlos wurden und eine solche abwanderungsbewegung von den alten fronhofen fand vielerorts stadt um ihre bauern zu halten mussten die herren
- hier regime also lockern und den bauern immer mehr freiheiten zugestehen ab dem zwölften jahrhundert beginnt sich die leibeigenschaft in west und
- mitteleuropa damit aufzulösen die bauern müssen kaum noch frondienste leisten sondern fast nur noch abgaben und steuern leisten und oft erhalten sie
- formell ihre persönliche freiheit zugesprochen weil nach gegen zahlung einer ablöse in geld schließlich lag der übergang von der
- fronhof wirtschafts an renten wirtschaft auch immer mehr in ökonomischem eigeninteresse der herren selbst zur erinnerung von der spätantike bis etwa
- ins elfte jahrhundert spielte günstiges geld in europa nur eine sehr untergeordnete rolle der handel bei unterentwickelt städtische märkte waren
- selten und sie boten nur eine geringe vielfalt von produkten an die wirtschaft war fast gänzlich regional und autark die bauern versorgten sich selbst mit
- ihren eigenen erzeugnissen um die grundherren lebten davon dass sie sich ein teil des bäuerlichen arbeits produkte an eignen es gab gar nicht so
- viel was man anders so primitiven wirtschaftsordnung mit geld anfangen konnte und folglich war es für die feudalherren auch nicht oberste
- priorität möglichst viel gemünzt das geld zusammenzubekommen das ändert sich aber jetzt im
- hochmittelalter ab dem elften jahrhundert mit dem enormen aufschwung des städte wesens und des harmlosen mit dem aufkommen eines bankwesen nimmt geld
- dann immer größere rolle ein und vor allem gibt es immer mehr was man mit geld anfangen kann in dem maße in dem der handel an wächst es immer mehr
- spezialisierte handwerker gibt und immer mehr wachsende städte mit allen möglichen urbanen vergnügung gibt es eine immer größere bandbreite von gütern
- und dienstleistungen wie man sich für günstiges geld kaufen kann die grundherren wollen deswegen jetzt möglichst viele klingende silbermünzen
- in die hand bekommen und das geht am einfachsten und unkompliziertesten indem man statt selbst einen großen agrarbetrieb zu verwalten und sich mit
- absatz seiner produkte zu kümmern das land einfach gegen feste geld abgaben wären bauern zu verpachten beginnt deswegen lösen die herren jetzt ab dem
- 12 13 jahrhundert ihre frohnhöfer mehr mehr auf und verpachten dass dormann irland ebenfalls als kleinen parzellen an bauern die ihnen dafür geld renten
- zahlen müssen oder bei keine frondienste mehr leisten oder fast keine mit der leibeigenschaft löst sich also auch das system des fronhof immer mehr
- auf die herren ziehen sich aus dem leben des dorfes zurück und werden rentenbezieher die irgendwo draußen in ihrer burg oder ihrer stadtresidenz
- sitzen nun dort die abgaben ihrer bauern verzehren die zeiten in denen der herr persönlich im dorf präsent ist über die felder läuft in einem nachlässigen
- bauern einst mit dem stock überzieht sind vorbei mit dem rückzug der herren aus dem alltagsleben des dorfes und der
- gewachsenen freiheit der bauern müssen die bauernfamilien ihre angelegenheiten nun selbst in die hand nimmt und eine dörfliche selbstverwaltung aufbau
- die dorfgemeinschaft entsteht wie sieht das leben einer solchen typischen hochmittelalterlichen dorfgemeinschaften und konkrete aus hier sehen wir uns
- zunächst die äußere gestalt des dorfes an im frühmittelalter waren die bäuerlichen siedlung üblicherweise ist er locker gewesen einzelner freistehende
- höfe mit großem abstand untereinander oft um ein herrenhof herum verstreut und mit ihrer parzelle gleich hinter dem hof im hochmittelalter verdichten sich diese
- weiler immer mehr zur kompakten dörfer in denen die bauern häuser dicht an dicht stehen es gibt zwar auch im hoch- und spätmittelalter immer noch auch
- isolierte einzel höfe und lockere weiler aber das dichte haufen dorf setzt sich immer mehr normalfall durch in diesen haufen dörfern sind nun wohnungen fällt
- der bauern räumlich getrennt das typische hochmittelalterliche dorf gliedert sich in drei zonen die innerste zone das eigentliche dorf besteht dass
- den dicht beieinander stehenden wohnhäusern der bauern der kirche eventuell ein paar handwerksbetrieben ab dem spätmittelalter immer öfter auch
- einer dorfschänke üblicherweise ist jedes bäuerliche wohnhaus in einem kleinen umzäunten garten umgeben in dem die bauernfamilie
- etwas obst gemüse oder hülsenfrüchte anbau um die eintönige getreide nahrung durch etwas vitaminreiche beigaben zu ergänzen
- das ganze dorf wiederum ist von einem hohen zaun umgeben dem sogenannten etr dieser etr schützt das dorf gegen wilde tiere und unbefugte eindringen länge und
- erhält sich in manchen teilen europas bis ins neunzehnte jahrhundert jenseits des vom etwa umschlossenen dorfes kommt das zweite zone das
- ackerland auf dem getreide als hauptereignis angebaut wird dort wo sich die dreifelderwirtschaft schon durchgesetzt hat ist dieses
- ackerland in drei so genannte zählten unterteilt auf der einzellige wird sommer getreide angebaut auf einer wintergetreide und die dritte liegt
- brach jeder bauernfamilie des dorfes verfüge innerhalb jeder dieser zellen über eine eigene landparzelle deren ertrag ihr gehört die
- dreifelderwirtschaft des hochmittelalters ist also eine interessante mischung aus kollektiver und individueller wirtschaft in
- einerseits hat jeder bauernfamilie ihre eigenen landparzellen deren ertrag ihr gehört andererseits hat sie ihre landstücke
- aber auch nicht bebauung wie sie will sondern muss sich an die verordnung des dorfes halten dh zu einem festgesetzten zeitpunkt zusammen mit allen anderen
- familien nach ihren parzellen die vorgeschriebenen sorten schon getreide aus sein und ernten weil die einzelnen familien parzellen
- innerhalb einer zelle üblicherweise sehr schmal sind und direkt aneinander grenzen wäre eine effiziente dreifelderwirtschaft nämlich unmöglich
- wenn jede familie ihre parzelle an bord was sie will und wann sie will damit der boden sich planmäßig regenerieren kann muss auf der gesamten zelle gleichzeitig
- dasselbe angebaut werden nach belieben individuell wirtschaften darf die bauernfamilien uhr im kleinen haus garten nicht aber draußen auf dem acker
- jenseits der getreideacker schließlich kommt die dritte zone die allmende die allmende ist das land das allen mitgliedern der dorfgemeinschaft
- gleichermaßen gehört und dass jede familie kostenlos für den eigenbedarf nutzen darf ein typischer weise besteht die allmende aus einer großen
- wiesenfläche an die sich am waldsaum anschließt die wiese dient dem zug für den ochsen und pferden als futter weiter der wald hat eine ganze menge funktion
- dort wird durch das fällen von bäumen bau und brennholz gewonnen dorthin treibt man die schweine damit sie sich an eicheln bucheckern oder kastanien
- meisten und dort sammelt man beeren pilze kräuter und wurzeln als willkommene zusatznahrung der verwaltung dieses systems dienen die
- institutionen der dorfgemeinschaft die dorfgemeinschaft ist eine basisdemokratische gemeinschaft deren wichtigste institution die regelmäßige
- volker samen aller familienoberhäupter darstellt auf diesen dort versammlungen wird über die wichtigsten aktuellen angelegenheiten diskutiert hier werden
- die termine für aussaat und ernte auf den zellen festgelegt hier wird bestimmt wie viel holz man im wald entnehmen und wlan sind vierten dorf beiden beiden
- lassen darf um übernutzung der allmende zu verhindern und hier werden die funktionsträger der dorfgemeinde gewählt der wichtigste davon ist der
- dorfvorsteher der regionale eine menge verschiedener amtsbezeichnung trägt norddeutschland heißt oft dorfschulze in süddeutschland schultheiß diese
- dorfvorsteher hat eine doppelfunktion einerseits als demokratisch gewählter repräsentant der dorfgemeinschaft andererseits aber auch als vertreter des
- freiherrn in der dorfvorsteher nämlich hat die pflicht die abgaben die jede familien dem portal herrn schuldig ist ein zusammen und dem herrn oder einem
- seiner dienst leute zu übergeben wenn eine familie nicht zahlt und damit die gesamtsumme nicht stimmt haftet dafür das ganze dorf der dorfvorsteher muss
- die bauern also ammann pünktlich und korrekt ihre abgaben zu zahlen auch hat der dorfvorsteher die pflicht darauf zu achten dass innerhalb des
- dorfes die gesetze des örtlichen feudalherren eingehalten werden und bagatelldelikte wie beleidigung leichte körperverletzung oder kleine diebstähle
- werden von ihm untersucht und gerichtet oft zusammen mit einem mehrköpfigen dorf gericht dass solche geringen delikten ohne einmischung von außen selbst regeln
- darf durch die ermahnungen geldbußen oder sonstige strafen begeht ein mitglied der dorfgemeinschaft dagegen ein schwerverbrechen muss es den
- feudalherren ausgeliefert werden um von ihm gerichtet zu werden eine andere gewählte funktion ist beispielsweise dieses dorf hirten der das 4 aller
- familien auf die allman betreibt und dort bewacht eine weitere wichtige figur im leben des dorfes ist natürlich der pfarrer der
- zwar nicht von den dorfbewohnern gewählt sondern von außen eingesetzt wird der üblicherweise in hama mann war deren alltag und die sorgen der bauern halte
- die zehnten die bauern an die kirche zu zahlen hatten landeten den kassen der bischofspalast an der großen klöster aber kaum in hütten der dorfpfarrer die
- um zu überleben oft selbst etwas landwirtschaft für den eigenbedarf treiben mussten in den spätmittelalterlichen bauernaufstände
- standen die dort fahrer dann noch sehr oft auf der seite der aufständischen die dorfgemeinschaft ist aber nicht nur eine rein ökonomische
- zweckgemeinschaft sondern auch eine soziale kulturelle gemeinschaft mir regelmäßig etwa zum namenstag des dorf heiligen oder im kirchbautag fanden
- kollektiv veranstaltete fest der dorfgemeinschaft statt am sonntag sei es das ganze dorf gemeinsam der kirche und es war selbstverständlich dass die der
- familie zur feier einer hochzeit an der taufe oder zu einer beerdigung das ganze dorf einzuladen und zu bewerten hatte jede familie war darüber auf dem
- laufenden was in jeder anderen familie gerade vorgeht eine intimität die an vielen orten so weit ging das ist normal war dass ich nach einer hochzeitsfeier
- das dorf um das bett des brautpaares versammelte um zuzuschauen wie gebraut entjungfert und die er damit vollzogen wird und
- die dorfgemeinschaft war einige witzige machenschaften wenn beispielsweise ein bauernhaus abbrand was bei der damaligen holzbauweise und beim heizen und kochen
- mit offenem feuer recht oft passierte mussten die anderen familien die obdachlosen brandopfer bei sich aufnehmen und die ganze dorfgemeinschaft
- baute ihnen gemeinsam ein neues haus sehr oft arbeitete auch das ganze dorf zusammen auf dem feld aus ernte oder heimat waren gemeinschaftliche
- ereignisse die diktatorische struktur der alten fronhof wirtschaft hatte der etablierung demokratischer bäuerlicher kommunen platz gemacht
- der demokratische charakter der dorfgemeinschaft muss allerdings in zweifacher hinsicht relativiert werden erstens handelt es sich um eine
- demokratie der männer gleichberechtigt sind nur die männlichen familienoberhäupter während die frauen innerhalb der dorfgemeinschaft
- üblicherweise keinerlei politische rechte besitzen frauen unter stehen bis zu ihrer eheschließung unter mehr oder weniger uneingeschränkten gewalt ihres
- vaters und danach der ihres ehemannes die ehre trägt im mittelalter noch unverhüllten ohne ideologische romantisierung und kaschierung den
- charakter eines unterwerfung instrument der frauen unter die herrschaft des mahners gehen werden nicht das liebe geschlossen
- sondern von den eltern nach sozialen und ökonomischen gesichtspunkten arrangiert ein bauernsohn heiratet nicht um seine seelen gefährten zu finden sondern weil
- er die arbeitskraft der frau unbedingt für den betrieb eines bauernhofs brauch und um ihren körper produktionsmittel zur produktion von
- kindern zu nutzen kinder sind von vormodernen bauern nämlich doppelt notwendig erstens das unbezahlte hilfsarbeitskräfte in der
- bauern wirtschaft andererseits als eine halters versicherung wenn ein bauer alt und gebrechlich wird und nicht mehr arbeiten kann muss er von seinen söhnen
- beherbergt und versorgt werden und diese erben dafür als gegenleistung den hof das funktioniert aber nur wenn die kinder zweifelsfrei legitim und von ihm
- gezeugt sind und der bassist nicht erbberechtigt und damit auch kaum motiviert oder in der lage im alter für seinen stiefvater zu arbeiten ihr bruch
- und die gefahr der geburt unehelicher kinder ist somit eine direkte bedrohung der ökonomischen stellung der bauern und dann seine ehre verletzende angriff auf
- sein eigentum dann als sein eigentum betrachtet er seine frau die übergabe der frau vom vater an den ehemann krieg darum den charakter eines
- kaufvertrages mancherorts ist es üblich dass die eheschließung symbolisch dadurch besiegelt wird dass der bräutigam seine braut demonstrativ auf
- den fuß tritt um zu zeigen dass sie nun in sein eigentum übergegangen ist dann braucht er wohl dass dem bereich des verkaufs stammt in dem entsprechenden
- das drakonische unterwerfung der weiblichen sexualität essentiell für die soziale ökonomische position des power und wenn der bauer
- ist dabei bewenden lässt seine frau für einen seitensprung nur zu verprügeln konnte sie noch von glück sprechen wenn wir auf ehebruch stehenden strafen an
- gerichten der feudalherren waren oft noch viel schlimmer im königreich sizilien unter kaiser friedrich im zweiten beispielsweise das
- heute auf das muster eines frühen aufgeklärten status bezeichnet wird stand im dreizehnten jahrhundert auf ehebruch abschneiden der nase und
- öffentliche auspeitschung der ehebrecherin ertappte ein mann seine frau auf frischer tat beim ehebruch durfte er sie
- und ihren liebhaber legal töten umgekehrt hat männer für ehebruch nur eine moderate geldbuße zu zahlen und angesichts der machtverhältnisse
- innerhalb der familie wird es quasi nie vorgekommen sein dass eine ehe brüche germania von seiner frau tatsächlich angeklagt worden wäre
- haben das wo differenzierte man ein wenig in england und frankreich beispielsweise durften betrogene ehemann den liebhaber seiner frau nur dann
- selbst bestrafen wenn er ihn vorher gewarnt hatte sich seiner frau nicht zu nähern in diesem fall durch der den liebhaber
- in frankreich erschlagen während in england immerhin das recht hat ihn eigenhändig zu kastrieren sowohl juristisch als sozial bei
- allgemein akzeptiert dass männer außerehelichen sex mit märkten oder prostituierten haben während frauen für außerehelichen sex hart bestraft und
- gedemütigt werden in einem tief patriarchalen systems diese doppelmoral logisch denn die frau aus arbeitskraft und produktionsmittel
- des mannes der es herrn besitzer an der spitze eines bäuerlichen betriebes steht es versteht sich von selbst dass die ehefrau auch keine ökonomische
- verfügungsgewalt über das von ihr arbeitete besaßen die frauen mussten zwar permanent schwer arbeiten nicht nur den haushalt führen
- und die kinder groß ziehen sondern auch im bäuerlichen betrieb selbst mitarbeiten das feld bearbeiten das vieh versorgen aber der gesamte ertrag der
- von mann und frau gemeinsam betriebenen bäuerlichen wirtschaft gehörte dem mann und dieser durfte darüber frei verfügen diese sklaverei ähnlicher stellung der
- frau spiegelt sich auch im erbrecht wieder in manchen regionen waren bürgerliche frauen überhaupt nicht erbberechtigt
- in den meisten anderen nur in der viel ungünstigeren bedingungen als männer und einigermaßen frei ist ein selbstbestimmtes leben konnten frauen im
- mittelalter nur als between führen wenn sie weder der autorität eines vaters noch der eines ehemannes mehr unterstanden
- zweitens wird der demokratische charakter der dorfgemeinschaft durch die zunehmende materielle ungleichheit unter der landbevölkerung eingeschränkt
- die lebensverhältnisse der bauern auf einem gutshof oder in einem dorf waren anfangs meist ziemlich egalitär und der alten friedhofs wirtschaft gab es für
- die bauern ohnehin keine möglichkeit besitzen zusammen und dadurch eine soziale differenzierung einzuleiten und die neu gegründeten siedlung der
- phase der hochmittelalterlichen bevölkerungsexplosion wurden meistens mit der vergabe genau gleich große parzellen an jede neue angesiedelte
- familie gegründet im zehnten oder elften jahrhundert hatten die meisten bauernfamilien genug laden zur notdürftigen ernährung aber
- kaum jemals wesentlich mehr und umgekehrt gab es auch nur wenige landlose arme im laufe des hochmittelalters und dann
- besonders im spätmittelalter werden die materiellen lebensbedingungen aber immer unterschiedlicher erstens war die zunehmende integration
- der bauernschaft in markt beziehungen und geldwirtschaft die möglichkeiten individueller bereicherung stark erhöhen mit der im zuge der agrarischen
- innovation des hochmittelalters stark gestiegenen produktivität ernten sehr viele bauernfamilien jetzt wesentlich mehr als sie für den eigenbedarf und das
- feudale abgab benötigen diese ernte überschüsse können sie individuell auf dem nächsten städtischen markt verkaufen wo die nachfrage der wachsenden
- bevölkerung nach lebensmitteln immer mehr steigt getreide und alle anderen landwirtschaftlichen erzeugnisse werden
- von 11 bis 14 jahrhundert immer teurer und ermöglichen den bauern damit im laufe der zeit geld vermögen anzusparen umso mehr wenn sie es verstehen sich auf
- besondere bedürfnisse des städtischen marktes zu spezialisieren das trifft beispielsweise in klimatisch dafür geeigneten regionen auf beiden bauern zu
- den getreideanbau immer mehr zurückstellen und mehr oder weniger reine winzer werden denn nur noch bei 1 für den städtischen markt und den export
- produzieren und damit sehr wohlhabend heute werden können es ist auch der fall bei bauern die beispielsweise ja gartenland nutzen um dort bestimmte obst
- oder gemüsesorten nur für die stadt anzubauen und schließlich verkaufen die bauern zunehmend auch haus gewerblich hergestellte artikel auf dem markt
- häufig lassen die bauern beispielsweise ihre frauen und kinder zu hause textilien herstellen um sie in der stadt zu verkaufen
- wenn eine bauernfamilie es geschafft hat dadurch ein kleines geldvermögen zusammenzubekommen kann sie das nutzen in ärmeren nachbarn stücke ihres landes
- abzukaufen die eigene anbaufläche zu vergrößern und damit in zukunft noch mehr waren auf den städtischen märkten zu verkaufen
- durch vererbung pflanzen sich diese besitze unterschiede unter gerne über generationen hinweg fort werden tendenziell immer größer in besonders
- denjenigen regionen in denen das prinzip der vererbung des gesamten hof für seinen ältesten sohn herrscht wie in mittel und ostdeutschland bayern oder
- österreich in diesen regionen bildet sich bald eine das dorfleben beherrschende schicht wohlhabender großbauern denn einerseits viele arme
- kleinbauern gegenüberstehen andererseits ganz besitzlose menschen die entweder das lohnarbeiter in die stadt gehen oder knechte mägde als dienst leute am hof
- eines der großbauern unterkommen müssen und besitzlose knechte haben der dorfgemeinschaft kein politisches mitspracherecht
- in westdeutschland oder ein großteil frankreichs herrscht dagegen das prinzip der sogenannten realteilung dh der hof wird nach dem tod eines bauern
- gleichmäßig unter all seinen söhnen aufgeteilt wodurch ist erzählt sondern zersplitterung des landbesitzes und der entstehung sehr vieler kleiner oft kaum
- lebensfähiger bauern stellen kommt dass bauern zu wirklichem individuellen reichtum gelangen wird dadurch zwar sehr erschwert aber dafür herrschen
- realteilung gebieten eine egalitäre demokratischere atmosphäre als einen alleinerben gebieten wo die erbberechtigten ältesten söhne der
- großbauern innerhalb des dorfes eine autoritäre fast aristokratisch anmutenden stellung einnehmen der französische soziologe und
- historiker emanuel tor vertritt sieht im gegen unterschied zwischen der realteilung zum alleinerben gebieten sogar eine jahrhunderte lange
- nachwirkende wurzel für die politische und gesellschaftliche entwicklung bis in die neuzeit in realteilung gebieten in nordfrankreich oder dem westlichen rand
- deutschlands wo die bauernsöhne gleichberechtigt aufwuchsen und wo die besitze unterschiede zwischen den bauern gemäßigt war hätten sich liberale
- demokratische und egalitäre ideen viel früher entwickelt und viel leichter durchgesetzt als alleinerben gebieten die preußen bayern oder österreich wo
- die menschen von kindheit an mit grasser ungleichheit innerhalb der familie wie innerhalb des dorfes aufgewachsen war und wo autoritäre und hierarchische
- ideen deswegen wissen die moderne hinein viel stärker gewesen sein dass in westeuropa die tendenz der ökonomischen entwicklung
- ging jedenfalls über allen richtung wachsender ungleichheit innerhalb der bauernschaft wer noch mit regional verschiedener intensität
- alles in allem aber war die hochmittelalterliche expansions- periode von 11 bis 14 jahrhundert und dabei insbesondere das 12 13 jahrhundert wohl
- glücklichste zeit wie das europäische bauern tun bisher erlebt hatte die ernährungslage der bauern war im allgemeinen gut ihre persönliche
- freiheiten die innere autonomie des dorfes viel größer als zuvor und viele bauern konnten die konjunktur nutzen und wohlstand erwerben
- dieses system aber geriet im vierzehnten jahrhundert eine tiefe krise zunächst weil die expansionen ihrer geographischen wie demografischen
- grenzen schließen und die chance kassierten agrar technischen fortschritte hatten die produktivität gegenüber dem frühmittelalter zwar stark
- erhöht aber nach dem zwölften jahrhundert gab es keine großen neuen fortschritte mehr um die wachsenden bevölkerungszahl zu
- ernähren musste also die ackerfläche immer weiter ausgedehnt werden und das geschah einerseits durch rodung von wäldern und nutzbarmachung von sümpfen
- und anderen schwer zugänglichen gebieten innerhalb der bereits besiedelten region andererseits durch eroberung neuer länder auf denen man die einheimische
- bevölkerung unterwerfen konnte um auf ihrem gebiet neue siedler anzusetzen im größten umfahren geschah das im heutigen rost deutschland und entlang
- der ostseeküste im zehnten jahrhundert endete der deutsche sprach und kulturraum noch an der elbe östlich davon lebten slawischer
- meistens nicht christliche stimme unter dem vorwand ihrer christianisierung unternahm expeditionen deutscher rittern und vom zehnten bis
- vier zehnten jahrhundert regelmäßige eroberungszüge gegen die islamischen länder um sich auf dem eroberten gebiet selbst neu feudal herrschaften zu zimmer
- und dort deutsche bauern hoeneß kolonisten anzusehen ein ganzer ähnlichen charakter trugen die kreuzzüge im nahen osten und die
- rekord ist da in spanien wo jeweils christliche ritter truppen islamisches gebiet eroberten und zur stützung ihrer macht christliche siedler heranzogen
- die militärischen möglichkeiten des rittertums stießen aber irgendwann an grenzen im nahen osten kollabierten die
- kreuzritter starten schon im 13 jahrhundert in ostmitteleuropa kam die deutsche ost kolonisation im vierzehnten jahrhundert weitgehend zum stillstand
- und auch in spanien ging direkt kister nur noch im schneckentempo voran erst ende des 15ten jahrhunderts war die ganze iberische halbinsel christlicher
- hand den eigenen bevölkerung überschuss in eroberte länder zu exportieren ging also nur noch sehr begrenzt die alternative
- war die bienen kolonisation also auch immer schlechter und eigentlich ungeeignete böden in den bereits dicht besiedelten regionen zu erschließen im
- späten 13 frühen vierzehnten jahrhundert war auch damit so ziemlich das maximum erreicht auch morastige sandiger oder kage gebirgs böden die für
- landwirtschaft eigentlich kaum etwa wurden nun erschlossen und besiedelt und ermöglichten den ansiedler nur noch eine sehr dürftige existenz
- die siedlungsdichte in west und mitteleuropa war jetzt höher als jemals vorher oder nachher um 1300 gab es in frankreich oder
- deutschland mehr ortschaften das heute der wald war von minimum zurück gedrängt noch mehr rodung konnte man nicht durchführen ohne dass die dörfer
- sicherer notwendigen am ende um die aristokratie ihre jagdgründe beraubt hatte und die bevölkerung wuchs weiter wieso
- so enorm gewachsene bevölkerung wäre jetzt nur noch durch weitere steigerung der produktivität durch neue technische fortschritte so zu versorgen gewesen in
- die aber gab es nicht im frühen vierzehnten jahrhundert kam es erstmals seit vielen generationen wiederzuwählen schwere hungersnöte die zeit ungefähr
- von 1300 bis 13 147 war eine zeit der stagnation örtlich auch schon des bevölkerungsrückgangs und der verarmung
- und dann kam die pest die 1347 einsetzende große ps des eines der katastrophalsten ereignisse der dokumentierten menschheitsgeschichte
- da ich in einem anderen beitrag schon ausführlicher darauf eingegangen bin muss ihre geschichte hier nicht noch einmal erzählt werden es genügt
- festzustellen dass die erste große welle etwa ein drittel der gesamten europäischen bevölkerung getötet haben dürfte und dass mehrere weitere best
- wellen der zweiten hälfte des vierzehnten jahrhunderts die bevölkerung noch tiefer fallen ließen zu beginn des 15 jahrhunderts hatte sich
- die bevölkerung in vielen teilen europas gegenüber dem niveau des frühen 14 jahrhunderts halbiert etwas zynisch könnte man meinen nun ja
- das problem der relativen überbevölkerung war damit doch immerhin gelöst jede menge land war nun wieder frei und somit müsste sich die lage der
- bauern jetzt doch eigentlich wieder gebessert haben also einfach ist es aber nicht tatsächlich begann mit der pest für die
- bauern eine lange zeit tiefer krisen und einer verschärfung des feudalen regimes der demografische kollaps hat die städte wo die menschen dicht an dicht lebt und
- sich massenhaft infizierten relativ am schlimmsten erwischt viele städte verloren die hälfte oder gar 2 dreht lehrer bevölkerung die stadt
- bewohnerinnen sind habe die wichtigsten käuferinnen agrarischer produkte und mit dem drastischen sinken der stadtbevölkerung sank folglich auch
- massiv nachfrage nach lebensmitteln auf den märkten sowohl die bauern also die feudalherren erlitten also enorme einkommenseinbußen
- durch die gesunkenen preise für lebensmittel die dadurch noch verschärft wurden dass die ps die lohnkosten für die beschäftigung von hilfsarbeitern
- stark erhöhte denn durch die gesunkene bevölkerung über menschliche arbeitskraft knapp und damit teuer geworden
- zahlreiche von den feudalen gewalten erlassene gesetze über höchst löhne zur begrenzung der lohnentwicklung waren nur mäßig erfolgreich während die pest also
- zu einem starken anstieg des lebensstandards der käufer von agrarprodukten führte bedeutete sie gleichzeitig einen einbruch der
- einnahmen der verkäufer von agrarprodukten für die bauern war das zwar unerfreulich aber auch nicht so dramatisch nach wie
- vor produzierten die meisten bauernfamilien an großen teil der benötigten güter selbst und ernähren konnte sie sich sowieso aus ihrer
- eigenen produktion zumal seitdem die pest dazu geführt hatte dass eine menge frei gewordenen ackerland das günstig verfügbar wurde
- die bauern waren nicht zwingend darauf angewiesen möglichst viel gemünzt das geld zu verdienen anders sei das aber bei den feudalen
- heraus die sich wie schon skizziert im laufe des hochmittelalters immer mehr zur reinen rentenbeziehern entwickelt hatten die in ihren boden und
- stadtpräsidenten die abgaben ihrer bäuerlichen pächter verpassten je weniger ihrer bauern nach der pest noch am leben war und je weniger
- münzgeld sind mit dem verkauf ihrer ernte überschüsse noch erzielen konnten desto spärlicher floss auch der strom von silbermünzen von den dörfern in die
- kasse der herren in regionalgeschichtlichen studien konnte gezeigt werden dass die renten einnahmen der feudalherren in vielen regionen
- europas im vierzehnten und frühen fünfzehnten jahrhundert um zwei drittel und mehr santen zunächst versuchte man es mit tricks wie
- einer ständigen verschlechterung der münzen dh an der senkung des edelmetall gehalts um aus einer bestimmten menge silber mehr münzen treten zu können
- schnell zeigte sich aber dass die dadurch ein gang gesetzte inflation alles nur noch verschlimmert um den lebensstandard an denen sie sich im
- laufe des hochmittelalters gewöhnt hatten einigermaßen halten zu können mussten sie die ausbeute und ihre noch verbliebenen bauern intensivieren und um
- die widerstrebenden bauern die sich an günstigere und freiere lebensverhältnisse gewöhnt hatten dazu zwingen zu können sich diesen
- gesteigerten forderungen zu beugen mussten die herren danach streben wieder eine direktere herrschaft über das dorf auszuüben
- ab dem mittleren vierzehnten jahrhundert versuchen die feudalherren überall die autonomie der dorfgemeinschaft einzuschränken die abgabenlast zu
- erhöhen die frondienste wieder einzuführen oder noch bestehende frondienste auszudehnen mancherorts wie in ostdeutschland und
- österreich haben sie damit durchschlagenden erfolg und beginnt eine ära der zweiten leibe eigenschaft in ostdeutschland kommt dass im
- spätmittelalter in der frühen neuzeit sondern so vollständigen unterwerfung der bauern unter die arme stoke ratti dass die alte fronhof verfassung quasi
- wieder hergestellt wird mit allmächtigen despotischen örtlichen feudalherren und rechtlosen leibeigenen bauern hier liegt die wurzel des preußischen junker tun
- dass ich als soziale institution erst ab dem 19 jahrhundert wieder aufzulösen beginnt in westeuropa kommen die feudalherren
- nicht soweit und schlägt in viel massivere bürgerlicher widerstand gegen die wut der bauern über die neuen zumutung der aristokratie entleiht sich
- nicht einigen bauern aufständen in den hundert tausende bauern für die verteidigung ihrer freiheit die waffen ergreifen in der zweiten hälfte des
- vierzehnten jahrhunderts in den französischen und englischen bauern kriegen im fünfzehnten jahrhundert in kleinem maße über allen mittel europa
- und besonders in böhmen wo die hussiten bewegung religiöse reformation und bäuerlichen widerstand vereint und schließlich als letzter und gewalt texte
- aller bauernaufstände der große deutsche bauernkrieg im frühen sechzehnten jahrhundert schon an der schwelle zur neuzeit
- alle diese bauernaufstände werden zwar letztlich militärisch niedergeworfen aber die stärke des bürgerlichen widerstandes in westeuropa bremst die
- entwicklung derartigen macht ausdehnung doch ab im allgemeinen kann eine rückkehr zur vollen leibeigenschaft hier verhindert werden aber die geschichte
- des bäuerlichen widerstandes und der bauernkriege im spätmittelalter ist ein anderes thema als für eine eigene ausführlichere episode
- zum abschluss der heutigen episode würde ich noch einige lektüre empfehlung geben für alle die sich mit dem thema näher beschäftigen wollen das erste buch das
- ich empfehle wäre werner röers bauern im mittelalter dass meine hauptquelle für diesen beitrag war dass alle hier behandelten aspekte ausführlicher
- darstellt und auch aspekte schiller die ich nur gestreift oder auch gar nicht behandelt habe so wer sich mehr beschäftigen will mit dem alltag der
- wirtschaftsweise den rechtlichen verhältnissen der bauern im mittelalter werner rosen aus bauern im mittelalter ist ein fantastisches buch dazu als
- ergänzung in würde ich noch drei weitere bücher empfehlen die entweder zeitlich etwas andere periode oder andere aspekte des bäuerlichen lebens behandeln das
- buch von werner rosener konzentriert sich in erster linie auf die verhältnisse im hochmittelalter also eine hälfte des vierzehnten jahrhundert
- wer mehr darüber erfahren wie die bäuerliche wirtschaft im frühmittelalter in karolingischer zeit ausgesehen hat dem würde ich zwei bücher empfehlen von
- französischen historiker einmal das großartige buch die welt der karolinger von pierre ich seh das nicht nur bäuerliches leben sondern die gesamte
- karolingische gesellschaft im europa des achten und 19 19 jahrhunderts auf eine sehr anschaulichen sehr detailliert weise schildert von kulturellen aspekten
- über ökonomische aspekte bis zur politik kriegführung geistesleben das zweite buch ist georges tobis krieger und bauer das etwas später nach die schere ansetzt
- und die zeit der klassischen fronhof wirtschaft vom neunten bis elften jahrhundert behandeln und schön zeigt wie durch die auflösung der fränkischen
- reichs gewalt in dieser zeit die fronhof wirtschaft der voll entwickelte feudalismus entsteht schließlich als abschluss walhalla dieser autor die
- rolle der frauen im mittelalter sehr stiefmütterlich behandeln nur am rande streifen würde ich als ergänzung stark empfehlen schule mieter haas großartiges
- buch die frau im mittelalter das nicht nur das leben bäuerlicher frauen sondern aller gesellschaftlichen stände vom neunzehnten jahrhundert bis ins
- spätmittelalter sehr anschaulich schildert schulamt ahadi frau im mittelalter sehr empfehlenswert ergänzung wenn man sich nicht nur für
- die geschichte der männlichen familienoberhäupter sondern auch der frauen im mittelalter interessiert damit schließe ich für heute die episode des
- zu ändern wir hatten den nächsten wochen wahrscheinlich noch einen weiteren historischen beitrag geben zur situation der bäuerlichen bevölkerung im
- spätmittelalter in der frühen neuzeit
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