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Symbiont
Als Symbiont bezeichnet man meist die kleinere der beiden an einer Symbiose beteiligten Arten. Den Lebenspartner mit dem größeren Körper nennt man auch Wirt …
Begriff und Bedeutung
Ein Symbiont ist meist die kleinere der beiden Arten, die an einer Symbiose beteiligt sind. Der körperlich größere Lebenspartner heißt auch Wirt. Gelegentlich werden jedoch beide Partner unabhängig von ihrer Größe als Symbionten bezeichnet.
Lebensweise und Formen
Endosymbionten leben im Inneren ihres Wirtes. Sie können sich innerhalb seiner Zellen befinden; dann heißen sie Endocytobionten. Sie können aber auch außerhalb der Zellen im Körperinneren leben. Cyanobionten sind Cyanobakterien, die in Symbiose mit einem anderen Organismus leben.
Endocytobionten sind Organismen wie Bakterien oder Viren, die in den Zellen anderer Organismen leben oder sich dort vermehren. Dieses intrazelluläre Zusammenleben kann symbiotisch oder parasitär sein.
Verwandte Begriffe sind Parabiont und Epibiont. Ein Epibiont lebt auf einem anderen Organismus. Ein Spezialfall ist der Epiphyt, also eine Pflanze, die auf einer anderen Pflanze wächst. Die als Träger dienende Pflanze wird dabei Phorophyt oder „Trägerpflanze“ genannt.
Beispiele und Abhängigkeit
Zahlreiche Bakterienfamilien leben als Symbionten bei Wirbeltieren, besonders auf der Haut, auf den Schleimhäuten und im Darmlumen. Ein erwachsener Mensch besitzt insgesamt etwa 100 Milliarden endosymbiontische Bakterien mit einem Gesamtgewicht von ungefähr 2 kg.
Obligate Symbionten oder Epibionten sind zwingend auf das Zusammenleben angewiesen und können ohne diese Beziehung nicht leben. Fakultative Symbionten sind dagegen nicht vollständig von der Symbiose abhängig.