5. Symbiose | ÖKOLOGIE einfach erklärt HippoCampus https://www.youtube.com/watch?v=EAOCu_LWTUQ Transkript (automatisch erstellt) 0:13 Hallo und herzlich willkommen zum einem weiteren Teil der Erklärvideoreihe „ÖKOLOGIE einfach erklärt“. 0:21 In der heutigen Folge beschäftigen wir uns damit, wie Symbiosen funktionieren und welche Arten von Symbiosen man unterschiedet. 0:30 Eine Symbiose ist eine Wechselbeziehung zwischen zwei verschiedenen Arten, von der beide Arten Vorteile ziehen. 0:39 Das ist besonders wichtig, wenn wir nochmal im nächsten Video auf den Parasitismus zu sprechen kommen. 0:46 Man bezeichnet die beiden Arten, die sich an einer Symbiose beteiligen, auch Symbionten. 0:53 Je nachdem wie wichtig diese Wechselbeziehung der beiden Arten für diese ist, spricht man von Allianz, Mutualismus oder Eusymbiose. 1:05 Schauen wir uns diese noch einmal genauer an. Die Allianz ist die lockerste Form einer Symbiose. 1:12 Bei ihr ist die Interaktion zwischen den Lebewesen nur kurzzeitig und nicht überlebensnotwendig. Man kann hier die Vorteile, den für einen Symbionten aus einer Allianz resultieren, 1:24 als willkommene Lebensbereicherung sehen, mehr aber auch nicht. Ein Beispiel für eine Allianz ist die Symbiose zwischen 1:32 Madenhackern und afrikanischen Großtieren wie Büffeln. Der Büffel wird von den Madenhackern von Parasiten gesäubert und vor herannahenden 1:40 Fressfeinden gewarnt. Der Madenhacker hingegen ernährt sich von den Parasiten des Büffels. 1:46 Außerdem wagen sich kleinere Fressfeinde des Madenhackers oft nicht in die Nähe der potentiell gefährlichen Büffel. 1:53 Beide Symbionten profitieren also von der Beziehung. Würde man beide Symbionten jedoch trennen, wären sie genauso gut jeder für sich überlebensfähig. 2:02 Der Mutualismus ist da schon eine wichtigere Form der Symbiose. Hier sind die beiden Symbionten mehr aufeinander angewiesen, 2:14 aber sie würden voneinander getrennt nicht gleich sterben. Im Gegensatz zur Allianz leben die Symbionten hier deshalb oft eng beieinander. 2:22 Ein sehr berühmtes Beispiel für den Mutualismus und für Symbiosen allgemein ist die Symbiose zwischen Clownfisch und Seeanemone. 2:32 Die Anemone bietet hierbei mit ihren giftigen Tentakeln dem Clownfisch Schutz vor Raubfischen. 2:37 Dieser entfernt sich daher nur höchstens ein paar Meter von der Anemone. Der Clownfisch selbst wird nicht von der Anemone angegriffen, 2:45 da er von einer speziellen Schleimschicht umgeben ist. Außerdem frisst der Clownfisch Nahrungsreste von der Beute der Anemone. 2:52 Im Gegenzug dazu verteidigt der Clownfisch die Anemone gegen ihre Fressfeinde. Außerdem wird die Anemone durch den Clownfisch regelmäßig gesäubert und der Clownfisch 3:03 fächert ihr auch regelmäßig frisches Wasser zu. Würde man nun beide Symbionten trennen, würde das zwar 3:08 nicht unmittelbar zu ihrem Tod führen, aber es würden sich nach einiger Zeit erhebliche Probleme für beide Lebewesen ergeben. 3:15 Zu guter Letzt gibt es dann noch die Eusymbiose. Das ist die Symbiose im engsten Sinne. 3:23 Bei ihr hängt das Leben eines Symbionten von dem des anderen ab. Wenn ein Symbiont sterben würde, würde das auch das Ende desanderen Symbionten bedeuten. 3:33 Ein gut bekanntes Beispiel für die Eusymbiose sind Flechten. Obwohl sie vielleicht nur wie ausgebleichtes Moos aussehen, sind Flechten wahre Überlebenskünstler 3:43 und können selbst an extremen Standorten überleben. Das gelingt ihnen, weil Flechten in Wirklichkeit eine Symbiose aus Pilz und Alge sind. 3:52 Der Pilz erhält hierbei von der Alge Kohlenhydrate und Sauerstoff und liefert im Gegenzug Wasser und Nährsalze an den Pilz. 4:01 Da sich Pflanze und Pilz gegenseitig ihre lebenswichtigen Stoffe liefern, sind sie gemeinsam zwar sehr überlebensfähig, würden aber ohne den anderen Symbionten nach 4:12 kurzer Zeit sterben. Neben der vorher genannten Einteilung kann man Symbiosen auch noch in Etko- und Endosymbiosen 4:23 unterteilen. Bei den ersteren sind beide Symbionten voneinander getrennt. 4:29 Clownfisch und Anemone sind zum Beispiel zwei klar voneinander getrennte Lebewesen, die ein Symbiose eingehen. 4:36 Bei der Endosymbiose hingegen lebt einer der Symbionten im anderen. So gibt es zum Beispiel die Darmbakterien, die im Darm eines Tieres oder des Menschen 4:47 leben und dort im Gegenzug für einen geeigneten Lebensraum bei der Verdauung helfen. Fassen wir also nochmal zusammen: 4:55 Bei einer Symbiose handelt es sich um eine Wechselbeziehung zwischen Lebewesen verschiedener Arten, bei der beide Arten voneinander profitieren. 5:02 Je nach Wichtigkeit für das Überleben des Symbionten spricht man von der eher lockeren Allianz, dem regelmäßigen Mutualismus 5:11 oder der überlebensnotwendigen Eusymbiose. Man kann auch noch zwischen der Ektosymbiose bei räumlicher Trennung der Partner und der 5:19 Endosymbiose, bei der ein Symbiont im anderen lebt, unterscheiden. Das war‘s auch schon für das heutige Video. 5:27 Wenn es euch gefallen hat, gibt doch mal einen Daumen nach oben und vergesst nicht, den Kanal zu abonnieren. 5:33 Bis dann, Tschüss!