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Klassiker der Volkswirtschaftslehre 13: Aussenwirtschaft und internationale Arbeitsteilung

IWP | Bildung 5:34 9.247 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
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  1. die Weltwirtschaft vernetzt Außenwirtschaft und internationale Arbeitsteilung in den letzten Jahrzehnten hat der Handel mit Waren und
  2. Dienstleistungen deutlich zugenommen auch die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital wurden international mobiler dieses viel diskutierte Phänomen wird
  3. als Globalisierung bezeichnet ermöglicht wird diese durch Arbeitsteilung jeder und jede Erwerbstätige konzentriert sich auf eine spezialisierte Tätigkeit
  4. während die restlichen Güter und Dienstleistungen von anderen produziert werden Gustav produziert spezialtorten verarbeitet Fleischwaren und Tanja
  5. entwickelt Medikamente so kann sich Gustav ganz auf seine Torten konzentrieren und davon täglich 500 Stück herstellen müsste er zusätzlich
  6. Fleischwaren verarbeiten und Medikamente entwickeln könnte er täglich nur fünf Torten herstellen die Arbeitsteilung steigert die Arbeitsproduktivität und
  7. führt zu wohlfahrtsgewinnen sie ermöglicht einen materiellen Lebensstandard der in einer Gemeinschaft von Selbstversorgern undenkbar wäre voll
  8. ausgeschöpft wird das Potenzial jedoch erst wenn Handel über die Landesgrenzen hinweg betrieben wird die internationale Arbeitsteilung und der globale Handel
  9. erhöhen die Wohlfahrtsgewinne zusätzlich so hätte Gustav keine Möglichkeit in der Schweiz Kakau für seine spezialtorten anzubauen durch die internationale
  10. Arbeitsteilung und den weltweiten Handel kann er jedoch Kakao aus gana erwerben auch trinkt er gerne französischen Rotwein und trägt chinesische
  11. Seitenschals diese und weitere Güte hat er nicht selbst produziert kann sie sich jedoch dank den Erlösen aus dem tortenverkauf leisten doch wie können
  12. auch weniger produktivere Akteure vom Tauschhandel profitieren kontitormeister Gustav kann sowohl schneller Torten ausliefern als auch bessere Kuchen
  13. backacken als sein Nachbarsjunge Fried gustav ist prod und hat gegenüber Fred in beiden Tätigkeiten einen absoluten Vorteil auf den ersten Blick macht eine
  14. Arbeitsteilung mit Fred für Gustav keinen Sinn Gustavs Opportunitätskosten des auslieferns sind jedoch deutlich höher als diejenigen von Fried würde
  15. Gustav die Torten selbst ausliefern könnte er nicht gleichzeitig in der Backstube Arbeiten er müsste auf die Produktion von Z spezialtorten
  16. verzichten die ihm 500 Franken einbringen Fred muss hingegen nur auf das Rasenmähen in der Nachbarschaft verzichten bei dem er 50 Franken
  17. verdient deshalb lohnte es sich trotz des absoluten Vorteils die tortenlieferung an Fried weiter zu geben denn Fred entgeht weniger er hat
  18. gegenüber Gustav einen komparativen Vorteil bekommt Fred nun für das Ausliefern der Torten mehr als 50 Franken von Gustav ist das rasenmähin
  19. für ihn nicht länger attraktiv handkehrum ist für Gustav die Arbeitsteilung lukrativ solange er weniger als 500 Franken Lohn an Fried
  20. zahlt diesen Betrag erwirtschaftet er nämlich mit den tortenverkäufen wenn Fried für ihn die Lieferung übernimmt der komparative Vorteil zeigt die
  21. Arbeitsteilung ist eine Win-Win Situation für beide sofern Fred von Gustav zwischen 51 und 49 Franken Lohn erhält dieses Konzept kann auf
  22. Gesellschaften und Länder übertragen werden obwohl Industrieländer absolute Vorteile in vielen Tätigkeiten aufweisen haben Länder mit weniger modernen
  23. Technologien komparative Vorteile in der Produktion gewisser Güter wie Textilien oder landwirtschaftsgütern durch die internationale Arbeitsteilung entstehen
  24. vielfältige verpflechtungen zwischen dem Inn und Ausland die wirtschaftlichen Beziehungen eines Landes mit dem Rest der Welt erfasst die Zahlungsbilanz sie
  25. lässt sich in zwei teilbilanzen unterteilen Leistungsbilanz und Kapitalbilanz die Leistungsbilanz misst alle Einnahmen und Ausgaben aus dem
  26. grenzüberschreitenden Handel von realen Leistungen dazu zählen der Handel mit Gütern und Dienstleistungen die laufenden Übertragungen wie die
  27. Überweisungen eines französischen Arbeiters aus der Schweiz an seine Familie nach Paris oder die Beträge die bei der Verwendung der
  28. Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit entstehen die Kapitalbilanz hingegen erfasst die zu und Abflüsse von Kapital ins Innland respektive ans Ausland
  29. beispielsweise den Kauf eines Schweizer Fußballvereins durch einen chinesischen Investor die Leistungsbilanz und die Kapitalbilanz Ungleichgewichte aufweisen
  30. nimmt ein Land im Verkehr mit dem Ausland mehr Geld ein als es ausgibt ist von einem Leistungsbilanz Überschuss die Rede anderenfalls von einem
  31. Leistungsbilanzdefizit fließt durch Investitionen und Kredite mehr Kapital in ein Land als abfließt entsteht ein kapitalbilanzüberschuss im umgekehrten
  32. Fall ein Kapitalbilanz Defizit die Zahlungsbilanz als Ganzes ist jedoch immer ausgeglichen da jede Transaktion finanziert sein muss importiert ein Land
  33. mehr Güter und Dienstleistungen als es exportiert weist es ein Leistungsbilanzdefizit auf um dieses zu finan en muss es sich gegenüber dem
  34. Ausland Verschulden dies führt zu einem Kapitalbilanz Überschuss und die Zahlungsbilanz bleibt insgesamt im not du weißt bereits dass die Arbeitsteilung
  35. zu Produktivitätssteigerungen führt dabei gilt die Wohlfahrtsgewinne sind umso größer je mehr Personen Unternehmen und Länder Teil des weltweiten
  36. handelsnetzes sind doch oft wird in den internationalen Handel eingegriffen um die innländischen Produzenten vor ausländischer Konkurrenz zu schützen
  37. eine wichtige Form des sogenannten Protektionismus sind Zölle sie verteuern die importierten Waren und verringern die Nachfrage nach ausländischen Gütern
  38. zöle reduzieren den beidseitig vorteilhaften Austausch zwischen Ländern doch warum kommen Sie in der Realität regelmäßig vor Milchbauer Philip kann in
  39. Sachen Produktionskosten nicht mit ausländischen Höfen mithalten da diese billiger produzieren der Abbau von Zöllen auf Milchprodukte hätte für
  40. Philip schwerwiegende Folgen er könnte aus dem Markt verdrängt werden und sieht die Existenz seines Hofes gefährdet für Konsumentinnen und Konsumenten hingegen
  41. bedeutet die Abschaffung der Zölle nur dass sie einen kleinen Teil ihrer Konsumprodukte günstiger kaufen können jeder einzelne Konsument hat viel
  42. weniger zu gewinnen als ein einzelner Produzent wie Philip zu verlieren hat daher schließt sich Philip mit anderen Bauern zu einer Interessengruppe
  43. zusammen die sich erfolgreich für Zölle auf ausländische Milchprodukte einsetzt Produzenten Interessen lassen sich politisch einfacher organisieren da sie
  44. im Gegensatz zu den Konsumentinnen und Konsumenten eine kleine homogene Gruppe sind du weißt nun dass sich die Weltwirtschaft durch die internationale
  45. Arbeitsteilung und den Handel stark vernetzt hat und hast das Konzept des komparativen Vorteils kennengelernt auch kennst du protektionistische Maßnahmen
  46. wie Zölle und weißt wie sie den Handel einschränken

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