Klassiker der Volkswirtschaftslehre 13: Aussenwirtschaft und internationale Arbeitsteilung IWP | Bildung https://www.youtube.com/watch?v=71-cv1gjzLg Transkript (automatisch erstellt) 0:02 die Weltwirtschaft vernetzt Außenwirtschaft und internationale Arbeitsteilung in den letzten Jahrzehnten hat der Handel mit Waren und 0:08 Dienstleistungen deutlich zugenommen auch die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital wurden international mobiler dieses viel diskutierte Phänomen wird 0:16 als Globalisierung bezeichnet ermöglicht wird diese durch Arbeitsteilung jeder und jede Erwerbstätige konzentriert sich auf eine spezialisierte Tätigkeit 0:24 während die restlichen Güter und Dienstleistungen von anderen produziert werden Gustav produziert spezialtorten verarbeitet Fleischwaren und Tanja 0:32 entwickelt Medikamente so kann sich Gustav ganz auf seine Torten konzentrieren und davon täglich 500 Stück herstellen müsste er zusätzlich 0:38 Fleischwaren verarbeiten und Medikamente entwickeln könnte er täglich nur fünf Torten herstellen die Arbeitsteilung steigert die Arbeitsproduktivität und 0:45 führt zu wohlfahrtsgewinnen sie ermöglicht einen materiellen Lebensstandard der in einer Gemeinschaft von Selbstversorgern undenkbar wäre voll 0:52 ausgeschöpft wird das Potenzial jedoch erst wenn Handel über die Landesgrenzen hinweg betrieben wird die internationale Arbeitsteilung und der globale Handel 0:59 erhöhen die Wohlfahrtsgewinne zusätzlich so hätte Gustav keine Möglichkeit in der Schweiz Kakau für seine spezialtorten anzubauen durch die internationale 1:06 Arbeitsteilung und den weltweiten Handel kann er jedoch Kakao aus gana erwerben auch trinkt er gerne französischen Rotwein und trägt chinesische 1:13 Seitenschals diese und weitere Güte hat er nicht selbst produziert kann sie sich jedoch dank den Erlösen aus dem tortenverkauf leisten doch wie können 1:20 auch weniger produktivere Akteure vom Tauschhandel profitieren kontitormeister Gustav kann sowohl schneller Torten ausliefern als auch bessere Kuchen 1:27 backacken als sein Nachbarsjunge Fried gustav ist prod und hat gegenüber Fred in beiden Tätigkeiten einen absoluten Vorteil auf den ersten Blick macht eine 1:35 Arbeitsteilung mit Fred für Gustav keinen Sinn Gustavs Opportunitätskosten des auslieferns sind jedoch deutlich höher als diejenigen von Fried würde 1:42 Gustav die Torten selbst ausliefern könnte er nicht gleichzeitig in der Backstube Arbeiten er müsste auf die Produktion von Z spezialtorten 1:48 verzichten die ihm 500 Franken einbringen Fred muss hingegen nur auf das Rasenmähen in der Nachbarschaft verzichten bei dem er 50 Franken 1:55 verdient deshalb lohnte es sich trotz des absoluten Vorteils die tortenlieferung an Fried weiter zu geben denn Fred entgeht weniger er hat 2:02 gegenüber Gustav einen komparativen Vorteil bekommt Fred nun für das Ausliefern der Torten mehr als 50 Franken von Gustav ist das rasenmähin 2:09 für ihn nicht länger attraktiv handkehrum ist für Gustav die Arbeitsteilung lukrativ solange er weniger als 500 Franken Lohn an Fried 2:16 zahlt diesen Betrag erwirtschaftet er nämlich mit den tortenverkäufen wenn Fried für ihn die Lieferung übernimmt der komparative Vorteil zeigt die 2:23 Arbeitsteilung ist eine Win-Win Situation für beide sofern Fred von Gustav zwischen 51 und 49 Franken Lohn erhält dieses Konzept kann auf 2:32 Gesellschaften und Länder übertragen werden obwohl Industrieländer absolute Vorteile in vielen Tätigkeiten aufweisen haben Länder mit weniger modernen 2:39 Technologien komparative Vorteile in der Produktion gewisser Güter wie Textilien oder landwirtschaftsgütern durch die internationale Arbeitsteilung entstehen 2:47 vielfältige verpflechtungen zwischen dem Inn und Ausland die wirtschaftlichen Beziehungen eines Landes mit dem Rest der Welt erfasst die Zahlungsbilanz sie 2:54 lässt sich in zwei teilbilanzen unterteilen Leistungsbilanz und Kapitalbilanz die Leistungsbilanz misst alle Einnahmen und Ausgaben aus dem 3:02 grenzüberschreitenden Handel von realen Leistungen dazu zählen der Handel mit Gütern und Dienstleistungen die laufenden Übertragungen wie die 3:09 Überweisungen eines französischen Arbeiters aus der Schweiz an seine Familie nach Paris oder die Beträge die bei der Verwendung der 3:15 Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit entstehen die Kapitalbilanz hingegen erfasst die zu und Abflüsse von Kapital ins Innland respektive ans Ausland 3:23 beispielsweise den Kauf eines Schweizer Fußballvereins durch einen chinesischen Investor die Leistungsbilanz und die Kapitalbilanz Ungleichgewichte aufweisen 3:31 nimmt ein Land im Verkehr mit dem Ausland mehr Geld ein als es ausgibt ist von einem Leistungsbilanz Überschuss die Rede anderenfalls von einem 3:38 Leistungsbilanzdefizit fließt durch Investitionen und Kredite mehr Kapital in ein Land als abfließt entsteht ein kapitalbilanzüberschuss im umgekehrten 3:46 Fall ein Kapitalbilanz Defizit die Zahlungsbilanz als Ganzes ist jedoch immer ausgeglichen da jede Transaktion finanziert sein muss importiert ein Land 3:54 mehr Güter und Dienstleistungen als es exportiert weist es ein Leistungsbilanzdefizit auf um dieses zu finan en muss es sich gegenüber dem 4:01 Ausland Verschulden dies führt zu einem Kapitalbilanz Überschuss und die Zahlungsbilanz bleibt insgesamt im not du weißt bereits dass die Arbeitsteilung 4:08 zu Produktivitätssteigerungen führt dabei gilt die Wohlfahrtsgewinne sind umso größer je mehr Personen Unternehmen und Länder Teil des weltweiten 4:16 handelsnetzes sind doch oft wird in den internationalen Handel eingegriffen um die innländischen Produzenten vor ausländischer Konkurrenz zu schützen 4:23 eine wichtige Form des sogenannten Protektionismus sind Zölle sie verteuern die importierten Waren und verringern die Nachfrage nach ausländischen Gütern 4:31 zöle reduzieren den beidseitig vorteilhaften Austausch zwischen Ländern doch warum kommen Sie in der Realität regelmäßig vor Milchbauer Philip kann in 4:38 Sachen Produktionskosten nicht mit ausländischen Höfen mithalten da diese billiger produzieren der Abbau von Zöllen auf Milchprodukte hätte für 4:45 Philip schwerwiegende Folgen er könnte aus dem Markt verdrängt werden und sieht die Existenz seines Hofes gefährdet für Konsumentinnen und Konsumenten hingegen 4:53 bedeutet die Abschaffung der Zölle nur dass sie einen kleinen Teil ihrer Konsumprodukte günstiger kaufen können jeder einzelne Konsument hat viel 4:59 weniger zu gewinnen als ein einzelner Produzent wie Philip zu verlieren hat daher schließt sich Philip mit anderen Bauern zu einer Interessengruppe 5:06 zusammen die sich erfolgreich für Zölle auf ausländische Milchprodukte einsetzt Produzenten Interessen lassen sich politisch einfacher organisieren da sie 5:13 im Gegensatz zu den Konsumentinnen und Konsumenten eine kleine homogene Gruppe sind du weißt nun dass sich die Weltwirtschaft durch die internationale 5:20 Arbeitsteilung und den Handel stark vernetzt hat und hast das Konzept des komparativen Vorteils kennengelernt auch kennst du protektionistische Maßnahmen 5:28 wie Zölle und weißt wie sie den Handel einschränken