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Zur Ekklesiologie der nachkonziliaren Synoden - Karl Kardinal Lehmann & Prof. Dr. Joachim Schmiedl
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV)55:37 1.267 Aufrufe
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Transkriptautomatisch erstellt · 343 Zeilen
- ja dann ganz herzliches Willkommen an sie lieber Kardinal man braucht sie ja nicht vorzustellen sie sind ja einer der
- wichtigsten und profiliertesten Vertreter der deutschen Kirche und sie kommen ja auch in vielen Interviews vor die zur Würzburger Synode geführt
- wurden ich lese mal einen Abschnitt vor aus dem Interview mit Bayerlein es fallen Ihnen sicher viele Begegnungen mit weil der Bayerlein ein
- das ist auch eines der längsten Interviews gewesen mit über dre Stunden Dauer und das sagt er Kardinal Döpfner hat sich immer mit den Münchner
- Synodalen getroffen während der Synode hier in München einmal im Jahr und da hat er immer gefragt wie es in den Kommissionen geht hat sich berichten
- lassen hat seine Geschichten gebracht und was so los war es waren immer interessante Abende darf vielleicht das
- klammerbemerkung Beifügen wir kennen uns jetzt ja sch seit einigen Jahren schon im Zusammenhang mit dem theologengespräch und der
- interessanteste Punkt dabei ist auch immer der Punkt eins Blick auf die Situation der deutschen Kirche wenn dann Kardinal
- Lehmann extemporiert und erzählt was im Moment so los ist und dann auch Position bezieht weiter
- Bayerlein und als es dann um die themenkonzentrationgeg die ja sehr schwierig war hat er also dann längere Zeit darüber berichtet was Lehmann also
- alles zu leisten hat und der ist wirklich als Kissinger bezeichnet worden der Jüngerin kenne den nicht mehr das war der amerikanische ausminister in
- den 70er Jahren müsste man vielleicht neuer neuerer übersetzen mit Genscher weil er überall rumgereist ist bei allen Kommissionen und hat die dafür
- gewonnen auf dieses oder jenes zu verzichten es war ja schwierig wir hatten monatelang daran gearbeitet und dann so die Folge war dann doch eine
- einige Missstimmung das große Verdienst von Lehmann damals ja noch Professor und Mitglied des zentralkomites was man ja
- auch oft vergisst er war damals also wirklich unermüglich tätig die Themen so einzudampfen dass man da was machen konnte glaube das ist eine gute
- Charakterisierung von über ihren Beitrag zur Synode in Würzburg aber auch über ihren Beitrag zur deutschen Kirche in den letzten 30 Jahren als Bischof von
- Mainz und Reflexionen über die das Bischofsamt werden Sie uns jetzt ja auch vortragen bitte
- schön verehrter lieber Professor Pater Schmiedel meine sehr verehrten Damen und
- Herren ganz herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung vor allem aber auch für die ganze Initiative dass sie gemeinsam hier das
- große DFG Projekt äh verfolgen schon seit einigen Jahren und besonders das äh mit den Synoden ich hatte ja auch schon entsprechende Berührungen mit einem
- ähnlichen Projekt Herr Professor damberg bei Ihnen sein durfte äh in Bochum vor einigen Jahren ich bitte um Entschuldigung dass
- ich etwas später komme wir hatten wir mussten Autobahn wechseln von 61 auf 3 und Staus und so weiter und schließlich bei der Ausfahrt hier B da war noch ein
- großer lastwagenbrand so das alles ein bisschen schwieriger war ich
- will etwas abgekürzt zunächst etwas sagen über das Verständnis des Bischofsamtes und dann natürlich etwas mehr über die Synoden
- über die gemeinsameode der Bistümer in der Bundesrepublik oder auch die ganze Frage der Bischofs Synoden da können wir vielleicht dann stärker in der
- Diskussion einsteigen sonst müsste ich fast zwei oder drei Referate halten Ausgangspunkt für mich ist kein Amt und erst recht kein Dienst verstehen
- sich von selbst jedenfalls gilt dies für den theologischen grundsinn aller Rede über Ämter und Dienste die Sprache der Tradition hat hier viele Ausdrücke und
- Begriffe man redet von Stellvertretung Repräsentation personer Christi und sofort alle diese Begriffe sind trotz ihrer verschiedenen Bedeutung darin
- einig dass sie auf einen Ursprung verweisen der jenseits des Amtes selbst liegt auch wenn dies zu seinem Wesen gehört es übersteigt sich selbst auf ein
- größeres oder aber es bestimmt sich von einem anderen her und deswegen wäre es unzureichen wie es leider immer noch geschieht dass wir einer fragwürdigen
- echlesiologischen Engführung vom Amt und gerade auch vom Bischofsamt sprechen ohne Zug gleich äh diese Voraussetzungen mitzhen und mitzudenken
- selbstverständlich geht es um einen grundlegend clesialen Auftrag für den christlichen Glauben ist das Amt jedoch zuerst christologisch begründet es hat
- nur ausreichende Legitimation wenn es sich auf die Person Jesu Christi seinen Weg und sein Wirken bezieht und hierin seinen Ursprung und seinen bleibenden
- Grund findet und darum sagen wir mit Recht der Bischof sei ein Diener und ein Zeuge für das Evangelium Jesu Christi und dies hängt mit der mit dem ganzen
- Lebens mit der ganzen Lebensgeschichte Jesu zusammen braucht das jetzt nicht näher zu interpretieren das gerade in der Exegese der letzten
- Jahrzehnte nicht nur im Blick auf das abendmah sondern im Blick auf die ganze Lebensrichtung äh Jesu das Wort von der Hingabe oder mit einem vielleicht etwas
- umständlichen aber doch durchaus brauchbaren Fremdwort proexistenz das nun zusammengefasst wird dieses Lebensprogramm Jesu verwirklicht sich in
- seiner Verkündigung in den von ihm gewirkten Zeichen und Symbolhandlungen sowie in seinem gesamten Verhalten das auch die Tat des Lebens einschließt wir
- dürfen wirklich das Grundwort der biblischen Botschaft das auch das alte und das neue Testament miteinander verbindet in Anspruch nehmen nämlich das
- evangel auch wenn das Kommen des Reiches Gottes was den Hauptinhalt des Evangeliums darstellt sich erst bei der Vollendung von Welt und Geschichte voll
- realisiert so ist es doch immererscheinen Jesu Christi in seinem Wort und in seinem Tun wirklich grundsätzlich präsent und wirksam Jesu
- Existenz ist mit dieser Botschaft identisch das Amt hat nur Sinn wenn es sich in diesem Dienst Jesu Christi stellt je mehr es dem Auftrag entspricht
- dieses innerste Lebensgeheimnis Jesu Christi der ganzen Welt mitzuteilen umso näher kommt es seinem Ursprung das Amt nimmt so ganz zentral am Wesen der
- Botschaft Jesu Christi Teil aber dies gilt nur unter der Bedingung dass es sich selbst ganz zurücknimmt nur Hinweis auf Jesus Christus ist unds
- selbst ganz transparent wird auf ihn hin so wie im Isenheimer Altar die Gestalt Johannes des teufer nichts anderes ist als ein einziger Fingerzeig auf ihn hier
- ist eine eigentümliche Dialektik am Werk die rasch falsch aufgelöst wird und zu großen Missverständnissen führen kann das Amt deswegen ist das Wort ja auch
- ein Stück weit einfach unpassend und von der Urkirche weitgehend was die Titel der selben Zeit betrifft auch vermieden worden das Amt ist nur im Lot
- wenn es sich selbst auf Jesus Christus hin übersteigt sich also in einer Art kenose verlässt nur wenn es leer wird von sich selber kommt es zu seinem Wesen
- und und darum ist jedes Amt Vikariat es hat seine Würde gerade in dieser bleibenden Abhängigkeit es hat nur Autorität wenn es diese Vollmacht von
- Jesus Christus verliehen und gelieren bekommt ich denke dass hier der entscheidende
- Ursprung des jedes Amtes eigentlich ist das ein Auftrag vom Evangelium her ist und darin eben auch
- gründet und darin seine Ermächtigung und Bevollmächtigung findet einschließlich desessen was wir Ordination nennen brauche hier nicht über das Entstehen
- und die Differenzierung des Amtes in der apostolischen Zeit und in der nachapostolischen Epoche zu sprechen es ist ein differenzierter Prozess der
- gerade angesichts der letztlich dürftigen Quellen behutsam interpretiert werden muss das Zweite Vatikanische Konzil hat in der systematischen
- Betrachtung insofern eine Wende gebracht als das Verhältnis des dreifachen Amtes in den Stufen des Diakons des pressmüters und des Bischofs nicht
- additiv von unten nach oben beschrieben wird was nicht wenige Probleme auch der rechtlichen Zuordnung mit sich bringt sondern dass man vom Episkopat als der
- füllle des Amtes ausgeht ganz gewiss mit der Gefahr dass man die anderen Formen des Amtes nur subtraktiv und gar als unvollständige Formen begreifen könnte
- und dies ist auch in der Formulierung des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht immer vermieden worden lesen Sie lumentium 27 bis 29 über pressmitter und
- Diakon dann sehen Sie wie schwierig das ist wenn man sozusagen von der Vollform des Diakonats immer Abstriche machen muss um die anderen Ämter zu bestimmen
- und es dann sehr schwierig ist dass die eine eigene Identität in sich haben können also eine mustergültige Lösung ist es dann im
- Grunde genommen doch nicht aber es ist ein Vorteil in der Begründung zunächst einmal von der Vollform auszugehen an der die anderen Ämter in jedem Fall auf
- ihre eigene Weise partizipieren dieser Auftrag bezieht sich auf die Botschaft des Evangeliums
- die sich normativ auf das Wort Jesu Christi bezieht und in der apostolischen Zeit als Hinterlassenschaft die AEK Testament Vermächtnis für alle Zeiten
- zur Sprache gebracht worden ist und in der Schrift des Neuen Testaments verwahrt und verbürgt wird hier muss man aber nun von Anfang an den oft nicht
- mehr recht bewussten Doppelsinn des Wortes apostolisch vor Augen haben das apostolische Erbe erschließt sich gewiss zunächst einmal in einem Rückblick auf
- die jesuszeit die in sich und in ihrer Bedeutung durch das Zeugnis der Apostel ein für alle Mal festgehalten wird die Apostel und besonders das Kollegium der
- Apostel zu den zw kommt ja auch Paulus als 1 Apostel dazu sind bei aller unter unschiedlichkeit ihrer Herkunft Sprache und auch theologische Diktion gemeinsam
- die bleibende Normen des christlichen die sich nicht zuletzt in der Umgrenzung der Schriften des Neuen Testamentes durch die kumbildung ergibt daran sind
- alle Zeiten gebunden aber es gehört nun auch schon zum Wortsinn des Apostels dass er schon vom hebräischen Hintergrund des Wortes her der gesamte
- ist der gerade wegen der universalen Bedeutsamkeit das apostolische Erbe allen Völkern und Kulturen in allen Sprachen mitteilen muss in diesem Sinne
- ist das apostolische nicht nur im Rückgriff auf das normative Erbe der jesuszeit und des apostolischen Zeitalters gleichsam retrospektiv zu
- bestimmen sondern es spannt sich es spannt den Auftrag der mithitung des Evangeliums über die Gegenwart hinaus bis zur äußersten Zukunft ja bis zur
- Vollendung der Geschichte in diesem Sinne mnt uns das apostolische immer an die Sendung und an den Auftrag die Botschaft Jesu Christi stets immer neu
- auszurichten das apostolische Erbe ist durch und durch missionarisch wir vergessen ja oft dass es dasselbe wort ist apostolisch missionarisch
- und hat nicht nur eine missionarische Dimension in diesem Sinne verweist das apostolische auf die Dynamik und Zukunft der Geschichte zugleich ist aber eine
- stets lebendige Erinnerung an die Einsicht dass diese Sendung solange die Geschichte werd andauert unabgeschlossen und noch nicht eingelöst ist deswegen
- bleibt auch vieles vorläufig und fragmentarisch dies wird besonders anschaulich zu Beginn der Apostelgeschichte und kommt
- unüberträftig in den jesusworten zum Ausdruck ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde
- Apostelgeschichte 188 aber in ganz besonders eindrücklicher Form eben auch beim Schluss des Markus des Matthäus
- Evangeliums 28 16 bis 20 aber wo es ja in besonderer Weise eindrucksvoll ist wie da in den wenigen Sätzen vier bis fünf Mal das
- Wort alle vorkommt um die Universalität und die Unbegrenztheit dieses Auftrags zum Ausdruck zu bringen aber es geht nicht nur darum das
- apostolische Erbe einfach weiterzureichen gewiss muss es gegen Verfälschungen und gegen alle und gegen alles zerreden bewahrt werden aber es
- bedarf immer auch der ationsgerechte Übersetzung in neue sprach und Kulturräume hinein sodass immer auch eine darauf bezogene Auslegung notwendig
- ist es ist kein Heiliger Buchstabe aber bloß konserviert und das der bloß konserviert und weitergegeben werden dürfte es ist ein kaum zu
- überschätzendes Ereignis dass die Bibel des alten und des Neuen Testaments nicht nur in der hebräischen und griechischen Sprache zugänglich ist wie etwa der
- Zusammenhang von Koran und Arabisch sich darstellt sondern dass sie wirklich z.B in den syrischen und koptischen aber auch lateinischen sprach und Kulturraum
- vermittelt wird das lebendige Wort die viv WX hat einen bleibenden Überhang gegenüber der gewonnenen Schriftlichkeit die freilich dieses Wort durch die
- schriftwertung auch bewaht und zur Vermittlung berei hält und es ist nicht zufällig dass am Pfingsten dem Geburtsfest der Kirche durch das
- sprachenwunder diese universale Kommunikation des Evangeliums Jesu Christi zu allen Völkern geschieht und dadurch die apolische Kirche
- konstituiert wird es ist der Geist der diese Vermittlung authentisch ermöglicht und bewirkt nämlich die Bewahrung des ursprünglichen apostolischen Erbes und
- zugleich seine unversehrte schöpferische Auslegung in der Vielfalt der Sprachen und Kulturen und darum ist der Geist auch die Gabe Gottes die den Amtsträger
- in der Ordination zu dieser Sendung verlieren wird besonders die sogenannten parakletsprüche im Johannesevangelium zeigen diesen Vorgang der Verkündigung
- und Überlieferung in der ein von Christologie und Pneumatologie Exegese hat aufgezeigt wie nicht nur Lukas im Neuen Testament auf
- die jesuszeit mit dem Apostolischen Zeugnis die Zeit der Kirche folgen lässt dies ist ohne ein Konkretisierung in Raum und Zeit nicht möglich die
- Ausrichtung der christlichen Botschaft geschieht nicht in abstrakter Universalität gleichsam in einem biblischen Esperanto sonder die Einheit
- und Universalität was ja nichts anderes ist als die ursprüngliche K ität gibt es nur in bunter Vielfalt schon die Existenz des einen Evangeliums in den
- vier Evangelien ist auch schon für die alte Kirche ein wichtiger Hinweis darauf daran orientiert sich auch wohl die Struktur des apostolischen Amtes es
- steht in lebendiger Beziehung zum Erbe der Apostel aber es hat eine differenziertere Struktur im Blick auf die Verantwortung der Vermittlung in die
- raumzeitliche Geschichte hinein ähnlich wie die Apostel Ihre Sendung in recht verschiedene Gegenden der Welt verstanden und übernommen haben Jakobus
- bleibt in Jerusalem Thomas ist nach Indien gegangen sind auch ihre Nachfolger als welche die bschöfe
- bezeichnet werden zuständig geworden für Einigung ein konkreten durch Raum und Zeit bestimmten Bereich die sind gewiss zuerst die großen Städte später mehr
- dazu gehörige Umland aber doch mehr in Richtung im Blick auf das Bischofsamtes im Sinne einer über en Zuständigkeit es ist klar dass die konkreten Verhältnisse
- hier schwanken und auch die Amtsbezeichnungen für eine gewisse Zeit noch in ineinander übergehen können das Amt des Bischofs begrenzt sich
- jedenfalls nicht in der untersten Einheit einer einzelnen Gemeinde oder eines Dorfes dafür kommen eher die sogenannten Gemeindeleiter in Frage die
- man in eine enge Verbindung zu dem pressbütern bringen darf das Bischofsamt hat in diesem Sinne eine mehr übergeordnete Verantwortung
- an dieser Stelle wo das geschichtliche und raumzeitliche Element der Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi ins Spiel kommt muss auch
- notwendigerweise von der sogenannten apostolischen Sukzession kurz die Rede sein sie darf man nicht primär obwohl man das immer wieder tut auch im
- komenischen Gespräch nach dem mehr oder weniger reflektierten Modell einer ununterbrochenen Kette gar noch mechanischer Art vorstellen zunächst
- kommt es darauf an dass das Evangelium Jesu Christi das für alle Zeiten und Orte bestimmt ist immer wieder verantwortliche Zeugen findet die es
- weitergeben und die es gerade im Fortgang der Geschichte Stützen bewahren verteidigen und zugleich schöpferisch auslegen die möglichst bruchlose
- kontinuität ist nicht eine menschliche für sich allein ausreichende Sicherung der Wahrheit des Evangeliums sondern sie wird von von dem dauernden Anspruch des
- Wortes Gottes im Sinne einer Weitergabe an andere Zeiten und Orte selbst gefordert in diesem Sinne ist die apostolische Sukzession die wiederum
- beide Elemente des apostolischen wie es schon beschrieben worden ist in sich birgt ein Zeichen oder besser noch ein realsymbol für die Sorge der Kirche dass
- das Evangelium Jesu Christi durch die amtliche und personale Zeugenschaft der Bischöfe in die Zeiträume der Geschichte hinein ununterbrochen weiter vermittelt
- wird und so die Menschen in der ursprünglichen Bedeutung erreicht aber eben auch für sie in ihrer Lage in dieser Vermittlung durch menschliche
- Verantwortung hat der Geist der der in alle Wahrheit einführt eine unübersehbare Funktion zugleich verweist die apostolische Sukzession darauf dass
- das Bischofsamt immer auch in diesem Kontext der gemeinsamen Weitergabe des Glaubens gesehen werden muss dies heißt nicht nur dass der Bischof dabei alle
- Glieder der Kirche und besonders alle Dienste und Ämter als Mitarbeiter bei der Verkündigung braucht sondern dass er selbst immer in dieser
- zeugengemeinschaft steht man könnte zugespitzt sagen ein Bischof ist kein Bischof er darf nie isoliert betrachtet werden so wie er auch nur durch mehere
- bschöfe und durch die Bestätigung des Nachfolgers Petri bei der Ordination in das Kollegium der büchöfe aufgenommen wird dieser Dienst macht in dieser
- Hinsicht W man ihn recht versteht bescheiden und auch demütig denn es kommt in erster Linie nicht darauf an in diese Gemeinschaft von Zeugen durch die
- Geschichte hindurch durch eine außergewöhnliche Originalität zu glänzen sondern die Bewahrung und schöpferische Verkündigung des Evangeliums in einer
- bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort treu zu dienen wegen dieser Struktur gibt es von Anfang auch von Anfang an auch zwischen den Bischöfen besonders
- einer Kirchenprovinz gegenseitige Besuche und Abstimmungen des kirchlichen Handelns Beteiligung an der bischofswei Synoden und Konzilien gemeinsame
- verlautbaren und schließlich Bischofskonferenzen sie haben gewiss nicht alle denselben Rang und zeugen von einer unter ediche Notwendigkeit so
- stellt einkomänisches Konzil mit dem Papst die höchste Autorität dar die orthodoxe und katholische Tradition erblicken in dieser Struktur keine aus
- sich heraus schon funktionierende Garantie für die unversehrte Weitergabe des Evangeliums Jesu Christi keine Seite sollte eine billige Karikatur der
- apostolische Sukzession ausmalen aber diese Kirschen halten grundsätzlich hier auch verbunden mit der anglikanischen Kirchengemeinschaft dieses Zeichen auf
- der Ebene der Instrumente und Mittel für unentbehrlich da die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen mindestens in einigen bekendnisschriften dem
- geistlichen Amt bischöfliche Funktionen zu erkennen etwa konfess Augustana 28 und auch durchaus ein überörtliches Amt der Aufsicht kennen gibt es hier
- durchaus einige Bausteine für ein produktives ökomenisches Gespräch wir vergessen ja vielleicht manchmal dass der Begriff des super intendenten die
- wirörtliche lateinischgriechische Übersetzung von Bischof ist Aufsicht drauf schauen drauf
- gucken dieses Gespräch muss in den nächsten Jahren grundlegend und intensiv neu aufgenommen werden und stellt wohl eines der schwierigsten Probleme im
- ökumenischen Dialog dar haben in unserem omänischen Arbeitskreis evangelisch und katholische Theologen 5ün bis se Jahre uns nur mit dem Problem der
- apostolischen Sukzession beschäftigt und haben ja drei umfangreiche große Bände dazu veröffentlicht mit einem hundertseitigen gemeinsamen Text der
- unter uns abgestimmt worden ist nach dieser ersten grundlegenden Überlegung soll nun die Gestalt des bischöflichen Amtes noch deutlicher herausgestellt
- werden das Zweite Vatikanische Konzil und die nachkonziliaren Dokumente kennzeichnen das Kirche sein und auch die in ihr gegebenen Dienst und äter
- durch die beiden Grundbegriffe das schließt nun an anders Gesagte kommunio und Mission das Schlussdokument der außerordentlichen bischofsenode
- 85 20 Jahre nach dem Konzis hat diese Beschreibung zusammengefasst und in gewisser Weise vertieft daran möchte ich kurz anknüpfen
- kommunioonia ist die Gemeinschaft mit Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist diese Gemeinschaft ereignet sich vornehmlich undund Legend im Wort Gottes
- und in der Feier der Sakramente die Taufe ist dabei Zugang und Grund der kirchlichen Gemeinschaft wie es schon Ignatius von Antiochien sagt die
- Eucharistie Gipfel und Höhepunkt des ganzen christlichen und kirchlichen Lebens oder wie Thomas ven einmal dann sagt sie ist das Kommune das bonum
- Kommune spirituale der ganzen Kirche das nicht geistliche Gemeinwohl der Kirche insofern die euch die nicht als einzelnes Sakrament dazu noch gesehen
- weitgehen auf den einzelnen beim Kommunionempfang sondern das ist eigentlich die Zusammenfassung der ganzen Lebensvollzüge der Kirche und
- der Christen hin zur rechtverstandenen Eucharistie die Gemeinschaft des eucharistischen Leibes Jesu Christi baut die vielfältige strukturierte
- Gemeinschaft aller Gläubigen im Leib Jesu Christi der Kirche auf die Einheit und Vielfalt der Kirche ist dabei in der Gemeinschaft der Bischöfe mit und unter
- dem Papst als dem Nachfolger Petri gegeben die eine und einzige katholische Kirche ist so in allen tilirchen anwesend und tritt auch aus ihnen hervor
- so zeigt sich im bischofsdienst m unter dem Petrusamt eine echte Vielfalt die einen wirklichen Reichtum ausmacht und zugleich darin echte Fülle und Einheit
- mit sich bringt jeder Bischof lebt in dieser Kommunion er steht auf vielen Ebenen in Verbindung mit der ganzen Kirche nicht
- zuletzt durch die bischofswei und die mit ihr verlierene Kollegialität aber eben als Pflicht und Aufgabe hier steht der Bischof auch mit seiner
- Verantwortung für die Teilkirche in der kommunio mit dem presäsbiterium der besonderen Sorge für die Priester für die ordensgemeinschaftte und
- sekularinstitute für die kirchlichen Berufe für alle Berufungen nicht zuletzt für die leihen mit ihren Familien und für die Jugend hier vollzieht der
- Bischof den Dienst am Wort und den Dienst der Heiligung hier übt er das Leitungsamt aus in dieser kommunio erhält er geistliche Kraft Unterstützung
- für deinen Dienst bei der Kommunion geht es zugleich eigentlich immer um die Mission
- der Bischof darf nie seine Verwurzelung und Beheimatung in der geistlichen und sakramentalen Tiefe der kommunio verlieren aus der er in seinem amtlichen
- Dienst und auch als Geistlicher Mensch lebt aber ist gerade heute immer wieder herausgefordert diese von Gott gewirkte und geschenkte Gemeinschaft zu erneuern
- zu vertiefen und auszubreiten er darf sich nie damit zufrieden geben als ob sie schon vändert wäre wenn der kommun Gedanke hier nicht fundamental ergänzt
- herausgefordert wird durch das Erfordernis der Missio entsteht ein falscher Eindruck dass nämlich diese jetzt gegebene und gelebte kommunio für
- sich schon ausreichend oder gar vollendet wäre in Wirklichkeit aber wird diese kommunio durch die Missio immer wieder grundlegend geöffnet und auf die
- Menschen hin ausgerichtet und dabei geht es einerseits gewiss um den Dienst an der zerrissenen Welt und für die Betroffenen und verwunderten verletzten
- Menschen aber diese Sendung des Bischofs liegt noch tiefer sie hat Anteil an der Gabe und Aufgabe des Heils dass der Herr in Kreuz und Auferstehung für alle
- Hingabe erworben hat und das als Heil der Welt wirklich zu allen Menschen gelangen möchte und das wird etwas versteckt immer wieder auch in den
- verschiedenen Konzils Texten lumentium 16 gum SP 28 22 adgente 7 die wer 3 zum Ausdruck gebracht aber leider nicht genügend gesehen auch in der Auslegung
- nicht und dies geschieht natürlich nicht allein durch den Bischof der freilich die Verantwortung in ihr hat dieser folgt stets in Zusammenarbeit mit den
- übrigen Gliedern der Kirche die mit allen Diensten und Ämtern zusammen eine Gemeinschaft der Zeugen der Hoffnung sind in diesem Sinne ist Mission
- natürlich hier mehr ist die Missionstätigkeit der Kirche sie entspricht im früher erläuterten Sinn und Begriff des apostolischen in seiner
- deub dooppelbedeutung so hat der Dienst des Bischofs übrigens analog auch die pressbitter und Diakone einen ganz
- grundlegenden Anteil an der Sendung der Gesamtkirche und dies bezieht sich auch auf seine Verpflichtung für die Missionstätigkeit der Kirche darf aber
- nicht darauf allein eingeschränkt werden so heißt es in bezeichnender Weise im Dekret über die hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kir Christus dominus die
- Bischöfe sollen sich ihre apostolischen Aufgaben zuwenden als Zeuge Christi vor allen Menschen sollen sich nicht bloß um die kümmern die schon dem obersten
- Hirten nachfolg folgen das ist wörtlich sondern sich mit ganzem Herzen auch jenen widmen die irgendwie vom Weg der Wahrheit abgewichen sind oder die froh
- Botschaft Jesu Christi und sein heilbringen das Erbarmen nicht kennen bis schließlich alle in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit Handeln
- Christus dominus 11 und dabei ist hier gewiss auch der Dialog in der ökomene mit anderen Religionen und mit den nichtgaubenden angesprochen aber durch
- diese diesen kräftigen Akzent der Mission in der Mitte der amtlichen Gestalt des Bischofs ist ein Wesenszug gegeben der gewiss nicht immer genügend
- gesehen wird und dennoch gerade heute elementar zum Wirken des Bischofs gehört einen solchen Dienst kann man angesichts der Herausforderung und der
- würde nur in und Zittern vollziehen der Bischof ist sich bewusst dass er nicht nur unter einer hohen Erwartung der Menschen sondern auch unter dem Gericht
- Gottes steht in dem auch der beste Knecht und Diener immer wieder der Barmherzigkeit Gottes Bedarf und deshalb möchte ich gerade diese wichtige
- Erkenntnis zusammenfassen mit den bekannten Worten des heigen Augustinus über den bischölichen Dienst wo mich erschreckt was ich für euch bin dort
- tröstet mich was ich mit euch bin für euch nämlich bin ich Bischof mit euch bin ich Christ jenes das Bischofsamt ist der Name der übernommenen Pflicht dieses
- der der Gnade jenes ist Gefahr dieses Heil in den bisherigen Ausführungen ist direkt und indirekt deutlich geworden wie sehr die gemeinschaftlichen Elemente
- des allen zugesprochenen Evangeliums der Versammlung und Beratung vor Gott und der Sendung durch Jesus Christus zum Bischofsamt gehören und darum ist es
- auch immer wieder vernetzt in einer Communio ecclesianum und mit dem Dienst des Nachfolgers Petri man kann auch sagen dass Communio Kollegialität
- Universalität Einheit und eintreten fürüreinander Solidarität zum Grundbau von Kirsche gehören eben darum sich auch in allen
- Ämtern wiederfinden und besonders natürlich im überörtlichen Dienst und dies wird in frühester Zeit schon deutlich in der bischofswei und in den
- nachbarschaftlichen besuchen so verdanken die frühen Synoden die ja doch bischofsversammlungen sind ihre Existenz der Aufgabe der gemeinsamen Klärung der
- Botschaft Jesu Christi durch die Unterscheidung der Geister wozu auch die Vergleichung und Vereinigung der Überlieferung gehört der gemeinsamen
- Ordnung der Kirche und der rechten Leitung wenn dies gelingt dann ist nach der Überlieferung nach der gemeinsame Glaube oder wie origanes einmal sagt die
- Eintracht des Herzens die gegenseitige Liebe und die konsonanti in die Übereinstimmung der Disziplin nicht die Identität der
- Disziplin aber die Übereinstimmung der Disziplin Frucht dieses Miteinanders und dies ist gewöhnlich nur möglich wenn es ein wirklich
- ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen Bereichen gibt die innere Zuordnung darf z.B nicht da zu einer introvertierten Abkapselung gegenüber anderen
- Gemeinschaften oder zu einer Isolation im Blick auf die Kirche im ganzen und ihrem Zentrum fühen und die einzelnen Gemeinschaften müssen sich immer wieder
- gegen alle Tendenzen zur eigenen brötlerei in den lebendigen Zusammenhang der einen und ganzen Kirche aufbrechen lassen wenn das Konzil und nach ihm auch
- die Leitung der Gesamtkirche die erklärte Absicht haben durch Dezentralisierung die relative Eigenständigkeit der ortskehen zu
- stärken dann darf dieser mühsame heikle und auch für das Zentrum in Rom selbst keineswegs einfache Prozess nicht durch grundsätzliche bestreitungen der
- Notwendigkeit und der legitimen Rechte eines Zentrums der Welt Kirche gefährdet werden es wäre außerordentlich fatal wenn die Kirche in einer Zeit wo sich
- nicht katholische Kirchen der Notwendigkeit einer auch sichtbaren Einheit der Kirche und der Nützlichkeit eines petrusdienstes in welcher Form
- auch immer bewusster werden die konkrete Universalität der Kirche Schwächen und die umgreifende Einheit als Weltkirche einbüsen würde im übrigen wäre es
- anachronistisch und geradezu selbstzerstörerisch wenn wir Katholiken im Zeitalter einer Wachs den Einheit der Menschheit und der Weltgesellschaft
- überholte partikularismen und Nationalismen nachholen zu müssen meinten die Schwierigkeiten sind jedoch nicht zufällig denn auch Rom muss neue
- Form der Ausübung einer verantwortlichen Leitung des Zentrums der Weltkirche finden indem es nämlich sehr viel mehr die gewachsenen Eigenheiten und die
- besonderen Erfordernisse einer Region eines sprach oder Kulturraumes berücksichtigt das Zentrum der Weltkirche darf sich nicht als eine in
- sich selbstkreisende Institution und selbstgenügsame Organisation begreifen die am Ende an den wirklichen Fragen und den wahren Bedürfnissen der Gemeinden
- und der Ortskirchen vorbeizulaufen droht Rom beraubt sich selbst wertvolle Anstöße und Initiativen wenn es in fataler Weise die Potenzen und gaben
- einer Teilkirche nivellieren würde das Verhältnis von Teilkirche und Weltkirche kann also weder in den Kategorien der Rivalität noch unter dem sichtspunkt
- einer nur formalen Verteilung von Kompetenzen und rechten allein sinnvoll verstanden werden ich schließ nicht aus dass aufgrund der verschiedenen Funktion
- und Situationen beider stets eine lebendige Spannung besteht und auch das bipolare zueinander in rechtlichen Formen noch besser verbindlich geregelt
- werden kann wichtiger als tragende Basis sind jedoch gegenseitiges Vertrauen dass der einen und gemeinsamen Sache dient und der gegenseitige Austausch von
- Glaube Hoffnung und Liebe für das Leben der Welt in dieser Perspektive ist es auch evident dass es als Instrumente dieser
- Beziehung Konzilien und synoden gibt die zwar im Wesen von Kirche ein theologisches Fundament haben aber im konkreten geschichtlichen Leben der
- Kirche tief von den jeweils vorherrschenden ekklesiologien bestimmt werden das Synodale Prinzip ist gerade der
- entscheidende Kreuzungspunkt und vermittlungsort zwischen zwischen diesen verschiedenen Theologien n bedarf es eines noch
- grundlegenderes eines grundlegenderen Blicks auf das Synodale Prinzip es ist zweifellos ein wichtiges Element in der konkreten gestaltwertung von Kirche aber
- ich denke es ist nicht identisch mit dem Wesen von Kirche überhaupt es gibt in Geschichte und Gegenwart der Kirche Zeiten und Orte auch in Situationen der
- Verfolgung wo keine Synoden stattfinden konnten dies ist ein Defizit trotzdem ist die Kirche einer solchen Situation und auch Kirche man soll nur in die
- Missionsgeschichte hineinhören das Synodale Element ist in seinem Radius vom Wesen her enger als die umfassende grundwirklichkeit der Kirche es
- entspricht nach meiner Überzeugung nicht der katholischen eeklesiologie wenn man den kirschenbegriff und die konzidee im
- Sinne einer Identifikation miteinander verknüpft obwohl es eine wesentliche Zusammengehörigkeit gibt das Konzil bzw
- die Synode ist ihrem Wesen nach eine beratende und beschließende Versammlung der an das örtliche versammeltsein gebunden ist und auch nur für diese Zeit
- Vollmacht besitzt die klassische eklesiologie sieht die Synoden als ein Moment in der Leitung der Kirche und erblickt in der Struktur der Konzilien
- und Synoden Mittel und Bedingungen in der Leitung des kirchlichen Lebens aber nicht das Leben der Kirche selbst und darum gehört zum Begriff das syoden und
- Konzilien auch eine sogenannte gewichtige Ursache itiaogos wie sind in den alten Dokumenten heßt für ihr zusammenteten
- nicht jede beliebige Frage die es in der Kirche einer bestimmten Zeit zu lösen gibt muss auf einer Synode verhandelt werden wird dieser gewichtige Grund der
- sich auf die Gefährdung der Einheit der Kirche in Dogma und Disziplin bezieht aufgeweicht und abgeschwächt dann ist nur noch schwer ein Kriterium zu finden
- um die sin notale Kompetenz gegenüber allen möglichen Aufgaben der Kirche abzugrenzen alle kirchlichen Ebenen durchgreifende und permanente synodal
- Strukturen gehören also wenigstens in der Perspektive der altkirchlichen eklesiologie nicht zum Grundverständnis der Konzilien und Synoden es ist aber
- durchaus möglich dass sich eine bleibende Synode etwa auch in den Verfassungen orthodoxer Kirchen ausprägt durch die enge geschichtliche
- Verknüpfung von grundwirklichkeit der Synode und zeitgeschichtliche Ausprägung ihrer konkreten Gestalt muss man die sehr differenzierte Erscheinungsweise
- der Synoden verstehen wir brauchen eine historisch begründete Phänomenologie der Einheit und der Vielfalt des synodenwesens ich kann hier nur drei
- strukturverschiedene konzilstypen nennen wobei auch das sehr unterschiedliche Verhältnis der Kirche zur Welt auffällt da gibt es zuerst die kaiserlichen
- reichskonzilien bis in das ate ne jahrhundert wo der Kaiser eine ganz entscheidende Bedeutung hat er ist derjenige der ein lät zweitens die
- mittelalterischen Konzilien der abendländischen Christenheit die man wieder in die pästlichen Konzilien im 12 und 13 jahrhundert und die
- konziliaristischen Konzilien vom 13 bis 15 Jahrhundert unterscheiden kann komme nachher noch drauf zurück die Konzilien schließlich drittens der neuzeitlichen
- katholischen Kirche in Trient vatikanum 1 und 2 ich möchte auf die Wohle einschneidenste Wandlung etwas genauer aufmerksam machen die stärkste um wlung
- der Konzils und Synoden Idee erfolgte im Hochmittelalter das reformpapstum des 11 jahrhunderts übernahmen die Initiative für die reichssynoden und entwickelte
- diese päpstlichen Synoden zu einem sehr wichtigen Instrument um überall die angestrebten Reformen durchzusetzen im Kampf gegen Simonie und so weiter die
- Päpste durchzogen häufig die verschiedenen Länder und hielten z.B in Ober und unter Italien in Deutschland und Frankreich iroden ab dadurch wurde
- die Kommunikation zwischen dem Episkopat und dem papstum neu angebahnt und befestigt die sy Note war auch ihrer ganzen Struktur nach päpstlich geworden
- weil die Initiative die Legitimation und die Approbation in der Hand des papstesl der eigentliche Gesetzgeber ist jetzt nicht mehr das Konzil sondern der Papst
- die Folgezeit ist darum gekennzeichnet durch die Ablösung synodaler Zuständigkeiten und deren Übergang auf die Fortschreiten zentralistischer
- ausgerichteten Kurie verkörpert vor allem im und in den Kardinälen immer mehr wandeln sich die Synoden zu einer instrumentalen Funktion nämlich die
- allgemeinen kanonistischen Bestimmungen in reformerischer Weise einzuschärfen als Aufgaben dieser Synoden wird auf dem Konzil bestimmt in den einzelnen
- Kirchenprovinzen hätten künftig alle drei Jahre Provinzialsynoden stattzufinden promoderandis moribus
- also zu einer prechenden Bekämpfung schlechter Sitten oder eine Förderung guter Sitten korrigieren dies
- exzessibus um Exzesse zu korrigieren und für einige ganz einige andere Aufgaben die formuliert sind doch liegt zwischen dieser gesetzlichen Festlegung und der
- faktischen kirchlichen Praxis ein tiefer Graben ein englischamerikanischer Forscher hat
- festgesetzt festgelegt fest herausbekommen nur Prozent nur 2% der provinzialkonzilien die nach dem Gesetz
- zwischen dem Konzil von Trient und dem alas des CIC von 1983 hätten stattfinden sollen abgehalten worden sind
- 2% ausnahmen bestätigen auch hier die Regel in taragona Tagen zwischen 1146 und 1757 fast ohne Unterbrechung regelmäßig
- Synod es gibt auch sowas und wir wissen durch die Arbeit von Eugenio Corgo das in dieser Hinsicht eine strukturverschiebung mit sich weil diese
- Konzilien zu Generalversammlungen der Christenheit und zu einer umfassenden Repräsentation aller Stände wurden die Bischöfe
- befanden sich aber dann das ist auch hier die die Konsequenz etwa auf den Konzilien von Konstanz und Basel eindeutig in der Minderheit undter ich
- war vor kurzem bei der Eröffnung der Jubiläums Feierlichkeiten für das 600jährige Jubiläum des Konzil von Konstanz 1414 bis 1418 mit einer großen
- Ausstellung die ich Ihnen in Konstanz empfehle ist bis September dieses Jahres also so seh mit einem sehr schönen Katalog
- da war die größte Versammlung die größte Kirchenversammlung die man im Mittelalter und bis weit in die Neuzeit hinein kannte mit 2 bis 3000
- Teilnehmern aber nur 10 % waren Bischöfe das muss man sich mal klar machen das Zweite Vatikanische Konzil hatte Synoden und Konzilien vor allem dann wieder in
- den Vordergrund gerückt ein Stück weit konsequent zu dem bisherigen aber doch mit einem neuen Element wenn sie zum Vehikel werden konnten um das
- bischäfliche Kollegialitätsprinzip und die dem Bischofskollegium zuerkannten höchste Vollmacht zum auszu zu bringen das Gefälle der Argumentation zeigt sich
- in einem wichtigen Text von Lumen gensz und 22 dort heißt es schon die uralte Disziplin dass sie auf dem ganzen Erdkreis bestellten Bischöfe
- untereinander und mit dem Bischof von Rom im Bande der Einheit der Liebe und des Friedens Gemeinschaft hielten desgleichen das zusammenteten von
- Konzilien zur gemeinsamen Regelung der Lage der wichtiger Angelegenheiten in einem durch die Überlegung vieler abgewogenen Spruch weisen auf die
- kollegiale Natur und Beschaffenheit des episkopates hin dies beweisen die im Lauf der Jahrhunderte feierten ökomenischen
- Konzilien das Dekret Christus dominus über die hirtenaufgabe der Bischöfe versucht eine rechtliche Ausformung dieser Ausführung begnügt sich aber im
- ersten Abschnitt des zweiten Kapitels nach der Überschrift die Synoden Konzilien und besonders die bischofskkonferenzen mit dem sehr
- allgemein gehaltenen Wunsch ich zitiere dass die ehrwürdigen Einrichtungen der Synoden und Konzilien mit neuer Kraft Aufblühen dadurch soll besser und
- wirksamer für das Wachstum des Glaubens und die Erhaltung der Disziplin in den verschiedenen Kirchen entsprechend den Gegebenheiten der Zeit gesorgt werden
- diese Ausführungen über die syoden geben faktisch aber nur den äußeren Rahmen ab in den das Bild der Bischofskonferenzen einzuzeichnen
- sind während der Diskussionen über diesen Text wurde immer wieder vorgeschlagen einen ständigen obersten Rat der Gesamtkirche einzurichten der
- manche sogar die Papstwahl aber auch besonders Fragen der kuenreform übertragen wollte die Idee wurde im Grundsatz was sieht noch die Spuren in
- Christus dominus 5 und in Lumens 23 aufgenommen und von Papst Paul dem VI noch vor Konzils Ende im apostolischen Schreiben apostolika
- solicitudo vom 15 September 65 verbindlich promulgiert am 299 1967 also anderthalb Jahre nach dem Ende des Konzils begann die erste
- synodalversammlung bereits und dies wird meinesachten viel zu wenig gewürdigt gewiss hängt dies mit der nicht immer glücklich verlaufenden Abfolge der
- Synoden zusammen sie beschäftigen sich ja noch mit Herren Kollegen hilberat mit dieser Spannung zwischen Vision und Wirklichkeit bedarf aber doch einer sehr
- sorgfältigen und differenzierten Beurteilung wenn ich alles täusch dann wir Paps franziskus die bischofsinode sehr aufwerten es ist aber zu früh um
- dafür Prognosen abzugeben ob das gelingt auch die jetzige äh Prozedur dass man die sonstige Umfrage für eine bischofsinode
- den Bischöfen zuschickt und das nun ändert und daraus eine weltweite Umfrage gemacht hat äh deutet darauf hin und bei der Sitz der kinä Ende Februar 20 bis 22
- hat er sehr deutlich gesagt dass er ein größeres Gewicht der bischofsode geben will was ja ursprünglich Sinn und Ziel war und wohl auch Paul der VI noch
- eigentlich vor sich hatte aber dann ich war selber 1921 bis 78 dreimal mit Karina Döpfner als Berater bei den Bischof auf Synoden
- später dann teilweise als Vorsitz und teilweise in an anderer Eigenschaft und auch einmal Sekretär der europasynode äh es ist dann eben äh leider so
- gekommen dass die ganze Prozedur der Synode äh nicht äh fruchtbar geworden ist wobei man sie
- differenzieren muss die syode hat das äh letzte erste und letzte Mal eigenen Texte formuliert 1971 über die Gerechtigkeit und über
- Priestertum das sind relativ Dürre Texte wenn man denkt dass man halt innerhalb einer äh
- syode von dre vier Wochen auch einen gut äh vereinbarten abgestimmten Text beschlussfähig macht während äh die folgenden Synoden dadurch gekennzeichnet
- sind dass äh der Papst selber für den Abschluss der Synode gesorgt hat ind dem man ihm die ganzen Materialien übergeben hat und
- Texte wie evangeli und Sandi katechesi tradente sind ohne jede Frage besser als das was die Synode selber eigentlich in der üblichen Weise halt gestrickt hat
- der Papst ist sich der ja des Risikos eines solchen Vertrauens in die Synoden sehr deutlich denn er hat also in der Ansprache na an
- die Kardinäle vor dem Referat von Walter Kasper deutlich gesagt dass er einmal diesen Weg gehen möchte um zu guten Beschlüssen zu kommen wohl aber
- sei er sich auch des Risikos also bewusst nicht es ist ja dann so dass in diesem Herbst die sogenannte außerordentliche bischofsenode
- stattfindet zu Fragen der Familienpastoral das deutet das bei der außerordentlichen Struktur die Vorsitzenden eopso Mitglieder sind und
- dann einige werden dazu ernannt natürlich auch dann leihen Ordensangehörige und ein Jahr später soll die ordentliche bischofsinode
- stattfinden da werden dann aus dem Bischofskonferenzen je nach Größe wir haben malist drei Leute Mitglieder gewählt meist bei uns der Vorsitzende
- zuerst dann der Bischof der die Kommission leitet die dem Thema am nächsten ist und ein weibbischof wird immer dabei sein ein
- bis zwei Leute werden auch dann noch von Rom dazu ernannt also wie gesagt der Papst hat auch äh das
- Instrument bischofsynode in der Struktur in den Personen in der Anzahl der Mitarbeiter in den letzten Wochen sehr vermehrt ausgedehnt ich denke durchaus
- auch qualitativ aber man muss mal schauen ob das gelingt und hoffentlich wiederholt sich das nicht was dann Anfang der 70er Jahre eigentlich mit
- dieser durchaus guten Idee entstanden ist es ist hier nicht der Ort um die Probleme büchchaflicher Kollegialität der büchonferenz und der Bischof Synode
- der Funktion des kandidatskollegiums und so weiter noch eingehend dazu erörtern Erzbischof Benelli der ja nun ganz besonders
- Papst dem sechsten gerade auch in diesen Dingen sehr gedient hat der hat 1973 mit Rechen einem Referat drauf hingewiesen wie viel unter dem Pontifikat pas 6 seit
- dem ziten vatikanischen Konzil geschehen ist um die Beziehungen Roms zu den Ortskirchen strukturell und institutionell zu verbessern und dass
- darin auch der lokalkirche ein angemessener Ort eingeräumt sei ich zitiere ihn ja dann kurze Zeit später Erzbischof von Florenz geworden Kardinal
- damit die Ortskirche muss sich entwickeln entfalten muss wachsen und ihre Sendung erfüllen in Freiheit und Eigenverantwortung immer aber und dies
- ist mehr als eine bloße Begrenzung sondern der Wesensgrund ihrer inneren Lebenskraft in Gemeinschaft mit den übrigen Kirchen und mit Rom eine
- berechtigen Dezentralisierung gibt der Heilige Stuhl durchaus Raum zumal sie dringlicher geworden ist unter dem druckpsychologischer und soziologischer
- Umstände benel hat auch keinen Zweifel daran gelassen dass in diesem Verhältnis noch sehr vieles verbessert und vertieft werden kann Verbesserung der
- wechselseitigen Kommunikation und Konsultation vermutlich wird eine spätere Geschichtschreibung das monifikatps des se gerade unter dieser
- Hinsicht würdigen ohne dass man auch die Schwierigkeiten leugnen muss wir haben ja bereits einen Anfang dafür schon äh in der Biographie äh des
- Augsburger Ken Historikers zwar hat sich in den folgenden Jahren die Einrichtung der bischofsyode intensiviert und
- differenziert sie hat aber strukturell und im praktischen Vollzug keine wirklichen Fortschritte gemacht es kann wohl auch im Blick auf die kollegiale
- Dimension der Leitung der Kirche nicht übersehen werden dass diese neue Regelung zum größten Teil nur die Beziehung Roms zu den Ortskirchen auf
- der Ebene des bischöflichen Amtes und vor allem auch der nunziaturen betrifft und soll diese Art zwischenkirchlicher Beziehungen weder in ihrer theologischen
- Begründung noch in ihrer grundlegen praktisch rechtlichen Struktur grundlegend bestritten werden so vielfältig die Relationen zwischen dem
- Episkopat einschließlich der Bischofskonferenzen und dem Zentrum der Weltkirche geworden sind so notwendig ist es in Ergänzung dazu dass in diesen
- Beziehungen die unverkürzte Wirklichkeit des kirchlichen Lebens und der pastoralen Situation von verschiedenen Blickpunkten her und in allen
- Dimensionen gegenwärtig bleibt wenn Rom und auch die einzelnen Bischöfe wirklich auf das das konkrete Leben der einzelnen Gemeinden hingeordnet bleiben wollen
- dann sind die Beteiligung von Priest und leihen an der Beratung der jeweiligen pastoralen Lage und ihre Mitverantwortung bei der Vorbereitung
- und Realisierung dieser Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen nur angemessen indem das Konzil in lumenenzium 31 den leihen auf ihre Weise und zum ihrem Teil
- eine Partizipation an der Sendung der Kirche und einen Anteil am prieslichen prophetischen und königlichen Amt Jesu Christi z gesprochen hat ist für ihre
- Synodale Mitwirkung auch hier ein Anknüpfungspunkt gegeben das nachkonsiliare System der Räte bietet eine sicher in noch in vieler Hinsicht
- verbesserungsfähige Form dieser Partizipation des ganzen Gottesvolkes und auch eine neue gestaltsodaler Elemente in der Kirchenverfassung mag
- dies mag die konkret praktische Ausgestaltung dieser Struktur noch viele Einzelfragen aufwerfen so kann man nicht mehr hinter diese Prinzipien des Konzils
- zurückgehen damit wird in gewisser Weise auch der Typ jener talkirchlichen Synoden aus Antike und Mittelalter erneuert der sich in besonderer Weise um
- eine verbesserte Effizienz der Kirche im Bereich der sadus animarum und der Kura animarum bemüht hat der Unterschied solcher pastoralsynoden zu den damaligen
- Formen liegt im heutigen Verständnis von Pastoral damit ist nicht nur die Aufgabe des Lehrers und anderer kirchenamtlicher beauftragter zu verstehen sonder der
- konkrete Aufgabenbereich der ganzen Kirche mit allen ihren Glieder und in allen ihren Dimensionen wir haben darauf aufmerksam gemacht dass das Synodale
- Prinzip im Schnittpunkt von essentialer eeklesiologie und konkreter Verwirklichung in einer bestimmten Zeit verschiedene Anknüpfungspunkte hat zu
- diesen Zeichen der Zeit die freilich immer auch der Unterscheidung der Geister bedürfen gehört heute auch die Demokratie gewiss ist die Kirche keine
- Demokratie wohl aber können demokratische Elemente in das Leben der Kirche aufgenommen werden die eine analoge Nähe zwischen Demokratie und
- Kirche nahelen dabei gibt es durchaus auch schon historische Zusammenhänge die man oft vergisst viele Elemente der modernen Demokratie sind eigentlich über
- kirchliche Erfahrungen ausgebildet worden so etwa die konkrete rechtliche Praxis in den Ordensgemeinschaften des Mittelalters mehrheitswoten zwei Drittel
- Quorum geheime Abstimmung wahlbevollmächtigung geheimes Mandat Vielzahl der Wahlvorgänge wir wissen aber auch durch viele Forschungen
- besonders aus England dass die mittelalterlichen Statuten der Domkapitel eine große Bedeutung hatten für die Ausbildung der Demokratie und so
- werden Teilhabe und Mitwirkung zu den antreibenden Motoren einer neuen Schaffung synodaler Strukturen auf diesem Weg hat die nachkonziliare
- Entwicklung wenn auch in verschiedenen Konstruktionen zur Schaffung von talkirchlichen Synoden eines neuen Typs geführt auch wenn die letzt
- Verantwortung der bischöflichen Autorität aufgrund ihrer Verantwortung in Glaubens und sittenfragen und ihrer Gesetzgebungskompetenz gewahrt bleibt so
- haben Priester und leihen innerhalb dieses Spielraums mindestens in unserer Synode dennoch eine echte und gleiche entscheidungsbefuchnis in diesen Synoden
- können aufgrund ähnlicher gesellschaftlicher Verhältnisse derselben pastoralen Bedürfnisse und gleicher kirchlicher Tradition von
- mehreren diezösen gemeinsam die Grund Linien des Lebens der Kirche verbindlich geregelt werden entscheidend dabei ist dass eine so enge Kooperation zwischen
- den Ortskirchen einer Region eines Staates oder eines sprach bzw Kulturraumes stattfindet dass in der gemeinsamen Beratung eine längerfristige
- kirchliche Gesamtplanung im Bereich eines relativ einheitlichen Lebensraumes möglich ist es ist dann auch konsequent dass vor allem pastorale Fragen im
- Vordergrund stehen die freilich nicht selten manchmal verborgene genen theologisch normativen Sprengstoff enthalten damit bin ich
- meine sehr verehrten Damen und Herren in der nachkonziliaren Zeit angelangt es wäre nun notwendig die bei uns und unseren
- Nachbarn durchgeführten pasastoralsynoden zu analysieren dies wäre eine neue Aufgabe die ja auch an der Werts intensivber
- geschiedt ich bin aber bereit durch meine Mitwirkung in verschiedener Hinsicht darauf gerne im Gespräch einzugehen herzlichen
- Dank
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