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Die Völkerwanderung

Geschichtshörbücher3:20:10 11.719 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 1182 Zeilen
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  1. es waren zwar die Hunnen die mittelbar das römische Reich zum Einsturz brachten aber eigentlich beginnt die Geschichte der Völkerwanderung bereits mit dem
  2. Marsch der Kimbern und Teutonen um 120 vor Christus dieser erste große germanenzug Richtung Süden nimmt das spätere Drama der vkerwanderung vorweg
  3. nach dieser ersten Schockwelle sollten die Römer nie mehr aufhören mit einer Mischung aus wachsendem Misstrauen und nackter Angst in Richtung ihrer
  4. nordgrenzen zu schauen als seien diese blonden Hühnen die Vorboten immer neuer Barbarenhorden die sich des Südens bemächtigen wollten ihre furiosen Kämpfe
  5. gegen die römische Weltmacht bewogen den römischen Dichter und Staatsmann tazitus zu einem sehr respektvollen Satz über die Kimbern die er als jetzt noch ein
  6. kleiner Stamm aber von ungeheurem Ruhm bezeichnet die Teutonen kommen bei ihm nicht vor dafür aber beim griechischen Seefahrer pythias der nach nach seiner
  7. spektakulären Reise in den Norden über das heutige Helgoland um 325 vor Christus berichtet dort wird im Frühling reichlich Bernstein angespült
  8. der ein Auswurf des gefrorenen Meeres ist die Inselbewohner verwenden ihn zum Heizen auch verkaufen sie ihn an die Teutonen die ihnen auf dem Festland am
  9. nächsten wohnen mit dieser ersten Nennung des Stammes der Teutonen so die Auffassung vieler Historiker beginnt die Geschichte der
  10. Germanen eine Sturmflut soll jüdland die Heimat der Kimbern überschwemmt haben versalzte Böden und eine einsetzende Hungersnot zwangen den größten Teil des
  11. Stammes zum Verlassen ihres Siedlungsgebietes die Teutonen haben sich ihnen später angeschlossen die riesige wandergemeinde
  12. es mögen an die 150 000 Menschen gewesen sein hatte sich nach Süden in Marsch gesetzt sie zog nach Böhmen Schlesien und Mären schließlich ins Donaugebiet
  13. und in die Ostalpen den städtebauenden Römern waren wandernde Naturvölker suspekt die
  14. Nachrichten die in Rom kursierten hörten sich nicht gut an und sollten von den späteren Ereignissen noch übertroffen werden zwei gigantische chsäulen von
  15. insgesamt 300.000 Menschen seien unterwegs erzählte man sich am Tiber riesengroße bewaffnete Krieger mit blauen Augen dazu noch größere Scharen
  16. an Kindern und Frauen diese erbarmungslosen hühnenhaften Barbaren seien gleich einer hereinbrechenden Wetterwolke auf der Suche nach Land und
  17. nach Beute in den Städten wer sich ihnen entgegenstellte würde niedergemacht das klang in der Tat furchterregend schließlich erfolgte ein
  18. erster Angriff der Kimbern und Teutonen auf das mit Rom Verbündete nurikum auf dem Gebiet des heutigen Österreichs der römische Konsul papirius
  19. Carbo ließ die Alpenpässe besetzen um die Germanen am Durchmarsch nach Italien zu hindern als sie jedoch nicht Angriffen begining KBO aus
  20. Überheblichkeit seinen ersten Fehler er rückte gegen die Kimbern vor und beschuldigte sie die Noriker die Verbündeten Rums angegriffen zu
  21. haben das war der Zeitpunkt an dem sich Römer und kennenlernten die Kimbern Versicherten eilfertig von dieser Freundschaft nichts
  22. gewusst zu haben und versprachen friedlich wieder abzuziehen denn sie seien lediglich auf der Suche nach Siedlungsland um sich dort
  23. niederzulassen Carbo gab ihnen darauf Führer mit angeblich um Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Gebiet behilflich zu sein das war allerdings
  24. nur ein Vorwand der Konsul hatte seine Führer angewiesen mit den Barbaren einen längeren Umweg zu machen während der
  25. Ihnen mit seinen beiden Legionen in eilmärchen den Weg Abschnitt und Posten bezog um sie aus dem Hinterhalt zu vernichten der Konsul sollte für seine
  26. Heimtücke bitter bezahlen die Schlacht fand 113 vor Christus bei Nora statt einem Ort nördlich des heutigen Klagenfurt Carbo überfiel die Kimbern
  27. während einer Rast warum der Konsul glaubte die Barbaren leicht besiegen zu können wird für immer sein Geheimnis bleiben der primitiven aber durchaus
  28. wirkungsvollen Kampfweise der Germanen waren die überraschten Römer nicht gewachsen zwei Legionen 12000 Mann wurden von den furiost reinschlagenden
  29. Kriegern aufgerieben dass sie nicht völlig vernichtet wurden verdankten sie dem Aberglauben der Germanen als ein schweres Gewitter einsetzte brachen sie
  30. den Kampf ab sie fürchteten den Zorn der Götter
  31. am Anfang des langen römischgermanischen Ringens standen also List und Tücke sowie eine Selbstüberschätzung eines bisher meist siegreichen Großreichs das
  32. war nicht unbedingt der beste Einstieg für eine vertrauensvolle Zukunft die Römer wurden zwar erschüttert doch das Schicksal meinte es noch einmal gut mit
  33. ihnen die Kimbern und Teutonen setzten ihren Marsch nicht weiter nach Süden fort sondern zogen in den Nordwesten zu den keltischen helweziern in der
  34. heutigen Schweiz einige wenige ließen sich an Necker und Main nieder die meisten jedoch wanderten nach Gallien weiter einer Odyssee entgegen die sie
  35. nach etwa 15 Jahren über Spanien zurück nach Gallien und Italien führen sollte es muss eine riesige Marschkolonne gewesen sein die besten Krieger an der
  36. Spitze und in der Nachhut Mütter und Kinder in der zugmitte in Ochsenkarren die Reiter an den Flanken mit dem Vieh und ganz vorne die alten Frauen die den
  37. richtigen Weg aus dem Blut von Gefangenen weiß sagten zeitgenössische Chronisten schilderten das dazugehörige Prozedere
  38. ganz genau unter ihren Frauen die an dem Heereszug teilnahmen waren auch weißsagende Priesterinnen mit ergrautem Haar in weißen Gewändern leinenden mit
  39. fiebeln zusammengehaltenen Mänteln mit bronzegürteln barfüßig diese gingen im herlager mit gezückt Schwertern auf die Gefangenen zu
  40. begrenzten sie und führten sie zu einem bronzekessel der etwa 20 am voren fasste dort ST auch eine Leiter die eine der Priesterinnen bestieg um dann oberhalb
  41. des Gefäßes einem nach dem anderen der emporgereichten die Kehle durchzuschneiden mit dem in den Kessel fließenden Blut praktizierten sie eine
  42. Art weißsagung anderen schlitzten sie den Leib auf und prophezeiten aus den Eingeweiden wobei sie ihren Leuten laut den bevorstehen den Sieg verkündeten
  43. während des Kampfes trommelten sie auf die Fälle die über die wagenkörbe gespannt waren soass ein ungeheurer laut entstand Völkerwanderung zu jener Zeit
  44. bedeutete mühsam Tag für Tag Monat für Monat bei jedem Wetter den Weg zu suchen je weiter die Kimbern und Teutonen nach Süden vorrückten desto erträglicher
  45. wurde es wenn möglich folgten sie den Flüssen denn sie gaben ihnen Richtung und Ziel die Flüsse konnten aber zugleich
  46. unüberwindbare Hindernisse darstellen es sei denn die Führer fanden eine Furt für die Durchquerung das konnte allerdings Tage
  47. dauern 109 vor Christus trafen die Kimbern und Teutonen an der rone auf das Heerlager des römischen Konsuls Markus Junius Silanus und baten um die Vergabe
  48. von Siedlungsgebieten denn sie wollten keinen Krieg führen das ihnen zugewiesene Land würden sie als römische Bundesgenossen bezahlen damit
  49. wiederholten sie die gleichlautende bitte die ihre Gesandten vorher in Rom vorgetragen hatten diese hatten wegen ihrer äußeren
  50. Erscheinung allerdings nur Erstaunen und Spott ausgelöst ihr Gesuch nach Land wurde vom römischen Senat kategorisch abgelehnt kurz nachdem die gesamten zu
  51. ihrem Volk zurückgekehrt waren wurden die Barbaren von Silanus angegriffen aber auch diese zweite Schlach konnten die Römer nicht gewinnen sie geriet
  52. erneut zum Debakel diesmal fielen vier Legionen etwa 24000 römische Soldaten auf dem Schlachtfeld und wieder geschah das Unbegreifliche statt sich nach Rom
  53. zu wenden und Rache zu nehmen setzten die Kimbern und Teutonen ihren wanderzug durch Gallien fort die weisen Frauen hatten es so
  54. entschieden 105 vor Christus stieß die kimbrischteutonische Hauptmacht auf drei starke römische Kräfte die an der rone standen es war das alte Spiel sowohl die
  55. Legionen des ehemaligen Konsuls skaurus als auch die des Konsuls malius Maximus und des Prokonsuls servilius Capio wurden bei arausio dem heutigen orange
  56. besiegt diese Schlacht war mit schätzungsweise über 80 000 gefallenen Soldaten eine der größten Niederlagen in der langen römischen Geschichte in
  57. diesen Kämpfen müssen die Germanen eine oft sinnlos ende Brutalität gezeigt haben die Schilderung des Geschichtsschreibers Livius ist
  58. überliefert 80.000 Römer und Bundesgenossen wurden getötet 40 000 rosknechte und magetender dazu alle Beute wurde den Göttern geopfert die
  59. Gewänder der Gefallenen und Gefangenen wurden zerrissen Gold und Silber in den Strom geworfen die Pferde ertränkt die Gefangenen an den Bäumen
  60. aufgehängt von dem ganzen her blieben nur zehn Mann übrig die die traurige Kunde überbrachten und Plutarch
  61. schrieb unwiderstehlich in ihrer Tollkühnheit ihrem Wagemut und der Kraft ihrer Arme griffen sie bei den Schlachten mit der Schnelligkeit und
  62. Gewalt eines Feuersturms an keiner leistete ihrem Andringen Widerstand sondern alle auf die sie trafen wurden wie Beutegut fortgeschleppt und später
  63. geopfert oder gleich niedergemacht selbst wenn die Zahlen übertrieben sein mögen so veranschaulichen sie doch das tiefe
  64. Entsetzen der Römer über den Vernichtungswillen und die brotalität des Gegners auch wenn die Germanen durch die Abschlachtung der Gefangenen Feinde
  65. ihren Göttern huldigen wollten ihre Grausamkeit also einen kultischen Hintergrund hatte ihr Verhalten trug nicht gerade zur Völkerverständigung bei
  66. das das arrogant abweisenden Kulturvolkes der Römer allerdings auch nicht und wieder hat ten die weisen Frauen etwas gegen den Zug nach Italien
  67. obwohl das Land schutzlos vor ihnen lag die Kimbern stießen über den Ebro nach Spanien vor während die Teutonen und ambronen plündernd durch Gallien zogen
  68. aber weder in Spanien noch in Gallien fanden die Germanen eine Heimat Kimbern Teutonen und ambronen trafen sich wieder an der SC und beschlossen nun endgültig
  69. auf das römische Kernland auf die Hauptstadt am Tiber nach Italien zu marschieren die Zeit der Entscheidung war
  70. gekommen die beiden Heerhaufen gingen einige Wochen gemeinsam dann trennten sie sich Teutonen und ambronen wollten über die Westalpen vordringen die
  71. Kimbern über die Ostalpen zu dieser Zangenbewegung sollte es aber nicht mehr kommen Rom hatte endlich den geeigneten Führer seiner
  72. Legionen gefunden Gaius Marius ein Haudegen alter Schule der sich mit kühlem Kopf an die Aufgabe machte die barbarengefahr ein für alle Mal zu
  73. bannen er hatte die römische Kriegsmacht einer umfassenden Reform unterzogen sie vergrößert und modernisiert die Trennung der beiden
  74. barbarischen Heere kam ihm sehr entgegen und so erwartete er 103 vor Christus Teutonen und ambronen in der Nähe des heutigen Exon
  75. Provence Marius ließ sich vom Gegner nicht provozieren und hielt seine Soldaten im Lager zurück vom befestigten Wall aus beobachteten sie den Feind um
  76. sich an die fremdartigen Gestalten zu gewöhnen und ihre Ausrüstung begutachten zu können dies war einer der Schlüssel zum Erfolg dem Fremden seinen Schrecken
  77. zu nehmen als ich die ganen auf den Weg machten und am Lager der Römer vorbeizogen dauerte es aufgrund ihrer
  78. schwindelerregend hohen Zahl ganze sechs Tage bis der Zug vorüber war die Barbaren fragten die Römer lachend ob sie ihren Frau daheim in Rom etwas
  79. ausrichten sollten denn in Kürze würden sie mit ihnen das Ehebett Teilen marius war allerdings schneller und schnitt ihnen den Weg ab in der
  80. folgenden Schlacht gab er den übermütig gewordenen Barbaren keine Chance erst ging er gegen die ambronen dann gegen die Teutonen vor fing sie am Flussufer
  81. ab und durchstieß ihre Reihen als er die Überlebenden ins Lager zurückdrängte kamen ihnen die germanischen Frauen mit Schwertern und ächten entgegen um sowohl
  82. gegen die fliehenden des eigenen Stammes als auch gegen die Römer einzuschlagen am nächsten Tag die Barbaren waren besiegt lagen 100.000
  83. Germanen tot auf dem Schlachtfeld die Teutonen waren [Musik]
  84. vernichtet die Kimbern hatten mittlerweile die Alpen ohne Widerstand überquert da der römische Feldherr katulus die Pässe
  85. nicht sichern ließ er konzentrierte sich darauf seine Verteidigungslinie am Fluss Edge zu errichten um das Heer zusammenzuhalten als die Kimbern die
  86. Römer entdeckten rissen sie Hügel auf schleppten Bäume samt Wurzeln und Erdklumpen in den Fluss und drängten die Strömung so geschickt ab dass die von
  87. katulus gebauten verteidigungswelle ins Wanken gerieten a in Auge mit tausenden entfesselten Kimbern blieb den völlig
  88. überrumpelten Römern nichts anderes übrig als zu fliehen es gelang ihnen gerade noch mit katulus an der Spitze die Formation einigermaßen geordnet zu
  89. halten damit sich die Blamage nicht allzu deutlich offenbarte die Kimbern drangen daraufhin in die fruchtbare Poebene vor und
  90. wähnten sich endlich am Ziel ihrer Wanderung in der neuen Heimat im gelobten Land bestimmt hatten sie schon längst
  91. kein Vergnügen mehr an der ewigen Wanderung sie wollten ein Dach über dem Kopf Ecker bebauen Viehweiden und Obstbäume
  92. pflanzen Marius der zuerst von einer Niederlage des katulus am Fuße der Alpen ausgegangen war hatte seine Legionen in Eilmärschen in die Poebene geführt die
  93. Kimbern ließen ihm ausrichten dass sie keinen Krieg wollten wenn Marius Ihnen das Land lasse wollten sie sich Rom als Soldaten
  94. verdingen Marius führte Ihnen als Antwort den Gefangenen teutonenkönig teutobut erst jetzt erfuhren die Kimbern von der
  95. Vernichtung des brudervolkes ohne ihre Verbündeten hatte sich ihre Situation entscheidend verschlechtert trotzdem war der Krieg
  96. unausweichlich geworden boorix der König der Kimbern forderte Marius auf ihm Tag und Ort der Entscheidungsschlacht zu bestimmen die dann auf den 30 Juli 101
  97. bei verchelli festgelegt wurde zehn römische Legionen unter Marius und katulus stand ein kimbrischer Kampfverband von 5 quadratkilomet
  98. gegenüber mit über 100.000 Fußsoldaten und reiterkriegern allem Anschein nach hat die umzingelungsstrategie von Marius die
  99. Schlacht letztlich entschieden obwohl der in der Mitte kämpfende Catulus den Sieg für sich reklamierte unter den Kimbern jedenfalls
  100. brach Panik aus etwa 50 000 Krieger fielen die gleiche Menge wurde gefangen genommen als die Niederlage feststand brachten sich viele Barbaren sowie 300
  101. ihrer Frauen die sich ihrer wagenburck bis zuletzt erbittert gewährt hatten um sie wollten nicht in Ketten und in Schande durch Rom geschleift werden und
  102. als Sklaven ihr Dasein friststen das furchtbare Ende der Kimbern hat Plutarch in erschütternder Weise
  103. festgehalten als die Römer die fliehenden bis an ihre Verschanzung zurückgedrängt hatten trafen sie auf geradezu tragische Szenen die Frauen
  104. standen schwarz gewandet auf den Wagen und töteten die fliehenden die einen ihre Männer die anderen ihre Brüder wieder andere ihre Väter ihre kleinen
  105. Kinder erwirkten sie mit den Händen und warfen sie unter die Räder oder unter die Füße der Zugtiere dann brachten sie sich selbst um eine Frau hing an einer
  106. aufgerichteten Deichsel ihre Kinder hatte sie mit strricken an ihren Knöcheln fest gebunden zu beiden Seiten erhängt die Männer sollen da es an
  107. Bäumen mangelte den Strick um ihren Hals an den Hörnern der rin oder auch an deren Beinen angebunden dann die Rinder mit Stacheln angetrieben haben und zu
  108. Tode geschleift oder getrampelt worden sein obwohl so der Tod unter ihnen wütete gerieten noch mehr als 50.000 in Gefangenschaft die Anzahl der gefallenen
  109. soll doppelt so groß gewesen sein für den Ausgang der Schlacht war gewiss auch die hochsommerliche Hitze ausschlaggebend die den hühnenhaften
  110. Kimbern schwer zu schaffen machte es wird berichtet dass ihnen der Schweiß in Strömen herunterran und sie sich zum Schutz vor der Sonne die Schilde vor das
  111. Gesicht hielten zudem war der Morgen neblig gewesen daher konnte Marius eine überraschende Attacke starten dazu wehte
  112. den Kimbern durch einen heftigen Wind störender Staub ins Gesicht eine wirkungsvolle Strategie war auch die römische Schlachtreihe im Osten
  113. aufzustellen sodass die glitzernden römischen Helme und Rüstungen die Kimbern in der Morgensonne zumindest irritierte wenn schon nicht zu Beginn
  114. der Schlacht entmutigte ob auch katalus seinen Anteil am schlachtenrum einforderte wurde Marius vom Volk künftig als dritter
  115. Gründer Roms gefeiert er hatte die Teutonen besiegt und bekleidete als amtierender Konsul einen höheren Rang als
  116. katolus nun konnten die Bürger des Römischen Reichs wieder aufatmen die meisten Überlebenden Kimbern zogen vermutlich wieder nach Norden zurück
  117. viele ihrer versklavten Krieger bzw deren Nachkommen sollten sich 30 Jahre später als Gladiatoren gemeinsam mit teutonischen leitgenossen dem
  118. rebellierenden sklavenzug des berühmten Spartakus anschließen der einer Gladiatorenschule bei kapua entflohen war und einen gefährlichen Aufstand
  119. anzettelte die zirkuskämpfer zogen plündernd durch Italien bevor sie von den Römern geschlagen und ans Kreuz genagelt werden konnten damit hatten die
  120. letzten Kimbern und Teutonen in Italien aufgehört zu existieren die nannten nicht nur die Germanen Barbaren sondern alle Bewohner
  121. jenseits der Reichsgrenzen ohne Wertung bezeichnete Barbar zunächst den Fremden der eine unverständliche Sprache
  122. redete in dieser Bedeutung hatten die Römer diesen Begriff von den Griechen übernommen griechisches und römisches Selbstbewusstsein sah im Barbaren aber
  123. auch rasch den Angehörigen einer primitiven Kultur der all die Eigenschaften besaß die üblicherweise unzivilisierten Völkern zugeschrieben
  124. wurden war der Fremde zugleich der Feind so erhielt das abschätzige barbarenbild eine unmittelbar politische
  125. Bedeutung Marius hatte die Invasion der nordbarbaren zwar abgewehrt doch damit war die Angelegenheit längst nicht erledigt in den Köpfen der Römer hatten
  126. die germanischen wanderzüge ihre Spuren hinterlassen und lebten als latente Bedrohung fort ein ehrgeiziger Feldherr musste nur an das barbarenrauma erinnern
  127. und schon durfte er zum Schutz Roms alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen dieser ehrgeizige feldter war Gaius Julius Caesar und sein
  128. Operationsgebiet war Gallien caar hatte sich vorgenommen die Grenzen des römischen Reiches vom Mittelmeer bis bis zum Rhein zu erweitern und darum musste
  129. Gallien erobert werden die Germanen ob sie nun wollten oder nicht sollten in Caesars Plänen eine zentrale Rolle spielen 30 Jahre nach der Vernichtung
  130. der Kimbern und Teutonen überquerte eine weitere Schar von Barbaren den rehein und versuchte sich in Gallien niederzulassen dieses herer setzte sich
  131. aus vielen Völkern zusammen und zählte ungefähr 15 000 Mann die Sweben stellten in diesem Haufen die Überzahl hinzu kamen Markomannen und skandinavische
  132. haruden angeführt wurden sie vom kriegerhäuptling ario wist einem anerkannten Militärstrategen und einem der schillernsten Führer der
  133. germanischen Geschichte sogar der sonst so hochmütige römische Senat erkannte sein Königtum an und nannte ihn Rex germanorum den ersten historisch
  134. verbirgten König der Germanen Arist war eigentlich auf einen gallischen Hilferuf hingekommen die keltischen sequaner baten darum sie
  135. gegen ihre Nachbarn die hedua zu unterstützen die gallischen Stämme jenerzeit lagen in ständigem Streit miteinander ario wist fackelte nicht
  136. lange schlug2 vor Christus die hdua und erhielt zur Belohnung von den sequanern ein Drittel ihres Gebietes südwestlich vom rheinennie bei
  137. Basel dort ließ er sich mit seinen Mannen nieder und baute sein Einflussgebiet sogar noch aus natürlich erfuhren auch andere
  138. rechtsreinische Germanenstämme von dieser Erfolgstory das weckte Begehrlichkeiten denn durch den Bevölkerungsdruck wurde
  139. inzwischen gutes akckerland Rah in Scharen schlossen sie sich ario wiist an sein her soll schließlich auf 120 000 Mann angeschwollen sein schon kurz nach
  140. der erfolgreichen Schlacht herrschte der erste germanenkönig über das gesamte heutige Elsas dieser germanische emporkömling
  141. entwickelte sich zu einer ernsten farums Caesar witterte seine Chance endlich konnte er den Römern seine
  142. militärischen Fähigkeiten beweisen damals war er 42 Jahre alt und behauptete entweder müsse man Gallien erobern oder aber Gallien würde
  143. germanisch werden und wenn Gallien erst einmal germanisch wäre dann sei auch das römische Reich erneut in Gefahr damit hatte Caesar bei seinen
  144. Landsleuten das tief verankerte kimberntrauma wieder wachgufen es war klar dass sie in seinem Ansinnen einen gerechten Krieg einen bellum
  145. justum sahen cäar jedenfalls erhielt das gewünschte Kommando unverzüglich begann er 58 vor Christus mit der Eroberung Galliens dabei war es unvermeidlich dass
  146. er auf den germanenfürsten ario wiist treffen musste anfangs hatten die Römer jede
  147. Konfrontation mit arioovist vermieden sie hatten ihm sogar einen zweiten Titel verliehen amikus populi Romani ihn also zum Freund des römischen Volkes ernannt
  148. nun kam Caesar der Hilferuf einiger gallischer Stämme die sich von den Germanen überrollt fühlten gerade recht er lockte die einsickernden Germanen in
  149. eine brillante feldzugsutüre nach seinem Sieg konnte er anschließend ganz Gallien im Triumph erobern cäar forderte ariist schließlich
  150. ultimativ auf keine weiteren rechtsreinischen Truppen mehr nach Gallien zu rufen alle häduischen Gefangenen freizulassen und vor allem
  151. weitere militärische Aktionen gegen gallische Stämme einzustellen mit anderen Worten erforderte eine bedingungslose
  152. Unterwerfung ario wiists Antwort war eindeutig wenn caar wolle könne er getrost angreifen er würde schon sehen was seine kampfa
  153. Germanen zu leisten imstande sein vor der Schlacht trafen sich die beiden feldhrn auf einem Hügel in der Nähe des heutigen Kolmar zu
  154. Verhandlungen Caesar beschreibt die Situation in seinem gallischen Krieg ausführlich und dabei schneidet Ariovist der Barbar nicht einmal schlecht ab
  155. Ariovist argumentiert logisch dass er auf Wunsch der Gallia seine Heimat verlassen habe und sie ihm freiwillig Teile ihres Landes gegeben hätten mit
  156. Gefangenen verfahre er nach alten kriegsgesetzen nach denen der Besiegte dem Sieger gegenüber tributpflichtig sei und schließlich sei er vor den Römern in
  157. Gallien gewesen sie hätten nicht mehr Rechte auf die Provinz als er letztlich bot ariist Caesar für dessen Rückzug seine militärischen
  158. Dienste an um alle Kriege die Caesar führen wolle für ihn siegreich zu beenden doch es nutzten keinegum mente und keine Schmeicheleien caar lehnte das
  159. Ansinnen ariovists kühl ab die Schlacht war unausweichlich geworden in der Nähe des heutigen Mühlhausen brallten Caesars vier Legionen mit Hilfstruppen und der
  160. Reiterei ungefähr 5 000 Mann auf ungefähr die gleiche Anzahl von Germanen es war die kühne Reitertruppe des jungen Publius die dies Ringen
  161. entschied ariists Kämpfer wurden zurückgedrängt und besiegt unter großen Verlusten zogen sie sich über den Rhein zurück auch ariowiist entkam und starb
  162. vermutlich vier Jahre später nach dieser Schlacht waren die Germanen aus Gallien vertrieben und caar konnte den Rhein als Grenze zwischen
  163. Gallian und Germanen etablieren mit der darauf folgenden römischen Eroberung Galliens hatten die Germanen natürlich neue Nachbarn
  164. erhalten und caar war nicht der Mann der etwas dem Zufall überließ von nun an ließ er die reingrenze nicht mehr aus den Augen und er war durchaus auch zu
  165. Brutalitäten fähig wenn es um die Sicherung der Grenze ging als 56 vor Christus Usipeter und tktera in scheinbar friedlicher Absicht den rein
  166. überquerten um cäar nach Land zu fragen ließ er sie es waren auch Frauen und Kinder darunter von seinen Truppen gnadenlos
  167. niedermetzeln bereits wenige Jahre zuvor hatte der Feldherr einen Völkermord an den Nerv befohlen auf den er sogar noch stolz war Kato der Jüngere ein
  168. erbitterter Feind Cesars stellte im römischen Senat den unerhörten Antrag ihn wegen dieser Greueltaten an die Germanen
  169. auszuliefern selbstverständlich blieb diese Aufforderung ohne Folgen seit den Jahren 55 und 53 vor Christus überquerte cäar mit seinen
  170. Truppen regelmäßig den rein um Strafexpeditionen unter den Germanen durchzufüren führen er war aber klug genug nie zu weit auf germanisches
  171. Gebiet vorzudringen seine Überfälle waren lediglich Demonstrationen seiner Macht die die Germanen einschüchtern sollten
  172. er machte auch den römischen Senatoren klar dass sich eine Expansion ins germanische Gebiet nicht lohne der Bildungsmangel und die
  173. niedrige Kulturstufe der Germanen seien nicht das Leben eines einzigen römischen Legionärs wert
  174. diese Entscheidung bewies einmal mehr welch kluger Kopf cäar war er schätzte die Widerstandskraft der germanischen Barbaren richtig ein die Gallia waren
  175. ein sesshaftes Volk mit einer entwickelten Landwirtschaft und gesellschaftlichen Siedlungsstrukturen den Annehmlichkeiten der römischen Welt
  176. nicht abgeneigt und daher im römischen Sinn zu zivilisieren mit seinen exzellent ausgebildeten Legionen hatte er sich
  177. schließlich besiegen können die Germanen aber war war ganz anders hatten eine weit größere kriegerische Energie waren ständig in
  178. Bewegung und an Entbehrungen gewöhnt wer sie Angriff und unterjochen wollte musste ihnen in die undurchdringlichen Wälder folgen ohne zu
  179. wissen wo sie aufhörten und welche Gefahren dort lauerten so macht Caesar in seinem gallischen Krieg auch kein Hel aus der
  180. Nutzlosigkeit einer Eroberung Germaniens und der unbekehrbarkeit seiner Bewohner allerdings schlug Cesars Großneffe Gaius Octavianus der später
  181. den Namen Augustus erhielt die Warnungen seines Großonkels in den Wind Kaiser Augustus wollte das freie Germanien erobern um das römische Reich im Norden
  182. endgültig zu stabilisieren dieses Unterfangen sollte in einer Katastrophe enden die noch heute als einer der größten
  183. militärischen fehlschläger aller Zeiten gilt die Varusschlacht im Teutoburger Wald 9 nach [Musik]
  184. Christus [Musik] als Nachfolger des Tiberius war quintilius Varus an den rein gekommen er
  185. übernahm das Kommando des hier stationierten Heeres obwohl er keine besonderen militärischen Verdienste vorzuweisen hatte warus war Statthalter
  186. in Syrien gewesen und kam von dort als reicher Mann zurück er hatte sich mit der Großnichte des Kaisers vermäht was ihm hervorragende Ziehungen und per
  187. kaiserlichem Beschluss den Oberbefehl am Rhein einbrachte Zeitgenossen beschrieben ihn als einen Mann von mildem Wesen und
  188. ruhiger Art etwas langsam in Geist und Körper und eher mit dem Müßiggang im Lager vertraut als mit dem eigentlichen Kriegsdienst er ahnte nichts von der
  189. Gefahr die ihm drohte Rom schien das wilde Germanien im Griff zu haben seit einiger Zeit war es zu keinen gravierenden Aufständen aufsässiger
  190. Barbaren mehr gekommen ideale Verhältnisse für einen der sich der Aufrechterhaltung römischer Kultur auch in den römischen Provinzen verschrieben
  191. hatte und dessen Beziehung zu den Einheimischen sich in der selbstherrlichen Anwendung römischer Gesetze in der Erhebung von Steuern und
  192. der Aushebung von Soldaten erschöpfte über die herablassende Einstellung von Varus den Germanen gegenüber bemerkte der römische Chronist
  193. diass er erteilte ihnen nicht nur Befehle als wären sie Sklaven der Römer sondern erforderte auch Geld als seien sie
  194. unterworfene Völker Tributzahlungen in Gold und Silber waren für die Germanen besonders bitter da die seltenen Edelmetalle für
  195. die Stammesfürsten ein knappes Gut darstellten und für ihre Reputation unabdingbar waren die unsensible Haltung des Varus war typisch für das
  196. übersteigerte Selbstbewusstsein mit dem sich die Römer präsentierten und das vielleicht der Hauptgrund für ihre spätere Niederlage sein sollte auf den
  197. Punkt gebracht sie nahmen die Barbaren nicht ernst für die Römer waren sie hoffnungslose hinterwäller die man nach Belieben über den Tisch ziehen konnte
  198. Varus hatte fünf Legionen zur Verfügung zwei in mogonakum dem heutigen Mainz die anderen drei waren im Sommer bei Minden an der Weser und im Winter bei Haltern
  199. an der Lippe stationiert als im Herbst des Jahres nach Christus der Umzug von Minden nach Haltern ins Winterquartier Anstand
  200. sollte es eine denkwürdige Truppenbewegung werden Varus war ein stammesaufstand berichtet worden für dessen Beilegung ihr gewillt war einen
  201. kleinen Umweg in Kauf zu nehmen der Gegenspieler des Varus ist zweifellos der interessantere Charakter Arminius der 26-Jährige
  202. jerusk Arminius war der Sohn des chusker fürürsten segemeer die Cherusker ein mittelgroßer Stamm dessen Verbreitung vom Quellgebiet der Lippe und Ems bis
  203. über die Elbe nach Osten reichte galten als Verbündete Roms Arminius hatte gemeinsam mit germanischen sldnertruppen in panonien und
  204. rien unter Tiberius gedient und war jetzt als Befehlshaber zu den reheintruppen unter Varus abkommandiert worden die Nachricht von den
  205. stammesunruhen hatte er erfunden und er hielt recht mit seinem Kalkül dass Varus diesen Köder schlucken würde die römischen Legionen sollten auf ihrem Weg
  206. ins Winterlager auf unbekanntes Terrain und damit in einen Hinterhalt gelockt werden was aber konnte den jungen Mann der wegen seiner Verdienste bei der
  207. Niederwerfung des Aufstands der pannonen mit dem römischen Bürgerrecht und einzigartig genug sogar mit der ritterhre ausgezeichnet worden war dazu
  208. bewogen haben einen Aufstand gegen die römische Besatzung anzuzetteln Arminius hatte glänzende Aufstiegschancen im römischen Heer über dieses waren die
  209. cheruske ein von den Römern privilegierter Stamm der im Gegenzug Hilfstruppen stellte es gibt nur Vermutungen möglicherweise hasste der
  210. freiheitsliebende Germane die arroganten Besatzer und wollte sein Volk vom Joch der Römer befreien vielleicht aber dachte er auch
  211. daran mit einem Sieg über die römischen Legionäre an die spit seines Stammes vorzurücken und andere Familienmitglieder zu
  212. übertreffen die private Begründung könnte sein dass sich Arminius an seinem prorömischen Onkel Segestes Rechen wollte der Varus nah stand und ihm
  213. überdies die Hand seiner Tochter tusnelder vorenthielt es gibt aber auch eine berufliche Erklärung demnach forderten
  214. Arminius und seine Mitstreiter einen höheren SLD bessere Arbeitsbedingungen und mehr Akzeptanz innerhalb der römischen
  215. Truppen oder war es einfach die Tat eines jungen Abenteurers der sich keine Gedanken über die Tragweite seiner Verschwörung machte wie auch immer die
  216. große Entschlossenheit und die hohe Risikobereitschaft des armenius bleiben ebenso bemerkenswert wie ungeklärt der römische
  217. Geschichtsschreiber veleius perkulus beschreibt den Jungen germanenfürsten wie folgt es gab damals einen jungen Mann
  218. aus vornehmem Geschlecht der tüchtig im Kampf und rasch in seinem Denken war ein beweglicherer Geist als die Barbaren gewöhnlich sind in seiner Miene und in
  219. seinen Augen spiegelte sich ein feuriges Temperament es war kein dummer Gedanke von ihm dass niemand leichter zu fassen ist als ein nichts ahnender und dass das
  220. Unheil meist dann beginnt wenn man sich ganz sicher fühlt die historischen römischen Quellen Stellen eines klar der inius kommt bei
  221. den römischen Autoren wesentlich besser weg als ihr Landsmann Varus dem sie die katastrophale Niederlage im fernen Germanien nie verziehen
  222. hatten BEV sich die römischen Legionäre auf den Umweg machten der ihr Verderben bedeuten ste versuchte der mit arminiius verfeindete segestis den Römer Varus zu
  223. warnen und riet ih Arminius und andere Rädelsführer geangen zuhmen oder sie zumindest vorsglich zu entwaffnen Varus hörte nicht auf den
  224. germanenfürsten Arminius hatte sich schließlich als herausragender Soldat im Dienste Roms erwiesen und war hochdkoriert aus seinen Kämpfen für das
  225. Imperium in die germanische Heimat zurückgekehrt Varus interpretierte die Kontroversen zwischen Onkel und Neffen als neue auswüchse eines
  226. Familienstreits denn schließlich bestand die Führungsschicht der Cherusker aus zwei oder drei miteinander verwandten Familien die im ständigen Zwist lebten
  227. und jeweils die Führung über den gesamten Stammesverband anstrebten Varus zog also von Minen aus mit seinen Legionen los insgesamt etwa
  228. 20 000 Mann begleitet von den Familienangehörigen samtgepäckzug also ungefähr 30 000 Menschen bei einer Zuglänge von etwa 25
  229. km Arminius und seine Gefährten hielten sich in der Begleitung des Varus auf der Weg zu dem fingierten stammesaufstand führte die Marschkolonne auf unwiegsames
  230. Gelände die Römer gerieten in die syümpfe und Wälder des Teutoburger Waldes vermutlich des Höhenzugs östlich der Quellen von Ems und Lippe darin lag
  231. die durchdachte Strategie des Arminius der die Kampfweise der römischen Truppen aus eigener Erfahrung kannte sie verloren ihre Stärke sobald sie
  232. übersichtliches weites Gelände verlassen mussten angesichts dieses Streckenverlaufs meldete sich der beunruhigte Segestes wieder zu zu Wort
  233. und versuchte noch einmal Varus zum Handeln das heißt zum Rückzug zu bewegen vergeblich am nächsten Morgen waren Arminius und sein Trupp verschwunden
  234. Gerüchte tauchten auf nach denen römische Patrouillen abgefangen und getötet worden waren nun wurde allmählich sogar dem Varus das Ausmaß
  235. der gefährlichen Situation bewusst er leitete den Zug auf den dörenpass die direkte Verbindung zum Winterlager Aliso um in der Hoffnung vielleicht doch noch
  236. so schnell wie möglich das rettende Ziel zu erreichen indes verließen viele germanische Begleiter den Zug unter dem Vorwand Verstärkung zu
  237. holen dann erreichte den römischen Feldherrn die Nachricht Aliso würde belagert also wechselten die Legionen wieder den Kurs der Wald um sie herum
  238. wurde immer dichter dazu kam ein heftiger Regen auf Cassius Dio der römische kronist der Ereignisse schrieb inzwischen kam auch ein starker Regen
  239. und Sturm auf was die March weiterhin voneinander trennte und der Boden um die Wurzeln und Stämme her schlüpfrig geworden machte jeden Schritt höchst
  240. unsicher Bruch und Sturz der Baumwipfel sorgten für weitere Verwirrung das war der Augenblick in dem Arminius Angriff tausende von speren
  241. wurden entlang des gesamten Zuges in die Menschenmenge geschleudert mitten ins Chaos durch die locker gewordene Marschordnung die eine gruppenweise
  242. konzentrierte Verteidigung gegen die flinken Angreifer erschwerte mussten die Römer erste große Verluste hinnehmen sie retteten sich in die Nacht schlugen ein
  243. Lager auf und verbrannten die meisten Wagen und anderen Ballast am nächsten Morgen gerieten sie kurzfristig auf besseres offenes Gelände
  244. dann jedoch wieder in die unheilvollen nassen Wälder sie erlitten schwere Verluste der nächste Tag sollte ihr Schicksal
  245. besiegeln cIOS Dio schrieb erneut überfielen sie heftiger Regen und starker Wind die sie weder weitergehen noch festen Stand finden ja
  246. nicht einmal die Waffen gebrauchen ließen sie konnten sich nämlich nicht mehr mit Erfolg ihrer Bogen und Speere oder der ganz und gar durch nesten
  247. Schilder bedienen die römischen Legionen verloren vollends ihre gefechtsordnung sie waren verwirrt ausgezehrt und L Todesängste in die Defensive gedrängt
  248. und im Zweikampf den siegesgewissen aggressiven Germanen nicht gewachsen wieder Cassius Dio die Feinde hingegen größtenteils nur leicht gerüstet und
  249. imstande ungefährdet anzugreifen und sich zurückzuziehen hatten weniger unter den Unbilden zu leiden außerdem hatte sich ihre Zahl stark vermehrt da viele
  250. von den anderen welche zunächst nur abgewartet hatten sich ihnen jetzt in der Hoffnung auf Beute anschlossen das war das Ende das gesamte
  251. römische heeresaufgebot wurde niedergemetzelt die meisten der 30.000 Menschen fanden den Tod wurden ans kuz genagelt oder lebendig begraben die
  252. höheren Offiziere nach stundenlanger entsetzlicher Folterung den Göttern geopfert warus stürzte sich in sein Schwert viele in seiner Begleitung
  253. folgten seinem Beispiel die Legionen im Winterlager Aliso kamen fast ungeschoren davon da
  254. ihnen ein nächtlicher Ausbruch durch den Belagerungsring der keruska gelang Arminius und seine Truppen zogen sich daraufhin zurück die Reaktion von
  255. Kaiser Augustus in Rom auf die Katastrophe im Teutoburger Wald ist in die Geschichte eingegangen als er das von den Germanen
  256. nach Rom geschickte Haupt des Varus erhielt zerriss er sich seine Kleider stieß mit dem Kopf gegen den Türpfosten und rief immer wieder quingtilius Varus
  257. gibt mir meine Legionen wieder er ließ sich sein Haar und seinen Bart mehrere Monate lang wachsen und soll über Jahre hinweg an diesem Tag gefastet und
  258. geschwiegen haben die Römer waren nicht mehr unbesiegbar die vernichtete 16 17 und 18 Legion wurden nie mehr
  259. [Musik] aufgestellt als tazitus im Jahre 98 nach Christus seine Germania schrieb und der
  260. zahlreichen schweren Kämpfe gedachte die ROM mit den Germanen inzwischen bestanden hatten rechnete er zurück 210 Jahre war es her seit die Römer zum
  261. ersten Mal von den Kriegstaten eines germanischen Stammes den Kimbern gehört hatten und wie sah die Bilanz aus der Historiker formulierte sarkastisch so
  262. lange schon wird Germanien besiegt nicht weniger bissig lautete sein Urteil über die jüngsten Erfolge die Kaiser Vespasian und sein vor zwei Jahren
  263. ermordeter Sohn Domitian errungen hatten mehr Triumphe hat man über die Germanen gefeiert als dass sie besiegt worden wären die Germanen jenseits des Rheins
  264. und jenseits der Donau bis zu der Augustus das Imperium vorgeschoben hatte blieben stören Friede vor denen die Reichsbewohner geschützt werden
  265. mussten für diese Aufgabe standen an beiden Flüssen je acht Legionen Infanterie bereit jede Legion zu 5 bis 6000 Mann zwischen den legionslagern
  266. reihte sich die Kette der Kastelle für die Hilfstruppen zu Fuß und zu Pferd um 85 nach Christus Schloss Domian das sogenannte dekumatenland zwischen
  267. Rhein Main und Necker mit der Westschweiz und einem linksreinischen Streifen zur Provinz Obergermanien Germania superior zusammen
  268. der Limes ursprünglich ein patrouillenweg später eine Befestigungsanlage mit Kastellen und Wachtürmen begrenzte die neue Provinz
  269. nach Osten an Obergermanien das am winstbach nördlich von Koblenz endete Schloss Domitian
  270. Niedergermanien Germania inferior an das sich in wechselnder breite links des Rheins bis zu seiner Mündung erstreckte die reheinzone beruhigte sich
  271. danach soweit dass Rom die Zahl der Legionen um die Hälfte verringern konnte anders an der Donau wo Kaiser Trajan erst die draker in zwei Kriegen
  272. niederringen musste die Provinz dakia die er anschließend einrichtete war im Norden die letzte große Erweiterung des
  273. Reiches neben die militärische Verteidigung trat die politische Sicherung durch die Beziehungen die ROM mit einzelnen Stämmen jenseits der
  274. Grenze pflegte amikitia wurde das friedliche Verhältnis Roms zu einer fremden Macht genannt ein Bündnisvertrag födus mit bestimmten in
  275. all wechselnden Bedingungen und Verpflichtungen festigte und erweiterte die Freundschaft da nicht Rom sondern der kleinere Partner als bitsteller kam
  276. war von vornherein klar wer in solchen zweier Bündnissen das Sagen hatte hätte es ein gesamtgmanisches Nationalbewusstsein gegeben es wäre vom
  277. soldatenalt überdeckt worden den die Hilfstruppen wie die Legionäre auf ihren Kaiser und obersten Feldherren schwören mussten daher hatten germanische
  278. Hilfstruppen keine vor halte wenn sie gegen Germanen im sogenannten freien Germanien in der Germania libera kämpften die römischen Kaiser scheuten
  279. sich auch nicht das Wohlverhalten germanischer Könige mit Geld zu erkaufen ein erkaufter Friede war meist billiger als ein
  280. erkämpfter falls sie nicht von Geschenken Sprachen benutzten die Römer für die Zahlungen das Wort Stipendium das den Soldaten soll bezeichnete und
  281. den Kaisern die schmeichelhafte Vorstellung vermittelte fremde Fürsten würden in ihrem sold stehen den traditionsbewussten tazitus blieben
  282. die Zahlung trotzdem anrüchig in seinen Historien blickt er mit Wehmut in die Vergangenheit zurück als der römische Staat besser durch seine Tapferkeit als
  283. durch sein Geld dastand unter Kaiser Mark Aurel dem Philosophen auf dem römischen Kaiserthron geret das Geflecht aus militärischer Sicherung
  284. diplomatischem und wirtschaftlichem Austausch das sich an Rhein und Donau herauskristallisiert hatte erst mals in eine Krise ihr eigentlicher Ursprung lag
  285. weit entfernt im Nordosten wo die Goten in der antiken Überlieferung noch gutonen genannt aus unbekannten Gründen zwischen 150 und 160 nach Christus vom
  286. Unterlauf der Weichsel den Fluss hinaufzogen sie drängten die Burgunden nach Westen und die Vandalen wiederum nach
  287. Süden diese Verschiebungen lösten eine Kettenreaktion aus die germanischen Stämme gereten in auf fruhr bald darauf kam es zu einer großen Koalition die die
  288. Stämme vom Rhein bis zum Schwarzen Meer gegen Rom vereinte die Historia Augusta eine Spätantike Sammlung von Biografien
  289. römischer Kaiser zählt in der Vita Mark Aurels 16 Stämme auf und spricht von weiteren die sich mit ihnen verschworen hatten antirömische Strömungen
  290. formierten sich ihr stärkstes Argument dürften die ausgedünnten Verteidigung Linien entlang der flussgrenzen gewesen sein da Mark Aurel 162 zahlreiche
  291. Truppen von Rhein und Donau abzog um sie im Krieg gegen die Parter im Osten einzusetzen die Gelegenheit schien günstig
  292. kostoboken durchzogen die Balkanhalbinsel bis Mittelgriechenland Vandalen versuchten sich in Dakien niederzulassen 6000 Langobarden und obia
  293. fielen in Pannonien ein Markomannen und Quaden überquerten 167 sogar die Alpen und erschreckten Oberitalien das seit den Kimbern und Teutonen keine Germanen
  294. mehr gesehen hatte die Eindringlinge belagerten Aquilea und machten das unbefestigte Städtchen opitergium dem Erdboden gleich diese Vorfälle lehrten
  295. Rom wieder einmal was Verträge mit germanischen Stämmen wert waren wenn Adlige Vertragspartner entmachtet wurden oder starben oder wenn es beutegierige
  296. führerschafften genügend gevolgsleute um sich zu sammeln hinzukam dass die Barbaren hinsichtlich Bewaffnung und Kriegsführung von den römischen Legionen
  297. gelernt und ihre Kampfkraft gesteigert hatten Historiker betrachten den markomannenkrieg unter Mark Aurel als ein Vorspiel zur Völkerwanderung manche
  298. Forscher zählen den Zug der Kimbern und Teutonen als erste den markomannenkrieg als zweite und die Germaneneinfälle seit 233 nach Christus als dritte
  299. Völkerwanderung die der großen Völkerwanderung vorausgegangen [Musik]
  300. sind es waren die alleannen die den Limes sprengen sollten seit Beginn des dritten Jahrhundert bedrohten sie immer wieder die Provinzen Obergermanien und
  301. räzien angeblich zerstörten sie 233 Kastelle und Siedlungen wie die Saalburg Mainz und Baden-Baden im Jahr 260 waren die
  302. römischen Legionen nicht mehr in der Lage Ihnen zu trotzen die Allemannen überrannten den Limes und besiedelten fort an das sogenannte dekumatenland
  303. zwischen Rhein Main und Necker damit war der Status Quo anter hergestellt Rhein und Donau bildeten wieder die alte römisch-germanische
  304. Reichsgrenze bei den Allemannen handelte es sich ähnlich wie bei den en um ein Bündnis verschiedenster Gruppen sie waren vorwiegend aus suebischen Gruppen
  305. hervorgegangen deren Siedlungsgebiet ursprünglich an der oberen Elbe lag und die vermutlich als eine lose Verbindung von kriegerbanden anzusehen
  306. sind niemand weiß wie die neuen mächtigen großstämme entstanden sind die Franken die freien durchbrachen bereits 256 den Limes und fielen in Gallien
  307. ein auch sie waren ein militärischer Bund verschiedenster Stämme die über Jahrhunderte zu einem Volk zusammenwuchsen die salischen Franken
  308. setzten sich am niederrein Fest andere in der Nähe der Mosel im südlichen Belgien in der Champagne erst im späten fünften Jahrhundert schloss der
  309. Frankenkönig Chlodwig die verschiedenen in Gallien eingesickerten fränkischen Gruppierungen in einem Königreich zusammen das sich vom Rhein bis zur Loa
  310. erstreckte die große Kraft im Osten repräsentiert durch die Goten mutet exotischer an als die der Mannen und Franken im Westen ihr Schicksal gab
  311. Anlass zum Entstehen der gotensager die Goten sind zweifellos das schillernste Volk der germanischen Welt sie haben die längsten verzweifeltsten
  312. Wege aller germanischen Völker zurückgelegt wie allgemein die ostvölker mehr in Bewegung waren als die westvölker bis die Ostgoten schließlich
  313. im heutigen Italien und die Westgoten im heutigen Spanien untergingen ihre romantische Verklärung haben sie wohl in gleicher Weise ihrer
  314. aufwühlenden abenteuerlichen Odyssee zu verdanken wie auch ihrem dramatischen Untergang dabei hatten die Goten nicht einmal eine einheitliche ethnische oder
  315. besondere kulturelle Identität entwickelt als sie sich in Bewegung gesetzt hatten bestanden sie wie die Franken und alleannen aus verschiedenen
  316. Ethnien aus bundt zusammengewürfelten Stämmen und kriegerhorden so war bereits das berühmte gotische macht Zentrum am
  317. Schwarzen Meer im dritten Jahrhundert ein Schmelztiegel verschiedenster Ethnien und Völkerschaften die aus Nomaden Ostgermanen und der
  318. einheimischen Bevölkerung bestanden allerdings ist die gotische Sprache die älteste und archaischste aller germanischen Sprachen erhalten in
  319. der berühmten Wulfila Bibel bevor sie dann auf der Krim im 16 Jahrhundert erlosch und nicht zuletzt waren die Goten die ersten Germanen die außerhalb
  320. des römischen Reiches den christlichen Glauben Annahmen die Wulfila Schrift war allerdings wie auch viele Kaiser und
  321. Mitglieder der römischen Führungsschicht im Osten des Reiches von der Lehre des alexandrinischen Priesters Arius beeinflusst die noch jahrhundertelang
  322. für Sprengstoff zwischen Römern und Germanen sowie unter den Germanen selbst sorgen sollte wulfiler selbst der außer der gotischen Volkssprache auch
  323. Griechisch und Latein beherrschte interpretierte Arius auf seine Weise der gote verneinte die Wesensgleichheit Christi mit Gottvater und Bekannte
  324. stattdessen nur seine Gottähnlichkeit Gottvater der ewige Gott habe Christus in der Zeit gezeugt und geschaffen der Gottes Sohn sei zwar Gott
  325. aber nicht ewig und nicht dem Wesen nach gleich Gottvater wie der katholische Glaube es lehrt 40 Jahre lang verbreitete Wulfila
  326. diese Lehre unter den Westgoten die sie an die ostgot weitergaben der Arianismus wurde bei vielen Germanen sehr populär besonders auch bei den Vandalen
  327. Burgunden und Langobarden selbst der Franke klodwig dürfte sich eine gewisse Zeit diesem Glauben verschrieben haben bevor er zum
  328. Katholizismus übertrat und damit seinen Frieden mit der katholischrömischen Mehrheit der Bevölkerung machte die große historische Leistung Wulfilas
  329. besteht in der Übersetzung der Bibel aus dem Griechischen ins gotische hierfür musste er eigens ein Alphabet erfinden dass er weitgehend aus
  330. dem Griechischen und dem lateinischen Alphabet sowie aus den germanischen Runen zusammensetzte die berühmteste Handschrift dieser Übersetzung der Kodex
  331. argeneus ist mit silbernen und goldenen Buchstaben auf Purpur gefärbtem Pergament geschrieben und wird heute in der Universitätsbibliothek von Upsala
  332. aufbewahrt die Goten das Urvolk stammt mit ziemlicher Sicherheit aus Skandinavien hatten nach mehreren Etappen um 230 das Nordufer des
  333. Schwarzen Meeres erreicht dort hatten sie sich mit sarmatischen und bastarnischen Gruppen die Vorherrschaft geteilt Bündnisse geschlossen und sich
  334. durch friedliche Mischung mit der dort ansässigen Bevölkerung zusammengetan Mösien und Thrakien bekamen die Stoßkraft dieser Vereinigung
  335. zuerst zu spüren 251 führte der listige gottenkönig kniva eine Koalition mehrere Stämme an der Kaiser dezius und sein Sohn Unterlagen
  336. der Friede den ihr Nachfolger tribonianus Gallus Schloss und durch Zahlungen vergoldete hinderte die goen nicht daran
  337. 252 Kleinasien 254 Makedonien und 256 Griechenland zu plündern und ihre Raubzüge zu Land durch piratenfahrten in der äegis zu ergänzen
  338. 268 traf die donauprovinzen und Griechenland ein kombinierter Angriff zu Wasser und zu Land den Kaiser gallenus und im folgenden Jahr sein Nachfolger
  339. Claudius gotikus nur mit Mühe parieren konnten die reiche der Ost und Westgoten waren nun rund 100 Jahre alt die Ostgoten wurden von König ermanarich
  340. regiert der Sage nach reichte sein riesiges Reich von der Ostsee bis zur vololga ja bis zum Kaukasus er soll 103 Jahre alt geworden
  341. sein bei den Westgoten herrschte athanarich da er die Römer hasste soll er schon in seiner Jugend geschworen haben niemals römischen Boden zu
  342. betreten als er nun aber doch einen Friedensvertrag mit Kaiser Walen schließen musste trafen sich die beiden auf einem verteuten Schiff mitten auf
  343. der Donau der Grenze zwischen dem gotischen und römischen Reich im Niemandsland zwischen der Weltmacht und dem kleinen Reich der Goten sie
  344. versicherten einander Zähne knnirschend Freundschaft friedenht war besser als gegeneinander kostspielige Kriege zu führen es war ein Punktsieg für die
  345. Goten kavalens musste sich in die Mitte des Flusses bequemen um einen Goten zu treffen und aanarich hatte seinen Schwur nicht
  346. gebrochen die dritten Helden am Vorabend der Völkerwanderung waren die Alanen ein halbnomadisches Volk das heute in den nordkaukasischen oseten fortlebt die
  347. Alanen zogen auf der Suche nach Weideland hin und her und konnten ihre Freude am wilden Leben nur selten zügeln der Historiker amjanus
  348. marzellinus schrieb sie sind stolz darauf jeden beliebigen Mann zu töten und als ruhmreiche Trophäen reißen sie den erschlagenen die Köpfe ab ziehen
  349. Ihnen dann die Haut ab und hängen Sie Ihren kriegsrossen als brunkgeschirr um Westgoten Ostgoten und allanen wurden aber aus heiterem Himmel von einem Feind
  350. überrascht mit dem niemand wirklich niemand gerechnet hatte Fremde reitersch tauchten am Horizont auf die Alanen und die Ostgoten sollten die ersten Opfer
  351. werden und einer Schockwelle gleich nach Westen gespült werden diese fremden die noch kurze Zeit zuvor im alteigebirge saßen sollten
  352. Europa auf den Kopf stellen und selbst bei den hartgesottenen Barbaren blankes Entsetzen hervorrufen es waren die fürchterlichsten Krieger die das
  353. Abendland je gesehen hatte die Hunnen
  354. das Nomadenvolk der Hunnen drang durch die Kaspische Senke vor und stieß kurz vor 375 auf die Alanen danach überfielen sie das Reich der Ostgoten in
  355. Südrussland und in der Ukraine sie waren schnell wendig und unberechenbar Meister von Pfeil und Bogen und dem Kampf ungeheuer diszipliniert die langen Wege
  356. die die hunen durch die gewaltigen eurasischen Steppen zurückzulegen gewohnt waren hatten verwegene Reiter aus ihnen gemachte zu ihrer
  357. ungewöhnlichen Kampftechnik gesellte sich ihre vermeintliche zahlenmäßige Überlegenheit und nicht zu unterschätzen ihr furchterregendes
  358. Aussehen mit einer Mischung aus Ekel und Entsetzen notierte der römische Geschichtsschreiber amjanus marzellinus alle besitzen sie gedrungene
  359. und starke Glieder und einen muskulösen Nacken und sind so entsetzlich entstellt und gekrümmt dass man sie für zweibeinige bästchen oder für Figuren
  360. aus Blöcken halten könnte bei ihrer reizlosen Menschengestalt sind sie durch ihre Lebensweise so abgehärtet dass sie keines Feuers und keiner gewürzten
  361. Speise bedürfen sondern von den Wurzeln wilder Kräuter oder dem halbrohen Fleisch jedweden getiersleben dass sie zwischen ihre Schenkel und den
  362. Pferderücken legen und etwas erwärmen ruhelos schweifen sie durch Berge und Wälder und sind von Klein aufgeöhnt Kälte Hunger und Durst zu ertragen bei
  363. kämpfendern sie den Gegner zu weilen heraus und beginnen das Gefecht mit ihm in geschlossenen Abteilungen wobei ihre Stimmen furchtbar
  364. ertönen da sie für schnelle Bewegungen leicht bewaffnet sind und unerwartet auftauchen können sie sich absichtlich plötzlich auseinanderziehen und ihre
  365. Reihen lockern wie in einer ungeordneten Aufstellung ein furchtbares Blutbad anrichtend galoppieren sie hin und her und wegen
  366. ihrer gewaltigen Schnelligkeit sieht man sie kaum wenn sie in eine Befestigung eindringen oder ein feindliches Lager plündern man möchte sie aus dem Grund
  367. die furchtbarsten von allen Kriegern nennen weil sie im Fernkampf mit Pfeilen kämpfen die mit Knochen anstelle von Pfeilspitzen mit wunderbarer
  368. Kunstfertigkeit zusammengefügt sind sie fechten im Nahkampf ohne Rücksicht auf sich selbst während sie den gefährlichen Schwerthieben ausweichen fangen sie ihre
  369. Feinde mit geflochtenen Lassos umschnüren die Glieder der widerstrebenden und machen es ihnen unmöglich zu reiten oder zu gehen
  370. amjanus marzellinus war Offizier und alles andere als ein Freund der Barbaren die Hunnen hasste er ganz besonders mit seinem Urteil stand er nicht allein bis
  371. heute hat die westliche Welt nie ihren Schock über die asiatischen eindrälinge überwunden ein Umstand den im Dritten Reich auch Propagandaminister Josef
  372. Göbbels zu nutzen wusste als er im Zweiten Weltkrieg immer wieder die Angst der Deutschen vor den asiatischen Horden
  373. schürte selbst ausgesprochene Haudegen wie die Goten nahmen vor den hunnenrei aus die bis heute als Sinnbild roher gewwalt und barbarischer Sitten gelten
  374. als die Hunnen Richtung Westen zogen und den Germanen die ihrerseits jetzt Druck auf die römischen Grenzen ausübten in den Rücken fielen waren sie ihnen
  375. militärisch und mental weit überlegen König erich soll sich selbst getötet haben als er die Überlegenheit der steppenkrieger erkannte daraufhin
  376. unterwarfen sich die meisten Ostgoten den Hunnen jedenfalls entstanden durch die Invasion der Hunnen gewaltige chaotische
  377. Flüchtlingsströme gleich einem Dominoeffekt wurde nun ein Volk nach dem anderen in aufruh versetzt und flüchtete die Hunnen warfen sich auf die Alanen
  378. die Alanen auf die Goten und die Goten auf die taifalen und samaten schrieb Bischof Ambrosius von Mailand die Hunnen und mit ihnen die allanen
  379. schoben die Besiegten Ostgoten vor sich her nach Westen wo die Westgoten beheimatet waren zu der erwarteten großschlacht zwischen Westgoten und
  380. Hunnen kam es jedoch nicht da die wilden steppenkrieger die westgotischen Stellungen am dester umgingen die Hunnen drangen zudem in das
  381. Gebiet des heutigen Rumäniens und schließlich bis zur ungarischen Tiefebene vor wo sich das politische Zentrum eines hunnischen Großreichs
  382. zwischen Donau undis etablierte von hier aus unterwarfen sie die germanischen Stämme zwischen Ostsee oberer Donau Rhein und nppa und führten
  383. darüber hinaus wilde Raubzüge über den Kaukasus nach Persien Kleinasien und auf dem Balkan durch den Goten waren nur zwei Möglichkeiten geblieben entweder
  384. sie flohen gen Süden und baten um Aufnahme ins Römische Reich oder sie unterwarfen sich den Hunnen während die Ostgoten klein Beigaben befreiten sich
  385. die Westgoten aus der hunischen Umklammerung und wanderten 376 nach Süden womit ihr langer Marsch begann die beiden gotischen reiche im
  386. Westen und Norden des Schwarzen Meeres hatten also nur ein knappes Jahrhundert Bestand gehabt tausende von Flüchtlingen standen
  387. nun an der Donaugrenze verfolgt von den beutegierigen Hunnen Krieger mit ihren Familien und all ihrer Habe baten verzweifelt darum
  388. den Fluss überqueren zu dürfen um im nördlichen Balkan zu siedeln der oströmische Kaiser wens gewährte ihnen den Übertritt
  389. wahrscheinlich bevor ihm klar wurde wie ungeheuer groß die Menschenmenge war die sich auf die römischen Provinzen zuwälzte auf ihren zusammengezimmerten
  390. Flößen überquerten die Flüchtlinge die Donau und ergaben sich den Römern ihre Waffen durften sie behalten denn zunächst waren sie durchaus
  391. willkommene Soldaten die helfen sollten die Donaugrenze gegen die unheimlichen Hunnen zu verteidigen doch jetzt zogen sich die
  392. Verhandlungen mit den Römern in die Länge und die Lebensbedingungen der hermten Neuankömmlinge wurden kaum besser sie hatten unter Hungersnöten und
  393. den Schikanen römischer Beamter zu leiden Familien waren durch die Flucht getrennt worden es herrschte ein heilloses
  394. Durcheinander in diesen zwei Jahren in denen die Goten ein elendes Dasein fristeten muss ihr Hass auf die arroganten Römer ins Unermessliche
  395. gestiegen sein schließlich durchbrachen sie die ihnen zugedachten Grenzen und zogen plündernd und mordend durch die römischen
  396. balkanprovinzen amjanus marzellinus verglich den Überfall der Westgoten mit einem Ausbruch des Etna aber auch Ostgoten Alanen und
  397. abweichlerische Hunnen waren mit von der Partie so konnte es nicht ewig weitergehen letztendlich stellte sich ihnen das oströmische kaiserliche Heer
  398. unter Kaiser walens in den Weg allerdings beging der Kaiser einen entscheidenden verhängnisvollen Fehler er verzichtete auf die Hilfe
  399. weströmischer Truppen die bereits unterwegs waren wieder einmal unterschätzte ein römischer Militärführer ein barbarenheer das
  400. nichts mehr zu verlieren hatte am 9 August 378 kam es zur berühmten Schlacht bei Adrianopel in der heutigen
  401. Türkei früh am Morgen marschierten die römischen Legionen in voller Rüstung 18 km auf die Wagenburg der Goten zu die sie aber erst in der Mittagsglut
  402. erreichten nicht nur dass es entsetzlich heiß war die Goten hatten überdies das in Brand gesetzt um den Legionen noch mehr zuzusetzen wens hatte darauf
  403. verzichtet Wasser und Lebensmittel mitzunehmen sein Heer war also in einem ziemlich desolaten Zustand als die goen Angriffen die feindliche Reiterei machte
  404. dann auch kurzen Prozess mit den erschöpften Römern schon kurz nach dem Beginn des Kampfes brachen die römischen Schlachtreihen völlig auseinander ein
  405. Drittel des 40.000 Soldaten umfassenden Heeres wandte sich zur Flucht der Rest der sich nicht mehr formieren konnte wurde niedergemacht auch Kaiser wens
  406. fand den Tod mit ihm viele herführer und Kommandeure obwohl sich das römische Reich von der Niederlage relativ schnell erholte ist die Schlacht von Adrianopel
  407. von weltgeschichtlicher Bedeutung da sich die Goten von diesem Zeitpunkt an auf römischem Boden befanden und sich dort niederlassen konnten der Anfang vom
  408. Ende des römischen Reiches war gekommen Kaiser Theodosius i i der Nachfolger des gefallenen wallens Schloss
  409. 382 einen Vertrag mit den Westgoten denen Thrakien und Mösien zwischen Donau und Balkangebirge steuerfrei in die Hände felen damit wurde ihnen eine
  410. weitgehende Autonomie gewährt offiziell blieb das Gebiet allerdings römisches Territorium goen und Römer lebten in einer Provinz nebeneinander das Recht
  411. auf Heirat mit einheimischen W wurde den Barbaren allerdings verwehrt für ihr siedlungsrecht waren sie Rom gegenüber zur Waffenhilfe verpflichtet die Goten
  412. dienten in militärischen Einheiten unter ihren eigenen truppenführern die aber zunächst nicht in höchste Kommandoposten vorrücken durften sie hatten eigene
  413. Gesetze und eine eigene politische Spitze dieser Vertrag war ein Markstein in der germanischrömischen Geschichte die Westgoten waren die ersten Barbaren
  414. die im römischen Reich als ungeteilte ethnischpitische Einheit sesshaft werden durften es war gleichsam ein Staat im Staate entstanden gar nicht so weit weg
  415. von der östlichen Reichshauptstadt Konstantinopel im Januar 395 13 Jahre nach dem bemerkenswerten Vertrag mit den Westgoten starb Kaiser
  416. Theodosius in Mailand in seinem Testament hatte er die Teilung des römischen Reiches unter seine beiden Söhne Arkadius oströmisches
  417. reich und Honorius weströmisches Reich verfügt damit war ein mehr als hundertjähriger proess der Untergliederung deserium Romanum in eine
  418. West und eine Osthälfte zum Abschluss gekommenostrom ste sich als der Stärkere Partner entwickeln während Westrum langsam an Bedeutung
  419. verlor die meisten gewaltigen wanderzüge Schlachten und germanischen reichsgründungen begannen zwar im Osten konnten aber in den Westen umgeleitet
  420. werden und da waren sie alle versammelt Franken Westgoten Ostgoten Vandalen Sueben Langobarden Angeln Sachsen und für Ost wie West gleichermaßen
  421. gefährlich die [Musik]
  422. hun [Musik] [Applaus]
  423. [Musik] die Hunnen vor denen die Europäer zitterten dürften vermutlich aus
  424. Nordchina oder der Mongolei stammen die Gründe für ihren Zug in den Westen liegen im Dunkeln vielleicht war es eine Klimaverschlechterung die sie zwang sich
  425. neue Jagd und Gebiete zu erschließen möglicherweise steckten sie sich neue Ziele nachdem die Chinesen im Norden ihres Landes die Große Mauer Bauten und
  426. damit die ständigen Einfälle der Hunnen unterbanden vielleicht aber hatten ihnen Abenteurer von den enormen Reichtümern berichtet die es in den Ländern der
  427. untergehenden Sonne zu erbeuten galt dieses Rätsel wird nie zu lösen sein jedenfalls setzten sie sich in Bewegung überschritt
  428. 375 den donn und lösten bei ihren Nachbarvölkern schieres Entsetzen aus sie ritten alles nieder was sich ihnen in den Weg stellte ihre angriffstrategie
  429. bestand aus einer Abfolge von Überfall pfeilsalven Rückzug und erneute Attacke auf den zunehmend irritierten und zermürbten Gegner für den Nahkampf
  430. führten sie ein langes zweischneidiges und ein kurzes einschneidiges Schwert mit sich es dauerte etwa eine Generation
  431. in der sich die hunnische macht nördlich der Donau konsolidierte als der weströmische Kaiser Honorius 43 starb mischten sich die Hunnen in die
  432. weströmische Innenpolitik ein der Heerführer aezius hatte sie gerufen um Kaiser Johannes gegen galaplidia die Schwester des
  433. Verstorbenen Kaiser sonorius und gegen oströmische Interessen zu verteidigen der Plan ging jedoch nicht auf bevor aezius und die und 100000
  434. herbeigerufenen Hunden eingreifen konnten hatte galaplidia Kaiser Johannes bereits töten lassen und ihren sechsjährigen Sohn als Valentinian den
  435. dritten auf den Thron gesetzt sie selbst regierte in seinem Namen atius arrangierte sich mit galaplaidia bekämpfte mit Hilfe der
  436. hunischen Hilfstruppen Aufständische Völker in Gallien und hatte ab 433 bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 454
  437. die faktische Macht im weströmischen Reich inne mit den Aktionen des Heerführers Aetius genannt der letzte Römer geriet
  438. der hunnische Riese wieder in Bewegung denn als Gegenleistung für die militärische Unterstützung des aezius im weströmischen Reich erhielten die Hunnen
  439. unter ihrem Herrscher Rua 43 einen Großteil panoniens damit hatte das hunische Reich seine größte Ausdehnung erreicht
  440. 435 starb Rua seine beiden Neffen Bleder und Atila teilten sich die Herrschaft bis 444 45 schien alles gut zu verlaufen
  441. dann ließ Atila den mitregierenden Bruder ermorden und wurde Alleinherrscher seinem Eroberungsdrang stand nun nichts mehr im
  442. Wege wie ein Raubtier fiel Atila 447 über den Kontinent her verwüstete das gesamte Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer und stieß bis zu
  443. den thermopülen vor der Besiegte byzantinische Kaiser Theodosius i zi musste daraufhin einen Teil seines Gebietes südlich der Donau
  444. entmilitarisieren und sich zu umfangreichen jährlichen Tributzahlungen verpflichten 6000 Pfund Gold pro Jahr schickte Byzanz an Attila um Schlimmeres
  445. zu verhindern hinzu kamen weitere Zugeständnisse seitens des Ost und weströmischen Reichs so mussten die
  446. Römer den Hunnen ihre Märkte öffnen damit die ihren erbeuteten Reichtum auch in waren umsetzen konnten des Weiteren durften sie keine Bündnisse mit Barbaren
  447. eingehen mit denen sich die Hunnen im Krieg befanden so tief war das stolze Rom inzwischen gesunken zu diesem Zeitpunkt konnte der
  448. schlaue Atila den Römern vorschreiben was er wollte er befand sich auf dem Gipfel seiner macht er hatte ein festes Siedlungsgebiet und seine Verbündeten
  449. die Ost Alanen und Gepiden folgten ihm ohne Widerspruch die Aufzeichnungen des Griechen priskus des Sekretärs einer
  450. byzantinischen Gesandtschaft geben Aufschluss über atilas Residenz das Leben am Hof und seine Regierungsweise das Atila Haus stand in
  451. der Mitte eines großen Dorfes höher gelegen als andere Häuser die Holzwände waren getäfelt es war mit einem Zaun mit
  452. holztürmen umfriedet nicht zum Schutz sondern zur Zierde innerhalb der umfredung standen zahlreiche Gebäude die einen aus geschnitzten und vertäfelten
  453. die anderen aus geglätteten in Abständen nebeneinander gestellten Balken welche hölzerne Bögen krönten diese Bögen erhoben sich zu ansehnlicher Höhe dort
  454. wohnte Attilas Frau die Barbaren die dort als Türhüter amtierten ließen mich ein ich traf sie auf einem weichen Lager ruhend der Boden war mit wollenen
  455. Teppichen bedeckt über die man schreiten musste zahlreiche Dienerinnen Umstanden sie im Kreise und andere hockten Rings auf dem Boden und schmückten
  456. Leinwandstreifen mit bunter Stickerei die dann zur Zierde auf die Kleider der Barbaren aufgenäht waren die Unterhändler die in
  457. schwieriger Mission unterwegs waren um einen Feldzug Attilas zu verhindern der auf der Auslieferung hunnischer Überläufer bestand wurden zum Gastmahl
  458. gebeten wir standen an der Schwelle des Saales Atila gegenüber die Mundschenken reichten uns nach Landessitte einen Kelch wir mussten ehe wir uns setzten
  459. zuur Begrüßung daraus trinken dann nahmen wir die uns angewiesenen Plätze ein die Stühle standen den beiden Seitenwänden entlang in der Mitte saß
  460. Attila auf einem Ruhebett dahinter führten einige Stufen zu einem anderen Ruhelager empor das man mit Leintüchern und bunten Deck gesmückt hatte ähnlich
  461. den hochzeitsbetten wie man sie bei Griechen und Römern den neuvermälten bereitet als die höchsten Ehrenplätze galten die Sitze in der Reihe zur
  462. Rechten atilas für die zweithöchsten im Range war die Reihe zu seiner Linken bestimmt dortßen auch wir neben Berik einem vorehmen Hunden aber saß näher an
  463. atilason rechts neben dem Lager des Königs stand der Sitz desgesius ihm gegenüber saßen zwei Söhne atilas der älteste Sohn saß auf dem Sofa
  464. des Königs allein nicht dicht neben ihm sondern am äußersten Ende er hielt aus Ehrfurcht vor seinem Vater den Blick gesenkt als alle die ihnen gebührenden
  465. Plätze eingenommen hatten Tat ein Mundschenk zu Atila und reichte ihm einen gefüllten Becher Atila nahm ihn entgegen und Trank seinem Sitznachbarn
  466. zu der so geehrt erhob sich und durfte sich erst wiederzen sobald er den Wein gekostet oder auch den Becher ausgetrunken und dem Mundschenk
  467. zurückgegeben hatte nachdem er sich gesetzt hatte tranken die anderen dem König auf gleiche Weise zu sie erhoben ihrecher wschten dem König Heil tranken
  468. daraus und erzeigten ihm so die gebührende Ehre jeder Gast hatte seinen een Mundschenk der zu ihm hintratbald sich
  469. atelas Mundschenk zurückgezogen hatte nachdem alle so der Reihe nach begrüßt worden waren trank Attila auch uns zu jedem einzelnen entsprechend der
  470. Sitzordnung nach diesen Begrüßungen zogen sich die Mundschenken zurück dann wurden Tische neben dem Attilas aufgestellt immer ein Tisch für drei
  471. vier oder auch mehr Gäste und jeder konnte nach Belieben zugreifen ohne die Tischordnung zu stören zuerst erschien ein Diener Attilas mit einer Schüssel
  472. voller Fleisch nach ihm kamen andere mit Brot und Zukost den Barbaren und uns wurden auf silbertellern erlesene Speisen
  473. vorgesetzt Attila jedoch erhielt nur einen Holzteller mit Fleisch er zeigte sich auch sonst überausmäßig seine Gäste erhielten
  474. nämlich goldene und silberne Becher vorgesetzt er aber trank aus einem hölzernen schlicht war auch sein Gewand das nur durch fleckenlose Reinheit her
  475. vorstar weder sein Schwert das er am Gürtel trug noch die Bänder an den Sandalen die er nach barbarensitte anhatte noch auch das Geschirr seines
  476. Rosses waren wie bei den übrigen hundnen mit Gold Edelsteinen oder anderem zierrad geschmückt nachdem die Speisen des ersten Ganges verziert waren standen
  477. wir alle auf und setzten uns erst wieder als jeder in der früheren Reihenfolge einen vollen Becher auf atilas wohl gelehrt hatte nach dieser abermaligen
  478. Ehrung des Königs nahmen wir erneut Platz nun wurde auf allen Tischen eine zweite Schüssel mit Speisen aufgetragen auch von diesen aßen wir alle so dann
  479. standen wir wieder wie vorhin auf trankten Atila zu und setzten uns bei Einbruch der Dunkelheit wurden Fackeln entzündet zwei Barbaren traten
  480. vor Atila und trugen Lieder vor darin sie seine Siege und seine Tapferkeit besangen nach diesen beiden Tat ein schwachsinniger hunnischer Narr auf der
  481. allerlei ungereimtes Zeug stammelte und damit allgemein Heiterkeit erregte Attila saß mit unbewegter Miene da und ließ sich weder in Wort noch Tat
  482. irgendwelche Heiterkeit anmerken außer dass er seinen jüngsten Sohn ernak der hereingekommen war und neben ihm stand freundlich ansah und ihm die Wangen
  483. streichelte als sich nun das gastmah bis in die späte Nacht hineinzog hielten wir es für nicht mehr zu trinken und brachen früher
  484. auf die Beschreibung des priskus gewährt uns einen guten Einblick in Attilas Charakter er ist ein freundlicher ja charismatischer Gastgeber der wie
  485. priskus an anderer Stelle durchblicken lässt allerdings sehr temperamentvoll werden konnte und leicht in Zorn geriet die ostentative Bescheidenheit im
  486. Auftreten und der Verzicht auf pronkvollen königsschmuck heben seine Souveränität umso mehr hervor und zeigen seine soziale politische und
  487. strategische Intelligenz obwohl atilas Alleinherrschaft nur a oder neun Jahre werde ist er der Nachwelt über 1500
  488. Jahre lang unauslöschlich in Erinnerung geblieben das stellt ihn in eine Reihe mit den großen Herrschern der Weltgeschichte wie mag Attilas
  489. politische Vision ausgesehen haben bestimmt wollte er moderne Lebensweisen vorantreiben und der nomadischen Vergangenheit seines Volkes
  490. allmählich ein Ende setzten wäre dann ein eigenständiges hunnisches vielvolkerreich nach römischem Muster denkbar gewesen träumte
  491. er gar davon wie manche befürchteten nach der Unterwerfung des römischen und persischen Reichs Alleinherrscher der Welt zu sein angesichts der kurzen
  492. Zeitspanne der hunnischen machtherrschaft gibt es keine Antworten auf diese Fragen integrierbar in den Westen war die hunische Welt wohl nie
  493. eherglich sie einem mit Urgewalt hereingebrochenem Intermezzo das den Europäern Angst und Schrecken einjagte denn Atila und die Hunnen stehen bis
  494. heute für die größte Bedrohung Europas im schlimmsten Fall galten sie als zerstörerische Barbaren und blindwütige Räuber die nichts als Unterjochung Mord
  495. und Totschlag die Ausrottung ganzer Völker im Sinn [Musik]
  496. hatten im Zuge des föderatenvertrages mit Kaiser Theodosius
  497. 382 hatten die Westgoten ein autonomes Gebiet auf römischem Territorium erhalten und so etwas wie einen Staat im Staate gegründet sie blieben allerdings
  498. ein unruhiges Volk sie hatten sich vielleicht besseren Siedlungsraum vorgestellt ihrer Führungsschicht blieben die höheren Kommandostellen im
  499. römischen Heer verschlossen zudem war das Leben an der Grenze wegen der hunischen Nähe höchst gefährlich schon im nächsten Winter könnte die Donau
  500. wieder einmal zufrieren und den Feinden den Weg ins gotenland öffnen nach einem Feldzug gegen den Usurpator Maximus bei dem sie Kaiser
  501. Theodosius unterstützt hatten kehrten mösische goen nicht alle in ihr Gebiet zurück sondern zogen plündernd durch die Provinz
  502. Makedonien der Bischof von Konstantinopel schrie 392 erbittert und ängstlich zugleich die Barbaren haben ihr Gebiet verlassen und
  503. haben viele Male das Land gebrandschatzt und die Städte überfallen statt nach Hause zurückzukehren verhöhnen Sie uns wie betrunkene zeächer aber schon
  504. 391 hatte sich gezeigt wie eigenständig und eigenwillig die Germanen innerhalb des Reiches zu werden drohten in diesem Jahr sammelte der
  505. Junge westgotische Häuptling Alarich eine Schar mit der er in Thrakien Theodosius entgegentrat und die kaiserlichen Truppen
  506. besiegte als Theodosius im Januar 395 starb war der Vertrag mit dem Reich automatisch außer Kraft gesetzt die Westgoten unter ihrem neuen König
  507. Alarich lehnten sich auf und es begann ein sechsjähriger Krieg auf dem Balkan von Bulgarien bis zur pelopones allerichs Gegenspieler war der für das
  508. weströmische Reich zuständige Heermeister Stilicho Sohn eines Vandalen und einer Römerin er war der starke Mann jener Zeit vermählt mit der Nichte des
  509. Theodosius er herrschte an Stelle des 16-Jährigen westkaisers Honorius des zweiten Sohnes des Theodosius trotz großer Niederlagen
  510. duldete das Oströmische Reich aber weder stilichon noch allerich auf seinem Boden deshalb sah man es in Konstantinopel nicht ungern als Alarich im Herbst 401
  511. die Alpen überquerte und nach Aquilea zog die gut befestigte Stadt hielt imm stand aber kleinere Städte Oberitaliens konnte er
  512. einnehmen als er gegen Mailand vorrückte verließ der erschrockene Honorius die Residenzstadt und verlegte den Sitz der Regierung nach Ravenna dessen umliegende
  513. Sümpfe besseren Schutz versprachen Stilicho sammelte während des Winters ein Heer das er durch Germanen Kontingente verstärkte und drängte die
  514. gotten im Frühjahr 402 nach Südwesten zunächst konnte Stilicho den westgotenkönig sowohl bei polentiia als auch bei Verona schlagen aber nicht
  515. endgültig besiegen die Waffen genügten nicht es bedurfte nun auch des Einsatzes der Diplomatie in den nächsten Jahren folgte
  516. eine höchst verwirrende Anwendung beider Mittel aber das Misstrauen zwischen dem Kaiser und seinem Heermeister wucherte wie ein
  517. krebsgeschwü schließlich geriet Stilicho in den Verdacht mit den gotten gemeinsame Sache zu machen der Hass der Römer auf die Germanen hatte zu diesem
  518. Zeitpunkt seinen Höhepunkt erreicht und sonderlich beliebt war der halbbarbar Stilicho nie gewesen nicht einmal das Kirchenasyl rettete ihn Stilicho wurde
  519. im August 408 enthauptet daraufhin setzte eine Menschenjagd auf die Barbaren ein die sich um ihr Leben fürchtend bedingungslos und zu Tausenden
  520. allarich anschlossen was nun geschah ist eines der spektakulärsten Ereignisse der gesamten Völkerwanderungszeit die Barbaren
  521. griffen Rom an und eroberten am 24 August 410 die ewige Stadt drei Tage durften die Goten nach Herzenslust die einst so mächtige und reiche Hauptstadt
  522. des römischen Reiches plündern die Welt war erschüttert die Hauptstadt der Zivilisation und des Luxus war den
  523. Barbaren hilflos ausgeliefert was auch nur irgendwie von Wert und Nutzen war wurde gepackt und mitgenommen wer sich gegen die Goten
  524. stellte oder auch nur nicht rasch genug seine Wertgegenstände ablieferte wurde erschlagen nur die Klöster und Kirchen blieben verschont militärisch war der
  525. Fall Roms das nicht länger politische Hauptstadt war ohne Bedeutung aber vor dem Hintergrund einer zwöhundertjährigen Geschichte war die Symbolkraft der
  526. Plünderung die das ewige Rom heimgesucht hatte eine Katastrophe erstmals nach 800 Jahren als der kältenstrom über die Metropole
  527. hinweggefckt war stand wieder ein Fremder Herrscher als Eroberer in der Stadt und wieder waren es die furchterregenden Barbaren aus dem Norden
  528. alarichs Eroberung stürzte die Volksseele in tiefste Verzweiflung so erschüttert die Zeitgenossen auch waren gravierende Konsequenzen hatte das ganze
  529. aber nicht Rom lag längst im Schatten Ravennas der Kaiser und die Regierung residierten in der neuen Metropole die Oberbefehlshaber waren mit anderen
  530. Brennpunkten des Reiches beschäftigt gleichwohl sehen viele Historiker in dem Überfall auf Rom den Anfang vom Ende des Römischen
  531. Reichs nächstes Ziel alarichs war die römische Provinz Afrika die Kornkammer Italiens ihr Zug die alten Kinder und Frauen eingerechnet zählte vermutlich
  532. zwischen 80.000 und 100.000 Menschen aber nachdem ein vortrup in Strudeln der Straße von Messina ertrunken war kehrte der abergläubische
  533. alerich um noch in Süditalien erlag er überraschend einer Krankheit allerichs Tod und die Geschichte seines ungewöhnlichen Begräbnisses sind in die
  534. Sage eingegangen seine Krieger sollen ihn im leeren Flussbett des busento einem Flüsschen das sie kurzfristig umleiteten
  535. in der Nähe von kosenza begraben haben in dem Trockenen Grund wurde sein Leichnam mit Pferd Waffen und Schmuck bestattet das anschließend
  536. zurückgeleitete Wasser schloss sich über dem Grab alle die an der Beisetzung mitgewirkt hatten mussten in den Fluten sterben vermutlich ist die Geschichte
  537. des Begräbnisses wohl eher Dichtung als Wahrheit denn in der Trockenzeit bildet der Fluss bestenfalls ein Rinnsaal trotzdem untersuchen
  538. Archäologen bis heute das Flussbett und machen auch immer wieder Funde das Grab des alerich aber wurde wahrscheinlich von Einheimischen schon
  539. ausgeraubt als die gotten keinen Tagesmarsch davon entfernt waren allerich war knapp 40 Jahre alt geworden er gilt als ein wagemutiger wenn auch
  540. nicht überragender Feldherr 20 Jahre lang hatte er unverzagt nach einer wirtschaftlich und militärisch sicheren Heimat für sein Volk gesucht und dabei
  541. Dutzende von Schlachten geschlagen nur wenige konnte er für sich entscheiden nach allerichs Tod wurde sein Schwager ataulf König der Westgoten
  542. er heiratete in zweiter Ehe die in Rom geraubte Galla plaidia die Schwester von Kaiser Honorius die Westgoten blieben noch ein Jahr in Italien 412 zogen sie
  543. in Richtung Gallien und eroberten die Städte nachbon Bordeaux und Toulouse ihr Zickzackkurs setzte sich fort als sei dies ihre
  544. Bestimmung wurde ataulf bei einem Streit in Barcelona ermordet unter ihrem neuen König wallia kämpften die Westgoten zwei
  545. Jahre im Auftrag Roms gegen die Vandalen und allanen in Spanien bis sie schließlich nach Südwestfrankreich zurückgerufen wurden walja lieferte die
  546. Witwe galaplidia anraavenna aus und durfte im Jahr 418 in Aquitanien sein Königreich von toulous errichten nach 40 Jahren Wanderschaft seit dem Tag als sie
  547. die Donau auf der Flucht vor den Hunnen überquert hatten kamen die Westgoten endlich zur Ruhe das tolosanische Reich sollte fast
  548. 100 Jahre Bestand haben dann zerschlugen es die Franken unter Chlodwig zwei Generationen später gründeten die Westgoten im Herzen Spaniens mit Toledo
  549. als Hauptstadt ein neues Reich das bis zu dem Überfall der Araber Bestand haben sollte aus den undurchdringlichen skandinavischen Nebeln waren sie
  550. ursprünglich gekommen wanderten über Polen ans Schwarze Meer schließlich flohen sie vor den Hunnen über die Donau nach Thrakien dann zogen die Westgoten
  551. nach Italien und Gallien um ihre Wanderung durch Europa in Spanien zu beenden die von den Hunnen ausgelöste Wanderung der Völker lief auf
  552. verschiedenen Ebenen ab im Herbst 406 verdrängten Hunnen und Westgoten das Volk der Vandalen aus Schlesien und der Slowakei zunächst konnten die römischen
  553. Grenztruppen und die mit ihnen verbündeten Franken gegen sie die reheinlinie halten angeblich töteten sie 20.000 Vandalen unter ihrem Führer
  554. gdeiesel die Alanen die an der Seite der Vandalen kämpften konnten jedoch die komplette Vernichtung des vandalischen Zuges verhindern wenige Monate später
  555. brach die Grenze aber doch zusammen in der Silvesternacht 406 setzten Vandalen Sueben und Alanen bei Mainz über den zugefrorenen rein und zerstörten die
  556. gesamten römischen Grenzbefestigungen zwischen Bingen und Selz in der Beschreibung der Ereignisse durch einen Bischof tritt der
  557. apokalyptische Furor der Völkerwanderung ungeschminkt zu Tage müde erwartet alles das greisenhafte Ende der Welt und schon
  558. läuft ab die Zeit am letzten Tage sie Wiech der Tod die ganze Welt bezwungen und welch starke Völker die wurcht des Krieges zu Boden geworfen hat
  559. da lagen welche als Futter der Hunde die brennenden Häuser wurden für viele zu Scheiterhaufen die sie des Lebens beraubten in Dörfern und Häusern auf dem
  560. Land an den Straßen und in allen Gauen auf allen Wegen hier und dort herrschte Tod Schmerz Vernichtung Niederlage Brand und
  561. Trauer ganz Gallien rauchte als einziger schwelender Brandherd Vandalen Alanen und Sueben war die Invasion Galliens leichter gefallen
  562. weils tilicho die römischen Truppen zur Verteidigung Roms gegen den Westgoten allerich zurückbeordern musste und als hätte Westrom nicht schon genug mit der
  563. akuten germanengefahr zu kämpfen sollten Sie sich selbst weiter schwächen und einen ihrer fähigsten Führer nämlich sicho
  564. hinrichten die Barbaren konnten in G ind des ungehindert entlang der Römerstraßen vorstoßen Mainz Worms speierer Straßburg amen AR Lyon und nbon wurden
  565. geplündert zwei Jahre lang verheerten die Eindringlinge Gallien dann gerieten einige von ihnen im nördlichen Gallien mit den Franken aneinander nach einer
  566. strapaiösen Irrfahrt gelangten die marodre schließlich im Jahr 409 über die Pyrenäen nach
  567. Spanien im Jahre 451 befanden sich die Westgoten in
  568. Südfrankreich die Franken nördlich der Loire die allemanen in Südwestdeutschland und die Burgunden an der
  569. Ron zwei gegnerische Koalitionen schellten sich heraus zum einen die hunen mit den Germanen und sarmat und zum anderen die Römer mit ihren
  570. föderaten denn noch war Westrom nicht ganz von der Bildfläche verschwunden 451 kam es zuur entscheidenden Konfrontation zwischen
  571. diesen beiden Großmächten obwohl die daran beteiligten Parteien die Schlacht auf den katalunischen Feldern zu einem wahrhaft multikulturellen Gipfeltreffen
  572. machten die Hunnen hatten diese Schlacht gewollt auch wenn nicht alle ihre Beweggründe bekannt sind ist davon auszugehen dass Atila dasil seiner
  573. Völker in einem intensiven Beutezug nach Gallien gesehen hatte doch würden die Hunnen wieder in der Lage sein wie vor 80 Jahren über die etablierten Mächte
  574. hinwegzufegen die Antwort auf diese Frage gab der 20 August 41 an dem Atila seine Krieger so einstimmte nun bietet euren Verstand
  575. Hunnen nun eure Waffen auf wer verwundet wird vergelte es mit dem Tod eines Feindes wer noch heil sättige sich an ihrem Blut ich täusche mich nicht über
  576. den Erfolg das ist das Feld das uns so viele Siege verheißen hat ich selbst werde zuerst mein Geschoss in die Feinde schleudern wenn einer Ruhe ertragen kann
  577. während Attila kämpft ist er tot vielleicht hätte sich Attila mit etwas weniger Wut in die Schlacht auf den katalonischen Feldern gestürzt wenn
  578. ihn nicht eine Frauengeschichte zusätzlich erzürnt hätte die Schwester des römischen Kaisers Valentinian de dr honoria hatte um einer
  579. ungewollten Vernunftehe zu entgehen Attila heimlich einen Heiratsantrag übermittelt Attila war entzückt und hielt promt um die Hand honorias an
  580. Valentinian dr aber dachte gar nicht daran seine Schwester ins Brautbett des unzivilisierten hunen zu legen und lehnte
  581. ab Atila aber wollte sein Reich vergrößern wenn das nicht mit einer klugen Heirat Politik funktionierte dann eben mit Gewalt er begann mit den
  582. Vorbereitungen zu einer Invasion Galliens der Zug in den Westen begann und endete auf den katalonischen Feldern 15 Jahre zuvor hatten die hunen
  583. gemeinsam mit dem römischen Oberbefehlshaber etius bei Mainz und Worms ein schreckliches Blutbad unter den Burgundern angerichtet eine
  584. vernichtungsschlacht die zum Kern des Nibelungenliedes wurde diesmal also zogen die hundischen hererscharen Begleit von germanischen
  585. Stämmen erneut gegen Westen aber diesmal stand der erfahrene weströmische Feldherr ethus als Gegner auf der anderen
  586. Seite atilas Heer bestand aus den verschiedensten Völkerschaften wie es bei mächtigen hererkönigen der Frühzeit üblich war an seiner Seite standen
  587. Ostgoten Heruler und skiren die ihm seit langem untergeben waren Gepiden und rugia aus dem kapatenraum Markomannen von der mittleren Donau und schließlich
  588. thüringischeainbur burgundische und reheinfränkische Gruppen schon die Masse dieses anrückenden Heeres wird Gallien in Angst und Schrecken versetzt haben
  589. dennoch ist die überlieferte Zahl von einer halben Million Krieger unglaubwürdig denn ein derart riesiges Heer hätte weder geführt noch ernährt
  590. werden können die Streitkräfte unter dem Oberbefehl von Aetius gaben ein ähnlich heterogenes Bild wie die des Gegners ab
  591. der feldhar hatte alle Völker um sich geschart deren er in Gallien habhaft werden konnte die eher kleine Schar römischer Truppen
  592. war während ihres eiligen anmarsches von germanischen Truppen verstärkt worden hinzugestoßen waren Franken Sachsen Sarmaten Bretonen einige alanenstämme
  593. die als einstige Untertanen der Hunnen am meisten zu fürchten hatten und als wichtigste die Westgoten um deren Gunst sich Aetius deshalb auch sehr bemühte
  594. König theodorit begründete seine Entscheidung zum kampfesbeitritt an die römischen Gesandten v folgendermaßen ihr habt euren Wunsch
  595. Römer ihr habt Atila auch uns zum Feind gemacht wir werden ezius folgen wohin er uns ruft und wenn Atila auch hochmütig ist wegen seiner Siege über viele Völker
  596. so verstehen die Goten auch mit hochmütigen zu kämpfen keinen Krieg möchte ich zu gefährlich nennen außer wo die Sache keine gute ist keine Gefahr
  597. kann uns Schrecken wenn ihr bestehen ist und so zogen König theodorit und seine Söhne torismund und Theoderich also zum Kampfe in die sommerliche
  598. Champagne darüber hinaus wurde das weströmische Bündnis von den in Gallien angesiedelten Burgunden unterstützt die mit den Hunnen noch eine Rechnung offen
  599. hatten das hatten übrigens auch die Westgoten die 376 von den Hunnen aus ihrer Heimat am Schwarzen Meer vertrieben und zu einer langen
  600. Wanderschaft gezwungen worden waren auf den katalunischen Feldern kämpften also nicht nur Römer gegen Hunnen sondern Ostgoten gegen Westgoten
  601. Franken vom niederin gegen Franken vom mittelrein und so weiter und so fort die stammesverwandtschaft hinderte die Germanen nicht daran sich gegenseitig
  602. bis aufs Blut zu bekämpfen gefolgschaftliche Treue war stärker als die Treue zum Stamm zum Blut die katalonischen Felder in der
  603. Nähe von troa an der Mahn gelegen setzten dem Mythos der Unbesiegbarkeit der Hunnen nach 80 Jahren ein Ende ihre unbändige Angriffslust und Schnelligkeit
  604. ihr kompromissloses kämpfertum und ihre wendige Reiterei hatten entweder ihren barbarischen Schrecken oder ihre spezifische Wirkungskraft
  605. verloren die Kämpfe begannen um 3 Uhr nachmittags und zogen sich bis in die Nacht hinein Attila nahm den Platz in der Mitte seines Heeres ein an den
  606. Seiten formierten sich die Verbündeten das Gelände war weiträumig und unübersichtlich sass sich die zwei feindlichen Blöcke schließlich in viele
  607. einzelgefechte aufsplitterten der mit großem Elan in den Kampf gezogene theodorit fiel dennoch gelang es Attila nicht die
  608. Oberhand zu gewinnen er gab die Schlacht verloren und zog sich in ein befestigtes Lager zurück in dem hölzerne Sättel aufgetürmt
  609. waren mit diesem Haufen wollte er sich selbst in Brand stecken für den Fall dass er in die Hände des Gegners fiel der Historiker jordanis hat die
  610. entscheidenden Augenblicke anschaulich festgehalten es kam zum Handgemenge ein schrecklicher Kampf ein gewaltiger vielförmiger mit
  611. Hartnäckigkeit geführt von dessengleichen nirgends im Altertum berichtet wird wo derartige Taten erzählt werden sodass der der dieses
  612. Wunders Anblick genoss nichts großartigeres in seinem Leben hätte sehen können denn wenn man den Erzählungen der älteren Leute glauben
  613. darf das Bächlein das in niederen Ufern an der erwähnten Ebene vorbei schwoll von dem reichlichen Blut der Wunden der Getöteten an und wuchs nicht
  614. wie sonst durch Regengüsse sondern wurdeolge derungewohnten Flüssigkeit durch das blutesfluss ein reißender gbach und die welcheort eine Verwundung
  615. den brennenden Durst zu stillen Nöte schlftten das Nass mit Blut vermischt so tranken sie durch ein klägliches schickal umstrickt das Blut
  616. sie aus ihrerunde vergossen da wurde auch der König theodorit während er ermutigend sein her durcheilte vom Pferde gerissen und von
  617. den Füßen der seinigen zertreten endete er in frühem Alter andere dagegen behaupteten er sei vom Geschoss des andagis auf der Seite
  618. der Ostgoten die damals atilas Fahnen folgten gefallen zweifellos haben die starken Verbände der Westgoten das Zünglein an
  619. der Waage gespielt und die Schlacht zuugunsten westrums entschieden auf einen vollständigen Sieg über die Hunnen sowie auf eine Verfolgung atilas der
  620. über den Rhein geflohen war verzichtete ethus es war ihm wohl wichtiger die Lage in Gallien zu beruhigen und torismund den Sohn des gefallenen theoderit zu
  621. einer raschen Rückehr nach touulus zu überreden bevor dort ein anderer sich des Thrones bemächtigte die Katalaunischen Felder
  622. waren der Schauplatz des letzten Sieges des römischen Heeres die blutige Schlacht deutete aber auch das Ende der hunnenherrschaft sie hatte gezeigt dass
  623. nicht mehr die Römer sondern die Barbaren die stärkste Macht des Westens waren atilas Traum von der in Besitznahme des
  624. dahinsiechenden weströmischen Reiches hatte sich endgültig in Luft aufgelöst dennoch setzte er 452 noch einmal zu einem Feldzug nach Italien an und
  625. verwüstete die Städte Aquilea Mailand und Padua Hungersnöte Seuchen und Nachschubprobleme zwangen ihn jedoch zum Rückzug einige Bewohner des Nordostens
  626. Italiens versuchten sich zu schützen indem sie sich in die Lagunen der nördlichen Adria zurückzogen daraus entstand der Legende
  627. zufolge das heutige Venedig von Westrom mussten die in die Defensive gedrängten Hunnen ein Friedensangebot annehmen auch von ostrum
  628. ging jetzt eine akute Bedrohung für ihr Reich aus also versuchte Atila unter den Germanen neue Freunde zu gewinnen und heiratete vermutlich aus diesem Grund 4
  629. eine junge germanische Fürstentochter namens Ildiko zu diesem zeitunkt hatte Atila schon zahlreiche Kinder gezeugt und war
  630. Herr über einen groen eindrckvollen Haaren und daereignete sich das Unfassbare Atila der grße Herrscher der gefürchtetsteer kämpfererstickte in der
  631. Hochzeitsnacht an einem Blutsturz ein wahrlich klägliches in den Augen der Chronisten er verschied im Ehebett und nicht rvoll auf dem schlacheld die
  632. Hunnen hüllten den Leichnam in seidene Tücher und legten ihn in drei ineinander verschachtelte Särge die aus Gold Silber und Eisen bestanden ihm wurden erbeutete
  633. Waffen Pferdegeschirr mit Edelsteinen und seine Ehrenzeichen mit ins Grab gegeben das bis heute nicht entdeckt wurde alle seine Bestatter wurden
  634. getötet Sowi es auch nach alarichs Beisetzung geschehen war westlich der mittleren Donau am Fluss nedao kam es ein gutes später noch
  635. einmal zu einer Schlacht zwischen den hunen und den Germanen doch die steppenkrieger wurden besiegt unter atilas Erben verfiel das Reich das wilde
  636. Reitervolk das fast drei Generationen lang Europa und seinen Grundfesten erschüttert hatte verschwand genaauo schnell und gespenstisch von der Bühne
  637. des Weltgeschehens wie es sie betreten hatte diejenigen die an der Donau blieben vermischten sich mit ihren alten Verbündeten oder Nachbarn den gotten und
  638. Bulgaren oder traten dem römischen her bei der Rest wandte sich nach Asien und nahm in den eurasischen Städten die
  639. nomadische Lebensweise wieder auf einen noch schlimmeren Ruf als die hunen genießen bis heute die
  640. Vandalen dabei waren sie gewiss nicht brutaler als die anderen germanischen Volksstämme sie hatten einen besonderen Weg eingeschlagen und waren bis nach
  641. Afrika gewandert ihnen gelang das woran die Westgoten gescheitert waren einige brutale Beutezüge die sie später von Afrika aus in Italien und in der
  642. Hauptstadt am Tiber unternahmen sorgten dafür dass sie als zerstörungswütige abgestempelt wurden vermutlich stammden die Vandalen
  643. aus jüdland und waren Nachbarn der Kimbern und Teutonen um her müssen sie südwestlich der gutonen an der Oder beheimatet gewesen sein und einen früher
  644. kältisch dominierten völkerverband germanisiert haben sie teilten sich in zwei Stämme die silingen die Schlesien den Namen gaben und die hasdingen die
  645. langhaarigen die im dritten Jahrhundert an der oberen tais und im heutigen sieben Bürgen nachzuweisen sind als der Druck der Hunnen unerträglich wurde
  646. waren auch Sie bereit die Heimat zu verlassen die völkerlawine aus Vandalen allanen zweben und Markomannen überquerte im Jahr 406 den Rhein
  647. zwischen Mainz und Worms und zog mordend und plündernd durch Gallien im Herbst 409 drang der Stammesverband in Spanien ein dort
  648. stießen sie kaum auf Gegenwehr die schweben etablierten sich schließlich im westlichen Galizien wo sie bis zum Ende des sech jahrhunderts ein eigenes Reich
  649. besaßen die Vandalen und Alanen blieben im Herzen der Halbinsel wo ihr angenehmes Leben und ihre ständige Gier nach Beute durch die Westgoten in
  650. römischen Diensten heftig gestört wurden als in den Kämpfen gegen sie der König der silingen und der König der allanen felen verzichteten die beiden Völker auf
  651. ihre Selbständigkeit und schlossen sich den hassdingen an seither bildeten die Vandalen eine Einheit obwohl sich noch die afrikanischen Herrscher Könige der
  652. Vandalen und Alanen nannten 422 wanderte der neue großstamm nach Südspanien wo er fruchtbares kaum
  653. verteidigtes Land vor fand und wo noch heute der Name Andalusiens an die Zeit ihres Aufenthaltes erinnert
  654. wandalenland heißt auf Arabisch alandalus sie eroberten Sevilla und die Küstenstädte darunter den strategisch günstig gelegenen Hafen und
  655. Flottenstützpunkt katachena mit einem sicheren Gespür für die sich bietenden Möglichkeiten passten sich die Vandalen schnell an die neuen
  656. geographischen Bedingungen an tollkühne Reiter die sie vorher waren wurden sie sie bin in kurzer Zeit zu den gefürchtetsten Piraten der Gegend
  657. allerdings bestand die vandalische Flotte hauptsächlich aus requirierten römischen Transportschiffen die Landungstruppen am Bestimmungsort
  658. auszuschiffen hatten dann richteten die Vandalen ihren Blick auf den gegenüberliegenden Kontinent Afrika mit seinen reichen fruchtbaren Böden und
  659. legendären schätzen war genau das richtige für die kühnen Barbaren [Musik]
  660. wer führte in dieser Zeit der Umorientierung die Vandalen im Jahr 429 als sie schließlich das Mittelmeer in Richtung Nordafrika
  661. überquerten herrschte über sie seit etwa 7 Jahren einer der mächtigsten und fähigsten Könige den die Germanen jemals hervorgebracht hatten König Geiserich er
  662. war skrupellos und strahlte große Autorität aus er war ein glänzender Feldherr und ein ebenso geschickter Stratege und Diplomat der Historiker
  663. Jordanes beschrieb ihn folgendermaßen von mittlerer Statur infolge eines Sturzes vom Rosse hinkend tiefen Geistes schweigsam Verächter des wohlbens rasend
  664. im Zorn habgierig weitblickend wenn es darum geht die Völker aufzuwiegeln und von größter Verschlagenheit den Samen des Streites zu sähen und Hass zu
  665. erzeugen im Mai 429 im Alter von 40 Jahren schickte sich Geiserich an sein Volk nach Afrika zu führen von einer solchen
  666. Überfahrt hatten rund 15 Jahre vor ihm schon die Westgoten geträumt zuerst alerich nach der Eroberung Roms bis ein schwerer Sturm seine Schiffe zerstörte
  667. und dann wallia der ebenfalls ohnmächtig vor der Straße von Gibraltar stand die Vandalen hingegen hatten sich auf die schwierige Operation lange und
  668. intensiv vorbereitet die Überfahrt hatten sie oft geprobt den zur Verfügung stehenden Schiffsraum genau vermessen außerdem konnten sie als
  669. Piraten auf seemännische Erfahrung zurückgreifen es war eine logistische Meisterleistung Männer Frauen Kinder und Sklaven versammelten sich bei Tarifa dem
  670. einzigen Ort an der Straße von Gibraltar dessen Ufer nicht steil abfielen in 80 000 schaften überquerten sie auf kleinen Schiffen die Meerenge
  671. und gingen in Tanga an Land sie stießen auf keinen nennenswerten Widerstand die Vandalen traten nun den langen Zug nach Osten an in einem Jahr
  672. legten sie von ihren Schiffen parallel vor der Küste begleitet über 1200 km zurück erst bei hipporegius dem Bischofssitz des heiligen Augustinus
  673. stellte sich der Römer bonifaius mit seinen Legionären den Vandalen in den Weg man verdächtigte ihn die Feinde gerufen zu haben um sich in Ravenna
  674. Geltung zu verschaffen der Römer unterlag aber in der Schlacht und musste sich in der Stadt des von ihm verehrten Bischofs
  675. verschanzen Augustinus erlebte noch den Beginn der über ein Jahr dauernden Belagerung hippus auch als 431 Konstantinopel das
  676. wie Italien auf Getreidelieferungen aus Afrika angewiesen war ein her sandte und Bonifatius mit den Waffenbrüdern aus Byzanz eine Schlacht wagte hieß der
  677. Sieger Geiserich es dauerte noch drei Jahre bis man in Ravenna zu der Einsicht gelangte dass die Vandalen nicht mehr aus Afrika
  678. zu vertreiben waren 435 Schloss daher Valentinian II mit Geiserich einen Vertrag er überließ den Vandalen Teile der Provinzen Afrika
  679. pronsularis Numidia und Mauretania ctifensis zum Bewohnen also nicht als Besitz die Römer hatten gehofft Geiserich auf diese Weise
  680. zufriedenzustellen ein verhängnisvoller Irrtum im Jahr 439 überfiel der vandalenkönig überrasch katago die Stadt wurde geplündert viele reiche Römer
  681. gefangen genommen und der gesamte Kirchenbesitz konfisziert und arianisiert nun waren die Vandalen am Ziel ihrer Träume angelangt sie besaßen
  682. einen Stützpunkt der ihnen glänzende Voraussetzungen zu weiteren Beutezügen bot und eine dauerhafte Bedrohung für Rom
  683. darstellte als die neuen Herren von Kartago waren sie ein ernstzunehmender kontrah Roms geworden im Jahr 442 wurden die veränderten
  684. Machtverhältnisse in einem neuen Vertrag zwischen Geiserich und Valentinian dem dritten festgehalten das römische Afrika wurde aufgeteilt die Vandalen erhielten
  685. mit dem Großteil numidiens und den beiden Reichen Provinzen Afrika pronsularis und byzarzena den Löwenanteil in diesen Gebieten lag die
  686. Kornkammer Afrikas die einen beträchtlichen getreideüberschuss erzielte und damit mit den Reichtum der Provinzen begründete die günstige Lage
  687. am Meer und seine Handelswege in drei Himmelsrichtungen waren weitere Vorteile des von den Vandalen eroberten Landes Hauptstadt war Cartago das damals noch
  688. weit über 100.000 Einwohner zählte und das viele Zeitgenossen für schöner hielten als Konstantinopel die Vandalen hatten den Garten Eden
  689. erobert König Geiserich blieb sich auch nach der Besetzung kartagos treu und handelte zielorientiert er ließ seine Flotte
  690. vergrößern fiel 440 mit einem Heer in Sizilien ein plünderte die Insel und bedrohte Italien wieder wich die Regierung in Ravenna vor dem Barbaren
  691. zurück und kaufte ihn mit einem Vertrag zu neuen Bedingungen die Verbitterung im Kaiserhof war groß die fortgesetzte Verfolgung der Katholiken in Afrika dazu
  692. die Enteignungen der adligen Großgrundbesitzer von denen viele versklavt wurden zeigten ganz deutlich die Machtlosigkeit
  693. Westroms doch Geiserich dachte gar nicht daran sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben spätestens 450 ganz geklärt ist das nicht zogen die Vandalen wieder los
  694. und plünderten die Städte kapua und Neapel 455 ankerte geiserichs Kriegsflotte an der tibermündung vor
  695. Rom viele Römer erinnerten sich noch an die verwüst der letzten Belagerung durch allerich 410 wieder brach Panik aus die römische Aristokratie verließ
  696. fluchtartig die Stadt auch Kaiser Petronius Maximus der in Rom zu valentinians Nachfolger ausgerufen worden war wollte sich noch rechtzeitig
  697. aus dem Staub machen aber ein Steinhagel der erbosten Bewohner beendete das Leben dieses unwürdigen Herrschers am 2 juni
  698. 455 marschierten die Vandalen in Rom ein der Bitte des Papstes Leo i Rom ohne Feuer und Schwert zu erobern entsprach Geiserich aber seine Mannen schleppten
  699. zwei Wochen lang alles was nicht niet und nagelfest war und Wert hatte auf ihre Schiffe sie plünderten den Kaiserpalast und den Jupitertempel mit
  700. seinen vergoldeten bronzeziegeln und nahmen die Kaiserin und ihre beiden Töchter mit die eine namens eudoia sollte geiserichs Sohn hunnerich Heirat
  701. hat en sowie einige Senatoren Handwerker und weitere römische Verwaltungsbeamte sie hatten nicht nur hochprofessionell geplündert sondern
  702. auch ohne es zu wissen etwas zweifelhaftes für die Ewigkeit hinterlassen den Begriff des Vandalismus im Jahr
  703. 474 einigten sich Geiserich und der oströmische Kaiser Leo auf ein ewiges Bündnis zwei Jahre später wurde ein ähnliches Abkommen mit Westrom
  704. geschlossen Geiserich starb am 24 Januar 477 im Alter von fast 90 Jahren das Königreich der Vandalen stand zu diesem Zeitpunkt im Zenit seiner Macht und
  705. schien eine große Zukunft vor sich zu haben auch der byzantinischen Kriegsflotte war es nicht gelungen die Vandalen zu besiegen sie war vor Kartago
  706. ankannt in Flammen aufgegangen fast 50 Jahre hatte der große herkönig Geiserich das Schicksal seines Volkes gelenkt seine aggressive
  707. Politik war sogar von den Feinden mit Friedensverträgen belohnt worden auf dem Sterbebett verfügte er das sogenannte senioratsrecht welches besagte dass in
  708. den folgenden Generationen jeweils der älteste angehörige seiner direkten Nachkommenschaft die Nachfolge antreten solle damit kamen nicht selten alte
  709. eigensinnige Herren zum Zug dennoch sollte das vandalenreich seinen Gründer immerhin um 57 Jahre überleben nach geiserichs Tod bestieg
  710. sein ältester Sohn hunerich den Thron ein besonders grausamer Herrscher der die Kirche unterdrückte indem er die kaiserlichen heretikersätze gegen die
  711. Katholiken anwandte tausende wurden in die Wüste oder nach Übersee verbandt Bischöfe gefoltert und getötet Kirchen
  712. geschlossen und zerstört hunerichs Nachfolger trasamund konnte den von seinem Bruder angerichteten Schaden nicht mehr wier gut machen
  713. trotz seiner umsichtigen Regierung wurde die allgemeine Lage für die Vandalen instabiler die Ostgoten in Italien sagten sich von ihnen los und ostrum tat
  714. alles um Afrika zurückzugewinnen auch die afrikanischen Mauren ließen sich nicht mehr so leicht mit der Aussicht auf Beute beruhigen der
  715. letzte vandalische König gelimer beging einen katastrophalen Fehler als er den oströmischen Kaiser Justinian den ersten unnötig
  716. herausforderte die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten im Sommer 533 segelten unter der Führung des Feldherren Belisar 10 000 Fußsoldaten
  717. und 5000 Reiter aus Byzanz gegen das vandalenreich im Dezember 533 kam es etwa 30 km von katago entfernt zur entscheidenden Schlacht ohne ernsthafte
  718. Gegenwehr gelima floh plötzlich mit einer kleinen Truppe von Getreuen nach hipporegius und überließ seine Soldaten ihrem Schicksal stürzte das
  719. vandalenreich wie ein Karten in sich zusammen dem Verhungern nahe ergab sich gelimer ein Jahr nach seiner Flucht und wurde als Gefangener mit dem königlichen
  720. Schatz nach Byzanz transportiert dort soll er um drei Dinge gebeten haben ein Stück Brot um seinen Hunger zu stillen einen Schwamm um seine
  721. Tränen zu trocknen und eine Leier um sein Elend zu besingen die übrig gebliebenen vandalischen Krieger wurden Soldaten des
  722. Kaisers von Byzanz das afrikanische Reich der Vandalen war für immer untergegangen in Afrika deutet heute nichts mehr auf
  723. ihre Herrschaft hin die alleemannen Waren aus verschiedenen vorwiegend zwebischen Gruppen hervorgegangen und rasch als
  724. aggressiv Verband kriegerischer Völkerschaften aufgetreten sie fielen eher durch ihre Beweglichkeit und Unabhängigkeit ihrer einzelnen Gruppen
  725. auf als durch einen erkennbar gemeinsamen Willen zur vorausplanenden Landnahme oder gar mit dem Ziel ein Reich zu gründen kurz vor Beginn der
  726. eigentlichen vökerwanderung waren die Allemannen von den Römern unter Kaiser Valentinian und danach unter dessen Sohn Gratian in Gallien besiegt und in den
  727. südwestdeutschen Raum zurückgedrängt worden dann liefen Ihnen die Wormser Burgunden am Rhein den Rang ab nachdem diese aber ins heutige savoen abgezogen
  728. waren begann Mitte des 5 jahrhunderts die große Zeit der allemania ein allemannenkönig nah ein und bedrohte
  729. ufernorikum das heutige Donau Österreich eine zeitgenössische kartographische Momentaufnahme nennt zahlreiche heute tief in Frankreich
  730. liegende Städte als Teil der Alemania bei Köln wurde ein Frankenkönig von den Allemannen besiegt schließlich kam es um
  731. 497 und in den folgenden Jahren zu Ereignissen die darüber entschieden dass Frankreich heute nicht allemanje heißt es war die Entscheidungsschlacht
  732. zwischen Franken und Allemannen um die Herrschaft in Gallien die allemanisch-fränkischen Gegensätze
  733. entluden sich in einer Reihe von Schlachten die die Historiker zusammenfassend die Schlacht von Zülpich nennen mitten in dieser Schlacht schwor
  734. der von den Allemannen bedrängte Frankenkönig klodwich sich zum Katholizismus zu bekehren wenn ihm der Sieg Zufalle die dieser Schwur wird ihm
  735. nicht schwer gefallen sein denn auf die Taufe vorbereitet hatte ihn gewiss se eine Gemahlin krodechilde eine eifrige Katholikin die Allemannen wurden vom
  736. fränkischen König geschlagen und gerieten unter seine Herrschaft spätestens im Jahr 537 wurde die Alemania fränkische
  737. Provinz es entwickelte sich eine von den fränkischen Königen zwar kontrollierte allemannische Adelsschicht deren zunehm der Einfluss aber durch den Karolinger
  738. Karl Martell im Jahr 746 im Blutgericht zu kannstadt endgültig gebrochen [Musik]
  739. wurde anders als die Allemannen die von einer Vielzahl von herkönigen geführt wurden Schaten sich die Burgunder um einen König zum ersten Mal wurden die
  740. burgundiones in der Naturgeschichte von Plinius dem Älteren im im ersten Jahrhundert erwähnt der sie gemeinsam mit den Goten nennt und für eine
  741. Untergruppe der Vandalen hält jedenfalls dürfte sie für eine der Ostseeinseln namensgebend gewesen sein im Mittelalter hieß Bornholm noch
  742. burgunderholm im späten dritten Jahrhundert beteiligten sich burgundische Kriege an den Überfällen auf die römischen Provinzen an der
  743. unteren Donau einige von ihnen siedelten sich in der Folge im Main Necker Gebiet an und machten sich dort die alleemannen zum Gegner die Mehrheit allerdings blieb
  744. in ostgermanien im vierten Jahrhundert erstarkte die Position der Burgunden im Rhein neckergebiet unter König gundahar
  745. gründeten sie 413 ein Reich am mittelrein dessen Schwerpunkte die Städte Worms Straßburg und Speier waren sie wurden vom römischen Kaiser Honorius
  746. anerkannt 413 Verbündeten sie sich mit dem gallischen usopator jovinus und griffen erfolgreich Gallien an so konnten sie ihr sgebiet ausdehnen 435
  747. versuchte gundaha sich mit seinem Volk in der gallischen Provinz belgika auszubreiten wurde aber vom weströmischen herführer etius gestoppt
  748. ein Jahr später heuerte etius eine hundische Streitmacht an um die expansionsfreudigen Burgunden ein für alle Mal zu bremsen dieser Schachzug
  749. geriet für die Burgunden zur Katastrophe ihr her von 20 000 Mann wurde von den Hunden angegriffen umzingelt und ausgelöscht dieses grausame Schlachten
  750. ging in die Geschichte ein verewigt im Nibelungenlied 443 wurden die zahlenmäßig immer noch recht starken Burgunden schätzungsweise
  751. zwischen 10.000 und 25 000 Menschen von etius als römische föderaten in Savoyen untergebracht im Gebiet südlich des Genfer Sees bis nordwärts nach
  752. losusann als Gegenleistung mussten sie die Alpenpässe bewachen die Burgunden waren fortan treue Verbündete der Römer 451 standen sie in der
  753. Völkerschlacht auf den katalunischen Feldern auf römischer Seite gemeinsam mit Westgoten und Franken unter Führung delben ethus der 16 Jahre zuvor der
  754. drzieher des hunnischen Gemetzels an ihrem Volk gewesen war 456 kämpften sie im Auftrag Roms mit den
  755. Westgoten gegen die Sueben in Spanien später besetzten sie einen großen Teil zentral Galliens Eckpunkte waren die Provence im Süden der
  756. Genfersee im Osten und die saon im West und Norden in Lyon und Genf residierten König und
  757. unterkönig die Burgunden übernahmen die romanische Sprache der einheimischen unter ihren Königen chilprich dem i und Gundobad standen sie im letzten Viertel
  758. des fünften Jahrhunderts auf dem Höhepunkt ihrer Macht und waren nach den Franken und Westgoten das mächtigste Volk des heutigen
  759. Frankreichs die unaufhaltsame Ausdehnung der Franken machte allerdings auch vor den Burgunden nicht Halt im Jahr 532 schließlich war es soweit die Burgunden
  760. mussten sich nach der Schlacht bei oin den Franken geschlagen geben als das niebelungenlied um 1200 von einem Unbekannten Dichter in
  761. Österreich an der Donau aufgeschrieben wurde lag die Herrschaft des Königs der Burgunden schon etwa 700 Jahre
  762. zurück während sich das weströmische Reich nach dem Tod valentinians des Dr 455 immer weiter auflöste gelang es dem Oströmischen Reich größere
  763. Gebietsverluste zu vermeiden die honengefahr war mittlerweile gebannt und unter den germanischen Stämmen fühlte sich keiner stark genug um eine
  764. dauerhafte Herrschaft zu konstituieren die Ostgoten die sich in Pannonien als föderaten niederließen hatten immer wieder gegen Nachbarstämme beiderseits
  765. der Donau zu kämpfen und verließen 473 das Land um sich auf der Balkanhalbinsel anzusiedeln aber auch hier gelang es ihnen nicht dauerhaft Fuß zu fassen ein
  766. Aufschrei der zivilisierten Welt blieb aus als im Jahre 476 nach nur 10 Monaten Herrschaft der letzte Kaiser des weströmischen Reichs
  767. der Minderjährige Romulus augustulus seines Amtes enthoben wurde der Germane oduaka vom Stamm des kiren der sich dieser Angelegenheit persönlich
  768. angenommen hatte teilte dem oströmischen Kaiser Zenon lediglich mit dass der Thron nicht mehr besetzt werden müsse im weströmischen Reich bedürfe es keines
  769. Kaisers mehr von nun an werde er odoaka sich um Rom kümmern der Germane hielt es nicht einmal für nötig den Marionetten Kaiser am Morden zu lassen so gering war
  770. die Gefahr die von ihm ausging odoake schickte die insignen des letzten weströmischen Kaisers nach Konstantinopel damit war für ihn die
  771. Sache erledigt nach über 12 Jahren war das große Imperium Romanum nun am Ende angelangt das Eindringen der Barbaren in
  772. die Strukturen des zerfallenen Römischen Reiches und das Entstehen germanischer Nachfolgestaaten kennzeichnete die Schnittstelle zwischen Spätantike und
  773. Mittelalter zwischen mediterraner Kultur und nordischer Dominanz auch wenn immer wieder diese Epoche als finster bezeichnet wird so erhebt sich
  774. aus dem barbarischen Dunkel der ersten fünf Jahrhunderte nach der zeitenwinde einsam ein ostgotischer König der 48990 ins Stammland des ehemaligen
  775. Imperium Romanum einzog um dort in Italien ein glanzvolles Königreich zu gründen Theoderich der große er ist die wohl bedeutendste Gestalt der
  776. Völkerwanderungszeit Theoderich bewunderte die römische Kultur und Zivilisation er ließ alte Bauwerke restaurieren und neue errichten kurbelte
  777. die Wirtschaft und Verkehrsplanung wieder an stabilisierte Bürokratie und Finanzverwaltung sorgte für rauschende Feste und tat sich zudem mit einer
  778. internationalen Bündnis und Friedenspolitik hervor die vor allem dem Schutz Italiens diente bis auf den Umstand dass eine
  779. politische Karriere mit einem kaltblütigen Mord begann und mit justizmorden endete ist sein Steckbrief als Herrscher über ein Reich von Goten
  780. und italern markellos und von herausragender historischer Bedeutung unter Theoderich erlebte Italien nach dem katastrophalen fünft
  781. jahrhundert eine kulturelle Nachblüte so rühmte der oströmische Geschichtsschreiber prokopius den ostgotenkönig
  782. folgendermaßen seine gewaltige Hand sorgte für Gerechtigkeit ein starker Schirm für Recht und Gesetz seine Weisheit und Tapferkeit waren weit um
  783. gefürchtet und geehrt die Goten und die italer liebten und verehrten ihn ohne Unterschied wie aber waren die Ostgoten
  784. nach Italien gekommen und welches Schicksal stand ihnen unter ihrem legendären König bevor noch in der hunnenzeit im Jahr
  785. 451 wurde Theoderich als Sohn des Königs theodemir aus dem Geschlecht der amaler geboren der hochbegabte junge verbrachte 10 Jahre als Geisel und Bürge für den
  786. föderaten Vertrag am kaiserlichen Hof von Byzanz 471 kehrte er zu seinem Stamm zurück und trat die Nachfolge eines Onkels an er
  787. bestieg den königstron einer untersippe kaum in seiner Heimat zurück zog er siegreich gegen die Sarmaten und verlegte in den nächsten zehn sehr
  788. erfolgreichen Jahren das kleine Reich seiner Ostgoten in das strategisch günstige Mösien nah an Konstantinopel gelegen unterwegs starb sein Vater
  789. worauf Theoderich der alleinige König der Ostgoten wurde der junge Herrscher zog plündernd durch den Balkan ohne den rechten Platz für sich und sein Volk zu
  790. finden darum bat er Kaiser Zenon gegen den skiren odoaka ziehen zu dürfen um ein eigenes Königreich in Italien zu errichten Zenon war nicht nur
  791. einverstanden er war hoch zufrieden über diesen Vorschlag er hatte Theoderich in zwischen zum Adoptivsohn und Konsul Ostroms ernannt Zenon und Theoderich
  792. schlossen einen Vertrag wonach letzterer nach der Besiegung odoakas für seine Mühen an der Stelle des Kaisers bis dieser dorthink kommme herrschen solle
  793. damit schlug Z und Z Fliegen mit einer Klappe er war die unruhigen Ostgoten vorerst los und konnte den unheimlichen Odoaker niederhalten ohne irgendetwas zu
  794. riskieren die nun folgende Invasion der Ostgoten glich mehr einer vökerwanderung als einem Heereszug etwa 100.000 Menschen waren nach Italien unterwegs
  795. davon 20.000 Krieger im Gebiet der Gepiden deren Sperrriegel er durchbrach überwinterte er und stieß im August 489 am isonzu auf die Verteidigungslinie
  796. odoakas in den folgenden Kämpfen zwischen dem 38jährigen Theoderich und dem fast 60jährigen odoak behielt der Ostgote die
  797. Oberhand nach der Schlacht bei Verona wurde der siegreiche Theoderich in der germanischen sage zu Dietrich von Bern nach dem Mittelhochdeutschen Namen Berne
  798. für Verona nacheinander traten Städte bis nach Süditalien unter ihnen Rom und Mailand auf the oderechs Seite die
  799. Westgoten und Burgunden unterstützten ihn ebenfalls 490 verlor Odo schließlich an der ADD eine weitere Schlacht und musste sich nach Ravenna zurückziehen
  800. dort belagerte ihn Theoderich zinhalb Jahre lang es war theodrichs sagenhafte rabenschlacht der Ravennas
  801. mittelhochdeutsche Bezeichnung rabene den Namen gab dann vermittelte Bischof Johannes von Ravenna 493 einen Frieden der vorsah dass odoaka und Theoderich
  802. Italien gemeinsam regieren sollten Theoderich war allerdings nicht nach Teilen Z Mute 10 Tage nach dieser Vereinbarung beseitigte er bei einem
  803. gemeinsamen festmah seinen Vertragspartner eigenhändig mit einem Kurzschwert während zwei seiner Komplizen odoaka
  804. festhielten legendär geworden sind die Worte die Theoderich ausstieß als er den Leib des nebenbohers durchbohrte nicht mal Knochen im Leibe scheint der Schuft
  805. zu haben odoaka wurde ein christliches Begräbnis verweigert seine Mitstreiter hingerichtet seine Frau dem Hungertod überlassen nur die Wohlhabenden Adligen
  806. Anhänger blieben verschont wie auch der Senat um sich Ostrom nicht unnötig zum Feind zu machen 493 war Theoderich der unangefochtene
  807. König über Italien 497 wurde er vom oströmischen Kaiser Anastasius dem Nachfolger des Zenon als Herrscher
  808. anerkannt Theoderich brachte Italien eine 30jährige Friedenszeit und verdiente sich den Beinamen der große völlig zurecht das ostgotische Volk das
  809. aus mehr als zehn Völkern bestand wurde vorwiegend im Norden und Osten des Landes angesiegelt in der Hauptstadt Ravenna
  810. hinterließen die Germanen ihre Spuren wie in keiner anderen Stadt Europas Theoderichs Devise war römisches zu erneuern und gotisches zu bauen die
  811. ostgotischen Baudenkmäler Symbol en die Synthese dieser beiden Elemente es entstanden der Kaiserpalast die Hofkirche Santa polinare die Kirche San
  812. Vitale und vor der Stadt das eindrucksvollste architekturzeugnis jener Zeit das berühmte Grabmal Theoderichs der zehneckige Zentralbau
  813. ist überwölbt von einer steinernen Kuppel der SAG des Königs befand sich im Obergeschoss abgeschlossen von jenem riesigen steinernen monoliten der an
  814. alte germanische hühnengräber erinnert nach seiner Machtübernahme änderte Theoderich an der bisherigen Zivilverwaltung nichts da die Städte
  815. inzwischen weitgehend katholisch geworden waren bemühte sich der arianische König nachdrücklich um Toleranz das Nebeneinander von Goten und
  816. Römern sollte nicht durch religiösen Streit belastet werden die oderichs Friedenspolitik zog hochstehende Angehörige des römischen Adels an seinen
  817. Hof wo sie ihm wertvolle Dienste leisteten es ist bemerkenswert dass sich der germanische herrcher in der Tradition der römischen Kaiser sah und
  818. ihm dies anscheinend niemand verübelte feiern und Spiele fanden mit kaiserlich prkstatt statuenurden ihm zu Ehren errichtet und manchmal nannten ihn
  819. seine untanen gar Augustus im Jahr 500 stattete er Rom einen großartig inszeniertenuch ab er pilgerte zum Petrusgrab veranstaltete
  820. zirkusspiele gab getreidespenden und ließ dieadtmauern und den kaiserpalastaurieren Theoderich war sowohl beim Volk als auch bei der
  821. römischen Oberschicht beliebt auch wenn ein Hauch von besatzermentalität in Ravenna durchaus spürbar gewesen sein muss außerdem standen die
  822. unterschiedlichen Glaubensrichtungen einer perfekten Harmonie der beiden Völker im Wege die Ostgoten waren Arianer die
  823. römerkatholiken der König gewährte Religionsfreiheit und war um ein friedliches Nebeneinander um Integration und Zusammenhalt der einzelnen Völker
  824. bemüht dazu gehörte auch eine durchdachte Heiratspolitik da ihm an einer guten Beziehung zu dem aufsteigenden
  825. Merowinger chlotwig gelegen war vermähte er sich 493 mit dessen Schwester Aude fleda seine Schwester Amala Frieda wurde mit dem vandalenkönig trasamund
  826. verheiratet Theoderich der zwei Töchter aus einer früheren Ehe hatte gab wenig später die eine dem Westgoten König alerich dem zweiten zur Frau die andere
  827. dem burgundischen Kronprinzen Siegesmund sein Nichte Amala Berger ehelichte Hermina Fried den König der Thüringer der ostgotenherrscher sah sich
  828. bereits als Haupt einer verzweigten Familie germanischer Könige doch seine Hoffnung die Ehebündnisse würden auch politische Reibungen zwischen den
  829. Schwägern verhindern erfüllte sich [Musik]
  830. nicht [Musik] [Applaus]
  831. Chlodwig der mit etwa 16 Jahren seinem Vater schilderig nachgefolgt war ließ sich nicht davon abhalten seine Macht in Gallien energisch zu erweitern im Jahre
  832. 507 griff er ungeachtet der verwandtschaftlichen Verbindungen das Königreich der estgoten an Theoderichs Schwiegersohn Alarich i Z fiel im Kampf
  833. gegen Theoderichs Schwager Chlodwig die Mittelmeerküste westlich der rone blieb westgotisch während sich die Abwanderung im verlorengegangenen Teil des Reichs
  834. verstärkte auch ein anderer Bündnispartner machte Theodorich großen Ärger aber der Herrscher der Ostgoten sollte nicht mehr dazu kommen Rache zu
  835. nehmen in Nordafrika war der vandalenkönig trasamund gestorben dem Theoderich seine Schwester amalfrida zur Frau gegeben hatte trasamunds Nachfolger
  836. hilderich ließ amalfrieda in den Kerker werfen und kurze Zeit später samt ihrer gotischen Gefolgschaft töten Theoderich rüstete eine große Flotte aus um nach
  837. Nordafrika zu segeln doch bevor es dazu kam starb er am 30 August 526 an der Ruhe vor seinem Tod hatte er seinen
  838. zehnjährigen atalarich zum Nachfolger erklärt und den Versammelten ostgotischen Adligen ans Herz gelegt den König zu Ehren den Senat und das
  839. römische Volk zu lieben und den oströmischen Kaiser nächst gotott immer gütig und versöhnlich zu halten diese Abschiedsworte waren
  840. zugleich das Regierungsprogramm für seine Tochter Amala suinta die die Regentschaft für ihren Sohn übernahm die Regentin stieß in Teilen
  841. der der Aristokratie nicht nur als Frau auf Widerstand sondern auch weil sie atalarich dieselbe gründliche römische Bildung zukommen lassen wollte die sie
  842. selbst genossen hatte Bedenken wurden laut dass damit eine Entwicklung beginne die am Ende die bisherige Trennung von gotten und Römern aufheben werde gegen
  843. die Opposition die sich 533 verstärkte suchte amalas Winter Hilfe in Konstantinopel wo Justinian gerade daran ging eine neue Politik gegenüber dem
  844. Westen zu eröffnen er war 527 seinem Onkel Justinus auf den Thron gefolgt jetzt war er entschlossen die politische Anerkennung die ihm die
  845. germanischen Könige entgegenbrachten in unmittelbare Herrschaft umzuwandeln die Einheit des römischen Reiches nicht mehr und nicht weniger wollte Justinian
  846. wieder herstellen der Kaiser selbst verfügte über keine militärische Begabung aber er befahl über zwei Helfer die zu den
  847. besten herführern ihrer Zeit gehörten Belisa und der euch narsis und so kam es dass das italienische Ostgotenreich seinen
  848. Gründern nur um 26 Jahre überlebte trotz intensiver versuche das Verhältnis zu bzanz auf eine dauerhafte und vertraglich abgesicherte Grundlage
  849. zu stellen hatte die kaiserliche Regierung die Existenz eines barbarenreichs in Italien nie wirklich akzeptiert als Kaiser Justinian seine
  850. großangelegte rekonkister des weströmischen Reiches begann musste auch das ostgrottenreich Fallen es dauerte allerdings fast 20
  851. Jahre und kostete Italien viel von seiner wirtschaftlichen und kulturellen Substanz im Oktober 552 kam es zur dramatischen Schlacht am milchberg
  852. südlich des Sarno in der Nähe von Salerno der letzte ostgrotenkönig Thea fiel nach zweitägigem erbitterten Kampf die goen mussten sich dem
  853. kaiserlichen Feldherrn Narses geschlagen geben kapitulierten gegen freien Abzug und kehrten als treue Untertanen des oströmischen Kaisers auf ihre Güter
  854. zurück damit verschwanden die Ostgoten als volkseinheit aus der Geschichte das ostgotische Reich in Italien gilt als die glanzvollste
  855. Staatsgründung der Germanen und zugleich als das römischste aller barbarenreiche Goten und Römer waren zwar gesellschaftlich nicht verschmolzen
  856. trotzdem lebten sie mit und nebeneinander in großer Eintracht Theoderich der große ist als eine große Herrscherpersönlichkeit in die
  857. Geschichte der Völkerwanderung eingegangen der westgote allerich oder der Vandale Geiserich erreichten nie seine
  858. Popularität seine Spuren sind auch heute noch in Ravenna sichtbar auch wenn sein Grabmal bis auf den Sarg geplündert wurde in den Sagen des Mittelalters lebt
  859. deoderich als der gerechte und Kampf erprobte Dietrich von bernfort eine authentische Ehrung des ostgotenkönigs wurde wenige Jahre nach
  860. seinem Tod von einem ungenannten Chronisten aufgeschrieben er war ausgezeichnet und guten Willens in allem er regierte Jahre
  861. in seiner Zeit war Italien Jahre lang vom Glück begleitet der Art dass selbst Reisende Frieden hatten denn er tat nichts verkehrt
  862. so regierte er die beiden Völker in einem die Römer und die Goten er gehörte zwar selbst der arianischen Sekte an unternahm aber doch nichts gegen die
  863. katholische Religion gab zirkusspiele und Amphitheater soass er auch von den Römern Trajan und Valentinian genannt wurde deren Zeit sein Vorbild war und
  864. von den Goten aller Wege tapferster König den Staatsdienst der Römer ließ er er den gleichen sein wie unter den Kaisern er gab Spenden und Lebensmittel
  865. und obwohl er den Staatsschatz ganz leer vorgefunden hatte stellte er ihn mit seiner Arbeit wiederher besaß er doch solche Weisheit dass manche seiner Worte
  866. beim Volk noch jetzt als Sprüche gelten das Erbe der Ostgoten in Italien traten die langobarten an mit ihrem Zug
  867. nach Italien im Jahre 568 findet die letzte große Wanderung statt danach ist die Epoche der Völkerwanderung nach klassischem
  868. Verständnis zu Ende aus Skandinavien kommend hatten sich die langberte im ersten vorchristlichen Jahrhundert an der
  869. Unterelbe niedergelassen von wo sie im vierten Jahrhundert die Elbe entlang nach Böhmen gewandert waren einzelne kriegergruppen waren schon früher nach
  870. Süden gezogen und 167 mit den Römern unter Kaiser Mark Aurel zusammengestoßen von Böhmen aus besetzten die Langobarden
  871. 488 das rugiland in Niederösterreich und 508 nach einem Sieg über die herula deren Gebiete an der mittleren Donau dort wurden die Gepiden ihre
  872. Nachbarn die die ehemalige römische Provinz dazia eingenommen hatten nach Theoderichs Tod 526 verdrängten die Langobarden unter
  873. König wacho zoebische Gruppen aus dem nördlichen panonien die der ostgötenkönig bisher geschützt hatte eine ältere Verbindung zu den Thüringern
  874. die zwischen Weser und Elb siedelten gab wacho Z Gunsten der Franken auf und machte es dadurch seinen neuen Freunden leichter bis 534 das thüringische Reich
  875. zu unterwerfen wacho unterhielt auch gute Beziehungen zu Byzanz auf dessen Seite die Langobarden schließlich mithalfen die Ostgoten in Italien zu
  876. besiegen zweifellos hatten sie bereits zu diesem Zeitpunkt ein Auge auf das schöne reiche Italien geworfen ein Bündnis mit dem oströmischen Kaiser
  877. Justinian brachte den Langobarden 547 Norikum und das südliche panonien ein sie erhofftten sich zudem auch Hilfe vom Kaiser gegen die gepidischen Nachbarn
  878. doch wegen der oströmischen Schaukelpolitik erfüllte sich ihre Hoffnung nur zum Teil nach mehreren waffengängen kam es 567 zu einer
  879. Schlacht die die Langobarden unter König Alboin für sich entschieden da sie sich mit den Avaren zusammengetan hatten und die Gepiden in die Zange
  880. nahmen große Teile des gepidenreiches fielen an die Avaren während andere gepidische Gruppen sich den langobardischen Siegern
  881. anschlossen die Sorge aus den Verbündeten könnten in Kürze Angreifer werden trieben albo ihn zu einem tollkühnen Entschluss am Osterfest
  882. 568 versammelte er sein Volk und bewog es mit ihm nach Italien auszuwandern die Gelegenheit schien günstig da Justinus i Z gerade sein
  883. seinen zu mächtig gewordenen Feldherren nasis abberufen hatte zudem zögerte der Kaiser das Bündnis mit den Langobarden zu erneuern sodass es ihm in Albion
  884. Augen recht geschah wenn er sich fortan allein mit den Avaren herumzuschlagen hatte 568 wälzte sich eine völkerlawin nach Italien die unter Führung der
  885. Langobarden viele andere Stämme mitzog samaten Gepiden Sueben Sachsen und sogar Bulgaren mit den Avaren die in die enen Gebiete nachrückten hatte Alboin einen
  886. Rückversicherungsvertrag auf 200 Jahre geschlossen solange sollten die Langobarden in ihre alten ländereihen zurückkehren dürfen falls Sie Italien
  887. wieder verlassen müssten es konnte ja sein dass der oströmische Kaiser eine starke Armee über die Adria sandte die frankten einen
  888. weiteren Vorstoß nach Süden planten oder beide sich zusammen taten um die Eindringlinge zu verjagen auf 100000 bis 150 000 Menschen
  889. schätzen die kronisten Albion Karawane deren Kern ein Heer von etwa 20.000 Kriegern bildete sie waren in fahrtverbände fahrä gegliedert die durch
  890. Verwandtschaft zusammengehalten wurden und nach der Ankunft in Italien weiter bestestanden auf der alten herstraße zwischen den Karnischen und Julischen
  891. Alpen zogen die Langobarden nach fraul wo Albion in Forum julii ein erstes Herzogtum ducatus unter seinem Neffen dem Dux gisol
  892. einrichtete nach 568 stieß der König bis Verona vor und eroberte im folgenden Jahr die westliche Lombardei bis Mailand Byzanz brach alle Beziehungen mit Ihnen
  893. ab und konnte sich glücklich schätzen dass es einige Stellungen vor allem Ravenna und Rom halten konnte zeitgenössische Quellen klagten
  894. berht über die Brutalität der Langobarden die nicht wie die Ostgoten Theoderichs als föderaten kamen als Heiden oder Arianer plünderten sie
  895. bedenkenlos Kirchen und töteten Priester vor allem die Adligen Grundbesitzer hatten zu leiden und viele flohen von ihren Gütern unter ihnen kam das Gerücht
  896. auf der von Byzanz abgelöste und verbitterte Narses habe die Barbaren ins Land gerufen die Verdächtigung war
  897. verständlich da die oströmischen Soldaten unter narsis Nachfolger Longinus zunächst nur schwachen Widerstand leisteten erst an Pavia
  898. bissen sich die langob die Zähne aus D Jahre lang trotzte die Stadt den Belagerern während dieser Zeit begann sich der wanderzug in selbständig
  899. operierende Gruppen zu teilen die einen stießen unter ihren Führern den Dukes nach Mittel und Süditalien vor andere marschierten seit 569 fast jährlich nach
  900. Norden um fränkisches Gebiet in der Provence und in Burgund zu plündern selbst im Kernbestand des Heeres erwuchs eine Opposition gegen
  901. König Alboin die Belagerung von Pavia zog sich schier endlos hin und es gab für die Truppe nichts zu plündern auch seine
  902. Frau Rosamunde eine gepidische Königstochter gehörte zu der Gruppe die ein Komplott schmiedete und den König während eines Gastmahls
  903. tötete albuins zwei Nachfolger helmegis ein Günstling rosamundes und der hochadlige KLE nach kurzer Regierungszeit
  904. Anschlägen zum Opfer von 574 an glaubten die Langobarden auf einen König verzichten zu können als aber
  905. 584 die gefürchtete Koalition zwischen Franken und oströmern schließlich doch zustande kam die mittlerweile beide auch langobardische Krieger in ihren Reihen
  906. mitführten setzte sich bei der Mehrheit der Dukes die Einsicht durch dass sie auf Dauer ihre Eroberungen nur halten konnten wenn sie sich wieder einen König
  907. gaben sie einigten sich auf kevs Sohn autari dem neuen König kam zugute dass es mit der militärischen Zusammenarbeit der Gegner
  908. haperte so konnte autari die oströmische Seite 585 zu einem Friedensvertrag zwingen der erstmals den langobardischen Besitz in Italien
  909. anerkannte schon kurz nach seiner Proklamation hatte autari den dynastis Namen Flavius angenommen um an die römischen Kaiser anzuschließen wie
  910. Theoderich tat er es im Bewusstsein dass die Wanderzeit für sein Volk zu Ende war und die Epoche eines friedlichen Nebeneinanders beginnen müsse das
  911. Konzept ging auf die Langobarden konvertierten zum katholischen Glauben und vermischten sich mit der einheimischen
  912. Bevölkerung die Landkarte Italiens sollte sich in der Folgezeit noch mehr zugunsten der Eroberer verändern Ostrom konnte die Aufsplitterung seiner
  913. italischen Herrschaft nicht mehr rückgängig machen die ihm verbliebenen Gebiete die nordküsten des tyrenischen Meeres und der Adria bis Ankona sowie
  914. lazium Kampanien Apulien und Kalabrien fasste Kaiser maritius zum Exarchat Italien mit der Hauptstadt Ravenna zusammen mit den Franken bemühte sich
  915. autari ebenfalls um einen Ausgleich und hielt um die Hand der fränkischen königstochterodus an die Werbung stieß auf Widerstand von Kaiser Mauritius der
  916. die Verbündeten Franken zu neuen Vorstößen nach Italien ermunterte der Abgewiesene langobardenkönig schlug daraufhin im
  917. mächtesspiel zwischen Franken und oströmern eine neue ehepolitik ein schon um 575 hatte ewin der langobardische Dux von Trient eine
  918. Tochter des bayuarenherzogs Garibald geheiratet autari folgte ihm und heiratete dessen zweite Tochter teudelind die mit dem Frankenkönig
  919. schildebert dem i verlobt aber von ihm ungnädig entlassen worden war teudelins Mutter walderada war Tochter des langobadenkönigs wacho und wichtiger
  920. noch sie war Gattin zweier frankenkönige gewesen ehe sie den Bayern Garibald geheiratet hatte mit Garibald erschienen am Ende der Völkerwanderungszeit
  921. erstmals die bajowaren sie waren kein wanderstamm mehr sondern hatten sich während des ersten Drittels des 6 jahrhunderts auf
  922. dem Boden der ehemaligen römischen Provinzen Norikum und räzien aus germanischen romanischen und keltischen bevölkerungssplittern zu einer Einheit
  923. zusammengefunden die Langobarden gerieten in der zweiten Hälfte des 8 jahrhunderts zwischen die Mühlsteine der Oströmer und Franken die beiden letzten
  924. langobadenkönige eistulf und Desiderius hatten keine Chance um 750 war ein Bündnis zwischen dem Papst und dem Frankenkönig Pipin geschlossen worden
  925. das wel historische Bedeutung gewinnen sollte Pipin der Sohn Karl matels und Vater Karls des Großen wurde ein Jahr später vom Heiligen Vater zum König
  926. gesalbt aus Dankbarkeit für die Legitimierung seines königstums schenkte er dem Papst einen Teil des Landes zwischen Rom und Ravenna der
  927. Kirchenstaat war geboren dieser Allianz zwischen dem Papst und den Franken waren die Langobarden nicht gewachsen erst wurde
  928. eistulf geschlagen dann Desiderius 774 eroberte Karl der Große das langobadenreich endgültig das jedoch seine politische Identität nicht verlor
  929. sondern lediglich einen fränkischen König [Musik]
  930. erhielt ein völlig anderes geschichtliches Ereignis fällt in diese Zeit es ist die Geburt des italienischen Volkes die sich in einer neuen Sprache
  931. die man irtümlich vulgär nannte manifestierte die irrige Annahme die Italiener seien unmittelbaren Nachfahren der Römer stimmt einfach nicht sie sind
  932. ein völlig neues Volk wie Franzosen Spanier und Angelsachsen die Kultur dieser Völker entwickelte sich auf den Trümmern des
  933. römischen Reiches und aus der Verschmelzung von Römern Germanen und anderen Völkern mit anderen Religionen die bereits vor der römischen Eroberung
  934. existierten die Römer hatten der Welt noch ihren Stempel aufgedrückt indem sie mit ihren Truppen viele Völker eroberten und mit ihrer ausgefallten Zivilisation
  935. durchsetzten sie traten als auserwähltes Herrenvolk auf und waren ihren Zeitgenossen in nah zu allen Dingen überlegen die Italiener hingegen sind
  936. wegen der Schwäche ihrer Heere und wegen ihres Charakters den man anarchisch nennen könnte für ihre Zwiespältigkeit bekannt außer in der Architektur wo sie
  937. ihre besten Leistungen zeigt waren die Römer künstlerisch schwach begabt während die Italiener mit einer vielseitigen künstlerischen Begabung
  938. gesegnet sind ihr Sinn dafür verlieh den Städten und Dörfern und selbst der Landschaft ihr Gepräge und spiegelt sich in den Werken bedeutender Künstler
  939. ebenso wieder wie in den Schöpfungen der Handwerker fast könnte man sagen dass Kunst denken und Religion bei den Römern einen Teil ihres Lebens ausmachten
  940. während sich bei den Italienern das Leben in Kunst denken und Religion ausdrückt was ursprünglich getrennt nach Religion als Herr oder Diener als
  941. Einwanderer oder eingebor als Eroberer und untan nebeneinander lebte vermischte sich im Laufe der Zeit miteinander und schließlich entstand ein neues Volk die
  942. Italiener die Bayern gelten als die findelker der Völkerwanderung und die Frage wer sie wo und wann ausgesetzt hat ist immer noch ungeklärt
  943. der Name bajovarii bedeutet wohl Männer aus dem Lande Baja Männer aus Böhmen bestimmt besteht ein Zusammenhang zwischen den späteren Bayern und jenen
  944. Germanen die aus oder über bömen kommend im vierten und fünften Jahrhundert als Soldaten in der Provinz räzien zur Grenzverteidigung eingesetzt wurden um
  945. sich dann nach Auflösung der römischen Grenzen 476 im heutigen Bayern mit anderen Völkern zu
  946. vermischen dieses südlich Bayern unterhalb der Donau gehörte bis 536 zum Einflussbereich des italienischen ostgotenreichs hierhin verschlug es auch
  947. viele alleannen auf der Flucht vor König Chlodwig in der fränkischen Epoche die der ostgotischen folgte setzte sich die stammesbildung fort so langsam
  948. verschmolzen elbgermanischböhmische allemannische thüringische langobardische naristische skirische herulische und donauebische Elemente zum
  949. Volk der Bayern denn über eines sind sich Sprachwissenschaftler Historiker und Archäologen einig kein Volk namens Bayern ist in Bayern eingewandert der
  950. Name entstand erst am Zielort und die politische Identität eines bayernstammes ebenfalls vielleicht wurde der Zusammenschluss der vermischten Völker
  951. dadurch gefördert dass sie sich von den fränkischen Herrschern abgrenzen wollten die aus Böhmen stammenden baiovarii deren Siedlungsschwerpunkt sich bei
  952. Regensburg bildete müssen die stammesbildung in irgendeiner Form einflusst haben denn ihr Name hat sich zur Bezeichnung der Bayern
  953. durchgesetzt die sich hinzugesellenden Völker haben ihre eigenen Namen verloren sodass die böhmischen Männer letztlich aus verschiedensten ethnischen Gruppen
  954. bestanden die bayowaren haben von Beginn an keine politische Selbständigkeit gekannt denn ihre stammesbildung vollzog sich erst unter der Herrschaft der
  955. Ostgoten dann der Merowinger Ende des se jahrhunderts war die Landnahme der bayuvaren im Gebiet zwischen lecht Donau und Alpen
  956. weitgehend abgeschlossen drei zentrale Siedlungsgebiete der bajuaren entstanden eines bei München ein zweites bei Regensburg und ein drittes zwischen Inn
  957. und Salzach nachdem sich die Thüringer den Franken 531 geschlagen geben mussten gerieten auch die bayuaren in
  958. Abhängigkeit vom fränkischen Reich Herrscher über die bayuaren muss der Merowinger König teudebert gewesen sein als er dem Kaiser in Konstantinopel in
  959. einem berühmt gewordenen Brief die Ausdehnung seiner Herrschaft von der Donau und der Grenze Pannoniens bis zum Ozean
  960. mitteilte der Name Bayern fiel hier aber nicht die Franken etablierten ein Verwaltungszentrum in Regensburg brachten das Christentum und bauten
  961. erste Kirchen Mitte des 8 jahrhunderts entstanden unter Bonifatius die Bistümer Salzburg Passau Regensburg Freising und
  962. eistätt zwischen dem 6 und 8 jahrhundert entwickelte das bajowarische herzoggeschlecht der agilofinger eine anseh iche Macht von ihrer hauptpfalls
  963. in Regensburg betrieben sie eine intensive Siedlungs und missionspolitik auch unterhielten sie enge Kontakte zu den
  964. langobaden als eine selbständige politische Einheit innerhalb der neuen reiche konnte sich der bajowarische Stammesverband nicht
  965. halten 788 ließ Karl der Große den agilofingerherzog Tassilo absetzen und ihn mit seiner Familie aus Bayern verbannen das bayerische
  966. Stammesherzogtum wurde nun teil des karolingischen Reichs 90 Jahre hatte das tolosanische Reich der Westgoten Bestand jetzt wurden sie
  967. von den unerbittlich expandierenden Franken aus ihrer neuen Heimat vertrieben König allerich i I war im Kampf gefallen es sollte zwar noch
  968. einige Jahrzehnte dauern bis sie auch die letzten Besitztümer aufgeben mussten aber die neue Stoßrichtung stand fest Spanien 206 entrissen die Römer den
  969. Karthagern Spanien nach schweren Kämpfen bis zur Zeit des Augustus hatten sie die gesamte Halbinsel Zug um Zug unter iher Herrschaft gebracht und
  970. romanisiert das Land wurde überzogen von römischen Straßen Brücken und aquedukten moderne Stadtkulturen mit großer Architektur entstanden Spanien deckte
  971. fast die Hälfte des römischen Bedarfs an Wein und Öl zudem lieferte die iber Halbinsel mehr Gold und Silber ans Imperium als jedes andere Land wichtige
  972. Kaiser kamen aus Spanien wie Trajan Hadrian und Theodosius der er Spanien erlebte jahrhundertelang eine weitgehend friedliche Zeit bis zur
  973. Invasion der Vandalen allanen und zweben im Jahr 409 die Vandalen waren nach Nordafrika weitergezogen die Sweben blieben im
  974. Nordwesten des Landes im übrigen Spanien versuchten die Goten im Namen des Römischen Reichs Ordnung zu halten das war der Stand der Dinge als
  975. die Westgoten ihr tolosanisches Reich verloren und in noch größerer Zahl als bisher über die Pyrenäen in die iberische Halbinsel einsierten in den
  976. nächsten Jahrzehnten festigten sie ihre Stellung um 530 war dann der Bestand ihres Königreichs gesichert aber erst 568 sollte Ihre wirklich große Zeit
  977. beginnen die mit zwei bedeutenden Königen verknüpft ist mit leov gildt 568 bis 586 und seinem Sohn rekaret dem ersten 586 bis
  978. 601 unter ihnen gelangte Spanien zu einer Spätblüte christlich antiker Kultur es gelang den Herrschern erstaunlich gut die römischen und
  979. gotischen Elemente miteinander zu verbinden Toledo das römische toletum wurde Hauptstadt darum spricht man auch vom toledanischen Reich der West goen in
  980. Spanien die Stadt lag weit entfernt vom allesverbindenden Mittelmeer das Landesinnere war weniger dicht bevölkert Toledo weniger eine alte Metropole als
  981. eine Königsburg die Westgoten waren Isolationisten was auch ihre verheerende fremdengesetzgebung vor allem gegen
  982. Juden dokumentiert der äußerste suebische Nordwesten und einige schmale byzantinische Streifen an der
  983. Südostküste entzogen sich bis Ende des se jahrhunderts der Herrschaft der edanischen Könige in den 20er Jahren des 7 jahrhunderts fielen auch die letzten
  984. byzantinischen Vorposten in einem vereinten Spanien sollte sich das westgotische Königreich bis zum Jahr 711 halten bis es von
  985. nordafrikanischen Mauren unter arabischer Führung besiegt wurde aber die westgotische Identität blieb in Nordspanien und im südfranzösischen long
  986. dooc erhalten und trug wesentlich dazu bei später die spanische rekonkista gegen die Mauren zu ermög
  987. der Wiederherstellung eines starken gotenreiches musste die fehlende glaubenseinheit hinderlich sein leoigild versuchte den Gegensatz zwischen der
  988. katholisch-römischen Mehrheit der Bevölkerung und den arianischen Goten durch Kompromisse auf Kosten des Arianismus abzubauen wenn er die
  989. Katholiken gewinnen wollte musste er Zugeständnisse an sie machen beim arianischen Konzil 580 in Toledo wurden interessante Abstriche an der
  990. gotenreligion V genommen vor allem hinsichtlich der Taufe und des jesusbilds zum einen wurde das katholische Taufsakrament anerkannt wer
  991. also zum Arianismus übertrat brauchte sich nicht wieder taufen zu lassen zum anderen gestattete leovi gilt nun eine gewisse Aufwertung der christusgestalt
  992. die Gott durchaus gleichgestellt sein dürfe und nicht nur ähnlich die Arianer leugneten dass Jesus Christus ein echter Sohn Gottes sei sie glaubten dass der
  993. ewige Gott ihn als Gott in der der Zeit geschaffen habe Sohr die Arianer den Katholiken auch entgegenkamen konnten sie sich letztlich nicht gegen den
  994. attraktiveren römischen Katholizismus durchsetzen es gelang Leo gilt nicht sein Volk unter dem Arianismus zu einigen leoigilds Schwierigkeiten waren
  995. seinem ältesten Sohn hermenegild von Nutzen der 579 die junge meroerin in Gunde heiratete sie blieb eine glühende
  996. Katholikin und bekehrte ihren Gemahl daraufhin stellte sich der Königssohn gegen den Vater herrmenegild musste den Hof verlassen und verbündete sich mit
  997. Byzanz den Franken und Sueben um gegen seinen Vater vorzugehen in Sevilla rief er sich selbst zum König aus und begann mit einer eigenen Münzprägung zu seinem
  998. Herrschaftsgebiet gehörten neben Sevilla andere Reiche Städte wie Cordoba und Merida die von hermenegild geschmiedete Allianz war jedoch nicht stark und
  999. entschlossen genug um gegen den mächtigen leovigild zu bestehen 5 Jahre nach dem ausgebrochenen Glaubens und machtkonflikt zwischen Sohn und
  1000. Vater war der Krieg mit der Einnahme Sevillas beendet und so ganz nebenbei hatten die Westgoten auch noch das Königreich der Sueben vernichtet
  1001. hermenegild verzichtete öffentlich auf jede königliche Stellung 585 wurde er in taragona ermordet die Umstände und die drazier
  1002. wurden nie bekannt ingunde und ihr kleiner Sohn gingen nach Byzanz ins Exil obwohl leovigild den Machtkampf gegen den Sohn gewonnen hatte muss er geahnt
  1003. haben dass der Katholizismus auf Dauer nicht aufzuhalten war sein zweiter Sohn rekaret verstand es die Lehrer aus den Bemühungen seines Vaters zu ziehen unter
  1004. großen Diskussionen wählte er den einzigen möglichen Weg um im Reich eine religionspolitische Einheit herzustellen die Bekehrung der westgurten zum
  1005. Katholizismus zu dieser Zeit so berichtet Gregor von Tour über über das spektakuläre Ereignis rief in Spanien König rikaret von der erbarmenden Gnade
  1006. Gottes getroffen die Bischöfe seines arianischen Glaubens zusammen und sprach warum Wucher zwischen euch und den Bischöfen welche sich die Rechtgläubigen
  1007. nennen unablässig Zwietracht und warum könnt ihr während jene Kraft ihres Glaubens viele Wunder tun solche nicht vollbringen ein Jahr nach dem Tod seines
  1008. Vaters trat rekaret zum katholischen Glauben über womit er die Politik des Vaters auf seine Weise
  1009. vollendete jetzt war das Volk der Spanier auch konfessionell geeint zwei Jahre später trat das dritte Konzil in Toledo zusammen Bischöfe
  1010. geistliche und Adlige begingen 589 die feierliche Bekehrung der goen und priesen König rekarit als Allerheiligsten Fürsten und vom
  1011. göttlichen Geist erfüllt damit ging rekarit den Weg klodwigs der rund 100 Jahre zuvor in rin katholisch getauft worden war dass die
  1012. katholische Kirche den hartnäckigen gotischen Arianismus besiegt hatte war natürlich auch ein Sieg der römischen Traditionen die die Westgoten immer mehr
  1013. für sich Einnahmen damit einher ging das Wirken großer Kirchenmänner wie der Brüder Leander und Isidor die im geistigen Mittelpunkt Sevillas lebten
  1014. erst später zog der kirchliche Hauptsitz ebenfalls ins politische Zentrum Toledo der einflussreiche Leander unterstützte mit seinen Lehren den Siegeszug des
  1015. Katholizismus in Spanien Isidor schrieb eine Geschichte der Westgoten die Zeit da man die gotten als Barbaren empfunden hatte war endgültig
  1016. vorbei das Reich der Westgoten war in Spanien zum vollkommensten Nachfolgestaat des des römischen Reiches geworden das Geistesleben übertraf das
  1017. anderer barbarischer Staaten es wurde viel und vor allem alles in Latein geschrieben es herrschte relativer Frieden im Reich auch wenn sich Leo wie
  1018. gilt seine jährlichen Heerzüge gegen Basken zweben und Byzantiner nicht nehmen ließ mit den Basken sollte er wie auch alle anderen nach ihm nicht fertig
  1019. werden von außen drohte keine Gefahr so konnten sich die Westgoten in einer Art is um sich selbst und die Entwicklung ihres Staatswesens und ihrer Kultur
  1020. kümmern und wenn von innen der Adel einmal Aufbegehren sollte dann war leogilt auf der Hut er war aber manchen der seinen höchst gefährlich denn wenn
  1021. er irgendeinen über die Maßen adlich und mächtig auftreten sah ließ er ihm entweder den Kopf abschlagen oder schickte ihn nach Vermögensverlust ins
  1022. Exil einem gehrenden adligigen ließ er gar das Haupt Scheren sodann die rechte Schwurhand abhacken um ihn sodann auf einem Esel durch Toledo zu führen
  1023. schrieb Isidor von Sevilla ansonsten pflegten leovigild und sein Sohn reckaret eine äußerst imperiale Repräsentation ihrer
  1024. Herrschaft die sie wie Kaiser auftreten ließen und daher ungewöhnlich für germanische Könige war im Jahr 578 beispielsweise begann
  1025. leovigild mit dem Bau von reopolis einer Stadt nordöstlich von Toledo von der aus er sein Reich regieren wollte eine Stadt für seinen Sohn eine
  1026. POIs für rekaret Städte zu gründen war bisher ein Privileg für Kaiser gewesen auch andere symbolische Gesten wurden zweifels ohne aus dem
  1027. kaiserlichen Byzanz übernommen so erhob leoigild seine Söhne zu Mitregenten womit er die Thronfolge sicherte und eine Dynastie gründete für einen
  1028. westgotenkönig eine ungewöhnlich vorausschauende Maßnahme ein großherrschaftlicher Akt bestand auch in der Prägung von Goldmünzen mit eigenem
  1029. Konterfei auch andere zentrale Herrscher Insignien wie Thron Krone und Zepter kamen auf leoigild und rekaret respektierten zwar die orthodoxen Kaiser
  1030. im fernen Byzanz weigerten sich aber einen geringeren Rang als sie einzunehmen von großer Bedeutung war auch leovigils Rechtsreform die er vor
  1031. dem Hintergrund der gewandelten gesellschaftlichen Verhältnisse durchführte Goten und Römer sollten er gleichgestellt sein und ihre Kulturen
  1032. miteinander verschmelzen was war da dringender als die Auflösung des eheverbots zwischen den beiden Völkern das war im Ostgotenreich
  1033. Theoderichs in Italien theoretisch nicht erlaubtesen dass die goen in der neuen iberomanischen Heimat im Verbund mit den Einheimischen ein neues ethnisches
  1034. undtisches geb schufen ist ein bemerkenswerter Vorgang die turbulente Zeit der Völkerwanderung mündete allmählich in eine Völkerverständigung
  1035. es war bestimmt nicht die Synthese von zwei Kulturen die das Königreich der Westgoten mit der Zeit anfällig machte das Land war reich vor allem durch die
  1036. Landwirtschaft und hatte keine mächtigen Feinde auf spanischem Boden standen keine fremden Heere so überrascht es nicht dass das westgotische Heer längst
  1037. nicht mehr die Schlagkraft besaß die es noch auf den katalonischen Feldern zu einem gewaltigen Gegner gemacht hatte es war wohl auch durch das Klima bedingt
  1038. unter den Westgoten ein eine gewisse Verweichlichung eingetreten das herer Bestand traditionell aus der Kavallerie des Adels der sich aber im Kriegsfall
  1039. ausgesprochen launisch verhielt je größer der Nutzen für die eigene Sache desto engagierter waren die hohen Herren und umgekehrt dem adligen Anführer
  1040. folgten vorwiegend die unfreien die aus finanziellen Gründen allerdings nicht als Reiterkrieger sondern als leicht bewaffnete Fußsoldaten
  1041. auftraten die Qualität des gotischen Heeres hatte mit dem kulturellen Aufstieg der West en nicht Schritt gehalten auch innenpolitisch verlor das
  1042. reich an Zielstrebigkeit obwohl die Nachfolger der Dynastie leovigils die Einheit des Reiches bewahrten die Reichen wurden immer reicher die Armen
  1043. immer ärmer und mussten oft ihre persönliche Freiheit aufgeben um zu überleben dazu kamen ungelöste nachfolgeprobleme obwohl die Krone
  1044. innerhalb der Sippe blieb Königsmord und gewaltsame Absetzung waren an der Tagesordnung und konnten auch durch die Einführung der Königs nicht verhindert
  1045. werden schlechte Voraussetzungen um sich gegen einen neuen äußerst gefährlichen hochorganisierten Feind zu wehren der sich vom Süden her übers Meer näherte
  1046. die Araber und ihre [Musik] Verbündeten mit den Arabern des frühen Mittelalters bricht eine neue Macht in
  1047. die europäische mittelmeerkultur ein die nach den Umwälzungen des Römischen Reichs durch die Germanen das Ende der Spätantike endgültig
  1048. besiedelten zwischen 672 und 680 waren arabische Seeräuber bereits an den spanischen Küsten aufgetaucht und
  1049. hatten zahlreiche Städte angegriffen und geplündert doch sogar noch 709 gab sich der westgotische Adel dem Irrtum hin die Araber könn zwar das Oströmische Reich
  1050. zum Einsturz bringen hätten es allerdings auf die Westgoten nicht abgesehen so konnten die arabischen Invasoren in aller Ruhe ihre Truppen
  1051. sammeln und den Angriff auf Spanien vorbereiten im Sommer 711 nahm die arabische Expedition unter dem Feldherrn Tarik über die meeränge
  1052. von Gibraltar ihren Lauf bezeichnend für die Verfassung der Westgoten war dass sie sich wieder einmal mitten in einem königlichen Machtkampf befanden der ein
  1053. Jahr zuvor gewählte Roderich stieß auf erbitterten Widerstand einer konkurrierenden Familie die den Thron für sich
  1054. beanspruchte die beiden Familien rauften sich zur Schlacht gegen das maurische Heer schließlich zusammen und Unterlagen am 23 juli 711 bei ches de la Frontera
  1055. ihrem Feind damit war der gotische Widerstand zwar noch nicht gebrochen doch besetzten die Krieger Allahs nach nach Toledo und andere wichtige
  1056. Städte damit ging das westgotische Spanien seinem Ende entgegen der größte Teil der iberischen Halbinsel wurde für mehrere Jahrhunderte ein arabisches
  1057. Kalifat nur im Norden Spaniens konnten sich einige christliche Königreiche behaupten die westgotischen Adligen leisteten auf heimischem Boden noch eine
  1058. Zeitlang Widerstand dann wurden sie mehrheitlich Muslime [Musik] auch England ist aus der Einwanderung
  1059. germanischer Stämme entstanden um 400 wurden die römischen Truppen von der Provinz Britannia dem heutigen England und Wales abgezogen weil Rom die Insel
  1060. gegen die äußeren Feinde nicht mehr halten konnte zurückblieben die Provinzial Römer mit ihrer städteverwaltung die sich der keltischen
  1061. Pikten und Skoten erwehren mussten die von Irland und vor allem vom heutigen Schottland aus in Britannien einfielen also riefen die Briten die
  1062. germanischen Sachsen Angeln und Jüten aus Dänemark zu Hilfe die Krieger kamen und blieben schließlich drängten sie die Briten zurück und gründeten mehrere
  1063. kleinkönigreiche die gegen Ende des 9 jahrhunderts zum Staat der Angelsachsen verschmolzen 1066 musste sich der der letzte
  1064. angelsächsische König von England dem Herzog der Normandie Wilhelm dem Eroberer in der Schlacht bei Hastings geschlagen geben das heutige Englisch
  1065. hat sich in direkter Linie aus der Sprache der angelsächsischen Einwanderer entwickelt die Einheimischen passten sich der Kultur und Sprache der Fremden
  1066. an während in Frankreich die germanischen Franken die romanische Kultur und Sprache übernahmen bereits im dritten
  1067. Jahrhundert zählte londonium das heutige London rund 30.000 Einwohner und wurde die Verwaltungszentrale und Handelsmetropole der Provinz es war
  1068. strategisch günstig gelegen da die von der See kommenden Schiffe alle über die Themse ins Landesinnere gelangten und auch das Straßennetz der Provinz hier
  1069. zusammenlief die keltischen Stammesfürsten wurden als römische Bürger zur Verwaltung ihrer eigenen Landsleute eingesetzt und die 10%
  1070. Steuerlast waren für die Einheimischen zu verschmerzen Angels Truppen waren dem römischen Heer hoch willkommen die Ausfuhr von Zinn Kupfer und Blei kam dem
  1071. ganzen Imperium zu Gute als Kaiser Honorius 407 die römischen Truppen gegen den Willen der Bevölkerung zurückbeordte weil die
  1072. Germanen auf dem Festland immer bedrohlicher gegen das römische Reich vorrückten blieben die römischen Städte in Britannien sich selbst
  1073. überlassen die nun über sie hereinbrechenden barbarischen Invasionen brachten ein seit langem nicht mehr gekanntes
  1074. Unheil die Stadtverordneten nahmen nun diejenigen Barbaren unter Vertrag die Ihnen als Gegner bisher am meisten zu schaffen gemacht hatten ihnen daher aber
  1075. auch vertraut waren die Sachsen Angeln und Jüten die zum Teil auch die Franken oder Friesen verstärkten die Fremden wurden als
  1076. föderaten angesiedelt bezahlt verköstigt und einquartiert aber wie bei den Goten und Vandalen funktionierten diese Regelungen
  1077. nur zeitlich begrenzt schließlich musste die einheimische Bevölkerung entsetzt erkennen dass sie den Teufel mit dem bilzebub ausgetrieben hatte etwa 300
  1078. Jahre später beschrieb der angelsächsische Mönch und historiograph Beda venerabilis in seiner Kirchengeschichte der Angelsachsen den
  1079. adventus saxonum die Geschichte der sächsischen Siedler in Britannien damals fuhr der Stamm der angeln oder Sachsen vom König eingeladen in drei
  1080. Langschiffen nach Britannien und ließ sich auf Befehl dieses Königs im östlichen Teil der Insel nieder dem Anschein nach um für das Land zu kämpfen
  1081. in Wirklichkeit um es zu erobern nachdem sie mit den Feinden die von Norden her Angriffen den Kampf begonnen hatten errangen die Sachsen den
  1082. Sieg als dies und die Fruchtbarkeit der Insel und die Trägheit der Briten nach Hause berichtet wurde schickte man sofort eine größere Flotte
  1083. herüber mit einer stärkeren Abteilung von Kriegern an Bord die zusammen mit der vorher Gesandten Gruppe ein unbesiegbares Heer bildete wie nicht
  1084. anders zu erwarten war gaben sich die föderaten schon bald nicht mehr mit den regulären Zahlungen zufrieden und zogen in den Kampf nach einigen siegreichen
  1085. Schlachten eigneten sie sich den größten Teil des Landes an damit war der erste Schritt der germanischen Besiedlung eingel leitet in erste Linie entlang den
  1086. flusstäln zwischen Themse und hber im Südosten der Insel es geschah das gleiche wie in Gallien Spanien und Italien auch die mächtigen Franken
  1087. hatten zunächst den Römern als Verbündete im Kampf beigestanden um das Geschehen zu relativieren es nahm Jahrzehnte in
  1088. Anspruch bis die 20.000 bis 30.000 Angelsachsen in Schiffen über den Kanal kommen konnten schon lange vor dem Ende der römischen Herrschaft hieß das Gebiet
  1089. beiderseits des Kanals sachsenküste gegen die sächsischen Seeräuber war mit dem litus saxonium eine eigene Militärgrenze im Osten
  1090. Britanniens wie im Norden Galliens errichtet worden mit Sachsen hatten auch die Westgoten in Südfrankreich zu kämpfen da sie sich an der Mündung der
  1091. Loir und der garon festgesetzt hatten sie waren in ihren 18 bis 20 rudrigen Schiffen gekommen bis an die Zähne bewaffnet hatten geplündert um dann
  1092. blitzschnell wieder zu verschwinden die Ostküste Britanniens ist flach und weistß zahlreiche Flussmündungen auf die eine problemlose Landung ermöglichen
  1093. einige dieser Piraten werden die Gelegenheit genutzt haben und geblieben sein nun aber hatte sich die Situation verschärft nachdem die ersten Abenteurer
  1094. und Draufgänger sich offiziell von den Briten hatten anwerben lassen sprach sich Britannien bei den in ihren Ursprungsländern verbliebenen schnell
  1095. als eine märchenhafte neue Heimat herum außerdem Wste man bestimmt dass Rom Schwierigkeiten hatte seine Stellungen in Britannien zu halten auch der von den
  1096. römernganisierte Küstenschutz war nicht mehr wirksam alsozte eine Völkerwanderung über das Meer ein die Britannien entscheidend umgestalten ste
  1097. Ende des Jahrhunderts vergrößerten sich die angelsächischen Eroberungen die brittenen leisteten Widerstand zu Beginn des sechst jahrhunderts errangen
  1098. sie in der berühmten Schlacht am monbadonikus einen ihrer letzten Siege über die Eindringlinge der berühmte König Artus
  1099. Held der englischen Geschichte soll die seinen zum Sieg geführt haben aber es half alles nichts die Neuankömmlinge setzten ihre Eroberungen von Osten nach
  1100. Westen fort Cornwall Wales und Schottland blieben Britt Gebiete die bis heute von einer starken keltischen Tradition durchdrungen
  1101. sind bis zum Beginn des 7 jahrhunderts hatten die Angelsachsen den größten Teil Britanniens unterworfen und in zahlreiche kleinkönigreiche
  1102. aufgegliedert diese Aufsplitterung führte zu einem ebenso kleinlichen wie blutigen Ringen um die politische Vorherrschaft weshalb die
  1103. angelsächsische Frühzeit nicht unbedingt eine strahlende Kulturstufe in der englischen Geschichte darstellt nicht politischer einigungswille prägte die
  1104. Zeit sondern der Machtwille einzelner tatkräftiger Könige die auf der Bildfläche erschienen und dann wieder verschwanden Hauen und Stechen Mord und
  1105. Totschlag bestimmten die Szene die Kampfmoral der sächsischen Krieger hatte maßgeblich mit bedingungsloser gefolgschaftstreue zu
  1106. tun die Ausbreitung des gefolgschaftswesens eine starke Bindung zwischen volksherren und gevolkssmann kennzeichnet nicht bloß die frühe
  1107. germanische Verfassung sondern auch die späömische Zeit der große einiger der Insel wurde erst Alfred der große 871 bis
  1108. 899 nachdem er die dänischen Wikinger 878 bei addeddington geschlagen hatte seine geheiligte westsächsische Dynastie sollte Großbritannien fast bis zur
  1109. Ankunft der Normann [Musik] beherrschen waren Angeln Sachsen und
  1110. Jüten noch Heiden als sie britischen Boden betraten wurden sie im Verlauf des sechsten und 7b jahrhunderts von der römischen Kirche und ihre schottischen
  1111. Mönchen zu Christen missioniert die Stärke der katholischen Kirche der Angelsachsen beruht auf ihrer unmittelbaren Beziehung zu Rom woher sie
  1112. nicht nur das Christentum sondern auch die antike Kultur bezog allerdings entwickelten sich Christentum und Kirchenordnung bei den
  1113. Angeln und Sachsen auch unter dem Einfluss und in der Auseinandersetzung mit den christlichen ihren am Ende sollten die
  1114. angelsächsischen und iroschottischen Mönche ihr Missionswerk im Frankenreich fortsetzen und zu den brückenbauern des frühmittelalterlichen Europa
  1115. werden der heilige heute als Apostel Irlands und Nationalheiliger verehrt wurde um 385 im Süden von Wales geboren und war im Alter
  1116. von 16 Jahren von Piraten nach Irland verschleppt und dort als Sklave verkauft worden um 407 konnte er in die Heimat fliehen ging aber bald zum Studium nach
  1117. Gallien lernte dort das Mönchsleben ebenso kennen wie die Bischofskirchen um 432 wurde er bischöflicher Nachfolger des ersten
  1118. irischen Missionars Palladius sein Bischofssitz war vermutlich amark im Norden Irlands Patrick trug wesentlich zur
  1119. Organisation der iroschottischen Kirche bei die Klöster vom heiligen Patrick gegründet wurden rasch Zentren des seelsorgerischen geistigen und
  1120. kulturellen Lebens von diesen Klöstern vor allem vom irischen inselkloster Iona wurde ein wahres Netzwerk weiterer klüster
  1121. aufgebaut wanderten die Mönche los um Schottland und dem Norden Britanniens den christlichen Glauben zu bringen die Missionare waren nicht nur
  1122. Boten des Glaubens sondern auch Professoren Erzieher und Dichter in einer Person Karl der Große ernannte später den angelsächsischen Theologen
  1123. Alkuin von Jork sogar zum Leiter seiner Privatschule von Britannien des 8 jahrhunderts von den Klöstern der Iren und Angelsachsen ging die moderne Kultur
  1124. des Abendlandes aus sie begann auf den Kontinent auszustrahlen und einen geistigen Austausch in Gang zu bringen
  1125. angelsächsische Missionare gingen auf das Festland und Predigten die reine Lehre in Germanien und im fränkischen Gallien wo sich eine Verwilderung des
  1126. christlichen Lebens abzeichnete auf den Höhepunkt wurde die angelsächsische Mission von Bonifatius geführt der bedeutendsten Figur der
  1127. fränkisch-karolinischen Kirchengeschichte der aus Wessex stammende Gottesmann wurde später der Apostel der deutschen genannt er setzte
  1128. sich mit den Germanen öst des reheins auseinander die zwar dem fränkischen Reichsverband angehörten bisher aber nicht mit dem Christentum in Berührung
  1129. gekommen waren in dieser wilden Diaspora gelang es ihm tatsächlich so etwas wie eine germanische Kirche zu organisieren als
  1130. er im hohen Alter zu einer Bekehrung der Friesen aufbrach wurde er dort gleich nach seiner Ankunft 754 erschlagen mit seinem Evangelia soll er sich den
  1131. Schlägen der Angreifer zur Wehr gesetzt haben die Barbaren von der christlichen Heilslehre zu überzeugen war gewiss nicht immer einfach als
  1132. glaubensverkünder betraten fromme Männer wie Bonifatius häufig Gebiete ohne Kulturtradition wo Glaube und Bücher völlig unbekannt waren die moderne
  1133. Schriftkultur der Klöster war ihnen fremd ihre eigenen religiösen Erzählungen stammten aus der Erinnerung und mündlichen Überlieferung außerdem
  1134. müssen den kompromisslosen Kriegern die pazifistischen Überzeugungen des Neuen Testament seltsam vorgekommen sein am besten
  1135. funktionierten wahrscheinlich die Geschichten des Alten Testaments die aus einer archaischen Welt stammten die den germanischen Stammesfürsten vertraut war
  1136. auge um Auge Zahn um Zahn das war ihre Welt damit konnten die Germanen etwas anfangen auf lange Sicht waren die germanischen stammeskulte der
  1137. christlichen Religion nicht gewachsen diese besaß durch ihr schriftliches Fundament eine es Profil das sie von anderen Religionen
  1138. Unterschied auch waren die professionell geschultten Missionare den heidnischen stammespriestern weit überlegen wenn sie deren Heiligtümer zerstörten ohne dafür
  1139. von den Göttern bestraft zu werden werteten die Germanen dies als Zeichen der überlegenen christlichen Religion dieses Vorgehen war ein
  1140. bewährter Trick der Missionare zudem hatte die Völkerwanderung mit ihren wechselnden Koalitionen und zunehmend ethnisch vermischten Verbänden nicht nur
  1141. die Identität der einzelnen Stämme sondern auch ihre religiösen Kulte und Vorstellungen geschwächt zudem hatte das Christentum
  1142. ja auch etwas zu bieten es war eine fortschrittliche Religion statt dunkler mythten von kriegsdonner und blitzgöttern gab es hier einen Gott
  1143. Schöpfer und Erlöser es erklärte die Schaffung der Welt gab dem Leben einen Sinn und ein Ziel die Erlösung im
  1144. Paradies das taufereignis zu rin trug Chlodwig große sympathiens Seiten der einheimischen Bevölkerung sowie von Byzanz ein dass sich ihr König für den
  1145. Glauben der Gallo römischen Bevölkerungsmehrheit und gegen seine eigene Geschichte entschieden hatte machte großen
  1146. Eindruck neben dem König und dem herer wurde die Kirche die dritte tragende Säule des Frankenreichs welch ein Wandel hatte
  1147. sich da vollzogen erst hatten die Franken wie andere Germanen auch in Kirchen primär die Einladung zur Plünderung gesehen und nun taten sie
  1148. sich als Kirchen und Klosters Stifter hervor stellten den Klerus und seine Gemeinde unter ihren Schutz Chlodwig starb 511 in Paris seine
  1149. vier Söhne teilten das Reich unter sich auf und setzten die begonnenen Eroberungskriege in Gallien und Germanien fort jeder versuchte sein
  1150. Reich zu vergrößern 531 eroberten sie das Land der Thüringer 534 das der Burgunden wenige Jahre
  1151. später geriet auch Bayern unter ihrer Herrschaft das Reich der Franken war konkurrenzlos geworden sie waren es die Europa von nun an
  1152. gestalteten was war mit den anderen germanischen Nachfolgestaaten des römischen Weltreichs passiert das Reich der Vandalen war untergegangen dass der
  1153. Ostgoten nach dem Tod Theoderichs im Sinken begriffen die Langobarden waren den fanken nicht gewachsen sollten am Ende sogar von ihnen in offener
  1154. Feldschlacht besiegt werden das Westgotenreich in Spanien und das der Angelsachsen befanden sich an der Peripherie des
  1155. Reiches die Völker des skandinavischen Nordens blieben in ihrer heidnischen Welt isoliert daran änderten auch gelegentliche grenzüberfälle der Friesen
  1156. nichts auch die avarischslawischen Völker an der Ostgrenze des Reiches waren weit weg stellten keine Bedrohung dar es blieb
  1157. nur das Oströmische Reich das bis ins 15 Jahrhundert hinein Bestand haben sollte auch Byzanz brauchten die Franken nicht zu fürchten die Interessen
  1158. Konstantinopels kollidierten nicht mit denen der Salia und was geschah mit den Merowingern sie verloren bereits Mitte
  1159. des 7b jahrhunderts alle Macht an ihre Stelle traten die aufstrebenden Karolinger den berühmtesten von ihnen Karl Martel gelang es 732 die
  1160. vorrückenden Araber bei Tour und Portier zu schlagen damit hatten die Franken das gesamte christliche Europa gegen den Orient verteidigt sie hatten die
  1161. abendländische Welt gerettet ein weiterer Höhepunkt ihres Aufstiegs der so unscheinbar am niederrein begonnen hatte nach all den wir und Wanderungen
  1162. germanischer Völker über viele Jahrhunderte hinweg hatten sich nur zwei reiche herausgeschält die auf dem Boden des römischen Reiches Bestand hatten
  1163. dass der Angelsachsen in Britannien und dass der Franken auf dem europäischen Festland was hatte die Franken dazu befähigt vielleicht war es ihr
  1164. menschenreichtum der sie auch verlorene Schlachten überstehen ließ oder ihre bereitwillige Anpassung an überlegene Kulturen und ihre groß
  1165. Lernfähigkeit oder ihre Könige und Führer hatten einfach das bessere Gespür für Machtkonstellationen oder sie waren skrupelloser und pragmatischer als die
  1166. anderen die Franken könnten den anderen germanischen Völkern auch deswegen überlegen gewesen sein weil sie kaum wanderten und dadurch weniger Strapazen
  1167. ausgesetzt waren eigentlich waren sie die kriegsgewindnler jener Epoche diejenigen die am wenigsten Tag en aber am meisten
  1168. [Musik] ernteten wer nach den Anfängen deutscher Geschichte fragt der muss sich in die Zeit der Völkerwanderung begeben in die
  1169. Geschichte der Römer der Franken der Kelten und andere Germanen dabei wird auch klar dass die Germanen mit Blut und Rasse wie ihnen
  1170. Nationalisten und Rassisten nachsagen nichts im Sinn hat denn genau das Gegenteil trifft zu Abstammung und Herkunft spielte in ihren
  1171. Haufen keine Rolle die Germanen ließen sich je nach den Umständen auf alle möglichen Konstellationen und Freund wie Feindbilder ein und schließlich wird
  1172. deutlich dass die Migranten in erster Linie Wirtschaftsflüchtlinge und keine aggressiven Eroberer waren allerdings wiesen sie eine Kampfstärke auf die sie
  1173. überleben ließ sie hatten nicht vor dass römische Reich zu zerstören sie suchten Land um in Frieden zu siedeln aus zwei Kulturen die sich
  1174. jahrhundertelang aneinander rieben aus der germanischen und der römischen Kultur entstand schließlich ein neues Europa ein Europa der Völker ind dem
  1175. erst jetzt im 21 Jahrhundert allmählich die Grenzen verschwinden und das sich zusammentut um den globalen Herausforderungen gerecht zu werden
  1176. Karl der Große hat das schon vor über 800 Jahren [Musik]
  1177. [Musik] [Musik] erträumt
  1178. [Musik] [Musik]
  1179. [Musik] [Musik]
  1180. [Musik] [Musik]
  1181. [Musik] [Musik]
  1182. [Musik]

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