Die Völkerwanderung Geschichtshörbücher https://www.youtube.com/watch?v=343G2Q4Tfq8 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 es waren zwar die Hunnen die mittelbar das römische Reich zum Einsturz brachten aber eigentlich beginnt die Geschichte der Völkerwanderung bereits mit dem 0:09 Marsch der Kimbern und Teutonen um 120 vor Christus dieser erste große germanenzug Richtung Süden nimmt das spätere Drama der vkerwanderung vorweg 0:21 nach dieser ersten Schockwelle sollten die Römer nie mehr aufhören mit einer Mischung aus wachsendem Misstrauen und nackter Angst in Richtung ihrer 0:28 nordgrenzen zu schauen als seien diese blonden Hühnen die Vorboten immer neuer Barbarenhorden die sich des Südens bemächtigen wollten ihre furiosen Kämpfe 0:39 gegen die römische Weltmacht bewogen den römischen Dichter und Staatsmann tazitus zu einem sehr respektvollen Satz über die Kimbern die er als jetzt noch ein 0:49 kleiner Stamm aber von ungeheurem Ruhm bezeichnet die Teutonen kommen bei ihm nicht vor dafür aber beim griechischen Seefahrer pythias der nach nach seiner 1:00 spektakulären Reise in den Norden über das heutige Helgoland um 325 vor Christus berichtet dort wird im Frühling reichlich Bernstein angespült 1:11 der ein Auswurf des gefrorenen Meeres ist die Inselbewohner verwenden ihn zum Heizen auch verkaufen sie ihn an die Teutonen die ihnen auf dem Festland am 1:20 nächsten wohnen mit dieser ersten Nennung des Stammes der Teutonen so die Auffassung vieler Historiker beginnt die Geschichte der 1:42 Germanen eine Sturmflut soll jüdland die Heimat der Kimbern überschwemmt haben versalzte Böden und eine einsetzende Hungersnot zwangen den größten Teil des 1:53 Stammes zum Verlassen ihres Siedlungsgebietes die Teutonen haben sich ihnen später angeschlossen die riesige wandergemeinde 2:01 es mögen an die 150 000 Menschen gewesen sein hatte sich nach Süden in Marsch gesetzt sie zog nach Böhmen Schlesien und Mären schließlich ins Donaugebiet 2:11 und in die Ostalpen den städtebauenden Römern waren wandernde Naturvölker suspekt die 2:20 Nachrichten die in Rom kursierten hörten sich nicht gut an und sollten von den späteren Ereignissen noch übertroffen werden zwei gigantische chsäulen von 2:30 insgesamt 300.000 Menschen seien unterwegs erzählte man sich am Tiber riesengroße bewaffnete Krieger mit blauen Augen dazu noch größere Scharen 2:39 an Kindern und Frauen diese erbarmungslosen hühnenhaften Barbaren seien gleich einer hereinbrechenden Wetterwolke auf der Suche nach Land und 2:48 nach Beute in den Städten wer sich ihnen entgegenstellte würde niedergemacht das klang in der Tat furchterregend schließlich erfolgte ein 2:58 erster Angriff der Kimbern und Teutonen auf das mit Rom Verbündete nurikum auf dem Gebiet des heutigen Österreichs der römische Konsul papirius 3:08 Carbo ließ die Alpenpässe besetzen um die Germanen am Durchmarsch nach Italien zu hindern als sie jedoch nicht Angriffen begining KBO aus 3:17 Überheblichkeit seinen ersten Fehler er rückte gegen die Kimbern vor und beschuldigte sie die Noriker die Verbündeten Rums angegriffen zu 3:26 haben das war der Zeitpunkt an dem sich Römer und kennenlernten die Kimbern Versicherten eilfertig von dieser Freundschaft nichts 3:34 gewusst zu haben und versprachen friedlich wieder abzuziehen denn sie seien lediglich auf der Suche nach Siedlungsland um sich dort 3:41 niederzulassen Carbo gab ihnen darauf Führer mit angeblich um Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Gebiet behilflich zu sein das war allerdings 3:51 nur ein Vorwand der Konsul hatte seine Führer angewiesen mit den Barbaren einen längeren Umweg zu machen während der 3:59 Ihnen mit seinen beiden Legionen in eilmärchen den Weg Abschnitt und Posten bezog um sie aus dem Hinterhalt zu vernichten der Konsul sollte für seine 4:09 Heimtücke bitter bezahlen die Schlacht fand 113 vor Christus bei Nora statt einem Ort nördlich des heutigen Klagenfurt Carbo überfiel die Kimbern 4:21 während einer Rast warum der Konsul glaubte die Barbaren leicht besiegen zu können wird für immer sein Geheimnis bleiben der primitiven aber durchaus 4:30 wirkungsvollen Kampfweise der Germanen waren die überraschten Römer nicht gewachsen zwei Legionen 12000 Mann wurden von den furiost reinschlagenden 4:39 Kriegern aufgerieben dass sie nicht völlig vernichtet wurden verdankten sie dem Aberglauben der Germanen als ein schweres Gewitter einsetzte brachen sie 4:49 den Kampf ab sie fürchteten den Zorn der Götter 5:03 am Anfang des langen römischgermanischen Ringens standen also List und Tücke sowie eine Selbstüberschätzung eines bisher meist siegreichen Großreichs das 5:14 war nicht unbedingt der beste Einstieg für eine vertrauensvolle Zukunft die Römer wurden zwar erschüttert doch das Schicksal meinte es noch einmal gut mit 5:23 ihnen die Kimbern und Teutonen setzten ihren Marsch nicht weiter nach Süden fort sondern zogen in den Nordwesten zu den keltischen helweziern in der 5:32 heutigen Schweiz einige wenige ließen sich an Necker und Main nieder die meisten jedoch wanderten nach Gallien weiter einer Odyssee entgegen die sie 5:42 nach etwa 15 Jahren über Spanien zurück nach Gallien und Italien führen sollte es muss eine riesige Marschkolonne gewesen sein die besten Krieger an der 5:54 Spitze und in der Nachhut Mütter und Kinder in der zugmitte in Ochsenkarren die Reiter an den Flanken mit dem Vieh und ganz vorne die alten Frauen die den 6:03 richtigen Weg aus dem Blut von Gefangenen weiß sagten zeitgenössische Chronisten schilderten das dazugehörige Prozedere 6:11 ganz genau unter ihren Frauen die an dem Heereszug teilnahmen waren auch weißsagende Priesterinnen mit ergrautem Haar in weißen Gewändern leinenden mit 6:22 fiebeln zusammengehaltenen Mänteln mit bronzegürteln barfüßig diese gingen im herlager mit gezückt Schwertern auf die Gefangenen zu 6:31 begrenzten sie und führten sie zu einem bronzekessel der etwa 20 am voren fasste dort ST auch eine Leiter die eine der Priesterinnen bestieg um dann oberhalb 6:41 des Gefäßes einem nach dem anderen der emporgereichten die Kehle durchzuschneiden mit dem in den Kessel fließenden Blut praktizierten sie eine 6:51 Art weißsagung anderen schlitzten sie den Leib auf und prophezeiten aus den Eingeweiden wobei sie ihren Leuten laut den bevorstehen den Sieg verkündeten 7:01 während des Kampfes trommelten sie auf die Fälle die über die wagenkörbe gespannt waren soass ein ungeheurer laut entstand Völkerwanderung zu jener Zeit 7:12 bedeutete mühsam Tag für Tag Monat für Monat bei jedem Wetter den Weg zu suchen je weiter die Kimbern und Teutonen nach Süden vorrückten desto erträglicher 7:23 wurde es wenn möglich folgten sie den Flüssen denn sie gaben ihnen Richtung und Ziel die Flüsse konnten aber zugleich 7:32 unüberwindbare Hindernisse darstellen es sei denn die Führer fanden eine Furt für die Durchquerung das konnte allerdings Tage 7:41 dauern 109 vor Christus trafen die Kimbern und Teutonen an der rone auf das Heerlager des römischen Konsuls Markus Junius Silanus und baten um die Vergabe 7:52 von Siedlungsgebieten denn sie wollten keinen Krieg führen das ihnen zugewiesene Land würden sie als römische Bundesgenossen bezahlen damit 8:02 wiederholten sie die gleichlautende bitte die ihre Gesandten vorher in Rom vorgetragen hatten diese hatten wegen ihrer äußeren 8:10 Erscheinung allerdings nur Erstaunen und Spott ausgelöst ihr Gesuch nach Land wurde vom römischen Senat kategorisch abgelehnt kurz nachdem die gesamten zu 8:22 ihrem Volk zurückgekehrt waren wurden die Barbaren von Silanus angegriffen aber auch diese zweite Schlach konnten die Römer nicht gewinnen sie geriet 8:31 erneut zum Debakel diesmal fielen vier Legionen etwa 24000 römische Soldaten auf dem Schlachtfeld und wieder geschah das Unbegreifliche statt sich nach Rom 8:44 zu wenden und Rache zu nehmen setzten die Kimbern und Teutonen ihren wanderzug durch Gallien fort die weisen Frauen hatten es so 8:53 entschieden 105 vor Christus stieß die kimbrischteutonische Hauptmacht auf drei starke römische Kräfte die an der rone standen es war das alte Spiel sowohl die 9:05 Legionen des ehemaligen Konsuls skaurus als auch die des Konsuls malius Maximus und des Prokonsuls servilius Capio wurden bei arausio dem heutigen orange 9:16 besiegt diese Schlacht war mit schätzungsweise über 80 000 gefallenen Soldaten eine der größten Niederlagen in der langen römischen Geschichte in 9:26 diesen Kämpfen müssen die Germanen eine oft sinnlos ende Brutalität gezeigt haben die Schilderung des Geschichtsschreibers Livius ist 9:35 überliefert 80.000 Römer und Bundesgenossen wurden getötet 40 000 rosknechte und magetender dazu alle Beute wurde den Göttern geopfert die 9:47 Gewänder der Gefallenen und Gefangenen wurden zerrissen Gold und Silber in den Strom geworfen die Pferde ertränkt die Gefangenen an den Bäumen 9:56 aufgehängt von dem ganzen her blieben nur zehn Mann übrig die die traurige Kunde überbrachten und Plutarch 10:06 schrieb unwiderstehlich in ihrer Tollkühnheit ihrem Wagemut und der Kraft ihrer Arme griffen sie bei den Schlachten mit der Schnelligkeit und 10:14 Gewalt eines Feuersturms an keiner leistete ihrem Andringen Widerstand sondern alle auf die sie trafen wurden wie Beutegut fortgeschleppt und später 10:24 geopfert oder gleich niedergemacht selbst wenn die Zahlen übertrieben sein mögen so veranschaulichen sie doch das tiefe 10:34 Entsetzen der Römer über den Vernichtungswillen und die brotalität des Gegners auch wenn die Germanen durch die Abschlachtung der Gefangenen Feinde 10:42 ihren Göttern huldigen wollten ihre Grausamkeit also einen kultischen Hintergrund hatte ihr Verhalten trug nicht gerade zur Völkerverständigung bei 10:51 das das arrogant abweisenden Kulturvolkes der Römer allerdings auch nicht und wieder hat ten die weisen Frauen etwas gegen den Zug nach Italien 11:03 obwohl das Land schutzlos vor ihnen lag die Kimbern stießen über den Ebro nach Spanien vor während die Teutonen und ambronen plündernd durch Gallien zogen 11:14 aber weder in Spanien noch in Gallien fanden die Germanen eine Heimat Kimbern Teutonen und ambronen trafen sich wieder an der SC und beschlossen nun endgültig 11:25 auf das römische Kernland auf die Hauptstadt am Tiber nach Italien zu marschieren die Zeit der Entscheidung war 11:33 gekommen die beiden Heerhaufen gingen einige Wochen gemeinsam dann trennten sie sich Teutonen und ambronen wollten über die Westalpen vordringen die 11:43 Kimbern über die Ostalpen zu dieser Zangenbewegung sollte es aber nicht mehr kommen Rom hatte endlich den geeigneten Führer seiner 11:52 Legionen gefunden Gaius Marius ein Haudegen alter Schule der sich mit kühlem Kopf an die Aufgabe machte die barbarengefahr ein für alle Mal zu 12:01 bannen er hatte die römische Kriegsmacht einer umfassenden Reform unterzogen sie vergrößert und modernisiert die Trennung der beiden 12:11 barbarischen Heere kam ihm sehr entgegen und so erwartete er 103 vor Christus Teutonen und ambronen in der Nähe des heutigen Exon 12:20 Provence Marius ließ sich vom Gegner nicht provozieren und hielt seine Soldaten im Lager zurück vom befestigten Wall aus beobachteten sie den Feind um 12:31 sich an die fremdartigen Gestalten zu gewöhnen und ihre Ausrüstung begutachten zu können dies war einer der Schlüssel zum Erfolg dem Fremden seinen Schrecken 12:41 zu nehmen als ich die ganen auf den Weg machten und am Lager der Römer vorbeizogen dauerte es aufgrund ihrer 12:50 schwindelerregend hohen Zahl ganze sechs Tage bis der Zug vorüber war die Barbaren fragten die Römer lachend ob sie ihren Frau daheim in Rom etwas 13:00 ausrichten sollten denn in Kürze würden sie mit ihnen das Ehebett Teilen marius war allerdings schneller und schnitt ihnen den Weg ab in der 13:10 folgenden Schlacht gab er den übermütig gewordenen Barbaren keine Chance erst ging er gegen die ambronen dann gegen die Teutonen vor fing sie am Flussufer 13:20 ab und durchstieß ihre Reihen als er die Überlebenden ins Lager zurückdrängte kamen ihnen die germanischen Frauen mit Schwertern und ächten entgegen um sowohl 13:31 gegen die fliehenden des eigenen Stammes als auch gegen die Römer einzuschlagen am nächsten Tag die Barbaren waren besiegt lagen 100.000 13:41 Germanen tot auf dem Schlachtfeld die Teutonen waren [Musik] 13:57 vernichtet die Kimbern hatten mittlerweile die Alpen ohne Widerstand überquert da der römische Feldherr katulus die Pässe 14:05 nicht sichern ließ er konzentrierte sich darauf seine Verteidigungslinie am Fluss Edge zu errichten um das Heer zusammenzuhalten als die Kimbern die 14:15 Römer entdeckten rissen sie Hügel auf schleppten Bäume samt Wurzeln und Erdklumpen in den Fluss und drängten die Strömung so geschickt ab dass die von 14:23 katulus gebauten verteidigungswelle ins Wanken gerieten a in Auge mit tausenden entfesselten Kimbern blieb den völlig 14:32 überrumpelten Römern nichts anderes übrig als zu fliehen es gelang ihnen gerade noch mit katulus an der Spitze die Formation einigermaßen geordnet zu 14:41 halten damit sich die Blamage nicht allzu deutlich offenbarte die Kimbern drangen daraufhin in die fruchtbare Poebene vor und 14:49 wähnten sich endlich am Ziel ihrer Wanderung in der neuen Heimat im gelobten Land bestimmt hatten sie schon längst 14:57 kein Vergnügen mehr an der ewigen Wanderung sie wollten ein Dach über dem Kopf Ecker bebauen Viehweiden und Obstbäume 15:04 pflanzen Marius der zuerst von einer Niederlage des katulus am Fuße der Alpen ausgegangen war hatte seine Legionen in Eilmärschen in die Poebene geführt die 15:15 Kimbern ließen ihm ausrichten dass sie keinen Krieg wollten wenn Marius Ihnen das Land lasse wollten sie sich Rom als Soldaten 15:23 verdingen Marius führte Ihnen als Antwort den Gefangenen teutonenkönig teutobut erst jetzt erfuhren die Kimbern von der 15:31 Vernichtung des brudervolkes ohne ihre Verbündeten hatte sich ihre Situation entscheidend verschlechtert trotzdem war der Krieg 15:40 unausweichlich geworden boorix der König der Kimbern forderte Marius auf ihm Tag und Ort der Entscheidungsschlacht zu bestimmen die dann auf den 30 Juli 101 15:52 bei verchelli festgelegt wurde zehn römische Legionen unter Marius und katulus stand ein kimbrischer Kampfverband von 5 quadratkilomet 16:01 gegenüber mit über 100.000 Fußsoldaten und reiterkriegern allem Anschein nach hat die umzingelungsstrategie von Marius die 16:09 Schlacht letztlich entschieden obwohl der in der Mitte kämpfende Catulus den Sieg für sich reklamierte unter den Kimbern jedenfalls 16:17 brach Panik aus etwa 50 000 Krieger fielen die gleiche Menge wurde gefangen genommen als die Niederlage feststand brachten sich viele Barbaren sowie 300 16:27 ihrer Frauen die sich ihrer wagenburck bis zuletzt erbittert gewährt hatten um sie wollten nicht in Ketten und in Schande durch Rom geschleift werden und 16:35 als Sklaven ihr Dasein friststen das furchtbare Ende der Kimbern hat Plutarch in erschütternder Weise 16:43 festgehalten als die Römer die fliehenden bis an ihre Verschanzung zurückgedrängt hatten trafen sie auf geradezu tragische Szenen die Frauen 16:52 standen schwarz gewandet auf den Wagen und töteten die fliehenden die einen ihre Männer die anderen ihre Brüder wieder andere ihre Väter ihre kleinen 17:03 Kinder erwirkten sie mit den Händen und warfen sie unter die Räder oder unter die Füße der Zugtiere dann brachten sie sich selbst um eine Frau hing an einer 17:14 aufgerichteten Deichsel ihre Kinder hatte sie mit strricken an ihren Knöcheln fest gebunden zu beiden Seiten erhängt die Männer sollen da es an 17:24 Bäumen mangelte den Strick um ihren Hals an den Hörnern der rin oder auch an deren Beinen angebunden dann die Rinder mit Stacheln angetrieben haben und zu 17:34 Tode geschleift oder getrampelt worden sein obwohl so der Tod unter ihnen wütete gerieten noch mehr als 50.000 in Gefangenschaft die Anzahl der gefallenen 17:44 soll doppelt so groß gewesen sein für den Ausgang der Schlacht war gewiss auch die hochsommerliche Hitze ausschlaggebend die den hühnenhaften 17:53 Kimbern schwer zu schaffen machte es wird berichtet dass ihnen der Schweiß in Strömen herunterran und sie sich zum Schutz vor der Sonne die Schilde vor das 18:01 Gesicht hielten zudem war der Morgen neblig gewesen daher konnte Marius eine überraschende Attacke starten dazu wehte 18:10 den Kimbern durch einen heftigen Wind störender Staub ins Gesicht eine wirkungsvolle Strategie war auch die römische Schlachtreihe im Osten 18:17 aufzustellen sodass die glitzernden römischen Helme und Rüstungen die Kimbern in der Morgensonne zumindest irritierte wenn schon nicht zu Beginn 18:25 der Schlacht entmutigte ob auch katalus seinen Anteil am schlachtenrum einforderte wurde Marius vom Volk künftig als dritter 18:33 Gründer Roms gefeiert er hatte die Teutonen besiegt und bekleidete als amtierender Konsul einen höheren Rang als 18:42 katolus nun konnten die Bürger des Römischen Reichs wieder aufatmen die meisten Überlebenden Kimbern zogen vermutlich wieder nach Norden zurück 18:52 viele ihrer versklavten Krieger bzw deren Nachkommen sollten sich 30 Jahre später als Gladiatoren gemeinsam mit teutonischen leitgenossen dem 19:02 rebellierenden sklavenzug des berühmten Spartakus anschließen der einer Gladiatorenschule bei kapua entflohen war und einen gefährlichen Aufstand 19:11 anzettelte die zirkuskämpfer zogen plündernd durch Italien bevor sie von den Römern geschlagen und ans Kreuz genagelt werden konnten damit hatten die 19:21 letzten Kimbern und Teutonen in Italien aufgehört zu existieren die nannten nicht nur die Germanen Barbaren sondern alle Bewohner 19:31 jenseits der Reichsgrenzen ohne Wertung bezeichnete Barbar zunächst den Fremden der eine unverständliche Sprache 19:40 redete in dieser Bedeutung hatten die Römer diesen Begriff von den Griechen übernommen griechisches und römisches Selbstbewusstsein sah im Barbaren aber 19:49 auch rasch den Angehörigen einer primitiven Kultur der all die Eigenschaften besaß die üblicherweise unzivilisierten Völkern zugeschrieben 19:57 wurden war der Fremde zugleich der Feind so erhielt das abschätzige barbarenbild eine unmittelbar politische 20:19 Bedeutung Marius hatte die Invasion der nordbarbaren zwar abgewehrt doch damit war die Angelegenheit längst nicht erledigt in den Köpfen der Römer hatten 20:30 die germanischen wanderzüge ihre Spuren hinterlassen und lebten als latente Bedrohung fort ein ehrgeiziger Feldherr musste nur an das barbarenrauma erinnern 20:40 und schon durfte er zum Schutz Roms alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen dieser ehrgeizige feldter war Gaius Julius Caesar und sein 20:51 Operationsgebiet war Gallien caar hatte sich vorgenommen die Grenzen des römischen Reiches vom Mittelmeer bis bis zum Rhein zu erweitern und darum musste 21:01 Gallien erobert werden die Germanen ob sie nun wollten oder nicht sollten in Caesars Plänen eine zentrale Rolle spielen 30 Jahre nach der Vernichtung 21:12 der Kimbern und Teutonen überquerte eine weitere Schar von Barbaren den rehein und versuchte sich in Gallien niederzulassen dieses herer setzte sich 21:21 aus vielen Völkern zusammen und zählte ungefähr 15 000 Mann die Sweben stellten in diesem Haufen die Überzahl hinzu kamen Markomannen und skandinavische 21:33 haruden angeführt wurden sie vom kriegerhäuptling ario wist einem anerkannten Militärstrategen und einem der schillernsten Führer der 21:42 germanischen Geschichte sogar der sonst so hochmütige römische Senat erkannte sein Königtum an und nannte ihn Rex germanorum den ersten historisch 21:54 verbirgten König der Germanen Arist war eigentlich auf einen gallischen Hilferuf hingekommen die keltischen sequaner baten darum sie 22:04 gegen ihre Nachbarn die hedua zu unterstützen die gallischen Stämme jenerzeit lagen in ständigem Streit miteinander ario wist fackelte nicht 22:13 lange schlug2 vor Christus die hdua und erhielt zur Belohnung von den sequanern ein Drittel ihres Gebietes südwestlich vom rheinennie bei 22:22 Basel dort ließ er sich mit seinen Mannen nieder und baute sein Einflussgebiet sogar noch aus natürlich erfuhren auch andere 22:30 rechtsreinische Germanenstämme von dieser Erfolgstory das weckte Begehrlichkeiten denn durch den Bevölkerungsdruck wurde 22:37 inzwischen gutes akckerland Rah in Scharen schlossen sie sich ario wiist an sein her soll schließlich auf 120 000 Mann angeschwollen sein schon kurz nach 22:48 der erfolgreichen Schlacht herrschte der erste germanenkönig über das gesamte heutige Elsas dieser germanische emporkömling 22:56 entwickelte sich zu einer ernsten farums Caesar witterte seine Chance endlich konnte er den Römern seine 23:05 militärischen Fähigkeiten beweisen damals war er 42 Jahre alt und behauptete entweder müsse man Gallien erobern oder aber Gallien würde 23:15 germanisch werden und wenn Gallien erst einmal germanisch wäre dann sei auch das römische Reich erneut in Gefahr damit hatte Caesar bei seinen 23:24 Landsleuten das tief verankerte kimberntrauma wieder wachgufen es war klar dass sie in seinem Ansinnen einen gerechten Krieg einen bellum 23:33 justum sahen cäar jedenfalls erhielt das gewünschte Kommando unverzüglich begann er 58 vor Christus mit der Eroberung Galliens dabei war es unvermeidlich dass 23:45 er auf den germanenfürsten ario wiist treffen musste anfangs hatten die Römer jede 24:00 Konfrontation mit arioovist vermieden sie hatten ihm sogar einen zweiten Titel verliehen amikus populi Romani ihn also zum Freund des römischen Volkes ernannt 24:11 nun kam Caesar der Hilferuf einiger gallischer Stämme die sich von den Germanen überrollt fühlten gerade recht er lockte die einsickernden Germanen in 24:21 eine brillante feldzugsutüre nach seinem Sieg konnte er anschließend ganz Gallien im Triumph erobern cäar forderte ariist schließlich 24:31 ultimativ auf keine weiteren rechtsreinischen Truppen mehr nach Gallien zu rufen alle häduischen Gefangenen freizulassen und vor allem 24:39 weitere militärische Aktionen gegen gallische Stämme einzustellen mit anderen Worten erforderte eine bedingungslose 24:47 Unterwerfung ario wiists Antwort war eindeutig wenn caar wolle könne er getrost angreifen er würde schon sehen was seine kampfa 24:58 Germanen zu leisten imstande sein vor der Schlacht trafen sich die beiden feldhrn auf einem Hügel in der Nähe des heutigen Kolmar zu 25:07 Verhandlungen Caesar beschreibt die Situation in seinem gallischen Krieg ausführlich und dabei schneidet Ariovist der Barbar nicht einmal schlecht ab 25:17 Ariovist argumentiert logisch dass er auf Wunsch der Gallia seine Heimat verlassen habe und sie ihm freiwillig Teile ihres Landes gegeben hätten mit 25:27 Gefangenen verfahre er nach alten kriegsgesetzen nach denen der Besiegte dem Sieger gegenüber tributpflichtig sei und schließlich sei er vor den Römern in 25:37 Gallien gewesen sie hätten nicht mehr Rechte auf die Provinz als er letztlich bot ariist Caesar für dessen Rückzug seine militärischen 25:47 Dienste an um alle Kriege die Caesar führen wolle für ihn siegreich zu beenden doch es nutzten keinegum mente und keine Schmeicheleien caar lehnte das 26:00 Ansinnen ariovists kühl ab die Schlacht war unausweichlich geworden in der Nähe des heutigen Mühlhausen brallten Caesars vier Legionen mit Hilfstruppen und der 26:12 Reiterei ungefähr 5 000 Mann auf ungefähr die gleiche Anzahl von Germanen es war die kühne Reitertruppe des jungen Publius die dies Ringen 26:22 entschied ariists Kämpfer wurden zurückgedrängt und besiegt unter großen Verlusten zogen sie sich über den Rhein zurück auch ariowiist entkam und starb 26:34 vermutlich vier Jahre später nach dieser Schlacht waren die Germanen aus Gallien vertrieben und caar konnte den Rhein als Grenze zwischen 26:44 Gallian und Germanen etablieren mit der darauf folgenden römischen Eroberung Galliens hatten die Germanen natürlich neue Nachbarn 26:53 erhalten und caar war nicht der Mann der etwas dem Zufall überließ von nun an ließ er die reingrenze nicht mehr aus den Augen und er war durchaus auch zu 27:02 Brutalitäten fähig wenn es um die Sicherung der Grenze ging als 56 vor Christus Usipeter und tktera in scheinbar friedlicher Absicht den rein 27:13 überquerten um cäar nach Land zu fragen ließ er sie es waren auch Frauen und Kinder darunter von seinen Truppen gnadenlos 27:22 niedermetzeln bereits wenige Jahre zuvor hatte der Feldherr einen Völkermord an den Nerv befohlen auf den er sogar noch stolz war Kato der Jüngere ein 27:32 erbitterter Feind Cesars stellte im römischen Senat den unerhörten Antrag ihn wegen dieser Greueltaten an die Germanen 27:40 auszuliefern selbstverständlich blieb diese Aufforderung ohne Folgen seit den Jahren 55 und 53 vor Christus überquerte cäar mit seinen 27:52 Truppen regelmäßig den rein um Strafexpeditionen unter den Germanen durchzufüren führen er war aber klug genug nie zu weit auf germanisches 28:01 Gebiet vorzudringen seine Überfälle waren lediglich Demonstrationen seiner Macht die die Germanen einschüchtern sollten 28:09 er machte auch den römischen Senatoren klar dass sich eine Expansion ins germanische Gebiet nicht lohne der Bildungsmangel und die 28:19 niedrige Kulturstufe der Germanen seien nicht das Leben eines einzigen römischen Legionärs wert 28:28 diese Entscheidung bewies einmal mehr welch kluger Kopf cäar war er schätzte die Widerstandskraft der germanischen Barbaren richtig ein die Gallia waren 28:38 ein sesshaftes Volk mit einer entwickelten Landwirtschaft und gesellschaftlichen Siedlungsstrukturen den Annehmlichkeiten der römischen Welt 28:45 nicht abgeneigt und daher im römischen Sinn zu zivilisieren mit seinen exzellent ausgebildeten Legionen hatte er sich 28:53 schließlich besiegen können die Germanen aber war war ganz anders hatten eine weit größere kriegerische Energie waren ständig in 29:02 Bewegung und an Entbehrungen gewöhnt wer sie Angriff und unterjochen wollte musste ihnen in die undurchdringlichen Wälder folgen ohne zu 29:10 wissen wo sie aufhörten und welche Gefahren dort lauerten so macht Caesar in seinem gallischen Krieg auch kein Hel aus der 29:18 Nutzlosigkeit einer Eroberung Germaniens und der unbekehrbarkeit seiner Bewohner allerdings schlug Cesars Großneffe Gaius Octavianus der später 29:27 den Namen Augustus erhielt die Warnungen seines Großonkels in den Wind Kaiser Augustus wollte das freie Germanien erobern um das römische Reich im Norden 29:37 endgültig zu stabilisieren dieses Unterfangen sollte in einer Katastrophe enden die noch heute als einer der größten 29:44 militärischen fehlschläger aller Zeiten gilt die Varusschlacht im Teutoburger Wald 9 nach [Musik] 29:56 Christus [Musik] als Nachfolger des Tiberius war quintilius Varus an den rein gekommen er 30:08 übernahm das Kommando des hier stationierten Heeres obwohl er keine besonderen militärischen Verdienste vorzuweisen hatte warus war Statthalter 30:17 in Syrien gewesen und kam von dort als reicher Mann zurück er hatte sich mit der Großnichte des Kaisers vermäht was ihm hervorragende Ziehungen und per 30:28 kaiserlichem Beschluss den Oberbefehl am Rhein einbrachte Zeitgenossen beschrieben ihn als einen Mann von mildem Wesen und 30:37 ruhiger Art etwas langsam in Geist und Körper und eher mit dem Müßiggang im Lager vertraut als mit dem eigentlichen Kriegsdienst er ahnte nichts von der 30:48 Gefahr die ihm drohte Rom schien das wilde Germanien im Griff zu haben seit einiger Zeit war es zu keinen gravierenden Aufständen aufsässiger 30:57 Barbaren mehr gekommen ideale Verhältnisse für einen der sich der Aufrechterhaltung römischer Kultur auch in den römischen Provinzen verschrieben 31:06 hatte und dessen Beziehung zu den Einheimischen sich in der selbstherrlichen Anwendung römischer Gesetze in der Erhebung von Steuern und 31:16 der Aushebung von Soldaten erschöpfte über die herablassende Einstellung von Varus den Germanen gegenüber bemerkte der römische Chronist 31:26 diass er erteilte ihnen nicht nur Befehle als wären sie Sklaven der Römer sondern erforderte auch Geld als seien sie 31:35 unterworfene Völker Tributzahlungen in Gold und Silber waren für die Germanen besonders bitter da die seltenen Edelmetalle für 31:44 die Stammesfürsten ein knappes Gut darstellten und für ihre Reputation unabdingbar waren die unsensible Haltung des Varus war typisch für das 31:54 übersteigerte Selbstbewusstsein mit dem sich die Römer präsentierten und das vielleicht der Hauptgrund für ihre spätere Niederlage sein sollte auf den 32:03 Punkt gebracht sie nahmen die Barbaren nicht ernst für die Römer waren sie hoffnungslose hinterwäller die man nach Belieben über den Tisch ziehen konnte 32:13 Varus hatte fünf Legionen zur Verfügung zwei in mogonakum dem heutigen Mainz die anderen drei waren im Sommer bei Minden an der Weser und im Winter bei Haltern 32:23 an der Lippe stationiert als im Herbst des Jahres nach Christus der Umzug von Minden nach Haltern ins Winterquartier Anstand 32:32 sollte es eine denkwürdige Truppenbewegung werden Varus war ein stammesaufstand berichtet worden für dessen Beilegung ihr gewillt war einen 32:41 kleinen Umweg in Kauf zu nehmen der Gegenspieler des Varus ist zweifellos der interessantere Charakter Arminius der 26-Jährige 32:54 jerusk Arminius war der Sohn des chusker fürürsten segemeer die Cherusker ein mittelgroßer Stamm dessen Verbreitung vom Quellgebiet der Lippe und Ems bis 33:04 über die Elbe nach Osten reichte galten als Verbündete Roms Arminius hatte gemeinsam mit germanischen sldnertruppen in panonien und 33:14 rien unter Tiberius gedient und war jetzt als Befehlshaber zu den reheintruppen unter Varus abkommandiert worden die Nachricht von den 33:23 stammesunruhen hatte er erfunden und er hielt recht mit seinem Kalkül dass Varus diesen Köder schlucken würde die römischen Legionen sollten auf ihrem Weg 33:33 ins Winterlager auf unbekanntes Terrain und damit in einen Hinterhalt gelockt werden was aber konnte den jungen Mann der wegen seiner Verdienste bei der 33:45 Niederwerfung des Aufstands der pannonen mit dem römischen Bürgerrecht und einzigartig genug sogar mit der ritterhre ausgezeichnet worden war dazu 33:54 bewogen haben einen Aufstand gegen die römische Besatzung anzuzetteln Arminius hatte glänzende Aufstiegschancen im römischen Heer über dieses waren die 34:04 cheruske ein von den Römern privilegierter Stamm der im Gegenzug Hilfstruppen stellte es gibt nur Vermutungen möglicherweise hasste der 34:14 freiheitsliebende Germane die arroganten Besatzer und wollte sein Volk vom Joch der Römer befreien vielleicht aber dachte er auch 34:22 daran mit einem Sieg über die römischen Legionäre an die spit seines Stammes vorzurücken und andere Familienmitglieder zu 34:31 übertreffen die private Begründung könnte sein dass sich Arminius an seinem prorömischen Onkel Segestes Rechen wollte der Varus nah stand und ihm 34:41 überdies die Hand seiner Tochter tusnelder vorenthielt es gibt aber auch eine berufliche Erklärung demnach forderten 34:49 Arminius und seine Mitstreiter einen höheren SLD bessere Arbeitsbedingungen und mehr Akzeptanz innerhalb der römischen 34:58 Truppen oder war es einfach die Tat eines jungen Abenteurers der sich keine Gedanken über die Tragweite seiner Verschwörung machte wie auch immer die 35:08 große Entschlossenheit und die hohe Risikobereitschaft des armenius bleiben ebenso bemerkenswert wie ungeklärt der römische 35:17 Geschichtsschreiber veleius perkulus beschreibt den Jungen germanenfürsten wie folgt es gab damals einen jungen Mann 35:26 aus vornehmem Geschlecht der tüchtig im Kampf und rasch in seinem Denken war ein beweglicherer Geist als die Barbaren gewöhnlich sind in seiner Miene und in 35:36 seinen Augen spiegelte sich ein feuriges Temperament es war kein dummer Gedanke von ihm dass niemand leichter zu fassen ist als ein nichts ahnender und dass das 35:47 Unheil meist dann beginnt wenn man sich ganz sicher fühlt die historischen römischen Quellen Stellen eines klar der inius kommt bei 35:58 den römischen Autoren wesentlich besser weg als ihr Landsmann Varus dem sie die katastrophale Niederlage im fernen Germanien nie verziehen 36:08 hatten BEV sich die römischen Legionäre auf den Umweg machten der ihr Verderben bedeuten ste versuchte der mit arminiius verfeindete segestis den Römer Varus zu 36:18 warnen und riet ih Arminius und andere Rädelsführer geangen zuhmen oder sie zumindest vorsglich zu entwaffnen Varus hörte nicht auf den 36:29 germanenfürsten Arminius hatte sich schließlich als herausragender Soldat im Dienste Roms erwiesen und war hochdkoriert aus seinen Kämpfen für das 36:39 Imperium in die germanische Heimat zurückgekehrt Varus interpretierte die Kontroversen zwischen Onkel und Neffen als neue auswüchse eines 36:50 Familienstreits denn schließlich bestand die Führungsschicht der Cherusker aus zwei oder drei miteinander verwandten Familien die im ständigen Zwist lebten 36:59 und jeweils die Führung über den gesamten Stammesverband anstrebten Varus zog also von Minen aus mit seinen Legionen los insgesamt etwa 37:10 20 000 Mann begleitet von den Familienangehörigen samtgepäckzug also ungefähr 30 000 Menschen bei einer Zuglänge von etwa 25 37:19 km Arminius und seine Gefährten hielten sich in der Begleitung des Varus auf der Weg zu dem fingierten stammesaufstand führte die Marschkolonne auf unwiegsames 37:31 Gelände die Römer gerieten in die syümpfe und Wälder des Teutoburger Waldes vermutlich des Höhenzugs östlich der Quellen von Ems und Lippe darin lag 37:40 die durchdachte Strategie des Arminius der die Kampfweise der römischen Truppen aus eigener Erfahrung kannte sie verloren ihre Stärke sobald sie 37:48 übersichtliches weites Gelände verlassen mussten angesichts dieses Streckenverlaufs meldete sich der beunruhigte Segestes wieder zu zu Wort 37:57 und versuchte noch einmal Varus zum Handeln das heißt zum Rückzug zu bewegen vergeblich am nächsten Morgen waren Arminius und sein Trupp verschwunden 38:08 Gerüchte tauchten auf nach denen römische Patrouillen abgefangen und getötet worden waren nun wurde allmählich sogar dem Varus das Ausmaß 38:16 der gefährlichen Situation bewusst er leitete den Zug auf den dörenpass die direkte Verbindung zum Winterlager Aliso um in der Hoffnung vielleicht doch noch 38:26 so schnell wie möglich das rettende Ziel zu erreichen indes verließen viele germanische Begleiter den Zug unter dem Vorwand Verstärkung zu 38:34 holen dann erreichte den römischen Feldherrn die Nachricht Aliso würde belagert also wechselten die Legionen wieder den Kurs der Wald um sie herum 38:44 wurde immer dichter dazu kam ein heftiger Regen auf Cassius Dio der römische kronist der Ereignisse schrieb inzwischen kam auch ein starker Regen 38:54 und Sturm auf was die March weiterhin voneinander trennte und der Boden um die Wurzeln und Stämme her schlüpfrig geworden machte jeden Schritt höchst 39:03 unsicher Bruch und Sturz der Baumwipfel sorgten für weitere Verwirrung das war der Augenblick in dem Arminius Angriff tausende von speren 39:14 wurden entlang des gesamten Zuges in die Menschenmenge geschleudert mitten ins Chaos durch die locker gewordene Marschordnung die eine gruppenweise 39:22 konzentrierte Verteidigung gegen die flinken Angreifer erschwerte mussten die Römer erste große Verluste hinnehmen sie retteten sich in die Nacht schlugen ein 39:31 Lager auf und verbrannten die meisten Wagen und anderen Ballast am nächsten Morgen gerieten sie kurzfristig auf besseres offenes Gelände 39:40 dann jedoch wieder in die unheilvollen nassen Wälder sie erlitten schwere Verluste der nächste Tag sollte ihr Schicksal 39:49 besiegeln cIOS Dio schrieb erneut überfielen sie heftiger Regen und starker Wind die sie weder weitergehen noch festen Stand finden ja 40:00 nicht einmal die Waffen gebrauchen ließen sie konnten sich nämlich nicht mehr mit Erfolg ihrer Bogen und Speere oder der ganz und gar durch nesten 40:08 Schilder bedienen die römischen Legionen verloren vollends ihre gefechtsordnung sie waren verwirrt ausgezehrt und L Todesängste in die Defensive gedrängt 40:19 und im Zweikampf den siegesgewissen aggressiven Germanen nicht gewachsen wieder Cassius Dio die Feinde hingegen größtenteils nur leicht gerüstet und 40:29 imstande ungefährdet anzugreifen und sich zurückzuziehen hatten weniger unter den Unbilden zu leiden außerdem hatte sich ihre Zahl stark vermehrt da viele 40:39 von den anderen welche zunächst nur abgewartet hatten sich ihnen jetzt in der Hoffnung auf Beute anschlossen das war das Ende das gesamte 40:49 römische heeresaufgebot wurde niedergemetzelt die meisten der 30.000 Menschen fanden den Tod wurden ans kuz genagelt oder lebendig begraben die 40:59 höheren Offiziere nach stundenlanger entsetzlicher Folterung den Göttern geopfert warus stürzte sich in sein Schwert viele in seiner Begleitung 41:07 folgten seinem Beispiel die Legionen im Winterlager Aliso kamen fast ungeschoren davon da 41:15 ihnen ein nächtlicher Ausbruch durch den Belagerungsring der keruska gelang Arminius und seine Truppen zogen sich daraufhin zurück die Reaktion von 41:24 Kaiser Augustus in Rom auf die Katastrophe im Teutoburger Wald ist in die Geschichte eingegangen als er das von den Germanen 41:32 nach Rom geschickte Haupt des Varus erhielt zerriss er sich seine Kleider stieß mit dem Kopf gegen den Türpfosten und rief immer wieder quingtilius Varus 41:42 gibt mir meine Legionen wieder er ließ sich sein Haar und seinen Bart mehrere Monate lang wachsen und soll über Jahre hinweg an diesem Tag gefastet und 41:51 geschwiegen haben die Römer waren nicht mehr unbesiegbar die vernichtete 16 17 und 18 Legion wurden nie mehr 42:03 [Musik] aufgestellt als tazitus im Jahre 98 nach Christus seine Germania schrieb und der 42:22 zahlreichen schweren Kämpfe gedachte die ROM mit den Germanen inzwischen bestanden hatten rechnete er zurück 210 Jahre war es her seit die Römer zum 42:32 ersten Mal von den Kriegstaten eines germanischen Stammes den Kimbern gehört hatten und wie sah die Bilanz aus der Historiker formulierte sarkastisch so 42:45 lange schon wird Germanien besiegt nicht weniger bissig lautete sein Urteil über die jüngsten Erfolge die Kaiser Vespasian und sein vor zwei Jahren 42:55 ermordeter Sohn Domitian errungen hatten mehr Triumphe hat man über die Germanen gefeiert als dass sie besiegt worden wären die Germanen jenseits des Rheins 43:06 und jenseits der Donau bis zu der Augustus das Imperium vorgeschoben hatte blieben stören Friede vor denen die Reichsbewohner geschützt werden 43:15 mussten für diese Aufgabe standen an beiden Flüssen je acht Legionen Infanterie bereit jede Legion zu 5 bis 6000 Mann zwischen den legionslagern 43:27 reihte sich die Kette der Kastelle für die Hilfstruppen zu Fuß und zu Pferd um 85 nach Christus Schloss Domian das sogenannte dekumatenland zwischen 43:38 Rhein Main und Necker mit der Westschweiz und einem linksreinischen Streifen zur Provinz Obergermanien Germania superior zusammen 43:47 der Limes ursprünglich ein patrouillenweg später eine Befestigungsanlage mit Kastellen und Wachtürmen begrenzte die neue Provinz 43:56 nach Osten an Obergermanien das am winstbach nördlich von Koblenz endete Schloss Domitian 44:05 Niedergermanien Germania inferior an das sich in wechselnder breite links des Rheins bis zu seiner Mündung erstreckte die reheinzone beruhigte sich 44:16 danach soweit dass Rom die Zahl der Legionen um die Hälfte verringern konnte anders an der Donau wo Kaiser Trajan erst die draker in zwei Kriegen 44:26 niederringen musste die Provinz dakia die er anschließend einrichtete war im Norden die letzte große Erweiterung des 44:37 Reiches neben die militärische Verteidigung trat die politische Sicherung durch die Beziehungen die ROM mit einzelnen Stämmen jenseits der 44:44 Grenze pflegte amikitia wurde das friedliche Verhältnis Roms zu einer fremden Macht genannt ein Bündnisvertrag födus mit bestimmten in 44:55 all wechselnden Bedingungen und Verpflichtungen festigte und erweiterte die Freundschaft da nicht Rom sondern der kleinere Partner als bitsteller kam 45:05 war von vornherein klar wer in solchen zweier Bündnissen das Sagen hatte hätte es ein gesamtgmanisches Nationalbewusstsein gegeben es wäre vom 45:15 soldatenalt überdeckt worden den die Hilfstruppen wie die Legionäre auf ihren Kaiser und obersten Feldherren schwören mussten daher hatten germanische 45:24 Hilfstruppen keine vor halte wenn sie gegen Germanen im sogenannten freien Germanien in der Germania libera kämpften die römischen Kaiser scheuten 45:34 sich auch nicht das Wohlverhalten germanischer Könige mit Geld zu erkaufen ein erkaufter Friede war meist billiger als ein 45:41 erkämpfter falls sie nicht von Geschenken Sprachen benutzten die Römer für die Zahlungen das Wort Stipendium das den Soldaten soll bezeichnete und 45:50 den Kaisern die schmeichelhafte Vorstellung vermittelte fremde Fürsten würden in ihrem sold stehen den traditionsbewussten tazitus blieben 45:59 die Zahlung trotzdem anrüchig in seinen Historien blickt er mit Wehmut in die Vergangenheit zurück als der römische Staat besser durch seine Tapferkeit als 46:08 durch sein Geld dastand unter Kaiser Mark Aurel dem Philosophen auf dem römischen Kaiserthron geret das Geflecht aus militärischer Sicherung 46:19 diplomatischem und wirtschaftlichem Austausch das sich an Rhein und Donau herauskristallisiert hatte erst mals in eine Krise ihr eigentlicher Ursprung lag 46:29 weit entfernt im Nordosten wo die Goten in der antiken Überlieferung noch gutonen genannt aus unbekannten Gründen zwischen 150 und 160 nach Christus vom 46:40 Unterlauf der Weichsel den Fluss hinaufzogen sie drängten die Burgunden nach Westen und die Vandalen wiederum nach 46:49 Süden diese Verschiebungen lösten eine Kettenreaktion aus die germanischen Stämme gereten in auf fruhr bald darauf kam es zu einer großen Koalition die die 46:59 Stämme vom Rhein bis zum Schwarzen Meer gegen Rom vereinte die Historia Augusta eine Spätantike Sammlung von Biografien 47:09 römischer Kaiser zählt in der Vita Mark Aurels 16 Stämme auf und spricht von weiteren die sich mit ihnen verschworen hatten antirömische Strömungen 47:20 formierten sich ihr stärkstes Argument dürften die ausgedünnten Verteidigung Linien entlang der flussgrenzen gewesen sein da Mark Aurel 162 zahlreiche 47:32 Truppen von Rhein und Donau abzog um sie im Krieg gegen die Parter im Osten einzusetzen die Gelegenheit schien günstig 47:41 kostoboken durchzogen die Balkanhalbinsel bis Mittelgriechenland Vandalen versuchten sich in Dakien niederzulassen 6000 Langobarden und obia 47:51 fielen in Pannonien ein Markomannen und Quaden überquerten 167 sogar die Alpen und erschreckten Oberitalien das seit den Kimbern und Teutonen keine Germanen 48:02 mehr gesehen hatte die Eindringlinge belagerten Aquilea und machten das unbefestigte Städtchen opitergium dem Erdboden gleich diese Vorfälle lehrten 48:12 Rom wieder einmal was Verträge mit germanischen Stämmen wert waren wenn Adlige Vertragspartner entmachtet wurden oder starben oder wenn es beutegierige 48:21 führerschafften genügend gevolgsleute um sich zu sammeln hinzukam dass die Barbaren hinsichtlich Bewaffnung und Kriegsführung von den römischen Legionen 48:31 gelernt und ihre Kampfkraft gesteigert hatten Historiker betrachten den markomannenkrieg unter Mark Aurel als ein Vorspiel zur Völkerwanderung manche 48:44 Forscher zählen den Zug der Kimbern und Teutonen als erste den markomannenkrieg als zweite und die Germaneneinfälle seit 233 nach Christus als dritte 48:54 Völkerwanderung die der großen Völkerwanderung vorausgegangen [Musik] 49:12 sind es waren die alleannen die den Limes sprengen sollten seit Beginn des dritten Jahrhundert bedrohten sie immer wieder die Provinzen Obergermanien und 49:22 räzien angeblich zerstörten sie 233 Kastelle und Siedlungen wie die Saalburg Mainz und Baden-Baden im Jahr 260 waren die 49:32 römischen Legionen nicht mehr in der Lage Ihnen zu trotzen die Allemannen überrannten den Limes und besiedelten fort an das sogenannte dekumatenland 49:41 zwischen Rhein Main und Necker damit war der Status Quo anter hergestellt Rhein und Donau bildeten wieder die alte römisch-germanische 49:51 Reichsgrenze bei den Allemannen handelte es sich ähnlich wie bei den en um ein Bündnis verschiedenster Gruppen sie waren vorwiegend aus suebischen Gruppen 50:00 hervorgegangen deren Siedlungsgebiet ursprünglich an der oberen Elbe lag und die vermutlich als eine lose Verbindung von kriegerbanden anzusehen 50:09 sind niemand weiß wie die neuen mächtigen großstämme entstanden sind die Franken die freien durchbrachen bereits 256 den Limes und fielen in Gallien 50:21 ein auch sie waren ein militärischer Bund verschiedenster Stämme die über Jahrhunderte zu einem Volk zusammenwuchsen die salischen Franken 50:29 setzten sich am niederrein Fest andere in der Nähe der Mosel im südlichen Belgien in der Champagne erst im späten fünften Jahrhundert schloss der 50:38 Frankenkönig Chlodwig die verschiedenen in Gallien eingesickerten fränkischen Gruppierungen in einem Königreich zusammen das sich vom Rhein bis zur Loa 50:49 erstreckte die große Kraft im Osten repräsentiert durch die Goten mutet exotischer an als die der Mannen und Franken im Westen ihr Schicksal gab 50:59 Anlass zum Entstehen der gotensager die Goten sind zweifellos das schillernste Volk der germanischen Welt sie haben die längsten verzweifeltsten 51:09 Wege aller germanischen Völker zurückgelegt wie allgemein die ostvölker mehr in Bewegung waren als die westvölker bis die Ostgoten schließlich 51:18 im heutigen Italien und die Westgoten im heutigen Spanien untergingen ihre romantische Verklärung haben sie wohl in gleicher Weise ihrer 51:28 aufwühlenden abenteuerlichen Odyssee zu verdanken wie auch ihrem dramatischen Untergang dabei hatten die Goten nicht einmal eine einheitliche ethnische oder 51:38 besondere kulturelle Identität entwickelt als sie sich in Bewegung gesetzt hatten bestanden sie wie die Franken und alleannen aus verschiedenen 51:47 Ethnien aus bundt zusammengewürfelten Stämmen und kriegerhorden so war bereits das berühmte gotische macht Zentrum am 51:55 Schwarzen Meer im dritten Jahrhundert ein Schmelztiegel verschiedenster Ethnien und Völkerschaften die aus Nomaden Ostgermanen und der 52:03 einheimischen Bevölkerung bestanden allerdings ist die gotische Sprache die älteste und archaischste aller germanischen Sprachen erhalten in 52:14 der berühmten Wulfila Bibel bevor sie dann auf der Krim im 16 Jahrhundert erlosch und nicht zuletzt waren die Goten die ersten Germanen die außerhalb 52:24 des römischen Reiches den christlichen Glauben Annahmen die Wulfila Schrift war allerdings wie auch viele Kaiser und 52:33 Mitglieder der römischen Führungsschicht im Osten des Reiches von der Lehre des alexandrinischen Priesters Arius beeinflusst die noch jahrhundertelang 52:42 für Sprengstoff zwischen Römern und Germanen sowie unter den Germanen selbst sorgen sollte wulfiler selbst der außer der gotischen Volkssprache auch 52:51 Griechisch und Latein beherrschte interpretierte Arius auf seine Weise der gote verneinte die Wesensgleichheit Christi mit Gottvater und Bekannte 53:01 stattdessen nur seine Gottähnlichkeit Gottvater der ewige Gott habe Christus in der Zeit gezeugt und geschaffen der Gottes Sohn sei zwar Gott 53:12 aber nicht ewig und nicht dem Wesen nach gleich Gottvater wie der katholische Glaube es lehrt 40 Jahre lang verbreitete Wulfila 53:22 diese Lehre unter den Westgoten die sie an die ostgot weitergaben der Arianismus wurde bei vielen Germanen sehr populär besonders auch bei den Vandalen 53:31 Burgunden und Langobarden selbst der Franke klodwig dürfte sich eine gewisse Zeit diesem Glauben verschrieben haben bevor er zum 53:40 Katholizismus übertrat und damit seinen Frieden mit der katholischrömischen Mehrheit der Bevölkerung machte die große historische Leistung Wulfilas 53:50 besteht in der Übersetzung der Bibel aus dem Griechischen ins gotische hierfür musste er eigens ein Alphabet erfinden dass er weitgehend aus 53:59 dem Griechischen und dem lateinischen Alphabet sowie aus den germanischen Runen zusammensetzte die berühmteste Handschrift dieser Übersetzung der Kodex 54:09 argeneus ist mit silbernen und goldenen Buchstaben auf Purpur gefärbtem Pergament geschrieben und wird heute in der Universitätsbibliothek von Upsala 54:20 aufbewahrt die Goten das Urvolk stammt mit ziemlicher Sicherheit aus Skandinavien hatten nach mehreren Etappen um 230 das Nordufer des 54:30 Schwarzen Meeres erreicht dort hatten sie sich mit sarmatischen und bastarnischen Gruppen die Vorherrschaft geteilt Bündnisse geschlossen und sich 54:39 durch friedliche Mischung mit der dort ansässigen Bevölkerung zusammengetan Mösien und Thrakien bekamen die Stoßkraft dieser Vereinigung 54:48 zuerst zu spüren 251 führte der listige gottenkönig kniva eine Koalition mehrere Stämme an der Kaiser dezius und sein Sohn Unterlagen 54:59 der Friede den ihr Nachfolger tribonianus Gallus Schloss und durch Zahlungen vergoldete hinderte die goen nicht daran 55:08 252 Kleinasien 254 Makedonien und 256 Griechenland zu plündern und ihre Raubzüge zu Land durch piratenfahrten in der äegis zu ergänzen 55:21 268 traf die donauprovinzen und Griechenland ein kombinierter Angriff zu Wasser und zu Land den Kaiser gallenus und im folgenden Jahr sein Nachfolger 55:31 Claudius gotikus nur mit Mühe parieren konnten die reiche der Ost und Westgoten waren nun rund 100 Jahre alt die Ostgoten wurden von König ermanarich 55:43 regiert der Sage nach reichte sein riesiges Reich von der Ostsee bis zur vololga ja bis zum Kaukasus er soll 103 Jahre alt geworden 55:54 sein bei den Westgoten herrschte athanarich da er die Römer hasste soll er schon in seiner Jugend geschworen haben niemals römischen Boden zu 56:03 betreten als er nun aber doch einen Friedensvertrag mit Kaiser Walen schließen musste trafen sich die beiden auf einem verteuten Schiff mitten auf 56:11 der Donau der Grenze zwischen dem gotischen und römischen Reich im Niemandsland zwischen der Weltmacht und dem kleinen Reich der Goten sie 56:20 versicherten einander Zähne knnirschend Freundschaft friedenht war besser als gegeneinander kostspielige Kriege zu führen es war ein Punktsieg für die 56:29 Goten kavalens musste sich in die Mitte des Flusses bequemen um einen Goten zu treffen und aanarich hatte seinen Schwur nicht 56:38 gebrochen die dritten Helden am Vorabend der Völkerwanderung waren die Alanen ein halbnomadisches Volk das heute in den nordkaukasischen oseten fortlebt die 56:49 Alanen zogen auf der Suche nach Weideland hin und her und konnten ihre Freude am wilden Leben nur selten zügeln der Historiker amjanus 56:57 marzellinus schrieb sie sind stolz darauf jeden beliebigen Mann zu töten und als ruhmreiche Trophäen reißen sie den erschlagenen die Köpfe ab ziehen 57:08 Ihnen dann die Haut ab und hängen Sie Ihren kriegsrossen als brunkgeschirr um Westgoten Ostgoten und allanen wurden aber aus heiterem Himmel von einem Feind 57:19 überrascht mit dem niemand wirklich niemand gerechnet hatte Fremde reitersch tauchten am Horizont auf die Alanen und die Ostgoten sollten die ersten Opfer 57:30 werden und einer Schockwelle gleich nach Westen gespült werden diese fremden die noch kurze Zeit zuvor im alteigebirge saßen sollten 57:39 Europa auf den Kopf stellen und selbst bei den hartgesottenen Barbaren blankes Entsetzen hervorrufen es waren die fürchterlichsten Krieger die das 57:47 Abendland je gesehen hatte die Hunnen 58:02 das Nomadenvolk der Hunnen drang durch die Kaspische Senke vor und stieß kurz vor 375 auf die Alanen danach überfielen sie das Reich der Ostgoten in 58:13 Südrussland und in der Ukraine sie waren schnell wendig und unberechenbar Meister von Pfeil und Bogen und dem Kampf ungeheuer diszipliniert die langen Wege 58:25 die die hunen durch die gewaltigen eurasischen Steppen zurückzulegen gewohnt waren hatten verwegene Reiter aus ihnen gemachte zu ihrer 58:34 ungewöhnlichen Kampftechnik gesellte sich ihre vermeintliche zahlenmäßige Überlegenheit und nicht zu unterschätzen ihr furchterregendes 58:44 Aussehen mit einer Mischung aus Ekel und Entsetzen notierte der römische Geschichtsschreiber amjanus marzellinus alle besitzen sie gedrungene 58:54 und starke Glieder und einen muskulösen Nacken und sind so entsetzlich entstellt und gekrümmt dass man sie für zweibeinige bästchen oder für Figuren 59:03 aus Blöcken halten könnte bei ihrer reizlosen Menschengestalt sind sie durch ihre Lebensweise so abgehärtet dass sie keines Feuers und keiner gewürzten 59:13 Speise bedürfen sondern von den Wurzeln wilder Kräuter oder dem halbrohen Fleisch jedweden getiersleben dass sie zwischen ihre Schenkel und den 59:22 Pferderücken legen und etwas erwärmen ruhelos schweifen sie durch Berge und Wälder und sind von Klein aufgeöhnt Kälte Hunger und Durst zu ertragen bei 59:33 kämpfendern sie den Gegner zu weilen heraus und beginnen das Gefecht mit ihm in geschlossenen Abteilungen wobei ihre Stimmen furchtbar 59:41 ertönen da sie für schnelle Bewegungen leicht bewaffnet sind und unerwartet auftauchen können sie sich absichtlich plötzlich auseinanderziehen und ihre 59:50 Reihen lockern wie in einer ungeordneten Aufstellung ein furchtbares Blutbad anrichtend galoppieren sie hin und her und wegen 1:00:00 ihrer gewaltigen Schnelligkeit sieht man sie kaum wenn sie in eine Befestigung eindringen oder ein feindliches Lager plündern man möchte sie aus dem Grund 1:00:08 die furchtbarsten von allen Kriegern nennen weil sie im Fernkampf mit Pfeilen kämpfen die mit Knochen anstelle von Pfeilspitzen mit wunderbarer 1:00:16 Kunstfertigkeit zusammengefügt sind sie fechten im Nahkampf ohne Rücksicht auf sich selbst während sie den gefährlichen Schwerthieben ausweichen fangen sie ihre 1:00:26 Feinde mit geflochtenen Lassos umschnüren die Glieder der widerstrebenden und machen es ihnen unmöglich zu reiten oder zu gehen 1:00:35 amjanus marzellinus war Offizier und alles andere als ein Freund der Barbaren die Hunnen hasste er ganz besonders mit seinem Urteil stand er nicht allein bis 1:00:46 heute hat die westliche Welt nie ihren Schock über die asiatischen eindrälinge überwunden ein Umstand den im Dritten Reich auch Propagandaminister Josef 1:00:54 Göbbels zu nutzen wusste als er im Zweiten Weltkrieg immer wieder die Angst der Deutschen vor den asiatischen Horden 1:01:02 schürte selbst ausgesprochene Haudegen wie die Goten nahmen vor den hunnenrei aus die bis heute als Sinnbild roher gewwalt und barbarischer Sitten gelten 1:01:12 als die Hunnen Richtung Westen zogen und den Germanen die ihrerseits jetzt Druck auf die römischen Grenzen ausübten in den Rücken fielen waren sie ihnen 1:01:20 militärisch und mental weit überlegen König erich soll sich selbst getötet haben als er die Überlegenheit der steppenkrieger erkannte daraufhin 1:01:30 unterwarfen sich die meisten Ostgoten den Hunnen jedenfalls entstanden durch die Invasion der Hunnen gewaltige chaotische 1:01:39 Flüchtlingsströme gleich einem Dominoeffekt wurde nun ein Volk nach dem anderen in aufruh versetzt und flüchtete die Hunnen warfen sich auf die Alanen 1:01:48 die Alanen auf die Goten und die Goten auf die taifalen und samaten schrieb Bischof Ambrosius von Mailand die Hunnen und mit ihnen die allanen 1:01:57 schoben die Besiegten Ostgoten vor sich her nach Westen wo die Westgoten beheimatet waren zu der erwarteten großschlacht zwischen Westgoten und 1:02:06 Hunnen kam es jedoch nicht da die wilden steppenkrieger die westgotischen Stellungen am dester umgingen die Hunnen drangen zudem in das 1:02:14 Gebiet des heutigen Rumäniens und schließlich bis zur ungarischen Tiefebene vor wo sich das politische Zentrum eines hunnischen Großreichs 1:02:21 zwischen Donau undis etablierte von hier aus unterwarfen sie die germanischen Stämme zwischen Ostsee oberer Donau Rhein und nppa und führten 1:02:31 darüber hinaus wilde Raubzüge über den Kaukasus nach Persien Kleinasien und auf dem Balkan durch den Goten waren nur zwei Möglichkeiten geblieben entweder 1:02:42 sie flohen gen Süden und baten um Aufnahme ins Römische Reich oder sie unterwarfen sich den Hunnen während die Ostgoten klein Beigaben befreiten sich 1:02:52 die Westgoten aus der hunischen Umklammerung und wanderten 376 nach Süden womit ihr langer Marsch begann die beiden gotischen reiche im 1:03:01 Westen und Norden des Schwarzen Meeres hatten also nur ein knappes Jahrhundert Bestand gehabt tausende von Flüchtlingen standen 1:03:09 nun an der Donaugrenze verfolgt von den beutegierigen Hunnen Krieger mit ihren Familien und all ihrer Habe baten verzweifelt darum 1:03:18 den Fluss überqueren zu dürfen um im nördlichen Balkan zu siedeln der oströmische Kaiser wens gewährte ihnen den Übertritt 1:03:26 wahrscheinlich bevor ihm klar wurde wie ungeheuer groß die Menschenmenge war die sich auf die römischen Provinzen zuwälzte auf ihren zusammengezimmerten 1:03:35 Flößen überquerten die Flüchtlinge die Donau und ergaben sich den Römern ihre Waffen durften sie behalten denn zunächst waren sie durchaus 1:03:43 willkommene Soldaten die helfen sollten die Donaugrenze gegen die unheimlichen Hunnen zu verteidigen doch jetzt zogen sich die 1:03:50 Verhandlungen mit den Römern in die Länge und die Lebensbedingungen der hermten Neuankömmlinge wurden kaum besser sie hatten unter Hungersnöten und 1:03:59 den Schikanen römischer Beamter zu leiden Familien waren durch die Flucht getrennt worden es herrschte ein heilloses 1:04:07 Durcheinander in diesen zwei Jahren in denen die Goten ein elendes Dasein fristeten muss ihr Hass auf die arroganten Römer ins Unermessliche 1:04:15 gestiegen sein schließlich durchbrachen sie die ihnen zugedachten Grenzen und zogen plündernd und mordend durch die römischen 1:04:23 balkanprovinzen amjanus marzellinus verglich den Überfall der Westgoten mit einem Ausbruch des Etna aber auch Ostgoten Alanen und 1:04:32 abweichlerische Hunnen waren mit von der Partie so konnte es nicht ewig weitergehen letztendlich stellte sich ihnen das oströmische kaiserliche Heer 1:04:42 unter Kaiser walens in den Weg allerdings beging der Kaiser einen entscheidenden verhängnisvollen Fehler er verzichtete auf die Hilfe 1:04:50 weströmischer Truppen die bereits unterwegs waren wieder einmal unterschätzte ein römischer Militärführer ein barbarenheer das 1:04:57 nichts mehr zu verlieren hatte am 9 August 378 kam es zur berühmten Schlacht bei Adrianopel in der heutigen 1:05:07 Türkei früh am Morgen marschierten die römischen Legionen in voller Rüstung 18 km auf die Wagenburg der Goten zu die sie aber erst in der Mittagsglut 1:05:18 erreichten nicht nur dass es entsetzlich heiß war die Goten hatten überdies das in Brand gesetzt um den Legionen noch mehr zuzusetzen wens hatte darauf 1:05:30 verzichtet Wasser und Lebensmittel mitzunehmen sein Heer war also in einem ziemlich desolaten Zustand als die goen Angriffen die feindliche Reiterei machte 1:05:40 dann auch kurzen Prozess mit den erschöpften Römern schon kurz nach dem Beginn des Kampfes brachen die römischen Schlachtreihen völlig auseinander ein 1:05:49 Drittel des 40.000 Soldaten umfassenden Heeres wandte sich zur Flucht der Rest der sich nicht mehr formieren konnte wurde niedergemacht auch Kaiser wens 1:05:59 fand den Tod mit ihm viele herführer und Kommandeure obwohl sich das römische Reich von der Niederlage relativ schnell erholte ist die Schlacht von Adrianopel 1:06:10 von weltgeschichtlicher Bedeutung da sich die Goten von diesem Zeitpunkt an auf römischem Boden befanden und sich dort niederlassen konnten der Anfang vom 1:06:20 Ende des römischen Reiches war gekommen Kaiser Theodosius i i der Nachfolger des gefallenen wallens Schloss 1:06:29 382 einen Vertrag mit den Westgoten denen Thrakien und Mösien zwischen Donau und Balkangebirge steuerfrei in die Hände felen damit wurde ihnen eine 1:06:40 weitgehende Autonomie gewährt offiziell blieb das Gebiet allerdings römisches Territorium goen und Römer lebten in einer Provinz nebeneinander das Recht 1:06:51 auf Heirat mit einheimischen W wurde den Barbaren allerdings verwehrt für ihr siedlungsrecht waren sie Rom gegenüber zur Waffenhilfe verpflichtet die Goten 1:07:02 dienten in militärischen Einheiten unter ihren eigenen truppenführern die aber zunächst nicht in höchste Kommandoposten vorrücken durften sie hatten eigene 1:07:12 Gesetze und eine eigene politische Spitze dieser Vertrag war ein Markstein in der germanischrömischen Geschichte die Westgoten waren die ersten Barbaren 1:07:25 die im römischen Reich als ungeteilte ethnischpitische Einheit sesshaft werden durften es war gleichsam ein Staat im Staate entstanden gar nicht so weit weg 1:07:35 von der östlichen Reichshauptstadt Konstantinopel im Januar 395 13 Jahre nach dem bemerkenswerten Vertrag mit den Westgoten starb Kaiser 1:07:46 Theodosius in Mailand in seinem Testament hatte er die Teilung des römischen Reiches unter seine beiden Söhne Arkadius oströmisches 1:07:55 reich und Honorius weströmisches Reich verfügt damit war ein mehr als hundertjähriger proess der Untergliederung deserium Romanum in eine 1:08:04 West und eine Osthälfte zum Abschluss gekommenostrom ste sich als der Stärkere Partner entwickeln während Westrum langsam an Bedeutung 1:08:14 verlor die meisten gewaltigen wanderzüge Schlachten und germanischen reichsgründungen begannen zwar im Osten konnten aber in den Westen umgeleitet 1:08:23 werden und da waren sie alle versammelt Franken Westgoten Ostgoten Vandalen Sueben Langobarden Angeln Sachsen und für Ost wie West gleichermaßen 1:08:35 gefährlich die [Musik] 1:08:52 hun [Musik] [Applaus] 1:09:03 [Musik] die Hunnen vor denen die Europäer zitterten dürften vermutlich aus 1:09:12 Nordchina oder der Mongolei stammen die Gründe für ihren Zug in den Westen liegen im Dunkeln vielleicht war es eine Klimaverschlechterung die sie zwang sich 1:09:22 neue Jagd und Gebiete zu erschließen möglicherweise steckten sie sich neue Ziele nachdem die Chinesen im Norden ihres Landes die Große Mauer Bauten und 1:09:32 damit die ständigen Einfälle der Hunnen unterbanden vielleicht aber hatten ihnen Abenteurer von den enormen Reichtümern berichtet die es in den Ländern der 1:09:43 untergehenden Sonne zu erbeuten galt dieses Rätsel wird nie zu lösen sein jedenfalls setzten sie sich in Bewegung überschritt 1:09:54 375 den donn und lösten bei ihren Nachbarvölkern schieres Entsetzen aus sie ritten alles nieder was sich ihnen in den Weg stellte ihre angriffstrategie 1:10:05 bestand aus einer Abfolge von Überfall pfeilsalven Rückzug und erneute Attacke auf den zunehmend irritierten und zermürbten Gegner für den Nahkampf 1:10:15 führten sie ein langes zweischneidiges und ein kurzes einschneidiges Schwert mit sich es dauerte etwa eine Generation 1:10:24 in der sich die hunnische macht nördlich der Donau konsolidierte als der weströmische Kaiser Honorius 43 starb mischten sich die Hunnen in die 1:10:34 weströmische Innenpolitik ein der Heerführer aezius hatte sie gerufen um Kaiser Johannes gegen galaplidia die Schwester des 1:10:43 Verstorbenen Kaiser sonorius und gegen oströmische Interessen zu verteidigen der Plan ging jedoch nicht auf bevor aezius und die und 100000 1:10:54 herbeigerufenen Hunden eingreifen konnten hatte galaplidia Kaiser Johannes bereits töten lassen und ihren sechsjährigen Sohn als Valentinian den 1:11:04 dritten auf den Thron gesetzt sie selbst regierte in seinem Namen atius arrangierte sich mit galaplaidia bekämpfte mit Hilfe der 1:11:14 hunischen Hilfstruppen Aufständische Völker in Gallien und hatte ab 433 bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 454 1:11:24 die faktische Macht im weströmischen Reich inne mit den Aktionen des Heerführers Aetius genannt der letzte Römer geriet 1:11:34 der hunnische Riese wieder in Bewegung denn als Gegenleistung für die militärische Unterstützung des aezius im weströmischen Reich erhielten die Hunnen 1:11:43 unter ihrem Herrscher Rua 43 einen Großteil panoniens damit hatte das hunische Reich seine größte Ausdehnung erreicht 1:11:54 435 starb Rua seine beiden Neffen Bleder und Atila teilten sich die Herrschaft bis 444 45 schien alles gut zu verlaufen 1:12:07 dann ließ Atila den mitregierenden Bruder ermorden und wurde Alleinherrscher seinem Eroberungsdrang stand nun nichts mehr im 1:12:19 Wege wie ein Raubtier fiel Atila 447 über den Kontinent her verwüstete das gesamte Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer und stieß bis zu 1:12:29 den thermopülen vor der Besiegte byzantinische Kaiser Theodosius i zi musste daraufhin einen Teil seines Gebietes südlich der Donau 1:12:38 entmilitarisieren und sich zu umfangreichen jährlichen Tributzahlungen verpflichten 6000 Pfund Gold pro Jahr schickte Byzanz an Attila um Schlimmeres 1:12:47 zu verhindern hinzu kamen weitere Zugeständnisse seitens des Ost und weströmischen Reichs so mussten die 1:12:56 Römer den Hunnen ihre Märkte öffnen damit die ihren erbeuteten Reichtum auch in waren umsetzen konnten des Weiteren durften sie keine Bündnisse mit Barbaren 1:13:04 eingehen mit denen sich die Hunnen im Krieg befanden so tief war das stolze Rom inzwischen gesunken zu diesem Zeitpunkt konnte der 1:13:13 schlaue Atila den Römern vorschreiben was er wollte er befand sich auf dem Gipfel seiner macht er hatte ein festes Siedlungsgebiet und seine Verbündeten 1:13:22 die Ost Alanen und Gepiden folgten ihm ohne Widerspruch die Aufzeichnungen des Griechen priskus des Sekretärs einer 1:13:32 byzantinischen Gesandtschaft geben Aufschluss über atilas Residenz das Leben am Hof und seine Regierungsweise das Atila Haus stand in 1:13:42 der Mitte eines großen Dorfes höher gelegen als andere Häuser die Holzwände waren getäfelt es war mit einem Zaun mit 1:13:50 holztürmen umfriedet nicht zum Schutz sondern zur Zierde innerhalb der umfredung standen zahlreiche Gebäude die einen aus geschnitzten und vertäfelten 1:14:01 die anderen aus geglätteten in Abständen nebeneinander gestellten Balken welche hölzerne Bögen krönten diese Bögen erhoben sich zu ansehnlicher Höhe dort 1:14:12 wohnte Attilas Frau die Barbaren die dort als Türhüter amtierten ließen mich ein ich traf sie auf einem weichen Lager ruhend der Boden war mit wollenen 1:14:24 Teppichen bedeckt über die man schreiten musste zahlreiche Dienerinnen Umstanden sie im Kreise und andere hockten Rings auf dem Boden und schmückten 1:14:33 Leinwandstreifen mit bunter Stickerei die dann zur Zierde auf die Kleider der Barbaren aufgenäht waren die Unterhändler die in 1:14:42 schwieriger Mission unterwegs waren um einen Feldzug Attilas zu verhindern der auf der Auslieferung hunnischer Überläufer bestand wurden zum Gastmahl 1:14:52 gebeten wir standen an der Schwelle des Saales Atila gegenüber die Mundschenken reichten uns nach Landessitte einen Kelch wir mussten ehe wir uns setzten 1:15:04 zuur Begrüßung daraus trinken dann nahmen wir die uns angewiesenen Plätze ein die Stühle standen den beiden Seitenwänden entlang in der Mitte saß 1:15:14 Attila auf einem Ruhebett dahinter führten einige Stufen zu einem anderen Ruhelager empor das man mit Leintüchern und bunten Deck gesmückt hatte ähnlich 1:15:24 den hochzeitsbetten wie man sie bei Griechen und Römern den neuvermälten bereitet als die höchsten Ehrenplätze galten die Sitze in der Reihe zur 1:15:34 Rechten atilas für die zweithöchsten im Range war die Reihe zu seiner Linken bestimmt dortßen auch wir neben Berik einem vorehmen Hunden aber saß näher an 1:15:47 atilason rechts neben dem Lager des Königs stand der Sitz desgesius ihm gegenüber saßen zwei Söhne atilas der älteste Sohn saß auf dem Sofa 1:15:59 des Königs allein nicht dicht neben ihm sondern am äußersten Ende er hielt aus Ehrfurcht vor seinem Vater den Blick gesenkt als alle die ihnen gebührenden 1:16:11 Plätze eingenommen hatten Tat ein Mundschenk zu Atila und reichte ihm einen gefüllten Becher Atila nahm ihn entgegen und Trank seinem Sitznachbarn 1:16:21 zu der so geehrt erhob sich und durfte sich erst wiederzen sobald er den Wein gekostet oder auch den Becher ausgetrunken und dem Mundschenk 1:16:30 zurückgegeben hatte nachdem er sich gesetzt hatte tranken die anderen dem König auf gleiche Weise zu sie erhoben ihrecher wschten dem König Heil tranken 1:16:42 daraus und erzeigten ihm so die gebührende Ehre jeder Gast hatte seinen een Mundschenk der zu ihm hintratbald sich 1:16:50 atelas Mundschenk zurückgezogen hatte nachdem alle so der Reihe nach begrüßt worden waren trank Attila auch uns zu jedem einzelnen entsprechend der 1:17:02 Sitzordnung nach diesen Begrüßungen zogen sich die Mundschenken zurück dann wurden Tische neben dem Attilas aufgestellt immer ein Tisch für drei 1:17:11 vier oder auch mehr Gäste und jeder konnte nach Belieben zugreifen ohne die Tischordnung zu stören zuerst erschien ein Diener Attilas mit einer Schüssel 1:17:21 voller Fleisch nach ihm kamen andere mit Brot und Zukost den Barbaren und uns wurden auf silbertellern erlesene Speisen 1:17:33 vorgesetzt Attila jedoch erhielt nur einen Holzteller mit Fleisch er zeigte sich auch sonst überausmäßig seine Gäste erhielten 1:17:43 nämlich goldene und silberne Becher vorgesetzt er aber trank aus einem hölzernen schlicht war auch sein Gewand das nur durch fleckenlose Reinheit her 1:17:53 vorstar weder sein Schwert das er am Gürtel trug noch die Bänder an den Sandalen die er nach barbarensitte anhatte noch auch das Geschirr seines 1:18:01 Rosses waren wie bei den übrigen hundnen mit Gold Edelsteinen oder anderem zierrad geschmückt nachdem die Speisen des ersten Ganges verziert waren standen 1:18:12 wir alle auf und setzten uns erst wieder als jeder in der früheren Reihenfolge einen vollen Becher auf atilas wohl gelehrt hatte nach dieser abermaligen 1:18:22 Ehrung des Königs nahmen wir erneut Platz nun wurde auf allen Tischen eine zweite Schüssel mit Speisen aufgetragen auch von diesen aßen wir alle so dann 1:18:33 standen wir wieder wie vorhin auf trankten Atila zu und setzten uns bei Einbruch der Dunkelheit wurden Fackeln entzündet zwei Barbaren traten 1:18:45 vor Atila und trugen Lieder vor darin sie seine Siege und seine Tapferkeit besangen nach diesen beiden Tat ein schwachsinniger hunnischer Narr auf der 1:18:55 allerlei ungereimtes Zeug stammelte und damit allgemein Heiterkeit erregte Attila saß mit unbewegter Miene da und ließ sich weder in Wort noch Tat 1:19:06 irgendwelche Heiterkeit anmerken außer dass er seinen jüngsten Sohn ernak der hereingekommen war und neben ihm stand freundlich ansah und ihm die Wangen 1:19:16 streichelte als sich nun das gastmah bis in die späte Nacht hineinzog hielten wir es für nicht mehr zu trinken und brachen früher 1:19:26 auf die Beschreibung des priskus gewährt uns einen guten Einblick in Attilas Charakter er ist ein freundlicher ja charismatischer Gastgeber der wie 1:19:38 priskus an anderer Stelle durchblicken lässt allerdings sehr temperamentvoll werden konnte und leicht in Zorn geriet die ostentative Bescheidenheit im 1:19:46 Auftreten und der Verzicht auf pronkvollen königsschmuck heben seine Souveränität umso mehr hervor und zeigen seine soziale politische und 1:19:56 strategische Intelligenz obwohl atilas Alleinherrschaft nur a oder neun Jahre werde ist er der Nachwelt über 1500 1:20:06 Jahre lang unauslöschlich in Erinnerung geblieben das stellt ihn in eine Reihe mit den großen Herrschern der Weltgeschichte wie mag Attilas 1:20:16 politische Vision ausgesehen haben bestimmt wollte er moderne Lebensweisen vorantreiben und der nomadischen Vergangenheit seines Volkes 1:20:25 allmählich ein Ende setzten wäre dann ein eigenständiges hunnisches vielvolkerreich nach römischem Muster denkbar gewesen träumte 1:20:34 er gar davon wie manche befürchteten nach der Unterwerfung des römischen und persischen Reichs Alleinherrscher der Welt zu sein angesichts der kurzen 1:20:43 Zeitspanne der hunnischen machtherrschaft gibt es keine Antworten auf diese Fragen integrierbar in den Westen war die hunische Welt wohl nie 1:20:51 eherglich sie einem mit Urgewalt hereingebrochenem Intermezzo das den Europäern Angst und Schrecken einjagte denn Atila und die Hunnen stehen bis 1:21:00 heute für die größte Bedrohung Europas im schlimmsten Fall galten sie als zerstörerische Barbaren und blindwütige Räuber die nichts als Unterjochung Mord 1:21:10 und Totschlag die Ausrottung ganzer Völker im Sinn [Musik] 1:21:21 hatten im Zuge des föderatenvertrages mit Kaiser Theodosius 1:21:31 382 hatten die Westgoten ein autonomes Gebiet auf römischem Territorium erhalten und so etwas wie einen Staat im Staate gegründet sie blieben allerdings 1:21:41 ein unruhiges Volk sie hatten sich vielleicht besseren Siedlungsraum vorgestellt ihrer Führungsschicht blieben die höheren Kommandostellen im 1:21:50 römischen Heer verschlossen zudem war das Leben an der Grenze wegen der hunischen Nähe höchst gefährlich schon im nächsten Winter könnte die Donau 1:21:59 wieder einmal zufrieren und den Feinden den Weg ins gotenland öffnen nach einem Feldzug gegen den Usurpator Maximus bei dem sie Kaiser 1:22:09 Theodosius unterstützt hatten kehrten mösische goen nicht alle in ihr Gebiet zurück sondern zogen plündernd durch die Provinz 1:22:19 Makedonien der Bischof von Konstantinopel schrie 392 erbittert und ängstlich zugleich die Barbaren haben ihr Gebiet verlassen und 1:22:30 haben viele Male das Land gebrandschatzt und die Städte überfallen statt nach Hause zurückzukehren verhöhnen Sie uns wie betrunkene zeächer aber schon 1:22:40 391 hatte sich gezeigt wie eigenständig und eigenwillig die Germanen innerhalb des Reiches zu werden drohten in diesem Jahr sammelte der 1:22:50 Junge westgotische Häuptling Alarich eine Schar mit der er in Thrakien Theodosius entgegentrat und die kaiserlichen Truppen 1:22:59 besiegte als Theodosius im Januar 395 starb war der Vertrag mit dem Reich automatisch außer Kraft gesetzt die Westgoten unter ihrem neuen König 1:23:10 Alarich lehnten sich auf und es begann ein sechsjähriger Krieg auf dem Balkan von Bulgarien bis zur pelopones allerichs Gegenspieler war der für das 1:23:22 weströmische Reich zuständige Heermeister Stilicho Sohn eines Vandalen und einer Römerin er war der starke Mann jener Zeit vermählt mit der Nichte des 1:23:33 Theodosius er herrschte an Stelle des 16-Jährigen westkaisers Honorius des zweiten Sohnes des Theodosius trotz großer Niederlagen 1:23:43 duldete das Oströmische Reich aber weder stilichon noch allerich auf seinem Boden deshalb sah man es in Konstantinopel nicht ungern als Alarich im Herbst 401 1:23:54 die Alpen überquerte und nach Aquilea zog die gut befestigte Stadt hielt imm stand aber kleinere Städte Oberitaliens konnte er 1:24:04 einnehmen als er gegen Mailand vorrückte verließ der erschrockene Honorius die Residenzstadt und verlegte den Sitz der Regierung nach Ravenna dessen umliegende 1:24:15 Sümpfe besseren Schutz versprachen Stilicho sammelte während des Winters ein Heer das er durch Germanen Kontingente verstärkte und drängte die 1:24:24 gotten im Frühjahr 402 nach Südwesten zunächst konnte Stilicho den westgotenkönig sowohl bei polentiia als auch bei Verona schlagen aber nicht 1:24:36 endgültig besiegen die Waffen genügten nicht es bedurfte nun auch des Einsatzes der Diplomatie in den nächsten Jahren folgte 1:24:47 eine höchst verwirrende Anwendung beider Mittel aber das Misstrauen zwischen dem Kaiser und seinem Heermeister wucherte wie ein 1:24:55 krebsgeschwü schließlich geriet Stilicho in den Verdacht mit den gotten gemeinsame Sache zu machen der Hass der Römer auf die Germanen hatte zu diesem 1:25:03 Zeitpunkt seinen Höhepunkt erreicht und sonderlich beliebt war der halbbarbar Stilicho nie gewesen nicht einmal das Kirchenasyl rettete ihn Stilicho wurde 1:25:15 im August 408 enthauptet daraufhin setzte eine Menschenjagd auf die Barbaren ein die sich um ihr Leben fürchtend bedingungslos und zu Tausenden 1:25:26 allarich anschlossen was nun geschah ist eines der spektakulärsten Ereignisse der gesamten Völkerwanderungszeit die Barbaren 1:25:35 griffen Rom an und eroberten am 24 August 410 die ewige Stadt drei Tage durften die Goten nach Herzenslust die einst so mächtige und reiche Hauptstadt 1:25:46 des römischen Reiches plündern die Welt war erschüttert die Hauptstadt der Zivilisation und des Luxus war den 1:25:54 Barbaren hilflos ausgeliefert was auch nur irgendwie von Wert und Nutzen war wurde gepackt und mitgenommen wer sich gegen die Goten 1:26:03 stellte oder auch nur nicht rasch genug seine Wertgegenstände ablieferte wurde erschlagen nur die Klöster und Kirchen blieben verschont militärisch war der 1:26:13 Fall Roms das nicht länger politische Hauptstadt war ohne Bedeutung aber vor dem Hintergrund einer zwöhundertjährigen Geschichte war die Symbolkraft der 1:26:21 Plünderung die das ewige Rom heimgesucht hatte eine Katastrophe erstmals nach 800 Jahren als der kältenstrom über die Metropole 1:26:30 hinweggefckt war stand wieder ein Fremder Herrscher als Eroberer in der Stadt und wieder waren es die furchterregenden Barbaren aus dem Norden 1:26:38 alarichs Eroberung stürzte die Volksseele in tiefste Verzweiflung so erschüttert die Zeitgenossen auch waren gravierende Konsequenzen hatte das ganze 1:26:48 aber nicht Rom lag längst im Schatten Ravennas der Kaiser und die Regierung residierten in der neuen Metropole die Oberbefehlshaber waren mit anderen 1:26:57 Brennpunkten des Reiches beschäftigt gleichwohl sehen viele Historiker in dem Überfall auf Rom den Anfang vom Ende des Römischen 1:27:05 Reichs nächstes Ziel alarichs war die römische Provinz Afrika die Kornkammer Italiens ihr Zug die alten Kinder und Frauen eingerechnet zählte vermutlich 1:27:16 zwischen 80.000 und 100.000 Menschen aber nachdem ein vortrup in Strudeln der Straße von Messina ertrunken war kehrte der abergläubische 1:27:26 alerich um noch in Süditalien erlag er überraschend einer Krankheit allerichs Tod und die Geschichte seines ungewöhnlichen Begräbnisses sind in die 1:27:38 Sage eingegangen seine Krieger sollen ihn im leeren Flussbett des busento einem Flüsschen das sie kurzfristig umleiteten 1:27:47 in der Nähe von kosenza begraben haben in dem Trockenen Grund wurde sein Leichnam mit Pferd Waffen und Schmuck bestattet das anschließend 1:27:56 zurückgeleitete Wasser schloss sich über dem Grab alle die an der Beisetzung mitgewirkt hatten mussten in den Fluten sterben vermutlich ist die Geschichte 1:28:08 des Begräbnisses wohl eher Dichtung als Wahrheit denn in der Trockenzeit bildet der Fluss bestenfalls ein Rinnsaal trotzdem untersuchen 1:28:17 Archäologen bis heute das Flussbett und machen auch immer wieder Funde das Grab des alerich aber wurde wahrscheinlich von Einheimischen schon 1:28:26 ausgeraubt als die gotten keinen Tagesmarsch davon entfernt waren allerich war knapp 40 Jahre alt geworden er gilt als ein wagemutiger wenn auch 1:28:38 nicht überragender Feldherr 20 Jahre lang hatte er unverzagt nach einer wirtschaftlich und militärisch sicheren Heimat für sein Volk gesucht und dabei 1:28:47 Dutzende von Schlachten geschlagen nur wenige konnte er für sich entscheiden nach allerichs Tod wurde sein Schwager ataulf König der Westgoten 1:29:00 er heiratete in zweiter Ehe die in Rom geraubte Galla plaidia die Schwester von Kaiser Honorius die Westgoten blieben noch ein Jahr in Italien 412 zogen sie 1:29:12 in Richtung Gallien und eroberten die Städte nachbon Bordeaux und Toulouse ihr Zickzackkurs setzte sich fort als sei dies ihre 1:29:20 Bestimmung wurde ataulf bei einem Streit in Barcelona ermordet unter ihrem neuen König wallia kämpften die Westgoten zwei 1:29:30 Jahre im Auftrag Roms gegen die Vandalen und allanen in Spanien bis sie schließlich nach Südwestfrankreich zurückgerufen wurden walja lieferte die 1:29:41 Witwe galaplidia anraavenna aus und durfte im Jahr 418 in Aquitanien sein Königreich von toulous errichten nach 40 Jahren Wanderschaft seit dem Tag als sie 1:29:54 die Donau auf der Flucht vor den Hunnen überquert hatten kamen die Westgoten endlich zur Ruhe das tolosanische Reich sollte fast 1:30:03 100 Jahre Bestand haben dann zerschlugen es die Franken unter Chlodwig zwei Generationen später gründeten die Westgoten im Herzen Spaniens mit Toledo 1:30:14 als Hauptstadt ein neues Reich das bis zu dem Überfall der Araber Bestand haben sollte aus den undurchdringlichen skandinavischen Nebeln waren sie 1:30:25 ursprünglich gekommen wanderten über Polen ans Schwarze Meer schließlich flohen sie vor den Hunnen über die Donau nach Thrakien dann zogen die Westgoten 1:30:36 nach Italien und Gallien um ihre Wanderung durch Europa in Spanien zu beenden die von den Hunnen ausgelöste Wanderung der Völker lief auf 1:30:48 verschiedenen Ebenen ab im Herbst 406 verdrängten Hunnen und Westgoten das Volk der Vandalen aus Schlesien und der Slowakei zunächst konnten die römischen 1:30:58 Grenztruppen und die mit ihnen verbündeten Franken gegen sie die reheinlinie halten angeblich töteten sie 20.000 Vandalen unter ihrem Führer 1:31:07 gdeiesel die Alanen die an der Seite der Vandalen kämpften konnten jedoch die komplette Vernichtung des vandalischen Zuges verhindern wenige Monate später 1:31:18 brach die Grenze aber doch zusammen in der Silvesternacht 406 setzten Vandalen Sueben und Alanen bei Mainz über den zugefrorenen rein und zerstörten die 1:31:28 gesamten römischen Grenzbefestigungen zwischen Bingen und Selz in der Beschreibung der Ereignisse durch einen Bischof tritt der 1:31:36 apokalyptische Furor der Völkerwanderung ungeschminkt zu Tage müde erwartet alles das greisenhafte Ende der Welt und schon 1:31:47 läuft ab die Zeit am letzten Tage sie Wiech der Tod die ganze Welt bezwungen und welch starke Völker die wurcht des Krieges zu Boden geworfen hat 1:31:58 da lagen welche als Futter der Hunde die brennenden Häuser wurden für viele zu Scheiterhaufen die sie des Lebens beraubten in Dörfern und Häusern auf dem 1:32:09 Land an den Straßen und in allen Gauen auf allen Wegen hier und dort herrschte Tod Schmerz Vernichtung Niederlage Brand und 1:32:20 Trauer ganz Gallien rauchte als einziger schwelender Brandherd Vandalen Alanen und Sueben war die Invasion Galliens leichter gefallen 1:32:32 weils tilicho die römischen Truppen zur Verteidigung Roms gegen den Westgoten allerich zurückbeordern musste und als hätte Westrom nicht schon genug mit der 1:32:41 akuten germanengefahr zu kämpfen sollten Sie sich selbst weiter schwächen und einen ihrer fähigsten Führer nämlich sicho 1:32:49 hinrichten die Barbaren konnten in G ind des ungehindert entlang der Römerstraßen vorstoßen Mainz Worms speierer Straßburg amen AR Lyon und nbon wurden 1:33:01 geplündert zwei Jahre lang verheerten die Eindringlinge Gallien dann gerieten einige von ihnen im nördlichen Gallien mit den Franken aneinander nach einer 1:33:10 strapaiösen Irrfahrt gelangten die marodre schließlich im Jahr 409 über die Pyrenäen nach 1:33:20 Spanien im Jahre 451 befanden sich die Westgoten in 1:33:36 Südfrankreich die Franken nördlich der Loire die allemanen in Südwestdeutschland und die Burgunden an der 1:33:44 Ron zwei gegnerische Koalitionen schellten sich heraus zum einen die hunen mit den Germanen und sarmat und zum anderen die Römer mit ihren 1:33:53 föderaten denn noch war Westrom nicht ganz von der Bildfläche verschwunden 451 kam es zuur entscheidenden Konfrontation zwischen 1:34:03 diesen beiden Großmächten obwohl die daran beteiligten Parteien die Schlacht auf den katalunischen Feldern zu einem wahrhaft multikulturellen Gipfeltreffen 1:34:12 machten die Hunnen hatten diese Schlacht gewollt auch wenn nicht alle ihre Beweggründe bekannt sind ist davon auszugehen dass Atila dasil seiner 1:34:21 Völker in einem intensiven Beutezug nach Gallien gesehen hatte doch würden die Hunnen wieder in der Lage sein wie vor 80 Jahren über die etablierten Mächte 1:34:33 hinwegzufegen die Antwort auf diese Frage gab der 20 August 41 an dem Atila seine Krieger so einstimmte nun bietet euren Verstand 1:34:44 Hunnen nun eure Waffen auf wer verwundet wird vergelte es mit dem Tod eines Feindes wer noch heil sättige sich an ihrem Blut ich täusche mich nicht über 1:34:57 den Erfolg das ist das Feld das uns so viele Siege verheißen hat ich selbst werde zuerst mein Geschoss in die Feinde schleudern wenn einer Ruhe ertragen kann 1:35:07 während Attila kämpft ist er tot vielleicht hätte sich Attila mit etwas weniger Wut in die Schlacht auf den katalonischen Feldern gestürzt wenn 1:35:18 ihn nicht eine Frauengeschichte zusätzlich erzürnt hätte die Schwester des römischen Kaisers Valentinian de dr honoria hatte um einer 1:35:27 ungewollten Vernunftehe zu entgehen Attila heimlich einen Heiratsantrag übermittelt Attila war entzückt und hielt promt um die Hand honorias an 1:35:37 Valentinian dr aber dachte gar nicht daran seine Schwester ins Brautbett des unzivilisierten hunen zu legen und lehnte 1:35:45 ab Atila aber wollte sein Reich vergrößern wenn das nicht mit einer klugen Heirat Politik funktionierte dann eben mit Gewalt er begann mit den 1:35:55 Vorbereitungen zu einer Invasion Galliens der Zug in den Westen begann und endete auf den katalonischen Feldern 15 Jahre zuvor hatten die hunen 1:36:06 gemeinsam mit dem römischen Oberbefehlshaber etius bei Mainz und Worms ein schreckliches Blutbad unter den Burgundern angerichtet eine 1:36:13 vernichtungsschlacht die zum Kern des Nibelungenliedes wurde diesmal also zogen die hundischen hererscharen Begleit von germanischen 1:36:22 Stämmen erneut gegen Westen aber diesmal stand der erfahrene weströmische Feldherr ethus als Gegner auf der anderen 1:36:30 Seite atilas Heer bestand aus den verschiedensten Völkerschaften wie es bei mächtigen hererkönigen der Frühzeit üblich war an seiner Seite standen 1:36:39 Ostgoten Heruler und skiren die ihm seit langem untergeben waren Gepiden und rugia aus dem kapatenraum Markomannen von der mittleren Donau und schließlich 1:36:50 thüringischeainbur burgundische und reheinfränkische Gruppen schon die Masse dieses anrückenden Heeres wird Gallien in Angst und Schrecken versetzt haben 1:36:59 dennoch ist die überlieferte Zahl von einer halben Million Krieger unglaubwürdig denn ein derart riesiges Heer hätte weder geführt noch ernährt 1:37:06 werden können die Streitkräfte unter dem Oberbefehl von Aetius gaben ein ähnlich heterogenes Bild wie die des Gegners ab 1:37:16 der feldhar hatte alle Völker um sich geschart deren er in Gallien habhaft werden konnte die eher kleine Schar römischer Truppen 1:37:24 war während ihres eiligen anmarsches von germanischen Truppen verstärkt worden hinzugestoßen waren Franken Sachsen Sarmaten Bretonen einige alanenstämme 1:37:35 die als einstige Untertanen der Hunnen am meisten zu fürchten hatten und als wichtigste die Westgoten um deren Gunst sich Aetius deshalb auch sehr bemühte 1:37:45 König theodorit begründete seine Entscheidung zum kampfesbeitritt an die römischen Gesandten v folgendermaßen ihr habt euren Wunsch 1:37:55 Römer ihr habt Atila auch uns zum Feind gemacht wir werden ezius folgen wohin er uns ruft und wenn Atila auch hochmütig ist wegen seiner Siege über viele Völker 1:38:07 so verstehen die Goten auch mit hochmütigen zu kämpfen keinen Krieg möchte ich zu gefährlich nennen außer wo die Sache keine gute ist keine Gefahr 1:38:18 kann uns Schrecken wenn ihr bestehen ist und so zogen König theodorit und seine Söhne torismund und Theoderich also zum Kampfe in die sommerliche 1:38:30 Champagne darüber hinaus wurde das weströmische Bündnis von den in Gallien angesiedelten Burgunden unterstützt die mit den Hunnen noch eine Rechnung offen 1:38:39 hatten das hatten übrigens auch die Westgoten die 376 von den Hunnen aus ihrer Heimat am Schwarzen Meer vertrieben und zu einer langen 1:38:48 Wanderschaft gezwungen worden waren auf den katalunischen Feldern kämpften also nicht nur Römer gegen Hunnen sondern Ostgoten gegen Westgoten 1:38:57 Franken vom niederin gegen Franken vom mittelrein und so weiter und so fort die stammesverwandtschaft hinderte die Germanen nicht daran sich gegenseitig 1:39:07 bis aufs Blut zu bekämpfen gefolgschaftliche Treue war stärker als die Treue zum Stamm zum Blut die katalonischen Felder in der 1:39:17 Nähe von troa an der Mahn gelegen setzten dem Mythos der Unbesiegbarkeit der Hunnen nach 80 Jahren ein Ende ihre unbändige Angriffslust und Schnelligkeit 1:39:27 ihr kompromissloses kämpfertum und ihre wendige Reiterei hatten entweder ihren barbarischen Schrecken oder ihre spezifische Wirkungskraft 1:39:36 verloren die Kämpfe begannen um 3 Uhr nachmittags und zogen sich bis in die Nacht hinein Attila nahm den Platz in der Mitte seines Heeres ein an den 1:39:45 Seiten formierten sich die Verbündeten das Gelände war weiträumig und unübersichtlich sass sich die zwei feindlichen Blöcke schließlich in viele 1:39:53 einzelgefechte aufsplitterten der mit großem Elan in den Kampf gezogene theodorit fiel dennoch gelang es Attila nicht die 1:40:02 Oberhand zu gewinnen er gab die Schlacht verloren und zog sich in ein befestigtes Lager zurück in dem hölzerne Sättel aufgetürmt 1:40:10 waren mit diesem Haufen wollte er sich selbst in Brand stecken für den Fall dass er in die Hände des Gegners fiel der Historiker jordanis hat die 1:40:18 entscheidenden Augenblicke anschaulich festgehalten es kam zum Handgemenge ein schrecklicher Kampf ein gewaltiger vielförmiger mit 1:40:27 Hartnäckigkeit geführt von dessengleichen nirgends im Altertum berichtet wird wo derartige Taten erzählt werden sodass der der dieses 1:40:36 Wunders Anblick genoss nichts großartigeres in seinem Leben hätte sehen können denn wenn man den Erzählungen der älteren Leute glauben 1:40:45 darf das Bächlein das in niederen Ufern an der erwähnten Ebene vorbei schwoll von dem reichlichen Blut der Wunden der Getöteten an und wuchs nicht 1:40:56 wie sonst durch Regengüsse sondern wurdeolge derungewohnten Flüssigkeit durch das blutesfluss ein reißender gbach und die welcheort eine Verwundung 1:41:07 den brennenden Durst zu stillen Nöte schlftten das Nass mit Blut vermischt so tranken sie durch ein klägliches schickal umstrickt das Blut 1:41:18 sie aus ihrerunde vergossen da wurde auch der König theodorit während er ermutigend sein her durcheilte vom Pferde gerissen und von 1:41:28 den Füßen der seinigen zertreten endete er in frühem Alter andere dagegen behaupteten er sei vom Geschoss des andagis auf der Seite 1:41:38 der Ostgoten die damals atilas Fahnen folgten gefallen zweifellos haben die starken Verbände der Westgoten das Zünglein an 1:41:49 der Waage gespielt und die Schlacht zuugunsten westrums entschieden auf einen vollständigen Sieg über die Hunnen sowie auf eine Verfolgung atilas der 1:41:57 über den Rhein geflohen war verzichtete ethus es war ihm wohl wichtiger die Lage in Gallien zu beruhigen und torismund den Sohn des gefallenen theoderit zu 1:42:08 einer raschen Rückehr nach touulus zu überreden bevor dort ein anderer sich des Thrones bemächtigte die Katalaunischen Felder 1:42:15 waren der Schauplatz des letzten Sieges des römischen Heeres die blutige Schlacht deutete aber auch das Ende der hunnenherrschaft sie hatte gezeigt dass 1:42:25 nicht mehr die Römer sondern die Barbaren die stärkste Macht des Westens waren atilas Traum von der in Besitznahme des 1:42:31 dahinsiechenden weströmischen Reiches hatte sich endgültig in Luft aufgelöst dennoch setzte er 452 noch einmal zu einem Feldzug nach Italien an und 1:42:42 verwüstete die Städte Aquilea Mailand und Padua Hungersnöte Seuchen und Nachschubprobleme zwangen ihn jedoch zum Rückzug einige Bewohner des Nordostens 1:42:52 Italiens versuchten sich zu schützen indem sie sich in die Lagunen der nördlichen Adria zurückzogen daraus entstand der Legende 1:43:00 zufolge das heutige Venedig von Westrom mussten die in die Defensive gedrängten Hunnen ein Friedensangebot annehmen auch von ostrum 1:43:10 ging jetzt eine akute Bedrohung für ihr Reich aus also versuchte Atila unter den Germanen neue Freunde zu gewinnen und heiratete vermutlich aus diesem Grund 4 1:43:21 eine junge germanische Fürstentochter namens Ildiko zu diesem zeitunkt hatte Atila schon zahlreiche Kinder gezeugt und war 1:43:29 Herr über einen groen eindrckvollen Haaren und daereignete sich das Unfassbare Atila der grße Herrscher der gefürchtetsteer kämpfererstickte in der 1:43:40 Hochzeitsnacht an einem Blutsturz ein wahrlich klägliches in den Augen der Chronisten er verschied im Ehebett und nicht rvoll auf dem schlacheld die 1:43:51 Hunnen hüllten den Leichnam in seidene Tücher und legten ihn in drei ineinander verschachtelte Särge die aus Gold Silber und Eisen bestanden ihm wurden erbeutete 1:44:01 Waffen Pferdegeschirr mit Edelsteinen und seine Ehrenzeichen mit ins Grab gegeben das bis heute nicht entdeckt wurde alle seine Bestatter wurden 1:44:09 getötet Sowi es auch nach alarichs Beisetzung geschehen war westlich der mittleren Donau am Fluss nedao kam es ein gutes später noch 1:44:21 einmal zu einer Schlacht zwischen den hunen und den Germanen doch die steppenkrieger wurden besiegt unter atilas Erben verfiel das Reich das wilde 1:44:30 Reitervolk das fast drei Generationen lang Europa und seinen Grundfesten erschüttert hatte verschwand genaauo schnell und gespenstisch von der Bühne 1:44:38 des Weltgeschehens wie es sie betreten hatte diejenigen die an der Donau blieben vermischten sich mit ihren alten Verbündeten oder Nachbarn den gotten und 1:44:47 Bulgaren oder traten dem römischen her bei der Rest wandte sich nach Asien und nahm in den eurasischen Städten die 1:44:55 nomadische Lebensweise wieder auf einen noch schlimmeren Ruf als die hunen genießen bis heute die 1:45:05 Vandalen dabei waren sie gewiss nicht brutaler als die anderen germanischen Volksstämme sie hatten einen besonderen Weg eingeschlagen und waren bis nach 1:45:15 Afrika gewandert ihnen gelang das woran die Westgoten gescheitert waren einige brutale Beutezüge die sie später von Afrika aus in Italien und in der 1:45:26 Hauptstadt am Tiber unternahmen sorgten dafür dass sie als zerstörungswütige abgestempelt wurden vermutlich stammden die Vandalen 1:45:35 aus jüdland und waren Nachbarn der Kimbern und Teutonen um her müssen sie südwestlich der gutonen an der Oder beheimatet gewesen sein und einen früher 1:45:46 kältisch dominierten völkerverband germanisiert haben sie teilten sich in zwei Stämme die silingen die Schlesien den Namen gaben und die hasdingen die 1:45:57 langhaarigen die im dritten Jahrhundert an der oberen tais und im heutigen sieben Bürgen nachzuweisen sind als der Druck der Hunnen unerträglich wurde 1:46:07 waren auch Sie bereit die Heimat zu verlassen die völkerlawine aus Vandalen allanen zweben und Markomannen überquerte im Jahr 406 den Rhein 1:46:16 zwischen Mainz und Worms und zog mordend und plündernd durch Gallien im Herbst 409 drang der Stammesverband in Spanien ein dort 1:46:27 stießen sie kaum auf Gegenwehr die schweben etablierten sich schließlich im westlichen Galizien wo sie bis zum Ende des sech jahrhunderts ein eigenes Reich 1:46:36 besaßen die Vandalen und Alanen blieben im Herzen der Halbinsel wo ihr angenehmes Leben und ihre ständige Gier nach Beute durch die Westgoten in 1:46:47 römischen Diensten heftig gestört wurden als in den Kämpfen gegen sie der König der silingen und der König der allanen felen verzichteten die beiden Völker auf 1:46:57 ihre Selbständigkeit und schlossen sich den hassdingen an seither bildeten die Vandalen eine Einheit obwohl sich noch die afrikanischen Herrscher Könige der 1:47:08 Vandalen und Alanen nannten 422 wanderte der neue großstamm nach Südspanien wo er fruchtbares kaum 1:47:19 verteidigtes Land vor fand und wo noch heute der Name Andalusiens an die Zeit ihres Aufenthaltes erinnert 1:47:27 wandalenland heißt auf Arabisch alandalus sie eroberten Sevilla und die Küstenstädte darunter den strategisch günstig gelegenen Hafen und 1:47:36 Flottenstützpunkt katachena mit einem sicheren Gespür für die sich bietenden Möglichkeiten passten sich die Vandalen schnell an die neuen 1:47:44 geographischen Bedingungen an tollkühne Reiter die sie vorher waren wurden sie sie bin in kurzer Zeit zu den gefürchtetsten Piraten der Gegend 1:47:54 allerdings bestand die vandalische Flotte hauptsächlich aus requirierten römischen Transportschiffen die Landungstruppen am Bestimmungsort 1:48:02 auszuschiffen hatten dann richteten die Vandalen ihren Blick auf den gegenüberliegenden Kontinent Afrika mit seinen reichen fruchtbaren Böden und 1:48:12 legendären schätzen war genau das richtige für die kühnen Barbaren [Musik] 1:48:27 wer führte in dieser Zeit der Umorientierung die Vandalen im Jahr 429 als sie schließlich das Mittelmeer in Richtung Nordafrika 1:48:36 überquerten herrschte über sie seit etwa 7 Jahren einer der mächtigsten und fähigsten Könige den die Germanen jemals hervorgebracht hatten König Geiserich er 1:48:46 war skrupellos und strahlte große Autorität aus er war ein glänzender Feldherr und ein ebenso geschickter Stratege und Diplomat der Historiker 1:48:56 Jordanes beschrieb ihn folgendermaßen von mittlerer Statur infolge eines Sturzes vom Rosse hinkend tiefen Geistes schweigsam Verächter des wohlbens rasend 1:49:08 im Zorn habgierig weitblickend wenn es darum geht die Völker aufzuwiegeln und von größter Verschlagenheit den Samen des Streites zu sähen und Hass zu 1:49:19 erzeugen im Mai 429 im Alter von 40 Jahren schickte sich Geiserich an sein Volk nach Afrika zu führen von einer solchen 1:49:29 Überfahrt hatten rund 15 Jahre vor ihm schon die Westgoten geträumt zuerst alerich nach der Eroberung Roms bis ein schwerer Sturm seine Schiffe zerstörte 1:49:38 und dann wallia der ebenfalls ohnmächtig vor der Straße von Gibraltar stand die Vandalen hingegen hatten sich auf die schwierige Operation lange und 1:49:48 intensiv vorbereitet die Überfahrt hatten sie oft geprobt den zur Verfügung stehenden Schiffsraum genau vermessen außerdem konnten sie als 1:49:57 Piraten auf seemännische Erfahrung zurückgreifen es war eine logistische Meisterleistung Männer Frauen Kinder und Sklaven versammelten sich bei Tarifa dem 1:50:07 einzigen Ort an der Straße von Gibraltar dessen Ufer nicht steil abfielen in 80 000 schaften überquerten sie auf kleinen Schiffen die Meerenge 1:50:16 und gingen in Tanga an Land sie stießen auf keinen nennenswerten Widerstand die Vandalen traten nun den langen Zug nach Osten an in einem Jahr 1:50:27 legten sie von ihren Schiffen parallel vor der Küste begleitet über 1200 km zurück erst bei hipporegius dem Bischofssitz des heiligen Augustinus 1:50:38 stellte sich der Römer bonifaius mit seinen Legionären den Vandalen in den Weg man verdächtigte ihn die Feinde gerufen zu haben um sich in Ravenna 1:50:48 Geltung zu verschaffen der Römer unterlag aber in der Schlacht und musste sich in der Stadt des von ihm verehrten Bischofs 1:50:55 verschanzen Augustinus erlebte noch den Beginn der über ein Jahr dauernden Belagerung hippus auch als 431 Konstantinopel das 1:51:05 wie Italien auf Getreidelieferungen aus Afrika angewiesen war ein her sandte und Bonifatius mit den Waffenbrüdern aus Byzanz eine Schlacht wagte hieß der 1:51:14 Sieger Geiserich es dauerte noch drei Jahre bis man in Ravenna zu der Einsicht gelangte dass die Vandalen nicht mehr aus Afrika 1:51:21 zu vertreiben waren 435 Schloss daher Valentinian II mit Geiserich einen Vertrag er überließ den Vandalen Teile der Provinzen Afrika 1:51:32 pronsularis Numidia und Mauretania ctifensis zum Bewohnen also nicht als Besitz die Römer hatten gehofft Geiserich auf diese Weise 1:51:43 zufriedenzustellen ein verhängnisvoller Irrtum im Jahr 439 überfiel der vandalenkönig überrasch katago die Stadt wurde geplündert viele reiche Römer 1:51:53 gefangen genommen und der gesamte Kirchenbesitz konfisziert und arianisiert nun waren die Vandalen am Ziel ihrer Träume angelangt sie besaßen 1:52:05 einen Stützpunkt der ihnen glänzende Voraussetzungen zu weiteren Beutezügen bot und eine dauerhafte Bedrohung für Rom 1:52:14 darstellte als die neuen Herren von Kartago waren sie ein ernstzunehmender kontrah Roms geworden im Jahr 442 wurden die veränderten 1:52:24 Machtverhältnisse in einem neuen Vertrag zwischen Geiserich und Valentinian dem dritten festgehalten das römische Afrika wurde aufgeteilt die Vandalen erhielten 1:52:35 mit dem Großteil numidiens und den beiden Reichen Provinzen Afrika pronsularis und byzarzena den Löwenanteil in diesen Gebieten lag die 1:52:45 Kornkammer Afrikas die einen beträchtlichen getreideüberschuss erzielte und damit mit den Reichtum der Provinzen begründete die günstige Lage 1:52:53 am Meer und seine Handelswege in drei Himmelsrichtungen waren weitere Vorteile des von den Vandalen eroberten Landes Hauptstadt war Cartago das damals noch 1:53:04 weit über 100.000 Einwohner zählte und das viele Zeitgenossen für schöner hielten als Konstantinopel die Vandalen hatten den Garten Eden 1:53:14 erobert König Geiserich blieb sich auch nach der Besetzung kartagos treu und handelte zielorientiert er ließ seine Flotte 1:53:23 vergrößern fiel 440 mit einem Heer in Sizilien ein plünderte die Insel und bedrohte Italien wieder wich die Regierung in Ravenna vor dem Barbaren 1:53:35 zurück und kaufte ihn mit einem Vertrag zu neuen Bedingungen die Verbitterung im Kaiserhof war groß die fortgesetzte Verfolgung der Katholiken in Afrika dazu 1:53:46 die Enteignungen der adligen Großgrundbesitzer von denen viele versklavt wurden zeigten ganz deutlich die Machtlosigkeit 1:53:54 Westroms doch Geiserich dachte gar nicht daran sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben spätestens 450 ganz geklärt ist das nicht zogen die Vandalen wieder los 1:54:06 und plünderten die Städte kapua und Neapel 455 ankerte geiserichs Kriegsflotte an der tibermündung vor 1:54:16 Rom viele Römer erinnerten sich noch an die verwüst der letzten Belagerung durch allerich 410 wieder brach Panik aus die römische Aristokratie verließ 1:54:27 fluchtartig die Stadt auch Kaiser Petronius Maximus der in Rom zu valentinians Nachfolger ausgerufen worden war wollte sich noch rechtzeitig 1:54:36 aus dem Staub machen aber ein Steinhagel der erbosten Bewohner beendete das Leben dieses unwürdigen Herrschers am 2 juni 1:54:47 455 marschierten die Vandalen in Rom ein der Bitte des Papstes Leo i Rom ohne Feuer und Schwert zu erobern entsprach Geiserich aber seine Mannen schleppten 1:55:01 zwei Wochen lang alles was nicht niet und nagelfest war und Wert hatte auf ihre Schiffe sie plünderten den Kaiserpalast und den Jupitertempel mit 1:55:09 seinen vergoldeten bronzeziegeln und nahmen die Kaiserin und ihre beiden Töchter mit die eine namens eudoia sollte geiserichs Sohn hunnerich Heirat 1:55:19 hat en sowie einige Senatoren Handwerker und weitere römische Verwaltungsbeamte sie hatten nicht nur hochprofessionell geplündert sondern 1:55:29 auch ohne es zu wissen etwas zweifelhaftes für die Ewigkeit hinterlassen den Begriff des Vandalismus im Jahr 1:55:40 474 einigten sich Geiserich und der oströmische Kaiser Leo auf ein ewiges Bündnis zwei Jahre später wurde ein ähnliches Abkommen mit Westrom 1:55:52 geschlossen Geiserich starb am 24 Januar 477 im Alter von fast 90 Jahren das Königreich der Vandalen stand zu diesem Zeitpunkt im Zenit seiner Macht und 1:56:06 schien eine große Zukunft vor sich zu haben auch der byzantinischen Kriegsflotte war es nicht gelungen die Vandalen zu besiegen sie war vor Kartago 1:56:16 ankannt in Flammen aufgegangen fast 50 Jahre hatte der große herkönig Geiserich das Schicksal seines Volkes gelenkt seine aggressive 1:56:25 Politik war sogar von den Feinden mit Friedensverträgen belohnt worden auf dem Sterbebett verfügte er das sogenannte senioratsrecht welches besagte dass in 1:56:35 den folgenden Generationen jeweils der älteste angehörige seiner direkten Nachkommenschaft die Nachfolge antreten solle damit kamen nicht selten alte 1:56:44 eigensinnige Herren zum Zug dennoch sollte das vandalenreich seinen Gründer immerhin um 57 Jahre überleben nach geiserichs Tod bestieg 1:56:54 sein ältester Sohn hunerich den Thron ein besonders grausamer Herrscher der die Kirche unterdrückte indem er die kaiserlichen heretikersätze gegen die 1:57:02 Katholiken anwandte tausende wurden in die Wüste oder nach Übersee verbandt Bischöfe gefoltert und getötet Kirchen 1:57:10 geschlossen und zerstört hunerichs Nachfolger trasamund konnte den von seinem Bruder angerichteten Schaden nicht mehr wier gut machen 1:57:20 trotz seiner umsichtigen Regierung wurde die allgemeine Lage für die Vandalen instabiler die Ostgoten in Italien sagten sich von ihnen los und ostrum tat 1:57:29 alles um Afrika zurückzugewinnen auch die afrikanischen Mauren ließen sich nicht mehr so leicht mit der Aussicht auf Beute beruhigen der 1:57:37 letzte vandalische König gelimer beging einen katastrophalen Fehler als er den oströmischen Kaiser Justinian den ersten unnötig 1:57:47 herausforderte die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten im Sommer 533 segelten unter der Führung des Feldherren Belisar 10 000 Fußsoldaten 1:57:56 und 5000 Reiter aus Byzanz gegen das vandalenreich im Dezember 533 kam es etwa 30 km von katago entfernt zur entscheidenden Schlacht ohne ernsthafte 1:58:09 Gegenwehr gelima floh plötzlich mit einer kleinen Truppe von Getreuen nach hipporegius und überließ seine Soldaten ihrem Schicksal stürzte das 1:58:17 vandalenreich wie ein Karten in sich zusammen dem Verhungern nahe ergab sich gelimer ein Jahr nach seiner Flucht und wurde als Gefangener mit dem königlichen 1:58:27 Schatz nach Byzanz transportiert dort soll er um drei Dinge gebeten haben ein Stück Brot um seinen Hunger zu stillen einen Schwamm um seine 1:58:36 Tränen zu trocknen und eine Leier um sein Elend zu besingen die übrig gebliebenen vandalischen Krieger wurden Soldaten des 1:58:43 Kaisers von Byzanz das afrikanische Reich der Vandalen war für immer untergegangen in Afrika deutet heute nichts mehr auf 1:58:52 ihre Herrschaft hin die alleemannen Waren aus verschiedenen vorwiegend zwebischen Gruppen hervorgegangen und rasch als 1:59:01 aggressiv Verband kriegerischer Völkerschaften aufgetreten sie fielen eher durch ihre Beweglichkeit und Unabhängigkeit ihrer einzelnen Gruppen 1:59:10 auf als durch einen erkennbar gemeinsamen Willen zur vorausplanenden Landnahme oder gar mit dem Ziel ein Reich zu gründen kurz vor Beginn der 1:59:20 eigentlichen vökerwanderung waren die Allemannen von den Römern unter Kaiser Valentinian und danach unter dessen Sohn Gratian in Gallien besiegt und in den 1:59:30 südwestdeutschen Raum zurückgedrängt worden dann liefen Ihnen die Wormser Burgunden am Rhein den Rang ab nachdem diese aber ins heutige savoen abgezogen 1:59:41 waren begann Mitte des 5 jahrhunderts die große Zeit der allemania ein allemannenkönig nah ein und bedrohte 1:59:51 ufernorikum das heutige Donau Österreich eine zeitgenössische kartographische Momentaufnahme nennt zahlreiche heute tief in Frankreich 2:00:01 liegende Städte als Teil der Alemania bei Köln wurde ein Frankenkönig von den Allemannen besiegt schließlich kam es um 2:00:10 497 und in den folgenden Jahren zu Ereignissen die darüber entschieden dass Frankreich heute nicht allemanje heißt es war die Entscheidungsschlacht 2:00:21 zwischen Franken und Allemannen um die Herrschaft in Gallien die allemanisch-fränkischen Gegensätze 2:00:30 entluden sich in einer Reihe von Schlachten die die Historiker zusammenfassend die Schlacht von Zülpich nennen mitten in dieser Schlacht schwor 2:00:40 der von den Allemannen bedrängte Frankenkönig klodwich sich zum Katholizismus zu bekehren wenn ihm der Sieg Zufalle die dieser Schwur wird ihm 2:00:50 nicht schwer gefallen sein denn auf die Taufe vorbereitet hatte ihn gewiss se eine Gemahlin krodechilde eine eifrige Katholikin die Allemannen wurden vom 2:01:01 fränkischen König geschlagen und gerieten unter seine Herrschaft spätestens im Jahr 537 wurde die Alemania fränkische 2:01:12 Provinz es entwickelte sich eine von den fränkischen Königen zwar kontrollierte allemannische Adelsschicht deren zunehm der Einfluss aber durch den Karolinger 2:01:21 Karl Martell im Jahr 746 im Blutgericht zu kannstadt endgültig gebrochen [Musik] 2:01:35 wurde anders als die Allemannen die von einer Vielzahl von herkönigen geführt wurden Schaten sich die Burgunder um einen König zum ersten Mal wurden die 2:01:45 burgundiones in der Naturgeschichte von Plinius dem Älteren im im ersten Jahrhundert erwähnt der sie gemeinsam mit den Goten nennt und für eine 2:01:53 Untergruppe der Vandalen hält jedenfalls dürfte sie für eine der Ostseeinseln namensgebend gewesen sein im Mittelalter hieß Bornholm noch 2:02:03 burgunderholm im späten dritten Jahrhundert beteiligten sich burgundische Kriege an den Überfällen auf die römischen Provinzen an der 2:02:10 unteren Donau einige von ihnen siedelten sich in der Folge im Main Necker Gebiet an und machten sich dort die alleemannen zum Gegner die Mehrheit allerdings blieb 2:02:20 in ostgermanien im vierten Jahrhundert erstarkte die Position der Burgunden im Rhein neckergebiet unter König gundahar 2:02:29 gründeten sie 413 ein Reich am mittelrein dessen Schwerpunkte die Städte Worms Straßburg und Speier waren sie wurden vom römischen Kaiser Honorius 2:02:39 anerkannt 413 Verbündeten sie sich mit dem gallischen usopator jovinus und griffen erfolgreich Gallien an so konnten sie ihr sgebiet ausdehnen 435 2:02:52 versuchte gundaha sich mit seinem Volk in der gallischen Provinz belgika auszubreiten wurde aber vom weströmischen herführer etius gestoppt 2:02:59 ein Jahr später heuerte etius eine hundische Streitmacht an um die expansionsfreudigen Burgunden ein für alle Mal zu bremsen dieser Schachzug 2:03:08 geriet für die Burgunden zur Katastrophe ihr her von 20 000 Mann wurde von den Hunden angegriffen umzingelt und ausgelöscht dieses grausame Schlachten 2:03:18 ging in die Geschichte ein verewigt im Nibelungenlied 443 wurden die zahlenmäßig immer noch recht starken Burgunden schätzungsweise 2:03:28 zwischen 10.000 und 25 000 Menschen von etius als römische föderaten in Savoyen untergebracht im Gebiet südlich des Genfer Sees bis nordwärts nach 2:03:39 losusann als Gegenleistung mussten sie die Alpenpässe bewachen die Burgunden waren fortan treue Verbündete der Römer 451 standen sie in der 2:03:50 Völkerschlacht auf den katalunischen Feldern auf römischer Seite gemeinsam mit Westgoten und Franken unter Führung delben ethus der 16 Jahre zuvor der 2:03:59 drzieher des hunnischen Gemetzels an ihrem Volk gewesen war 456 kämpften sie im Auftrag Roms mit den 2:04:07 Westgoten gegen die Sueben in Spanien später besetzten sie einen großen Teil zentral Galliens Eckpunkte waren die Provence im Süden der 2:04:16 Genfersee im Osten und die saon im West und Norden in Lyon und Genf residierten König und 2:04:23 unterkönig die Burgunden übernahmen die romanische Sprache der einheimischen unter ihren Königen chilprich dem i und Gundobad standen sie im letzten Viertel 2:04:33 des fünften Jahrhunderts auf dem Höhepunkt ihrer Macht und waren nach den Franken und Westgoten das mächtigste Volk des heutigen 2:04:41 Frankreichs die unaufhaltsame Ausdehnung der Franken machte allerdings auch vor den Burgunden nicht Halt im Jahr 532 schließlich war es soweit die Burgunden 2:04:52 mussten sich nach der Schlacht bei oin den Franken geschlagen geben als das niebelungenlied um 1200 von einem Unbekannten Dichter in 2:05:01 Österreich an der Donau aufgeschrieben wurde lag die Herrschaft des Königs der Burgunden schon etwa 700 Jahre 2:05:17 zurück während sich das weströmische Reich nach dem Tod valentinians des Dr 455 immer weiter auflöste gelang es dem Oströmischen Reich größere 2:05:29 Gebietsverluste zu vermeiden die honengefahr war mittlerweile gebannt und unter den germanischen Stämmen fühlte sich keiner stark genug um eine 2:05:39 dauerhafte Herrschaft zu konstituieren die Ostgoten die sich in Pannonien als föderaten niederließen hatten immer wieder gegen Nachbarstämme beiderseits 2:05:49 der Donau zu kämpfen und verließen 473 das Land um sich auf der Balkanhalbinsel anzusiedeln aber auch hier gelang es ihnen nicht dauerhaft Fuß zu fassen ein 2:06:01 Aufschrei der zivilisierten Welt blieb aus als im Jahre 476 nach nur 10 Monaten Herrschaft der letzte Kaiser des weströmischen Reichs 2:06:11 der Minderjährige Romulus augustulus seines Amtes enthoben wurde der Germane oduaka vom Stamm des kiren der sich dieser Angelegenheit persönlich 2:06:22 angenommen hatte teilte dem oströmischen Kaiser Zenon lediglich mit dass der Thron nicht mehr besetzt werden müsse im weströmischen Reich bedürfe es keines 2:06:31 Kaisers mehr von nun an werde er odoaka sich um Rom kümmern der Germane hielt es nicht einmal für nötig den Marionetten Kaiser am Morden zu lassen so gering war 2:06:43 die Gefahr die von ihm ausging odoake schickte die insignen des letzten weströmischen Kaisers nach Konstantinopel damit war für ihn die 2:06:53 Sache erledigt nach über 12 Jahren war das große Imperium Romanum nun am Ende angelangt das Eindringen der Barbaren in 2:07:05 die Strukturen des zerfallenen Römischen Reiches und das Entstehen germanischer Nachfolgestaaten kennzeichnete die Schnittstelle zwischen Spätantike und 2:07:13 Mittelalter zwischen mediterraner Kultur und nordischer Dominanz auch wenn immer wieder diese Epoche als finster bezeichnet wird so erhebt sich 2:07:23 aus dem barbarischen Dunkel der ersten fünf Jahrhunderte nach der zeitenwinde einsam ein ostgotischer König der 48990 ins Stammland des ehemaligen 2:07:33 Imperium Romanum einzog um dort in Italien ein glanzvolles Königreich zu gründen Theoderich der große er ist die wohl bedeutendste Gestalt der 2:07:44 Völkerwanderungszeit Theoderich bewunderte die römische Kultur und Zivilisation er ließ alte Bauwerke restaurieren und neue errichten kurbelte 2:07:53 die Wirtschaft und Verkehrsplanung wieder an stabilisierte Bürokratie und Finanzverwaltung sorgte für rauschende Feste und tat sich zudem mit einer 2:08:01 internationalen Bündnis und Friedenspolitik hervor die vor allem dem Schutz Italiens diente bis auf den Umstand dass eine 2:08:10 politische Karriere mit einem kaltblütigen Mord begann und mit justizmorden endete ist sein Steckbrief als Herrscher über ein Reich von Goten 2:08:18 und italern markellos und von herausragender historischer Bedeutung unter Theoderich erlebte Italien nach dem katastrophalen fünft 2:08:27 jahrhundert eine kulturelle Nachblüte so rühmte der oströmische Geschichtsschreiber prokopius den ostgotenkönig 2:08:36 folgendermaßen seine gewaltige Hand sorgte für Gerechtigkeit ein starker Schirm für Recht und Gesetz seine Weisheit und Tapferkeit waren weit um 2:08:46 gefürchtet und geehrt die Goten und die italer liebten und verehrten ihn ohne Unterschied wie aber waren die Ostgoten 2:08:57 nach Italien gekommen und welches Schicksal stand ihnen unter ihrem legendären König bevor noch in der hunnenzeit im Jahr 2:09:07 451 wurde Theoderich als Sohn des Königs theodemir aus dem Geschlecht der amaler geboren der hochbegabte junge verbrachte 10 Jahre als Geisel und Bürge für den 2:09:19 föderaten Vertrag am kaiserlichen Hof von Byzanz 471 kehrte er zu seinem Stamm zurück und trat die Nachfolge eines Onkels an er 2:09:30 bestieg den königstron einer untersippe kaum in seiner Heimat zurück zog er siegreich gegen die Sarmaten und verlegte in den nächsten zehn sehr 2:09:39 erfolgreichen Jahren das kleine Reich seiner Ostgoten in das strategisch günstige Mösien nah an Konstantinopel gelegen unterwegs starb sein Vater 2:09:49 worauf Theoderich der alleinige König der Ostgoten wurde der junge Herrscher zog plündernd durch den Balkan ohne den rechten Platz für sich und sein Volk zu 2:10:00 finden darum bat er Kaiser Zenon gegen den skiren odoaka ziehen zu dürfen um ein eigenes Königreich in Italien zu errichten Zenon war nicht nur 2:10:12 einverstanden er war hoch zufrieden über diesen Vorschlag er hatte Theoderich in zwischen zum Adoptivsohn und Konsul Ostroms ernannt Zenon und Theoderich 2:10:24 schlossen einen Vertrag wonach letzterer nach der Besiegung odoakas für seine Mühen an der Stelle des Kaisers bis dieser dorthink kommme herrschen solle 2:10:35 damit schlug Z und Z Fliegen mit einer Klappe er war die unruhigen Ostgoten vorerst los und konnte den unheimlichen Odoaker niederhalten ohne irgendetwas zu 2:10:47 riskieren die nun folgende Invasion der Ostgoten glich mehr einer vökerwanderung als einem Heereszug etwa 100.000 Menschen waren nach Italien unterwegs 2:10:58 davon 20.000 Krieger im Gebiet der Gepiden deren Sperrriegel er durchbrach überwinterte er und stieß im August 489 am isonzu auf die Verteidigungslinie 2:11:12 odoakas in den folgenden Kämpfen zwischen dem 38jährigen Theoderich und dem fast 60jährigen odoak behielt der Ostgote die 2:11:23 Oberhand nach der Schlacht bei Verona wurde der siegreiche Theoderich in der germanischen sage zu Dietrich von Bern nach dem Mittelhochdeutschen Namen Berne 2:11:34 für Verona nacheinander traten Städte bis nach Süditalien unter ihnen Rom und Mailand auf the oderechs Seite die 2:11:42 Westgoten und Burgunden unterstützten ihn ebenfalls 490 verlor Odo schließlich an der ADD eine weitere Schlacht und musste sich nach Ravenna zurückziehen 2:11:53 dort belagerte ihn Theoderich zinhalb Jahre lang es war theodrichs sagenhafte rabenschlacht der Ravennas 2:12:02 mittelhochdeutsche Bezeichnung rabene den Namen gab dann vermittelte Bischof Johannes von Ravenna 493 einen Frieden der vorsah dass odoaka und Theoderich 2:12:15 Italien gemeinsam regieren sollten Theoderich war allerdings nicht nach Teilen Z Mute 10 Tage nach dieser Vereinbarung beseitigte er bei einem 2:12:25 gemeinsamen festmah seinen Vertragspartner eigenhändig mit einem Kurzschwert während zwei seiner Komplizen odoaka 2:12:34 festhielten legendär geworden sind die Worte die Theoderich ausstieß als er den Leib des nebenbohers durchbohrte nicht mal Knochen im Leibe scheint der Schuft 2:12:44 zu haben odoaka wurde ein christliches Begräbnis verweigert seine Mitstreiter hingerichtet seine Frau dem Hungertod überlassen nur die Wohlhabenden Adligen 2:12:56 Anhänger blieben verschont wie auch der Senat um sich Ostrom nicht unnötig zum Feind zu machen 493 war Theoderich der unangefochtene 2:13:07 König über Italien 497 wurde er vom oströmischen Kaiser Anastasius dem Nachfolger des Zenon als Herrscher 2:13:16 anerkannt Theoderich brachte Italien eine 30jährige Friedenszeit und verdiente sich den Beinamen der große völlig zurecht das ostgotische Volk das 2:13:28 aus mehr als zehn Völkern bestand wurde vorwiegend im Norden und Osten des Landes angesiegelt in der Hauptstadt Ravenna 2:13:36 hinterließen die Germanen ihre Spuren wie in keiner anderen Stadt Europas Theoderichs Devise war römisches zu erneuern und gotisches zu bauen die 2:13:46 ostgotischen Baudenkmäler Symbol en die Synthese dieser beiden Elemente es entstanden der Kaiserpalast die Hofkirche Santa polinare die Kirche San 2:13:56 Vitale und vor der Stadt das eindrucksvollste architekturzeugnis jener Zeit das berühmte Grabmal Theoderichs der zehneckige Zentralbau 2:14:05 ist überwölbt von einer steinernen Kuppel der SAG des Königs befand sich im Obergeschoss abgeschlossen von jenem riesigen steinernen monoliten der an 2:14:14 alte germanische hühnengräber erinnert nach seiner Machtübernahme änderte Theoderich an der bisherigen Zivilverwaltung nichts da die Städte 2:14:24 inzwischen weitgehend katholisch geworden waren bemühte sich der arianische König nachdrücklich um Toleranz das Nebeneinander von Goten und 2:14:33 Römern sollte nicht durch religiösen Streit belastet werden die oderichs Friedenspolitik zog hochstehende Angehörige des römischen Adels an seinen 2:14:41 Hof wo sie ihm wertvolle Dienste leisteten es ist bemerkenswert dass sich der germanische herrcher in der Tradition der römischen Kaiser sah und 2:14:50 ihm dies anscheinend niemand verübelte feiern und Spiele fanden mit kaiserlich prkstatt statuenurden ihm zu Ehren errichtet und manchmal nannten ihn 2:15:00 seine untanen gar Augustus im Jahr 500 stattete er Rom einen großartig inszeniertenuch ab er pilgerte zum Petrusgrab veranstaltete 2:15:12 zirkusspiele gab getreidespenden und ließ dieadtmauern und den kaiserpalastaurieren Theoderich war sowohl beim Volk als auch bei der 2:15:20 römischen Oberschicht beliebt auch wenn ein Hauch von besatzermentalität in Ravenna durchaus spürbar gewesen sein muss außerdem standen die 2:15:28 unterschiedlichen Glaubensrichtungen einer perfekten Harmonie der beiden Völker im Wege die Ostgoten waren Arianer die 2:15:36 römerkatholiken der König gewährte Religionsfreiheit und war um ein friedliches Nebeneinander um Integration und Zusammenhalt der einzelnen Völker 2:15:45 bemüht dazu gehörte auch eine durchdachte Heiratspolitik da ihm an einer guten Beziehung zu dem aufsteigenden 2:15:52 Merowinger chlotwig gelegen war vermähte er sich 493 mit dessen Schwester Aude fleda seine Schwester Amala Frieda wurde mit dem vandalenkönig trasamund 2:16:04 verheiratet Theoderich der zwei Töchter aus einer früheren Ehe hatte gab wenig später die eine dem Westgoten König alerich dem zweiten zur Frau die andere 2:16:14 dem burgundischen Kronprinzen Siegesmund sein Nichte Amala Berger ehelichte Hermina Fried den König der Thüringer der ostgotenherrscher sah sich 2:16:24 bereits als Haupt einer verzweigten Familie germanischer Könige doch seine Hoffnung die Ehebündnisse würden auch politische Reibungen zwischen den 2:16:32 Schwägern verhindern erfüllte sich [Musik] 2:16:46 nicht [Musik] [Applaus] 2:17:00 Chlodwig der mit etwa 16 Jahren seinem Vater schilderig nachgefolgt war ließ sich nicht davon abhalten seine Macht in Gallien energisch zu erweitern im Jahre 2:17:12 507 griff er ungeachtet der verwandtschaftlichen Verbindungen das Königreich der estgoten an Theoderichs Schwiegersohn Alarich i Z fiel im Kampf 2:17:23 gegen Theoderichs Schwager Chlodwig die Mittelmeerküste westlich der rone blieb westgotisch während sich die Abwanderung im verlorengegangenen Teil des Reichs 2:17:33 verstärkte auch ein anderer Bündnispartner machte Theodorich großen Ärger aber der Herrscher der Ostgoten sollte nicht mehr dazu kommen Rache zu 2:17:42 nehmen in Nordafrika war der vandalenkönig trasamund gestorben dem Theoderich seine Schwester amalfrida zur Frau gegeben hatte trasamunds Nachfolger 2:17:53 hilderich ließ amalfrieda in den Kerker werfen und kurze Zeit später samt ihrer gotischen Gefolgschaft töten Theoderich rüstete eine große Flotte aus um nach 2:18:04 Nordafrika zu segeln doch bevor es dazu kam starb er am 30 August 526 an der Ruhe vor seinem Tod hatte er seinen 2:18:16 zehnjährigen atalarich zum Nachfolger erklärt und den Versammelten ostgotischen Adligen ans Herz gelegt den König zu Ehren den Senat und das 2:18:26 römische Volk zu lieben und den oströmischen Kaiser nächst gotott immer gütig und versöhnlich zu halten diese Abschiedsworte waren 2:18:37 zugleich das Regierungsprogramm für seine Tochter Amala suinta die die Regentschaft für ihren Sohn übernahm die Regentin stieß in Teilen 2:18:47 der der Aristokratie nicht nur als Frau auf Widerstand sondern auch weil sie atalarich dieselbe gründliche römische Bildung zukommen lassen wollte die sie 2:18:56 selbst genossen hatte Bedenken wurden laut dass damit eine Entwicklung beginne die am Ende die bisherige Trennung von gotten und Römern aufheben werde gegen 2:19:07 die Opposition die sich 533 verstärkte suchte amalas Winter Hilfe in Konstantinopel wo Justinian gerade daran ging eine neue Politik gegenüber dem 2:19:19 Westen zu eröffnen er war 527 seinem Onkel Justinus auf den Thron gefolgt jetzt war er entschlossen die politische Anerkennung die ihm die 2:19:30 germanischen Könige entgegenbrachten in unmittelbare Herrschaft umzuwandeln die Einheit des römischen Reiches nicht mehr und nicht weniger wollte Justinian 2:19:41 wieder herstellen der Kaiser selbst verfügte über keine militärische Begabung aber er befahl über zwei Helfer die zu den 2:19:50 besten herführern ihrer Zeit gehörten Belisa und der euch narsis und so kam es dass das italienische Ostgotenreich seinen 2:20:00 Gründern nur um 26 Jahre überlebte trotz intensiver versuche das Verhältnis zu bzanz auf eine dauerhafte und vertraglich abgesicherte Grundlage 2:20:09 zu stellen hatte die kaiserliche Regierung die Existenz eines barbarenreichs in Italien nie wirklich akzeptiert als Kaiser Justinian seine 2:20:18 großangelegte rekonkister des weströmischen Reiches begann musste auch das ostgrottenreich Fallen es dauerte allerdings fast 20 2:20:28 Jahre und kostete Italien viel von seiner wirtschaftlichen und kulturellen Substanz im Oktober 552 kam es zur dramatischen Schlacht am milchberg 2:20:38 südlich des Sarno in der Nähe von Salerno der letzte ostgrotenkönig Thea fiel nach zweitägigem erbitterten Kampf die goen mussten sich dem 2:20:48 kaiserlichen Feldherrn Narses geschlagen geben kapitulierten gegen freien Abzug und kehrten als treue Untertanen des oströmischen Kaisers auf ihre Güter 2:20:57 zurück damit verschwanden die Ostgoten als volkseinheit aus der Geschichte das ostgotische Reich in Italien gilt als die glanzvollste 2:21:07 Staatsgründung der Germanen und zugleich als das römischste aller barbarenreiche Goten und Römer waren zwar gesellschaftlich nicht verschmolzen 2:21:17 trotzdem lebten sie mit und nebeneinander in großer Eintracht Theoderich der große ist als eine große Herrscherpersönlichkeit in die 2:21:26 Geschichte der Völkerwanderung eingegangen der westgote allerich oder der Vandale Geiserich erreichten nie seine 2:21:34 Popularität seine Spuren sind auch heute noch in Ravenna sichtbar auch wenn sein Grabmal bis auf den Sarg geplündert wurde in den Sagen des Mittelalters lebt 2:21:45 deoderich als der gerechte und Kampf erprobte Dietrich von bernfort eine authentische Ehrung des ostgotenkönigs wurde wenige Jahre nach 2:21:54 seinem Tod von einem ungenannten Chronisten aufgeschrieben er war ausgezeichnet und guten Willens in allem er regierte Jahre 2:22:07 in seiner Zeit war Italien Jahre lang vom Glück begleitet der Art dass selbst Reisende Frieden hatten denn er tat nichts verkehrt 2:22:17 so regierte er die beiden Völker in einem die Römer und die Goten er gehörte zwar selbst der arianischen Sekte an unternahm aber doch nichts gegen die 2:22:28 katholische Religion gab zirkusspiele und Amphitheater soass er auch von den Römern Trajan und Valentinian genannt wurde deren Zeit sein Vorbild war und 2:22:39 von den Goten aller Wege tapferster König den Staatsdienst der Römer ließ er er den gleichen sein wie unter den Kaisern er gab Spenden und Lebensmittel 2:22:52 und obwohl er den Staatsschatz ganz leer vorgefunden hatte stellte er ihn mit seiner Arbeit wiederher besaß er doch solche Weisheit dass manche seiner Worte 2:23:01 beim Volk noch jetzt als Sprüche gelten das Erbe der Ostgoten in Italien traten die langobarten an mit ihrem Zug 2:23:13 nach Italien im Jahre 568 findet die letzte große Wanderung statt danach ist die Epoche der Völkerwanderung nach klassischem 2:23:24 Verständnis zu Ende aus Skandinavien kommend hatten sich die langberte im ersten vorchristlichen Jahrhundert an der 2:23:31 Unterelbe niedergelassen von wo sie im vierten Jahrhundert die Elbe entlang nach Böhmen gewandert waren einzelne kriegergruppen waren schon früher nach 2:23:40 Süden gezogen und 167 mit den Römern unter Kaiser Mark Aurel zusammengestoßen von Böhmen aus besetzten die Langobarden 2:23:50 488 das rugiland in Niederösterreich und 508 nach einem Sieg über die herula deren Gebiete an der mittleren Donau dort wurden die Gepiden ihre 2:24:01 Nachbarn die die ehemalige römische Provinz dazia eingenommen hatten nach Theoderichs Tod 526 verdrängten die Langobarden unter 2:24:10 König wacho zoebische Gruppen aus dem nördlichen panonien die der ostgötenkönig bisher geschützt hatte eine ältere Verbindung zu den Thüringern 2:24:20 die zwischen Weser und Elb siedelten gab wacho Z Gunsten der Franken auf und machte es dadurch seinen neuen Freunden leichter bis 534 das thüringische Reich 2:24:30 zu unterwerfen wacho unterhielt auch gute Beziehungen zu Byzanz auf dessen Seite die Langobarden schließlich mithalfen die Ostgoten in Italien zu 2:24:39 besiegen zweifellos hatten sie bereits zu diesem Zeitpunkt ein Auge auf das schöne reiche Italien geworfen ein Bündnis mit dem oströmischen Kaiser 2:24:49 Justinian brachte den Langobarden 547 Norikum und das südliche panonien ein sie erhofftten sich zudem auch Hilfe vom Kaiser gegen die gepidischen Nachbarn 2:25:00 doch wegen der oströmischen Schaukelpolitik erfüllte sich ihre Hoffnung nur zum Teil nach mehreren waffengängen kam es 567 zu einer 2:25:10 Schlacht die die Langobarden unter König Alboin für sich entschieden da sie sich mit den Avaren zusammengetan hatten und die Gepiden in die Zange 2:25:19 nahmen große Teile des gepidenreiches fielen an die Avaren während andere gepidische Gruppen sich den langobardischen Siegern 2:25:26 anschlossen die Sorge aus den Verbündeten könnten in Kürze Angreifer werden trieben albo ihn zu einem tollkühnen Entschluss am Osterfest 2:25:36 568 versammelte er sein Volk und bewog es mit ihm nach Italien auszuwandern die Gelegenheit schien günstig da Justinus i Z gerade sein 2:25:46 seinen zu mächtig gewordenen Feldherren nasis abberufen hatte zudem zögerte der Kaiser das Bündnis mit den Langobarden zu erneuern sodass es ihm in Albion 2:25:56 Augen recht geschah wenn er sich fortan allein mit den Avaren herumzuschlagen hatte 568 wälzte sich eine völkerlawin nach Italien die unter Führung der 2:26:07 Langobarden viele andere Stämme mitzog samaten Gepiden Sueben Sachsen und sogar Bulgaren mit den Avaren die in die enen Gebiete nachrückten hatte Alboin einen 2:26:19 Rückversicherungsvertrag auf 200 Jahre geschlossen solange sollten die Langobarden in ihre alten ländereihen zurückkehren dürfen falls Sie Italien 2:26:28 wieder verlassen müssten es konnte ja sein dass der oströmische Kaiser eine starke Armee über die Adria sandte die frankten einen 2:26:36 weiteren Vorstoß nach Süden planten oder beide sich zusammen taten um die Eindringlinge zu verjagen auf 100000 bis 150 000 Menschen 2:26:47 schätzen die kronisten Albion Karawane deren Kern ein Heer von etwa 20.000 Kriegern bildete sie waren in fahrtverbände fahrä gegliedert die durch 2:26:57 Verwandtschaft zusammengehalten wurden und nach der Ankunft in Italien weiter bestestanden auf der alten herstraße zwischen den Karnischen und Julischen 2:27:06 Alpen zogen die Langobarden nach fraul wo Albion in Forum julii ein erstes Herzogtum ducatus unter seinem Neffen dem Dux gisol 2:27:17 einrichtete nach 568 stieß der König bis Verona vor und eroberte im folgenden Jahr die westliche Lombardei bis Mailand Byzanz brach alle Beziehungen mit Ihnen 2:27:29 ab und konnte sich glücklich schätzen dass es einige Stellungen vor allem Ravenna und Rom halten konnte zeitgenössische Quellen klagten 2:27:38 berht über die Brutalität der Langobarden die nicht wie die Ostgoten Theoderichs als föderaten kamen als Heiden oder Arianer plünderten sie 2:27:47 bedenkenlos Kirchen und töteten Priester vor allem die Adligen Grundbesitzer hatten zu leiden und viele flohen von ihren Gütern unter ihnen kam das Gerücht 2:27:57 auf der von Byzanz abgelöste und verbitterte Narses habe die Barbaren ins Land gerufen die Verdächtigung war 2:28:05 verständlich da die oströmischen Soldaten unter narsis Nachfolger Longinus zunächst nur schwachen Widerstand leisteten erst an Pavia 2:28:15 bissen sich die langob die Zähne aus D Jahre lang trotzte die Stadt den Belagerern während dieser Zeit begann sich der wanderzug in selbständig 2:28:25 operierende Gruppen zu teilen die einen stießen unter ihren Führern den Dukes nach Mittel und Süditalien vor andere marschierten seit 569 fast jährlich nach 2:28:37 Norden um fränkisches Gebiet in der Provence und in Burgund zu plündern selbst im Kernbestand des Heeres erwuchs eine Opposition gegen 2:28:47 König Alboin die Belagerung von Pavia zog sich schier endlos hin und es gab für die Truppe nichts zu plündern auch seine 2:28:55 Frau Rosamunde eine gepidische Königstochter gehörte zu der Gruppe die ein Komplott schmiedete und den König während eines Gastmahls 2:29:06 tötete albuins zwei Nachfolger helmegis ein Günstling rosamundes und der hochadlige KLE nach kurzer Regierungszeit 2:29:18 Anschlägen zum Opfer von 574 an glaubten die Langobarden auf einen König verzichten zu können als aber 2:29:28 584 die gefürchtete Koalition zwischen Franken und oströmern schließlich doch zustande kam die mittlerweile beide auch langobardische Krieger in ihren Reihen 2:29:38 mitführten setzte sich bei der Mehrheit der Dukes die Einsicht durch dass sie auf Dauer ihre Eroberungen nur halten konnten wenn sie sich wieder einen König 2:29:49 gaben sie einigten sich auf kevs Sohn autari dem neuen König kam zugute dass es mit der militärischen Zusammenarbeit der Gegner 2:29:58 haperte so konnte autari die oströmische Seite 585 zu einem Friedensvertrag zwingen der erstmals den langobardischen Besitz in Italien 2:30:11 anerkannte schon kurz nach seiner Proklamation hatte autari den dynastis Namen Flavius angenommen um an die römischen Kaiser anzuschließen wie 2:30:22 Theoderich tat er es im Bewusstsein dass die Wanderzeit für sein Volk zu Ende war und die Epoche eines friedlichen Nebeneinanders beginnen müsse das 2:30:32 Konzept ging auf die Langobarden konvertierten zum katholischen Glauben und vermischten sich mit der einheimischen 2:30:40 Bevölkerung die Landkarte Italiens sollte sich in der Folgezeit noch mehr zugunsten der Eroberer verändern Ostrom konnte die Aufsplitterung seiner 2:30:49 italischen Herrschaft nicht mehr rückgängig machen die ihm verbliebenen Gebiete die nordküsten des tyrenischen Meeres und der Adria bis Ankona sowie 2:30:59 lazium Kampanien Apulien und Kalabrien fasste Kaiser maritius zum Exarchat Italien mit der Hauptstadt Ravenna zusammen mit den Franken bemühte sich 2:31:10 autari ebenfalls um einen Ausgleich und hielt um die Hand der fränkischen königstochterodus an die Werbung stieß auf Widerstand von Kaiser Mauritius der 2:31:21 die Verbündeten Franken zu neuen Vorstößen nach Italien ermunterte der Abgewiesene langobardenkönig schlug daraufhin im 2:31:28 mächtesspiel zwischen Franken und oströmern eine neue ehepolitik ein schon um 575 hatte ewin der langobardische Dux von Trient eine 2:31:39 Tochter des bayuarenherzogs Garibald geheiratet autari folgte ihm und heiratete dessen zweite Tochter teudelind die mit dem Frankenkönig 2:31:48 schildebert dem i verlobt aber von ihm ungnädig entlassen worden war teudelins Mutter walderada war Tochter des langobadenkönigs wacho und wichtiger 2:32:00 noch sie war Gattin zweier frankenkönige gewesen ehe sie den Bayern Garibald geheiratet hatte mit Garibald erschienen am Ende der Völkerwanderungszeit 2:32:10 erstmals die bajowaren sie waren kein wanderstamm mehr sondern hatten sich während des ersten Drittels des 6 jahrhunderts auf 2:32:17 dem Boden der ehemaligen römischen Provinzen Norikum und räzien aus germanischen romanischen und keltischen bevölkerungssplittern zu einer Einheit 2:32:26 zusammengefunden die Langobarden gerieten in der zweiten Hälfte des 8 jahrhunderts zwischen die Mühlsteine der Oströmer und Franken die beiden letzten 2:32:35 langobadenkönige eistulf und Desiderius hatten keine Chance um 750 war ein Bündnis zwischen dem Papst und dem Frankenkönig Pipin geschlossen worden 2:32:45 das wel historische Bedeutung gewinnen sollte Pipin der Sohn Karl matels und Vater Karls des Großen wurde ein Jahr später vom Heiligen Vater zum König 2:32:55 gesalbt aus Dankbarkeit für die Legitimierung seines königstums schenkte er dem Papst einen Teil des Landes zwischen Rom und Ravenna der 2:33:04 Kirchenstaat war geboren dieser Allianz zwischen dem Papst und den Franken waren die Langobarden nicht gewachsen erst wurde 2:33:12 eistulf geschlagen dann Desiderius 774 eroberte Karl der Große das langobadenreich endgültig das jedoch seine politische Identität nicht verlor 2:33:23 sondern lediglich einen fränkischen König [Musik] 2:33:34 erhielt ein völlig anderes geschichtliches Ereignis fällt in diese Zeit es ist die Geburt des italienischen Volkes die sich in einer neuen Sprache 2:33:45 die man irtümlich vulgär nannte manifestierte die irrige Annahme die Italiener seien unmittelbaren Nachfahren der Römer stimmt einfach nicht sie sind 2:33:56 ein völlig neues Volk wie Franzosen Spanier und Angelsachsen die Kultur dieser Völker entwickelte sich auf den Trümmern des 2:34:04 römischen Reiches und aus der Verschmelzung von Römern Germanen und anderen Völkern mit anderen Religionen die bereits vor der römischen Eroberung 2:34:13 existierten die Römer hatten der Welt noch ihren Stempel aufgedrückt indem sie mit ihren Truppen viele Völker eroberten und mit ihrer ausgefallten Zivilisation 2:34:22 durchsetzten sie traten als auserwähltes Herrenvolk auf und waren ihren Zeitgenossen in nah zu allen Dingen überlegen die Italiener hingegen sind 2:34:33 wegen der Schwäche ihrer Heere und wegen ihres Charakters den man anarchisch nennen könnte für ihre Zwiespältigkeit bekannt außer in der Architektur wo sie 2:34:44 ihre besten Leistungen zeigt waren die Römer künstlerisch schwach begabt während die Italiener mit einer vielseitigen künstlerischen Begabung 2:34:53 gesegnet sind ihr Sinn dafür verlieh den Städten und Dörfern und selbst der Landschaft ihr Gepräge und spiegelt sich in den Werken bedeutender Künstler 2:35:02 ebenso wieder wie in den Schöpfungen der Handwerker fast könnte man sagen dass Kunst denken und Religion bei den Römern einen Teil ihres Lebens ausmachten 2:35:13 während sich bei den Italienern das Leben in Kunst denken und Religion ausdrückt was ursprünglich getrennt nach Religion als Herr oder Diener als 2:35:23 Einwanderer oder eingebor als Eroberer und untan nebeneinander lebte vermischte sich im Laufe der Zeit miteinander und schließlich entstand ein neues Volk die 2:35:36 Italiener die Bayern gelten als die findelker der Völkerwanderung und die Frage wer sie wo und wann ausgesetzt hat ist immer noch ungeklärt 2:35:46 der Name bajovarii bedeutet wohl Männer aus dem Lande Baja Männer aus Böhmen bestimmt besteht ein Zusammenhang zwischen den späteren Bayern und jenen 2:35:57 Germanen die aus oder über bömen kommend im vierten und fünften Jahrhundert als Soldaten in der Provinz räzien zur Grenzverteidigung eingesetzt wurden um 2:36:06 sich dann nach Auflösung der römischen Grenzen 476 im heutigen Bayern mit anderen Völkern zu 2:36:14 vermischen dieses südlich Bayern unterhalb der Donau gehörte bis 536 zum Einflussbereich des italienischen ostgotenreichs hierhin verschlug es auch 2:36:24 viele alleannen auf der Flucht vor König Chlodwig in der fränkischen Epoche die der ostgotischen folgte setzte sich die stammesbildung fort so langsam 2:36:34 verschmolzen elbgermanischböhmische allemannische thüringische langobardische naristische skirische herulische und donauebische Elemente zum 2:36:44 Volk der Bayern denn über eines sind sich Sprachwissenschaftler Historiker und Archäologen einig kein Volk namens Bayern ist in Bayern eingewandert der 2:36:54 Name entstand erst am Zielort und die politische Identität eines bayernstammes ebenfalls vielleicht wurde der Zusammenschluss der vermischten Völker 2:37:03 dadurch gefördert dass sie sich von den fränkischen Herrschern abgrenzen wollten die aus Böhmen stammenden baiovarii deren Siedlungsschwerpunkt sich bei 2:37:11 Regensburg bildete müssen die stammesbildung in irgendeiner Form einflusst haben denn ihr Name hat sich zur Bezeichnung der Bayern 2:37:19 durchgesetzt die sich hinzugesellenden Völker haben ihre eigenen Namen verloren sodass die böhmischen Männer letztlich aus verschiedensten ethnischen Gruppen 2:37:28 bestanden die bayowaren haben von Beginn an keine politische Selbständigkeit gekannt denn ihre stammesbildung vollzog sich erst unter der Herrschaft der 2:37:37 Ostgoten dann der Merowinger Ende des se jahrhunderts war die Landnahme der bayuvaren im Gebiet zwischen lecht Donau und Alpen 2:37:46 weitgehend abgeschlossen drei zentrale Siedlungsgebiete der bajuaren entstanden eines bei München ein zweites bei Regensburg und ein drittes zwischen Inn 2:37:56 und Salzach nachdem sich die Thüringer den Franken 531 geschlagen geben mussten gerieten auch die bayuaren in 2:38:04 Abhängigkeit vom fränkischen Reich Herrscher über die bayuaren muss der Merowinger König teudebert gewesen sein als er dem Kaiser in Konstantinopel in 2:38:13 einem berühmt gewordenen Brief die Ausdehnung seiner Herrschaft von der Donau und der Grenze Pannoniens bis zum Ozean 2:38:20 mitteilte der Name Bayern fiel hier aber nicht die Franken etablierten ein Verwaltungszentrum in Regensburg brachten das Christentum und bauten 2:38:29 erste Kirchen Mitte des 8 jahrhunderts entstanden unter Bonifatius die Bistümer Salzburg Passau Regensburg Freising und 2:38:38 eistätt zwischen dem 6 und 8 jahrhundert entwickelte das bajowarische herzoggeschlecht der agilofinger eine anseh iche Macht von ihrer hauptpfalls 2:38:48 in Regensburg betrieben sie eine intensive Siedlungs und missionspolitik auch unterhielten sie enge Kontakte zu den 2:38:56 langobaden als eine selbständige politische Einheit innerhalb der neuen reiche konnte sich der bajowarische Stammesverband nicht 2:39:04 halten 788 ließ Karl der Große den agilofingerherzog Tassilo absetzen und ihn mit seiner Familie aus Bayern verbannen das bayerische 2:39:13 Stammesherzogtum wurde nun teil des karolingischen Reichs 90 Jahre hatte das tolosanische Reich der Westgoten Bestand jetzt wurden sie 2:39:28 von den unerbittlich expandierenden Franken aus ihrer neuen Heimat vertrieben König allerich i I war im Kampf gefallen es sollte zwar noch 2:39:37 einige Jahrzehnte dauern bis sie auch die letzten Besitztümer aufgeben mussten aber die neue Stoßrichtung stand fest Spanien 206 entrissen die Römer den 2:39:50 Karthagern Spanien nach schweren Kämpfen bis zur Zeit des Augustus hatten sie die gesamte Halbinsel Zug um Zug unter iher Herrschaft gebracht und 2:39:59 romanisiert das Land wurde überzogen von römischen Straßen Brücken und aquedukten moderne Stadtkulturen mit großer Architektur entstanden Spanien deckte 2:40:10 fast die Hälfte des römischen Bedarfs an Wein und Öl zudem lieferte die iber Halbinsel mehr Gold und Silber ans Imperium als jedes andere Land wichtige 2:40:20 Kaiser kamen aus Spanien wie Trajan Hadrian und Theodosius der er Spanien erlebte jahrhundertelang eine weitgehend friedliche Zeit bis zur 2:40:32 Invasion der Vandalen allanen und zweben im Jahr 409 die Vandalen waren nach Nordafrika weitergezogen die Sweben blieben im 2:40:43 Nordwesten des Landes im übrigen Spanien versuchten die Goten im Namen des Römischen Reichs Ordnung zu halten das war der Stand der Dinge als 2:40:53 die Westgoten ihr tolosanisches Reich verloren und in noch größerer Zahl als bisher über die Pyrenäen in die iberische Halbinsel einsierten in den 2:41:02 nächsten Jahrzehnten festigten sie ihre Stellung um 530 war dann der Bestand ihres Königreichs gesichert aber erst 568 sollte Ihre wirklich große Zeit 2:41:13 beginnen die mit zwei bedeutenden Königen verknüpft ist mit leov gildt 568 bis 586 und seinem Sohn rekaret dem ersten 586 bis 2:41:26 601 unter ihnen gelangte Spanien zu einer Spätblüte christlich antiker Kultur es gelang den Herrschern erstaunlich gut die römischen und 2:41:35 gotischen Elemente miteinander zu verbinden Toledo das römische toletum wurde Hauptstadt darum spricht man auch vom toledanischen Reich der West goen in 2:41:46 Spanien die Stadt lag weit entfernt vom allesverbindenden Mittelmeer das Landesinnere war weniger dicht bevölkert Toledo weniger eine alte Metropole als 2:41:56 eine Königsburg die Westgoten waren Isolationisten was auch ihre verheerende fremdengesetzgebung vor allem gegen 2:42:04 Juden dokumentiert der äußerste suebische Nordwesten und einige schmale byzantinische Streifen an der 2:42:11 Südostküste entzogen sich bis Ende des se jahrhunderts der Herrschaft der edanischen Könige in den 20er Jahren des 7 jahrhunderts fielen auch die letzten 2:42:21 byzantinischen Vorposten in einem vereinten Spanien sollte sich das westgotische Königreich bis zum Jahr 711 halten bis es von 2:42:30 nordafrikanischen Mauren unter arabischer Führung besiegt wurde aber die westgotische Identität blieb in Nordspanien und im südfranzösischen long 2:42:39 dooc erhalten und trug wesentlich dazu bei später die spanische rekonkista gegen die Mauren zu ermög 2:42:47 der Wiederherstellung eines starken gotenreiches musste die fehlende glaubenseinheit hinderlich sein leoigild versuchte den Gegensatz zwischen der 2:42:56 katholisch-römischen Mehrheit der Bevölkerung und den arianischen Goten durch Kompromisse auf Kosten des Arianismus abzubauen wenn er die 2:43:04 Katholiken gewinnen wollte musste er Zugeständnisse an sie machen beim arianischen Konzil 580 in Toledo wurden interessante Abstriche an der 2:43:14 gotenreligion V genommen vor allem hinsichtlich der Taufe und des jesusbilds zum einen wurde das katholische Taufsakrament anerkannt wer 2:43:23 also zum Arianismus übertrat brauchte sich nicht wieder taufen zu lassen zum anderen gestattete leovi gilt nun eine gewisse Aufwertung der christusgestalt 2:43:33 die Gott durchaus gleichgestellt sein dürfe und nicht nur ähnlich die Arianer leugneten dass Jesus Christus ein echter Sohn Gottes sei sie glaubten dass der 2:43:43 ewige Gott ihn als Gott in der der Zeit geschaffen habe Sohr die Arianer den Katholiken auch entgegenkamen konnten sie sich letztlich nicht gegen den 2:43:52 attraktiveren römischen Katholizismus durchsetzen es gelang Leo gilt nicht sein Volk unter dem Arianismus zu einigen leoigilds Schwierigkeiten waren 2:44:03 seinem ältesten Sohn hermenegild von Nutzen der 579 die junge meroerin in Gunde heiratete sie blieb eine glühende 2:44:12 Katholikin und bekehrte ihren Gemahl daraufhin stellte sich der Königssohn gegen den Vater herrmenegild musste den Hof verlassen und verbündete sich mit 2:44:22 Byzanz den Franken und Sueben um gegen seinen Vater vorzugehen in Sevilla rief er sich selbst zum König aus und begann mit einer eigenen Münzprägung zu seinem 2:44:32 Herrschaftsgebiet gehörten neben Sevilla andere Reiche Städte wie Cordoba und Merida die von hermenegild geschmiedete Allianz war jedoch nicht stark und 2:44:41 entschlossen genug um gegen den mächtigen leovigild zu bestehen 5 Jahre nach dem ausgebrochenen Glaubens und machtkonflikt zwischen Sohn und 2:44:49 Vater war der Krieg mit der Einnahme Sevillas beendet und so ganz nebenbei hatten die Westgoten auch noch das Königreich der Sueben vernichtet 2:44:59 hermenegild verzichtete öffentlich auf jede königliche Stellung 585 wurde er in taragona ermordet die Umstände und die drazier 2:45:10 wurden nie bekannt ingunde und ihr kleiner Sohn gingen nach Byzanz ins Exil obwohl leovigild den Machtkampf gegen den Sohn gewonnen hatte muss er geahnt 2:45:20 haben dass der Katholizismus auf Dauer nicht aufzuhalten war sein zweiter Sohn rekaret verstand es die Lehrer aus den Bemühungen seines Vaters zu ziehen unter 2:45:30 großen Diskussionen wählte er den einzigen möglichen Weg um im Reich eine religionspolitische Einheit herzustellen die Bekehrung der westgurten zum 2:45:41 Katholizismus zu dieser Zeit so berichtet Gregor von Tour über über das spektakuläre Ereignis rief in Spanien König rikaret von der erbarmenden Gnade 2:45:51 Gottes getroffen die Bischöfe seines arianischen Glaubens zusammen und sprach warum Wucher zwischen euch und den Bischöfen welche sich die Rechtgläubigen 2:46:00 nennen unablässig Zwietracht und warum könnt ihr während jene Kraft ihres Glaubens viele Wunder tun solche nicht vollbringen ein Jahr nach dem Tod seines 2:46:12 Vaters trat rekaret zum katholischen Glauben über womit er die Politik des Vaters auf seine Weise 2:46:21 vollendete jetzt war das Volk der Spanier auch konfessionell geeint zwei Jahre später trat das dritte Konzil in Toledo zusammen Bischöfe 2:46:33 geistliche und Adlige begingen 589 die feierliche Bekehrung der goen und priesen König rekarit als Allerheiligsten Fürsten und vom 2:46:44 göttlichen Geist erfüllt damit ging rekarit den Weg klodwigs der rund 100 Jahre zuvor in rin katholisch getauft worden war dass die 2:46:55 katholische Kirche den hartnäckigen gotischen Arianismus besiegt hatte war natürlich auch ein Sieg der römischen Traditionen die die Westgoten immer mehr 2:47:05 für sich Einnahmen damit einher ging das Wirken großer Kirchenmänner wie der Brüder Leander und Isidor die im geistigen Mittelpunkt Sevillas lebten 2:47:16 erst später zog der kirchliche Hauptsitz ebenfalls ins politische Zentrum Toledo der einflussreiche Leander unterstützte mit seinen Lehren den Siegeszug des 2:47:27 Katholizismus in Spanien Isidor schrieb eine Geschichte der Westgoten die Zeit da man die gotten als Barbaren empfunden hatte war endgültig 2:47:39 vorbei das Reich der Westgoten war in Spanien zum vollkommensten Nachfolgestaat des des römischen Reiches geworden das Geistesleben übertraf das 2:47:48 anderer barbarischer Staaten es wurde viel und vor allem alles in Latein geschrieben es herrschte relativer Frieden im Reich auch wenn sich Leo wie 2:47:58 gilt seine jährlichen Heerzüge gegen Basken zweben und Byzantiner nicht nehmen ließ mit den Basken sollte er wie auch alle anderen nach ihm nicht fertig 2:48:09 werden von außen drohte keine Gefahr so konnten sich die Westgoten in einer Art is um sich selbst und die Entwicklung ihres Staatswesens und ihrer Kultur 2:48:20 kümmern und wenn von innen der Adel einmal Aufbegehren sollte dann war leogilt auf der Hut er war aber manchen der seinen höchst gefährlich denn wenn 2:48:33 er irgendeinen über die Maßen adlich und mächtig auftreten sah ließ er ihm entweder den Kopf abschlagen oder schickte ihn nach Vermögensverlust ins 2:48:42 Exil einem gehrenden adligigen ließ er gar das Haupt Scheren sodann die rechte Schwurhand abhacken um ihn sodann auf einem Esel durch Toledo zu führen 2:48:53 schrieb Isidor von Sevilla ansonsten pflegten leovigild und sein Sohn reckaret eine äußerst imperiale Repräsentation ihrer 2:49:02 Herrschaft die sie wie Kaiser auftreten ließen und daher ungewöhnlich für germanische Könige war im Jahr 578 beispielsweise begann 2:49:12 leovigild mit dem Bau von reopolis einer Stadt nordöstlich von Toledo von der aus er sein Reich regieren wollte eine Stadt für seinen Sohn eine 2:49:22 POIs für rekaret Städte zu gründen war bisher ein Privileg für Kaiser gewesen auch andere symbolische Gesten wurden zweifels ohne aus dem 2:49:31 kaiserlichen Byzanz übernommen so erhob leoigild seine Söhne zu Mitregenten womit er die Thronfolge sicherte und eine Dynastie gründete für einen 2:49:40 westgotenkönig eine ungewöhnlich vorausschauende Maßnahme ein großherrschaftlicher Akt bestand auch in der Prägung von Goldmünzen mit eigenem 2:49:49 Konterfei auch andere zentrale Herrscher Insignien wie Thron Krone und Zepter kamen auf leoigild und rekaret respektierten zwar die orthodoxen Kaiser 2:49:59 im fernen Byzanz weigerten sich aber einen geringeren Rang als sie einzunehmen von großer Bedeutung war auch leovigils Rechtsreform die er vor 2:50:09 dem Hintergrund der gewandelten gesellschaftlichen Verhältnisse durchführte Goten und Römer sollten er gleichgestellt sein und ihre Kulturen 2:50:17 miteinander verschmelzen was war da dringender als die Auflösung des eheverbots zwischen den beiden Völkern das war im Ostgotenreich 2:50:25 Theoderichs in Italien theoretisch nicht erlaubtesen dass die goen in der neuen iberomanischen Heimat im Verbund mit den Einheimischen ein neues ethnisches 2:50:35 undtisches geb schufen ist ein bemerkenswerter Vorgang die turbulente Zeit der Völkerwanderung mündete allmählich in eine Völkerverständigung 2:50:45 es war bestimmt nicht die Synthese von zwei Kulturen die das Königreich der Westgoten mit der Zeit anfällig machte das Land war reich vor allem durch die 2:50:54 Landwirtschaft und hatte keine mächtigen Feinde auf spanischem Boden standen keine fremden Heere so überrascht es nicht dass das westgotische Heer längst 2:51:04 nicht mehr die Schlagkraft besaß die es noch auf den katalonischen Feldern zu einem gewaltigen Gegner gemacht hatte es war wohl auch durch das Klima bedingt 2:51:13 unter den Westgoten ein eine gewisse Verweichlichung eingetreten das herer Bestand traditionell aus der Kavallerie des Adels der sich aber im Kriegsfall 2:51:21 ausgesprochen launisch verhielt je größer der Nutzen für die eigene Sache desto engagierter waren die hohen Herren und umgekehrt dem adligen Anführer 2:51:31 folgten vorwiegend die unfreien die aus finanziellen Gründen allerdings nicht als Reiterkrieger sondern als leicht bewaffnete Fußsoldaten 2:51:39 auftraten die Qualität des gotischen Heeres hatte mit dem kulturellen Aufstieg der West en nicht Schritt gehalten auch innenpolitisch verlor das 2:51:48 reich an Zielstrebigkeit obwohl die Nachfolger der Dynastie leovigils die Einheit des Reiches bewahrten die Reichen wurden immer reicher die Armen 2:51:56 immer ärmer und mussten oft ihre persönliche Freiheit aufgeben um zu überleben dazu kamen ungelöste nachfolgeprobleme obwohl die Krone 2:52:06 innerhalb der Sippe blieb Königsmord und gewaltsame Absetzung waren an der Tagesordnung und konnten auch durch die Einführung der Königs nicht verhindert 2:52:15 werden schlechte Voraussetzungen um sich gegen einen neuen äußerst gefährlichen hochorganisierten Feind zu wehren der sich vom Süden her übers Meer näherte 2:52:25 die Araber und ihre [Musik] Verbündeten mit den Arabern des frühen Mittelalters bricht eine neue Macht in 2:52:45 die europäische mittelmeerkultur ein die nach den Umwälzungen des Römischen Reichs durch die Germanen das Ende der Spätantike endgültig 2:52:55 besiedelten zwischen 672 und 680 waren arabische Seeräuber bereits an den spanischen Küsten aufgetaucht und 2:53:04 hatten zahlreiche Städte angegriffen und geplündert doch sogar noch 709 gab sich der westgotische Adel dem Irrtum hin die Araber könn zwar das Oströmische Reich 2:53:16 zum Einsturz bringen hätten es allerdings auf die Westgoten nicht abgesehen so konnten die arabischen Invasoren in aller Ruhe ihre Truppen 2:53:25 sammeln und den Angriff auf Spanien vorbereiten im Sommer 711 nahm die arabische Expedition unter dem Feldherrn Tarik über die meeränge 2:53:37 von Gibraltar ihren Lauf bezeichnend für die Verfassung der Westgoten war dass sie sich wieder einmal mitten in einem königlichen Machtkampf befanden der ein 2:53:47 Jahr zuvor gewählte Roderich stieß auf erbitterten Widerstand einer konkurrierenden Familie die den Thron für sich 2:53:54 beanspruchte die beiden Familien rauften sich zur Schlacht gegen das maurische Heer schließlich zusammen und Unterlagen am 23 juli 711 bei ches de la Frontera 2:54:06 ihrem Feind damit war der gotische Widerstand zwar noch nicht gebrochen doch besetzten die Krieger Allahs nach nach Toledo und andere wichtige 2:54:17 Städte damit ging das westgotische Spanien seinem Ende entgegen der größte Teil der iberischen Halbinsel wurde für mehrere Jahrhunderte ein arabisches 2:54:29 Kalifat nur im Norden Spaniens konnten sich einige christliche Königreiche behaupten die westgotischen Adligen leisteten auf heimischem Boden noch eine 2:54:39 Zeitlang Widerstand dann wurden sie mehrheitlich Muslime [Musik] auch England ist aus der Einwanderung 2:54:59 germanischer Stämme entstanden um 400 wurden die römischen Truppen von der Provinz Britannia dem heutigen England und Wales abgezogen weil Rom die Insel 2:55:09 gegen die äußeren Feinde nicht mehr halten konnte zurückblieben die Provinzial Römer mit ihrer städteverwaltung die sich der keltischen 2:55:17 Pikten und Skoten erwehren mussten die von Irland und vor allem vom heutigen Schottland aus in Britannien einfielen also riefen die Briten die 2:55:26 germanischen Sachsen Angeln und Jüten aus Dänemark zu Hilfe die Krieger kamen und blieben schließlich drängten sie die Briten zurück und gründeten mehrere 2:55:36 kleinkönigreiche die gegen Ende des 9 jahrhunderts zum Staat der Angelsachsen verschmolzen 1066 musste sich der der letzte 2:55:44 angelsächsische König von England dem Herzog der Normandie Wilhelm dem Eroberer in der Schlacht bei Hastings geschlagen geben das heutige Englisch 2:55:53 hat sich in direkter Linie aus der Sprache der angelsächsischen Einwanderer entwickelt die Einheimischen passten sich der Kultur und Sprache der Fremden 2:56:01 an während in Frankreich die germanischen Franken die romanische Kultur und Sprache übernahmen bereits im dritten 2:56:09 Jahrhundert zählte londonium das heutige London rund 30.000 Einwohner und wurde die Verwaltungszentrale und Handelsmetropole der Provinz es war 2:56:20 strategisch günstig gelegen da die von der See kommenden Schiffe alle über die Themse ins Landesinnere gelangten und auch das Straßennetz der Provinz hier 2:56:30 zusammenlief die keltischen Stammesfürsten wurden als römische Bürger zur Verwaltung ihrer eigenen Landsleute eingesetzt und die 10% 2:56:39 Steuerlast waren für die Einheimischen zu verschmerzen Angels Truppen waren dem römischen Heer hoch willkommen die Ausfuhr von Zinn Kupfer und Blei kam dem 2:56:50 ganzen Imperium zu Gute als Kaiser Honorius 407 die römischen Truppen gegen den Willen der Bevölkerung zurückbeordte weil die 2:57:01 Germanen auf dem Festland immer bedrohlicher gegen das römische Reich vorrückten blieben die römischen Städte in Britannien sich selbst 2:57:09 überlassen die nun über sie hereinbrechenden barbarischen Invasionen brachten ein seit langem nicht mehr gekanntes 2:57:17 Unheil die Stadtverordneten nahmen nun diejenigen Barbaren unter Vertrag die Ihnen als Gegner bisher am meisten zu schaffen gemacht hatten ihnen daher aber 2:57:27 auch vertraut waren die Sachsen Angeln und Jüten die zum Teil auch die Franken oder Friesen verstärkten die Fremden wurden als 2:57:36 föderaten angesiedelt bezahlt verköstigt und einquartiert aber wie bei den Goten und Vandalen funktionierten diese Regelungen 2:57:47 nur zeitlich begrenzt schließlich musste die einheimische Bevölkerung entsetzt erkennen dass sie den Teufel mit dem bilzebub ausgetrieben hatte etwa 300 2:57:57 Jahre später beschrieb der angelsächsische Mönch und historiograph Beda venerabilis in seiner Kirchengeschichte der Angelsachsen den 2:58:05 adventus saxonum die Geschichte der sächsischen Siedler in Britannien damals fuhr der Stamm der angeln oder Sachsen vom König eingeladen in drei 2:58:17 Langschiffen nach Britannien und ließ sich auf Befehl dieses Königs im östlichen Teil der Insel nieder dem Anschein nach um für das Land zu kämpfen 2:58:26 in Wirklichkeit um es zu erobern nachdem sie mit den Feinden die von Norden her Angriffen den Kampf begonnen hatten errangen die Sachsen den 2:58:37 Sieg als dies und die Fruchtbarkeit der Insel und die Trägheit der Briten nach Hause berichtet wurde schickte man sofort eine größere Flotte 2:58:46 herüber mit einer stärkeren Abteilung von Kriegern an Bord die zusammen mit der vorher Gesandten Gruppe ein unbesiegbares Heer bildete wie nicht 2:58:56 anders zu erwarten war gaben sich die föderaten schon bald nicht mehr mit den regulären Zahlungen zufrieden und zogen in den Kampf nach einigen siegreichen 2:59:06 Schlachten eigneten sie sich den größten Teil des Landes an damit war der erste Schritt der germanischen Besiedlung eingel leitet in erste Linie entlang den 2:59:16 flusstäln zwischen Themse und hber im Südosten der Insel es geschah das gleiche wie in Gallien Spanien und Italien auch die mächtigen Franken 2:59:25 hatten zunächst den Römern als Verbündete im Kampf beigestanden um das Geschehen zu relativieren es nahm Jahrzehnte in 2:59:34 Anspruch bis die 20.000 bis 30.000 Angelsachsen in Schiffen über den Kanal kommen konnten schon lange vor dem Ende der römischen Herrschaft hieß das Gebiet 2:59:44 beiderseits des Kanals sachsenküste gegen die sächsischen Seeräuber war mit dem litus saxonium eine eigene Militärgrenze im Osten 2:59:55 Britanniens wie im Norden Galliens errichtet worden mit Sachsen hatten auch die Westgoten in Südfrankreich zu kämpfen da sie sich an der Mündung der 3:00:03 Loir und der garon festgesetzt hatten sie waren in ihren 18 bis 20 rudrigen Schiffen gekommen bis an die Zähne bewaffnet hatten geplündert um dann 3:00:14 blitzschnell wieder zu verschwinden die Ostküste Britanniens ist flach und weistß zahlreiche Flussmündungen auf die eine problemlose Landung ermöglichen 3:00:25 einige dieser Piraten werden die Gelegenheit genutzt haben und geblieben sein nun aber hatte sich die Situation verschärft nachdem die ersten Abenteurer 3:00:36 und Draufgänger sich offiziell von den Briten hatten anwerben lassen sprach sich Britannien bei den in ihren Ursprungsländern verbliebenen schnell 3:00:45 als eine märchenhafte neue Heimat herum außerdem Wste man bestimmt dass Rom Schwierigkeiten hatte seine Stellungen in Britannien zu halten auch der von den 3:00:56 römernganisierte Küstenschutz war nicht mehr wirksam alsozte eine Völkerwanderung über das Meer ein die Britannien entscheidend umgestalten ste 3:01:08 Ende des Jahrhunderts vergrößerten sich die angelsächischen Eroberungen die brittenen leisteten Widerstand zu Beginn des sechst jahrhunderts errangen 3:01:19 sie in der berühmten Schlacht am monbadonikus einen ihrer letzten Siege über die Eindringlinge der berühmte König Artus 3:01:27 Held der englischen Geschichte soll die seinen zum Sieg geführt haben aber es half alles nichts die Neuankömmlinge setzten ihre Eroberungen von Osten nach 3:01:39 Westen fort Cornwall Wales und Schottland blieben Britt Gebiete die bis heute von einer starken keltischen Tradition durchdrungen 3:01:49 sind bis zum Beginn des 7 jahrhunderts hatten die Angelsachsen den größten Teil Britanniens unterworfen und in zahlreiche kleinkönigreiche 3:01:59 aufgegliedert diese Aufsplitterung führte zu einem ebenso kleinlichen wie blutigen Ringen um die politische Vorherrschaft weshalb die 3:02:07 angelsächsische Frühzeit nicht unbedingt eine strahlende Kulturstufe in der englischen Geschichte darstellt nicht politischer einigungswille prägte die 3:02:17 Zeit sondern der Machtwille einzelner tatkräftiger Könige die auf der Bildfläche erschienen und dann wieder verschwanden Hauen und Stechen Mord und 3:02:27 Totschlag bestimmten die Szene die Kampfmoral der sächsischen Krieger hatte maßgeblich mit bedingungsloser gefolgschaftstreue zu 3:02:37 tun die Ausbreitung des gefolgschaftswesens eine starke Bindung zwischen volksherren und gevolkssmann kennzeichnet nicht bloß die frühe 3:02:47 germanische Verfassung sondern auch die späömische Zeit der große einiger der Insel wurde erst Alfred der große 871 bis 3:02:59 899 nachdem er die dänischen Wikinger 878 bei addeddington geschlagen hatte seine geheiligte westsächsische Dynastie sollte Großbritannien fast bis zur 3:03:12 Ankunft der Normann [Musik] beherrschen waren Angeln Sachsen und 3:03:29 Jüten noch Heiden als sie britischen Boden betraten wurden sie im Verlauf des sechsten und 7b jahrhunderts von der römischen Kirche und ihre schottischen 3:03:37 Mönchen zu Christen missioniert die Stärke der katholischen Kirche der Angelsachsen beruht auf ihrer unmittelbaren Beziehung zu Rom woher sie 3:03:46 nicht nur das Christentum sondern auch die antike Kultur bezog allerdings entwickelten sich Christentum und Kirchenordnung bei den 3:03:54 Angeln und Sachsen auch unter dem Einfluss und in der Auseinandersetzung mit den christlichen ihren am Ende sollten die 3:04:02 angelsächsischen und iroschottischen Mönche ihr Missionswerk im Frankenreich fortsetzen und zu den brückenbauern des frühmittelalterlichen Europa 3:04:11 werden der heilige heute als Apostel Irlands und Nationalheiliger verehrt wurde um 385 im Süden von Wales geboren und war im Alter 3:04:21 von 16 Jahren von Piraten nach Irland verschleppt und dort als Sklave verkauft worden um 407 konnte er in die Heimat fliehen ging aber bald zum Studium nach 3:04:32 Gallien lernte dort das Mönchsleben ebenso kennen wie die Bischofskirchen um 432 wurde er bischöflicher Nachfolger des ersten 3:04:41 irischen Missionars Palladius sein Bischofssitz war vermutlich amark im Norden Irlands Patrick trug wesentlich zur 3:04:50 Organisation der iroschottischen Kirche bei die Klöster vom heiligen Patrick gegründet wurden rasch Zentren des seelsorgerischen geistigen und 3:04:59 kulturellen Lebens von diesen Klöstern vor allem vom irischen inselkloster Iona wurde ein wahres Netzwerk weiterer klüster 3:05:08 aufgebaut wanderten die Mönche los um Schottland und dem Norden Britanniens den christlichen Glauben zu bringen die Missionare waren nicht nur 3:05:17 Boten des Glaubens sondern auch Professoren Erzieher und Dichter in einer Person Karl der Große ernannte später den angelsächsischen Theologen 3:05:26 Alkuin von Jork sogar zum Leiter seiner Privatschule von Britannien des 8 jahrhunderts von den Klöstern der Iren und Angelsachsen ging die moderne Kultur 3:05:36 des Abendlandes aus sie begann auf den Kontinent auszustrahlen und einen geistigen Austausch in Gang zu bringen 3:05:45 angelsächsische Missionare gingen auf das Festland und Predigten die reine Lehre in Germanien und im fränkischen Gallien wo sich eine Verwilderung des 3:05:54 christlichen Lebens abzeichnete auf den Höhepunkt wurde die angelsächsische Mission von Bonifatius geführt der bedeutendsten Figur der 3:06:02 fränkisch-karolinischen Kirchengeschichte der aus Wessex stammende Gottesmann wurde später der Apostel der deutschen genannt er setzte 3:06:11 sich mit den Germanen öst des reheins auseinander die zwar dem fränkischen Reichsverband angehörten bisher aber nicht mit dem Christentum in Berührung 3:06:19 gekommen waren in dieser wilden Diaspora gelang es ihm tatsächlich so etwas wie eine germanische Kirche zu organisieren als 3:06:28 er im hohen Alter zu einer Bekehrung der Friesen aufbrach wurde er dort gleich nach seiner Ankunft 754 erschlagen mit seinem Evangelia soll er sich den 3:06:38 Schlägen der Angreifer zur Wehr gesetzt haben die Barbaren von der christlichen Heilslehre zu überzeugen war gewiss nicht immer einfach als 3:06:48 glaubensverkünder betraten fromme Männer wie Bonifatius häufig Gebiete ohne Kulturtradition wo Glaube und Bücher völlig unbekannt waren die moderne 3:06:59 Schriftkultur der Klöster war ihnen fremd ihre eigenen religiösen Erzählungen stammten aus der Erinnerung und mündlichen Überlieferung außerdem 3:07:07 müssen den kompromisslosen Kriegern die pazifistischen Überzeugungen des Neuen Testament seltsam vorgekommen sein am besten 3:07:16 funktionierten wahrscheinlich die Geschichten des Alten Testaments die aus einer archaischen Welt stammten die den germanischen Stammesfürsten vertraut war 3:07:25 auge um Auge Zahn um Zahn das war ihre Welt damit konnten die Germanen etwas anfangen auf lange Sicht waren die germanischen stammeskulte der 3:07:37 christlichen Religion nicht gewachsen diese besaß durch ihr schriftliches Fundament eine es Profil das sie von anderen Religionen 3:07:46 Unterschied auch waren die professionell geschultten Missionare den heidnischen stammespriestern weit überlegen wenn sie deren Heiligtümer zerstörten ohne dafür 3:07:57 von den Göttern bestraft zu werden werteten die Germanen dies als Zeichen der überlegenen christlichen Religion dieses Vorgehen war ein 3:08:07 bewährter Trick der Missionare zudem hatte die Völkerwanderung mit ihren wechselnden Koalitionen und zunehmend ethnisch vermischten Verbänden nicht nur 3:08:17 die Identität der einzelnen Stämme sondern auch ihre religiösen Kulte und Vorstellungen geschwächt zudem hatte das Christentum 3:08:25 ja auch etwas zu bieten es war eine fortschrittliche Religion statt dunkler mythten von kriegsdonner und blitzgöttern gab es hier einen Gott 3:08:34 Schöpfer und Erlöser es erklärte die Schaffung der Welt gab dem Leben einen Sinn und ein Ziel die Erlösung im 3:08:53 Paradies das taufereignis zu rin trug Chlodwig große sympathiens Seiten der einheimischen Bevölkerung sowie von Byzanz ein dass sich ihr König für den 3:09:04 Glauben der Gallo römischen Bevölkerungsmehrheit und gegen seine eigene Geschichte entschieden hatte machte großen 3:09:11 Eindruck neben dem König und dem herer wurde die Kirche die dritte tragende Säule des Frankenreichs welch ein Wandel hatte 3:09:20 sich da vollzogen erst hatten die Franken wie andere Germanen auch in Kirchen primär die Einladung zur Plünderung gesehen und nun taten sie 3:09:30 sich als Kirchen und Klosters Stifter hervor stellten den Klerus und seine Gemeinde unter ihren Schutz Chlodwig starb 511 in Paris seine 3:09:42 vier Söhne teilten das Reich unter sich auf und setzten die begonnenen Eroberungskriege in Gallien und Germanien fort jeder versuchte sein 3:09:51 Reich zu vergrößern 531 eroberten sie das Land der Thüringer 534 das der Burgunden wenige Jahre 3:10:01 später geriet auch Bayern unter ihrer Herrschaft das Reich der Franken war konkurrenzlos geworden sie waren es die Europa von nun an 3:10:11 gestalteten was war mit den anderen germanischen Nachfolgestaaten des römischen Weltreichs passiert das Reich der Vandalen war untergegangen dass der 3:10:20 Ostgoten nach dem Tod Theoderichs im Sinken begriffen die Langobarden waren den fanken nicht gewachsen sollten am Ende sogar von ihnen in offener 3:10:29 Feldschlacht besiegt werden das Westgotenreich in Spanien und das der Angelsachsen befanden sich an der Peripherie des 3:10:37 Reiches die Völker des skandinavischen Nordens blieben in ihrer heidnischen Welt isoliert daran änderten auch gelegentliche grenzüberfälle der Friesen 3:10:46 nichts auch die avarischslawischen Völker an der Ostgrenze des Reiches waren weit weg stellten keine Bedrohung dar es blieb 3:10:54 nur das Oströmische Reich das bis ins 15 Jahrhundert hinein Bestand haben sollte auch Byzanz brauchten die Franken nicht zu fürchten die Interessen 3:11:04 Konstantinopels kollidierten nicht mit denen der Salia und was geschah mit den Merowingern sie verloren bereits Mitte 3:11:13 des 7b jahrhunderts alle Macht an ihre Stelle traten die aufstrebenden Karolinger den berühmtesten von ihnen Karl Martel gelang es 732 die 3:11:23 vorrückenden Araber bei Tour und Portier zu schlagen damit hatten die Franken das gesamte christliche Europa gegen den Orient verteidigt sie hatten die 3:11:33 abendländische Welt gerettet ein weiterer Höhepunkt ihres Aufstiegs der so unscheinbar am niederrein begonnen hatte nach all den wir und Wanderungen 3:11:43 germanischer Völker über viele Jahrhunderte hinweg hatten sich nur zwei reiche herausgeschält die auf dem Boden des römischen Reiches Bestand hatten 3:11:52 dass der Angelsachsen in Britannien und dass der Franken auf dem europäischen Festland was hatte die Franken dazu befähigt vielleicht war es ihr 3:12:03 menschenreichtum der sie auch verlorene Schlachten überstehen ließ oder ihre bereitwillige Anpassung an überlegene Kulturen und ihre groß 3:12:13 Lernfähigkeit oder ihre Könige und Führer hatten einfach das bessere Gespür für Machtkonstellationen oder sie waren skrupelloser und pragmatischer als die 3:12:24 anderen die Franken könnten den anderen germanischen Völkern auch deswegen überlegen gewesen sein weil sie kaum wanderten und dadurch weniger Strapazen 3:12:34 ausgesetzt waren eigentlich waren sie die kriegsgewindnler jener Epoche diejenigen die am wenigsten Tag en aber am meisten 3:12:44 [Musik] ernteten wer nach den Anfängen deutscher Geschichte fragt der muss sich in die Zeit der Völkerwanderung begeben in die 3:12:58 Geschichte der Römer der Franken der Kelten und andere Germanen dabei wird auch klar dass die Germanen mit Blut und Rasse wie ihnen 3:13:09 Nationalisten und Rassisten nachsagen nichts im Sinn hat denn genau das Gegenteil trifft zu Abstammung und Herkunft spielte in ihren 3:13:18 Haufen keine Rolle die Germanen ließen sich je nach den Umständen auf alle möglichen Konstellationen und Freund wie Feindbilder ein und schließlich wird 3:13:28 deutlich dass die Migranten in erster Linie Wirtschaftsflüchtlinge und keine aggressiven Eroberer waren allerdings wiesen sie eine Kampfstärke auf die sie 3:13:39 überleben ließ sie hatten nicht vor dass römische Reich zu zerstören sie suchten Land um in Frieden zu siedeln aus zwei Kulturen die sich 3:13:50 jahrhundertelang aneinander rieben aus der germanischen und der römischen Kultur entstand schließlich ein neues Europa ein Europa der Völker ind dem 3:14:01 erst jetzt im 21 Jahrhundert allmählich die Grenzen verschwinden und das sich zusammentut um den globalen Herausforderungen gerecht zu werden 3:14:13 Karl der Große hat das schon vor über 800 Jahren [Musik] 3:14:27 [Musik] [Musik] erträumt 3:14:43 [Musik] [Musik] 3:15:38 [Musik] [Musik] 3:15:58 [Musik] [Musik] 3:17:10 [Musik] [Musik] 3:19:35 [Musik]